Total verliebt, total verwirrt
20.09.2009, 23:18
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#1
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Total verliebt, total verwirrt
Hallo liebe Leute,
jetzt ist es soweit: zum ersten mal überhaupt wende ich mich an ein Forum, weil ich mir irgendwie nicht zu helfen weiß.
Dieses Jahr im Februar habe ich (w) mich zum ersten mal in eine Frau verliebt (Zimmernachbarin im Krankenhaus). Am dritten Abend, als wir draußen zum Rauchen standen und wie immer albern rumgekichert haben, habe ich mit Erstaunen feststellen dürfen, dass ich sie unbedingt küssen wollte. Tja, so fing das alles an. Ich war dann auch schon bald wieder raus ausm KH. Danach war aber der Kontakt zwischen uns immernoch sehr rege: viele SMS, häufig telefoniert, an den Wochenenden getroffen usw...
Bis dahin war alles ja noch halb so wild, aber mit der Zeit haben sich doch recht rasch ziemlich heftige Gefühle bei mir entwickelt und aus irgendeinem Grund hatte ich auch das Gefühl, dass es bei ihr auch irgendwie Klick gemacht hat, obwohl sie wie ich vorher nur etwas mit Männern hatte (so mein damaliger Stand der Dinge).
Um eine lange Story "kurz" zu machen...irgendwann habe ich ihr dann gesteckt, dass ich mich in sie verschossen hatte...als Antwort kam ein "Das ist ja so kompliziert...ich denke ja auch viel an dich." Kein richtiges "nein" ...irgendwie seltsam. Jedenfalls wollte sie weiterhin Kontakt und wir sind auch dabei geblieben.
Frustriert wie ich war, hab ich angefangen mich mit einem Mann zu treffen, um über sie hinweg zu kommen...zwischendurch hatte sie mir dann noch gesteckt, dass die ja auch schomma in ne Frau verknallt war *Kopfkratz* Nach ca 2 Monaten war auch wieder Schluss mit dem Mann. Die perfekte Gelegenheit um ihr nochmals zu sagen, dass ich eh nicht über sie hinweg gekommen bin. Wieder diese seltsame Reaktion ala "soooo kompliziert".
Jetzt zu den Punkten, die mich so verwirren:
Sie ist kein sonderlich körperlicher Mensch (mag Berührungen gar nicht usw.)...das erste mal hatte sie sich an mich "rangeklammert", als ich anfing mit dem Typen auszugehen.
Mittlerweile hat sich das enorm verstärkt.
Eines Abends - wir hatten uns schon länger nicht mehr gesehen - bei nem Treffen zu dritt (weil ich gerade Besuch ausm Ausland hatte), hatte sie irgendwie angekündigt, dass sie bei unserem nächsten Wiedersehen "was für ihr Herz tun" würde..
Dieses Treffen sah so aus: viel Rumgetätschel, Händchenhalten, Bussi hier, Bussi da....beim Abschied lange Umarmung, langer Blick in die Augen und dann bin ich los zur Bahn. Wie ich in der Bahn sitze, kommt ne SMS von ihr "Why didn't we kiss?"
...da hätt ich mir echt innen Hintern treten können, dass ich mich nicht getraut hatte...denn ich wollte sie sooo gerne küssen. Etwas sagte mir ja auch, dass sie es wollte, aber dank der "Abfuhren" bin ich eben auch iwie verunsichert.
Danach alles wie gehabt: viele SMS, Telefonate...
Die nächsten Treffen gab es wieder nur "fast-Knutsch-Momente", aber irgendwie ist sie dennoch weitaus intimer im Umgang mit mir (viele Berührungen, Bussi auf Mund usw.)...
Gleichzeitig ist aber der Kontakt außerhalb der Treffen total eingeschlafen von ihrer Seite...kaum mehr Telefonate, antwortet so gut wie nie auf SMS und meldet sich erst, wenn ich nach zig unbeantworteten Nachrichten Frust bekomme und mich ein paar Tage nicht melde. Dann bin ich wieder happy, antworte und höre wieder länger nicht von ihr, bis eben der Frust wiederkommt und ich mich wieder zurückziehe.
Die Treffen sind auch seltender, aber im Vergleich eben "intensiver"...ich finde das alles so widersprüchlich, dass ich mich langsam frage, ob ich mir überhaupt Hoffnungen machen sollte.
Sie hat Angst vor Nähe, soviel weiß ich aus ihren Erzählungen, also denk ich manchmal, dass ich einfach nur Geduld haben muss...nur sind ja jetzt schon sehr viele Monate vergangen...
Sie knutscht gerne und viel rum...da weiß ich manchmal nicht, ob ich nur "jemand zum rumlecken" sein soll, oder ob es ihr genausoviel wie mir bedeuten würde. Ein Teil von mir möchte ja darauf vertrauen, dass sie zumindest als "normale" Freundin behutsam mit mir diesbezüglich umgeht, wenn sie schon weiß, was ich fühle. Sie hat wirklich einen guten Charakter, aber hm....
Dann manchmal frage ich mich, ob sie es vielleicht einfach nur genießt, dass jemand sie anhimmelt und ihr so viel Aufmerksamkeit schenkt und immer da ist, wenn sie Schnipps macht...aber selber will sie sich zu nix verpflichten und nur portioniert "Hoffnung machen", so dass ich ihr weiterhin soviel Aufmerksamkeit schenke...
Das sind so ein paar der vieeeelen Theorien, die ich hab und immer wieder verwerfe und neu zusammenspinne...
Ich bin wirklich am Ende meiner Kräfte. Immer dieses Schwanken zwischen hoffnungsvoller Euphorie und dann Wut/Traurigkeit usw...
Mich würde mal interessieren, was ihr davon haltet und wie ihr diese verschiedenen Signale von ihr deuten würdet. Bitte kein "rede mal mit ihr", das werde ich mir so oder so irgendwann nicht mehr ersparen können, aber im Moment befürchte ich, dass es genauso viel Schaden anrichten könnte, z.B. wegen ihrer Bindungsangst...dass sie sich dann fühlt, als würd ich ihr ne Pistole an die Brust halten (was ungünstig wäre, FALLS sie eigentlich doch mehr will, aber Zeit braucht)....
Naja, danke im Voraus schonmal für eure Meinungen.
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20.09.2009, 23:57
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#2
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Alter: 30
Beiträge: 1.778
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Hallo,
das ist ja ziemlich anstrengend und neu was du da gerade durchmachst.
Meine ersten Eindrücke bzw. Fragen beim Lesen deiner Geschichte waren:
Wie alt bist du / wie alt ist sie?
Weisst du etwas über ihre psychische Gesundheit?
Kann es sein, dass ihre Bindungsängste bzw. Ängste vor Nähe tiefere Ursachen haben als vielleicht "nur" eine Enttäuschung (das Wort "nur" möchte ich hier nur sehr vorsichtig verwenden).
Weisst du, ob sie evtl. schon mal in psychotherapeutischer Behandlung war?
Vielleicht wunderst du dich etwas warum ich soche Dinge frage....
Einerseits scheint sie sehr an dir zu hängen und andererseits hat sie große Probleme dich an sich ran zu lassen.
Ich würde jetzt vermuten, dass es entweder viel mit Unsicherheit ihrerseits oder eben mit ihrer psychischen Verfassung zu tun hat.
Das sie dir umsonst Hoffnungen macht oder es einfach nur genießt angehimmelt zu werden lese ich aus deinen Worten jetzt ehrlich gesagt weniger heraus.
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21.09.2009, 10:04
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Themenautor  
#3
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Liebe Nomi,
danke für deine Antwort 
Ja, es wird langsam wirklich anstrengend. Das "Neue" alleine wäre ja spannend
Zu deinen Fragen:
Ich werde 26, sie ist 30 Jahre alt.
Die Ursachen ihrer "Panik", wie sie es nennt, wenn jemand zu ihr zu passen scheint und sich annähert, kenne ich nicht. In Behandlung war sie wohl schon, aber sie erzählte mir, dass da auch keine Lösung gefunden wurde. Aber sie kommt aus einer sehr wunderbaren Familie, also würde ich mögliche "tiefere Ursachen" keinesfalls da ansiedeln. Darauf laufen ja oft Spekulationen in diesem Zusammenhang hinaus.
Sie war wohl einmal sehr verliebt in jemanden, der ihr über sehr lange Zeit Hoffnungen gemacht hat, woraus nichts wurde. Laut ihrer Aussage der einzige, der ihr je das Herz gebrochen hat. Und sie hatte nur eine feste Beziehung (mit einem anderen), allerdings meinte sie, hätte sie von Anfang an gewusst, dass es nicht das Gelbe vom Ei war. Also schon ein wenig ungewöhnlich in dem Alter.
Ich hätte ja die Geduld zu warten, wenn ich wüsste, dass ihre "schwachen Momente", in denen sie sich annähert, dann auch wirklich was für sie Bedeuten und ich wüsste, dass zumindest eine kleine Chance für mich besteht. Mit dieser Einstellung bin ich ja auch durch die letzten Monate gegangen...nur fällt es mir in letzter Zeit schwer, in den weniger aufmerksamen Zeiten ihrerseits die Enttäuschung zu verdrängen...
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29.10.2009, 09:27
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#4
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Ort: Saarland
Alter: 37
Beiträge: 279
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Nun Goneril, wie ist denn mittlerweile der Stand der Dinge bei euch?
Ich sehe wirklich viele Paralellen zu meiner Geschichte.
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29.10.2009, 22:10
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Themenautor  
#5
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Gute Frage...
Irgendwie hat sich hier nicht viel getan, bis auf, dass ich zwischendurch, wenn ich wieder nie Antwort auf Nachrichten bekam usw. so frustriert war, dass ich richtig wütend wurde und hm...irgendwie jetzt tagtäglich zwischen "Leck-mich-doch-am-Arsch-Modus" zum "Ich will dich" hin und her schalte. Die schlechten Tage werden immer mehr...aber ich habe aufgehört ihr durch Taten hinterher zu rennen...
Ihr Verhalten ist dasselbe wie bisher: vollkommen undurchsichtig und auch sonst hat es keine erleuchtenden Ereignisse gegeben 
Ich versteh das alles nicht *schief*
Und wie schautz bei dir aus?
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30.10.2009, 00:16
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#6
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Ort: CH
Alter: 21
Beiträge: 418
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liebe goneril
ich glaube du machst etwas grundlegendes "falsch", wenn man das so nennen kann...
kennst du den:
willst du gelten mach dich selten
Sie sagt doch es sei alles so kompliziert und sie sei so verwirrt und blablabla... lass ihr zeit, lass ihr raum, das braucht sie!und du auch!
melde dich nicht so oft, das ist einengend und hilft niemandem etwas! am besten du meldest dich für ein paar tage gar nicht mehr und zeigst ihr dass du sie "nicht brauchst"!
viele menschen merken oft was sie verlieren wenn es nicht mehr da ist...
good luck!!
*jill
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30.10.2009, 12:14
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#7
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Ort: Saarland
Alter: 37
Beiträge: 279
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Ja, ich denke Jill hat recht, nur so kann es was bringen. Du hast dadurch allerdings keine Garantie, aber vielleicht merkt sie, was sie vermisst. Solange du zu leicht zu haben bist, bist du uninteressant.
Wie es bei mir läuft? Ich habe den Kontakt weitgehend auf Eis gelegt, das ging am Schluss nicht mehr so weiter. Ich sitze nun auch hier und wünsche mir, dass von ihr noch was kommt, aber ich denke momentan brauche ich da nicht viel zu hoffen, sie hat gerade andere Dinge im Kopf. Gut, immerhin hat sie mal gefragt, wie es mir geht.
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30.10.2009, 12:28
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#8
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Gesperrt
Ort: Oceanus Procellarum
Alter: 36
Beiträge: 2.396
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@Goneril,
irgendwie muss ich von einem anderen Stern sein. Du deutest an ihrem Verhalten rum, da wird mir ganz mulmig. Kommst mit Bindungsangst und was weiss ich noch allem.
Falls es Dir noch nicht aufgefallen ist (kann ja sein) - ihr seid beide Frauen!
Und so wie es scheint, hat sie bisher heterosexuell gelebt und ist vielleicht auch überzeugt von ihrer Heterosexualität. Noch dazu ist es möglich, dass sie so erzogen wurde, dass Homosexualität verwerflich ist.
Kannst Du Dir nicht vorstellen, dass sie sich vielleicht tatsächlich in Dich verliebt hat, ja Dich sogar liebt aber in einem inneren Zwiespalt steckt, der sie förmlich zu zerreissen droht?
Sorry, aber ich kann nicht nachvollziehen, dass Du da so einen Druck auf sie ausübst. Mit Liebe hat das nichts zu tun, was Du da abziehst, Du willst sie in eine Beziehung mit Dir zwingen während es für sie vielleicht schon erschreckend genug ist, dass sie sich zu einer Frau hingezogen fühlt.
Dir scheint es ja nichts auszumachen eine homosexuelle beziehung zu leben. Aber schonmal an sie gedacht?
Allein mit dem Satz:
Zitat:
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"Das ist ja so kompliziert...ich denke ja auch viel an dich."
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hat sie echt alles gesagt! Du solltest ihr vielleicht mal zuhören, statt sie zu bedrängen.
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31.10.2009, 00:42
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Themenautor  
#9
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Hm
Also bisher habe ich noch niemanden zu irgendwas gedrängt.
"melde dich nicht so oft, das ist einengend und hilft niemandem etwas!" ist nicht so, dass ich mich täglich oder beinahe täglich melde...
..ich habe sie nie zur Rede gestellt, nie rumgemault, dass sie sich mal so und mal so mir gegenüber verhält und dass das auch schonmal verletzt. Ganz im Gegenteil. Aber gerade weil ich ihr die Möglichkeite geben möchte zu entscheiden wenn SIE es kann und will und ich MEINE Zerrissenheit ihr gegenüber nie ausdrücken kann, da das Druck machen würde, ist es umso schwieriger...aber dass es mich insgeheim alles frustriert sehe ich nicht als übermäßig rücksichtslos ihr gegenüber an.
Das einzige Egoistische daran ist, dass ich ja auch selber weiß, dass Druck ausüben natürlich genau das Gegenteil von dem bringen würde, was ich mir wünsche und sie dann futsch wäre...Ihr in acht Monaten zweimal meine Gefühle gestanden zu haben empfinde ich irgendwie auch nicht als "Ultimatum"...
Das wird offenbar schomma überlesen: Irgendwann hat sie mir dann ja erzählt, dass die doch schon mal in ne Frau verknallt war...was ich vielleicht hätte erwähnen sollen ist, dass sie auch was mit ihr am laufen hatte. Da hatte sie mit dem Thema Homosexualität kein Problem.
Und das mit den Beziehungsängsten ist keine Theorie von mir: SIE hat mir ausdrücklich erzählt, dass sie schon öfter davongerannt ist, wenn sie gemerkt hatte, dass es irgendwie ernster mit jemandem wurde. ...Ein weiterer Grund, wieso ich sie nicht direkt auf etwas Ernstes "festnageln" wollte, indem ich sie zur Rede stelle oder Ähnliches. Auch das deute ich eher als Indiz dafür, dass ich sehr wohl bedenke, wie es ihr gehen könnte...mein kompletter Beitrag dreht sich um genau diese Frage.
Nur sind mittlerweile acht Monate vergangen...mit der Zeit wird es immer schwieriger mit der Geduld. Aber das ist ein Kampf, den ich mit MIR austrage, nicht mit IHR. Das "Extreme", was ja bei Einigen Leuten wohl besonders angekommen ist, äußere ich nicht ihr gegenüber, sondern das ist, was ich hier im stillen Kämmerlein immer vor mich hin fühle...
Geändert von Goneril (31.10.2009 um 01:03 Uhr).
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12.12.2009, 23:11
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Themenautor  
#10
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Es wird Zeit für ein kleines Update,...viel passiert irgendwie...
Um eine sehr sehr lange Story kurz zu machen: irgendwann ist die Bombe geplatzt, ich habe das "Unausgesprochene" ausgesprochen und gefragt, was sie eigentlich will, weil ich mit den widersprüchlichen Signalen nicht mehr klar kam...sie sagte mir, sie empfinde sehr viel für mich und es täte ihr Leid, dass sie es mir so schwer gemacht habe die letzten Monate,..und das nur, weil sie immer so eine Angst habe...sie versprach "Besserung" und wollte uns beiden eine ernsthafte Chance geben...wir waren also irgendwie mehr oder minder am Anfang einer Beziehung...und kurz darauf ein Rückzieher, dann wieder Versöhnung und wieder nen Rückzieher...das alles innerhalb einiger Tage....wir verblieben bei "Freundschaft" und es ist wieder alles genauso wie vorher...bis auf, dass ich weiß, dass sie auch für mich Gefühle hat...
Angst vor dem Lesbendasein hat sie nicht, Angst davor durch eine Beziehung, die sie sich ja wünscht, verletzlich zu werden ja....
Wir sehen uns immernoch regelmäßig, hören regelmäßig voneinander und der Umgang miteinander ist wie vorher: vertraut und liebevoll ihrerseits...und wenn ich mich drauf einlasse, wird es ihr zu viel und sie rennt weg...und kommt irgendwann zurück, gerade weil ich mich auf ein "neutraleres" Verhalten umstelle auf Grund der Ablehnung...
Tja, und ich dumme Kuh komme immernoch nicht von ihr los...
Meint ihr, dass jetzt, wo zumindest ausgesprochen ist, was wir füreinander empfinden und dass wir ja beide was "Richtiges" wollen, es Sinn hat, wenn ich weiter geduldig bin, in der Hoffnung, dass sie irgendwann auch etwas "Richtiges" kann? Also darf man noch hoffen, dass mit der Zeit und durch die endlich dazugewonnene Ernsthaftigkeit (vorher hatte se ja spielerische Narrenfreiheit) langsam ihre Ängste schwinden?
Hach, ich bin so ratlos...immer dieses Hin und Her...wissen, dass die Gefühle da sind, sie aber nicht ausdrücken dürfen....*Kopfkratz*
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13.12.2009, 00:07
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Themenautor  
#12
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Gestern am Telefon hatte sie noch in ihrem typischen überspielendem saloppen Ton sowas gesagt wie "vielleicht wird es Zeit für mich, mir einen Therapeuten zu suchen."..Ich weiß aber nicht, wie präsent der Gedanke bei ihr wirklich ist.
In Gewisser Weise ist schon zwischendurch bei ihr der Wille deutlich geworden, ihre Ängste zu überwinden...aber ich glaube, dass ihr Optimismus das auch schaffen zu können sehr schwankt...
"Distanz" ist vielleicht nicht so das richtige Wort...sie weiß ja im Grunde immer, dass sie mich nicht verloren hat...aber ich denke, dass ihr nun bewusster ist, dass das passieren kann, während vorher alles so unter dem Deckmantel der Verspieltheit passierte...
Ich habe weiterhin auch das Gefühl in ihr etwas ausgelöst zu haben, was ich jetzt mal Vertrauen nenne...sie hat sich mir schon für ihre Verhältnisse enorm geöffnet und hm...mir mehr als als irgendwem anderen und ich denke dass das auch schon eine enorme Überwindung für sie war. Ob dieser Prozess nun weitergeht, weiß ich nicht...Ich weiß nur, dass ich mich ungerne fragen möchte "Wäre es noch was geworden?", wenn ich jetzt ginge...weil sie einfach so ein besonderer Mensch für mich ist und ihre Ängste wirklich die einzige Sache, mit der ich nicht auf Dauer umgehen kann...aber wie soll man den Zeitpunkt abpassen, an dem man sagen kann "Ok, jetzt wird nix mehr passieren."????...Es gibt ja nicht ein großes Ereignis, wie Vertrauensmissbrauch, Betrug o.Ä., wo man als Konsequenz einen Schnitt machen kann...es gibt einfach keine Gewissheit...und ich lieb sie doch so...und hach, wir haben immer so eine tolle Zeit :-(
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13.12.2009, 00:19
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Themenautor  
#13
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Sie ist nicht nur in Liebesdingen zurückhaltend, sondern insgesamt eher so ein Mensch, der nach außen stark sein muss (und sie hat viele Sorgen), sich nicht fallen lässt bei jemandem, sich nicht bei anderen ausheult und sie meidet auch Körperkontakt.
Tja, und mir öffnet sie sich diesbezüglich...lässt mal die "harte Hülle" fallen, und Körperkontakt ist auch ganz normal geworden bei uns...weil ich weiß, dass sie das bei anderen nicht macht, muss es doch etwas bedeuten...nur ob es genug ist, bleibt weiterhin die Frage.
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13.12.2009, 12:12
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Themenautor  
#15
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Nein, sie hat mich nie schlecht behandelt, sagt nie was Böses oder stößt mich auch nicht weg nachm Motto "Hau ab!"...es ist eher so zu verstehen, dass sie ihr Verhalten immer wieder ändert: mal mit viele Berührungen und lieben Worten, dann mal eher wie ne normale Freundin. Und auch diesbezüglich hat sie anerkannt, dass auch das schon hart für mich sein müsse. Sie gehört, denke ich, wohl zu der Sorte, die nicht Versprechungen machen, die sie dann nicht einhalten können...und ich denke, dass sie auch genau deswegen nichts "offiziell" machen will. Sie ist aber wirklich immer lieb und im Grunde so fair, wie man es mit diesen Ängsten, die sie hat, nur sein kann...ändert natürlich dennoch nix daran, dass ich manchmal sehr traurig bin.
Ich habe mal das Buch "So nah und doch so fern" gelesen und Vieles, was zu Beziehungsphobikern geschrieben wird, trifft auch auf sie zu. Die "bösen" Seiten aber rein gar nicht...sie ist wirklich IMMER respektvoll zu mir. Nur hat sie eben Angst vor zu viel Nähe, die sie, wie ich überzeugt bin mittlerweile, eigentlich will. Sie will sich nicht festlegen und "offiziell" einen Versuch starten, wohl auch, weil sie eben nicht weiß, ob sie dann doch noch die Panik packt und mir dann damit weh tut...
In einer Email hat sie mal geschrieben:
"Auch wenn ich mich sehr bald bzw. jetzt schon dafür in den Po beißen werde, denke ich, dass es besser ist -besser ist nicht der richtige Ausdruck eher anständiger – wenn ich Dir sage, dass ich momentan nicht für eine „richtige Sache“ bereit bin. Das hat wirklich nichts mir Dir und meinen Gefühlen zu Dir zu tun: ich denke, dass das in den letzten Monaten wirklich schwer für Dich war und Du ziemlich viel – so viel wie kaum vorstellbar ist – Geduld aufgebracht hast. Und diese unendliche Geduld darf ich nicht länger überstrapazieren, weil ich dem Liebelein leider nicht sagen kann, wann ich bereit für was „richtiges“ – und das sollte es ja werden –bin."
Das hatte Sie geschrieben, nachdem wir einen Versuch starten wollten.
Die Gründe, die sie in der Mail nannte waren:
1. schwer vorbelastet (durch einen Mann),
2. "Ich hab zudem noch einen Knall"
3. dass sie in letzter Zeit immer so viel aus der Bahn geworfen hat (Krankheit, Tot des Vaters, Überlastung durch Arbeit wegs Krankheit), immer dann, wenn sie dachte, dass es weiter geht...
4. dass sie sich dadurch viel mit sich selbst beschäftigt und entsprechend denkt, dass sie mich damit enttäuscht, weil sie nicht so sehr für mich da sein kann, wie ich es für sie bin
Gleichzeitig sagt sie aber eben, dass das zwischen uns etwas wirklich Besonderes ist, dass es "Schicksal" (so sagt sie es) ist, dass wir uns begegnet sind und dass sie sehr viel für mich empfindet.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir doch irgendwie auf ne verquere Art und Weise zusammen sind...ich glaube, ein "Freundschafts"-Abbruch täte ihr genauso weh, wie mir, weil es eben mehr als das ist...und weil sie insgeheim bestimmt meine Gefühle zu ihr genießt...es hat sowas von "lieb mich, aber sag es mir bitte nicht, weil ich es dann auch sagen muss und ich weiß nicht, ob ich das kann." ..........
Unsere "Freundschaft" zeichnet sich eben durch "indirekte Intimität" aus, und wenn die nicht da wäre, wären wir beide sehr traurig.
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13.12.2009, 12:29
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#16
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So richtig schlecht klingt das alles für mich gar nicht. Sie ist sich ganz offensichtlich ihrer Problematik bewusst und nutzt auch ihr Hirn - zwei gute Zeichen.
Viele Bindungsängstliche haben Angst, in einer Beziehung gefangen zu sein, nicht mehr raus zu können. Wahrscheinlich möchte sie es deshalb nicht offiziell machen, da sie das Gefühl braucht, jederzeit aussteigen zu können. Wenn ich mir Deine Erzählungen durchlese, klingt es für auch so, als wärt Ihr eigentlich zusammen, aber würdet es nicht aussprechen, deshalb würde ich Dir raten, das Thema Beziehung nicht mehr anzusprechen und stattdessen die Beziehung so gut es geht zu leben (mit der nötigen Vorsicht natürlich), dann entwickelt sie sich wahrscheinlich von ganz alleine.
Aber Du scheinst doch eigentlich sowieso alles richtig zu machen, denn sonst wärst Du mit ihr nicht schon so weit gekommen. Darüber hinaus scheint sie Deine ganze Geduld wirklich wert zu sein!
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13.12.2009, 12:38
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Themenautor  
#17
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Ja, sie ist es mir absolut wert. Ich war noch nie so verliebt wie jetzt und auch noch nie (rational) sooo überzeugt, dass zwei Menschen derart gut füreinander sein können. Es hat ja sehr schnell "Klick" gemacht und nach 10 Monaten ist immernoch nur die Angst das Einzige, was mir nicht so passt
Beziehung spreche ich ja auch nicht mehr an und ich dränge sie zu nix, weil es ja jetzt einmal ausgesprochen wurde und wir beide wissen, dass da "etwas" da ist. Dann muss man es nicht mehr erwähnen. Das einzige, was ich mache ist, dass ich ihr hin und wieder ganz sachte signalisiere, dass mein Herz auch nach dem Herzzerbrechen immernoch ihr gehört.
Ja und das, was wir haben, genieße ich jeden Augenblick. Ich bin sehr glücklich, wenn wir Zeit zusammen verbringen. Wenn ich zu Hause bin, kommen aber manchmal diese Ängste, dass wir in einer Endlosschleife stecken bleiben, vielleicht auch gerade, weil ich sie in keiner Weise bedränge...und hm, ich komme ja nicht drum herum nach einem tollen Tag mit ihr wieder Hoffnungen zu entwickeln...und es tut immer so weh, wenn an diesen Hoffnungen gerüttelt wird...und ich habe Angst, dass es alles doch niemals was wird.....vorsichtig sein ist leicht gesagt, schwer umgesetzt, wenn die Gefühle so stark sind. Sie ist ja vorsichtig genug für uns beide :-D
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13.12.2009, 13:11
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Themenautor  
#19
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Danke dir für dein Feedback.
Sag mal, hast du Erfahrungen mit Beziehungsphobikern? Du wirkst sehr souverän und hm abgeklärt in dem was du schreibst.
Für mich ist das alles auch nach 10 Monaten ein sehr neues Terrain und da es ja doch eine Art Krankheit ist, reicht eben manchmal Einfühlungsvermögen in Kombi mit Menschenkenntniss nicht aus, weil diese "was würde ich tun"-Frage ja nicht allzuviel mit dem Beziehungsphobiker zu tun hat...
Ich hatte mal "So nah und doch so fern" gelesen, fand aber vieles auch etwas überspitzt und Lösungsansätze gab es auch nicht wirklich. Ich möchte gerne verstehen, was sie fühlt, auch wenn ich letztlich keinen Einfluss darauf habe, ob und wann sie bereit sein könnte, weitere Schritte zu gehen...Hast du Literaturtipps?
Danke dir auf jeden Fall für deine Antworten, sie haben sehr viel dazu beigetragen, dass ein wenig Ruhe in meinem emotionalen Wirrwarr entsteht...
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13.12.2009, 13:13
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#20
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Ort: Saarland
Alter: 37
Beiträge: 279
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Klingt ähnlich wie bei mir und ich denke, was Sydney sagt ist völlig richtig. Es auszusprechen wäre sicherlich ein Fehler, ich würde es so weiter laufen lassen.
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13.12.2009, 13:44
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#21
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Zitat:
Zitat von Goneril
Danke dir für dein Feedback.
Sag mal, hast du Erfahrungen mit Beziehungsphobikern? Du wirkst sehr souverän und hm abgeklärt in dem was du schreibst.
Für mich ist das alles auch nach 10 Monaten ein sehr neues Terrain und da es ja doch eine Art Krankheit ist, reicht eben manchmal Einfühlungsvermögen in Kombi mit Menschenkenntniss nicht aus, weil diese "was würde ich tun"-Frage ja nicht allzuviel mit dem Beziehungsphobiker zu tun hat...
Ich hatte mal "So nah und doch so fern" gelesen, fand aber vieles auch etwas überspitzt und Lösungsansätze gab es auch nicht wirklich. Ich möchte gerne verstehen, was sie fühlt, auch wenn ich letztlich keinen Einfluss darauf habe, ob und wann sie bereit sein könnte, weitere Schritte zu gehen...Hast du Literaturtipps?
Danke dir auf jeden Fall für deine Antworten, sie haben sehr viel dazu beigetragen, dass ein wenig Ruhe in meinem emotionalen Wirrwarr entsteht...
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Nun ja, ich hatte auch mal eine Beziehung zu einem bindungsängstlichen Menschen, aber mir wurde erst nach dem Ende klar, dass er Bindungsphobiker ist. Damals stieß ich auf das Buch "Jein" von Stefanie Stahl, das ich persönlich sehr viel differenzierter finde als "Nah und doch so fern" und das vor allem Tipps für Partner bereit hält.
Das Buch hat mir darüber hinaus auch die Augen über meine eigenen Ängste geöffnet; bis dato war mir zwar bewusst, dass mir die Nähe eines geliebten Menschen oft Furcht einjagte, aber ich hatte jahrelang geglaubt, dass es immer am anderen und nie an mir lag. Ich weiß also sehr gut, wie sich diese Angst anfühlt und was sie mit einem macht.
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13.12.2009, 14:20
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#23
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Nun, ich denke, dass ich mittlerweile gelernt habe, mit meinen Ängsten umzugehen. Früher, als ich nur die Angst spürte, aber nicht wusste, wieso, war ich sehr oft sehr gemein zu meinen Partnern. Ich habe dann alles getan, um sie zu vergraulen - und wenn sie weg waren, dann wollte ich sie zurück. Und das Spiel ging von vorne los.
Mittlerweile spiele ich mit offenen Karten und überlasse jedem die Entscheidung, sich auf mich einzulassen oder nicht. Leider habe ich nie einen Menschen getroffen, der so viel Geduld hatte wie Du, aber ich glaube, sollte ich so einem Menschen jemals begegnen, dann würde ich alles dran setzen, um ihn nicht zu verletzen.
Also, dass sich die Angst, jemanden zu verletzen, steigert, würde ich in meinem Fall nicht sagen, aber wenn man eine Menge Menschen ziemlich mies behandelt hat, dann wird einem irgendwann klar, dass man das nicht mehr möchte.
Wir Bindungsphobiker sind ja auch verwirrt, denn wir wollen so gerne, aber kriegen es nicht hin. Und gerade jemand wie Deine Freundin, die sich über all das im Klaren ist, hält sich zurück, weil niemand verletzt werden soll. Und das finde ich sehr viel besser, als sich in eine Beziehung zu stürzen, dann nach 4 Wochen wieder einen Rückzieher zu machen, gar abzutauchen, um dann wieder auf der Matte zu stehen.
Zwanglos schön - hm, ich denke, dass das schwierig ist. Als Partner eines Bindungsängstlichen muss man wahrscheinlich immer zurückstecken, aber es ist durchaus machbar. Es bedeutet aber harte Arbeit auf beiden Seiten.
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13.12.2009, 20:36
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#25
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Ort: Saarland
Alter: 37
Beiträge: 279
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Das hört sich doch gut an. Ich würde das an deiner Stelle mal so laufen lassen, ohne groß zu reden und zu grübeln.
Bei mir ist es gerade ähnlich!
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13.12.2009, 21:14
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#28
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Ort: Saarland
Alter: 37
Beiträge: 279
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Dann sei einfach für sie da. Das mit dem grübeln verstehe ich selbst nur zu gut, ich habe aber auch gemerkt, dass es nichts bringt, vor allem wenn die andere seite auch noch grübelt. Aber ich kann es selbst auch nicht abstellen.
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14.12.2009, 09:55
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Themenautor  
#29
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DIDGERIDOO:
Siehste  Für sie da sein - ja klar. Jedenfalls wenn ich merke, dass sie möchte, dass ich da bin. Ich möchte mich ja nicht "aufdrängen", bzw. dass sie denkt dass ich "nur" für sie da sein möchte, weil ich mir davon was verspreche, denn so ist das ja nicht.
SYDNEY:
Schon mal an therapeutische Behandlung gedacht? Das mein ich keineswegs provokativ.
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14.12.2009, 10:05
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#30
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Zitat:
Zitat von Goneril
DIDGERIDOO:
Siehste  Für sie da sein - ja klar. Jedenfalls wenn ich merke, dass sie möchte, dass ich da bin. Ich möchte mich ja nicht "aufdrängen", bzw. dass sie denkt dass ich "nur" für sie da sein möchte, weil ich mir davon was verspreche, denn so ist das ja nicht.
SYDNEY:
Schon mal an therapeutische Behandlung gedacht? Das mein ich keineswegs provokativ.
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Ja, natürlich. Deshalb habe ich mir auch vor einigen Monaten einen Therapeuten gesucht.
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