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Über diesen Club

Wenn Betrug erfahren wurde, brauchen Selbstwert und Vertrauen Zeit, wieder zu heilen. Wie habt Ihr Betrug erlebt, wie habt Ihr ihn verkraftet? Unterstützt einander mit Euren Erfahrungen.

  1. Was gibt es Neues in diesem Club?
  2. Du kannst dich ihr anvertrauen und ihr sagen, dass du ihr nicht vertraust. Das führt alleine aber auch nicht weit. Wie Minusch schon sagte, Vertrauen hat was mit Dir zutun und du schießt es vor, wenn es passt für dich. Das ist keine Tauschbörse. Offenbar passt es nicht für dich. Du vertraust ihr nicht, seit sie dich betrogen hat, und dann ist sie auch nicht die beste erste Anlaufstelle. Die bist du. Du musst dich fragen, ob es einen Weg gibt, wo du Vergangenes loslässt, auch die Angst, dass es wieder passiert und auch Vorwürfe, die du ihr wahrscheinlich innerlich noch machst. Lass es passiert sein und gut. Es ist dann auch nicht mehr Thema, weil es abgeschlossen ist. Wenn das nicht geht für dich, kann sie dir mit allem Verständnis der Welt auch kein neues Vertrauen schenken, und Zuversicht, dass es weitergeht und richtig so ist. Das musst du mit dir abmachen. Auch ist jeder Ratschlag, was richtig ist von Außen unrelevant, weil du allein das entscheiden sollst. Wenn kein neues Vertrauen aufgebaut wird, ist das gut und richtig so. Wenn doch, auch. Falls nicht, kommt dann wahrscheinlich auch eine Trennung in Betracht. Mit Verdrängung verschwindet das Thema jedenfalls nicht.
  3. Ja und Nein, meine Frau verhält sich aktuell vertrauenswürdig. Alles aktuelle ist ehrlich und wahr. Aber es gibt immer noch unausgesprochenes aus dem August. Es kommen immer wieder Dinge an das Tageslicht die ich nicht verstehe. Wo ich glaube da ist noch mehr Lüge.
  4. Ja das ist verständlich. Das ist ein langer Prozess. Wenn dann auch noch immer wieder Dinge hoch kommen die dazu beitragen, dass das Vertrauen eher wieder sinkt ist es unheimlich schwer!
  5. "Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er diesmal die Wahrheit spricht....." Menschen machen Fehler und ich glaube dass es durchaus möglich ist, einen Seitensprung zu verzeihen. Die Betonung liegt allerdings bei einem und es kommt auf die Umstände und die Gründe an. Das ist meine persönliche Meinung. Ich wurde von meinem Exmann über Jahre betrogen und würde nach dieser Erfahrung bei einem neuen Partner sehr wahrscheinlich schon beim ersten Vertrauensmissbrauch komplett die Reissleine ziehen, weil mich diese Erfahrung sehr geprägt hat. Ich hätte meinem Exmann aber wahrscheinlich verziehen, wenns eine einmalige Sache gewesen wäre und er bereit gewesen wäre, die Gründe dafür genauer anzuschauen. War er nicht.... Verhält sich deine Frau vertrauenswürdig? Dann darfst du auch wieder vertrauen, aber du darfst dir auch die Zeit nehmen, das Vertrauen langsam wieder aufzubauen.
  6. Hallo Nightrain89, Nun, Vertrauen kommt immer aus einen selbst. Du gibst den Vorschuss an Vertrauen in dem Du glaubst, dass der andere diesen eben nicht missbraucht. Von daher, hat der Therapeut auch recht: Du entscheidest, ob der Gedanke grundlos ist oder nicht, denn Du entscheidest ja auch wie gross Dein Vertrauen in die andere Person ist oder nicht. Das es kurz nach einem Bruch noch nicht wirklich gross ist, macht Sinn, denn Du wirst Deinen Glauben an den anderen wieder vergrössern müssen, um mehr Vertrauen zu können. Ist das irgendwie verständlich artikuliert? Alles Liebe Minusch
  7. Hallo Minusch, Hallo Charlies_Berta mein Beitrag soll ein Ansatz sein, wie man "Vertrauen (wieder) lernen" kann. Fand es sehr passend zum Gruppennamen. Ich bespreche das gerade mit meinem Therapeuten. Man ist in der Situation nicht wegen einer kleinen Lappalie, sondern es hat ein heftiger Vertrauensmißbrauch in der Vergangenheit stattgefunden. Lass uns mal davon ausgehen das alles wieder rund läuft und man hat alles mit dem Partner aufgearbeitet. Der Gedanke kommt aber trotzdem hoch auf Grund eines Verhalten des Partners. Ich kann jetzt für mich alleine mein Kopfkino starten oder das Gespräch zum meinem Partner suchen. In dem Gespräch wird man, wenn man sich lange kennt, weiß wie der andere ist, die Ehrlichkeit und Wahrheit des Partners erkennen. Mein Therapeut sagt:" Sie merken dann wie ihr Partner reagiert und mit ihnen spricht. Sie entscheiden dann ob es nun einen Grund gibt warum der Gedanke hochkommt oder ob es grundlos war."
  8. Vertrauen in dem man sich anvertraut

    Nachdem ich mich u. a. auch mit Vertrauen ernsthaft auseinandergesetzt habe, muss ich sagen, fehlendes Vertrauen in den Partner ist im Grunde fehlendes Vertrauen in mich selbst. Und es ist ganz gleichgültig aus welchem Grund. Die Sache ist viel einfacher und weit weniger romantisch als es sehr viele Menschen sehen. Vertrauen in die Treue des Partners ist nichts anderes als der Glaube zu wissen, dass der Partner nicht fremd gehen wird. Eine Illusion, da dieses Wissen in eine vorhergesagte Zukunft niemals vorhanden sein kann. Sinn und Zweck dessen ist es, sich über den Anderen Sicherheit vorzugaukeln die gar nicht existieren kann und zudem gar nicht gebraucht wird. Es geht nur darum, eine Angst zu deckeln. Und diese Angst ist im Regelfall mit einem Verlust des Partners nicht klar zu kommen. Tatsächlich ist es also das fehlende Vertrauen in sich mit den Gefühlen die beim Verlust des Partners entstehen, fertig zu werden. Die Lösung dafür, die wirkliche Lösung, lieht wie in allem immer nur in einem selbst. Indem man Vertrauen in sich haben kann, eben mit den Höhen und Tiefen des Lebens fertig zu werden. Ein anderer Mensch kann einem das niemals geben und solange versucht wird, durch eine Partnerschaft Sicherheit in Form einer illusionären Vorhersagbarkeit der Zukunft zu erreichen, wird das Ergebnis immer nur Angst, Misstrauen und Eifersucht sein. Selbst dann wenn diese vollkommen unbegründet sind. Bedeutet natürlich im Umkehrschluss nicht, wenn man eine monogame Beziehung leben möchte und der Partner sich nicht vertrauenswürdig verhält, das blindlings hinzunehmen. Aber wenn ersichtlich ist, das die Partnerschaft im grossen und ganzen okay zu sein scheint, sollte diese nicht als eine Art Lebensversicherung instrumenalisiert werden. Jede Beziehung würde dadurch nur belastet statt bereichert. Im Klartext. Taucht diese Frage auf und ist tatsächlich nicht akut durch das Verhalten des Partners begründbar, gilt es bei sich selbst zu schauen wo das Vertrauen in sich selbst fehlt.
  9. Lieber Nightrain89 Das dieser Satz wieder auftaucht, ist verständlich. Kann aber auch ein Anzeichen sein, dass die Beziehung vielleicht gerade nicht so rund läuft, wie sie sollte. Da wäre ein Gespräch durchaus angebracht. Allerdings würde ich mich zuerst fragen, wieso es jetzt genau auftaucht? Gab es etwas, was Dir seltsam vorkommt? Oder bin ich gerade grundlos misstrauisch? Dazu kommen die grundsätzlichen Fragen: Hat man es damals nachdem es geschehen ist wirklich aufgearbeitet oder gesagt, es ist geschehen und tun so als wär nichts passiert? Sprich: Habt ihr geklärt, warum es damals geschehen ist? Alles Liebe Minusch
  10. Hallo, ich habe gestern folgendes erklärt bekommen. Der Satz "Aber sie/er hat mich schon mal belogen/betrogen" geht nie mehr aus dem Kopf, irgendwann kommt der Gedanke wieder hoch. Das ist so, weil es ja stimmt. Es ist wirklich passiert. Jetzt ist aber genau dieser Umstand auf Dauer richtig schlecht für die Partnerschaft. Wie kommt man aus dieser Situation raus? Vertrauen aufbauen in dem man sich dem anderen anvertraut. Das bedeutet, dass man miteinander reden muss. Man muss ehrlich sein und seine Gefühle zeigen. Es muss angesprochen werden warum man sich gerade wieder schlecht fühlt. Man merkt dann in dem Gespräch ob der Partner ehrlich ist oder nicht. Es muss natürlich ein vernuftiges und ruhiges Gespräch sein. Was sagt ihr dazu?
  11.  
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