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Black_Swan

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Über Black_Swan

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    Seelenklempner

Zusätzliche Angaben

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    maennlich
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  1. Seltsames Date

    Grazie. Das war ein Date. Aber sicher kein Gutes. Und dass es ein Date war weiß ich aus der Art, wie sie nach dem Treffen fragte und wie sie sich hübsch gemacht hatte. Das war eine andere Liga als bei der Aktivität - wo sie von gestandenen Erwachsenen umgeben ist und keine schlechte Figur machen will - und das auch nicht tut. Ich taktiere nicht. Ich schrieb ganz am Ende, dass ich mich (A) grad nicht verbrennen will und zuvor, dass (B) die Lage aufgrund der Umstände mit der gemeinsamen Aktivität etwas komplizierter ist als anderswo. Und weil da (C) eben Unterschiede in den Lebenswelten aufeinanderprallen, die mich verunsichern. Deswegen ist die Option, es nicht zu forcieren, eine echte Alternative. Ich muss sagen, das steht auch alles in meinem Text - jetzt steht es natürlich mal ganz kompakt hier. No offense intended. Okay, euer Rat ist, "find es raus". Ihr denkt, aus dem was ich erlebt und geschildert habe "kann man nichts lesen". Mich hätte sowas interessiert wie: Stell dir vor, du findest jemanden richtig gut und fragst irgendwann nach nem Treffen, ihr kennt euch nur sporadisch. Das Treffen verläuft mehr so mau. Ist es euch schon passiert oder gar Standard, dass ihr die Person dann gleich nicht mehr gut findet? Und wenn ich an die Dynamik denke - sie hat einen Zug gemacht. Vielleicht ist sie auch unsicher und hofft, dass jetzt ein Zug an mir wäre. Nur fehlt mir da etwas der Flow und - siehe oben. Ich werde mal drüber nachdenken und in mich hören, ob ich den Zug mache.
  2. Salut. Mir ist etwas passiert, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Und nun ist es auch sehr rätselhaft. Ich versuche es kurz zu machen und etwas zu anonymisieren - man weiß ja nie. Ich habe ein Hobby, das ich mit anderen teile. Eine Frau leitet diese Gruppe an, es ist schon etwas professioneller. Die Sache aber steht im Vordergrund (hatte gerade unbewusst zunächst Hintergrund geschrieben - ein Schelm wer sich etwas dabei denkt ). Ich glaube es gab bisher 5 oder 6 dieser wöchentlich stattfindenden Treffen. Die Frau und ich haben manchmal kurz geschnackt - wirklich nur kurz, schon nett und viel Augenkontakt, auch bei der gemeinsamen Sache und schon auch oft uns angelächelt und vielleicht ganz leicht geschäkert - ziemlich unbeschwert. Naja jedenfalls hat sie mich nach dem letzten Treffen angeschrieben, ob wir uns mal treffen können - im Prinzip aus dem Nichts. Wir haben kurz hin- und hergeschrieben, das Treffen war schon. Sie hat sich sehr hübsch gemacht - ich mehr so wie ich zur Zeit an einem ein ganz normalen Tag bin. Es war interessant, vorsichtig, nicht voll der Flow - verschiedene Lebenswelten kamen zum Vorschein. Ich hab mich mit Komplimenten und sowas zurückgehalten und ich muss auch sagen, wir wussten halt echt noch nicht wirklich etwas übereinander. Ich hab nicht versucht, mich irgendwie groß zu machen sondern habe genau zugehört und gesagt, was ist, nicht taktiert. Es ging aber nicht um Intimes. Mehr um Lebenserfahrungen und sowas. Meine Themen, die mir am Herzen liegen, in denen ich mich auskenne, die mich teilweise auch begeistern, sind nicht viel vorgekommen. Ich hab mein Herz nicht verloren, aber ich find sie spannend, hab vielleicht gar ziemlich viel Respekt vor ihr, sie ist beeindruckend und sehr gebildet (zum Glück nicht völlig in jeder Beziehung - das wär ja bescheuert, jemanden nur so hoch zu stellen), es ist da natürlich ausserdem diese Sache im Hintergrund, dass wir diese Treffen in der Gruppe haben und das hat ja einige Aspekte und wirft Fragen auf, brauche ich sicher nicht zu erklären. Nun noch kurz zum Date. Es war nicht sehr lange, sie wollte dann noch arbeiten. Das trifft sicher auch zu. Was mich irritiert hat, war, dass sie keine Lust hatte, nochmal ein kleines Stück (nicht zu mir) zu gehen (es waren sicher nur 200 Meter!), dahin, von wo ich dann das Verkehrsmittel heimwärts nehme. Es gab keine Verabredung für ein nächstes Mal, nur ein "wir sehen uns ja noch (hat sie wenigstens gesagt?) mal" im Rahmen der Gruppenaktivität. Ich hatte indirekt einen Zeitraum beschrieben, an dem ich da wäre und gefragt, ob sie dann auch da wäre - sie antwortete sinngemäß "wahrscheinlich schon", aber ich hab das nicht forciert. Es war insgesamt nicht so unbeschwert wie in der Gruppenaktivität. Ich habe das Date selbst und wie es zustande kam, nicht zum Thema gemacht, sie hat nur so einen undeutlichen Satz ganz am Anfang gesagt, irgendwie sowas, dass sie sich dachte, dass wir uns einfach mal treffen sollten oder so ähnlich. Körperlichkeit gab es nur leicht bisher, ich hab ganz leicht Kontakt aufgenommen. So ist die Lage. Ich weiß, auf der Welt kann vieles passieren und Menschen sind verschieden, auch in manchen Lebenslagen verschieden. Weil das aber alles so lief und ich, so wie es nunmal ist auf keinen Fall "all in" gehen möchte, frage ich mich, ob es ziemlich wahrscheinlich ist, dass sie vielleicht in dieser ersten gemeinsamen Zeit mit mir alleine das Interesse an mir verloren hat. Für Einschätzungen dazu oder einen Tip, mit dem Ganzen umzugehen, wäre ich dankbar. Wie liest sich das für euch? Ich glaube, ich würde sie nochmal treffen wollen. Aber weiß noch nichts weiter und nicht, ob und wann und was ich da vorschlagen soll. Kann sein, dass ich warte, ob sie nochmal etwas blicken lässt und von mir aus gar nichts mehr mache. Denn sie gibt mir Rätsel auf. Ich möchte mich grad nicht verbrennen, hab da noch genug zu verdauen.
  3. Ja stimmt, mein Tonus ist anders. Ich habe nur die Informationen von dir und da sehe ich genau das, was mich zu der Antwort da oben brachte. Ich sehe die Perspektive deines Freundes, mit den verfügbaren Informationen, und da sehe ich: ganz schön viel Krawall und die Unsicherheit gehen von dir aus - wie soll er denn da noch das Richtige tun? Wie soll er denn nun zu dir sein? Klar, wenn die Untreue unzweifelhaft belegt ist und schon in eure Beziehungszeit fällt, dann ist es gut verständlich, dass du alles in Frage stellst. Aber selbst in dem Fall könntest du ja prüfen, ob es nicht nachher keine Rolle mehr gespielt hat. Und falls es zu schwerwiegend für diese Haltung ist bliebe noch mit ihm zu reden und ein Programm zu überlegen, um sich gegenseitig das Vertrauen wieder aufzubauen. Und wenn das aus dem ein oder anderen Grund unmöglich erscheint, dann folgt die Trennung. Was sonst? Ja und wenn Treue halt das Wichtigste ist und er dir da nicht gerecht wird, dann schau nach jemandem, der das genauso sieht wie du und der noch kein negatives Treuekonto hat. Die Menschen gibt es! Aber nochmal: Zu verlangen, dass der andere das eigene aus Angst und Schmerz geborene Verhalten, das seine Ursachen vor der Beziehungszeit hat, aushalten muss, das macht nicht jeder mit! Aber wie ich schrieb: Auch solche kannst du finden. Ob das dann so toll ist und eine langfristige Zukunft hat, das weiß ich nicht. Ich habe übrigens nichts gegen Prinzessinen. Und ich hab ja bereits zugegeben, dass ich in der Hinsicht bisher ein Prinz war. Nur finde ich das an mir selber hat nicht so gut und es macht mir das Leben nicht leichter. Und für den Partner, den man so gerne hat, kann das halt verständlicherweise echt zu viel sein.
  4. Der "absolute Traummann" hat halt viele Optionen. Und wenn du dann so hin- und herpendelst, er sich nicht sicher sein kann ob du nicht bei der nächsten Irritation gleich wieder alles in Frage stellst, fragt er sich halt auch, ob er das mitmachen soll? Wann du mal wieder "runter kommst". Vielleicht findet er das alles wirklich nicht so wild, vielleicht ist das Fremdknutschen auch schon eine kleine Retourkutsche für dein Infragestellen? Ich meine immerhin hat er wie ich finde sehr deutlich gezeigt, dass du ihm wichtig bist. Irgendwann denkt er sich vielleicht auch, was er denn noch für die Prinzessin tun soll? Vielleicht will er nicht so viel Kompliziertheit? Für deine vergangenen Verletzungen kann er nichts. Und irgendwann übrsteigt es seine Fähigkeiten, damit umzugehen. Ich persönlich kenne deine Situation, als Mann, sehr gut. Ganz genau sowas hat mir erst in diesem Jahr eine Beziehung zerschossen, wobei der Zweifel schon seit 1,5 Jahren in mir sproß und wuchs. Und ich erhole mich von sowas in der Regel auch nicht. Bisher nur, wenn die Liebe kleiner geworden ist, wenn ich mich in der Beziehung von der Frau distanziert habe. Nicht völlig, aber halt so, dass da nicht mehr die ganz große Verbundenheit war, dann konnte ich auch weiter mit ihr zusammenbleiben. Raten kann ich dir das nicht. Nur eine Sache: Versuch mal aus deiner Vergangenheit etwas zu lernen. Also dich irgendwe größer werden zu lassen, selbstbewusster, zu wachsen. Dann haut dich sowas nicht um und du denkst nicht mehr, ein Partner würde so einfach euer Schönes aufgeben. Also versuch das mal. Wenigstens ein Bißchen... Nicht, dass das für mich nicht auch schwierig wäre. Erkennen ist leicht, ändern ist eine Lebensaufgabe. Und wenn das nicht geht - schau halt nach Partnern, die sich alles, was du ihnen vor die <Füße haust, annehmen und es als ihre Aufgabe sehen, dich immer zu verstehen und bei Laune zu halten. Solls auch geben...
  5. Ghosting

    Danke für eure Einschätzungen. Ich denke mir, dass es etwas ist, mit dem ich auch einfach besser umzugehen lernen möchte. Und trotzdem werde ich sicher das jemandem zukünftig mitteilen, dass ich es blöd finde. Wird ja sicher wieder mal vorkommen. Irgendwie stört mich glaube ich der Aspekt, dass sowas wie Ghosting (manchmal - die nachvollziehbaren Fälle von oben und andere Fälle ausgeklammert) in der Tiefe in etwas verwurzelt ist, was ich das Marktmodell von menschlichen Beziehungen nennen würde, bei dem auch geleugnet wird, dass irgendwelche Verbindlichkeiten bestehen - zumindest, wenn einem das Produkt - der Andere und was er einem gibt, liefert, nicht (mehr) gefällt. Ich weiß, unsere Kultur ist davon so durchzogen, aber ne - ich finde es *******.
  6. Ghosting

    Naja eben nicht. Bzw. dauert das Tage. Nehmen wir an, man fragt irgendwas nach oder macht irgendein Angebot. Zuvor war nicht von nicht mehr sehen oder irgendwas die Rede: Es kommt nichts zurück. Kann ja erstmal auch an allem anderen liegen, Urlaub, viel beschäftigt, muss noch überlegen ob und wann, Handy verschmissen etc. pp. jeder kennt das. Dann weiß der andere eben gerade nicht, was, warum, wieso. Natürlich nach ein paar Tagen wird es klarer. Aber selbst dann ist es nicht dasselbe wie die Nachricht: Ich möchte dich (jetzt oder generell) nicht mehr sehen oder etwas, was diesen Sinn mitteilt. Sondern er (oder sie) wartet und das ist schon nervig und dann irgendwann nimmt er an, dass es so ist. Aber gesagt wurde es nicht. Weh getan hat die Ungewissheit und es kommt dann das Gefühl auf, dass man nicht mal eine Aus- bzw. Ansage erhalten hat. Darum geht es. Um nichts anderes. Dating hin oder her. Ja gibt es und ja dort kommt es häufig vor. Das sind jedoch nicht die Fälle, die ich kenne, auch wenn es das sehr häufig gibt. Ich und die Personen waren zu der Zeit nicht in so einer Beschäftigung involviert und auch nicht in diesem Rahmen aufeinander aufmerksam geworden. Gleichwohl waren wir in Annäherungsprozessen. Der Fall, den du Minusch schilderst, ist etwas Anderes und er fällt unter das, was ich als verständliche Fälle schon aufgezählt habe (Bedrängung, nicht wahr-haben-wollen). Ich meine einfach so, ohne so etwas, ohne deutliche Verfehlung oder so etwas. Genau darum geht es mir. Zu den Freundschaften: Der Fall ist anders. Vergleichbar wäre: Man hat sich ne Weile nicht gesehen, davor wars ganz gut zusammen und man fragt dann mal an, vielleicht elektronisch, ob der andere Lust hat was zu machen. Es kommt nichts zurück, nicht mal was Ausweichendes, nicht mal eine Auskunft, die man pflichtmäßig gibt aber selbst nicht dran glaubt, gar nichts. Das wäre so der Fall. Wäre es denn unanständig, von der Person dann enttäuscht zu sein? Irgendwas könnte sie ja immer sagen. Es ist unstrittig, dass für die Person, die verstummt, jeweils etwas nicht gestimmt hat, es ist sogar logisch. Aber das ist eine Tautologie, tut nichts zur Sache. Man kann das mitteilen oder zumindest sagen, ohne auf Gründe einzugehen: ich will keinen weiteren Kontakt. Um es noch mal genau auf den Punkt zu bringen: Jemand fragt dich etwas oder schlägt etwas vor; darüber hinaus besteht zwischen dir und ihm eine wie auch immer geartete Beziehung, die bis zu diesem Zeitpunkt nicht in Frage gestellt und nicht aufgekündigt wurde. Du antwortest gar nicht. Abgesehen von den Fällen, die sicher nicht sehr häufig sind, da man diese Frage bzw. Nachricht vergisst, handelt es sich um eine Abweisung und eine Verweigerung der Kommunikation ohne Begründung und damit um einen Zug im sozialen Spiel, der den Ersteren mit Fragen zurücklässt. Nun kann man sagen: Richtig, warum sollte man Anspruch auf eine Antwort bzw. Reaktion haben? Aber wenn an das ernstlich meint, und danach handeln würde, dann würde man das Soziale lädieren und sich ins eigene Fleisch schneiden, wenn man es mal selber ist, der so ein Anliegen hat. Es kann ja auch zum Beispiel mal darum gehen, dass es einem schlecht geht und man fragt jemanden wegen Hilfe und ein anderer mit dem eine bestimmte Beziehung besteht sagt dann sich selbst: was geht es mich an? Und er ist nicht mal so ehrlich das dir mitzuteilen. Und du wartest, ob etwas kommt aber es kommt nicht mal eine Absage, nichtmal was Ausweichendes. Kann man auch gut finden. Aber was sagt es über diesen Menschen, der sowas tut? Und taugt der als soziales Vorbild? Will man mit solchen Menschen zusammenleben? Klar, nochmal ein Schritt zurück. Das ist ein ernsteres Beispiel und nicht wie das was ich eingangs meinte. Aber es soll verdeutlichen, was hier im Prinzip geschieht. Und auch das, worum es mir geht, hat Folgen, wenn es soziale Schule macht. Wenn auch weniger gravierende. Eine letzte Sache noch, sehr aktuell. Ich hab neulich einer alten Bekannte geschrieben, mit der ich vor nunmehr 7 Jahren mal ein spannendes Erlebnis hatte; das kam, weil ich an dem Ort zufällig war, wo das geschah. Daraufhin habe ich ihr geschrieben. Sie hat geantwortet und nach meiner Adresse gefragt, weil sie eine Karte schicken wöllte. (Hier hätte sie schon ghosten können) Die Karte kam nicht. Nach ein paar Wochen hab ich ne lange Mail im Postfach: dass sie sich gefragt hat, was überhaupt schreiben, was verbindet uns eigentlich noch, was soll das, was will ich? Dass sie das eigentlich so lassen kann und keinen Kontakt mehr mag. So - na klar wär es anders schöner gewesen, aber das ist eine Ansage, nachvollziehbar, respektabel, ich hab sie dadurch auch verstanden und auch, dass sie reflektiert und sich entwickelt. Hab ihr dann noch zurückgeschrieben dies und jenes, und damit geschlossen, dass ich es respektiere und dass sie sich, wie es scheint, gefunden hat und da bei sich bleiben soll. Punkt. Und das ist ein Riesenunterschied als einfach weg zu ghosten. Das hat sie an 2 Stellen nicht getan. Das ist Reife und das ist Würde.
  7. tiefe Trauer nach Trennung

    Richtig. Und genau deswegen schrieb ich, dass er das, was sie gerne hätte dass er es ist, nicht sein kann und dass es nicht an seinem fehlenden Willen liegt. Und guck mal in eine deiner zahlreichen Antworten da steht geschrieben: Und genau darauf habe ich mich bezogen.
  8. tiefe Trauer nach Trennung

    piet: Naja, die Frage ist einfach auch: Wie sehr kann man sich verbiegen? Es gibt Bruchstellen. Und wenn das, wohin er sich biegen müsste, damit es der TE damit gut geht, außerhalb seiner Möglichkeiten liegt, liegt es nicht an seinem fehlenden Willen. Aber das ist nur eine Randbemerkung. TE: Ich bequatsch dich nicht wie der Rest hier, dass du dich trennen musst. Ich finde, du suchst gerade nach einem Verständnis und nach Begrifflichkeiten für deine Beziehung und eure Rollen in dieser, und daraus folgt der Rest von alleine. Und: Es wäre wirklich interessant zu lesen, was dein Partner über das Alles denkt.
  9. Ghosting

    Etwas, was mir in meinem Leben schon häufiger begegnet ist: Es gab ein Kennenlernen, manchmal intensiv und kurz, manchmal auf verschlungenen Pfaden. Vielleicht stellt sich heraus, dass beide etwas Verschiedenes wollen, nichts was unmöglich über die Zeit zu lösen wäre. Aber man ist im Dialog und eigentlich ist es ganz offen und gut. Vom einen auf den anderen Moment meldet sich die andere Seite nicht mehr. Vielleicht frage ich noch 1, 2 Mal nach im Abstand von 1, 2 Wochen. Finito. Es ist etwas, was mich härter verletzt als jeder Korb. Es greift meine Würde an und ich verstehe nicht, dass man nicht genau das sagen kann: Ich will keinen weiteren Kontakt mehr mit dir. Zum Einen bin ich traurig, zum Anderen wächst dann Wut. Ich will diese Person dann nicht mehr anschauen oder habe den Drang, ihr bei einem zufälligen Wiedersehen die Meinung zu sagen. Nun weiß ich, dass das mitunter als "Ghosting" (die schwache Variante - die starke ist, wenn zum Beispiel Angehörige einfach aus dem Leben verschwinden ohne etwas zu hinterlassen) bezeichnet wird und dass das ein Verhalten ist, was sehr modern ist. Hier im Forum wird ja in jedem zweiten Thread auch zu so etwas geraten. Aber Leute - ist das wirklich so erwachsen, ist das wirklich fair, ist das wirklich notwendig? Ich meine es mag Fälle geben - Gewalt, fortgesetzte Aufdringlichkeit, andauernde Beleidigungen, keine Akzeptanz des Distanzwunsches usw. da dieses Weglaufen angemessen und sogar wirklich sinnvoll ist, aber in den meisten Fällen: Was spricht gegen eine Äußerung und Absichtserklärung, gegen die Formulierung eines Wunsches und sei es elektronisch aus der Ferne? Es gibt eben auch noch die Seite desjenigen, der nicht weiß, warum, wieso, der findet, dass er doch nichts Schlimmes getan hat und dass eine Kommunikation doch jedem Menschen zusteht - die verwirkt man nicht einfach so. Hat diese Seite etwa keinen Wert? Ich meine das hier einerseits persönlich - andererseits aber auch wirklich prinzipiell. Ich finde Ghosting auf jeden Fall auch nicht stark - von Fällen wie den oben geschilderten abgesehen, sondern schwach, egozentrisch und feige. Und ich habe für mich entschieden, das auch gegen Menschen, die so etwas tun, zu vertreten. Denn wenn sie nicht damit konfrontiert werden, werden sie vielleicht nicht denken, dass sie etwas in irgendeiner Hinsicht falsches tun. Nur weil etwas normal ist, ist es nicht gut. Und was ich auch weiß: Menschen, die das erlebt haben, die fangen mitunter auch damit selbst an. Find ich auch nicht so gut. Begeben wir uns alle auf das Niveau, ist jea egal, macht schließlich jeder so. So. Gerne könnt ihr etwas dazu schreiben - vielleicht auch etwas Abweichendes aus einer Hyperindividualistischen Perspektive. Oder vielleicht gibt es auch jemanden, der das ebenso blöd findet wie ich.
  10. Ich verstehe sie nicht

    Du machst ganz schön auf Opfer. Dabei bist du es, der die vielen Schachzüge macht. Aus deinen Schilderungen heraus spielst du deutlich mehr im Geheimen. Fang halt mal an, die Leute um dich herum ehrlich zu behandeln.
  11. Ich habe im Vollrausch meinen Freund betrogen

    Hallo du. Du ich kann das wirklich nicht einschätzen. Ich kenn euch beide doch garnicht. Ich mein es gibt Menschen und auch Paare, die können über sowas relativ schnell wieder lachen. Und andere, da kehrt das Vertrauen nie wieder zurück. Woher soll ich das wissen? Klar, was er dir für Feedback gegeben hat Das ist erstmal hart. Aber die Aktion war jetzt halt auch "nicht ohne". Du hast ihn dazu gebracht, dass er dich liebt? Na also keine Ahnung, irgendwie ist das ja immer so Wenn er allerdings meint, du hättest ihn so manipuliert, dass er sich in das von dir für ihn konstruierte und vorgespielte Bild von dir verliebt hat, dann find ich das schon etwas extrem. Ich glaub eigentlich nicht, dass du das getan hast. Ich glaub sowas mag es auf der Welt geben, aber du kommst mir nicht so rüber. Da spricht die Verletzung und das Unverständnis: "Wenn sie mich liebt, dann tut sie sowas nicht." Das wird zu: "Sie hat mich nie geliebt und jetzt ist es raus." Ja ich glaub er haut grad so einiges durcheinander, aber das kann bei sowas halt passieren. Ich erleb dich jetzt etwas hektisch, jeder Hebel soll in Bewegung gesetzt werden, um zu retten was zu retten ist. Ich find das schon nachvollziehbar, aber wenn du irgendwie kannst, komm etwas runter. Und versuch dir das in Gedanken zu rufen was ich schrieb: eins nach dem anderen, alles auf ein Mal geht nicht! Du machst einen Schritt jetzt mit den AA (nebenbei - wie war das erste Treffen?) und du sprichst mit ihm. Da legst du so klar du kannst dar, was da los war, was mit dir ist. Und gleichzeitig sagst du auch, was dir nicht so gefällt (vlt. diese harten Trinkgelage, vlt. was er von Depression hält und da sich mal besser informieren könnte, was in der Intimität schöner sein könnte etc. - aber vlt. auch nicht alles auf ein Mal!) und dass du dir von ihm Unterstützung wünschst. Wirklich auch das, nicht nur dich runter machen vor ihm und "kriechen". Versuch auf jeden Fall ein bißchen runter zu kommen das hilft in jeder Beziehung. Und falls es nicht weitergeht - es scheint für dich ja nicht so schwer zu sein, bei Typen zu landen. Trotzdem: Mach nicht jeden Scheiß. Lass das harte Trinken weg. Schau, wie gut du dich unterhalten kannst und wie sehr ein Kerl auf dich eingeht - nicht nur sexuell.
  12. tiefe Trauer nach Trennung

    Nur eine Bemerkung zu einer Schlüsselstelle - wie mir scheint. Er trägt dich auf Händen obwohl du so wenig gibst. Ich lass jetzt mal das moralische und das Charakterurteil außen vor. Für mich scheint zentral: Du hast Sorgen, dass je wieder jemand kommt, der dich so auf Händen trägt und dich so zum Mittelpunkt seiner Welt macht, dem du dich so zeigen kannst und der dich wie ein Hund trotzdem nicht verlässt. Und du fragst dich wirklich schon berechnend - why not, so ist ja schließlich unsere Zivilisation geworden - ob dein Leben besser wäre. Es ist etwas spekulativ und etwas übertrieben, aber prüfe dich ein Mal. Ich glaube, dass dein Freund kein Hund ist: Irgendwann hört er von sich aus auf. Und ich glaube, diese Frage, die du dir stellst, da ist der Weg eigentlich klar. Mach was immer du willst damit.
  13. Ich habe im Vollrausch meinen Freund betrogen

    Hey, ich glaube dir, dass das sehr schmerzhaft ist und du zeigst auch viel Reue und hast es finde ich ich echt gut erfasst, was hier passiert (ist). Das ist ne sehr gute Basis um weiterzukommen. Ich will dir nun nicht raten, alles umzudrehen in deinem Leben, wenngleich hier doch ein paar Aussagen kommen, die mich nachdenklich machen. Aber man kann nicht alles auf ein Mal lösen und man wird nie ein völlig harmonisches Leben leben. Daher - identifizieren, was das größte Problem ist und rangehen, das klingt für mich vernünftig. Wenns das Komasaufen ist, dann das. Und wie gesagt, nimm deinen Freund mit ins Boot. Nebenbei: Die Probleme sind verwoben, also wenn du was gegen das Eine machst, hat das auch einen Einfluss auf die anderen z.B. das Selbstwertgefühl. Es ist halt die Frage, wie du dir das erklärst. Man könnte ja zum Bespiel stolz sein, dass man das Trinken in den Griff kriegt. Als Beispiel. Du gehst offen damit um, zeigst, dass du das nicht willst, genau wie du hier schreibst, und zeigst ihm, dass du ihn liebst, wenn es so ist. Aber lass dir bitte nicht Wochen oder Monate dieses Ereignis vorhalten. Das geht dann auch wieder zu weit! Ja.. bitte pass auchd ein Umfeld an oder verlass es, sonst wird das nur ganz ganz schwer klappen! Aber ganz ehrlich - versuch auch mal wieder fröhlich zu sein, wenn sich dafür Ansatzpunkte in deinem Leben finden lassen. Das hilft bei solchen Aufgaben ungemein! Du kannst ja nunmal nicht zurück vor diesen Abend. Ja.. genau. Geh hin, vielleicht ist es was. Wenn nicht, probier was anderes!
  14. Ich habe im Vollrausch meinen Freund betrogen

    Na keine Ahnung - erstmal weniger trinken und anderes Zeug nur in dem Ausmaß konsumieren, dass man nicht in so komische Realitätsauffassungen rein gerät wäre ein Anfang. Zu gucken, was dieser andere Freund da eigentlich gemacht hat - und warum - wäre auch eine Maßnahme. Sich beim Freund entschuldigen und mal darüber reden was da los war, wäre auch nicht verkehrt. Vielleicht Konflikte, die schwelen, wenn es diese gibt, erschließen und benennen. Dem könnte eventuell vorausgehen, sich mit seinen eigenen Sehnsüchten, wenns die gibt, ehrlich auseinanderzusetzen. Und wenns wirklich an Alkohol und Drogen lag und wirklich nichts weiter da schlummert, dann vertritt das eben so und sorge dafür, dass das nicht wieder so weit kommt. Und falls dein Freund da auch hart dabein ist, bitte ihn doch gleich mit, es dir einfacher zu machen, indem er das auch nicht mehr so weit treibt.
  15. Kein Problem, hängen wir es etwas flacher. Klar, das Sendungsbewusstsein und dieses Buch - das ist wohl keine gute Idee. Aber sich nicht um sie sorgen und nicht zumindest ein Angebot machen - das finde ich muss man auch nicht raten. Ein jeder prüfe seine Motive auf völlige Selbstlosigkeit - nichts wird Bestand haben. Niemand hier kommt einem Heiligen nahe und selbst bei jenen kann man weiter skeptisch sein, wie selbstlos sie sich hingeben. Und dann: Ja, wenn er sowas macht, dann wird er wohl eine Reaktion bekommen und mit der muss er dann umgehen. Wenn er für verrückt oder aufdringlich befunden wird, dann wird er das zu hören bekommen. Solange er da dann nicht noch weitergeht sehe ich darin kein Problem. Wir haben Alternativen formuliert, z.B. ich in meinem Beitrag. Und ich habe die Grenze dessen, was ich für noch in Ordnung finde in Sachen Kontaktaufnahme, recht klar skizziert. Piet: Mir ist egal, für wie normal oder unnormal du dich hältst. Ich habe relativ zu dir gesprochen, was aus deinen Beiträgen herausspricht, was für dich normal ist, nicht dass du aus einer Position heraus sprichst, die du mit "der Normalität" identifizierst. Auch der "Unnormalste" kann aus einer für sich normalen Position heraus sprechen und handeln. Es wäre ihm sogar zu wünschen, dass er irgendeine Normalität für sich hat, was man so interpretieren kann wie irgendeine Konstanz im Denken, Fühle, Erleben, Sinngeben und Handeln. Ich glaub das ist nicht ganz so einfach ohne diese Strukturen. Aber das nur zur Illustration. Im Übrigen ziehe ich das zurück. Da hab ich überreagiert. Sorry. Was das Statement zu Rosenkatze angeht, dabei bleibt es. Aber auch das ist kein Kriegsbeil. Es sollte nur illustrieren, wie weit die eigene Vorstellungs- und Verständniswelt oft reicht - nicht sehr weit. Und das gilt selbstverständlich ebenso für mich selbst.
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