Jump to content

Verlassene

Members
  • Gesamte Inhalte

    16
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

  1. Für mich hat sich dann etwas geändert. Und wie gesagt, es bleibt bei dieser einen Mail. Ich habe mir sehr genau überlegt, was die Möglichkeiten sind mit Mail und welche Folgen das hat: - Wenn er nicht antwortet, bin ich wenigstens losgeworden, was mir auf der Seele brannte - Wenn er mich zur Schnecke macht, weiß ich, dass die Trennung gut war - Wenn er nett antwortet, aber trotzdem nicht will, weiß ich, dass ich alles versucht habe. Natürlich bin ich in allen Fällen trotzdem noch nicht darüber hinweg. Aber es ist mir lieber, als mich immer fragen zu müssen "Was wäre gewesen wenn...". Er hat übrigens noch nicht geantwortet. Aber das ist okay. Ich will keinen Schnellschuss.
  2. Ich habe es gemacht, ich habe die Mail abgeschickt. Dieses ständige Hin und Her in meinem Kopf zwischen abschicken/nicht abschicken und hoffen/nicht hoffen habe ich nicht mehr ausgehalten. Ich hatte und habe das Gefühl, dass ich ohne diese Mail nie hätte abschließen können. Dass ich immer denken würde "Hätte ich ihm das geschrieben, hätte er es sich vielleicht nochmal überlegt". Ich habe nicht gebettelt und ihm keine Vorwürfe gemacht, aber meine Situation und Sicht der Dinge erklärt. Es ist jetzt so. Jetzt gerade fühlt es sich gut und richtig an. Ob es das immer noch tut, wenn die Antwort kommt, weiß ich noch nicht. Lieber riskiere ich jetzt einen Schlag ins Gesicht zu kriegen, als nie zu wissen, ob es etwas geändert hätte.
  3. Piet, vor diesem Hintergrund verstehe ich deine Einstellung. Das ist wirklich nicht schön, was du da mit deiner Ex erlebt hast. Natürlich kann ich nicht zu 100% ausschließen, dass mir das nicht auch so geht. Aber ich bin mir sehr sicher, dass es nicht so sein wird. Ich halte es mittlerweile auch für sehr unwahrscheinlich, dass er es sich nochmal überlegen wird. Aber ich glaube nicht, dass er mich zur Schnecke machen wird, wenn ich ihm die Hintergründe für mein Verhalten darlege - ohne Vorwürfe und ganz neutral. Er hatte mich ja kurz nach der Trennung angeschrieben, um mir mitzuteilen, dass die Bestellung von ihm ist und die paar Nachrichten, die wir ausgetauscht haben, waren höflich und respektvoll. Naja, und wenn er doch sauer wird? Vielleicht komme ich dann so zu dem Ergebnis, dass es besser ist, dass es vorbei ist, weil er dann offensichtlich ein Arschloch ist. Dann wäre ich schon mal weiter als ich es jetzt bin. Das könnte doch auch helfen abzuschließen oder nicht? Ich werde aber wohl die Mail doch noch nicht dieses Wochenende abschicken, sondern noch ein bisschen nachdenken, wie weit ich mich darin öffne und ob ich sie schicke, nachdem ich die Sachen in den Garten gestellt habe oder davor. Es ist etwas problematisch, weil ich auch noch 2x hinfahren muss, da sein Fahrrad nicht in mein Auto passt und die anderen Sachen nicht auf das Fahrrad.
  4. Michelle, vielen Dank. Piet, dir auch vielen Dank. Ich verstehe schon, was du meinst. Ich glaube aber nicht, dass es etwas mit Faulheit zu tun hatte. Als er wegen meinen Sachen hier war, habe ich ihm ja gesagt, dass er auch noch etwas hier hat, aber er meinte das sei jetzt nicht so wichtig. Ich denke, dass er wusste, dass sowohl bei ihm als auch bei mir zu viele Gefühle gerade offen liegen und es die Situation nur noch schwieriger gemacht hätte. Und damit hatte er recht. Er hat mir meine Sachen so schnell gebracht, weil er wusste, dass ich sie dringend brauche und nicht so einfach neu besorgen kann. Er hat das auch von sich aus gemacht, ohne dass ich ihn anbetteln musste, sie mir zurückzugeben. Er hätte auch sagen können "Mir doch egal". Hat er aber nicht. Er war fair. Ich denke, er wollte mir die Möglichkeit geben, den ersten Schock zu überwinden - ohne dass er noch dabei tiefer bohrt als nötig. Weil es in der Situation nicht hilfreich war, dass er seine Sachen mitnimmt, weil es bei ihm nicht so wichtig war und er sie nicht so dringend gebraucht hat wie ich. Ich weiß nicht, wo meine Erzählungen dich darauf schließen lassen, dass er es unanständig und mit Zankerei durchgezogen hat. Vielleicht war es irgendwo missverständlich. Aber das stimmt nicht. Wie ich geschrieben hatte, er hat mir maximalen Respekt dabei entgegengebracht. Und es gibt keinen Grund für mich, das jetzt nicht auch zu tun. Ich empfinde es weder als hinterhertragen noch als demütigend, ihm seine Sachen zu bringen. Es gehört für mich zu einem fairen Abschluss dazu. Der Punkt ist, sowohl was die Mail angeht als auch die Sachen, dass ich mich nicht nur jetzt dabei gut fühlen möchte. Ich möchte auch in 5 Jahren noch sagen, dass ich es ordentlich zu Ende gebracht habe. Und das kann ich nicht, wenn ich jetzt anfange unfair zu werden und seine Sachen wegschmeiße. Ich weiß nicht, ob ich in 5 Jahren bereue, ihm die Mail geschrieben zu haben. Ich weiß auch nicht, ob ich es bereuen würde, wenn ich sie ihm nicht schreibe. Aus der Vergangenheit habe ich aber gelernt, dass man eher Dinge bereut, die man nicht getan hat als die man getan hat.
  5. Danke für die Antworten. Naja, was ist die Alternative? Ich sitze vielleicht hier noch wochenlang und hoffe, dass er sich meldet. Ist es dann nicht besser, sich jetzt die Bestätigung zu holen, dass es vorbei ist und dann vielleicht direkt an dem Punkt zu sein? Es geht nicht voran zurzeit. Ich glaube, dass die Mail es voranbringen wird; mit sehr großer Wahrscheinlichkeit in eine Richtung, die mir nicht gefallen wird. Aber in Moment ist mir das lieber, als dass es noch wochenlang so bleibt, wie es jetzt ist. Vermutlich wird es erstmal wieder alles aufreißen, aber ich glaube, dass es dann besser werden kann, weil ich es dann schwarz auf weiß habe und die Hoffnung begraben kann. Und es heißt ja, dann geht es bergauf. Lieber jetzt einen Schuss vor den Bug als dass ich noch Wochen herum dümpel. Was seine Sachen angeht, will ich eben genau nicht, dass er sie abholt. Dann kann er bestimmen wann und wie. Er agiert und ich reagiere dann wieder nur. Er kommt dann vielleicht in einer Situation, in der ich emotional nicht darauf vorbereitet bin und dann trifft es mich umso härter. Ich will Ort, Art und Zeit bestimmen. Ich will mich bewusst ins Auto setzen und sagen "JETZT bringe ich es ihm, weil ICH abschließen will". Ich werde nicht klingeln und es nur in den Garten stellen. Und zwar zu einer Zeit, zu der die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass er mir nicht doch zufällig begegnet. Er hat mich verletzt, aber er hat sich nie als Arschloch verhalten. Er hat sich mit maximalem Respekt getrennt. Er hat mir auch meine Sachen gebracht und sogar noch etwas für mich bestellt. Und ich will es mit dem gleichen Respekt abschließen. Dazu gehört für mich auch, dass ich ihm seine Sachen bringe, ohne dass er mir hinterherlaufen muss. Es wäre ein Leichtes für ihn gewesen am Trennungsabend seine Sachen mitzunehmen. Er hat es nicht getan, weil er mir nicht noch mehr weh tun wollte in dieser Situation. Das zeigt für mich Größe und Reife. So verhält man sich als Erwachsener. Und ich möchte das auch so machen. Jetzt mit Lagergebühr oder sowas anzukommen wird uns und unserer ehemaligen Beziehung und auch der Art und Weise, wie die Trennung bisher ablief, nicht gerecht. Ich will jetzt und in Zukunft für mich sagen können, dass ich es ordentlich beendet habe.
  6. Vielen Dank für deine Antwort. Das Interesse ist kein klassisches Hobby, sondern etwas im medizinischen Bereich. Die Verstrickung und Bedeutung dazu in der Beziehung zu erklären, wäre hier wohl zu umfangreich und würde den Rahmen sprengen. Ich habe ähnliche Gedanken wie du gehabt. Liebt er mich nur, wenn ich mich beständig mit dieser Sache auseinander setze? Ich weiß es nicht. Während der Beziehung hatte ich zumindest am Anfang nicht das Gefühl. Klar, da war die erste Verliebtheit, die für einiges blind macht. Aber in dieser Zeit hat er mir auch immer wieder für viele meiner anderen Eigenschaften und Angewohnheiten signalisiert, dass er sie toll findet und sie an mir liebt. Meine Beschreibung von ihm im letzten Beitrag wird ihm nicht ganz gerecht. Er ist nicht überheblich, arrogant oder fühlt sich als etwas Besseres. Im Gegenteil, er ist sehr sozial, lieb, hilfsbereit und kümmert sich gerne um Schwächere. Er hat mir auch versichert, dass er mich immer noch sehr, sehr gerne mag und er mich auf freundschaftlicher Basis weiterhin unterstützen möchte. Das ist im Prinzip die Einstellung, mit der er jedem Menschen gegenüber tritt. Aber Liebe und Leidenschaft löst das alleine bei ihm halt wohl nicht aus. Ich kann ihn schon irgendwie verstehen. Er hatte in mich die Erwartungen von früher, die bei ihm die Anziehungskraft ausgelöst haben. Und dann stellte er fest, dass diese Erwartungen nicht mehr der Realität entsprachen. Es war nicht so nach dem Motto "Sag einmal was dummes und ich lasse dich sitzen". Ich glaube, er hat es sich nicht leicht gemacht. Ich glaube, er wollte mich weiter lieben, aber das kann man nicht erzwingen. Ich habe etwa 2 Monate vor dem Ende erste Anzeichen gemerkt. Wahrscheinlich ging es schon viel früher bei ihm los. Er hat also lange probiert, ob es trotzdem klappen könnte. Den einzigen Vorwurf, den ich ihm mache ist, dass er mit mir darüber nicht gesprochen hat zu einer Zeit, als man noch hätte gegensteuern können. Er hat mir Hinweise gegeben, ja. Aber wenn ich fragte, was los ist, sagte er, es sei alles ok. Was hätte ich machen sollen? Er sagte von sich selbst immer, dass er nie vor Problemen davon läuft. Ich habe darauf gewartet, dass er mir sagt, wo sein Problem ist. Aber ich habe es nicht für möglich gehalten, dass er es erst am Beziehungsende tut. Ich weiß nicht, ob ich es jetzt am Wochenende schon angehen soll mit der Mail und ob ich ihm vielleicht sogar schon mal wenigstens sein Fahrrad zurückbringen und in seinen Garten stellen soll. Ich habe das Gefühl und den Wunsch, dass es weitergehen muss in der Verarbeitung. Aber ich will auch nichts überstürzen. Eigentlich wollte ich mir einen ganzen Monat geben, bevor ich etwas mache. Aber ich merke selbst gerade, dass mich der jetzige Zustand mit dieser noch offenen Mail und seinen Sachen nicht voranbringt. Oder ich warte doch noch bis nächstes Wochenende, um mir nochmal genau zu überlegen, was ich schreibe.
  7. Hallo & danke für eure Antworten. Mit Strategie meinte ich keine Strategie, wie ich ihn weiterhin zurückgewinnen kann, sondern eine Strategie, um damit abzuschließen. Es steht fest für mich, dass ich ihm nur dieses eine Mal schreiben werde. Ich schreibe mal in Kurzform den Hintergrund: Wir lernten uns kennen, weil wir uns beide für eine bestimmte Sache interessierten. Wir kannten uns beide recht gut damit aus und ich weiß, dass ihn das "anmacht", wenn man davon Ahnung hat. So wurde er auf mich aufmerksam. Mir hat seine Art gefallen. Wir hatten allerdings viele Jahre nur sporadisch Kontakt, da er in einer Beziehung war. Aber schließlich kamen wir zusammen. Das Problem war, dass ich in den letzten Jahren mich weniger mit diesem gemeinsamen Interessensgebiet beschäftigt hatte, was glaube ich zur Folge hatte, dass er sozusagen den Eindruck bekam, dass ich offensichtlich nicht so "schlau" bin wie er erwartet hatte - das war wohl der Anfang vom Ende. Jetzt ist es aber so, dass der Grund für mein verlorenes Interesse darin liegt, dass ich einen privaten Tiefschlag erlitten habe, der bis heute und vermutlich dauerhaft sehr viel Zeit und Energie kostet. Gemeinsam mit der Belastung durch den Job musste ich Prioritäten setzen und diesen fiel unser gemeinsames Interessensgebiet quasi zum Opfer. Mir selbst gefällt das auch ganz und gar nicht und ich es würde es eigentlich gerne ändern, aber es ist nicht so einfach, dafür auch noch die nötige Energie aufbringen zu können. Ich würde eigentlich gerne, dass er das weiß. Dass es nicht daran liegt, dass ich "blöd" bin, sondern dass ich einfach andere Dinge in den Vordergrund stellen musste, die alle Energie gebraucht haben. Er wusste grundsätzlich zwar um die Situation, aber so wirklich klar war es ihm wohl nicht. Auch wenn ich weiß, dass er nur aufgrund dieser Information mich nicht plötzlich wieder lieben wird, möchte ihm das noch mitgeben auf den Weg. Ich bin mir ja mittlerweile selbst nicht mehr sicher, ob das mit der Beziehung wieder funktionieren würde, selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass er es aufgrund meiner Erklärung nochmal probieren wollen würde. Ich trauere der Beziehung hinterher und möchte ihn zurück, aber es ist nicht so, dass ich nur auf sein "Go" warte und ihm dann wieder um den Hals falle. Ich weiß nicht, ob es nicht langfristig so enden würde, dass ich mich selbst unter Druck setze, mich mit dem Interessensgebiet beschäftigen zu müssen und immer in der Angst leben müsste, wenn ich mal etwas dummes dazu sage, dass er mich wieder sitzen lässt. Vielleicht wäre auch wieder alles wunderbar, wenn wir uns ausgesprochen haben. Ich weiß es nicht. Vielleicht möchte ich es ihm auch nur mitteilen, damit ich für mich jetzt und in Zukunft sagen kann, dass ich alles probiert habe. Vielleicht kann ich dann abschließen?
  8. Ganz lieben Dank nochmal an euch. Es ist zurzeit ein einziges Auf und Ab. Gestern habe ich im Wohnzimmer und im Bad Ordnung gemacht bzw. geputzt und sogar sein Handtuch und Shampoo weggeräumt. Sonst habe ich ja bisher alles so gelassen wie es war. Ein erster kleiner Schritt nur, aber immerhin. Danach war ich laufen und es ging mir recht gut. Heute Nachmittag hatte ich dann einen Zahnarzttermin - bei dem Zahnarzt, den er mir mal empfohlen hatte und bei dem ich ihn auch mal abgeholt hatte. Da ging es dann wieder bergab, weil ich noch mehr an ihn denken musste und ihm erzählen wollte, wie es gelaufen ist. Auf dem Heimweg kamen wieder die Tränen. Zuhause habe ich dann noch die Küche aufgeräumt und den Bürokram gemacht, der eilig war. Dann ging es wieder besser. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob es mir immer dann besser geht, wenn ich mir wieder Hoffnungen mache oder weil ich es akzeptiere. Ich habe aber mittlerweile eine grobe Vorstellung, was ich ihm schreiben werde und versuche, mir eine Strategie zurechtzulegen, was ich mache, wenn es nichts ändert.
  9. Ja, ich habe gehofft, dass es von ihm ist. Es hat sich auch nichts daran geändert, dass ich ihn nach wie vor zurück will. Ich würde gerne, dass es nicht so ist, aber was soll ich machen? Ich kann meine Gefühle nicht ausschalten. Genauso wenig, wie er sie anschalten kann. Mir ist einiges klar geworden seit der Trennung. Was ich hätte anders machen sollen in der Beziehung. Nein, ich möchte mich nicht komplett verbiegen lassen von ihm, aber ich war teilweise ziemlich bequem. Und ich habe mein Lebensglück zu sehr von ihm abhängig gemacht. Ich habe ihm unbewusst ein schlechtes Gewissen gemacht, wenn wir uns nicht oft gesehen haben. Ich hätte stattdessen sagen sollen "Ich bin gerne mit dir zusammen, aber die Welt geht auch für mich nicht unter, wenn wir uns mal nicht sehen". Ich möchte ihm das noch mitteilen in einer letzten Mail. Ich möchte, dass er es weiß. Ja, wahrscheinlich, weil ich hoffe, dass er es sich dann nochmal überlegt. Aber ich glaube, ich brauche diesen Schritt, entweder um noch eine Chance zu kriegen oder um eben nochmal die Bestätigung zu haben, dass es wirklich vorbei ist. Vielleicht kann ich es dann besser akzeptieren. Weil ich sonst immer das Gefühl hätte, nicht alles getan zu haben. Erklärt mich für verrückt, aber ich habe noch niemandem von der Trennung erzählt. Ich glaube, der ein oder andere ahnt etwas. Aber ich habe mich immer rausgeredet. Irgendwie ging es. Ich wollte nicht reden. Nicht so Sätze hören wie "Ihr habt eh nicht zusammen gepasst" oder "Es ist besser so, such dir was neues". Insbesondere meine Mutter hat immer versucht, ihn mir madig zu machen. Ich habe ihn verteidigt. Und jetzt will ich nicht, dass sie falsche Schlüsse zieht und ihn mir schlecht macht, denn sie hat keine Ahnung von der Beziehung. Er hat mich verletzt, aber er ist kein schlechter Mensch. Ihr habt recht, ich gebe mir keine Zeit. Es ist so schlecht auszuhalten und ich will, dass es nicht mehr weh tut, je schneller desto besser. Ich bin manchmal selbst überrascht, dass ich nach gerade mal etwa 2 Wochen erwarte, dass es mir wieder gut geht. Aber es kommt mir viel länger vor. Normalerweise rast die Zeit immer so, aber seit der Trennung steht alles still. Ich habe heute mit Schrecken festgestellt, dass ich fast vergessen hätte, eine Rechnung zu bezahlen. Das ist mir noch nie passiert. Auch die Wohnung war schon mal aufgeräumter. Wahrscheinlich gehört das dazu. Ich habe mir vorgenommen, hier morgen Ordnung zu machen. Und abends laufen zu gehen. Das ist jetzt nichts Neues - ich gehe schon seit Jahren regelmäßig laufen - nur normalerweise bin ich immer recht unmotiviert dabei, aber im Moment geht es mir nach dem Sport mit Abstand am Besten. Das mit seinen Sachen wollte ich halt möglichst schnell klären, weil ich erwarte, dass bei der Übergabe wieder alles aufreißt. Dann lieber jetzt, wo ich noch nicht so viel Energie in das Schließen der Wunden gesteckt habe als dass ich dann wieder bei Null anfangen muss. Wünsche euch einen schönen Abend.
  10. Hallo ihr, ich danke euch sehr für eure tollen Beiträge. Das hilf mir sehr. Ich habe halt das Gefühl, dass es nicht vorangeht. Es gibt immer wieder Situationen, wo ich denke, ich bin am Ende. Ja, er war mir bei einem wichtigen Teil in meinem Leben eine große Stütze. Jetzt ist er weg und alles bricht zusammen. Aber ist das nicht genau das, was eine Partnerschaft ausmacht, sich gegenseitig zu stützen? Es wäre doch komisch gewesen, wenn ich ihn in der Beziehung nicht an meine Probleme und Gefühle rangelassen hätte. Ich würde ihm eigentlich gerne eine Mail schreiben. Ich möchte ihm noch etwas sagen. Vorher kann ich nicht abschließen. Ich glaube, ich brauche nochmal die Gewissheit, dass es wirklich vorbei ist. Vorher kann ich nicht aufhören zu hoffen. Wir müssten auch noch klären, wann und wie ich ihm seine Sachen bringe. Das könnte ich auch direkt ansprechen. Was haltet ihr davon? Wahrscheinlich wird erstmal wieder eine Welt für mich zusammenbrechen. Das letzte, was ich zurzeit will, ist ihm seine Sachen zu bringen. Aber ich sehe ein, dass es so nicht weiter gehen kann. Meint ihr, danach wird es besser oder nur noch schlimmer? Viele Grüße
  11. Ja, ich weiß, wahrscheinlich ist es doch etwas ganz anderes. Werbung oder was weiß ich. Wie lange ist es bei dir her? Wie lange dauert sowas? Das Problem ist, ich habe keine Geduld. Ich mag nicht mehr, dass es mir so wehtut. Ich möchte, dass es sofort besser wird. Ich schlafe schlecht und mag kaum noch essen. Es dreht sich alles nur noch um ihn in meinen Gedanken. Ich bin dauernd am Überlegen, wie ich es bloß beschleunigen kann. Am liebsten würde ich sofort auf die Suche nach einem neuen Partner gehen, um herauszufinden, ob er es überhaupt wert ist, dass es mir so schlecht geht oder ob da draußen nicht viel bessere Partner existieren. Ich bin mir aber unsicher, ob das gut ist. Es heißt eigentlich immer, man soll sich nicht sofort in eine neue Beziehung stürzen. Aber wenn es klappt, wäre es natürlich eine Lösung. Wenn nicht, bin ich vermutlich noch mehr an dem Punkt, dass mein Lebensglück nur noch von ihm abhängt. Es ist so traurig alles.
  12. Hm, es sagt jeder, dass es besser wird, wenn man loslässt, aber ich kann mir das gerade gar nicht vorstellen. Gestern Abend war es wieder richtig schlimm. Ich hatte heute schon wieder eine Paketbenachrichtigung im Briefkasten. Ich habe gar nichts bestellt. Bin mal gespannt...
  13. Naja, doch, wenn ich ihn loslasse, ist er endgültig weg. Solange ich ihn nicht loslasse, ist er noch ein bisschen da. Vielleicht geht es mir noch viel schlechter, wenn ihn loslasse?
  14. Ich will es nicht akzeptieren und ihn nicht einfach so gehen lassen. Ich will es nicht wahr haben, dass er mir "einfach so" was schenkt. Ich hasse es, dass ich nichts lieber tun würde, als ihm hinterherzulaufen. Ich dachte, ich bin zu stolz dazu. Aber ich hätte ihn so wahnsinnig gerne zurück.
Swissforums AG
×