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Ehekrise o. 7. verflixte Jahr

3 Antworten1'764 AufrufeGestartet von liana2009 ·

liana2009Themenstart
#1
Hallo, durch Zufall bin ich auf dieses Forum gestoßen und dachte, hier lässt du mal deinen Kummer los.

Also, mein Mann (30) und ich (27) sind seit 7,5 Jahren zusammen und seit 2 Jahren verheiratet. In den Flitterwochen haben wir uns für unseren Sohn entschieden, was auch recht schnell klappte. Er ist jetzt 1 jahr alt geworden und mit der Geburt ging das ganze Drama auch los. Er war schon immer ein Partygänger, aber seitdem unser Sohn da ist bleibt es nicht mehr bei 6 Uhr morgens, sondern es wird 10, 11 oder auch mal 13 Uhr. Er ist bei Kumpels nach der Disco, weil sie alle besoffen sind und will deshalb nicht fahren. Das ne andere Frau im Spiel ist, glaube ich nicht. Das Ganze stört mich aber so und er will es nicht einsehen und meint, was ist daran denn sooo schlimm. Mich stört es halt, denn er ist Familienvater und Ehemann, das macht man einfach nicht, oder. Dann Motzen wir uns wegen Kleinigkeiten an, dass es zum Streit kommt. Kommunikation ist nicht so unser /sein Ding, er wird dann gleich wütent und laut und ergreift die Flucht. Aber ohne Reden, kann man auch keine Lösungen finden. Dann komme ich mir in letzter Zeit so ungeliebt vor und das Wort "Ich liebe Dich" hört man eher selten. Ich habe mich durch das Mama sein auch schon verändert, bin erwachsener, reifer und verantwortungsvoller geworden, er hin dagegen ist stehn geblieben und dass stört mich total. Auch dass er sich nicht so um sein Sohn kümmert, wie es sein sollte. Am Anfang kam sehr sehr wenig, jetzt wird es langsam besser. Er war halt immer die Nummer 1, aber ich muss mich schließlich auch um unseren Sohn kümmern. Es sind schon einige Dinge die mich stören und dass macht mich so traurig und am schlimmsten ist, dass er es gar nicht sieht, oder sehen will. Er flüchtet sich immer zu seinen Freunden. Ich war schon letzte Woche soweit, dass ich ihm nen Koffer vor die Tür gestellt habe. Ich will ja eigentlich keine Trennung, er auch auf keinen Fall, aber wenn er von sich aus nix dazu beiträgt, sehe ich irgendwann keinen Ausweg mehr. Denn will mich nicht um 2 Kindern (Sohn u. Mann) kümmern, sondern einen Partner haben mitdem ich üer alles Reden kann, der zu uns steht, dem wir als Familie wichtiger sind als seine Freunde und das Feiern. Immoment ist es eher das Gegenteil und ich leide sehr darunter. Am Montag werde ich zur Eheberatung gehen, er hält davon gar nix, denn wir haben ja kein Problem, aber ich finde keinen Ausweg und will unsere Ehe retten. Lieben tun wir uns beide, anziehend finden wir uns auch noch, ich zumindestenst und sexuell läufts auch supi.

Was ist nur los mit ihm? Ist es das 7. verlixte Jahr. Hat unsere Liebe noch eine Chance, das frage ich mich jeden Tag und finde keine Antwort.

Danke fürs zuhören.

LG liana

#2
Liebe Liana,

dein Beitrag erweckt in mir den Verdacht, dass er sich einfach nicht wirklich klar war was mit einem Kind auf euch zukommt.

Ein Kind verändert das Leben grundlegend, plötzlich stellt man diesen kleinen Erdenbürger vor alles andre im Leben (vor allem die Mutter) - die Intimität und die Zweisamkeit in der Beziehung leiden meist in der ersten Zeit nach der Geburt, merken tun es die meisten Paare erst wenn die erste große Freude über den Nachwuchs angeklungen ist und der Rummel um das Neugeborene sich gelegt hat. Bei euch scheint das unter anderem eingetreten zu sein!

Zum anderen will er wohl sein Leben nicht so sehr auf das Kind einstellen.

Was das "unterwegs sein" berifft finde ich schon dass es keine Problem sein sollte, wenn man mal alleine unterwegs ist, das braucht man auch als Elternteil... Es kommt auf die Häufigkeit drauf an und dass man halt irgendwann wieder daheim landet und das nicht unbedingt erst schon fast am "übernächsten" Tag :rolleyes:

Aber wie gesagt, prinzipiell sollte man sich als Elternpaar schon manches Mal die Möglchkeit geben einfach wieder allein unterwegs zu sein und die Verpflichtung mal beim andren zu parken. Tust du das denn gar nicht?

Du scheinst mir sehr unzufrieden mit deinem Leben/Partnerschaft seit du Mutter bist?!

Was tust du eigentlich noch für dich als Frau? Vergiss nicht, dass du nicht nur Mutter bist sondern nach wie vor auch "Frau", leider leidet diese Komponente oft in den ersten Jahren nach der Geburt :schief:

Alles Liebe

Wirbelwindchen

#3
Ja, dass ist auch mein Verdacht, dass er nicht so Recht weiß, wo jetzt sein Platz ist und auch nicht wirklich wusste, wie es als Papa so ist, aber da muss man sich doch irgendwann mit abfinden, oder. Das Mal weggehen ist gut. Das ist jede Woche, wenn er frei hat und dass war früher bis 6 uhr (wo ich auch akzeptieren würde) und seit unser Sohn da ist immer, wirklich immer länger, denn dann sind wir ja schon wach und es ist laut (mehr od. weniger)und er wird wieder gestresst von mir, dann bleibt er lieber gleich weg. Was aber auch so schlimm ist, das Handy ist aus, oder er geht nicht dran, dann habe ich schon des öfteren was mit meiner Familie ausgemacht, oder mit ner freundin (z.B. Shoppen, Grillen) und er sagte er stelle mir das Auto hin (haben nur eins) und was ist, er kommt nicht bei und ich muss mich blamieren vor anderen, denn wer will schon gerne sagen, ja mein Mann ist noch gar nicht da und wo er ist, weiß ich auch nicht so Recht. Echt scheiß Gefühl, aber das macht ihm irgendwie nix aus, wenn ich so leide und mich für meinen Mann schämen muss.

Für mich ;-) Haha, gehe mit Nachbarinnen und ihren Kids spazieren, auf den Spielplatz, fahr mal zu Bekannten/Familie, war 1x alleine weg, 2x mit Ihm. Ansonsten achte ich nach wie vor sehr auf mich, stylen, schminken,.... mit meiner Figur min ich auch recht zufrieden.

Hätte gerne so ein papa-Sohn-tag, dass ich was alleine machen kann, aber er lehhnt ab, hat wahrscheinlich schiss.

Ja, ich bin zur Zeit (seit 1. Jahr) echt unszufrieden und hätte auch nie gedacht, dass es so werden würde. Hätte ich gewusst, dass er noch nicht so weit ist, hätte ich mit dem baby noch gewartet. Obwohl er bei jeder Untersuchung, Ultraschall, Geburt dabei war.

LG liana

#4
Hallo liana

Zum vornherein weiss man wirklich nicht was auf einem zukommt, wenn das Kind einmal da ist. Man kann sich darauf auch gar nicht vorbereiten...

Aber es ist ganz wichtig, dass ihr miteinander spricht. Dein Mann fühlt sich mit dieser Situation vielleicht auch überfordert, vielleicht fühlt er sich zurückgesetzt, weil er nicht mehr die Nummer Eins ist, vielleicht gehört er auch zu denen, die mit einem Baby gar nichts anzufangen wissen, und, und, und...

Aber dass ihr zusammen einen Weg findet, müsst ihr eure Situation unbedingt ganz neutral diskutieren (ohne Vorwürfe) oder jeder schreibt mal seine Erwartungen, Enttäuschungen usw. auf und dann schaut es zusammen an und sucht miteinander Lösungen.

Liebe Grüsse

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