gibt es eine chance?
0 Antworten1'270 AufrufeGestartet von müde111 ·
müde111Themenstart
hallo!
das ist mein erster beitrag hier und überhaupt in einem forum.
mein freund hat sich vor einer woche von mir getrennt, wir sind seit 9 jahren ein paar gewesen und haben zwei gemeinsame kinder (4&7jahre alt).
unsere beziehung war immer sehr intensiv, im guten wie im schlechten und ich liebe ihn noch sehr. er hat mein vertrauen einmal schwerst erschüttert, das war vor vier jahren etwa, dann habe ich ein halbes jahr sowas wie ein doppelleben geführt, um die verletzung mit meinem offensichtlich nicht starken ego zu schaffen, das war die blödsinnigste idee meines lebens, ich habe mir sehr viel vorgemacht, der andere mann war mir egal, er war nur eine puppe, ein instrument, um mich wieder selbst zu mögen. und er war auch kein lieber mann, sondern machtbesessen, aber das ist egal. mein freund hat sehr gelitten, ich auch, wir waren 3 monate nicht zusammen und dann doch wieder, und seit 2 jahren habe ich so richtig tief erst vom gefühl begreifen können, wie sehr ich ihn liebe. er konnte mir nicht mehr sagen, was er fühlt, sagte immer, er sei von seinem gefühl abgeschnitten. ich habe alles versucht, um ihn zu erreichen, habe ihn auch in ruhe gelassen. wir studieren beide noch und er arbeitet nebenbei und ich habe auch gearbeitet, viel für die uni gelernt. wir haben weder als familie noch als paar noch dinge miteinander unternommen, nur noch jeder einzeln mit den kindern, die wir beide über alles lieben. auf seinen wunsch haben wir auch eine paarberatung angefangen, das waren die einzigen stunden, in denen er über uns gesprochen hat, aber ich kam mir dabei immer irgendwie verraten vor, hatte das gefühl, daß er sich da nur "auskotzt" über mich oder beklagt, und daß er all meine bemühungen nicht wahrnimmt. ich habe ihm immer meine liebe gezeigt in den letzten zwei jahren. jetzt weiß ich nicht, wohin mit diesem gefühl. er hat immer angedeutet, daß da doch irgendwo tiefe gefühle für mich sind.
jetzt ist er weg, lebt im wg-zimmer eines freundes, kümmert sich nach wie vor um die kinder, sieht sie, ich vermeide es seit 8 tagen, ihn zu sehen, wir haben sms geschickt und telefoniert, es ging immer sehr sachlich und freundlich zu, von uns beiden, ich bin wohlwollend und nett zu ihm, dränge mich aber nicht auf, kein bißchen, ich reagiere nur auf seine anrufe etc, und er will auch nichts von mir hören, wenn er anruft oder sms schickt.
ich habe große angst, ihn vergrault zu haben und sein vertrauen zerstört zu haben, mache mir vorwürfe, nicht sensibel genug mit ihm und seinen wunden punkten, wie er es nennt, umgegangen zu sein. er hat mit mir aber leider nicht sprechen können über das, was in ihm vorgeht, bzw. immer behauptet, er würde gar nichts fühlen.
trotz all dieser probleme kam sein entschluss, sich zu trennen sehr plötzlich, ich stehe unter schock, ich wollte mit ihm alt werden.
ich liebe ihn sehr und will ihn nicht irgendwie zurücklocken, ich will, daß es ihm gut geht. natürlich beschäftigt mich aber im grunde nur eins: wird er vielleicht wieder zurückkommen? er hat beim schlussmachen gesagt, sein verstand wäre klarer als sein gefühl. und er hat gesagt, dass er irgendwo tief vergraben die hoffnung hat, daß wir "schicksalsmäßig" zusammengehören. und daß es viele andere frauen gibt, die auch gut aussehen, aber nicht mit meiner ausstrahlung mithalten können, so etwas in der art...
und daß ich viel geben kann. ich halte mich an diesen dingen fest, sie machen mir hoffnung und ich habe angst vor einer zukunft, in der es diese hoffnung nicht mehr gibt, und er eine andere frau hat usw.
ich war ganz bescheuert eifersüchtig oft, habe aber immer wieder ellenlange gespräche geführt, in denen ich das erklärt habe und ihm gesagt habe, daß das nichts mit ihm, sondern mit meiner angst zu tun hat. aber es hat ihn belastet und in frage gestellt, und er hat sowieso große selbstzweifel und fühlt sich wegen jeder kelienigkeit angegriffen und in frage gestellt, was das leben mit ihm nicht gerade einfach macht...
aber ich liebe ihn mit allen seinen ängsten und schwächen und seinen starken seiten. jetzt fühle ich mich sehr hilflos und allein, obwohl ich sehr liebe und gute freunde habe, die mir helfen.
mache ich es bis jetzt richtig, ihn ganz in ruhe zu lassen und die kinder immer so zu übergeben, daß wir uns nicht sehen?
er sagt, die dynamik zwischen uns würde ihn krank machen, er sähe keine perspektive mehr.
mir scheint alles so verworren, ich liebe ihn so sehr aber ich will auch keine illusionen haben. wir beide können schwer vertrauen, aber wir wissen, glaube ich wenigstens, im tiefsten innern, daß wir das beim anderen tun können.
er hat sich mir irgendwie immer unterlegen gefühlt, denkt, ich will ihn kleinhalten, dabei tut er das ja auc, wenn er mir 2 jahre nicht sagt, woran ich bin, ob wir zusammen gehen oder nicht. ich will mein verhalten ansehen und genau aufpassen, ihm nicht mehr weh zu tun, aber er spricht nicht mit mir und ich habe jetzt ja auch keine chance mehr, etwas besser zu machen.
vielleicht hat er einmal eine echte entscheidung fällen müssen, für sich. vielleicht kann er erst aus einem abstand sehen, was wir auch hatten, wie ich ihn liebe, aber veilleicht hat er zuviel angst vor einer fortsetzung, wo nicht viel anders ist als vorher? er hat so vernünftig und rational gesprochen, aber es geht doch hier nicht um vernunft, sondern um liebe oder eben nicht liebe. wenn er einfach gesagt hätte: ich liebe dich nicht mehr, hätte ich eine (grausame) klarheit gehabt. aber so hoffe ich noch sehr. alles scheiße.
mein herz ist so schwer, auch wenn das ein abgelutschter satz sein mag, er ist wahr und ich würde gerne etwas tun können. was nur?
den alltag mit den kindern versuche ich hinzubekommen, das muß ja sein. aber in mir...
vielen dank für die geduld, falls das jemand liest. hat jemand eine idee, einen eindruck von der situation?
danke sehr.
die müde traurige frau
das ist mein erster beitrag hier und überhaupt in einem forum.
mein freund hat sich vor einer woche von mir getrennt, wir sind seit 9 jahren ein paar gewesen und haben zwei gemeinsame kinder (4&7jahre alt).
unsere beziehung war immer sehr intensiv, im guten wie im schlechten und ich liebe ihn noch sehr. er hat mein vertrauen einmal schwerst erschüttert, das war vor vier jahren etwa, dann habe ich ein halbes jahr sowas wie ein doppelleben geführt, um die verletzung mit meinem offensichtlich nicht starken ego zu schaffen, das war die blödsinnigste idee meines lebens, ich habe mir sehr viel vorgemacht, der andere mann war mir egal, er war nur eine puppe, ein instrument, um mich wieder selbst zu mögen. und er war auch kein lieber mann, sondern machtbesessen, aber das ist egal. mein freund hat sehr gelitten, ich auch, wir waren 3 monate nicht zusammen und dann doch wieder, und seit 2 jahren habe ich so richtig tief erst vom gefühl begreifen können, wie sehr ich ihn liebe. er konnte mir nicht mehr sagen, was er fühlt, sagte immer, er sei von seinem gefühl abgeschnitten. ich habe alles versucht, um ihn zu erreichen, habe ihn auch in ruhe gelassen. wir studieren beide noch und er arbeitet nebenbei und ich habe auch gearbeitet, viel für die uni gelernt. wir haben weder als familie noch als paar noch dinge miteinander unternommen, nur noch jeder einzeln mit den kindern, die wir beide über alles lieben. auf seinen wunsch haben wir auch eine paarberatung angefangen, das waren die einzigen stunden, in denen er über uns gesprochen hat, aber ich kam mir dabei immer irgendwie verraten vor, hatte das gefühl, daß er sich da nur "auskotzt" über mich oder beklagt, und daß er all meine bemühungen nicht wahrnimmt. ich habe ihm immer meine liebe gezeigt in den letzten zwei jahren. jetzt weiß ich nicht, wohin mit diesem gefühl. er hat immer angedeutet, daß da doch irgendwo tiefe gefühle für mich sind.
jetzt ist er weg, lebt im wg-zimmer eines freundes, kümmert sich nach wie vor um die kinder, sieht sie, ich vermeide es seit 8 tagen, ihn zu sehen, wir haben sms geschickt und telefoniert, es ging immer sehr sachlich und freundlich zu, von uns beiden, ich bin wohlwollend und nett zu ihm, dränge mich aber nicht auf, kein bißchen, ich reagiere nur auf seine anrufe etc, und er will auch nichts von mir hören, wenn er anruft oder sms schickt.
ich habe große angst, ihn vergrault zu haben und sein vertrauen zerstört zu haben, mache mir vorwürfe, nicht sensibel genug mit ihm und seinen wunden punkten, wie er es nennt, umgegangen zu sein. er hat mit mir aber leider nicht sprechen können über das, was in ihm vorgeht, bzw. immer behauptet, er würde gar nichts fühlen.
trotz all dieser probleme kam sein entschluss, sich zu trennen sehr plötzlich, ich stehe unter schock, ich wollte mit ihm alt werden.
ich liebe ihn sehr und will ihn nicht irgendwie zurücklocken, ich will, daß es ihm gut geht. natürlich beschäftigt mich aber im grunde nur eins: wird er vielleicht wieder zurückkommen? er hat beim schlussmachen gesagt, sein verstand wäre klarer als sein gefühl. und er hat gesagt, dass er irgendwo tief vergraben die hoffnung hat, daß wir "schicksalsmäßig" zusammengehören. und daß es viele andere frauen gibt, die auch gut aussehen, aber nicht mit meiner ausstrahlung mithalten können, so etwas in der art...
und daß ich viel geben kann. ich halte mich an diesen dingen fest, sie machen mir hoffnung und ich habe angst vor einer zukunft, in der es diese hoffnung nicht mehr gibt, und er eine andere frau hat usw.
ich war ganz bescheuert eifersüchtig oft, habe aber immer wieder ellenlange gespräche geführt, in denen ich das erklärt habe und ihm gesagt habe, daß das nichts mit ihm, sondern mit meiner angst zu tun hat. aber es hat ihn belastet und in frage gestellt, und er hat sowieso große selbstzweifel und fühlt sich wegen jeder kelienigkeit angegriffen und in frage gestellt, was das leben mit ihm nicht gerade einfach macht...
aber ich liebe ihn mit allen seinen ängsten und schwächen und seinen starken seiten. jetzt fühle ich mich sehr hilflos und allein, obwohl ich sehr liebe und gute freunde habe, die mir helfen.
mache ich es bis jetzt richtig, ihn ganz in ruhe zu lassen und die kinder immer so zu übergeben, daß wir uns nicht sehen?
er sagt, die dynamik zwischen uns würde ihn krank machen, er sähe keine perspektive mehr.
mir scheint alles so verworren, ich liebe ihn so sehr aber ich will auch keine illusionen haben. wir beide können schwer vertrauen, aber wir wissen, glaube ich wenigstens, im tiefsten innern, daß wir das beim anderen tun können.
er hat sich mir irgendwie immer unterlegen gefühlt, denkt, ich will ihn kleinhalten, dabei tut er das ja auc, wenn er mir 2 jahre nicht sagt, woran ich bin, ob wir zusammen gehen oder nicht. ich will mein verhalten ansehen und genau aufpassen, ihm nicht mehr weh zu tun, aber er spricht nicht mit mir und ich habe jetzt ja auch keine chance mehr, etwas besser zu machen.
vielleicht hat er einmal eine echte entscheidung fällen müssen, für sich. vielleicht kann er erst aus einem abstand sehen, was wir auch hatten, wie ich ihn liebe, aber veilleicht hat er zuviel angst vor einer fortsetzung, wo nicht viel anders ist als vorher? er hat so vernünftig und rational gesprochen, aber es geht doch hier nicht um vernunft, sondern um liebe oder eben nicht liebe. wenn er einfach gesagt hätte: ich liebe dich nicht mehr, hätte ich eine (grausame) klarheit gehabt. aber so hoffe ich noch sehr. alles scheiße.
mein herz ist so schwer, auch wenn das ein abgelutschter satz sein mag, er ist wahr und ich würde gerne etwas tun können. was nur?
den alltag mit den kindern versuche ich hinzubekommen, das muß ja sein. aber in mir...
vielen dank für die geduld, falls das jemand liest. hat jemand eine idee, einen eindruck von der situation?
danke sehr.
die müde traurige frau
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