Zum Inhalt springen

Ich verstehe nichts mehr

3 Antworten1'039 AufrufeGestartet von Jackyjacko ·

JackyjackoThemenstart
bearbeitet #1
Hallo, ich bin neu hier und kenne mich mit Foren nicht gut aus.

Ich bin 24. Jahre verheiratet, viel Bier hat mein Ehepartner immer getrunken. Die Partnerschaft lief gut,  weil ich aus Angst ihn zu verlieren,  alles mit mir machen liess und mich wenig beklagt habe.

Eine eigene Meinung hatte ich selten ich war angepasst.

Meist wollte ich der Kinder zu liebe keinen Streit.

Vor etwa 1 Jahr und 5 Monaten zog der gemeinsame Sohn aus und vor 6. Monaten verstarb meine Mama.  Seit dem pflege ich den Papa.  Daraufhin trennte sich mein Partner. Vieleicht ertrug er mein Leid nicht oder kam nicht damit zu Recht das ich den Papa pflege. Wir nähern uns an, dennoch kommt keine wirkliche Nähe mehr zu stande. Partner ergreift die Flucht und schläft auf dem Sofa bei der geringsten Kritik. Gespräche fanden nie zwischen uns statt und wenn ich mit ihm reden wollte, wurde er aggressiv und verletzend.

Das alles machte mir nie viel aus, ich lebte damit. Doch es geht nun nicht mehr,  ich sage heute was mich stört und der Partner geht weiter weg. Gleichzeitig muss ich mich vor seinen Beleidigungen schützen,  muss ihn auf Abstand weil es anders mit ihm aber auch nicht geht. Es kommt aber so auch keine Nähe mehr zwischen uns zu stande.

Immer war es so, das ich ihn verstanden hatte, ohne das er viel sagen mußte. Ich verstehe sein wortloses Handeln nicht mehr.

Wenn er schmerzen hatte oder krank war, zog er sich einfach zurück und ich war traurig und verstand den Grund nicht. Tage später war es mir klar OK,  er ist krank. Damit lebte ich immer. Er konnte mir nie etwas sagen oder mit mir sprechen. Trotzdem lief es irgendwie doch nun läuft nichts mehr bin nicht mehr gewillt das alles so mit zu machen.

Ich schrieb ihm früher Seitenweise liebe Briefe habe ihn lieb, gesagt was mich störte und es hingenommen das er meine bitten und Wünsche an ihm nicht erfüllen konnte er blieb verletztend und ich weinte viel. Immer wieder benutze er meine Schwächen um sich Vorteile zu verschaffen und dennoch lief die Partnerschaft weiter.  Doch nun kommt keine Nähe nehr auf.

Ich bin nun mit dem Vater zur Kur gefahren.  Vor ein paar Tagen fragte ich ob mein Ehemann mir einen Gefallen tun könnte,  da ist er aggressiv geworden,  es geht ihm ohne mich so gut und mein Anruf hat ihm jetzt schlechte Laune gemacht und wenn ich nur deshalb angerufen habe dann... Bla und Keks ich legte irgendwann auf. Ich bin verletzt,  auf der Kur 25.Jahre Ehe gehen immer weiter kaputt und ich schaffe es nicht mehr diese Ehe aufrecht zu halten. Ich vermisse Nähe,  Liebe Zärtlichkeit und alles was mit der Liebe zusammen hängt. Fühle mich oft einsam und bin nun auf der Kur und weiterhin Streit zu Hause. Wünsche mir Harmonie die nicht mehr vorhanden ist. Meine Gefühle,  alles durcheinander und msin Herz schwer wie blei. Ich habe Angst das die Ehe ganz kaputt geht.

Den Pappa seit dem Tod der Mama immer im Hinterkopf Kinder, die nicht vom jetzigen Ehepartner sind und damit verbunden auch die Enkelkinder. Vom Ehepartner fehlte mir immer Unterstützung die ich nicht bekam, er arbeitete immer gegen alles. Mein Kurziel soll sein,  Lösung zu finden meine Ehe will ich retten, aber weiß nicht wie. Seit fast einem halben Jahr schäft der Partner auf dem Sofa und wenn ich frage warum sagt er einfach mal Kopf einschalten. Ich bin am Ende und weiß nicht wie es weiter gehen soll. Vieleicht hilft es mir hier zu schreiben. Vielen Dank fürs Antworten  

Guest
#2
Liebe Jackyjacko,

ich bin verhalten mit Ferndiagnosen, aber in diesem Fall würde ich sagen, dass da nicht viel zu machen ist. Wie mir scheint, hast du dich geopfert und auf unterwürfig gemacht.

"Er konnte mir nie etwas sagen oder mit mir sprechen", schreibst du. Mit jedem Bediensteten hat man mehr Kommunikation. Dass die "Ehe" überhaupt so lange lief, ist verwunderlich genug. Wie soll Nähe entstehen, wenn man nicht miteinander spricht?

Vielleicht könntet ihr einander wieder nahekommen. Dafür müsstet ihr in meinen Augen ganz von vorne beginnen, und zwar in getrennten Wohnungen. Momentan bzw. seit Jahren herrscht noch mehr Einsamkeit, als wenn ihr getrennt gelebt hättet.

Liebe Grüße

#3
Liebe Jackyjacko,

Welche Ehe willst Du denn retten? Du beschreibst, dass sie gut lief solange Du alles hingenommen hast und nichts gesagt hast. Eine sehr einseitige Art und Weise. Ich finde es auch gut, dass Du das so nicht mehr hinnehmen willst. Ebenso scheint es mir so, dass Du schon längst keine Bezeihung mehr führst. Er lässt Dich alleine und ist nicht für Dich da. Du bist schon längst ein Single innerhalb der Ehe. Um eine Ehe zu retten, müssten aber beide Partner daran arbeiten zu wollen. Das scheint hier nicht der Fall zu sein. Es gibt also folgende Lösungsansätze:

- Du gehst in Dein altes unterwürfiges Schema zurück und für ihn ist alles ok.

- Du lebst so weiter wie bisher.

- Du forderst Mitarbeit ein, er macht mit.

- Du forderst Mitarbeit ein, er lässt es bleiben.

- Ihr macht eine Pause, trennt euch räumlich und lernt euch neu kennen.

- Er trennt sich von Dir.

- Du trennst Dich von ihm.

Sehe es hier wie Serene: nämlich das bei euch an der Grundbasis Zuviel fehlt um eine wirkliche Ehe zu führen. Womöglich hilft es, wenn ihr wieder von Grund auf euch kennenlernt und aufeinander zu geht - sofern dies beide wollen.

Andernfalls: ohne Unterstützung und Liebe bist Du alleine wohl besser dran als einsam in einer Beziehung.

Alles Liebe

Minusch

bearbeitet #4
Räumliche Trennung will der Partner auch nicht.  Die Wohnung aufgeben will er nicht. Drohte mir das er mir im Falle einer Scheidung mir alle Steine in den Weg legt die er finden kann. Er zeigt sich auch hier nicht kooperativ.

Wir unterzeichneten beide den Mietvertrag und Hausverwaltung lässt mich allein nicht aus dem Vertrag. Nun sprach ich mit einem Anwalt der mir sagte ich muss im Rahmen des Scheidungsverfahrens auch gegen die Hausverwaltung Klagen damit die mich alleine aus dem Mietvertrag entlässt. 2. Anträge zur selben Zeit auf Prozeskostenbeihilfe ist nicht möglich und ich habe Angst diesen Kampf nicht durch zu stehen. 

Uneinvernehmliche Scheidung 3. Trennungsjahre. Habe 2. tolle Papageien an denen ich sehr hänge. Kleinerer Wohnraum vorrübergehend kein Problem aber finde einen Vermieter der das mit macht.

Ist traurig das der Partner sich so verhält. Manchmal denke ich es geht ihm nur um diesen Wohnraum und ich bin ihm egal.  So wie vieleicht alles andere auch.

Vor ein paar Tagen habe ich ihm geschrieben das er mir nicht egal ist und ich erklärte wie es mir tatsächlich mit dem traurigen Pappa hier auf der Kur geht,  einem alten 74. Jährigen,  sehr schwer hörenden  Mann,  für den ich der einzigste sichere Halt bin. Ich habe den Partner  gebeten mir etwas hinterher zu senden was ich in Berlin vergessen hatte. Er machte gleich Fass auf, wie teuer das wäre und sagte mir er wäre glücklich ohne mich und mein Anruf hat ihm schlechte Laune gemacht. Seit dem rief ich nicht mehr an,  fühle mich wieder alleine mit dieser schweren Situation. Dem trauernden Pappa weil er die Lebensgefährtin,  meine Mutter verlor.

Ich wünschte mir ich könnte den Partner verstehen.  Warum gibt er mir solch eine verletzende und kränkende Antwort?  Immer noch wegen Eifersucht auf dem Pappa?  Aber schrieb ihm das es schwer mit Pappa ist,  übersteigt oft meine Kraft weil Pappa keine Rücksicht auf mich nehmen kann. Der pöbelt rum,  weil er schmerzen hat und muß ihn oft in die Schranken weisen usw. Kein Verständnis kommt vom Partner trotzdem das ich es ihm erklärte.

Ich schreibe dem Partner jetzt nicht mehr, weil er mir sagte das er ohne mich ja glücklich ist und meine Anrufe machten ihm schlechte Laune. Seine Antwort hat mich sehr verletzt. So hänge ich hier genauso wie in Berlin mit Herzschmerz und Liebeskummer herum. Dabei hoffte ich das die Entfernung uns vielleicht verbinden kann. Die Ehe,  ich alleine kann Sie nicht retten das stimmt. 

Seite 1 von 1 · 4 Beiträge in diesem Thema