Zum Inhalt springen

Meine Geschichte ...

2 Antworten666 AufrufeGestartet von Oliver ·

OliverThemenstart
#1
Hallo,

ich lese hier viel mit und habe auch schon das eine oder andere Mal etwas geschrieben. Meine Geschichte habe ich allerdings noch nicht öffentlich erzählt und aus irgendeinem Grund möchte ich das jetzt. Wahrscheinlich weil es jetzt 3 Monate her ist, das ein Stück meines Herzens gestorben ist.

Wir lernten uns kennen und führten eine gesunde Fernbeziehung, ich studierte, sie arbeitete und die Wochenenden gehörten uns. Probleme gab es keine. Wir waren beide glücklich hatten beide unsere gemeinsamen Pläne. Nach meinem Studium bin ich zu ihr gezogen. Nach eine halben Jahr sind wir in unserere gemeinsame Wohnun gezogen. Zu diesem Zeitpunkt waren wir 5 Jahre zusammen. Wir hatten immernoch unsere Pläne, wir wollten viel vereisen, Tauchen war unsere gemeinsam Leidenschaft. Wir wollten ein Haus bauen, noch viel von der Welt sehen und uns dann eventuell um Kinder kümmern und zuerst mit einem Hund 'üben' ;) . Es waren UNSERE Pläne, vielleicht sogar ein bisschen mehr ihre als meine. Ich mach nicht gerne Pläne und war mit der Situation des gemeinsamen Lebens und Miteinanders glücklich. War sie glücklich, war ich auch sehr glücklich.

September 2010 nach unserem Teneriffa Urlaub schlich sich irgendwie der Alltag ein, so wie ihn keiner von uns kannte. Arbeiten, Sofa, Essen, Schlafen, Aufstehen, Arbeiten usw.

Wir waren auf den Tag genau 7 Jahre zusammen, der 8. Januar 2011, als ich sie darauf anspreche, dass ich ihre körperliche Nähe vermisse. Es ging hier nicht nur um Sex, mir ging es auch um Umarmungen, Nähe. Sie schiebt es auf die Hormone, den lang anhaltenden Winter, den ununterbrochenen Schneefall. Sie wusste selbst nicht was los ist.

2 Wochen später offenbart sie mir unter Tränen, dass sie sich ihrer Gefühle nicht mehr sicher ist. Wir reden viel darüber, beschließen zu kämpfen, nichts zu überstürzen. Auch ich hatte während der 7 Jahre manchmal das Gefühl der Unsicherheit, aber eine glückliches Lächeln von ihr hat immer gereicht um diese Unsicherheit zu vertreiben und mein Herz hüpfen zu lassen.

Wieder 2 Wochen später, ich werde 1 Wochen Skifahren gehen, ohne sie, es war geplant und konnte nicht rückgängig gemacht werden (aber egal). Sie fährt mich ein letztes Mal auf die Arbeit, schaut mir in die Augen, küsst mich zärtlich und sagt: "Wir schaffen das!".

Ich komme vom Skifahren zurück, an einem Sonntag, sie holt mich ab ... am Abend dann sagt sie mir dann wieder unter Tränen, dass ihre Gefühle nicht mehr für diese Beziehung reichen. Das wars dann also. ... ... ...

Im Laufe des Jahres 2010 hatte sie eine neue beste Freundin gefunden. Eine Arbeitskollegin, lesbisch. Während unseres Teneriffaurlaubs steckte diese Arbeitskollegin wohl in einer Beziehungskrise. Meine Ex-Freundin und ihre Kollegin schrieben sich oft. Wir waren alle gut befreundet und ich erkundigte mich auch immer wieder nach den beiden.

Wir waren zurück und unternahmen noch viel mit ihnen, es schien so, dass deren Krise überwunden war. Anfang 2011 trennten sich die beiden dann doch.

3 Wochen nachdem meine Ex-Freundin mir das Ende unserer Beziehung erklärte waren meine Ex-Freundin und ihre Kollegin ein Paar und sind es immernoch.

Wir unterhielten und schon immer mal darüber, ob sie etwas für eine Frau empfinden könnte ... da sie gelegentlich mal von attraktiven Frauen sprach. Mehr war laut ihrer Aussage nie vorhanden. Bis zuletzt behauptete sie mir gegenüber, dass sie sich sexuellen Kontakt nur mit Männern vorstellen kann, ihr würde 'etwas fehlen' ...

Bis heute behauptet sie, dass sie sich nicht wegen ihrer neuen Freundin von mir getrennt hat. Ich war einfach nicht mehr ihre große Liebe. Sie haben sich dann 'erst' in den nächsten 3 Wochen verliebt.

Ich bin ihr nicht böse, ich bin ihrer Freundin nicht bös und kann nicht einmal sagen, warum.

Wir haben innerhalb dieser 3 Wochen unsere gemeinsame Wohnung gekündigt. Sie ist schnell ausgezogen, hat eine neue Wohnung gefunden und scheint nach außen hin sehr glücklich zu sein.

Wie geht es mir ... ich habe endlich auch eine Wohung gefunden, nach langem suchen. Ich ziehe zurück in meine Heimatstadt, dort habe ich mehr Freunde und meine Familie. Ich habe die volle unterstützung meiner Familie, so dass ich mir sogar einen Eigentumswohung gekauft habe. Ich habe einen sicheren Job, meine Vorgesetzten unterstützen mich in allem. Meine Freunde sind für mich da und 'schleppen' mich überall mit hin ;)

Mir sollte es gut gehen, geht es aber nicht. Ich sollte ihr irgendwie böse sein, bin es aber nicht.

Sie hat mir bis heute nichts erzählt. Wir haben Kontakt, mal ne SMS, mal ein Telefongespräch, mal sogar ein Treffen. Sie will die Freundschaft, das merke ich. Sie will sich von ihrem schlechten Gewissen befreien, auch das merke ich. Sie will wissen, dass es mir gut geht, damit es ihr noch besser geht.

Das alles ist jetzt 3 Monate her, ich habe es akzeptiert, ich habe gekämpft. Sie wollte nicht kämpfen. Sie hat vielleicht auch gekämpft, aber nicht gemeinsam mit mir, sie hat mit sich gekämpft und schnell aufgegeben. Wir hatte keine schlechte Beziehung. Ich suche und finde nichts schlechtes. Ähnlich wie sie ... sie kann mir viel sagen, ob ich es glaube, oder nicht glaube, ist meine Sache ... wir hatten eine tollte Beziehung und auch wenn sie mir es jetzt sagt, dass unsere Beziehung toll war, glaube ich ihr das. Das alles macht es nicht leichter für mich zu verstehen und zu begreifen.

Ich habe sie verloren, ich habe sie womöglich an eine andere Frau verloren und konnte und kann rein garnichts dagegen unternehmen. Vielleicht ist das sogar ein bisschen wie ein Segen. Ein Schuld kann ich bei mir nicht finden. Und sie gibt mir auch keine. Immer wieder betont sie, dass ich nichts falsch gemacht habe. Auch das macht es wieder nicht leichter für mich.

Aber was nutzen mir die Gründe, die sie mir geben könnte? Ändern werden sie auch nichts daran.

Ich habe noch 2 Wochen, dann werde ich aus der gemeinsamen Wohnung in meine Eigentumswohnung ziehen. Ein weiterer großer Schritt. Erst ihr Auszug, dann hat sie ihre Möbel geholt (wurde alles gerecht geteilt, niemand hat da wem Steine in den Weg gelegt) und jetzt ziehe ich weg von ihr, in einer andere Stadt.

Vielleicht ist auch das der Grund, warum ich mich heute wieder schlechter fühle, als die letzte paar Tage.

Ich hoffe, ich habe nicht zu verwirrend geschrieben. Die Situation ist nicht einfach, obwohl im großen und ganzen schön. Denn sie ist weg und kommt nicht wieder.

#2
oh mann deine geschichte ist echt traurig ;(

tut mir wirklich leid für dich... sowas zu verarbeiten ist gkaub ich echt schwer,

trotzdem glaub ich der umzug wird dir guttun, eine andere stadt, in der dich vielleicht nicht alles an sie erinnert.

Du bist eine Weile abgelenkt, wenn du dich an deine neue Umgebung gewöhnst.

Ich denke du packst das =) du schreibst ja selbst es war keine schlechte Beziehung, aber es ist einfach nur verdammnt hart, alles hinter sich zu lassen...

liebe grüße

#3
Hört sich echt schlimm an, ist es für dich bestimmt auch ;(

Hoffe das es dir jetzt wieder etwas besser geht!

viel glück und erfolg in deiner Zukunft =)

Seite 1 von 1 · 3 Beiträge in diesem Thema