Sehnsucht und Einsamkeit
1 Antworten50 AufrufeGestartet von Faith_again ·
Faith_againThemenstart
Hallo zusammen,
in meiner Verzweiflung schreibe ich hier einmal auf, was mir passiert ist und wie meine momentane Situation aussieht. Vielleicht kennt jemand dieses Gefühl oder hat einen guten Ratschlag für mich.
Ich bin eine lesbische Frau und alleinerziehend mit zwei Kindern. Seit vielen Jahren wünsche ich mir eine liebevolle Partnerin, die ebenfalls Kinder hat oder sich Kinder wünscht, damit wir irgendwann eine Familie sein und ein gemeinsames Leben aufbauen können. Aber es ist sehr schwer, in meiner Region überhaupt jemanden dafür kennenzulernen.
Vor zwei Jahren endete meine damalige Beziehung, die vor allem emotional extrem missbräuchlich war. Die Trennung war kalt und sehr grausam, und ich wurde innerhalb einer Woche einfach „ersetzt“. Das hat damals auch mein restliches Leben ziemlich zerstört und es hat sehr lange gedauert, bis ich wieder auf die Beine kam. Die Spuren davon sind teilweise bis heute da.
Trotzdem hatte ich es irgendwann geschafft, mein Selbstbewusstsein wiederzufinden, einen neuen Job zu beginnen und langsam auch meinen Körper wieder aufzubauen, der während dieser Beziehung sehr gelitten hatte.
Vor einigen Monaten lernte ich dann über eine Dating-App eine Frau kennen. Auch bei ihr wurden mir relativ schnell große Zukunftspläne versprochen, obwohl ich solchen Dingen normalerweise sehr skeptisch gegenüberstehe. Sie sagte mir, sie wolle Kinder mit mir, erzählte mir, dass sie ihre Wohnung wegen mir gekündigt habe und in meine Nähe ziehen wolle.
Gleichzeitig verstanden wir uns unglaublich gut und hatten jeden Tag Kontakt. Ich fühlte mich von ihr begehrt und gewollt und bekam zum ersten Mal seit langer Zeit wieder das Gefühl, dass es jemand ehrlich mit mir meint.
Das hat mir unglaublich viel Motivation gegeben. Obwohl ich in meinem Leben gerade an vielen Punkten ziemlich am Anschlag war, habe ich wieder angefangen, meine berufliche Zukunft ernsthafter in Angriff zu nehmen und Dinge anzupacken, die ich alleine nur schwer schaffe.
Wir waren dann gemeinsam in den Ferien. Es hat mir unglaublich gutgetan, wieder mit jemandem etwas zu unternehmen, zu lachen und einfach nicht alleine zu sein. Dort hatte ich langsam angefangen, Vertrauen aufzubauen.
Ich hatte auch das Gefühl, dass sie Verständnis dafür hatte, dass es mir momentan nicht immer gut geht und dass mein Leben noch nicht überall so ist, wie ich es gerne hätte. Und dass ich einfach langsam bin, jemandem zu vertrauen und viel Nähe zuzulassen. Vielleicht auch, weil es ihr selbst nicht immer gut ging, sie aus einer schwierigen Beziehung kam und gerade selbst einiges wieder in Angriff nehmen wollte.
Nach den Ferien sagte sie mir schließlich, dass sie mich liebt.
Es fühlte sich für mich einfach so an, als hätte ich endlich jemanden gefunden, der mich wirklich haben möchte und mich so akzeptiert, wie ich bin. Ich hatte wieder das Gefühl, ich könnte einfach ich selbst sein.
Wir hatten weiterhin jeden Tag telefonischen Kontakt.
Und dann, nur etwa zwei Wochen später, wurde sie plötzlich sehr distanziert. Ich sprach sie darauf an – und kurz darauf wurde ich blockiert und geghostet. Plötzlich hatte sie jemand anderen. Obwohl es ihr so wichtig war, dass wir uns nicht mit anderen treffen oder dergleichen. Ich habe vergeblich um eine Erklärung gebeten.
Genau das war das, was ich niemals von ihr erwartet hätte und wovor ich nach meiner früheren Beziehung eigentlich besonders Angst hatte.
Das mit ihr hatte mir unglaublich viel Halt gegeben. Vor allem das Gefühl, nicht komplett alleine zu sein. Und genau das, was ich momentan so sehr brauche – Nähe, Halt und das Gefühl, dass jemand für mich da ist – war plötzlich wieder weg.
Ich habe keine Freunde, keinen wirklichen Bekanntenkreis und niemanden, an den ich mich momentan wenden kann. Deshalb fühle ich mich gerade unglaublich einsam und habe niemanden, der wirklich versteht, wie weh mir das alles tut.
Ich weine mich inzwischen jeden Abend in den Schlaf und sehne mich so sehr nach Nähe, Fürsorge und Geborgenheit. Nach jemandem, der mich versteht, mich in den Arm nimmt und einfach für mich da ist.
Eigentlich bin ich – wenn es mir gut geht – ein sehr fröhlicher, lustiger, offener, ehrlicher, loyaler und treuer Mensch. Ich habe sehr viel zu geben und wünsche mir nichts mehr, als diese Seite von mir wieder jemandem zeigen zu können.
Aber momentan habe ich das Gefühl, dass ich es alleine nicht schaffe. Ich versinke immer mehr in dieser Einsamkeit und möchte doch eigentlich nur einmal ehrlich und aufrichtig geliebt werden und mich bei einem Menschen sicher fühlen können.
Manchmal fühlt es sich deshalb so an, als gäbe es keinen Menschen auf dieser Welt, der mich wirklich haben möchte.
Gibt es hier jemanden, der dieses Gefühl kennt oder selbst schon einmal in einer ähnlichen Situation war?
in meiner Verzweiflung schreibe ich hier einmal auf, was mir passiert ist und wie meine momentane Situation aussieht. Vielleicht kennt jemand dieses Gefühl oder hat einen guten Ratschlag für mich.
Ich bin eine lesbische Frau und alleinerziehend mit zwei Kindern. Seit vielen Jahren wünsche ich mir eine liebevolle Partnerin, die ebenfalls Kinder hat oder sich Kinder wünscht, damit wir irgendwann eine Familie sein und ein gemeinsames Leben aufbauen können. Aber es ist sehr schwer, in meiner Region überhaupt jemanden dafür kennenzulernen.
Vor zwei Jahren endete meine damalige Beziehung, die vor allem emotional extrem missbräuchlich war. Die Trennung war kalt und sehr grausam, und ich wurde innerhalb einer Woche einfach „ersetzt“. Das hat damals auch mein restliches Leben ziemlich zerstört und es hat sehr lange gedauert, bis ich wieder auf die Beine kam. Die Spuren davon sind teilweise bis heute da.
Trotzdem hatte ich es irgendwann geschafft, mein Selbstbewusstsein wiederzufinden, einen neuen Job zu beginnen und langsam auch meinen Körper wieder aufzubauen, der während dieser Beziehung sehr gelitten hatte.
Vor einigen Monaten lernte ich dann über eine Dating-App eine Frau kennen. Auch bei ihr wurden mir relativ schnell große Zukunftspläne versprochen, obwohl ich solchen Dingen normalerweise sehr skeptisch gegenüberstehe. Sie sagte mir, sie wolle Kinder mit mir, erzählte mir, dass sie ihre Wohnung wegen mir gekündigt habe und in meine Nähe ziehen wolle.
Gleichzeitig verstanden wir uns unglaublich gut und hatten jeden Tag Kontakt. Ich fühlte mich von ihr begehrt und gewollt und bekam zum ersten Mal seit langer Zeit wieder das Gefühl, dass es jemand ehrlich mit mir meint.
Das hat mir unglaublich viel Motivation gegeben. Obwohl ich in meinem Leben gerade an vielen Punkten ziemlich am Anschlag war, habe ich wieder angefangen, meine berufliche Zukunft ernsthafter in Angriff zu nehmen und Dinge anzupacken, die ich alleine nur schwer schaffe.
Wir waren dann gemeinsam in den Ferien. Es hat mir unglaublich gutgetan, wieder mit jemandem etwas zu unternehmen, zu lachen und einfach nicht alleine zu sein. Dort hatte ich langsam angefangen, Vertrauen aufzubauen.
Ich hatte auch das Gefühl, dass sie Verständnis dafür hatte, dass es mir momentan nicht immer gut geht und dass mein Leben noch nicht überall so ist, wie ich es gerne hätte. Und dass ich einfach langsam bin, jemandem zu vertrauen und viel Nähe zuzulassen. Vielleicht auch, weil es ihr selbst nicht immer gut ging, sie aus einer schwierigen Beziehung kam und gerade selbst einiges wieder in Angriff nehmen wollte.
Nach den Ferien sagte sie mir schließlich, dass sie mich liebt.
Es fühlte sich für mich einfach so an, als hätte ich endlich jemanden gefunden, der mich wirklich haben möchte und mich so akzeptiert, wie ich bin. Ich hatte wieder das Gefühl, ich könnte einfach ich selbst sein.
Wir hatten weiterhin jeden Tag telefonischen Kontakt.
Und dann, nur etwa zwei Wochen später, wurde sie plötzlich sehr distanziert. Ich sprach sie darauf an – und kurz darauf wurde ich blockiert und geghostet. Plötzlich hatte sie jemand anderen. Obwohl es ihr so wichtig war, dass wir uns nicht mit anderen treffen oder dergleichen. Ich habe vergeblich um eine Erklärung gebeten.
Genau das war das, was ich niemals von ihr erwartet hätte und wovor ich nach meiner früheren Beziehung eigentlich besonders Angst hatte.
Das mit ihr hatte mir unglaublich viel Halt gegeben. Vor allem das Gefühl, nicht komplett alleine zu sein. Und genau das, was ich momentan so sehr brauche – Nähe, Halt und das Gefühl, dass jemand für mich da ist – war plötzlich wieder weg.
Ich habe keine Freunde, keinen wirklichen Bekanntenkreis und niemanden, an den ich mich momentan wenden kann. Deshalb fühle ich mich gerade unglaublich einsam und habe niemanden, der wirklich versteht, wie weh mir das alles tut.
Ich weine mich inzwischen jeden Abend in den Schlaf und sehne mich so sehr nach Nähe, Fürsorge und Geborgenheit. Nach jemandem, der mich versteht, mich in den Arm nimmt und einfach für mich da ist.
Eigentlich bin ich – wenn es mir gut geht – ein sehr fröhlicher, lustiger, offener, ehrlicher, loyaler und treuer Mensch. Ich habe sehr viel zu geben und wünsche mir nichts mehr, als diese Seite von mir wieder jemandem zeigen zu können.
Aber momentan habe ich das Gefühl, dass ich es alleine nicht schaffe. Ich versinke immer mehr in dieser Einsamkeit und möchte doch eigentlich nur einmal ehrlich und aufrichtig geliebt werden und mich bei einem Menschen sicher fühlen können.
Manchmal fühlt es sich deshalb so an, als gäbe es keinen Menschen auf dieser Welt, der mich wirklich haben möchte.
Gibt es hier jemanden, der dieses Gefühl kennt oder selbst schon einmal in einer ähnlichen Situation war?
Hallo Faith_again
Nochmal ich ^^.
Ja, das Gefühl kennen sicherlich viele. Es ist kein sehr schönes Gefühl und löst wiederum auch andere Ängste, Sorgen und Bedenken aus.
Verstehe ich voll.
WIchtig ist, dass du dir selbst bewusst wirst: du bist dein lebenslanger Partner. Denn wenn du einigermassen mit dir selbst in Balance bist, wirkst du auf andere anders und ziehst entsprechend die Menschen an.
Ruhig Blut. Verloren ist nichts.
Es muss und sollte dir einfach nichts mehr ausmachen, ob du einen Partner hast oder nicht. Ein Partner zu haben ist wie eine Kirsche auf der Torte.
Es ist zwar schön, wenn es da ist, aber nicht elementar.
Denn du bist das Kuchenstück. Immer dran denken.
Finde wieder Freude an deinem Leben. Du bist dein Leben gegangen, hast Entscheide getroffen und bist durch viele Höhen und Tiefen gegangen. Du hast einen vollen Rucksack.
Sei stolz darauf, dass du es bis hierhin geschafft hast.
Zudem bist du ein zweifaches Mami. Du trägst also auch Verantwortung für deine Kinder.
Du hast somit starke Schultern und einen breiten Rücken.
Denn ein Mami zu sein, ist ein knallharter Job. Wahrscheinlich der Härteste der Welt.
Sei stolz darauf, was du alles mit deinem ganzen Leben und gelebten Lebensweg schaffst und alles leistet.
Nochmal ich ^^.
Ja, das Gefühl kennen sicherlich viele. Es ist kein sehr schönes Gefühl und löst wiederum auch andere Ängste, Sorgen und Bedenken aus.
Verstehe ich voll.
WIchtig ist, dass du dir selbst bewusst wirst: du bist dein lebenslanger Partner. Denn wenn du einigermassen mit dir selbst in Balance bist, wirkst du auf andere anders und ziehst entsprechend die Menschen an.
Ruhig Blut. Verloren ist nichts.
Es muss und sollte dir einfach nichts mehr ausmachen, ob du einen Partner hast oder nicht. Ein Partner zu haben ist wie eine Kirsche auf der Torte.
Es ist zwar schön, wenn es da ist, aber nicht elementar.
Denn du bist das Kuchenstück. Immer dran denken.
Finde wieder Freude an deinem Leben. Du bist dein Leben gegangen, hast Entscheide getroffen und bist durch viele Höhen und Tiefen gegangen. Du hast einen vollen Rucksack.
Sei stolz darauf, dass du es bis hierhin geschafft hast.
Zudem bist du ein zweifaches Mami. Du trägst also auch Verantwortung für deine Kinder.
Du hast somit starke Schultern und einen breiten Rücken.
Denn ein Mami zu sein, ist ein knallharter Job. Wahrscheinlich der Härteste der Welt.
Sei stolz darauf, was du alles mit deinem ganzen Leben und gelebten Lebensweg schaffst und alles leistet.
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