Zum Inhalt springen

Trennung bringt mich an meine Grenzen

2 Antworten1'045 AufrufeGestartet von Benny23 ·

Benny23Themenstart
#1
Hallo Ihr,

hab hier viel gelesen und lange gebraucht um mich zu überwinden, selbst etwas zu schreiben.

Die Sache ist etwas kompliziert, aber ich versuch mich kurz zu fassen. Vor knapp 3 Wochen hat sich meine Freundin (26) von mir (23) getrennt, wir waren 9 Monate zusammen. Das eigentliche Problem bei der Sache war/bin ich. Sie hat schon relativ früh eine Beziehung angestrebt, weil sie sich in relativ kurzer Zeit in mich verliebt hat.

Ich hingegen hatte zu dem Zeitpunkt erst so richtig meine letzte Trennung vor einem Jahr verarbeitet und war logischerweise ängstlich. Ich hab Sie 9 Monate hingehalten und hab immer gezögert und hab ihr dadurch sehr weh getan. Vor 3 Wochen hat sie den Schlußstrich gezogen und genau da setzt mein Problem an.

Ich dachte 9 Monate lang ich bin selbstständig und könnte die Sache unter Kontrolle halten, aber erst durch die Trennung hab ich gemerkt, was ich eigentlich für Sie empfinde und wie sehr ich sie schon lange Liebe. Ich hab ihr das natürlich gesagt, aber sie ist sich jetzt nicht mehr sicher. Es ist zuviel kaputt gegangen. Das Blatt hat sich quasi gewendet und dazu kommt noch, dass sie jemand neuen kennengelernt hat, für den sie sich sehr interessiert.

Zu meinem Liebeskummer kommen auch noch starke Depressionen, weil ich seit Jahren Depressiv bin und Antidepressiva nehme. Sie meinte sie weiß im Moment nicht, wie sie sich entscheiden soll. Ich oder er. Das warten bringt mich um, ich kann mich nur schwer zusammenreißen und meinem Alltag nachgehen.

Ich hab große Angst davor, wie sie sich entscheiden wird, obwohl ich vermutlich schon weiß, wie die Sache ausgeht...

Ich weiß nicht, ob ich mich damit abfinden oder noch hoffen soll, was meint ihr?

Gruß

Benny

#2
Hallo Benny

Erst mal tuts mir leid dass du so unglücklich bist...

Aber ich würde gern wo anders anknüpfen... eine beziehung ist nicht dazu da, sich festzuhalten und seine selbstständigkeit aufzugeben. Eine beziehung ist eine verknüpfung zweier leben, die aber dennoch eigenständig sein sollen! sobald du dein leben für die beziehung aufgibst, kann man nicht mehr von liebe sprechen. dann ist es abhängigkeit!

du schreibst du hast depressionen? und nimmst seit jahren AD? entschuldige bitte, aber was für ein komischer arzt/psychiater hast du eigentlich? AD nimmt man nie über jahre hinweg, weisst du eigentlich wie extrem schädlich das ist? hast du dich schlau gemacht über antidepressiva? anscheinend nicht... ich war auch depressiv, stark sogar, aber ich habe nie medikamente genommen! du gerätst dadurch in einen teufelskreis und lernst gar nie, selbstständig aus deinen löchern zu kommen - du bist so zu sagen immer auf drogen - logisch dass du dich selbst erst dann zu spüren beginnst, wenn es zu spät ist! wenn ich dich wäre, würde ich die medikamente schnellstens, aber wirklich allerschnellstens absetzen und eine alternativtherapie (da gibts ja vieles wie elektrodentherapie, lichttherapie, musiktherapie, gesprächstherapie und so weiter...) anfangen, damit du mal wieder selbststärke entwickeln kannst. unter diesen (medikamentösen) umständen geht das nämlich nicht.

und genau das ist jetzt nämlich das wichtige an deiner geschichte: deine exfreundin ist sich nicht mehr sicher, sie braucht abstand. also was tust du auf keinen fall? du rufst sie auf keinen fall an, schreiben tust du auch nicht. denn der mensch macht sich interessant, wenn er sich nicht meldet. ob mit dem anderen wirklich etwas wird, kannst du und sie nicht sagen, könnte auch einfach ein kurzer flirt von 3,4 wochen sein. wichtig ist, dass du ihr klar machst dass du sie liebst, aber auch klar stellst, dass du ohne sie auch leben kannst (vor allem dir musst du das klar machen). und dann ist es wichtig dass du ihr die zeit lässt die sie braucht und respektierst, dass sie momentan nicht mehr deine freundin ist. wenn du sie wirklich zurück haben willst, zeig ihr auf keinen fall deine totale verzweiflung, sondern sag ihr dass du sie gerne zurück hättest, sie das aber selber entscheiden soll und du dich bis dahin nicht meldest und ihr eine schöne zeit wünscht (und dann natürlich das auch durchziehst!!!)

teefee

#3
Hallo teefee,

danke für deine rasche Antwort. Tut mir leid, ich hab nicht alle Einzelheiten beschrieben. Die Wirkung von solchen Medikamenten ist mir natürlich bekannt und ich nehme sie auch nicht permanent. In den letzten 4 Jahren hatte ich 3 große Krisen in deren Verlauf ich zwischen 1 - 3 Monaten Antidepressiva genommen habe. Für mitte November hab ich einen Therapieplatz in einer Klinik, den ich durchziehen muss.

Du hast das Zauberwort genannt: Abhängigkeit. Mein Kopf sagt mir natürlich, dass das eine schlechte Einstellung ist, aber mein Bauch ist da immer anderer Meinung. Bei allen Beziehungen war es bisher so, das ist ein wichtiger Punkt den ich noch zu lernen habe.

Das schlimme an der jetztigen Situation ist die Gewissheit, dass die Zeit die Wunden "heilen" wird, ich aber kein Geduld habe und warten muss.

Danke für deinen Ratschlag zum Schluß, ich hab mich seither noch bei ihr gemeldet, aber du hast vermutlich recht. Ich denke ich werde ihr noch eine Nachricht schreiben und klar Stellung beziehen und alles weitere ihr überlassen. Ein Versuch ist es Wert.

Danke & Gruß

Benny

Seite 1 von 1 · 3 Beiträge in diesem Thema