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schau70

Blickwinkel

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oho die reglung ist vortrefflich,

denn so kurbeln wir,

natürlich nicht vorsetzlich,

auch gleich die ganze wirtschaft an,

den autos sind ersetzlich.

und auch der liebe zartes glück,

bekommt zuwachs ohne ende,

geht doch so manches glücke schnell,

am kühlergrill zu ende...

am ende sind die meisten froh,

der rest fährt lastkraftwagen,

und muss sich nun als obulus,

mit arm und bein beladen...

auch der friedhof wird erweitert,

mehr arbeitsplätze, kriese gescheitert,

nur wer auto fahren muss,

für den wirds wohl nun ein verdruss..

den entweder als geisterfahrer,

den geiste siegreich einbringen,

oder als kühlerfigur am lkw,

liebeslieder singen...

(endraum - der wirtschaftsmagnat der sich eine rosige zukunft ausrechnet und den panzerbrigadier seines vertrauens anruft...)

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Es könnte auch ein anderer Tag

In dieser Woche sein

Und wäre doch der gleiche Schlag

In sein Gesicht hinein

Er dachte stets "Es geht mir gut!"

Ein Leben ohne Sorgen

Zufrieden. Glücklich. Absolut...

...bis zu diesem Morgen

Sie liegt allein im großen Bett

Er ist bereits im Bad

Als ob er schon vernommen hätt'

Dass heute Unheil naht

Zur Decke starrt sie in ein Loch

Und hört das Wasser rauschen

Sie traut sich nicht - und traut sich doch

Ihr Leben auszutauschen

Im Gegensatz zu ihrem Kampf

Denkt er noch an ein Spiel

Das Bad steht unter Wasserdampf

Die Abwehr steht stabil

Wasserstrahlen, warm und dick

Ertränken die Vision

Niemand hat den Überblick

Der Mittwoch Morgen schon

Langsam kriecht sie durch den Flur

Das Bad ist endlich frei

Ist diese Art Entziehungskur

Am Donnerstag vorbei?

Wasserstrahlen, kalt und klar

Erfrischen ihren Geist

Es ist doch nur ein Tag im Jahr

Auch wenn er Mittwoch heißt

Und während sie die Haare kämmt

Betört sie Kaffeeduft

Vom Ort, den er noch "Küche" nennt

Doch sie "Beziehungsgruft"

Sie hat sich noch nicht festgelegt

Und bleibt erfinderisch

An seinem Stuhl hat sie gesägt

Und nun sitzt er am Tisch

Die Stille wird erdrückend schwer

Beim Frühstück wird geschmatzt

Und beide spüren immer mehr

Dass heut' die Bombe platzt

Die innere Uhr auf Zehn gestellt

Sie zählt ganz langsam runter

Zum Glück geht nur die halbe Welt

Am Mittwoch Morgen unter...

(schau70, bed and breakfast...)

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Kinder, Kinder, kommt schnell rein

Wir kriegen heut' Besuch

Die Liebe kommt und schreibt sich ein

In unser Gästebuch

Wer? Die Liebe? Wirklich toll!

Wie lange sie wohl bleibt?

Das Gästebuch ist eh fast voll

Weil sie andauernd schreibt

Kinder, Kinder, seid doch still

Und freut euch mit mir mit!

Sie kommt vorbei, weil ich es will

Nachdem, was ich durchlitt

Jaja, wie schön, so weit, so gut...

...und schlimm wie eh und je

Sie kommt, ihr lacht, und trotzdem tut

Der Abschied höllisch weh

Kinder, Kinder, genug geschmollt

Die Liebe ist doch nett

Und wenn ihr sie nicht sehen wollt

Dann schick' ich euch ins Bett

Jaaa, in Ordnung, schon kapiert

Wir sind ganz brav und lieb...

...und trotzdem sind wir irritiert

Weil sie nie lange blieb

Kinder, Kinder, aufgepasst

Ich sag's euch immer wieder:

Die Liebe ist ein Ehrengast

Und nicht ein Untermieter!

Kinder, Kinder, gebt fein acht

Die Liebe kommt nun rein

Sie hat euch etwas mitgebracht...

...doch ihr seid noch zu klein...

(schau70, versteht eh kein mensch...)

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Geblieben sind die Schmerzen

Verloren ist ein Traum

Vergleichbar mit vier Kerzen

In einem dunklen Raum

In jeder Ecke eine

Dazwischen Null und Nichts

Ein Streichholz steht alleine

Im Mittelpunkt des Lichts

Doch dieses arbeitsscheue

Holzstück wartet zäh

Seit Jahren auf die neue

Und zündende Idee

Das Holz wird unentschlossen

Vier Kerzen überseh'n

Die stolz in Wachs gegossen

Im dunklen Zimmer steh'n

Die erste ist verlogen

Die zweite arrogant

Die dritte ich-bezogen

Und nur sich selbst bekannt

Die vierte dahingegen

Glimmt in Zuversicht

Und wartet streichholzwegen

Geduldig auf ein Licht

Ein Lodern ohnegleichen

Umgarnt sie allesamt

Lässt auch den Docht erweichen

Obwohl er nicht entflammt

So nah und nicht erkannt

Was aneinander reibt

Entzündet und verbrannt

Zum Schmerz, der übrig bleibt...

(schau70, adventneutral...)

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- Langer Marsch -

 

Jahre sind ins Land gegangen -
vielleicht sogar marschiert -
und haben manche Warteschlangen
zumindestens halbiert.

 

Dennoch bleibt die Frage offen:
War dieser lange Marsch
mit all dem Bangen, all dem Hoffen
letztendlich für den Arsch?

 

Doch wer soll diese Frage schließen?
Warum, wieso, weshalb...
Es sei nochmal darauf verwiesen:
So ist das Leben halt!

 

"Heute ist nicht aller Tage",
hat mir Paul gesagt.
Doch der Tag der offenen Frage
Kommt immer wieder ungefragt.

 

(schau70...und mit den Jahren ist auch das Blau gegangen... und die Titel... und die Formatierungen... ach...)

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- Malzeiten -

 

Das erste Mal sah er sie als
Ein langer Schal um ihren Hals
Zum Teil auch ihre Hand bedeckte
Die sie ihm entgegenstreckte

 

Er nahm die Hand samt Schal wobei
Ein Loch im Schal sich einerlei
Und höchstwahrscheinlich unabsichtlich
Zwischen beide Hände schlich

 

Sein Händeschütteln war genial
Denn mittendrin verschwand der Schal
Stück für Stück aus freien Stücken
Allmählich hinter ihrem Rücken

 

Die Hand hingegen hielt er fest
Und händeringend auch den Rest
Versah zumindest diese Zeit
Mit einer Mindesthaltbarkeit

 

Und heute auf den Tag genau
Sieht er wieder eine Frau
Mit fast dem gleichen Schal, jedoch
Nicht so lang... und ohne Loch

 

Unausweichlich bleibt er stehen
Lässt sie nicht vorrüber gehen
Schaut ihr lange ins Gesicht
Doch wie damals fühlt er nicht

 

Liegt's an ihr, am Loch, am Schal
Oder schlicht am ersten Mal,
Das sich zuträgt und sodann
Niemals wiederholen kann?

 

"Verzeihung", spricht die Frau ihn an,
"Darf ich weiter irgendwann?"
Und schiebt ein Lächeln hinterher
Als ob es selbstverständlich wär'

 

"Seltsam", denkt er, immerhin
Ergibt nun alles einen Sinn:
Zu jeder Zeit und überall
Gibt's irgendwie ein erstes Mal

 

(schau70, wieder mal...)

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