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Danke euch.

Ich mag im Moment gar nichts entscheiden oder überlegen. Bin einfach nur traurig. 

Das Schlimmste ist, jeden Tag alleine mit den Kindern am Esstisch zu sitzen und zu wissen, er kommt nicht. Und nachts alleine im Bett zu liegen und zu wissen, er ist glücklich bei seiner Neuen. 

War etwas naiv, aber ich hätte echt niemals gedacht dass er sowas tut. Vorallem nicht über diesen langen Zeitraum.

Ich versuche bei mir zu bleiben.

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So ich melde mich mal wieder in eigener Sache. Weihnachten war sehr traurig, den Tiefpunkt habe ich Anfangs Januar erreicht.

Seither gings dann immer etwas besser; sprich der Alltag funktioniert inzwischen wieder einigermassen, die tiefste Verzweiflung ist weg. Was wiedergekommen ist, ist die Trauer (liegt vielleicht daran dass die Beziehung damals im Mai angefangen hat, dass die Kinder im Mai geboren/entstanden sind). Ich  bin also wieder einfach nur traurig und fühle mich verloren. Wobei ich weniger um ihn traure, als um das, was ich in ihm gesehen habe.

Er hat sich unmöglich verhalten die letzten Monate. Hat alles mir überlassen, hat die Kinder so gut wie nie genommen (und ist dann immer wieder unter Vorwänden hier spontan aufgetaucht, was ich als sehr schmerzhaft empfunden habe), sperrt finanziell und versucht jeden meiner Schritte zu kontrollieren (sprich er hat zwar immer noch seine Freundin, findet es aber nicht gut, wenn ich auch mal weggehe oder Besuch habe. Ich erzähle ihm das nicht, er fährt hier jeden Tag drei mal vorbei).  Ich versuche das nicht zu sehr an mich heranzulassen, aber weh tuts trotzdem. Er hat jeden Abend und jedes Wochenende zu seiner freien Verfügung, während ich fast keine freie Minute habe. Das ist manchmal fast nicht zu ertragen.

Könnt ihr mir etwas Mut machen? Oder Tipps geben. Eine neue Partnerschaft ist für mich momentan kein Thema; trotzdem frage ich mich natürlich ob ich mich jemals wieder verlieben werde und obs sich dann irgendwo auch ein Mann findet, der bereit ist, sich auf eine Frau mit zwei Kindern einzulassen.

Mein Selbstwertgefühl schwankt momentan ziemlich. Manchmal denke ich, ja klar, warum nicht, ich habe doch viel zu geben und einige positive Eigenschaften und an andern Tage heule ich rum und denke, wenn nicht mal der Vater meiner Kinder geblieben ist, dann muss es ja an mir liegen. Ich weiss dass das nicht stimmt, aber naja, ich zweifle trotzdem immer wieder.

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Halte durch! Das wird wieder alles besser. Auch wenn Du momentan vor lauter Bäumen den Wald nicht siehst. Es ist jetzt eine harte und schwere Zeit, aber die geht auch vorbei. Ich weiss, es sind Parolen und man kann in der Situation selbst, diese weder gerne hören noch glauben. Dennoch bin ich mir sicher, dass Du irgendwann auf diese Zeit zurückblickst und Dich fragst, wann Du sie eigentlich genau hinter Dir gelassen hast.
Was zu Deinen Selbstzweifeln und zum Selbstwertgefühl: einer, der offenbar bei keiner wirklich bleiben kann, ist nicht wirklich ein Gradmesser dafür, ob sich nicht doch wieder einer für Dich interessiert. Auch wenn er fremd ging: offenbar hast Du ihm ja durchaus gefallen, sonst hättet ihr keine Kinder miteinander. Aber völlig unabhängig davon kannst Du wieder eine Liebe finden, wenn Du bereit dafür bist.

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Liebe matilda77,

 

ich will Dir meine aufrichtige Anerkennung und meinen tiefen Respekt aussprechen!

Ich finde sowohl Dein Verhalten als auch Dich als Person stark und mutig.

 

Ganz besonders Dein Verantwortungsbewusstsein was Deine Kinder betrifft sollte jetzt mal hier gelobt werden, finde ich. [Schließt Euch bitte gerne an, liebe User ;)]. Obwohl es Dir dreckig geht bist Du eine starke Mutter, die weiss, was die Kinder brauchen, und den Alltag managed. 

 

Am 24.5.2017 um 20:39 schrieb matilda77:

Wobei ich weniger um ihn traure, als um das, was ich in ihm gesehen habe.

 

Ich finde, damit bringst Du es auf den Punkt.

Das ist in meinen Augen der Wichtigste Satz im ganzen Thread.

 

Sehr viele hätten in Deiner Situation bei weitem nicht so klar und gesund gehandelt wie Du, sondern wären faule Kompromisse eingegangen.

 

zB hätten viele denn doch "ein Auge zugedrückt - den Kindern zuliebe" oder übersetzt: sie hätten die Augen vor der Realiät verschlossen und in ihrer Feigheit die armen Kinder vorgeschoben.

 

Bei keinem Paar in meinem Bekanntenkreis hat das jemals funktioniert - das waren in meinem Bekanntenkreis immer eiskalte, distanzierte "Proforma-Ehen", wo nach Aussen hin übermäßiges "Vorzeigegutmenschentum" herrschte, begleitet von heftigen unterschwelligen Aggressionen. Am heftigsten litten darunter immer die Kinder.

 

Am zweitheftigsten litten die betrogenen Partner, die haben meist DANN wirklich die Beziehung beendet, als die Kinder etwas älter waren. Und kamen drauf: Scheissjahre - früher wäre besser gewesen, man hätte sich einige Depressionen erspart.

 

Oder aber die betrügenden Partner haben sich nach Jahren denn doch für "die Andere" entschieden. Auch was das betrifft bist Du besser dran, weil DU die trennenden Schritte eingeleitet hast und das ohne viele schmerzliche Jahre im Vorfeld.

 

Es tut JETZT (noch) weh.

Ich finde es gut, dass Du die Trauer annimmst.

Alles, was Du schilderst, die Schwankungen, die Zweifel, der Schmerz, die Versuche aufzustehen - das alles ist die Trauer. Die bleibt Dir noch erhalten, aber nicht für immer.

 

Das Bessere gewinnt Raum. Und damit auch Du, wenn Du langsam vom "Funktionieren" wieder ins "Leben können" übergehst.

 

Am 24.5.2017 um 20:39 schrieb matilda77:

Er hat sich unmöglich verhalten die letzten Monate. Hat alles mir überlassen, hat die Kinder so gut wie nie genommen (und ist dann immer wieder unter Vorwänden hier spontan aufgetaucht, was ich als sehr schmerzhaft empfunden habe), sperrt finanziell und versucht jeden meiner Schritte zu kontrollieren (sprich er hat zwar immer noch seine Freundin, findet es aber nicht gut, wenn ich auch mal weggehe oder Besuch habe. Ich erzähle ihm das nicht, er fährt hier jeden Tag drei mal vorbei).  

 

Unmöglich trifft es.

Ist ja wohl eine Frechheit.

...macht schon ein wenig den Eindruck, als rennt bei ihm sozio-emotional nicht alles ganz rund - die eiskalte Skrupellosigkeit inklusive Lügen; das Weitermachen bei konstantem Weiterlügen; nicht mal, wenn alles am Tisch ist steht er dafür ein; das nicht Ausziehen wollen; das Kontrollieren (!) obwohl es vorbei ist; und das völlig unangebrachte weil unangemeldete Ein - und Ausgehen in DEINER Wohnung.

So nach dem Motto "Ich hab ein Recht auf ALLE(S), aber verantworten muss ich NICHTS" -> gut, dass Du Dich von ihm getrennt hast.

 

Wie sieht es denn eigentlich mit Eurer Scheidung aus?

 

Am 24.5.2017 um 20:39 schrieb matilda77:

trotzdem frage ich mich natürlich ob ich mich jemals wieder verlieben werde und obs sich dann irgendwo auch ein Mann findet, der bereit ist, sich auf eine Frau mit zwei Kindern einzulassen.

 

JA, das wird auf jeden Fall passieren.

Da wette ich meinen A*** drauf.

Das tu ich selten!

:)

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Danke euch für eure lieben Antworten. Und dir Manana für das, was du übers Muttersein sagst. Hab fast geheult wegen deines Aufrufes. Danke.

Ich frage mich immer mal wieder, ob ich es früher hätte merken sollen.....ich weiss es nicht; seine Fassade war ziemlich "perfekt".

Du hast ihn ziemlich gut erfasst. Er hat nur Rechte, aber keine Pflichten. Ich habe nur Pflichten, aber keine Rechte. 

So sieht er es. Es gibt ja Frauen, die einen Mann aus dem Islam heiraten. Vor der Hochzeit ist der Mann westlich orientiert, Gleichberechtigung, Kinder sollen europäisch erzogen werden.....kaum sind die Kinder da, erinnert er sich nicht mehr an all das sondern steckt die Frau unter einen Schleier. Also das ist jetzt nur ein Beispiel. Irgendwie war das bei uns ähnlich (er ist Schweizer seit 100 Generationen:-)). Aber eben, all das, was wir besprochen hatten, hat er einfach "vergessen".

Warum weiss ich nicht.....ich finde es nachwievor eine krasse Geschichte. Entweder er war immer so und er hat sich verstellt damit ich bleibe oder er wollte es wirklich so machen wie besprochen und hats nicht geschafft. Ich werde es nie verstehen.

Das Rechtliche läuft. Ich sage zwar immer mein Exmann, aber wir waren nicht verheiratet. Amtlich gesehen; emotional hat es sich für mich immer wie eine "richtige Ehe" angefühlt. Also das tönt jetzt so doof. Ich habe mich im Nachhinein auch gefragt ob es anders rausgekommen wäre, wenn wir geheiratet hätten (es war immer mal wieder ein Thema und irgendwie fanden wir beide, eigentlich brauchen wir das nicht, weil es nichts ändern würde). Ich denke nicht, dass eine offizielle Ehe etwas geändert hätte. Wir hatten uns damals und immer wieder (so dachte ich zumindest) bewusst füreinander entschieden und das gegen aussen auch so gezeigt und kommuniziert.

Interessanterweise ist eine Trennung - rechtlich gesehen- im Konkubinat nicht einfacher....

 

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Und Manana, ich hoffe, du verwettest deinen A.... nicht umsonst😂

Ich denke auch, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich irgendwann wieder verlieben werde und sich daraus eine Beziehung ergibt grösser ist als dass es nicht passiert. 

Was halt da ist, ist eine riesige Angst. Ich habe soviel investiert an Liebe, Vertrauen, Zeit und stehe jetzt alleine da. Das kann mir ja auch beim nächsten Mann wieder passieren. 

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Blablabla.

 

Er und die Kinder und die letzten 700 Jahre und Blablabla.

 

Was ist heute?

Wer bist Du?

Was willst Du?

 

Du hast alles bekommen was Du brauchst um Dich um die wichtigsten Fragen Deines Lebens zu kümmern.

 

Dir wurde endlich die Chance genommen, Dich von Dir abzulenken.

 

Gut, Du versuchst es weiterhin indem Du Dir weiter Gedanken um ihn machst, weiter Gedanken um die Vergangenheit machst, weiter versuchst vor der Zukunft Angst zu haben.

 

Doch sind das nur Gewohnheiten. Leg sie ab und lass Dich in das Loch fallen was dann entsteht.

 

Dort ist das was Du suchst.

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Danke.
Und ich habe Angst, dass das, was ich dort finde, irgendwie zuviel ist.
Ich wollte gar nie so weit kommen. Ich wollte bloss ein kleines, übersichtliches Leben mit den üblichen Hochs und Tiefs. Und immer denselben Menschen an meiner Seite, der den Weg mit mir geht und Konflikte mit mir löst.


Gesendet von iPhone mit Liebeskummer

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Davor hat Jeder Angst. Und diese Angst ist die ungerechtfertigste von allen Ängsten.

Was sollst da finden?

 

Da ist nichts Anderes als das was jetzt da ist.

 

Es ist nie was Anderes da, als das was jetzt da ist. Ein Körper. Gedanken. Gefühle. Und?

 

Meinst morgen ist was Anderes da?

 

Biste dann ein Alien und statt Gedanken hast Du Stahldraht im Kopf und statt Gefühlen Fusspilz im Bauch?

 

Wenn da Trauer ist, ist Trauer da. Wenn da ein Gedanke ist, ist ein Gedanke da.

 

Trotzdem muss man den Weg gehen, und sich suchen um festzustellen, dass man nichts findet.

 

Dann verschwindet die Angst vor dem Leben. Die Chance hat jeder ab und zu in seinem Leben. Du jetzt.

 

Kannst Sie verstreichen lassen und weiter Zeit totschlagen. Irgendwann ist es eh vorbei, die meissten schaffen es ihr Leben zu verpassen, vielleicht Du auch?

 

Ist schließlich nicht ohne Grund der weit verbreiteste Methode sein Leben rum zu kriegen. Irgendwas tun was richtig ist um dann Jemand hoffentlich zu finden der einem sagt, haste toll gemacht.

 

Der Frieden ist das aber nicht. Der Frieden ist, nichts gefunden und die Angst vor dem Finden verloren zu haben.

 

Ist die einfachste Sache der Welt.

 

Anngst vor der Zukunft ist Schwachsinn. Die Zukunft existiert nicht. Es ist nur die Angst vor einem Gedanken. Gedanken so ernst zu nehmen, dass sie einem Angst machen ist schlicht Wahnsinn.

 

Der wirkliche Wahnsinn!

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Danke.
Die Trauer ist da. Immer noch und immer wieder. Ich weiss dass es möglich ist, irgendwann in einer neuen und besseren Beziehung zu leben und das Alleine sein geht auch ganz gut.
Was mich immer traurig machen wird, ist halt die Tatsache dass ich zwei Kinder habe mit diesem Mann und das es halt viel schöner wäre, das zu zweit zu machen.
Ich habe im Nachhinein das Gefühl, dass wir gar nie eine "richtige" Familie waren. Das tut weh.
Ich weiss, es ist immer so wie es ist.
Und trotzdem; ich mag nicht mehr traurig sein. Hab genug davon.



Gesendet von iPhone mit Liebeskummer

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Keine Ahnung, was mir das bringt. Die Trauer ist halt da.
Für mich wars schon real; ich habe erst im Nachhinein begriffen dass es diese Person, die ich geliebt habe, gar nie gab.
Und dann natürlich auch die Tatsache dass er der Vater der Kinder ist. Ich traure um die "ideale" Familie. Ich habe mir das anders gewünscht. Ich wollte mit dem Vater meiner Kinder für immer zusammenbleiben. Ich habe ihn - nicht nur natürlich - aber schon auch deswegen geliebt weil er der Vater ist.
Das werde ich mit keinem andern Mann mehr erleben können.


Gesendet von iPhone mit Liebeskummer

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Ich weiss, was du meinst.
Aber ich hasse dieses krampfhafte positive Denken.
Hier fehlt ein Partner und Vater. Das ist einfach so.
Klar gehts auch alleine; klar war er nicht der ideale Partner und Vater (und es ist schlussendlich besser dass er weg ist) klar gibts auch schöne Seiten am Alleine sein usw.
Aber: ich habe mir das anders gewünscht.
Ja das Leben ist kein Ponyhof.....habe auch andere Dinge erlebt, die ich mir anders gewünscht hätte und musste dann auch lernen damit umzugehen; und habe erkannt, dass auch viel Schönheit darin liegen kann, wenn nicht alles so kommt wie mans gerne hätte. Und und und.
Aber jetzt in diesem Falle; nein. Das ist einfach nicht gut. Es geht. Es muss gehen. Es wird gehen. Ich werde lernen damit zu leben. Aber: andersrum wäre wirklich besser gewesen (aus vielerlei Gründen; aus pragmatischen und auch aus romantischen)
Und deshalb bin ich traurig.




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vor 20 Stunden schrieb matilda77:

Aber ich hasse dieses krampfhafte positive Denken

Das hört sich auch sehr mühsam und energieraubend an. Vielleicht probierst du bloss einen Sichtwechsel? Weg von dem was du nicht hast, weg von Wünschen, die sich nicht erfüllt haben, dafür das anschauen, was du jetzt hast und liebst?

 

Sei wütend, böse, traurig und alles, was sonst noch kommt. Und dann schau, was dir guttut oder was du dir gutes tun kannst.

 

vor 21 Stunden schrieb matilda77:

Ich werde lernen damit zu leben. Aber: andersrum wäre wirklich besser gewesen

 

Streich das "aber" und den Satz, der danach kommt. ...und du wirst lernen, damit zu leben ;-)

 

Alles Gute Dir!

 

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