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Hallo Crying Soul

 

Hab vielen Dank für deine wertvollen Anstösse! Die Selbstreflektion der zukünftigen Partner...ja das wird in den Gesprächen ziemlich schnell zum Thema, denn ich interessiere mich schon sehr für mein Gegenüber und dessen Lebensgeschichte. Ich will ja mein Gegenüber verstehen  und begreifen warum es so ist und was dazu geführt hat. Mein Gegenüber fühlt sich in der Regel gut bis sehr gut von mir verstanden. Und das ist bestimmt eine Eigenschaft welche ich ausgeprägt habe: Empathie. So habe ich denn auch viel Verständnis wenn mein Gegenüber an einem Punkt im Leben steht an dem er weiter gehen sollte oder vielleicht stehen bleiben will. Ich akzeptiere diesen seinen Zustand und habe den Fokus eigentlich weniger auf dessen weiteres nach Vorne schreiten oder dessen altes Muster loslassen. Solche Männer finde ich spannend, begegnet mir einer ohne "Vergangenheit" (ein unglückliches Schreiben aber finde kein anderen Worte) so langweilt mich das. Ich habe aber auch absolut kein Helfersyndrom, wer einen Typ möchte darf ihn bei mir abholen.

 

Mein Umfeld, meine Freunde haben absolut nicht die gleiche Problematik wie ich. Die meisten sind in Beziehungen, verheiratet und glücklich. Ich bin auch nicht in einer "Jammer-Frauen-Gruppe" in der jede ihr Leid klagt, das ist nicht meine Welt, davon distanziere ich mich. Ich habe und bevorzuge ein Umfeld das mich bereichert, mich nährt und kritisch mit mir ist. Nur das erfüllt mich, ich geniesse aber auch die Momente mit mir alleine. Um effektiv weiter zu kommen, mich weiter zu entwickeln hole ich mir gerne auswärtige Impulse.

 

Ich finde mich gut so wie ich bin und finde dass ich mittlerweile über eine Lebensweisheit verfüge. Ich würde diese so gerne jemandem mitteilen und diesen Mann damit nähren..... aber ich erwarte dies nicht, es ist ein Wunsch. Es ist ein Wunsch von mir "erkannt" zu werden in meiner Lebenserfahrung und- weisheit.

 

 

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Hallo ungeliebt69,

 

ich verstehe was du meinst. Ich mag auch lieber Menschen, die Lebenserfahrung haben. Zwangsoptimistische Menschen und Menschen, in deren Leben nie etwas negatives passiert ist (und ich rede nicht von einer 5 im Zeugnis), sind mir suspekt. Denen fehlt meist Emphatie und oder die Fähigkeit sich wirklich in andere einzufühlen. Nicht so ein Kaffeetassengeblubber "Alles wird gut" und am Ende wird zu Mark Forster (oder beliebigen anderen oberfächlichen Radiopop) eine Flasche Wein gekippt.
 

Allerdings ist auch eine Frage von wirklicher Akzeptanz. Kannst du diese Menschen wirklich so annehmen wie sie sind? Ich glaube, auch wenn das viele oberflächlich ausstrahlen und auch für sich so glauben, viele belügen sich dabei selbst. Ich denke bei wirklicher Akzeptanz wären keine Probleme vorhanden. So vermute ich mal, dass das unterbewusst noch andere Motivationen schlummern, welche aus Gründen des "Selbstschutzes" und "Fremdschutzes" nicht offenbart werden. Ich denke da hilft nur radikale Ehrlichkeit mit sich selbst. Das ist nicht immer schön, das ist eher zerstörend, aber auch neuaufbauend.

 

Ich kann nur Vermutungen anstellen, aber vlt. hilft dir deine Rolle trotz nicht vorhandenem Helfersyndrom trotzdem dich weniger schlecht zu fühlen, weil es jmd. gibt der sich schlechter fühlt, oder den es "noch schlimmer" erwischt hat. Und / oder du provitierst, weil du weniger auf dich schauen musst und externalisieren kannst. Ich würde vorschlagen: Hinterfrage dich mal. Selbstkritisch. Wo sind deine wirklichen Motivationen? Wer bist du wirklich? Das musst du nicht alles hier beantworten, aber vlt. findest du ja Ansätze anhand meiner Ideen und / oder entwickelst daraus etwas eigenes, was dir über die Selbstreflexion klar/er geworden ist.

 

bearbeitet von Crying Soul

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Hallo Ungeliebt69

 

Ich bin zwar noch sehr jung und du hast hier schon einige tolle Ansätze erhalten.

 

Ich möchte dich nur Fragen, wenn jetzt jemand kommen würde und dieser Mann möchte mit dir zusammen sein und er würde dich lieben so wie du möchtest, wäre die andere Frage könntest du dies dann wirklich annhemen und würdest du ihm dies dann auch wirklich glauben?

 

Vielleicht wäre dies noch ein Ansatz, vielleicht war da mal jemand der dich wicklich geliebt hat, aber du es dir dann nicht eingestehen konntest oder gemerkt hast. Und vielleicht suchst du Unterbewusst genau leute die nicht so weit sind wie du und sich selbst nicht so lieben können wie du dich und die können dir dann auch nicht diese Liebe geben die du möchtest.

 

Und meistens ist es immer so dann wenn du es am wenigsten erwartest kommt jemand, aber dann sollte man ihn dann auch erkennen ;)

 

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute!

 

Liebe Grüsse

 

OneLady

 

 

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Nun ja, ich kenn das. Bin mittlerweile seit 15 Jahren Single. Kenne viele mehr oder weniger verkorkste und schwierige Menschen mit schwierigen Beziehungsmustern, die in jahrelangen Beziehungen sind, und für deren Beziehungsverhalten ich richtig heftig üben müsste B)Manchmal isses einfach auch nur Glück, jemand Passenden zu finden. Ich bin eine zufriedene Frau mit vielen Interessen, sozialen Kontakten, in meinem Traumberuf, habe ein erfülltes Leben und auch ich bin wie gesagt Single. Meine Freunde, die mir gegenüber ehrlich sind, haben absolut keine Erklärung. Richtiger Ort und richtiger Zeitpunkt und eine Prise Glück sind einfach auch ein guter Ansatz. Muss es es denn IMMER nur an einem selbst liegen? Bei aller Selbstreflexion, die mir auch wirklich nicht fremd ist ;) Als Frau denkt frau ja leider immer noch sehr häufig, dass alles nicht so gut Laufende durch einen selbst kommt. Da bin ich jetzt mal ein bisschen lockerer geworden.

 

 

 

 

 

bearbeitet von Mafalda

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Naja, es muss nicht mit der eigenen Person zu tun haben, aber ich denke umso problematischer und umso häufiger Beziehungserfahrungen vergleichbar sind, umso eher hat es mit der eigenen Person zu tun hat. Ein bisschen Glück spielt natürlich auch eine Rolle, aber jemand der "prädestiniert" für eine Problembeziehung ist, wird dieses eher nicht haben. Dazu hängt das ganze viel zu komplex und verworben zusammen, als da Glück noch eine Chance hätte Einfluss zu nehmen. Das Glück erstickt dort.

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Natürlich hat es jemand mit schlechten Beziehungserfahrungen und wiederholten gleichen Erfahrungen schwerer! Wenn jemand dies jedoch erkannt hat und kontinuierlich daran arbeitet, dann werden die Aussichten aber doch zum Glück besser. Ungeliebt69, ich wünsche Dir jedenfalls von Herzen, 

dass sich Deine Sehnsüchte erfüllen mögen, mit jemandem, der Dich so nimmt und liebt, wie Du bist. Da spielt dann wiederum das Glück, so jemanden zu treffen, eine kleine Rolle. Mit der Arbeit an sich öffnet man/frau diesem Glück dann die Tür :)

Wollte klarmachen, dass auch Menschen, die keine (so) schlechten Beziehungserfahrungen gemacht haben, manchmal lange allein sein können. 

Ich denke, es macht grundätzlich viel aus, einfach Kontakte mit seinen Mitmenschen zu pflegen, Freunden, Nachbarn, Bekannten.. das übt und hält offen. 

 

 

 

 

bearbeitet von Mafalda

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Klar, seine Motive und Motivationen hinterfragen hilft. Ist nur oft nicht nur so einfach. Menschen hängen  oft in ihrem Erfahrungsfeld fest, weil viele Kommentare nur Rosa mit Glitzer sein sollen. Ich denke es geht viel zu häufig heute darum, dass der andere das Glück oder schuldig ist. Selbstverantwortlich handeln ist die Devise, aber mir scheints heute so, dass das vom Aussterben bedroht ist. Selbst die Menschen, die angeblich gute Werte repräsentieren, tun dies häufig auch nur damit ihr verkorkstes Ego stabilisiert wird, nicht weils um den Wert an sich geht. Da ist kein wirkliches Ich vorhanden. Das ist alles aufgesetzt und unauthentisch und wird auch noch gefördert und belohnt. Kein Wunder, dass dann zwischenmenschliche Beziehungen scheitern, weil da keine greifbare Person ist. Da greift Mensch dann einen Punkt an, den er dort vermutet, aber wirklich vorhanden ist er da nicht. Ist nur eine Projektion (eine Art geisterhafte Erscheinung), an der sich nicht festgehalten werden kann. Und dann wundern sich viele "Es ist doch da, wieso kann ich mich daran nicht festhalten?" - Es ist nicht wirklich da. Das ist der springende Punkt.

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@Crying Soul

Was ist denn eine greifbare Person? Ich weiss was eine anfassbare ist. Aber eine greifbare? Wie willst Du Dich überhaupt an etwas 'festhalten'? Ausser mechanisch, also wirklich etwas anfassen, ist das vollkommen unmöglich und kann folglich immer nur in erfundenem Leiden enden.

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So radikal würde ich es nicht sehen. Das würde heißen jedes metaphysische Konstrukt (Selbstvertrauen etc.) wäre nur in der Lage Leid zu erschaffen. Das hieße, ich würde mich nur auf materialistische Konstrukte verlassen können. Wo soll da eine Persönlichkeit wachsen können? Da bleibt nur das "nackte Fleisch" über. Das kann zwar angefasst werden, dann könnte es aber auch Steine, Holz, Baumwolle etc. anfassen und würde wahrscheinlich nichtmal einen Unterschied bemerken, weil da kein Ich ist, was denkt.

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Eine greifbare Person ist jemand, den man einschätzen kann; der transparent ist (nicht zu verwechseln mit durchsichtig).
Dass ein Mensch greifbar ist, bedeutet nicht dass man/frau sich an ihm festkrallen kann.
Es bedeutet nur dass man/frau sich festhalten könnte, wenn es nötig wäre (was meiner Meinung nach zu einer guten Beziehung gehört). Und es funktioniert nur wenns gegenseitig ist. Weil auch der Greifbare hält sich gerne mal fest.


Gesendet von iPhone mit Liebeskummer

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vor 39 Minuten schrieb matilda77:

Eine greifbare Person ist jemand, den man einschätzen kann; der transparent ist (nicht zu verwechseln mit durchsichtig).
Dass ein Mensch greifbar ist, bedeutet nicht dass man/frau sich an ihm festkrallen kann.
Es bedeutet nur dass man/frau sich festhalten könnte, wenn es nötig wäre (was meiner Meinung nach zu einer guten Beziehung gehört). Und es funktioniert nur wenns gegenseitig ist. Weil auch der Greifbare hält sich gerne mal fest.

 

Das meinte ich.

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@Crying Soul

Nun, ich kann nachvollziehen, dass Du das so radikal nicht sehen willst, da alles gewohnte dadurch in Frage gestellt wird. Ich kam nicht umhin mir jedoch genau diese Frage tatsächlich in ihrer tatsächlichen Bedeutung zu stellen. Du kennst die Antwort ja schon, bist ja nicht auf den Kopf gefallen, zulassen kannst sie nur nicht. Das geht den meissten Menschen so, da sie einen Verlust befürchten. Der aber nie eintritt. Da eben all diese Konzepte wie Selbstwert oder Selbstvertrauen alles nur Konzepte sind. Alles Phantasiekonstrukte.

Brechen die zusammen führt das mitnichten zu materialistischem Denken, da Materialismus nur eine Kompensation ist, jede Kompensation dann aber unnötig wird und ebenso als Konzept entlarvt ist.

 

Führt alles in's Leid. Wobei wir hier die Definition von Leid in diesem Sinne sehr weit fassen müssen. Soll heissen, wie komme icj darauf Selbstwert, zum Beispiel, würde zu Leid führen? Zuerst mal beginnt alles mit dem Irrglaube Selbstwert gäbe es und man bräuchte es. Da es ihn nicht gibt und er nur ein Gedanke ist, wird die Abwesenheit des Gedanken oder ein gegenteiliger Gedanke schon als leidvoll empfunden. Doch selbst wenn Selbstwert als Gedanke da ist, will man diesen behalten und setzt sich damit unter Druck und unnötigen Stress. Man kann nichts behalten, keinen Gedanken, kein Gefühl. Selbst ein sich wiederholender Gedanke oder Gefühl ist immer neu. Das halten, behalten, haben oder besitzen ist alles Phantasie. Es existiert nicht. Es hat nur in so fern Realität, wie der Gedanke erscheint und mit dem Glauben er hätte eine Bedeutung die über den Gedanken selbst hinaus ginge, sich immer wiederholt.

 

Im Gras liegen und den Himmel anschauen ist wesentlich entspannter. Dafür braucht es nichts. Wie es auch für sonst keines dieser Konzepte benötigt. Selbst wenn sie da sind, sind sie tatsächlich unbedeutend.

 

Das findet man aber nur heraus wenn man aus einem unbekannten Grund tatsächlich die Antwort die sich von selbst findet zulslassen kann. Für eine Weile erscheint das ungewohnt und schmerzhaft, führt dann aber zu emotionaler Stabilität, Angstfreiheit und das Ende allen unnötigen Leids.

 

Und das ist recht angenehm wie ich finde.

 

Interessant finde ich, dass ihr von selbst drauf kommt, was ein 'greifbarer Mensch' denn nun sei. Eben Jemand der Erwartungen erfüllt. Alles nur Projektion.

 

Selbst jemand der nicht authentisch erscheint weil er alles nachplappert ist eben genau in diesem Nachplappern schon wieder authentisch.

Dass Jemand nicht authentisch sein könnte, ist wieder nur eine Projektion weil man ais seiner Egozentrik heraus annimmt man wüsste wie der andere sein sollte. Und der Abgleich mit dieser Erwartung scheitert. Alles selbst gemacht. Hat nie was mit dem Anderen zu tun.

 

Am Ende bleibt dann eben einfach nur mag ich, mag ich nicht. Dafür braucht es keine Erklärung mehr. Ist dann einfach so. Kann gelebt werden und auch anderen zugestanden werden. Wobei das auch schon wieder nicht stimmt, weil nichts mehr zugestanden wird, ist ja auch wieder die Phantasie man könne anderen etwas zugestehen oder nehmen.

 

Physisch geht das. Aber nur physisch.

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