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Hey, Rurouni, das war nicht böse gemeint. Es war ein Verzweiflungsruf, weil ich das was ich ausdrücken wollte nicht so schreiben konnte dass es dann auch von Anderen verstanden wird... und wenn du nicht geschrieben hättest, würde ich immer noch händeringend nach Antworten suchen. Ich hab sie zwar noch nicht, jedoch habe ich jetzt einen ganz kleinen Funken Hoffnung :)

 

vor 8 Stunden schrieb Charlies_Berta:

was passiert wenn es Dir schlicht und einfach passiert

Da ist eine Menge Wut, weil es mir erst bewusst wird, wenn ich auf die Schnauze falle, Enttäuschung, dass es schon wieder passiert ist und Selbstkritik, weil ich den Wechsel von Freude zu Brauchen nicht bemerkt habe.

 

vor 3 Stunden schrieb Charlies_Berta:

Lassen statt wollen. Annehmen statt erreichen

Aber gerade mit dem Lassen habe ich so grosse Mühe. Darum mache ich Runde um Runde und komme nicht raus. Das ist etwas was ich nicht auf die Reihe kriege.

 

bearbeitet von Bergwelt

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vor einer Stunde schrieb Bergwelt:

Hey, Rurouni, das war nicht böse gemeint. Es war ein Verzweiflungsruf, weil ich das was ich ausdrücken wollte nicht so schreiben konnte dass es dann auch von Anderen verstanden wird... und wenn du nicht geschrieben hättest, würde ich immer noch händeringend nach Antworten suchen. Ich hab sie zwar noch nicht, jedoch habe ich jetzt einen ganz kleinen Funken Hoffnung :)

Na dann bin ich ja schwer beruhigt ^^

 

Ich habe 8 lange Jahre geschwiegen und mit keinem Menschen geredet, habe nach Antworten auf Fragen gesucht die ich nicht kannte. Verlustängste prägten die 8 Jahre, und nahmen mir die Möglichkeit mich einem anderen Menschen nocheinmal zu widmen. Hass und Zorn auf mich selbst, die Unfähigkeit einen Menschen zu beschützen, trotz dessen das ich lange Jahre Soldat gewesen bin, haben mich beinahe an den Abgrund geführt.

 

Ich habe mich in meine eigenen vier Wände verbannt, wollte einfach loslassen, wollte beiden folgen die ich einst verloren hab. Aber ich hatte nicht den Mut loszulassen, und tief in mir glimmte noch immer ein kleiner Funke. Klein, aber er war da...

 

Diesen Ring aus Feuer und Flammen zu durchbrechen, war für mich einer der schwersten Aufgaben meines Lebens. Doch irgendwann tat ich den ersten Schritt. Ich liess mich wieder von der Sonne bescheinen die ich so verabscheute, liess wieder Menschen an mich näher heran, ging Freundschaften und Beziehungen ein. Akzeptierte wieder Leben das mich umgibt.

 

Heute segle ich wieder auf dem Meer des Lebens. Es ist rau und schlägt hohe Wellen die immerwieder gegen meinen Bug peitschen, aber ich halte das Steuer fest in meinen Händen, weiche keinen Grad von meinem Kurs ab, egal wie wie hoch die Welle ist die auf mich zurast. In der Ferne sehe ich das Licht des Leuchtturms, das unbeirrt leuchtet und mir den Weg zu neuen Ufern weist. Er ist mein Ziel und ich werde ihn erreichen, wie jeder Mensch ihn irgendwann erreichen wird.

 

Entfache den Funken der Hoffnung und lass ihn auflodern, stelle Dich den Herausforderungen. Schaffst Du es mal nicht, dann rappel Dich auf und setze neu an. Gib nicht auf, das Leben ist immer noch schön :)

bearbeitet von Rurouni

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Weil das lassen nicht erreicht werden kann. Ist man Aktivität, Veränderung, erreichen gewohnt, versucht man sehr lange das Lassen zu erreichen. Weil erreichen ja immer das Werkzeug war, was man einsetzt.

Da das erreichen von Lassen unmöglich ist, beginnt man das Hamsterrad immer schneller zu drehen. Und je schneller es dreht, um so schneller muss man mitlaufen.

Denn wenn man anhält, fühlt es sich durch den Schwung an wie wenn man in der Waschmaschinentrommel sitzt. Das ist erstmal sehr, sehr unangenehm.

 

Das Lassen beginnt man, wenn man müde vom Rennen ist. Manchmal unfreiwillig freiwillig, manchmal gänzlich unfreiwillig.

 

Manchmal durch Resignation, manchmal durch Begreifen aus unbekanntem Grund, manchmal durch Depression.

 

Frag Dich nach der Hauptursache Deines Antriebs. Dem Antrieb der der Grund für Dein gesamtes Handeln ist.

 

Du wirst wahrscheinlich etwas finden wie Selbstverbesserung. Verbesserung im Aussen. Was auch immer. Irgendwas muss noch verbessert werden, weil es einfach nicht gut genug ist. Vielleicht Du selbst.

 

Dann hebel diesen Antrieb aus indem Du Dich fragst, was wäre wenn es gut genug wäre? Was wäre, wenn ich gut genug wäre? Wenn ich die ganze Zeit bereits gut genug bin?

 

Lass die Frage tiefer sacken, beschäftige Dich mit genau dieser Frage. In genau dieser Fragestellung. Nimm Dir Zeit dafür.

 

Wenn Du das tust, kann es passieren, dass Du für einen Moment in ein antriebsloses unbekanntes Loch fällst. Dort findest Du das Lassen. Und das Lassen Dich.

 

 

 

bearbeitet von Charlies_Berta

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vor 9 Stunden schrieb Rurouni:

Aber ich hatte nicht den Mut loszulassen, und tief in mir glimmte noch immer ein kleiner Funke. Klein, aber er war da...

 

Ich kann mich an deine Geschichte erinnern und ich habe grossen Respekt, dass du aufgestanden bist und weitersegelst...

Danke für diese Zeilen

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So wie ich es geschafft habe mich aufzurappeln, so wird es Dir auch ganz sicher gelingen. Du machst auf mich keinen labilen Eindruck, noch habe ich das Gefühl das Du nicht weisst was Du möchtest. Segle einfach drauf los.

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Viele Jahre lang war mein Leben Fremdbestimmt und ich hockte tief im "schwarzen Loch", konnte für mich nicht einstehen und damit ich keine Angriffsfläche bot, machte ich mich so gut wie es ging unsichtbar. Bis dahin kannte ich auch gar nichts anderes. Es war normal für mich.

 

Nur dank meinem Antrieb kam ich da raus. Er half mir, ein Selbstbestimmtes Leben zu führen, selber entscheiden zu können und ich hatte auch das erste Mal ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle.

 

Das Problem ist jetzt aber, dass ich nur die Seiten gewechselt habe. In der Aktivität geht es mir zwar bedeutend und um Längen so viel besser, aber jetzt bin ich abhängig von meinem Antrieb.

 

Ohne diesen Antrieb ist das schwarze Loch wieder da. Wobei es das "schwarze Loch" natürlich nicht gibt, und trotzdem fühlt es sich so real an.

 

Und es ist auch nicht so, dass ich "nur" Angst davor habe. Seit der Antrieb weg ist, sinke ich immer tiefer. Mir fehlt das Gefühl für mich, ich mache Sachen, die mir nicht guttun, lasse Dinge schleifen die wichtig sind, mein Nervenkostüm ist wahnsinnig dünn und ich habe keine Energie mehr..

 

Ich weiss, was ich machen muss, damit es mir wieder gut geht und ich da raus komme. Aber so will ich das nicht mehr. Und nichts tun, da habe ich eine irrsinnige, fast schon eine Todesangst davor, darin wieder hängen zu bleiben, dass ich mich überhaupt gar nicht mehr spüre und dann wieder handlungsunfähig werde und die Kontrolle verliere. Aber auch mit der Kontrolle weiss ich, dass es sie nicht gibt, und trotzdem gibt sie mir ein Gefühl von Sicherheit.

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vor 15 Minuten schrieb Bergwelt:

Viele Jahre lang war mein Leben Fremdbestimmt und ich hockte tief im "schwarzen Loch", konnte für mich nicht einstehen und damit ich keine Angriffsfläche bot, machte ich mich so gut wie es ging unsichtbar. Bis dahin kannte ich auch gar nichts anderes. Es war normal für mich.

Du bist nicht alleine es gibt viele die solche Lebensabschnitte hinter sich haben.  

vor 15 Minuten schrieb Bergwelt:

 

Nur dank meinem Antrieb kam ich da raus. Er half mir, ein Selbstbestimmtes Leben zu führen, selber entscheiden zu können und ich hatte auch das erste Mal ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle.

Sei stolz auf dich das schaffen nicht alle. Hast du dir mal überlegt was genau hinter deinem jeweiligen Antrieb sitzt? 

vor 15 Minuten schrieb Bergwelt:

Das Problem ist jetzt aber, dass ich nur die Seiten gewechselt habe. In der Aktivität geht es mir zwar bedeutend und um Längen so viel besser, aber jetzt bin ich abhängig von meinem Antrieb.

Das ist eine Erkenntnis, nutze sie und versuche das dahinter zu finden. Vielleicht ist es genau das loslassen ohne Angst das du fallen kannst. 

vor 15 Minuten schrieb Bergwelt:

Ohne diesen Antrieb ist das schwarze Loch wieder da. Wobei es das "schwarze Loch" natürlich nicht gibt, und trotzdem fühlt es sich so real an.

Ein Wichtiger Schritt du weisst es ist nicht real, und du kennst schon beide Seiten du hast schon viel geschafft. 

vor 15 Minuten schrieb Bergwelt:

 

Und es ist auch nicht so, dass ich "nur" Angst davor habe. Seit der Antrieb weg ist, sinke ich immer tiefer. 

Vielleicht brauchst du einen leichteren Antrieb? Erstelle Listen, mache nur 2-3x die Woche Sport, geh nicht jedesmal übers Limit. 

vor 15 Minuten schrieb Bergwelt:

Mirfehlt das Gefühl für mich, 

Komm zur Ruhe lerne dich auch im leerlauf kennen und Spüren. 

vor 15 Minuten schrieb Bergwelt:

ichmache Sachen, die mir nicht guttun, lasse Dinge schleifen die wichtig sind, mein Nervenkostüm ist wahnsinnig dünn und ich habe keine Energie mehr..

Du kannst das, nutze das Gefühl das du kennst wenn du dich mit deinem Antrieb so gut Gefühlt hast. Stelle es dir vor und dann pack eins nach dem anderen an. 

Das war meine "hilfe" als ich so mitten drinn hing! So ein indirekter Antrieb. Eine Rückgewinnung des bereits Erlebten. 

vor 15 Minuten schrieb Bergwelt:

 

Ich weiss, was ich machen muss, damit es mir wieder gut geht und ich da raus komme. Aber so will ich das nicht mehr. Und nichts tun, da habe ich eine irrsinnige, fast schon eine Todesangst davor, darin wieder hängen zu bleiben, dass ich mich überhaupt gar nicht mehr spüre und dann wieder handlungsunfähig werde und die Kontrolle verliere. 

Das ist gut das du weisst was dir nicht gut tut. Nimm das als Obergrenze und Taste dich zu dir selber vor, Schritt für Schritt. 

vor 15 Minuten schrieb Bergwelt:

 

Aberauch mit der Kontrolle weiss ich, dass es sie nicht gibt, und trotzdem gibt sie mir ein Gefühl von Sicherheit.

Jeder Mensch braucht das Gefühl von Sicherheit, das ist normal. Du musst all deine guten Erkenntnisse einfach richtig für dich Ordnen, dann ergibt vieles einen Sinn. 

Du darfst dich gerne auch per PN melden damit es nicht zu viel wird. 

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Auch wenn es nicht das ist, was Du hören willst, musst Du jetzt genau da durch.

Du kennst Seite A und warst unglücklich und dachtest auf Seite B wird alles besser. Jetzt hast Du Seite B kennengelernt und sie war eben nicht besser sondern nur die andere Seite. Beides sind Versuche Kontrolle zu haben und zu behalten. Das ist auch erst mal richtig so, zuerst muss man die Fehler machen um zu erfahren, dass sie nichts bringen.

Jetzt öffnet sich dieses Loch und ja, der drohende Kontrollverlust macht Todesangst. Doch dort wo Kontrolle nicht mehr gebraucht wird, dort wo A und B nicht mehr existieren, dort ist das Leben. Ungewohnt. Beängstigend. Dort funktioniert alles erlernte nicht mehr.

 

Du wirst Dich noch eine ganze Weile wehren, aber da wo Du bist, bringt alle Gegeblnwehr nichts mehr. Je mehr du Dich wehrst, um so anstrengender wird es. Vielleicht wird es Dir gelingen Dich für Tage oder Wochen noch an alten Konzepten festzuhalten oder neue zu errichten. Aber auch das wird jetzt nicht mehr anhalten, da Du sehr schnell merkst, es ist wieder der gleiche Scheiss anders angemalt.

 

Jetzt verstehe ich, wo Du gerade bist. Und auch Deine Sprachlosigkeit das zu vermitteln. Hab ich auch durch. Die unangenehmste Sache dabei und gefühlt echt schlimm.

 

Macht alles nichts, alles was nicht das ist, was Du nicht bist, wirst Du jetzt nicht mehr behalten können, egal wie Du Dich bemühst.

 

Irgendwann gibst Du auf und das Leben verschluckt Dich. Und dann lebst Du.

 

Es wird nichts anders sein und sich alles verändern.

 

Du wirst es verstehen.

 

Buchempfehlung für jetzt, Mindcrash und Spielen statt Kämpfen, beide von Werner Ablass.

 

 

bearbeitet von Charlies_Berta

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Liebe Wolkenschieber, wenn Bert's Ausführungen bei mir nicht gehen sollten, werde ich einige Sachen davon in Zukunft beherzigen und im Auge behalten. Ganz vielen Dank für deine Nachricht.

 

Darf ich ehrlich sein Bert? Ich hab' Rotz und Wasser geheult nachdem ich Deinen Text gelesen habe. Ich bin so unglaublich erleichtert. Du verstehst tatsächlich was ich sagen wollte.

Wirklich unglaublich, ich kann's noch gar nicht richtig fassen.

Weder in meinem Umfeld kann es jemand nachvollziehen, noch fand ich im Internet irgend eine Literatur darüber. Ich war sehr Nahe daran, das Ganze als eine Einbildung anzusehen und wegzudrücken.

 

Was deine Nachricht betrifft, ich versteh zwar was du geschrieben hast und wie entscheidend sie ist, nur ist da eine grosse Abwehr um das Ganze wirklich zu begreifen....Aber das wird sicher noch irgend wann kommen.

 

Und vielen Dank für die Buchempfehlungen. Ich besorge sie mir so bald wie möglich.

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