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Hallo

 

Ich bin hier auf das Forum gestossen, weil ich irgendwie meine Gefühle rauslassen muss und hoffe, dass ich das Ganze so etwas besser einordnen und verstehen kann.

 

Das Ganze fing vor etwa sechs Monaten an. Ich hatte seit längerem ein Interesse an einem Mann in meiner Umgebung. Allerdings war ich zuerst noch in einer langjährigen Beziehung, so dass ich diesem Interesse lange nicht nach ging. Die langjährige Beziehung ging dann zuende und ich habe mich getraut, mit diesem Mann in Kontakt zu treten. (Vorher kannte ich ihn nur so aus der Ferne). Es kam dann zu den ersten Treffs mit ihm. Im Normalfall ist es ja so, dass mein Interesse ziemlich schnell verschwindet, wenn ich die Person näher kennen lernte. Leider war das in diesem Fall nicht so...

 

Am Anfang war von beiden Seiten aus klar, dass es nicht um eine Beziehung geht. Ich weil frisch getrennt und ich dadurch auch gemerkt habe, wie wichtig mir Freiraum ist, er weil er Beziehungsunfähig ist (hat er mir so gesagt) und in der Vergangenheit schlechte Erfahrung gemacht hat. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er vier Jahre lang nichts mehr mit einer Frau.

 

Die Treffen waren immer sehr schön und ich habe das sehr genossen. Der Sex war phänomenal, der Beste den ich je hatte... Ich mochte ihn von Treffen zu Treffen immer mehr, gleichzeitig merkte ich aber auch, dass er eine gewisse Distanz pflegte. Das war soweit für mich recht angenehm, denn ich mag es selber nicht, wenn Männer zu sehr klammern und es macht die Sache etwas spannender.

 

Irgendwann war es klar, ok ich bin tatsächlich verliebt, schön. Gibt es bei mir nicht so oft in dieser Intensität. Ich genoss diese Gefühle, die tatsächlich mal länger anhalten als sonst so. Tja, irgendwann habe ich ihm das gesagt und ihn gefragt, wie er denn fühle? Ich merkte ja, dass auch er die Nähe suchte und es genoss gemocht zu werden. Er sagte mir dann, das er mich schon mag, aber wohl nicht so, wie ich mir das vorstelle. Mehr will er nicht. Nun gut ab da fingen die schlechten Gefühle an hoch zu kommen. Am Anfang dachte ich ja, dass das ok ist und ich keine Probleme damit habe, wenn da eben nicht das gleiche zurückkommt. Das ist eben menschlich und mehr als die Treffs will ich ja selber nicht, aber das schleichende Gefühl der Trauer kam immer stärker... Die gefühlte Distanz von ihm wurde offensichtlicher und nun war der Grund nicht mehr der, dass er eben ein gebranntmarktes Kind ist, sondern der Grund war ich und dieses Wissen tat/tut immer noch weh, denn bis dahin dachte ich, er braucht nur etwas Zeit zum auftauen. Mit dem Gedanken lebte es sich wesentlich einfacher...

 

Nun ist es jetzt aber klar anders. Ich weiss, dass er bei seiner Traumfrau anders wäre (das kam in einem Gespräch mit ihm mal raus), er in mir nichts mehr sieht als eine gute Freundin+. 

Ich versuchte das zu akzeptieren, hoffte dass ich das so annehmen kann, auch mit dem Glauben, dass sich diese Gefühle wieder etwas abschwächen würden und ich es dann wieder mehr geniessen kann, so wie vorher...

Leider muss ich feststellen, dass es nicht geht. Ich merke eine unangenehme Fixierung, die ich so nicht haben will, denn sie macht mich emotional abhänig von ihm. Schreibt er eine Nachricht, bin ich ober glücklich, schreibt er einige Tage nichts (wobei er mir immer antwortet, aber ich schreibe auch nicht soviel weil ich ihn nicht bedrängen will weil ich das Gefühl kenne, wenn das jemand anderes bei mir macht) bin ich traurig. Das ist nicht gut und weit weg meiner Vernunft. Ich wünschte mir darum, dass es einen Knopf gäbe, um diese starken Gefühle zu regulieren. Ich würde ihn gerne lieber auch als guten Freund+ sehen und einfach nur wieder geniessen können, ohne diese Gefühle und Gedanken an ihn...

 

Nun bin ich jetzt an dem Punkt angelangt mir ernsthaft zu überlegen, dass Ganze abzubrechen. Es tut mir nicht gut, dass ist offensichtlich, aber gleichzeitig ist es sehr schwer diesen Schritt zu machen. Ich habe ihn sehr gerne und möchte den Menschen als Mensch(guter Freund) nicht verliehren. Die guten Gespräche mit ihm würde ich gnauso vermissen wie das andere...

 

Ich weiss nicht was ich machen soll. Ich bin zum ersten mal in meinem Leben in solch einer Situation. Natürlich hatte ich früher auch schon so meine Schwärme. Aber entweder ist dann garnichts gelaufen und meine Gefühle verschwanden wieder oder eben mehr und tiefer, bis sich die Beziehung dann wieder natürlich ausgelebt hat und eine Trennung relativ einfach war. Das was jetzt passiert ist, diese Einseitigkeit, kenne ich so nicht und ich bin etwas übervordert. Mit der Situation aber auch mit mir selber...

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Hallo Tsunade, und herzlich Willkommen im Forum!

 

Deine Geschichte hört sich für mich nach einem klaren Fall von Selbstüberschätzung an. Klar, am Anfang ist es immer leicht vor sich selbst so zu tun, als hätte man sich im Griff. Und dann kommen langsam aber sicher die Bestätigungen, dass dem eben doch nicht so ist, ganz unerwartet, weil man ja ganz bewusst nicht erwarten wollte, dass es auch anders als geplant laufen könnte. Schliesslich sind wir Menschen super darin Begründungen zu finden, wenn wir etwas tun wollen, und von vornherein skeptisch sind. Dann "legen" wir diese Skepsis mit irgendwelchen Vorwänden ab und sind uns unserer selbst sicher. Schön, nicht real, aber schön. Solange es passt.

 

Du bist ein Mensch, es ist menschlich sich zu verlieben, die Biologie hat es für jeden einzelnen von uns so vorgesehen, und sogar jene die behaupten sie wären dagegen immun erwischt es hin und wieder. Ist ja auch nicht verwerflich, kein Zeichen von Schwäche oder so ein Unsinn.

 

In deinem Fall ist es wohl aussichtslos mehr als das was du bekommst zu erwarten. Ich glaube dir auch dass du das nicht erwartest. Ich bin mir aber sicher, dass du es trotzdem erhoffst. Damit stehst du bereits am Abgrund und schaust hinein, in der Hoffnung, dass er zurück schaut.

 

Ich rate dir nicht mehr mit ihm zu schlafen und das + bei Freundschaft+ zu entfernen. Wenn er dann nicht mehr viel mit dir zu tun haben möchte, ist es eben so. Wenn du dann merkst, dass es immer noch schwierig für dich ist, ist es eben so. Dir tut es nicht gut und dass er nicht plötzlich mehr haben möchte, als nur mit dir zu schlafen, können wir uns doch eigentlich beide denken. Probier es mit Distanz, erst ein wenig, und wenn es sein muss, ganz.

 

Liebe Grüsse,

Piet

 

 

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Vielen Dank Piet für deine ausführliche Antwort.

 

>>Schliesslich sind wir Menschen super darin Begründungen zu finden, wenn wir etwas tun wollen, und von vornherein skeptisch sind.<<

 

Anhand der Vorgeschichte von ihm hätte es ja gut sein können, dass diese Begründung gestimmt hätte. Ich fand es ja auch sehr angenehm, dass er mir nicht gleich die Welt zu Füssen legte und mich nich mit Geschenken, übertriebenen Komplimenten oder mit ständigem Kontakt überhäufte. Solche Dinge übervordern mich sonst zu schnell und ich kann nur schlecht damit umgehen. Diese Art der Distanz ist wahrscheindlich sogar einer der Gründe, warum ich mich von ihm so angezogen fühle. Ich fühlte mich sehr wohl damit und dachte eher, er ist da ähnlich gestrickt wie ich... Jetzt weiss ich aber, dass er sehrwohl bei seiner Traumfrau anhänglicher wäre... Das erzeugt eine gewisse Ambivalenz in mir. Zum einen mag ich diese Distanz, aber ich mag sie anscheinend nur, wenn sie nicht auf meine Person zurückzuführen ist, ansonsten tut es weh...

 

>>Ist ja auch nicht verwerflich, kein Zeichen von Schwäche oder so ein Unsinn<<

 

Naja verliebt zu sein bedeutet auch angreifbar zu sein. Eine Schwäche ist sie so gesehen schon, aber eine sehr menschliche, da hast du recht und wenn diese Schwäche beide Seiten betrifft, kann es ja auch zur einer Stärkung kommen... Aber das ist wohl nicht der Fall...

 

>>Ich glaube dir auch dass du das nicht erwartest. Ich bin mir aber sicher, dass du es trotzdem erhoffst. Damit stehst du bereits am Abgrund und schaust hinein, in der Hoffnung, dass er zurück schaut<<

 

Ja, das stimmt. Vom Verstand her erwarte ich nichts, aber mein Herz will das noch nicht so recht wahr haben, obwohl die Zeichen klar sind. Ich versuche ja mit dem Verstand von diesem Abgrund weg zu kommen. Auf meinen Verstand kann ich oft setzen und er hilft mir ja auch, meine Gefühle bis zu einem gewissen Grad sinnvoll zu handhaben. Aber bei starken Liebesgefühlen versagt offensichtlich auch mein Verstand :( Das muss ich wohl akzeptieren und einsehen.

 

>>Dir tut es nicht gut und dass er nicht plötzlich mehr haben möchte, als nur mit dir zu schlafen, können wir uns doch eigentlich beide denken<<

 

Wenn ich das Gefühl hätte, er will nur mit mir schlafen, dann wäre es vielleicht einfacher für mich einen Schlussstrich zu ziehen?!.. (vielleicht mache ich mir aber auch nur was vor). Wir trafen uns ja auch ohne Sex zu haben. Manchmal hatte ich meine Tage und wir trafen uns trozdem (unsere Treffs gehen meistens auch etwas länger. Meist über eins, zwei Tage...) oder wir gingen einfach nur wandern. Ich weiss, dass er mich als Mensch sehr mag und schätzt, so wie ich ihn auch auserhalb meiner Verliebtheit schätze und mag...

 

Aber du hast recht, ich muss jetzt etwas Distanz bekommen auch um einer guten Freundschaft zuliebe, die mit der Zeit doch auch entstehen könnte. Vielleicht kann ich mit etwas Zeit und Abstand ihm irgendwann als gute Freundin unter die Augen treten. Die Frage ist nur, was ist ein gutes Mittelmass dafür?... Auf den Sex zu verzichten wäre vorläufig sich klug, aber vielleicht braucht es eine zeitlang sogar eine komplette Kontaktpause... Ansonsten bekommen meine Gefühle immer wieder Nahrung und so werde ich sie nie angemessen runterschrauben können, um auf das Niveau einer freundschaftlichen Beziehung kommen zu können... Aber eine Kontaktpause fällt mir schwer. Auch hier wieder der Verstand der „gegen“ die Gefühle antreten muss... Ach.. :-/ 

 

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vor 9 Minuten schrieb Tsunade:

Zum einen mag ich diese Distanz, aber ich mag sie anscheinend nur, wenn sie nicht auf meine Person zurückzuführen ist, ansonsten tut es weh...

Du machst wohl den Fehler die Ablehnung dir gegenüber als Kritik zu betrachten. Mit dir stimmt alles, du bist eben du, du musst daran nichts ändern. Dass du seine Traumfrau bist, ist halt so. Hey, ich bin auch nicht seine Traumfrau, so ist das eben. Hat mit dir nichts zu tun, sondern mit ihm. Regulier deinen Selbstwert selbst, machs nicht von anderen abhängig, dann kratzt dich sowas auch nicht mehr.

 

vor 11 Minuten schrieb Tsunade:

Naja verliebt zu sein bedeutet auch angreifbar zu sein. Eine Schwäche ist sie so gesehen schon, aber eine sehr menschliche, da hast du recht und wenn diese Schwäche beide Seiten betrifft, kann es ja auch zur einer Stärkung kommen... Aber das ist wohl nicht der Fall...

Wenn du das so siehst, siehst du es eben anders als ich. Man ist nicht angreifbar wenn man verliebt ist, man hat lediglich mehr zu verlieren als vorher. Und da hilft es eben, wenn man erst Hoffnungen und Pläne an sich heran treten lässt, wenn die Zeit dafür auch wirklich gekommen ist. Selbst wenn man bereits eine Beziehung führt, sollte man deswegen noch lange nicht davon ausgehen, dass das jetzt für den Rest des Lebens so bleiben wird.

 

vor 12 Minuten schrieb Tsunade:

Ja, das stimmt. Vom Verstand her erwarte ich nichts, aber mein Herz will das noch nicht so recht wahr haben, obwohl die Zeichen klar sind. Ich versuche ja mit dem Verstand von diesem Abgrund weg zu kommen. Auf meinen Verstand kann ich oft setzen und er hilft mir ja auch, meine Gefühle bis zu einem gewissen Grad sinnvoll zu handhaben. Aber bei starken Liebesgefühlen versagt offensichtlich auch mein Verstand :( Das muss ich wohl akzeptieren und einsehen.

Jaja, IQ und EQ spielen ihr Spielchen mit dir. So ist das eben, wenn ein Ungleichgewicht bei Verstand und Gefühlen statt findet. Versuch diese Balance wieder zu bekommen, dann geht es dir gut.

 

vor 14 Minuten schrieb Tsunade:

Die Frage ist nur, was ist ein gutes Mittelmass dafür?... Auf den Sex zu verzichten wäre vorläufig sich klug, aber vielleicht braucht es eine zeitlang sogar eine komplette Kontaktpause...

Anstatt dich jetzt verletzt zurück zu ziehen, empfehle ich dir einfach auf eine normale Freundschaft umzusteigen und herauszufinden, ob er daran interessiert ist. Wenn du dich abschottest wirst du alleine sein mit deinen Gefühlen, anstatt üben zu können, dass diese keinen Platz haben werden. Aber das ist natürlich deine Entscheidung. Da ihr euch generell gut versteht und keinen Streit hattet, oder sonst einander aktiv Schwierigkeiten bereitet, sehe ich hier keinen Nutzen eines Kontaktabbruchs, wenn ich ehrlich bin. Du wirst schneller lernen, was ihr noch voneinander habt, wenn du dich damit konfrontierst.

 

Liebe Grüsse,

Piet

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[OT: das richtige Zitieren ist eine Funktion, die einerseits für Leser und Leserinnen mehr Übersichtlichkeit schafft in dem Zitate klar erkennbar sind, und andererseits äußerst bequem ist in der Anwendung.

 

Bitte nutzt die Zitierfunktion.

 

So funktioniert das Zitieren:

 

1, Textstück markieren. 2. Nun erscheint ein Feld in schwarz mit weisser Schrift mit dem Text "Auswahl zitieren". 3. Auf das Feld klicken und voila - das Zitat ist da!

 

/Manana]

 

 

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Piet hat es schon richtig angesprochen. Der einzige Punkt warum das jetzt kippt, liegt nicht an ihm, sondern an Dir selbst.

Nichts hat sich verändert, die komplette Situation zwischen euch ist unverändert gleich.

 

Doch geht es scheinbar für Dich nicht nur um die Beziehung zu ihm und die gute Zeit und den guten Sex mit ihm (all das könntest Du nach wie vor haben) Du möchtest eben auch etwas Aussergwöhnliches für ihn sein.

 

Da liegt die eigentliche Abhängigkeit. Und auch Dein Leiden. Werd Dir klar, dass es völlig egal ist, was Du für ihn bist und das absolut nichts an Dir verändert. Du wirst niemals Selbstbewusstsein durch einen anderen Menschen bekommen, egal für wie Aussergwöhnlich er Dich halten mag.

 

Es ist immer idiotisch sich am Verhalten oder Aussagen anderer identifizieren zu wollen. Das Ergebnis wird immer nur Leid sein.

 

Merkst Du ja selbst.

 

Lass das identifizieren an ihm und Du kannst problemlos alles fortsetzen wie es ist und die Zeit geniessen.

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vor 11 Minuten schrieb piet:

Hat mit dir nichts zu tun, sondern mit ihm. Regulier deinen Selbstwert selbst, machs nicht von anderen abhängig, dann kratzt dich sowas auch nicht mehr.

Hmm, guter Punkt! Das habe ich aus diesem Standpunkt noch nicht richtig beleuchtet. Könnte aber eine Schlüsselüberlegung sein... Mein Selbstwert hat in der letzten Beziehung gelitten. Ich war sieben Jahren mit einem zwar grundsätzlich sehr lieben Mann zusammen (wir haben ein Kind zusammen und auch jetzt noch ein gutes freundschaftliches Verhältnis), dem ich es aber in gewissen Punkten nicht recht machen konnte. Ich habe versucht mich etwas anzupassen, weil bis zu einem Grad ist das für eine Beziehung auch ok, aber irgendwann merkte ich, dass da nicht mehr mehr geht, ohne dass ich mich nicht selber komplett verleugnet hätte... So habe ich diese Beziehung beenden müssen.

Diese Erfahrung könnte tatsächlich in der jetztigen Situation eine mir bis jetzt nicht bewusste Rolle spielen, wenn ich so darüber nachdenke. Hmm ja, es täte wohl nach dieser Erfahrung sehr gut zu wissen, das der Mensch den ich sehr mag/liebe, mich so wie ich bin auch sehr mag/liebt... Darum nehme ich es jetzt zu persönlich, dass nicht seine Traumfrau bin. Ja, es nicht persönlich zu werten sondern es als sein Ding zu sehen, könnte da wirklich abhilfe schaffen... Darüber muss ich wohl genauers nachdenken und schauen, ob ich es so sehen kann. Am Selbstwert muss ich wohl auch etwas bewusster arbeiten. Danke für diesen hilfreichen Input!

vor 27 Minuten schrieb piet:

Selbst wenn man bereits eine Beziehung führt, sollte man deswegen noch lange nicht davon ausgehen, dass das jetzt für den Rest des Lebens so bleiben wird.

Ist eigentlich auch nicht meine Art und ich geniesse gerne nur den Moment. Mich stört/verletzt wirklich vorallem die Tatsache, dass seine Gefühle nicht ähnlich stark sind wie meine... Aber das hat mit dem oben erwähnten Punkt des Selbstwertsgefühl zu tun...

 

vor 30 Minuten schrieb piet:

Versuch diese Balance wieder zu bekommen, dann geht es dir gut

Ich gebe mir Mühe :) 

 

vor 31 Minuten schrieb piet:

Wenn du dich abschottest wirst du alleine sein mit deinen Gefühlen, anstatt üben zu können, dass diese keinen Platz haben werden.

Hmm, das wär ja schön, wenn das so funktionieren könnte. Stimmt schon, bei einer Abschottung wäre ich mit meinen Gefühlen alleine und auch wenn diese sich dann etwas abkülen würden, so wäre es überhaupt nicht gesagt, dass diese doch nicht wieder hochkommen, wenn ich ihn wieder sehen würde. Wenn ich eine Freundschaft erhalten möchte, muss ich lernen und üben mit meinen Gefühlen trotz Kontakt umzugehen. Das macht Sinn. Wahrscheindlich muss ich mich dann aber darauf einstellen, dass die nächsten Treffs noch nicht ganz so einfach sein werden und eine gewisses Unglücklichsein nicht einfach so abgeschaltet werden kann. Damit muss ich wohl vorerst leben. Aber wenn ich mir dem bewusst bin und mich dagegen nicht versuche zu wehren (in der Kombination mit dem Punkt des Selbstwertgefühls), ist eine Auflösung des Problems gut möglich...

 

Vielen vielen Dank für die hilfreichen Perspektiven , die ich alleine wohl übersehen hätte. :)

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Siehste, und schon geht wieder ein Türchen auf, in einer eben noch so aussichtslosen Situation. Ich drück dir die Daumen, dass du bald deinen Weg aus diesem inneren Dilemma heraus findest und zufrieden bist mit dem, was er dir gibt und geben kann, und wer du bist und sein willst.

 

Klar werden die ersten Treffs erst einmal ungewohnt, emotional. Das gehört eben dazu. Sowas lernt man nicht mit einem Buch, sowas lernt man durch Erfahrungen, und da reicht eine halt meistens noch nicht. Sei dir einfach bewusst dabei, achte auf dich, merke was es mit dir macht und dann wirst du bald spüren, dass diese Gefühle auch wieder abflachen. Alles darf so sein, wie es ist. Und wenn es nicht klappt, kannst du dich immer und jederzeit zurückziehen, wie weit und lange bestimmst auch dann nur du alleine.

 

Eigentlich ganz einfach. :D

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Es nicht zu persönlich nehmen, dass Du nicht seine Traumfrau bist, reicht nicht. Nur es gar nicht persönlich nehmen hilft wirklich.

 

Du schreibst, dass Dein Selbstwert durch die letzte Beziehung gelitten hat. Wodurch sich schon zeigt, dass Du Selbstwert aus Deinem Partner gewinnen willst. Viele tun das, die meissten halten es gar für normal. Das bedeutet aber nicht, dass es funktioniert oder sinnvoll ist.

 

Nur radikal begreifen, dass man selbst vollkommen unabhängig von der Meinung oder dem Verhalten anderer (auch Partner) der gleiche Mensch ist, ist was hilft. Und das geht nur indem man aufhört seine eigene Person über andere Menschen zu identifizieren. Da geht es nichtmal um Wert. Sondern um die Identifikation.

 

Das was unbewusst geschieht ist immer das gleiche:

'wenn er mich für toll hält, muss ich wohl toll sein' und das soll dann ein gutes Gefühl geben.

Ist aber dämlich. Allein schon toll sein wollen oder müssen ist dämlich. Das an anderen fest zu machen noch dämlicher. Nicht nur, dass man darunter leidet, nein, man nimmt sich selbst die schönen Seiten des Lebens weg. Du denkst allein wegen so einem Schwachsinn darüber nach das mit ihm zu beenden oder zu manipulieren. Obwohl Du eigentlich genau mit dem was Du hast happy bist. Und das nur, weil Du über einen anderen Menschen etwas willst was Du weder brauchst noch jemals bekommen kannst.

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vor 11 Minuten schrieb Charlies_Berta:

ist immer idiotisch sich am Verhalten oder Aussagen anderer identifizieren zu wollen. Das Ergebnis wird immer nur Leid sein.

Da hast du völlig recht, es ist vollkommen idiotisch. Mir war nur nicht bewusst, was der Ursprung dieser Gefühlslage war. Ich sah nur, alles war gut, bis zum Zeitpunkt als ich merkte, dass er nicht das Gleiche empfindet und ich darüber traurig war/bin. 

 

Jetzt fällt es mir aber wie Schuppen von den Augen. 

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vor 13 Minuten schrieb piet:

Und wenn es nicht klappt, kannst du dich immer und jederzeit zurückziehen, wie weit und lange bestimmst auch dann nur du alleine.

 

Eigentlich ganz einfach. :D

Haha, dass so zu lesen klingt wirklich einfach. Die Frage ist nur, wie einfach das dann wirklich umzusetzen ist. :) 

 

vor 14 Minuten schrieb Charlies_Berta:

Nur radikal begreifen, dass man selbst vollkommen unabhängig von der Meinung oder dem Verhalten anderer (auch Partner) der gleiche Mensch ist, ist was hilft. Und das geht nur indem man aufhört seine eigene Person über andere Menschen zu identifizieren. Da geht es nichtmal um Wert. Sondern um die Identifikation

Das ist wirklich eine radikale Ansicht und ich bin mir nicht sicher, ob dies so sinnvoll und realistisch ist als soziales Wesen das in aller Radikalität umsetzen zu wollen.

 

Ich meine ich wäre sicher nie der Mensch der ich bin, ohne all die sozialen Verbindungen mit anderen Menschen in der Vergangenheit und in der Gegenwart. Niemand kann sich da komplett abschotten, auch wenn es manchmal einfacher wäre, weil man sich so nicht so sehr verletzlich macht (so wie das gerade bei mir der Fall ist). Dieses sich auch über andere zu indifizueren hat schon auch eine gewisse soziale Funktion, sonst könnte man sich ja immer wie der grösste Arsch aufführen, wenn es einem ja nicht wichtig ist, was andere davon denken. Oder ich stelle es mir auch schwer vor mit jemanden befreundet zu sein, der mich für eine vollkommene Idiotin halten würde. Das macht man als normaler Mensch ja auch nicht, ausser man ist masochistisch veranlagt oder komplett verzweifelt :D 

 

Aber sich nur über andere zu indendifizieren wäre sicher auch falsch und belastet Beziehungen jeglicher Art mehr, als das es was nützen würde. Das ist klar. Ich denke ein gesundes Mittelmass ist erstrebenswert.

 

Und ja, in dem Fall hier ist es sicher sinnvoll, es nicht zu persönlich zu nehmen, denn ich habe es offensichtlich zu persönlich genommen, also ein zuviel des Gutens. Ein komplettes nicht persönlich nehmen wäre ja schon schön (somit wäre jegliche Möglichkeit des verletzt werdens ausgeschlossen) aber ich kenne mich, das funktioniert nicht in dieser radikalität und so muss ich es bis zu einem gewissen Grad wohl hinnehmen, da etwas verletzlich zu bleiben. Aber ich denke, am Selbstwert zu arbeiten hilft hier sicher, weil ja, da habe ich so meine Narben. Es wird mir sicher helfen, es gelassener zu sehen und so das Ganze wieder geniessen zu können. :) 

 

(sorry wenn ich etwas länger zum Antworten brauche. Aber über gewisse Punkte muss ich manchmal erst etwas nachdenken. :) )

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vor 2 Stunden schrieb Charlies_Berta:

Das was unbewusst geschieht ist immer das gleiche:

'wenn er mich für toll hält, muss ich wohl toll sein' und das soll dann ein gutes Gefühl geben.

Ist aber dämlich.

Über diesen Punkt habe ich auch nochmals nachgedacht. (Ich denke gerne nach, wie ihr merkt :D )

 

Ich bin gerne so wie ich bin, aber manche Dinge können die gefestigte Persönlichkeit aus den Angeln heben. Meine sieben jährige Beziehung hat das schon einbisschen geschafft... Ich hole etwas aus, um das verständlich zu machen.

 

Einer meiner Grundzüge ist ein ausgeprägtes Chaotentum. Ich habe mich seit je her darüber definiert, auch wenn ich immer wieder mir von anderen anhören musste (Lehrer, Eltern ect.) wie mühsam das doch manchmal sein. Ein Achselzucken und egal war es mir. Dan kam diese Beziehung (mit dem Expartner) Viel lief toll, wir hatten immer eine gute Kommunikation, schöne Zeiten nur mein Chaotentum war ein grosser Störfaktor. Mein damaliger Partner hat sehr darunter gelitten, weil er so ziemlich das Gegenteil davon ist. (sein perfektionismus ist so gesehen auch ein Störfaktor gewesen ;) ). Ich habe mich in gewissen Punkte verbessert und entwickelt, eine Entwicklung um die ich heute selber froh bin. Und doch konnte und wollte ich mich nicht komplett verbeugen für ihn. Ich wollte auch nicht, dass er sich wegen mir verbeugen muss. Wir sind nunmal beide so, wie wir sind. Aber genau deshalb musste irgendwann trotz vieler guten Seite der Beziehung ein Schlussstrich kommen, eben auch um der eigenen Indendifikations wegen.

 

Es war für mich nicht immer einfach zu sehen, dass ich einem Menschen, den ich gerne habe und der mich gerne hat, durch meine Art wie ich eben bin zu schaden. Darum bin ich nicht sicher, ob es in der vergangenen Beziehung um sich tollfühlen ging. Aber es hat sicher eine gewisse Spur im Selbstwert hinterlassen. Ich bezeichne mich heute zwar immer noch als Chaotin, aber es tat schon weh zu sehen, dass ich damit jemanden geschadet habe. Darum ist da jetzt der Wunsch umso stärker da, so gemocht zu werden wie ich bin, von jemanden den man selber auch sehr mag so wie er ist.

 

Ich scheine da etwas kompensationsbedarf zu haben und das ist nicht gut und verzerrt so einiges im Hier und Jetzt. Ich darf diese Erfahrung auch nicht mit der andern Erfahrung versuchen zu flicken. Das muss ich selber mit mir ausmachen und so gesehen geht es in der aktuellen Situation tatsächlich darum ein Loch im geknacksten Selbstwert zu füllen und weil das nicht ganz so klappt (und ja das stimmt, das kann nie klappen auch wenn er mich jetzt über alles lieben würde) leide ich nun. Ich werde mir dem aber langsam bewusst und denke, ich kann dieses Loch nun selber besser erkennen und somit wieder zustopfen ohne dabei auf jemanden anderen angewiesen zu sein. Das wäre sonst nur dumm und soll auch nicht die Funktion einer zwischenmenschlichen Beziehung sein. Ich glaube, ich verstehe auch langsam was man darunter zu verstehen hat, da radikal bei sich selber zu sein und die eigene Identifikation nur über sich selber zu ziehen.

 

Ich denke, dieses Problem ist auch erst dadurch entstanden, dass ich vielleicht zu schnell nach der einen Beziehung mich auf etwas neues eingelassen habe. Ich hatte zuwenig Zeit zum verdauen und die Rechnung dafür präsentiert sich nun jetzt...

 

bearbeitet von Tsunade

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Am 4.1.2018 um 15:02 schrieb Tsunade:

Es war für mich nicht immer einfach zu sehen, dass ich einem Menschen, den ich gerne habe und der mich gerne hat, durch meine Art wie ich eben bin zu schaden.

Man schadet niemandem mit seiner Art, ausser es ist die Art, andere Menschen vorsätzlich zu verletzen, physisch oder verbal spielt keine Rolle. Solange der Vorsatz fehlt, ist es aber am Gegenüber Abstand zu nehmen oder sich zu erklären, wenn ihm was nicht passt. Ansonsten sind wir eben wieder beim Punkt angekommen, in dem sich der "Andere" verbiegen muss, weil man ein Problem mit seinem Verhalten hat. Das hat rein gar nichts mit schädigen zu tun.

 

Am 4.1.2018 um 15:02 schrieb Tsunade:

Ich glaube, ich verstehe auch langsam was man darunter zu verstehen hat, da radikal bei sich selber zu sein und die eigene Identifikation nur über sich selber zu ziehen.

Radikal sollte man nur den Selbstwert selber regulieren, die Identifikation läuft zwangsläufig mit Dritten ab. Wie soll ich was lernen, was ich gar nicht kenne? Ergo lerne ich es von Jemandem, der es kennt. Und dann entscheide ich selber, ob es zu mir passt und ob ich es übernehmen will. So funktioniert Identifikation. Wir sehen etwas und versuchen uns damit zu identifizieren. Dabei ist es nicht verkehrt die Mitmenschen als Vorlage zu betrachten. Lediglich dieser kleine aber schnell gemachte Fehler zu glauben, man müsse gewisse Dinge davon gegen den eigenen Willen übernehmen, ist falsch.

 

Geh mit offenen Augen und Armen durch die Welt und schieb zur Seite, was nicht zu dir passt. So wie du es mit deinem Ex gemacht hast. Gesunden Egoismus darf man mMn. nicht unterlassen, weil man denkt, dass es nicht richtig oder fair wäre, denn für sich selber zu filtern, was einem gut tut, ist mitunter etwas vom Wichtigsten für uns Menschen. Nur respektieren viele das nicht, wenn sie weggeschoben werden, weil es eine indirekte (oder auch direkte) Kritik an ihnen darstellt.

 

Warum schreibe ich das alles?

Weil du etwas unsicher wirkst. Brauchst du gar nicht sein. Du hast dein Leben, und niemand ausser dir hat das Recht darüber zu entscheiden, also gestalte es so wie du willst. Mit wem du willst. Binde dich nicht vorschnell an Menschen, weil du Angst davor hast, dass danach keiner mehr kommen könnte, der dich so akzeptiert, wie du bist. Es gibt da draussen immer eine neue Chance, bis ins hohe Alter, lediglich die gegenseitigen Ansprüche sind andere. Wenn du das verstanden hast, kannst du gelassener lieben und geliebt werden.

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vor 7 Stunden schrieb piet:

Man schadet niemandem mit seiner Art,

Ja, das verstehe ich schon auch. Es gab aber Zeiten in dieser Beziehung, wo ich das so empfunden habe und er mir das auch so zu spüren gab (ich war zu dieser Zeit auch seelisch etwas angeschlagen (postnatale Depression). Natürlich bin ich irgendwann aber auch an einen Punkt gekommen (nachdem es mir auch wieder besser ging), dass das Problem nicht an mir liegt. Aber man kann sich solche Dinge ja bewusst sein und es auch anders sehen, aber im Underbewussten hängt halt immer noch was, dass stört.

 

Es wäre aufjedenfall eine mögliche Erklärung dafür, warum mich die neue Geschichte jetzt so schmerzt, obwohl sie doch nicht so schnerzen müsste. Aufjedenfall nim ich es zu persönlich, aus irgend einem Grund. 

 

vor 7 Stunden schrieb piet:

Radikal sollte man nur den Selbstwert selber regulieren, die Identifikation läuft zwangsläufig mit Dritten ab.

(ich hatte heute gerade eine Prüfung in der es unter anderem um Identitätsentwicklung ging. Hilft mir aber jetzt gerade nicht :D )

 

Ich meine das ja eher so wie; oh der findet mich toll, dann bin ich auch toll.

 

Selbstwert und Idendität hängen ja auch zusammen und auch einen stabilen Selbstwert hängt bis zu einem gewissen Grad davon ab, wie die Unwelt diesen bei einem entwickeln lies.

Auch der ist also, meiner Meinung nach, nicht ganz von dritten unabhänig. Aber darüber könnte man wohl ewigs diskutieren :) 

 

Auf die aktuelle Problematik bezogen, hilft mir einfach die Einsicht, da genauers hinzuschauen bei mir. Ich muss am Selbstwert arbeiten.

 

vor 7 Stunden schrieb piet:

Binde dich nicht vorschnell an Menschen, weil du Angst davor hast, dass danach keiner mehr kommen könnte, der dich so akzeptiert, wie du bist

Ich binde mich nicht so schnell an Menschen. Es braucht auch viel, bis ich mich sorichtig verliebe. Ein kleines Kribbeln gibts zwar schnell mal, aber das sich da ein so hartnäckiges Verliebtsein entwickelt, mit starken Gefühlen, ist schon ungewöhnlich und eben, dass überfordert mich etwas, da es nicht erwidert wird. (auf gut deutsch; ich finds verdammt nochmal ziemlich beschissen und es macht mich einfach auch traurig) Vielleicht eben auch, weil dieses Nichtverliebtsein in der Interaktion mit ihm immer wieder zu spüren ist. Vielleicht ist es vorallem das, was mich verletzt und traurig macht und wenn ich genau darüber nachdenke, dann ist es wirklich das. Mir kommen ein paar Szenen in den Sinn, wo ich das stark gespürt habe und diese Szenen taten im Moment, aber auch jetzt wo ich daran denke, sehr weh :( 

 

Heute habe ich mir nochmals überlegt, einen Schlussstrich zu ziehen... Ich bin immer noch hin und her gerissen. Das nächste Treffen habe ich verschoben und überlege mir es nun ganz abzusagen...

Warte aber die nächsten Tage ab. Ich habe jetzt knapp zwei Wochen Zeit, mir das gut zu überlegen.

 

Ach ja, ich habe nicht Angst niemanden zu finden, der mich so mag wie ich bin, ich habe eher Angst, niemanden zu finden, den ich sooo sehr mag, der mich dann auch so mag wie ich bin ;) (weiss jetzt nicht, wie verständlich das war :D )

 

 

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vor 17 Stunden schrieb Tsunade:

Es wäre aufjedenfall eine mögliche Erklärung dafür, warum mich die neue Geschichte jetzt so schmerzt, obwohl sie doch nicht so schnerzen müsste. Aufjedenfall nim ich es zu persönlich, aus irgend einem Grund. 

Die Abweisung nimmst du persönlich. Die Abweisung ist aber nur ein Nein zu einer Frage, die du vielleicht ohne Worte immer wieder stellst. Du willst mehr, kriegst nicht mehr, bist enttäuscht. Das ist absolut nachvollziehbar, aber eben nicht gut für dich. ^_^

 

vor 17 Stunden schrieb Tsunade:

oh der findet mich toll, dann bin ich auch toll.

Natürlich gibt einem das ein gutes Gefühl! Ist nichts falsch daran, die Bestätigung zu geniessen. Es ist aber falsch es als Kritik zu betrachten, wenn sie nicht kommt. Und selbst wenn dich jemand direkt hinterfragt, hinterfrage dieses Hinterfragen, ob es für dich Sinn ergibt. Du selber musst entscheiden, wer du bist und wie du dich verhalten willst. Was die anderen davon halten ist immer zweitrangig aber nicht so unbedeutend, wie ich es vielleicht versehentlich formuliert habe. Wir sind Menschen, und gerade wenn wir schwache Momente haben, sind wir leichter zu beeinflussen. Das darf auch so sein. Danach muss man aber die richtigen Schlüsse daraus ziehen.

 

vor 17 Stunden schrieb Tsunade:

Selbstwert und Idendität hängen ja auch zusammen

Da widerspreche ich dir vehement. Genau dieser Zusammenhang macht deine Identifikation kaputt, wenn du die Bestätigung anderer nicht bekommst. Deswegen hinterfragst du dich selbst, wenn du nicht das bekommst, was du erwartest. Das ist so meine Sicht der Dinge. Mehr aber auch nicht.

 

vor 17 Stunden schrieb Tsunade:

Ach ja, ich habe nicht Angst niemanden zu finden, der mich so mag wie ich bin, ich habe eher Angst, niemanden zu finden, den ich sooo sehr mag, der mich dann auch so mag wie ich bin ;) (weiss jetzt nicht, wie verständlich das war :D )

Du hast Angst, dass du niemanden findest, der deinen recht hohen Ansprüchen gerecht werden kann? Tja, begründete Angst vielleicht, sortier mal für dich, warum du dich so schwer verlieben kannst, dann kannst du herausfinden, welche Ansprüche erfüllt werden müssen, damit es klappt. Und dann kannst du mal darüber nachdenken, ob davon wirklich alles erfüllt werden muss.

 

Verlieben kann man sich einfacher, wenn man sich dem ganzen bewusst ist. Zumindest für mich ist es so, dass ich, seit ich meine Ansprüche kenne, viel leichter Gefühle akzeptieren und zulassen kann, die ich vorher nicht gehabt hätte. Mit Verständnis und einem Perspektivenwechsel tun sich auch emotional neue Türchen auf.

 

*drück, tätschel, kopfnüsschen*

 

Du bist auf einem sehr guten Weg! ^_^

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