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Letztens als ich mir mal wieder die Augen ausgeheult habe, wurde ich poetisch und habe meine Gedanken aufgeschrieben. Wer die Situation kennt, kann ja mal seine Erfahrungen mitteilen. Oder einfach nur seine Gedanken niederschreiben. Danke fürs Lesen.

 

Mit beiden Beinen mitten im Leben. Überzeugt von meinen Wegen.
Da ist viel Mut mir selbst treu zu sein. Noch viel mehr Willen es zu bleiben.
Das ganze Leben ist ein Kinderspiel und auch für Entscheidungen braucht ich nicht sehr viel.

 

Auf einmal rüttelt dieser Boden.
Meine Wurzeln hab ich verloren.
Laufe blind durch einen Wald und ganz plötzlich wird es mir kalt.
Überzeugung löst sich in Luft auf
Alles was bleibt sind tausend Fragen. Kann mir bitte einer sagen.

Soll ich gehen, soll ich bleiben?
Soll ich stehen, soll ich wachsen?
Fliegen wir mit dem Wind oder drehen wir uns nur noch im Kreis?
Wann weiss ich ob ich im Licht steh?
Wer hört den Takt indem mein Herz schlägt?
Kann mir bitte einer helfen, weil ich mich selbst gerade nicht mehr spüren kann. Ich glaube wirklich ich hab mich verloren.

 

Du warst nie meine erste Liebe. Meine Welt hast du trotzdem auf den Kopf gestellt.
Eine Begegnung wie im Kitschroman. So echt und selbstverständlich wie das Atmen warst du immer ein Teil von mir.

Du hast mir mein Herz gebrochen. Doch wie du weisst bin ich manchmal schwach.
Hab davon geträumt wie wir mal alt sind und unseren Kindern davon erzählen.
Dich deshalb mit offenen Armen empfangen als es fast schon zu spät war. 
Diese Entscheidung bereue ich nicht, weil wir ein eingespieltes Team sind. Doch manchmal frage ich mich, ob das noch reicht. Kann nicht unterscheiden ob es noch Liebe ist, oder einfach nur Gewohnheit.
Ob ich ohne dich noch könnte.
Der Gedanke einer Anderen macht mich völlig fertig. 
Ob wir eine Zukunft haben kann ich dir heute grad nicht sagen.
Gib mir Zeit und etwas Atem, damit ich Raum hab mich selbst wiederzufinden. Denn gerade habe ich nicht die Energie, uns einen Stempel aufzudrücken.

 

Ich werd dich nicht in der Schublade verstauen, dazu häng ich zu sehr an dir. Deshalb möchte ich dir das alles sagen, damit du nicht am Wegrand stehst. Möchte dich dabei nicht ausschliessen, weil du mir so viel bedeutest. Weil ich wirklich daran glaube, dass die Zeit uns dabei hilft. Weil die Hoffnung auf die Liebe alles ist was mich noch hält. Und mein Herz noch nicht bereit ist, sich einfach so geschlagen zu geben.

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Hallo planlos,

 

Du steckst also in der Frage, ob es noch Liebe ist, die dich an deinem Partner hält, mit dem Du, so wie ich denke, schon länger zusammen bist?

 

Hört sich schön an, dein Gedicht. Oder deine poetischen Gedanken. 

 

Vielleicht geht es Dir auch um etwas anderes. Eine Sinnfrage? Kennst du für Dich noch den Sinn fürs Leben? Oder Wieder?

Bist du in einer Umbruchsphase? Ist etwas vorgefallen? Oder spürst du vielleicht "nur" den Alltag und fragst Dich, ob es noch mehr gibt?

 

So, meine spontanen Gedanken und Fragen hierzu ;-)

 

Liebe Grüße

 

bearbeitet von Rosenkatze

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Danke für deine Antwort.

 

Genau so ist es. Er ist ein Traummann und wir sind mittlerweile bald 6Jahre zusammen. Wir waren schon einmal 5 mt getrennt, weil er gezweifelt hatte. Problematik ungefähr dieselbe: Alltag, Gewohnheit, nichts mehr Neu, Schmetterlinge sind nur noch träge Larven etc. Wir sind beide noch jung (24 und 28), weswegen ich mich frage, ob wir nicht zu jung sind für solche Probleme. Andererseits ist er der Deckel zu meinem Topf. Interessen, Humor, Prinzipien und Einstellung zum Leben passt perfekt. Ich bin generell jemand, der Dinge erst versucht zu reparieren, bevor man kampflos aufgibt.

Für mich in den ganzen Zweifeln ist gerade kein Platz für körperliche Nähe. Selbst dafür hat er Verständnis und gibt mir Zeit. Wir haben nun entschieden, die gemeinsame Wohnung aufzugeben. Zu viel Pendeln für beide und viel mehr Stress. Ich erhoffe mir dadurch, dass wir wieder mehr Mühe in die Beziehung stecken und uns dadurch vielleicht auch wieder näher kommen.

 

Ich weiss, dass unsere Beziehung kostbar ist und wir gemeinsame Zukunftspläne haben. Ich weiss auch wieviel es braucht, damit ich jemanden so oft und gerne in meiner Nähe habe. Er ist mir so wichtig und ein Leben ganz ohne ihn, ist für mich nicht vorstellbar. Manchmal frage ich mich allerdings, ob ich mich einfach nur noch an Erinnerungen festklammere, in der Hoffnung, dass es eines Tages wieder so wird wie früher. Man kann doch nicht einfach aus Gewohnheit zusammenbleiben. Doch wann soll man aufgeben?? So viele Fragen...

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achja... ich hätte auch einfach den Titel des Threads lesen können um auf dasselbe zu schließen ;-) ^^

 

Ihr seit also mit 18 und 22 damals zusammen gekommen. Eine 6 jährige Beziehung ist da schon beachtlich. Habt ihr denn vorher auch schon Beziehungen gehabt? 

Ihr müsst also viel Pendeln... kenn ich. liegt das am Job?

Vielleicht ist mehr Distanz keine schlechte Idee. Kann ich aber so nicht beurteilen. Wenn ihr findet, dass ihr zu sehr aufeinander hockt, ist das allerdings erstmal bestimmt keine schlechte Idee. Bist du denn auch bereit für den neuen Freiraum, der damit für Beide einhergeht?

 

In welchen Punkten habt ihr euch denn beziehungstechnisch worauf geeinigt, wenn ich fragen darf? Fehlt es dir oder ihm an neuen Erfahrungen?

Sorry, dass ich so viele Fragen stelle, aber habe so noch nichts wirklich greifbares, worauf ich vielleicht einen sinnvollen Tipp geben kann.

 

bearbeitet von Rosenkatze

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Liebe Planlos

 

ich sehe in Deinem Text und in Deinen Fragen eine Sinnsuche. Aber nicht unbedingt nur auf die Beziehung selbst sondern generell.

 

Vielleicht ist es ganz gut, wenn ihr eine Zeit lang jeweils eure eigene Wohnung habt. So kommt ihr etwas aus eurem Alltag heraus und Du findest Deinen Weg entweder zurück oder doch woanders hin.

 

Bei Stillstand oder auch sich-im-Kreis-drehen hilft es, irgendetwas zu ändern, anders zu machen als bisher. Es muss nicht immer gleich ein grosser Schritt wie Wohnungsauflösung sein, aber auch der hilft.

 

ich hoffe, du wirst Deine Antworten finden. 

 

Alles Liebe

Minusch

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vor 21 Stunden schrieb Rosenkatze:

Habt ihr denn vorher auch schon Beziehungen gehabt? 

Ihr müsst also viel Pendeln... kenn ich. liegt das am Job?

Bist du denn auch bereit für den neuen Freiraum, der damit für Beide einhergeht?

 

In welchen Punkten habt ihr euch denn beziehungstechnisch worauf geeinigt, wenn ich fragen darf? Fehlt es dir oder ihm an neuen Erfahrungen?

 

Ja, wir hatten beide davor schon Beziehungen und auch in der Trennungspause hatten wir beide unsere Freiheiten.

Genau, ich pendle zurzeit etwas mehr als 3 Stunden am Tag. Dann bin ich gestresst und lasse das teilweise ungewollt an ihm aus. Genau das möchte ich durch die räumliche Trennung verhindern. Ausserdem sind wir zwar ständig in der gleichen Wohnung, nutzen diese Zeit aber nicht mehr. Ich erhoffe mir durch die getrennte Wohnung auch, dass wir uns wieder mehr bemühen müssen um die Beziehung und um einander zu sehen.

 

Diesen Freiraum brauche ich für mich momentan sehr. Ich habe vollstes Vertrauen in ihn und gönne ihm diesen Freiraum ebenfalls.

 

Ein weiteres Problem ist der Druck, den ich mir selbst in sexueller Hinsicht mache. Versteh mich nicht falsch, der Sex ist toll. Nur empfinde ich momentan null Lust (nicht einmal auf mich selbst bezogen). Dann träume ich Nachts plötzlich von Sex mit Bekannten und empfinde dabei dann Lust. Das ist doch nicht normal? Wie kann man jemanden so lieben und gleichzeitig an Sex mit anderen denken?

 

Gute Frage bezüglich Einigung: Er gibt mir Zeit, weil ich erklärt habe, dass ich mir unserer Beziehung momentan nicht sicher sei. Ich möchte ihn aber nicht endlos in dieser Schwebe-Phase hängen lassen. Über meine Gefühle spreche ich jeweils mit ihm.

 

In der Trennungszeit war er es, der diese Unabhängigkeit brauchte, um sich darüber klarzuwerden, was er möchte. Es kommt mir so vor, als ob jetzt der Spiess umgedreht wurde, und ich nun diese Unabhängigkeit brauche.

 

Ich möchte unsere Beziehung nicht aufgeben, aber so wie sie momentan ist, möchte ich sie auch nicht weiterführen.

 

Danke, dass du dir das alles anhörst.  :-)

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vor 21 Stunden schrieb Minusch:

Ich sehe in Deinem Text und in Deinen Fragen eine Sinnsuche. Aber nicht unbedingt nur auf die Beziehung selbst sondern generell.

 

Vielleicht ist es ganz gut, wenn ihr eine Zeit lang jeweils eure eigene Wohnung habt. So kommt ihr etwas aus eurem Alltag heraus und Du findest Deinen Weg entweder zurück oder doch woanders hin.

 

Bei Stillstand oder auch sich-im-Kreis-drehen hilft es, irgendetwas zu ändern, anders zu machen als bisher. 

 

Das trifft schon zu. Manchmal frage ich mich, ob wir uns in andere Richtungen entwickeln und es einfach nicht merken. Es ist alles schön, warm, liebevoll und bequem aber es ist halt einfach nicht mehr aufregend.

 

Allerdings fürchte ich mich davor, eine Entscheidung zu treffen, die ich später vielleicht bereue. Eben weil auch schön, warm, liebevoll und bequem seine Wertschätzung verdient.

 

Danke für die aufmunternden Worte.

 

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vor 3 Minuten schrieb planlos?:

Diesen Freiraum brauche ich für mich momentan sehr. Ich habe vollstes Vertrauen in ihn und gönne ihm diesen Freiraum ebenfalls.

 

erstmal ist das wichtig und unbedingt zu berücksichtigen. Auch, dass dich die 3 Stunden pendeln täglich stören ist nachvollziehbar. 

So gesehen ist das getrennte Wohnen eine gute Option, um einerseits mehr Luft und Raum reinzubringen, andererseits auch, um mit dem gewonnenen Abstand wieder mehr aufeinander zugehen zu können.

Solange es so für euch Beide passt und nicht ein Part dauerhaft darunter leidet, why not? 

 

Ich weiß nicht, ob sich deine Hoffnung, dass ihr dann mehr aufeinander zugeht so erfüllt. Müsst ihr ausprobieren. Ich weiß z.B. noch, dass ich mir selbst gesagt hab, dass ich dann in einem Jahr bestimmt mehr Lust und Bock auf das Fach an der Uni bekomme. Hab mich damit natürlich selbst hinters Licht geführt und Gegenteiliges war der Fall. (hab allerdings damals auch aus den falschen Motivationen heraus studiert). Will damit sagen: Wenn jetzt die Motivation nicht da ist, die Partnerschaft nochmal neu zu betrachten und sich dafür mehr Mühe zu geben, kommt sie wahrscheinlich auch nicht Morgen oder Übermorgen. Allerdings, und das hoffe ich für euch, ist es vielleicht einfach der Raum, der euch fehlt. 

 

Wie gesagt, dass müsst ihr erleben, und dann schauen. Lässt sich nicht mit nur Überlegungen herausfinden glaube ich.

vor 9 Minuten schrieb planlos?:

Allerdings fürchte ich mich davor, eine Entscheidung zu treffen, die ich später vielleicht bereue. Eben weil auch schön, warm, liebevoll und bequem seine Wertschätzung verdient.

 

Gute Vorraussetzung schonmal. Du siehst die Dinge noch, die du an eurer Beziehung magst und bist nicht etwa blind dafür geworden. Das Gefühl und die Achtsamkeit damit kann sich im Alltag schonmal abstumpfen und in Vergessenheit geraten.

Ich denke, wenn ihr Beide der neuen Situation und was sie mit euch macht, Raum und Zeit geben könnt und auch Vertrauen habt, was die damit kommende Unsicherheit angeht, kann das ne neue und tiefere Wendung für euch nehmen als Paar. 

Angst ist besonders jetzt dann kein guter Ratgeber. 

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