Überfordert mit der Situation......
6 Antworten648 AufrufeGestartet von jogi12 ·
jogi12Themenstart
Hallo zusammen,
ehrlich gesagt fühle ich mich ein wenig unwohl in meiner Haut, mich hier einmal zu äußern, auch vielleicht, weil ich die vierzig bereits überschritten habe und mich trotzdem wie ein heranwachsender fühle.
Es geht einfach darum:
Ich habe anfang letzten Jahres eine Frau in meinem Alter kennen gelernt. Wir sind uns begegnet, haben uns unterhalten,haben uns verabredet und haben uns ineinander verliebt.
Wir haben viele Gemeinsamkeiten wie Sport, Gesprächsthemen – eben alles was man sich bei einer anderen Person bzw. Partner eben so wünscht. Ich habe wirklich gedacht, dass ist es jetzt und wenn es die nicht ist, dann wird’s wahrscheinlich keine sagen. Wir haben identisch gefühlt und uns relativ schnell gesagt, dass wir uns lieben.
Nun ist es so gekommen, dass jeder viel von sich zu erzählen hatte. Wir waren beide verheiratet. Ich zwar nur 2 Jahre, sie dafür 18 Jahre. Sie hatte die Trennung schnell und direkt nach einer überstandenen Krebsoperation eingeleitet. Sie hatte erfahren, was wichtig im Leben ist und wollte von da ab ein anderes, für sie sinnvolles Leben beginnen – Sie hatte es getan und das ohne Kompromisse, ohne nach hinten zu blicken und ging nun ihren eigenen unaufhaltsamen Weg.
Und der Weg war unaufhaltsam. Sie hatte nach der Ehe ein paar Beziehungen, die sie, wenn es eben nicht so lief, doch relativ gradlinig kappte. Es gab für Sie kein Auseinander und wieder zusammen, kein Fremdgehen und die ganzen Spielereien, die einen mehr oder weniger nur fertig machen. Beziehung beendet – eigener Weg – wie gesagt, ohne Kompromisse – Misstrauen hieß, sich innerlich zermürben und über früher oder später führt das zu nichts…..
Das hatte mich auf der einen Seite sehr beeindruckt, aber auf der anderen Seite hatte es mir wirklich richtig viel Angst gemacht…….
Nun hatte ich in meinem Leben auch einige Beziehungen, aber diese Gradlinigkeit und Stärke hatte ich nun wirklich nicht. Hab auch mal viel geweint, um Verzeihung gebeten, auch mal gebettelt, aber diese Härte –wouuuuh-. Sie hatte nie einem Mann hintergeweint, geschweige denn, hintertelefoniert oder um Verzeihung gebeten.
In dieser Beziehung habe ich ihr viel abgenommen, habe es sehr sehr gerne getan, viele Dinge getan, die ein „Mann“ nicht für selbstverständlich hielte. Habe auch von meinen Ängsten und Sorgen gesprochen und dabei auch so manche Träne vergossen.
Eines Tage kam es soweit, dass sie mich bei mir zu Hause anrief – wir hatten uns vorher etwas gestritten – und sagte, ich solle ihr den Wohnungsschlüssel zurückgeben, wie packt meine Sachen zusammen und ich könne diese dann abholen. Ich wusste nicht, wie mir geschah. Die Angst saß mir im Nacken und ich fuhr zu ihr und weinte bitterlich. Sie war relativ gefasst und wir sprachen zusammen – oder besser gesagt – wir einigten uns.
Im Jan. 2009 kam dann eine ähnlich Situation. Wir redeten an diesem Sonntag dann wenig zusammen und mir wurde Angst und Bange. Ich lenkte nicht ein und am Montag morgen fuhr ich in meine Wohnung und war völlig durcheinander. Ich wusste was jetzt kam – und so kams auch. Hol Deine Sachen ab, gib mir den Wohnungsschlüssel und ende. War völlig benebelt – habe ihr gesagt wie sehr ich sie liebe usw. ……. Ich habe eine Frau vor mir gesehen, die ich auf einmal nicht mehr wieder kannte. Die Eiseskälte lief die Wände und das Telefon herunter und ich wurde immer kleiner und kleiner….
Das Ende vom Lied… ich bin lieber alleine, lieben tue ich dich auch nicht mehr und bevor ich noch einmal krank werde, genieße ich lieber jeden Tag alleine und ohne Zermürbung……-ich spürte die Wut und Entschossenheit in der Stimme!!!!!
Ist jetzt ca. 3 Wochen her und fühle mich noch immer wie betäubt. Habe versucht zu telefonieren – sms – und eben all das, aber nicht eine Reaktion und wenn dann ohne irgendwelche Gefühlsreaktionen ( ausser Wut und Verbittertheit und Gleichgültigkeit)
Im Moment leidet mein körperlicher und seelischer Zustand dermaßen dass ich einfach mal schreiben muss, da meine Gefühle vollkommen durcheinander sind,und ich trotzdem das tiefe Gefühl der "Liebe" verspüre..
--Freunde von mir fassen sich im Moment nur an den Kopf und können mein Festhalten nicht verstehen--
Danke fürs Durchlesen und Meinungen…..
ehrlich gesagt fühle ich mich ein wenig unwohl in meiner Haut, mich hier einmal zu äußern, auch vielleicht, weil ich die vierzig bereits überschritten habe und mich trotzdem wie ein heranwachsender fühle.
Es geht einfach darum:
Ich habe anfang letzten Jahres eine Frau in meinem Alter kennen gelernt. Wir sind uns begegnet, haben uns unterhalten,haben uns verabredet und haben uns ineinander verliebt.
Wir haben viele Gemeinsamkeiten wie Sport, Gesprächsthemen – eben alles was man sich bei einer anderen Person bzw. Partner eben so wünscht. Ich habe wirklich gedacht, dass ist es jetzt und wenn es die nicht ist, dann wird’s wahrscheinlich keine sagen. Wir haben identisch gefühlt und uns relativ schnell gesagt, dass wir uns lieben.
Nun ist es so gekommen, dass jeder viel von sich zu erzählen hatte. Wir waren beide verheiratet. Ich zwar nur 2 Jahre, sie dafür 18 Jahre. Sie hatte die Trennung schnell und direkt nach einer überstandenen Krebsoperation eingeleitet. Sie hatte erfahren, was wichtig im Leben ist und wollte von da ab ein anderes, für sie sinnvolles Leben beginnen – Sie hatte es getan und das ohne Kompromisse, ohne nach hinten zu blicken und ging nun ihren eigenen unaufhaltsamen Weg.
Und der Weg war unaufhaltsam. Sie hatte nach der Ehe ein paar Beziehungen, die sie, wenn es eben nicht so lief, doch relativ gradlinig kappte. Es gab für Sie kein Auseinander und wieder zusammen, kein Fremdgehen und die ganzen Spielereien, die einen mehr oder weniger nur fertig machen. Beziehung beendet – eigener Weg – wie gesagt, ohne Kompromisse – Misstrauen hieß, sich innerlich zermürben und über früher oder später führt das zu nichts…..
Das hatte mich auf der einen Seite sehr beeindruckt, aber auf der anderen Seite hatte es mir wirklich richtig viel Angst gemacht…….
Nun hatte ich in meinem Leben auch einige Beziehungen, aber diese Gradlinigkeit und Stärke hatte ich nun wirklich nicht. Hab auch mal viel geweint, um Verzeihung gebeten, auch mal gebettelt, aber diese Härte –wouuuuh-. Sie hatte nie einem Mann hintergeweint, geschweige denn, hintertelefoniert oder um Verzeihung gebeten.
In dieser Beziehung habe ich ihr viel abgenommen, habe es sehr sehr gerne getan, viele Dinge getan, die ein „Mann“ nicht für selbstverständlich hielte. Habe auch von meinen Ängsten und Sorgen gesprochen und dabei auch so manche Träne vergossen.
Eines Tage kam es soweit, dass sie mich bei mir zu Hause anrief – wir hatten uns vorher etwas gestritten – und sagte, ich solle ihr den Wohnungsschlüssel zurückgeben, wie packt meine Sachen zusammen und ich könne diese dann abholen. Ich wusste nicht, wie mir geschah. Die Angst saß mir im Nacken und ich fuhr zu ihr und weinte bitterlich. Sie war relativ gefasst und wir sprachen zusammen – oder besser gesagt – wir einigten uns.
Im Jan. 2009 kam dann eine ähnlich Situation. Wir redeten an diesem Sonntag dann wenig zusammen und mir wurde Angst und Bange. Ich lenkte nicht ein und am Montag morgen fuhr ich in meine Wohnung und war völlig durcheinander. Ich wusste was jetzt kam – und so kams auch. Hol Deine Sachen ab, gib mir den Wohnungsschlüssel und ende. War völlig benebelt – habe ihr gesagt wie sehr ich sie liebe usw. ……. Ich habe eine Frau vor mir gesehen, die ich auf einmal nicht mehr wieder kannte. Die Eiseskälte lief die Wände und das Telefon herunter und ich wurde immer kleiner und kleiner….
Das Ende vom Lied… ich bin lieber alleine, lieben tue ich dich auch nicht mehr und bevor ich noch einmal krank werde, genieße ich lieber jeden Tag alleine und ohne Zermürbung……-ich spürte die Wut und Entschossenheit in der Stimme!!!!!
Ist jetzt ca. 3 Wochen her und fühle mich noch immer wie betäubt. Habe versucht zu telefonieren – sms – und eben all das, aber nicht eine Reaktion und wenn dann ohne irgendwelche Gefühlsreaktionen ( ausser Wut und Verbittertheit und Gleichgültigkeit)
Im Moment leidet mein körperlicher und seelischer Zustand dermaßen dass ich einfach mal schreiben muss, da meine Gefühle vollkommen durcheinander sind,und ich trotzdem das tiefe Gefühl der "Liebe" verspüre..
--Freunde von mir fassen sich im Moment nur an den Kopf und können mein Festhalten nicht verstehen--
Danke fürs Durchlesen und Meinungen…..
Hallo Jogi,
ich denke, ihr Ausspruch
Damit verbaut sie sich allerdings auch sehr viel Schönes und nimmt sich die Chance, eine tatsächliche Beziehung zu führen. Denn irgendeine Art von "Stress" gibt es immer und der gehört auch dazu und führt dazu, dass eine Beziehung reifen kann. Offenbar will sie aber nur noch Oberflächliches, einfach genießen was kommt und dann gehen, sobald die Beziehung anfängt, richtig ernst zu werden und man sich auch mal ein bisschen in die Haare bekommt. Wenn´s einem egal ist, ärgert man sich ja nicht und dann wird man auch nicht krank, nicht wahr? Ich tippe, so ist ihr Denk-Mechanismus.
Leider fürchte ich, Du kannst da im Moment nicht viel tun. Vielleicht kommt sie irgendwann dahinter, dass ihr Verhalten auch nicht so optimal ist, weil sie zwar keinen Stress, aber auch keine richtige Freude mehr hat. Eigentlich glaube ich, sie bräuchte eine neutrale Unterstützung, um ihr "Trauma" von der Krankheit zu überwinden. Das kannst Du ihr aber nicht empfehlen, denn sie wird Dir vor Wut an die Kehle gehen und sich unverstanden fühlen (paradox, ja). Insofern fürchte ich wie gesagt, im Moment lässt sich nicht viel machen, weil sie völlig abblockt vor lauter Angst, sich wieder negativ beeinflussen zu lassen und wieder krank zu werden.
Möglicherweise wäre eine Lösung, wenn Du in einiger Zeit, wenn Gras drüber gewachsen ist - und ich meine jetzt nicht nächsten Monat oder so, sondern weiter in der Zukunft - mal ganz vorsichtigen und ausgesprochen verständnisvollen Kontakt aufnimmst.
Mehr fällt mir leider auch nicht dazu ein, außer Kopf hoch!! :trost:
Ich denke nicht, dass sie das persönlich meint oder auch nur auf Dich bezieht (die Gleichgültigkeit etc.), sondern dass es einfach ein Schutzmechanismus ist.
Alles Gute
Nimriel
ich denke, ihr Ausspruch
ich bin lieber alleine, lieben tue ich dich auch nicht mehr und bevor ich noch einmal krank werde, genieße ich lieber jeden Tag alleine und ohne Zermürbungist der Schlüssel zu ihrem Verhalten. Sie hat vermutlich damals zumindest Teile ihrer Krebserkrankung auf ihre Beziehungsprobleme (die sie ja wahrscheinlich hatte, wenn sie sich danach getrennt hat) zurückgeführt. Sie ist sicherlich traumatisiert von der Erkrankung und flüchtet nun vor jedem Problem, das wieder zu "schlechten Energien" << nenn ich jetzt mal so, führen würde. Ich kann sie teilweise verstehen, weil ich auch mal eine (beginnende) Krebserkrankung hatte. Ich habe damals auch versucht, alles "negative" aus meinem Leben zu verbannen. Jedes Problem usw. hat mir direkt Panik gemacht, dass es schlecht für meine Heilung ist. Und sie war ja viel schlimmer dran. Ich denke, sie hat sich danach geschworen, nie wieder "schlechte Energien" (boah, mir fällt kein anderer Ausdruck ein - ist nicht so komisch gemeint, wie es vielleicht klingt) in ihr Leben zu lassen und zieht das jetzt rigoros durch.
Damit verbaut sie sich allerdings auch sehr viel Schönes und nimmt sich die Chance, eine tatsächliche Beziehung zu führen. Denn irgendeine Art von "Stress" gibt es immer und der gehört auch dazu und führt dazu, dass eine Beziehung reifen kann. Offenbar will sie aber nur noch Oberflächliches, einfach genießen was kommt und dann gehen, sobald die Beziehung anfängt, richtig ernst zu werden und man sich auch mal ein bisschen in die Haare bekommt. Wenn´s einem egal ist, ärgert man sich ja nicht und dann wird man auch nicht krank, nicht wahr? Ich tippe, so ist ihr Denk-Mechanismus.
Leider fürchte ich, Du kannst da im Moment nicht viel tun. Vielleicht kommt sie irgendwann dahinter, dass ihr Verhalten auch nicht so optimal ist, weil sie zwar keinen Stress, aber auch keine richtige Freude mehr hat. Eigentlich glaube ich, sie bräuchte eine neutrale Unterstützung, um ihr "Trauma" von der Krankheit zu überwinden. Das kannst Du ihr aber nicht empfehlen, denn sie wird Dir vor Wut an die Kehle gehen und sich unverstanden fühlen (paradox, ja). Insofern fürchte ich wie gesagt, im Moment lässt sich nicht viel machen, weil sie völlig abblockt vor lauter Angst, sich wieder negativ beeinflussen zu lassen und wieder krank zu werden.
Möglicherweise wäre eine Lösung, wenn Du in einiger Zeit, wenn Gras drüber gewachsen ist - und ich meine jetzt nicht nächsten Monat oder so, sondern weiter in der Zukunft - mal ganz vorsichtigen und ausgesprochen verständnisvollen Kontakt aufnimmst.
Mehr fällt mir leider auch nicht dazu ein, außer Kopf hoch!! :trost:
Ich denke nicht, dass sie das persönlich meint oder auch nur auf Dich bezieht (die Gleichgültigkeit etc.), sondern dass es einfach ein Schutzmechanismus ist.
Alles Gute
Nimriel
bearbeitet #3
Hallo Nimriel,
danke für Deine Antwort. Es stimmt – sie sagte selbst, dass das ein Schutzmechanismus für sie ist – sie lässt wirklich nichts an sich rankommen, außer viel Liebe – vielleicht auch das im Moment nicht.
Habe auch gemerkt, dass sie sich nicht „entschuldigen“ kann, auch wenn es vielleicht mal angebracht gewesen wäre. Mit der Zeit wurde sie immer launischer und hat mich am Telefon mal wirklich zur Schnecke gemacht, weil ich auflegte, wenn keiner ran ging (in der Firma) und eine Kollegin dann umsonst zum Telefon ging - nicht falsch interpretieren - sie ist wirklich eine tolle Frau / nett / lieb / herzlich.... eben alles ...
Der Arzt sprach dann u.a. ach das Thema Wechseljahre bei einer 48jährigen Frau an. Irgendwie kam dann alles zusammen und meine Nerven gingen dann auch mal durch. Es ging dann aber nicht soweit, dass wir uns angeschrien haben – waren dann einfach mal die Nerven und etwas Contra – alles im „normalen“ Rahmen.
Habe mich dann lieber mal öfter entschuldigt…. Aber im Moment liegen bei mir die Nerven völlig blank und mein Selbstvertrauen ist gleich null…. Möchte aber nicht all die vielen Fehler in solchen Sachen machen
-ständiges Anrufen – sich klein machen – immer entschuldigen – Kontakt suchen – Nerven …
eben all diese Dinge, die alles nur schlimmer machen ….. dennoch habe ich es gemacht, weil ich nicht weiter wusste und ich habe meine „Packung“ bekommen..
Muss noch dazu sagen, dass sie die erste Partnerin war/ist, der ich alles anvertraut habe und Ängste geäussert habe, die ich vorher niemanden sonst anvertraut habe. Das erste Mal in meinem Leben, dass ich einem Partner nichts vorgemacht habe und er alles von mir wusste. Von daher war der Schock umso grösser und die "Vertrauensperson" mich völlig abblockte und wegstieß, als ob ich eine fremde Person bin, die auf Biegen und Brechen etwas verkaufen will.
Selbst mein Sport und meine Musik - ein wichtiger Teil meines Lebens - bleiben völlig auf der Strecke.................
Danke
danke für Deine Antwort. Es stimmt – sie sagte selbst, dass das ein Schutzmechanismus für sie ist – sie lässt wirklich nichts an sich rankommen, außer viel Liebe – vielleicht auch das im Moment nicht.
Habe auch gemerkt, dass sie sich nicht „entschuldigen“ kann, auch wenn es vielleicht mal angebracht gewesen wäre. Mit der Zeit wurde sie immer launischer und hat mich am Telefon mal wirklich zur Schnecke gemacht, weil ich auflegte, wenn keiner ran ging (in der Firma) und eine Kollegin dann umsonst zum Telefon ging - nicht falsch interpretieren - sie ist wirklich eine tolle Frau / nett / lieb / herzlich.... eben alles ...
Der Arzt sprach dann u.a. ach das Thema Wechseljahre bei einer 48jährigen Frau an. Irgendwie kam dann alles zusammen und meine Nerven gingen dann auch mal durch. Es ging dann aber nicht soweit, dass wir uns angeschrien haben – waren dann einfach mal die Nerven und etwas Contra – alles im „normalen“ Rahmen.
Habe mich dann lieber mal öfter entschuldigt…. Aber im Moment liegen bei mir die Nerven völlig blank und mein Selbstvertrauen ist gleich null…. Möchte aber nicht all die vielen Fehler in solchen Sachen machen
-ständiges Anrufen – sich klein machen – immer entschuldigen – Kontakt suchen – Nerven …
eben all diese Dinge, die alles nur schlimmer machen ….. dennoch habe ich es gemacht, weil ich nicht weiter wusste und ich habe meine „Packung“ bekommen..
Muss noch dazu sagen, dass sie die erste Partnerin war/ist, der ich alles anvertraut habe und Ängste geäussert habe, die ich vorher niemanden sonst anvertraut habe. Das erste Mal in meinem Leben, dass ich einem Partner nichts vorgemacht habe und er alles von mir wusste. Von daher war der Schock umso grösser und die "Vertrauensperson" mich völlig abblockte und wegstieß, als ob ich eine fremde Person bin, die auf Biegen und Brechen etwas verkaufen will.
Selbst mein Sport und meine Musik - ein wichtiger Teil meines Lebens - bleiben völlig auf der Strecke.................
Danke
lieber jogi,
dass dich diese situation überfordert, finde ich verständlich, allerdings solltest du bedenken: sie hat auch angst, wahrscheinlich viel mehr als du ...
diese vermeintliche stärke, die sie da zum besten gibt, ist - wie schon gesagt - der selbstschutz, ansonsten bräuchte sie wohl jemanden an ihrer seite, der wirklich stark ist, viel stärker als sie, und der sich von ihren launen und ausbrüchen und von der (gespielten?) kälte nicht einschüchtern lässt.
eine so schlimme krankheit, bei der man gerade mit dem leben davonkommt, kann sehr traumatisieren und was weißt du von der therapie, wie ist diese verlaufen?
aber insgesamt denke ich, dass du dich immer wie auf einer hochschaubahn fühlen wirst, wenn du nicht die stärke und die gelassenheit hast, dieser situation herr zu werden und ihr die starke schulter bieten kannst, die sie beruhigt und unaufgeregt werden lässt.
ich vermute sie braucht sicherheit. eine sicherheit, die es zwar nicht gibt. aber das gefühl von sicherheit kann sehr beruhigen.
alles gute wünscht die
Isabel
dass dich diese situation überfordert, finde ich verständlich, allerdings solltest du bedenken: sie hat auch angst, wahrscheinlich viel mehr als du ...
diese vermeintliche stärke, die sie da zum besten gibt, ist - wie schon gesagt - der selbstschutz, ansonsten bräuchte sie wohl jemanden an ihrer seite, der wirklich stark ist, viel stärker als sie, und der sich von ihren launen und ausbrüchen und von der (gespielten?) kälte nicht einschüchtern lässt.
eine so schlimme krankheit, bei der man gerade mit dem leben davonkommt, kann sehr traumatisieren und was weißt du von der therapie, wie ist diese verlaufen?
aber insgesamt denke ich, dass du dich immer wie auf einer hochschaubahn fühlen wirst, wenn du nicht die stärke und die gelassenheit hast, dieser situation herr zu werden und ihr die starke schulter bieten kannst, die sie beruhigt und unaufgeregt werden lässt.
ich vermute sie braucht sicherheit. eine sicherheit, die es zwar nicht gibt. aber das gefühl von sicherheit kann sehr beruhigen.
alles gute wünscht die
Isabel
Hallo Isabel,
es ist nun ca. 7 Jahre her, seit sie diese Krankheit überstanden hat. Gleich danach kam auch die Trennung von ihrem Mann. Sie hat das alles ohne eine Chemotherapie überstanden. Es war ein grosser Eingriff, der auch eine lange Narbe hat entstehen lassen. Ansonsten habe ich mich immer wieder über ihre „Gelassenheit“ etwas gewundert, wie sie alles überstanden und auch darüber geredet hat –denke, auch reine Abwehrreaktion – ich habe auch dann auch nicht lange hinterfragt und nachgebohrt. Sie sagte, dass jetzt alles überstanden sei, und sie keine Angst mehr vor einem Wiederausbrechen der Krankheit besteht.
Ich habe ihr gesagt, dass es nichts auf der Welt gäbe, weswegen sie bei mir Angst haben bräuchte. Egal ob finanziell/seelisch/körperlich – und schon gar nicht in Richtung „anderweitiger Beschäftigung“ – das hat mich das Leben gelehrt!!
Sie hat mir aber auch unmissverständlich mitgeteilt, dass sie im Leben nicht auf „Biegen und Brechen“ jemanden an ihrer Seite bräuchte.
Beispiel: Ein damaliger Freund von ihr, ging nach einem halben Jahr zu seiner (ex)partnerin zurück und sie nahm ihn dann nach ein paar Monaten wieder „auf“. Jetzt fasst sie sich selbst an den Kopf und lacht über sich, warum sie so einen „Schwachsinn“ gemacht hat. Damals war es nur reine Angst in ihrem Kopf – solche Themen sind für sie – denke auch, für andere Frauen, einfach durch und bieten keinerlei Perspektive und keinen Respekt / Achtung vor dem Partner.
Danke für die Hilfestellung
Jogi
es ist nun ca. 7 Jahre her, seit sie diese Krankheit überstanden hat. Gleich danach kam auch die Trennung von ihrem Mann. Sie hat das alles ohne eine Chemotherapie überstanden. Es war ein grosser Eingriff, der auch eine lange Narbe hat entstehen lassen. Ansonsten habe ich mich immer wieder über ihre „Gelassenheit“ etwas gewundert, wie sie alles überstanden und auch darüber geredet hat –denke, auch reine Abwehrreaktion – ich habe auch dann auch nicht lange hinterfragt und nachgebohrt. Sie sagte, dass jetzt alles überstanden sei, und sie keine Angst mehr vor einem Wiederausbrechen der Krankheit besteht.
Ich habe ihr gesagt, dass es nichts auf der Welt gäbe, weswegen sie bei mir Angst haben bräuchte. Egal ob finanziell/seelisch/körperlich – und schon gar nicht in Richtung „anderweitiger Beschäftigung“ – das hat mich das Leben gelehrt!!
Sie hat mir aber auch unmissverständlich mitgeteilt, dass sie im Leben nicht auf „Biegen und Brechen“ jemanden an ihrer Seite bräuchte.
Beispiel: Ein damaliger Freund von ihr, ging nach einem halben Jahr zu seiner (ex)partnerin zurück und sie nahm ihn dann nach ein paar Monaten wieder „auf“. Jetzt fasst sie sich selbst an den Kopf und lacht über sich, warum sie so einen „Schwachsinn“ gemacht hat. Damals war es nur reine Angst in ihrem Kopf – solche Themen sind für sie – denke auch, für andere Frauen, einfach durch und bieten keinerlei Perspektive und keinen Respekt / Achtung vor dem Partner.
Danke für die Hilfestellung
Jogi
mhm, sicher lacht sie heute über ihre reaktion, schließlich liebt sie diesen mann nicht mehr, aber damals im gefühlsregen hat sie anders reagiert ...
diese absolutheit, jogi, die sie da vorgibt, die hätte sie gern, genauso wie die stärke, aber menschen sind nun mal schwach ...
soll heißen: sie würde bei jeder situation, die emotional besetzt ist, anders reagieren, als sie - im emotionslosen zustand - vorgibt zu reagieren.
aber tun wir das nicht alle? wären wir nicht alle gern stark und gefasst und hätten uns gern in jeder situation fest im griff? cool und mit einem poker-face ...
meiner meinung nach ist das die pure angst, die aus ihr spricht: angst, im fall der fälle die contenance zu verlieren, nicht übergangen, ignoriert, zurückgestellt zu werden, sich nicht wieder zu kränken und daher krank zu werden!
daher meine frage nach der therapie: nach sieben jahren gilt der krebs als überstanden, die frage stellt sich weniger als die, ob sie nicht doch eine psychotherapie gebraucht hätte. so eine krankheit mental zu überstehen ist schwieriger, als sie physisch zu überwinden.
alles beste von
Isabel
diese absolutheit, jogi, die sie da vorgibt, die hätte sie gern, genauso wie die stärke, aber menschen sind nun mal schwach ...
soll heißen: sie würde bei jeder situation, die emotional besetzt ist, anders reagieren, als sie - im emotionslosen zustand - vorgibt zu reagieren.
aber tun wir das nicht alle? wären wir nicht alle gern stark und gefasst und hätten uns gern in jeder situation fest im griff? cool und mit einem poker-face ...
meiner meinung nach ist das die pure angst, die aus ihr spricht: angst, im fall der fälle die contenance zu verlieren, nicht übergangen, ignoriert, zurückgestellt zu werden, sich nicht wieder zu kränken und daher krank zu werden!
daher meine frage nach der therapie: nach sieben jahren gilt der krebs als überstanden, die frage stellt sich weniger als die, ob sie nicht doch eine psychotherapie gebraucht hätte. so eine krankheit mental zu überstehen ist schwieriger, als sie physisch zu überwinden.
alles beste von
Isabel
... habe sie vor einigen monaten mal auf eine therapie angesprochen..ob für sie die angst vor dem krebs wirklich besiegt ist.... knallharte antwort: das thema ist durch (wie war eine zeitlang in therapie), sie liebt das leben, will jeden tag geniessen und that's it.... hab ich ihr auch alles abgenommen. glaube auch wirklich, dass alles so ist, wie sie ist sagt, dennoch....
.. im moment bleibe ich jetzt völlig auf der strecke. ich weiss, dass ich jetzt nur mir helfen kann. hab auch meinen hausarzt schon aufgesucht. nehme was zur beruhigung.
desto stärker ich sein will, desto mehr raubt es mir an kraft.
ich habe mich auch mit anderen krebspatienten in verbindung gesetzt, die es überstanden haben. hab mich mit deren gefühlen, problemen, partnern usw. auseinandergesetzt. ......kam zu dem ergebnis, dass, wer es selbst nicht miterlebt hat (oder als direkter partner) kann nur erahnen, was in einem vorgeht....
ich werde ihr das alles mal in einem brief verfassen. auch wenn ich keine antwort oder ablehnung erfahre. ich bin nicht untätig und gleichgültig und versuche vieles zu verstehen, auch wenn es im ersten moment noch so "quer" ausschaut..
vielleicht haben andere auch ähnliche erfahrungen...
gruss
.. im moment bleibe ich jetzt völlig auf der strecke. ich weiss, dass ich jetzt nur mir helfen kann. hab auch meinen hausarzt schon aufgesucht. nehme was zur beruhigung.
desto stärker ich sein will, desto mehr raubt es mir an kraft.
ich habe mich auch mit anderen krebspatienten in verbindung gesetzt, die es überstanden haben. hab mich mit deren gefühlen, problemen, partnern usw. auseinandergesetzt. ......kam zu dem ergebnis, dass, wer es selbst nicht miterlebt hat (oder als direkter partner) kann nur erahnen, was in einem vorgeht....
ich werde ihr das alles mal in einem brief verfassen. auch wenn ich keine antwort oder ablehnung erfahre. ich bin nicht untätig und gleichgültig und versuche vieles zu verstehen, auch wenn es im ersten moment noch so "quer" ausschaut..
vielleicht haben andere auch ähnliche erfahrungen...
gruss
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