11 Jahre Beziehung überwinden?
2 Antworten899 AufrufeGestartet von Liny ·
LinyThemenstart
bearbeitet #1
Hallo zusammen,
ich hoffe es ist okay, dass ich mich registriert habe und gleich drauf losschreibe. Ich muss endlich etwas tun gegen dieses innere Chaos.
Ich habe 2007 einen Mann kennengelernt. Wir waren damals beide sehr jung. Er 21 und ich 19...dazu kommt, dass ich sehr jung Mama geworden bin (mit ende 18) und er also in dem jungen alter auch noch mit meinem Sohn "klarkommen" musste.
Wir hatten viele Höhen und Tiefen in der Beziehung. Hatten auch einige Trennungen aber haben immer wieder zusammen gefunden und 2017 haben wir dann geheiratet und eine Tochter bekommen.
Er war leider immer ziemlich gefühlskalt, konnte wenig Liebe zeigen, aber ich hatte immer das Gefühl, auch wenn mir einiges in der Beziehung gefehlt hat, dass uns nichts wirklich trennen konnte und wir gemeinsam alt werden.
Nach der Geburt unserer Tochter habe ich leider eine Angststörung entwickelt krank zu werden. Ich kann mir schon vorstellen, dass das für ihn nicht immer einfach war, aber was er mir dann angetan hat tut mir immer noch so unglaublich weh.
Wir waren eines Tages im Tierpark und dann hat er auf seinem Handy getippt und nicht vermutet, dass ich sehe was er schreibt. Im Endeffekt hat sich herausgestellt, dass er mit einer Kollegin ziemlich intime Sachen schreibt und Herzen verschickt etc.
Er hat anfangs alles abgestritten und beteuert, dass es nur eine Freundin ist, aber nach etwa 2 Wochen meinte er, er hat sich in sie verliebt und sie hatten schon Kontakt kurz nachdem unsere Tochter auf die Welt kam...dann hat er seine Sachen gepackt und ist zu seiner Mutter gezogen.
Irgendwann meinte er dann, er will mich zurück, aber zu dem Zeitpunkt hatte er dann schon mit der Kollegin geschlafen gehabt und für mich gabs einfach kein Zurück mehr nach Betrug...vor allem, da Gefühle im Spiel waren und es nicht einfach nur ein Seitensprung war...
Im Endeffekt haben wir uns im September 19 scheiden lassen, ich bin mit den Kids ausgezogen und jetzt frisst es mich einfach auf.
Ich leide so drunter, dass er unsere Tochter regelmäßig holt und sie dann Zeit mit dieser Frau verbringt, die mir alles genommen hat was ich mir jahrelang aufgebaut habe. Das tut mir so weh...und auch ihn vermisse ich unglaublich, es tut so weh dass er mich einfach ausgetauscht hat. Sie wohnt anscheinend schon bei ihm in unserem Haus und auch seine Familie verbringt ständig Zeit mit ihnen. Ich fühl mich einfach so leer und traurig. Ich kann nicht verstehen, wie er mir das antun konnte. Ich hab ihn und unsere Familie so sehr geliebt. Ich verstehe nicht wieso er mich geheiratet hat und ein Kind mit mir in die Welt gesetzt hat, ein Haus mit mir gekauft hat nur um dann alles wegzuwerfen. Ich weiß nicht wie ich das jemals verkraften soll, ich liebe diesen Menschen einfach immer noch so sehr obwohl ich weiß, dass es kein Zurück gibt. Hinzu kommt, dass ich ihn wegen meiner Tochter ständig sehen muss, da er sie regelmäßig holt.
Ich gehe jetzt auch in Therapie wegen meiner Angstzustände und werde mit der Psychologin sicher auch dieses Thema besprechen, aber ich wollte trotzdem mal hier schreiben, in der Hoffnung, dass mir irgendwer Mut geben kann, dass ich mit allem doch mal besser klarkomme.
Danke fürs Lesen, sorry für Tippfehler, schreibe mit dem Handy...
ich hoffe es ist okay, dass ich mich registriert habe und gleich drauf losschreibe. Ich muss endlich etwas tun gegen dieses innere Chaos.
Ich habe 2007 einen Mann kennengelernt. Wir waren damals beide sehr jung. Er 21 und ich 19...dazu kommt, dass ich sehr jung Mama geworden bin (mit ende 18) und er also in dem jungen alter auch noch mit meinem Sohn "klarkommen" musste.
Wir hatten viele Höhen und Tiefen in der Beziehung. Hatten auch einige Trennungen aber haben immer wieder zusammen gefunden und 2017 haben wir dann geheiratet und eine Tochter bekommen.
Er war leider immer ziemlich gefühlskalt, konnte wenig Liebe zeigen, aber ich hatte immer das Gefühl, auch wenn mir einiges in der Beziehung gefehlt hat, dass uns nichts wirklich trennen konnte und wir gemeinsam alt werden.
Nach der Geburt unserer Tochter habe ich leider eine Angststörung entwickelt krank zu werden. Ich kann mir schon vorstellen, dass das für ihn nicht immer einfach war, aber was er mir dann angetan hat tut mir immer noch so unglaublich weh.
Wir waren eines Tages im Tierpark und dann hat er auf seinem Handy getippt und nicht vermutet, dass ich sehe was er schreibt. Im Endeffekt hat sich herausgestellt, dass er mit einer Kollegin ziemlich intime Sachen schreibt und Herzen verschickt etc.
Er hat anfangs alles abgestritten und beteuert, dass es nur eine Freundin ist, aber nach etwa 2 Wochen meinte er, er hat sich in sie verliebt und sie hatten schon Kontakt kurz nachdem unsere Tochter auf die Welt kam...dann hat er seine Sachen gepackt und ist zu seiner Mutter gezogen.
Irgendwann meinte er dann, er will mich zurück, aber zu dem Zeitpunkt hatte er dann schon mit der Kollegin geschlafen gehabt und für mich gabs einfach kein Zurück mehr nach Betrug...vor allem, da Gefühle im Spiel waren und es nicht einfach nur ein Seitensprung war...
Im Endeffekt haben wir uns im September 19 scheiden lassen, ich bin mit den Kids ausgezogen und jetzt frisst es mich einfach auf.
Ich leide so drunter, dass er unsere Tochter regelmäßig holt und sie dann Zeit mit dieser Frau verbringt, die mir alles genommen hat was ich mir jahrelang aufgebaut habe. Das tut mir so weh...und auch ihn vermisse ich unglaublich, es tut so weh dass er mich einfach ausgetauscht hat. Sie wohnt anscheinend schon bei ihm in unserem Haus und auch seine Familie verbringt ständig Zeit mit ihnen. Ich fühl mich einfach so leer und traurig. Ich kann nicht verstehen, wie er mir das antun konnte. Ich hab ihn und unsere Familie so sehr geliebt. Ich verstehe nicht wieso er mich geheiratet hat und ein Kind mit mir in die Welt gesetzt hat, ein Haus mit mir gekauft hat nur um dann alles wegzuwerfen. Ich weiß nicht wie ich das jemals verkraften soll, ich liebe diesen Menschen einfach immer noch so sehr obwohl ich weiß, dass es kein Zurück gibt. Hinzu kommt, dass ich ihn wegen meiner Tochter ständig sehen muss, da er sie regelmäßig holt.
Ich gehe jetzt auch in Therapie wegen meiner Angstzustände und werde mit der Psychologin sicher auch dieses Thema besprechen, aber ich wollte trotzdem mal hier schreiben, in der Hoffnung, dass mir irgendwer Mut geben kann, dass ich mit allem doch mal besser klarkomme.
Danke fürs Lesen, sorry für Tippfehler, schreibe mit dem Handy...
bearbeitet #2
Hi,
Es ist schwierig, dir einen Rat zu geben, weil dir vermutlich nur Die Zeit helfen kann. Es ist schon mal gut, dass du bald zum Psychologen gehst, wann hast du den Termin?
Ja, es wird besser, du wirst besser damit klarkommen und du wirst das auch überwinden und dich sogar freuen, dass du diesen Mann, den du selbst als gefühlskalt bezeichnest, los geworden bist.
Ich weiß, dass es einigen hilft, wenn sie wütend sind, vielleicht ist es für dich auch der richtige Weg, zumal du ja nichts auf dem Gewissen hast und alleine mit zwei Kindern gelassen wurdest. Du hast das Recht, wütend zu sein. Mir würde das aber überhaupt nicht helfen: Es ist passiert, es ist vorbei und du gehst davon aus, dass er nicht zurückkommt. Deswegen solltest du daran arbeiten, es zu akzeptieren, nur so kannst du dich langsam beruhigen und von dieser Last befreien. Wenn man einen Verlust erlitten hat, darf und soll man trauern. Aber irgendwann muss man die Sache bewusst in eigenem Interesse für erledigt erklären.
Ich habe vor 19 Jahren eine sehr gute Freundin verloren, sie war 21, sie ist vor Weihnachten in ihre Heimat gefahren und nicht zurückgekommen.
Ich habe kurze Zeit später erfahren, dass der Bus, mit dem sie gefahren ist, einen Unfall hatte, nur sie ist ums Leben gekommen, ein fröhliches, zufriedenes, glückliches, inteligentes und hübsches Mädchen. Ich habe es am Anfang nicht glauben wollen, habe ihr noch SMS und Mails geschrieben. Dann habe ich sehr viel geweint, es wäre besser gewesen, ich wäre zur Beerdigung nach Litauen gefahren. Aber ich habe nie mit jemandem darüber gesprochen, schon manchmal die Geschichte erzählt, aber nie über meine Trauer, meine Gefühle offen gesprochen. So kann man das nicht verarbeiten. Ich weine immer, wenn ich an sie denke und immer im Januar denke ich viel an sie. Deswegen würde ich dir raten, viel darüber zu sprechen, mit der Psychologin, mit deiner Mutter/Schwester/Freundin, um diese Gefühle besser zu verstehen, sie rauszulassen, sie sozusagen von außen zu betrachten und zu akzeptieren.
Viele Ehen scheitern, oft nach vielen Jahren. Weil Menschen sich verändern, durch alles, was sie erleben, durch Zeitablauf. Die Frau hat dir deinen Mann nicht weggenommen, er hat sich bewusst gegen seine Familie entschieden. Er hat sich für ein leichtes, unbeschwertes, aufregendes neues Leben entschieden- weil so fühlt sich normalerweise eine neue Beziehung an, am Anfang ist ja meistens alles schön, dafür sorgen auch die Hormone. Erst mit der Zeit, mit den kleinen und großen Problemen und Meinungsverschiedenheiten wird es immer schwieriger, man fühlt sich enttäuscht und unzufrieden. Viele wollen trotzdem zusammen halten, wollen "kämpfen", "an der Beziehung arbeiten", andere laufen vor Problemen weg. In eine frische aufregende problemlose Beziehung. Je nach Persönlichkeit, nach persönlichen Bedürfnissen. Deswegen würde ich ihm auch keine Vorwürfe machen, er hat egoistisch gehandelt, ja, aber offenbar ist er Egoist und nicht bereit für seine Familie seine Bedürfnisse zurückzustellen. Er wollte nicht kämpfen, er mag einfache Lösungen. Ja, er hat dir was anderes versprochen, als er dich geheiratet hat.
Aber er war nicht in der Lage, dieses Versprechen zu halten, warum: weil er so ist, wie er ist. Er ist wohl nicht in der Lage, solche Versprechen zu halten. Er wollte offenbar eine heimliche Beziehung mit ihr, sie war aber nicht bereit, nur seine Geliebte zu sein und er hat sich ziemlich schnell gegen seine Familie entschieden. Wir können es Charakterschwäche nennen, aber es ist einfach seine Persönlichkeit, das ist er. Vielleicht war er anders, als ihr geheiratet habt, oder er war genauso egoistisch und hat dich damals geheiratet, weil es damals für ihn das Beste war. Es ist aber egal, für dich ist wichtig zu erkennen, dass er jetzt so ist, wie er handelt, er ist nicht (mehr) der richtige Mann für dich, er ist nicht der Mensch, den du in ihm siehst. Er hat dich schwer enttäuscht und verletzt, aber du glaubst immer noch, dass er anders könnte, dass alles wieder gut sein könnte, weil er in der Lage wäre, der Vater und Ehemann zu sein, den du dir wünschst. Und nur diese Frau ist schuld, dass er schwach geworden ist. Das sehe ich anders: wie er wirklich ist, hat er dir gezeigt, er will und kann nicht (mehr) der Richtige sein.
Stell dir vor, er wäre mit euch geblieben, aus Pflichtbewusstsein, oder weil z.B. seine Familie gedroht hätte, ihn sonst zu enterben oder um sich seine Karriere nicht zu ruinieren oder was auch immer, nicht ganz freiwillig, sondern aus Vernunftsgründen. Er hätte sich aus irgendeinem Grund für das Leben entschieden, das er eigentlich nicht führen wollte und wäre nicht glücklich. Das wäre nämlich die Alternative zu der Entscheidung, die er getroffen hat. Würdest du das wollen? Was würde dir das bringen? Könntest du dann trotzdem glücklich sein, vermutlich nicht, oder?
Menschen, die uns nicht lieben, sollen wir in Frieden gehen lassen. Weil Liebe kann man nicht erzwingen und mit jemandem, der uns nicht liebt, können wir nicht glücklich sein.
Ich will dich damit nicht verletzen, ich hoffe du verstehst, was ich meine.
Du liebst ihn immer noch und du siehst ihn regelmäßig, das ist nicht wirklich gut, aber ändern lässt sich das im Moment vermutlich nicht?
:::::::::::::
Ergänzung: Das Wichtigste hätte ich fast vergessen, durch chronischen Schlafmangel funktioniert mein Gehirn langsam nicht mehr?: Es gibt hier im Forum sehr viele Threads von Leuten, die ähnliche oder gleiche Probleme hatten. Es lohnt sich, die zu lesen. Mit der Suchfunktion findest du sie.
Ich mache es jeden Tag und mache mir unzählige Screenshots und lese manches mehrmals durch. Damit es in meinem gequälten Gehirn ankommt. Ich habe viele brauchbare Gedanken gefunden. Und Trost.
Es lohnt sich wirklich, manche Beiträge sind schon 15 Jahre alt, du liest, wie die Menschen gelitten haben: Für die allermeisten, wenn nicht für alle, ist der Liebeskummer von damals schon lange Geschichte.
z.B.
und Hunderte andere
Es ist schwierig, dir einen Rat zu geben, weil dir vermutlich nur Die Zeit helfen kann. Es ist schon mal gut, dass du bald zum Psychologen gehst, wann hast du den Termin?
Ja, es wird besser, du wirst besser damit klarkommen und du wirst das auch überwinden und dich sogar freuen, dass du diesen Mann, den du selbst als gefühlskalt bezeichnest, los geworden bist.
Ich weiß, dass es einigen hilft, wenn sie wütend sind, vielleicht ist es für dich auch der richtige Weg, zumal du ja nichts auf dem Gewissen hast und alleine mit zwei Kindern gelassen wurdest. Du hast das Recht, wütend zu sein. Mir würde das aber überhaupt nicht helfen: Es ist passiert, es ist vorbei und du gehst davon aus, dass er nicht zurückkommt. Deswegen solltest du daran arbeiten, es zu akzeptieren, nur so kannst du dich langsam beruhigen und von dieser Last befreien. Wenn man einen Verlust erlitten hat, darf und soll man trauern. Aber irgendwann muss man die Sache bewusst in eigenem Interesse für erledigt erklären.
Ich habe vor 19 Jahren eine sehr gute Freundin verloren, sie war 21, sie ist vor Weihnachten in ihre Heimat gefahren und nicht zurückgekommen.
Ich habe kurze Zeit später erfahren, dass der Bus, mit dem sie gefahren ist, einen Unfall hatte, nur sie ist ums Leben gekommen, ein fröhliches, zufriedenes, glückliches, inteligentes und hübsches Mädchen. Ich habe es am Anfang nicht glauben wollen, habe ihr noch SMS und Mails geschrieben. Dann habe ich sehr viel geweint, es wäre besser gewesen, ich wäre zur Beerdigung nach Litauen gefahren. Aber ich habe nie mit jemandem darüber gesprochen, schon manchmal die Geschichte erzählt, aber nie über meine Trauer, meine Gefühle offen gesprochen. So kann man das nicht verarbeiten. Ich weine immer, wenn ich an sie denke und immer im Januar denke ich viel an sie. Deswegen würde ich dir raten, viel darüber zu sprechen, mit der Psychologin, mit deiner Mutter/Schwester/Freundin, um diese Gefühle besser zu verstehen, sie rauszulassen, sie sozusagen von außen zu betrachten und zu akzeptieren.
Viele Ehen scheitern, oft nach vielen Jahren. Weil Menschen sich verändern, durch alles, was sie erleben, durch Zeitablauf. Die Frau hat dir deinen Mann nicht weggenommen, er hat sich bewusst gegen seine Familie entschieden. Er hat sich für ein leichtes, unbeschwertes, aufregendes neues Leben entschieden- weil so fühlt sich normalerweise eine neue Beziehung an, am Anfang ist ja meistens alles schön, dafür sorgen auch die Hormone. Erst mit der Zeit, mit den kleinen und großen Problemen und Meinungsverschiedenheiten wird es immer schwieriger, man fühlt sich enttäuscht und unzufrieden. Viele wollen trotzdem zusammen halten, wollen "kämpfen", "an der Beziehung arbeiten", andere laufen vor Problemen weg. In eine frische aufregende problemlose Beziehung. Je nach Persönlichkeit, nach persönlichen Bedürfnissen. Deswegen würde ich ihm auch keine Vorwürfe machen, er hat egoistisch gehandelt, ja, aber offenbar ist er Egoist und nicht bereit für seine Familie seine Bedürfnisse zurückzustellen. Er wollte nicht kämpfen, er mag einfache Lösungen. Ja, er hat dir was anderes versprochen, als er dich geheiratet hat.
Aber er war nicht in der Lage, dieses Versprechen zu halten, warum: weil er so ist, wie er ist. Er ist wohl nicht in der Lage, solche Versprechen zu halten. Er wollte offenbar eine heimliche Beziehung mit ihr, sie war aber nicht bereit, nur seine Geliebte zu sein und er hat sich ziemlich schnell gegen seine Familie entschieden. Wir können es Charakterschwäche nennen, aber es ist einfach seine Persönlichkeit, das ist er. Vielleicht war er anders, als ihr geheiratet habt, oder er war genauso egoistisch und hat dich damals geheiratet, weil es damals für ihn das Beste war. Es ist aber egal, für dich ist wichtig zu erkennen, dass er jetzt so ist, wie er handelt, er ist nicht (mehr) der richtige Mann für dich, er ist nicht der Mensch, den du in ihm siehst. Er hat dich schwer enttäuscht und verletzt, aber du glaubst immer noch, dass er anders könnte, dass alles wieder gut sein könnte, weil er in der Lage wäre, der Vater und Ehemann zu sein, den du dir wünschst. Und nur diese Frau ist schuld, dass er schwach geworden ist. Das sehe ich anders: wie er wirklich ist, hat er dir gezeigt, er will und kann nicht (mehr) der Richtige sein.
Stell dir vor, er wäre mit euch geblieben, aus Pflichtbewusstsein, oder weil z.B. seine Familie gedroht hätte, ihn sonst zu enterben oder um sich seine Karriere nicht zu ruinieren oder was auch immer, nicht ganz freiwillig, sondern aus Vernunftsgründen. Er hätte sich aus irgendeinem Grund für das Leben entschieden, das er eigentlich nicht führen wollte und wäre nicht glücklich. Das wäre nämlich die Alternative zu der Entscheidung, die er getroffen hat. Würdest du das wollen? Was würde dir das bringen? Könntest du dann trotzdem glücklich sein, vermutlich nicht, oder?
Menschen, die uns nicht lieben, sollen wir in Frieden gehen lassen. Weil Liebe kann man nicht erzwingen und mit jemandem, der uns nicht liebt, können wir nicht glücklich sein.
Ich will dich damit nicht verletzen, ich hoffe du verstehst, was ich meine.
Du liebst ihn immer noch und du siehst ihn regelmäßig, das ist nicht wirklich gut, aber ändern lässt sich das im Moment vermutlich nicht?
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Ergänzung: Das Wichtigste hätte ich fast vergessen, durch chronischen Schlafmangel funktioniert mein Gehirn langsam nicht mehr?: Es gibt hier im Forum sehr viele Threads von Leuten, die ähnliche oder gleiche Probleme hatten. Es lohnt sich, die zu lesen. Mit der Suchfunktion findest du sie.
Ich mache es jeden Tag und mache mir unzählige Screenshots und lese manches mehrmals durch. Damit es in meinem gequälten Gehirn ankommt. Ich habe viele brauchbare Gedanken gefunden. Und Trost.
Es lohnt sich wirklich, manche Beiträge sind schon 15 Jahre alt, du liest, wie die Menschen gelitten haben: Für die allermeisten, wenn nicht für alle, ist der Liebeskummer von damals schon lange Geschichte.
z.B.
und Hunderte andere
Liebe Liny, deine Geschichte ist echt traurig. Mit dem Abstand den ich habe, sehe ich es so. Versuche ihn loszulassen. Versuche ein neues Leben mit deinen 2 Kindern zu führen. Bist du der Typ, der lieber damit lebt einen Mann zu haben der lügt und betrügt, wie keinen Mann zu haben? Deine Abneigung, dein Kind mit der anderen zu teilen, kann ich sehr gut nachvollziehen. Mir ist es damals erspart geblieben, da die andere an Lungenkrebs erkrankte. Da passte kein Kind rein. Aber du solltest versuchen damit umzugehen. Für deine Tochter. Das du eine Therapie machst, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Kopf hoch, der Arsch soll bleiben wo der Pfeffer wächst. Und für dich ist es eine Chance dein Leben umzukrempeln.
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