8 Monate Hoffnung
7 Antworten701 AufrufeGestartet von albax ·
albaxThemenstart
xxx
Guten Abend albax,
wenn ich deine Geschichte lese, fällt mir folgendes auf:
Sie hat bisher immer jede Nachricht beantwortet, auch wenn der Inhalt aufdringlich war. Als du aber ernst wurdest, von phantastischen und ungesunden Gefühlen gesprochen hast, hielt sie ihre Pflicht zu antworten nicht mehr ein.
Sie hat den Flirt mit dir bisher mitgemacht, weil es schön und schmeichelhaft ist, wenn man begehrt wird, es hebt das Ego, sagt aber nicht unbedingt aus, dass man das Gleiche fühlt.
Sie hat die Beziehung zu ihrem Freund bisher nicht in Frage gestellt, auch nicht, als du ganz eindeutige Angebote gemacht hast.
Du musst dir das eingestehen, auch wenn es schmerzhaft ist: sie will an ihrem Freund festhalten, die Beziehung zu ihm nicht gefährden und ihn keinesfalls für dich verlassen.
Sie hat ihrem Freund den Vorzug gegeben und sich für ihn entschieden, indem sie sich nicht mehr bei dir meldete. Dieses Nichtmelden ist eine Abfuhr.
Es erscheint dir verständlicherweise nicht fair, dass sie dir nicht ein letztes, klärendes Gespräch gönnt. Doch vielleicht fürchtet sie, wenn sie dich hört, dass ihr der Abschied zu schwer fällt? Immerhin mag sie dich sehr, hat dich immer sehr geschätzt, aber eben nicht genug, um ihre Beziehung für dich aufzugeben.
Es ist schwer, jemanden zu sagen, dass man ihn nicht will. Wie soll man das übers Herz bringen, wenn man den Menschen doch gerne mag? Die Variante mit dem Nichtmelden ist der einfache Weg, der ohne große Hindernisse. Sie hofft jetzt, dass dich die Geduld verlässt und eure Freundschaft im Sand verläuft.
Es tut mir leid für dich, dass deine Liebe unerwidert bleibt und du jetzt allein damit fertig werden musst, ohne noch einmal mit ihr sprechen zu können.
Ich verstehe dich gut, mir selbst ist es auch immer das Liebste, für Klarheit zu sorgen und zu wissen, woran ich bin. Und doch ist es oft so, dass wir mit dem Unerledigten, mit dem Unausgesprochenen klar kommen müssen ohne die Chance auf Richtigstellung.
Wenn es dir gelingt, sie in angenehmer Erinnerung zu behalten, die gemeinsamen Stunden als etwas zu betrachten, das schön war, auch wenn es vorbei ist, wenn du das akzeptieren kannst, wird der Schmerz bald vorbei gehen.
Alles Gute und lieben Gruß von
wenn ich deine Geschichte lese, fällt mir folgendes auf:
Sie hat bisher immer jede Nachricht beantwortet, auch wenn der Inhalt aufdringlich war. Als du aber ernst wurdest, von phantastischen und ungesunden Gefühlen gesprochen hast, hielt sie ihre Pflicht zu antworten nicht mehr ein.
Sie hat den Flirt mit dir bisher mitgemacht, weil es schön und schmeichelhaft ist, wenn man begehrt wird, es hebt das Ego, sagt aber nicht unbedingt aus, dass man das Gleiche fühlt.
Sie hat die Beziehung zu ihrem Freund bisher nicht in Frage gestellt, auch nicht, als du ganz eindeutige Angebote gemacht hast.
Du musst dir das eingestehen, auch wenn es schmerzhaft ist: sie will an ihrem Freund festhalten, die Beziehung zu ihm nicht gefährden und ihn keinesfalls für dich verlassen.
Sie hat ihrem Freund den Vorzug gegeben und sich für ihn entschieden, indem sie sich nicht mehr bei dir meldete. Dieses Nichtmelden ist eine Abfuhr.
Es erscheint dir verständlicherweise nicht fair, dass sie dir nicht ein letztes, klärendes Gespräch gönnt. Doch vielleicht fürchtet sie, wenn sie dich hört, dass ihr der Abschied zu schwer fällt? Immerhin mag sie dich sehr, hat dich immer sehr geschätzt, aber eben nicht genug, um ihre Beziehung für dich aufzugeben.
Es ist schwer, jemanden zu sagen, dass man ihn nicht will. Wie soll man das übers Herz bringen, wenn man den Menschen doch gerne mag? Die Variante mit dem Nichtmelden ist der einfache Weg, der ohne große Hindernisse. Sie hofft jetzt, dass dich die Geduld verlässt und eure Freundschaft im Sand verläuft.
Es tut mir leid für dich, dass deine Liebe unerwidert bleibt und du jetzt allein damit fertig werden musst, ohne noch einmal mit ihr sprechen zu können.
Ich verstehe dich gut, mir selbst ist es auch immer das Liebste, für Klarheit zu sorgen und zu wissen, woran ich bin. Und doch ist es oft so, dass wir mit dem Unerledigten, mit dem Unausgesprochenen klar kommen müssen ohne die Chance auf Richtigstellung.
Wenn es dir gelingt, sie in angenehmer Erinnerung zu behalten, die gemeinsamen Stunden als etwas zu betrachten, das schön war, auch wenn es vorbei ist, wenn du das akzeptieren kannst, wird der Schmerz bald vorbei gehen.
Alles Gute und lieben Gruß von
Hallo Lisabel,
danke für die Antwort . Eine Abfuhr ist das natürlich schon, aber sie reizt wegen ihrer mangelhaften Aussage zum weitermachen. Nicht heute, nicht morgen aber vielleicht in einem halben Jahr!
Na ja, ich hatte ja nun fast ein Jahr Zeit sie zu neutral zu beobachten. Meine Gefühle zeigten sich mir ja erst beim Abschied.
Und da merkte ich schon, daß Sie sehr sensibel ist und Konflikten lieber aus dem Wege geht als sie zu lösen. Sie ist immer sehr Begeisterungsfähig und Neugierig aber nur wenn Sie sich in Sicherheit fühlt und ich denke schon das es eine gewisse Begeisterung für mich gibt, solange ich mich neutral verhalte.
Was mir auffiel war, daß sie in unsern Gesprächen für ihren Ex-Liebhaber immer sehr glühte. Ich glaube das war eine echte amour fou. Er war ein exotischer, sehr erfolgreicher Star, er versprach Ihr die Heirat obwohl er Frau und Kind hatte und ab einem gewissen Punkt mußte sie erkennen, daß es wohl doch nur eine Affaire war.
Sie hat sich da wohl auch ziemlich zum Narren gemacht.
Ich glaube, es war für sie ein katastrophales Chaos, eine Unordnung im Leben, aus der Sie geflüchtet ist. Ihren neuen Freund hatte Sie danach, wie sie mir erzählte als unverbindlichen Tröster gesucht und ich weiß, daß sie immer sehr offen damit kokettierte, daß er nicht der Weisheit letzter Schluß sein müßte. Einmal erzählte sie mir, daß Ihr neuer Freund eben nicht ihr Mr. Perfect sei und ich hatte immer das Gefühl, ihre Beziehung zu Ihm ist sehr abgeklärt. Er sieht blendend aus, sie hat ihn im Griff und muß emotional nicht viel investieren. Freunde von mir, sagen mir, daß sie die Verbindung nicht so richtig verstehen, weil er wohl eher langweilig zu sein scheint und nicht zu ihren Ansprüchen paßt.
Selbst bei unserem letzten Gespräch ließ sie durchblicken, daß Ihr jetziges Leben zwar sehr gut sei, sie es aber nur als Zwischenstation für ein paar Jahre sieht.
Ich glaube schon, daß ihre Gefühle für mich sehr warm sind und sie war ja gerade in den letzten Tagen auch nicht auf der Suche. Sie war,glaube ich, sehr erschreckt über Ihre Gefühle. Jetzt ist Ihr Leben natürlich wieder in Ordnung und ich bin eine Bedrohung, weil ich kein unverbindliches Angebot mache. Allerdings habe ich auch nie erwartet, daß sie ihr Leben meinetwegen kurzfristig ändert. Im Gegenteil, ich hätte es als großen Fehler und Unbeständigkeit interpretiert.
Der totale Abbruch wäre nicht schön, denn sie hat auch berufliche Qualitäten, die ich in meinem Freundesnetzwerk gut gebrauchen könnte. Und ich glaube, sie könnte auch von mir profitieren. Gerade der Verlust auch dieser Freundschaft wäre sehr traurig.
Ich glaube es liegt an den Umständen. Sehr schade!
Im übrigen beweise ich gerade mit meiner Ex- Frau, daß man nach einer Trennung eben nicht alles andere aufgeben muß, was einen verbindet.
Es wäre ein große Hilfe, wenn ich Ihr die Angst nehmen könnte, eine lockere Basis. Nicht ganz einfach, bei 500 km.
danke für die Antwort . Eine Abfuhr ist das natürlich schon, aber sie reizt wegen ihrer mangelhaften Aussage zum weitermachen. Nicht heute, nicht morgen aber vielleicht in einem halben Jahr!
Na ja, ich hatte ja nun fast ein Jahr Zeit sie zu neutral zu beobachten. Meine Gefühle zeigten sich mir ja erst beim Abschied.
Und da merkte ich schon, daß Sie sehr sensibel ist und Konflikten lieber aus dem Wege geht als sie zu lösen. Sie ist immer sehr Begeisterungsfähig und Neugierig aber nur wenn Sie sich in Sicherheit fühlt und ich denke schon das es eine gewisse Begeisterung für mich gibt, solange ich mich neutral verhalte.
Was mir auffiel war, daß sie in unsern Gesprächen für ihren Ex-Liebhaber immer sehr glühte. Ich glaube das war eine echte amour fou. Er war ein exotischer, sehr erfolgreicher Star, er versprach Ihr die Heirat obwohl er Frau und Kind hatte und ab einem gewissen Punkt mußte sie erkennen, daß es wohl doch nur eine Affaire war.
Sie hat sich da wohl auch ziemlich zum Narren gemacht.
Ich glaube, es war für sie ein katastrophales Chaos, eine Unordnung im Leben, aus der Sie geflüchtet ist. Ihren neuen Freund hatte Sie danach, wie sie mir erzählte als unverbindlichen Tröster gesucht und ich weiß, daß sie immer sehr offen damit kokettierte, daß er nicht der Weisheit letzter Schluß sein müßte. Einmal erzählte sie mir, daß Ihr neuer Freund eben nicht ihr Mr. Perfect sei und ich hatte immer das Gefühl, ihre Beziehung zu Ihm ist sehr abgeklärt. Er sieht blendend aus, sie hat ihn im Griff und muß emotional nicht viel investieren. Freunde von mir, sagen mir, daß sie die Verbindung nicht so richtig verstehen, weil er wohl eher langweilig zu sein scheint und nicht zu ihren Ansprüchen paßt.
Selbst bei unserem letzten Gespräch ließ sie durchblicken, daß Ihr jetziges Leben zwar sehr gut sei, sie es aber nur als Zwischenstation für ein paar Jahre sieht.
Ich glaube schon, daß ihre Gefühle für mich sehr warm sind und sie war ja gerade in den letzten Tagen auch nicht auf der Suche. Sie war,glaube ich, sehr erschreckt über Ihre Gefühle. Jetzt ist Ihr Leben natürlich wieder in Ordnung und ich bin eine Bedrohung, weil ich kein unverbindliches Angebot mache. Allerdings habe ich auch nie erwartet, daß sie ihr Leben meinetwegen kurzfristig ändert. Im Gegenteil, ich hätte es als großen Fehler und Unbeständigkeit interpretiert.
Der totale Abbruch wäre nicht schön, denn sie hat auch berufliche Qualitäten, die ich in meinem Freundesnetzwerk gut gebrauchen könnte. Und ich glaube, sie könnte auch von mir profitieren. Gerade der Verlust auch dieser Freundschaft wäre sehr traurig.
Ich glaube es liegt an den Umständen. Sehr schade!
Im übrigen beweise ich gerade mit meiner Ex- Frau, daß man nach einer Trennung eben nicht alles andere aufgeben muß, was einen verbindet.
Es wäre ein große Hilfe, wenn ich Ihr die Angst nehmen könnte, eine lockere Basis. Nicht ganz einfach, bei 500 km.
Hallo albax!
Ja, ich sehe das genauso wie du: eine nicht eindeutige Aussage ist unverbindlich, lässt noch Möglichkeiten offen, sagt nicht konkret Ja und auch nicht Nein, es ist weiterhin alles möglich.
Aber ist dir das recht so? Diese Unverbindlichkeit, was doch in gewisser Weise auch ein Hinhalten ist?
Es ist das ewige Spiel um Nähe und Distanz, das so oft die Probleme bringt, weil es um Macht geht und nicht um die Liebe: wenn sich einer nähert, distanziert sich der andere, und das Spiel geht weiter.
Deine Freundin macht das nicht nur mit dir, sondern auch mit anderen Männern: nur nicht die Konfrontation suchen, lieber unverbindlich bleiben.
Die Aussage, dass ihre jetzige Beziehung nur eine Zwischenstation für die nächsten Jahre wäre, ist schon ein starkes Stück.
Ich würde nicht in der Haut dieses Freundes stecken wollen, würdest du denn mit ihm tauschen wollen?
Bitte verzeih, ich möchte die Frau deines Herzens nicht schlecht machen, aber besonders viel Herz scheint sie nicht zu haben, so wie du sie schilderst.
Dabei frage ich mich, was du willst, was sind deine Hoffnungen?
Wäre es dir recht, wenn sie sich wieder in einem halben Jahr meldet mit "Hallo, meine Zwischenstation ist überwunden, möchtest du die nächste sein?"
Vielleicht ist meine Lebensauffassung zu romantisch um realistisch zu sein, aber ich würde mich sehr ausgenutzt fühlen.
Die wahre Liebe kennt keine Erwartungen, das weiß ich. Aber wenn Liebe ausgenutzt wird, ist sie zum Sterben verurteilt, das habe ich auch erfahren.
Wenn du nicht darunter leidest, dann ist die Situation zumindest erträglich, das freut mich für dich.
Liebe Grüße!
Ja, ich sehe das genauso wie du: eine nicht eindeutige Aussage ist unverbindlich, lässt noch Möglichkeiten offen, sagt nicht konkret Ja und auch nicht Nein, es ist weiterhin alles möglich.
Aber ist dir das recht so? Diese Unverbindlichkeit, was doch in gewisser Weise auch ein Hinhalten ist?
Es ist das ewige Spiel um Nähe und Distanz, das so oft die Probleme bringt, weil es um Macht geht und nicht um die Liebe: wenn sich einer nähert, distanziert sich der andere, und das Spiel geht weiter.
Deine Freundin macht das nicht nur mit dir, sondern auch mit anderen Männern: nur nicht die Konfrontation suchen, lieber unverbindlich bleiben.
Die Aussage, dass ihre jetzige Beziehung nur eine Zwischenstation für die nächsten Jahre wäre, ist schon ein starkes Stück.
Ich würde nicht in der Haut dieses Freundes stecken wollen, würdest du denn mit ihm tauschen wollen?
Bitte verzeih, ich möchte die Frau deines Herzens nicht schlecht machen, aber besonders viel Herz scheint sie nicht zu haben, so wie du sie schilderst.
Dabei frage ich mich, was du willst, was sind deine Hoffnungen?
Wäre es dir recht, wenn sie sich wieder in einem halben Jahr meldet mit "Hallo, meine Zwischenstation ist überwunden, möchtest du die nächste sein?"
Vielleicht ist meine Lebensauffassung zu romantisch um realistisch zu sein, aber ich würde mich sehr ausgenutzt fühlen.
Die wahre Liebe kennt keine Erwartungen, das weiß ich. Aber wenn Liebe ausgenutzt wird, ist sie zum Sterben verurteilt, das habe ich auch erfahren.
Wenn du nicht darunter leidest, dann ist die Situation zumindest erträglich, das freut mich für dich.
Liebe Grüße!
Ich mag ein wenig verblendet sein.
Aber ich hab sie ja früher sehr unbefangen beobachten können und da dachte ich mir einerseits immer dasselbe wie Du. In der Haut Ihres Freundes möchte ich aber nicht stecken! Aber ich dachte auch. Hier paßt doch was nicht zusammen. Auf der einen Seite eine Frau, die sich Beziehungscool gibt und ganz offen sagt, Sie sei im Grunde nicht so sehr fest gebunden.
Auf der anderen Seite hatte sie in einer Fernbeziehung über ein Jahr keine andere Affaire und ist in allen anderen Bereichen wirklich sehr korrekt und zuverlässig. Ich hab Sie bei Ihren Abschiedsabenden schon schwer angegraben und ich hatte immer das Gefühl sie sucht die Nähe, wenn wir zusammen sind. Wenn sie aber wieder alleine ist, bekommt sie Angst. Das ganze Jahr über war ich schon eine wichtige Bezugsperson, der sie wohl auch sehr vertraute.
Ich glaube Sie ist eigentlich ein sehr warmer Mensch und nicht berechnend. Eher leichtgläubig und naiv. Auch im Beruf brauchte sie immer Führung, dann brachte Sie aber sehr gute Leistungen. Und sie neigt zu Panikreaktionen. Ich war da immer sehr ausgleichend und ich glaube das schätzt sie sehr.
Ich glaube sie ist in ihrer offenherzigen Art sehr verletzt worden. Sie schwärmte das ganze Jahr über ihre verlorene, große Liebe und ich glaube sie versucht sich über eine lässige, fast berechnende Art vor großen Emotionen zu schützen. Ihr Freund scheint mir da ein bequemer Schutzschild zu sein. Er gibt Ihr nach außen die Möglichkeit zu signalisieren, daß sie nicht auf Emotionen angewiesen ist. Wenn es schiefgeht, wird es sie nicht so tief treffen wie beim letzten Mal. Er hat ihr zwar Trost gespendetund er pflegt ihr Ego, aber ob er etwas für die Zukunft ist weiß sie nicht, weil er sein berufliches Leben jedenfalls überhaupt nicht im Griff hat.
Natürlich denkt Sie im Moment sehr egoistisch, aber sie will auch offenbar wieder in ruhigeres Fahrwasser, ihren Job in den Griff kriegen usw. usf. Das ist ihr gutes Recht.
Was ich erwarte? Ganz ehrlich: Daß ich auf die Dauer ein Anker für ihre seelische Orientierungslosigkeit sein könnte. Ihre bisherigen Freunde scheinen mir jedenfalls nicht die notwendige Tiefe gehabt zu haben. Auch ihr jetziger hat Ihr viel versprochen, wie er vorankommen will und er erfüllt es nicht.
Na ja, ich werd über gute Freunde versuchenin 500 km Entfernung ein Bild zu verbreiten, daß ich durchaus nicht am Boden zertört bin und auch noch andere Möglichkeiten am Start habe. Das macht
sie vielleicht lockerer. Beim letzten Treffen hab ich wohl zuviel geschmachtet.
Leiden tu ich allerdings schon! Ich nehm die andere Seite immer sehr ernst. Deshalb trifft mich schweigen auch viel mehr als eine kultivierte Absage.
Aber ich hab sie ja früher sehr unbefangen beobachten können und da dachte ich mir einerseits immer dasselbe wie Du. In der Haut Ihres Freundes möchte ich aber nicht stecken! Aber ich dachte auch. Hier paßt doch was nicht zusammen. Auf der einen Seite eine Frau, die sich Beziehungscool gibt und ganz offen sagt, Sie sei im Grunde nicht so sehr fest gebunden.
Auf der anderen Seite hatte sie in einer Fernbeziehung über ein Jahr keine andere Affaire und ist in allen anderen Bereichen wirklich sehr korrekt und zuverlässig. Ich hab Sie bei Ihren Abschiedsabenden schon schwer angegraben und ich hatte immer das Gefühl sie sucht die Nähe, wenn wir zusammen sind. Wenn sie aber wieder alleine ist, bekommt sie Angst. Das ganze Jahr über war ich schon eine wichtige Bezugsperson, der sie wohl auch sehr vertraute.
Ich glaube Sie ist eigentlich ein sehr warmer Mensch und nicht berechnend. Eher leichtgläubig und naiv. Auch im Beruf brauchte sie immer Führung, dann brachte Sie aber sehr gute Leistungen. Und sie neigt zu Panikreaktionen. Ich war da immer sehr ausgleichend und ich glaube das schätzt sie sehr.
Ich glaube sie ist in ihrer offenherzigen Art sehr verletzt worden. Sie schwärmte das ganze Jahr über ihre verlorene, große Liebe und ich glaube sie versucht sich über eine lässige, fast berechnende Art vor großen Emotionen zu schützen. Ihr Freund scheint mir da ein bequemer Schutzschild zu sein. Er gibt Ihr nach außen die Möglichkeit zu signalisieren, daß sie nicht auf Emotionen angewiesen ist. Wenn es schiefgeht, wird es sie nicht so tief treffen wie beim letzten Mal. Er hat ihr zwar Trost gespendetund er pflegt ihr Ego, aber ob er etwas für die Zukunft ist weiß sie nicht, weil er sein berufliches Leben jedenfalls überhaupt nicht im Griff hat.
Natürlich denkt Sie im Moment sehr egoistisch, aber sie will auch offenbar wieder in ruhigeres Fahrwasser, ihren Job in den Griff kriegen usw. usf. Das ist ihr gutes Recht.
Was ich erwarte? Ganz ehrlich: Daß ich auf die Dauer ein Anker für ihre seelische Orientierungslosigkeit sein könnte. Ihre bisherigen Freunde scheinen mir jedenfalls nicht die notwendige Tiefe gehabt zu haben. Auch ihr jetziger hat Ihr viel versprochen, wie er vorankommen will und er erfüllt es nicht.
Na ja, ich werd über gute Freunde versuchenin 500 km Entfernung ein Bild zu verbreiten, daß ich durchaus nicht am Boden zertört bin und auch noch andere Möglichkeiten am Start habe. Das macht
sie vielleicht lockerer. Beim letzten Treffen hab ich wohl zuviel geschmachtet.
Leiden tu ich allerdings schon! Ich nehm die andere Seite immer sehr ernst. Deshalb trifft mich schweigen auch viel mehr als eine kultivierte Absage.
albax, ich lese es ganz deutlich: du bist schwer verliebt und nimmst ihr Verhalten daher in Schutz. Das ist lobenswert und schön. Es ist schön, Liebe zu empfinden. Verblendet sein gehört dazu, sonst hätte die Liebe kaum eine Chance.
So wie du schreibst, liest sich das gefühlvoll und mit Niveau. Du hast eine zarte Seele, und es steht mir gar nicht zu, dir so unverblümt die Wahrheit in allen Einzelheiten hinzuschmettern, das erledigt das Schicksal früh genug.
Genieß dieses schöne Gefühl der Verliebtheit noch eine Weile, es ist so sanft und zart und so vergänglich.
Du sagst, du leidest, das tut mir sehr leid.
Aber zu dem Zeitpunkt, wenn du erkennst, dass es nicht Naivität und Unsicherheit ist, die sie zu ihren Aussagen treibt, sondern Oberflächlichkeit und Lieblosigkeit, wirst du sehr froh sein, dass du nie den Platz ihres Freundes eingenommen hast.
Ich wünsche dir, dass du dir diese Liebesfähigkeit erhältst und eines Tages jemanden schenken kannst, der Tiefgang hat und Respekt vor den Menschen kennt. Alles Gute und alles Liebe wünscht
So wie du schreibst, liest sich das gefühlvoll und mit Niveau. Du hast eine zarte Seele, und es steht mir gar nicht zu, dir so unverblümt die Wahrheit in allen Einzelheiten hinzuschmettern, das erledigt das Schicksal früh genug.
Genieß dieses schöne Gefühl der Verliebtheit noch eine Weile, es ist so sanft und zart und so vergänglich.
Du sagst, du leidest, das tut mir sehr leid.
Aber zu dem Zeitpunkt, wenn du erkennst, dass es nicht Naivität und Unsicherheit ist, die sie zu ihren Aussagen treibt, sondern Oberflächlichkeit und Lieblosigkeit, wirst du sehr froh sein, dass du nie den Platz ihres Freundes eingenommen hast.
Ich wünsche dir, dass du dir diese Liebesfähigkeit erhältst und eines Tages jemanden schenken kannst, der Tiefgang hat und Respekt vor den Menschen kennt. Alles Gute und alles Liebe wünscht
hallo ;) )
"eigentlich" wollte ich ja was dazu schreiben...doch: Lisabels post hat alles gesagt, was ich sagen wollte! und lisabel - du hast das auf eine so schöne und gefühlvolle Art und Weise gemacht, daß ich mir wirklich wünschen würde du würdest ein Kommentar zu meiner "Geschichte" abgeben :]
albax: die Frau, die von dir geliebt wird...ganz allgemein..darf sich glücklich schätzen...und so eine - kommt...bald :schmatz:
"eigentlich" wollte ich ja was dazu schreiben...doch: Lisabels post hat alles gesagt, was ich sagen wollte! und lisabel - du hast das auf eine so schöne und gefühlvolle Art und Weise gemacht, daß ich mir wirklich wünschen würde du würdest ein Kommentar zu meiner "Geschichte" abgeben :]
albax: die Frau, die von dir geliebt wird...ganz allgemein..darf sich glücklich schätzen...und so eine - kommt...bald :schmatz:
Danke Euch beiden erstmal für die wunderbaren Komplimente!
Ich glaube, wenn ich tiefer in mich reinhorche, sind mir die Gedanken an Oberflächlichkeit schon auch gekommen.
Wahrscheinlich ist es das unbewußte Machtspielchen vieler schönen Frau. Und vielleicht ist es bei Ihrer chaotischen, vorletzten Beziehung so gewesen, daß Sie erstmalig in Ihrem Leben das Nähe und Distanz Spielchen nicht mehr kontrollieren konnte. Deshalb Machtverlust und dadurch tiefe Trauer aber vielleicht nicht um Liebe, sondern um mangelnde Anerkennung.
Wahrscheinlich hab auch ich meine gesamten in meiner Ehe zerbrochenen Wünsche auf Sie projeziert. Das ist natürlich zu vie, wahrscheinlich für jeden.
Werde sie sicher nicht in schlechter Erinnerung behalten. Sie hat schließlich nichts versprochen und nicht gehalten, und die Zeit mit Ihr war sehr schön. Ich denke schon, daß Ihr die Ernsthaftigkeit meiner Bemühungen sehr nachgegangen sind. Und es gibt sicherlich eine Zuneigung. Aber ab einem bestimmten Punkt sind solche Menschen einfach überfordert, weil es nicht nur um kurze Zerstreuung, sondern ums ganze Leben geht. Und da ist Panik angesagt.
Das mit dem Schweigen empfinde ich aber dennoch als Mißachtung, kratzt an meinem Ego. Mit zweiunddreißig kann man sich nicht mehr wie ein Schulmädchen verhalten.
Und das Angebot an meinem Leben teilzuhaben zu können sehe ich nicht als Unverschämtheit an. Aber ich denke ich kann in Zukunft so großzügig sein, ihr das zu verzeihen. Wäre vielleicht auch besser, um ihren Machtbereich nicht zu vergrößern. Nachtreten ist nie guter Stil.
Hab heut' nachmittag nette Gespräche mit meiner Ex-Frau über das Thema gehabt, sie ist eigentlich im Notfall immer für mich da. Vielleicht find ich ja ein bisschen Ruhe und Ablenkung in der nächsten Zeit.
Ich glaube, wenn ich tiefer in mich reinhorche, sind mir die Gedanken an Oberflächlichkeit schon auch gekommen.
Wahrscheinlich ist es das unbewußte Machtspielchen vieler schönen Frau. Und vielleicht ist es bei Ihrer chaotischen, vorletzten Beziehung so gewesen, daß Sie erstmalig in Ihrem Leben das Nähe und Distanz Spielchen nicht mehr kontrollieren konnte. Deshalb Machtverlust und dadurch tiefe Trauer aber vielleicht nicht um Liebe, sondern um mangelnde Anerkennung.
Wahrscheinlich hab auch ich meine gesamten in meiner Ehe zerbrochenen Wünsche auf Sie projeziert. Das ist natürlich zu vie, wahrscheinlich für jeden.
Werde sie sicher nicht in schlechter Erinnerung behalten. Sie hat schließlich nichts versprochen und nicht gehalten, und die Zeit mit Ihr war sehr schön. Ich denke schon, daß Ihr die Ernsthaftigkeit meiner Bemühungen sehr nachgegangen sind. Und es gibt sicherlich eine Zuneigung. Aber ab einem bestimmten Punkt sind solche Menschen einfach überfordert, weil es nicht nur um kurze Zerstreuung, sondern ums ganze Leben geht. Und da ist Panik angesagt.
Das mit dem Schweigen empfinde ich aber dennoch als Mißachtung, kratzt an meinem Ego. Mit zweiunddreißig kann man sich nicht mehr wie ein Schulmädchen verhalten.
Und das Angebot an meinem Leben teilzuhaben zu können sehe ich nicht als Unverschämtheit an. Aber ich denke ich kann in Zukunft so großzügig sein, ihr das zu verzeihen. Wäre vielleicht auch besser, um ihren Machtbereich nicht zu vergrößern. Nachtreten ist nie guter Stil.
Hab heut' nachmittag nette Gespräche mit meiner Ex-Frau über das Thema gehabt, sie ist eigentlich im Notfall immer für mich da. Vielleicht find ich ja ein bisschen Ruhe und Ablenkung in der nächsten Zeit.
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