Abschied nehmen
7 Antworten1'698 AufrufeGestartet von esISTvorbei ·
esISTvorbeiThemenstart
Es ist vorbei ..
Komisch .. jetzt habe ich so viele Wochen des Schmerzes und der Wut , der Traurigkeit und der Sorgen hinter mir, habe heute den letzten Schritt gewagt und diese Geschichte beendet .. und im Moment fühle ich gar nichts.
Begonnen hatte alles auf der letztjährigen Weihnachtsfeier. Ich hatte nicht zu viel getrunken und ich war ganz klar im Kopf. Da war eine unerklärliche Anziehung gleich da, zu diesem Mann den ich eigentlich - nur vom Grüßen her - schon einige Jahre kannte, mit dem ich aber an diesem Abend das erste mal ein Gespräch hatte. Wir sind beide verheiratet, haben beide Kinder (ich weiss, dass du jetzt denken wirst, dass es nicht in Orndung ist) und da war so ein starkes Band von Anfang an, das mich und ihn nicht mehr losließ.
Es begann eine Zeit der täglichen Mails, der heimlichen Treffen, wann immer es ging und ich merkte zum ersten Mal in meinem Leben, was wirkliches Verliebtsein heißen kann. Mein Denken war ausgefüllt von ihm, mein Handeln war oft abgezielt auf ihn und das Leben bestand aus dem Warten auf den nächsten Anruf, das nächste Mail und natürlich auf das nächste Treffen. Es war eine sehr intensive Zeit und irgendwann aus mir unerklärlichem Grund (vielleicht was die Zeit der Verliebtheit bei ihm zu Ende) merkte ich, dass die Liebeserklärungen magerer wurden, dass die Wartezeiten etwas länger wurden und je mehr ich versuchte, diesen "Normalzustand" wiederzuerlangen, desto mehr hatte ich das Gefühl das Gegenteil zu erreichen.
Die letzten Monate haben mir sehr weh getan .. seien Beteuerung, dass doch alles gleich geblieben sei, was ich heute als Unehrlichkeit empfinde. Der Schmerz darüber, dass er sich von mir - meiner Person, meiner Art, meiner Liebe zu ihm zurückzieht war manchmal unermesslich. Letzes Wochenende war so schlimm, meine Stimmung so gedämpft und vernebelt, ich würde es fast ein wenig depressiv nennen, dass ich mich entschloss, unter dem allen den endgültigen Schlussstrich zu ziehen.
Ich beneide hier viele, die schon einige Wochen zählen, die sie ausgehalten haben ohne irgendwelchen Kontakt und ich werde versuchen, es ihnen gleichzutun.
Ich fange gleich damit an :]
Hallo Du,
also erstmal muss ich Dir sagen, dass ich es verdammt stark von Dir finde, diesen SChritt zu gehen, obwohl es mit sicherheit sehr weh tut!
Natürlich ist so ein Verhalten nicht lobenswert, wenn man verheiratet ist, aber gegen Gefühle ist man größtenteils machtlos...
Aber es würde mich schon noch interessieren, wie das mit euch war. Habt ihr euch bloß so getroffen, oder war es eine richtige Affäre? Bist Du noch mit Deinem Mann zusammen?
LG
also erstmal muss ich Dir sagen, dass ich es verdammt stark von Dir finde, diesen SChritt zu gehen, obwohl es mit sicherheit sehr weh tut!
Natürlich ist so ein Verhalten nicht lobenswert, wenn man verheiratet ist, aber gegen Gefühle ist man größtenteils machtlos...
Aber es würde mich schon noch interessieren, wie das mit euch war. Habt ihr euch bloß so getroffen, oder war es eine richtige Affäre? Bist Du noch mit Deinem Mann zusammen?
LG
hallo du arme,
mich würde interessieren, ganz brennend, wie das angefangen hat mit den weniger werdenden Liebesschwüren, den längeren Wartezeiten usw. und wie hast du versucht, diesen "Normalzustand" wieder zu bekommen?
ich bin in einer ganz ähnlichen situation wie du, deswegen frage ich so intensiv nach.
mich würde interessieren, ganz brennend, wie das angefangen hat mit den weniger werdenden Liebesschwüren, den längeren Wartezeiten usw. und wie hast du versucht, diesen "Normalzustand" wieder zu bekommen?
ich bin in einer ganz ähnlichen situation wie du, deswegen frage ich so intensiv nach.
Hallo Du,
habe mir gerade mal Deine Geschichte durchgelesen und war überrascht, wie bewegend du schreiben kannst. Du hast die Geschichte beendet, wahrscheinlich wegen deinem Mann und deinen Kindern, was auch meiner Meinung nach sehr vernünftig war. Eine Affäre kann einen sehr reizen, vielleicht waren es auch genau diese heimlichen Treffen und Mails. Ich stecke selber in so einer Situation, dass ich mich mit einem Mann häufig heimlich treffe und wir uns ständig SMS schreiben.
Dabei gibt es immer das Risiko erwischt zu werden und das reizt uns beide. Aber auch Du wirst deinen Kummer überwinden und zu ihm keinen Kontakt mehr irgendwann haben. Wenn Du möchtest, Kannst Du ja noch ein bisschen was über deine Situation erzählen.
habe mir gerade mal Deine Geschichte durchgelesen und war überrascht, wie bewegend du schreiben kannst. Du hast die Geschichte beendet, wahrscheinlich wegen deinem Mann und deinen Kindern, was auch meiner Meinung nach sehr vernünftig war. Eine Affäre kann einen sehr reizen, vielleicht waren es auch genau diese heimlichen Treffen und Mails. Ich stecke selber in so einer Situation, dass ich mich mit einem Mann häufig heimlich treffe und wir uns ständig SMS schreiben.
Dabei gibt es immer das Risiko erwischt zu werden und das reizt uns beide. Aber auch Du wirst deinen Kummer überwinden und zu ihm keinen Kontakt mehr irgendwann haben. Wenn Du möchtest, Kannst Du ja noch ein bisschen was über deine Situation erzählen.
Hallo Peterle,
ich bin ganz neu hier und ich hoffe dass die Antwort auf dein Mail so auch richtig ankommt ;-).
Irgendwann ist man an dem Punkt, an dem man sich fragt, ob diese Energie, die man verwendet, eine so "anstrengende" Beziehung zu leben, richtig eingesetzt ist.
Und besonders dann, wenn man merkt, dass diese Energie und dadurch verbunden auch Sicherheit den Gegenüber eher einbremst als ihn bestärkt, in dieses Verhältnis zu investieren.
Ich würde die Beziehung zu diesem Mann nicht als "Verhältnis" bezeichnen, weil dieses Wort für mich eher für Oberflächlichkeit steht, es war eine ganz besondere Liebe, mit allem was dazu gehört.
Wir haben über Trennung von unseren Partnern ansatzweise nachgedacht.
Ich bin sehr froh darüber, dass es nicht zu einer Trennung von meinem Mann kam. Er hat die letzten Monate intensiv gespürt, dass ich mich von ihm entfernt hatte und er hat mich oft gefragt, wo ich bin, wo ich meine Gedanken habe.. ich konnte ihm die richtige Antwort nicht geben. Wenn es auch unfair und unehrlich ist auf den ersten Blick - ich wusste, dass ich damit ihm mehr weh tue wie mir und unserer Beziehung all das entzogen wird, was sie bestehen lässt.
LG
ich bin ganz neu hier und ich hoffe dass die Antwort auf dein Mail so auch richtig ankommt ;-).
Irgendwann ist man an dem Punkt, an dem man sich fragt, ob diese Energie, die man verwendet, eine so "anstrengende" Beziehung zu leben, richtig eingesetzt ist.
Und besonders dann, wenn man merkt, dass diese Energie und dadurch verbunden auch Sicherheit den Gegenüber eher einbremst als ihn bestärkt, in dieses Verhältnis zu investieren.
Ich würde die Beziehung zu diesem Mann nicht als "Verhältnis" bezeichnen, weil dieses Wort für mich eher für Oberflächlichkeit steht, es war eine ganz besondere Liebe, mit allem was dazu gehört.
Wir haben über Trennung von unseren Partnern ansatzweise nachgedacht.
Ich bin sehr froh darüber, dass es nicht zu einer Trennung von meinem Mann kam. Er hat die letzten Monate intensiv gespürt, dass ich mich von ihm entfernt hatte und er hat mich oft gefragt, wo ich bin, wo ich meine Gedanken habe.. ich konnte ihm die richtige Antwort nicht geben. Wenn es auch unfair und unehrlich ist auf den ersten Blick - ich wusste, dass ich damit ihm mehr weh tue wie mir und unserer Beziehung all das entzogen wird, was sie bestehen lässt.
LG
Liebe Carmen32,
du machst etwa dasselbe mit, wie ich in den letzten Wochen? .. dann weiss ich was ungefähr in dir vorgehen muss. Es ist eine ganz schwierige Zeit, ich glaube, es ist schwerer anzunehmen, als das wirkliche Ende. Ich versuche, dir zu schreiben, wie es mir erging:
Ich wollte nicht glauben, dass die Zeit sich ändert, dass sich Gefühle von einer Woche auf die andere ändern können, suchte Antworten auf diese Reaktion. Ich habe mir lange auch Ausreden für IHN ausgedacht, warum all die Bemühungen um mich weniger wurden, warum seine Mails nicht mehr die wundervollen Liebeserklärungen beinhalteten, nach denen ich schon süchtig war ;-). Aber schlussendlich - wenn ich ehrlich genug zu mir war - kam ich immer wieder auf den Punkt, dass ich ihm nicht mehr so wichtig sein konnte.
Je mehr ich zu ihm sagte, was mir fehlte (und ich glaube, ich habe eine gute Gesprächskultur), je mehr verschloss er sich. Es war ein Teufelskreis, aus dem ich nicht mehr herauskam. Ich bin ein sehr offener Mensch, sage, was mir Freude macht, was mich bewegt, aber auch über was ich mir Gedanken und Sorgen mache. Und ich bin der Ansicht, dass dadurch eine Beziehung wachsen kann, weil man weiss wie es dem anderen in welcher Situation geht, weil man lernt, mit dem anderen unzugehen.
Jetzt im Nachhinein (wenn ich stark bin) betrachtet muss ich glauben, dass er obeflächlich bleiben wollte?! Oder ist er einfach der bodenständigere von uns beiden?
Jedenfalls nahm er meine Sorgen nicht zu Herzen und wir blieben in unserer Entwicklung als Paar stehen, und irgendwann legte er den Rückwärtsgang ein.
Ich wünsche mir für dich, liebe Carmen, dass es bei dir nicht so ist wie bei mir .. und wenn es so sein sollte, dann versuche die rosarote Sonnenbrille manchmal und dann öfters abzulegen und eure Beziehung aus einem Abstand zu betrachten.
Schau auf dich, dass es dir gut geht!
Liebe Grüße
du machst etwa dasselbe mit, wie ich in den letzten Wochen? .. dann weiss ich was ungefähr in dir vorgehen muss. Es ist eine ganz schwierige Zeit, ich glaube, es ist schwerer anzunehmen, als das wirkliche Ende. Ich versuche, dir zu schreiben, wie es mir erging:
Ich wollte nicht glauben, dass die Zeit sich ändert, dass sich Gefühle von einer Woche auf die andere ändern können, suchte Antworten auf diese Reaktion. Ich habe mir lange auch Ausreden für IHN ausgedacht, warum all die Bemühungen um mich weniger wurden, warum seine Mails nicht mehr die wundervollen Liebeserklärungen beinhalteten, nach denen ich schon süchtig war ;-). Aber schlussendlich - wenn ich ehrlich genug zu mir war - kam ich immer wieder auf den Punkt, dass ich ihm nicht mehr so wichtig sein konnte.
Je mehr ich zu ihm sagte, was mir fehlte (und ich glaube, ich habe eine gute Gesprächskultur), je mehr verschloss er sich. Es war ein Teufelskreis, aus dem ich nicht mehr herauskam. Ich bin ein sehr offener Mensch, sage, was mir Freude macht, was mich bewegt, aber auch über was ich mir Gedanken und Sorgen mache. Und ich bin der Ansicht, dass dadurch eine Beziehung wachsen kann, weil man weiss wie es dem anderen in welcher Situation geht, weil man lernt, mit dem anderen unzugehen.
Jetzt im Nachhinein (wenn ich stark bin) betrachtet muss ich glauben, dass er obeflächlich bleiben wollte?! Oder ist er einfach der bodenständigere von uns beiden?
Jedenfalls nahm er meine Sorgen nicht zu Herzen und wir blieben in unserer Entwicklung als Paar stehen, und irgendwann legte er den Rückwärtsgang ein.
Ich wünsche mir für dich, liebe Carmen, dass es bei dir nicht so ist wie bei mir .. und wenn es so sein sollte, dann versuche die rosarote Sonnenbrille manchmal und dann öfters abzulegen und eure Beziehung aus einem Abstand zu betrachten.
Schau auf dich, dass es dir gut geht!
Liebe Grüße
Liebe Angel172,
du hast Recht, diese Heimlichkeit hat ihren besonderen Reiz. Man weiss nie so wirklich, wie lange man dieses Geheimnis noch Geheimnis blieben lassen kann. Ich habe sehr oft riskant gefährlich zu Hause die Mails abgefragt.
Aber weit über diesem Reiz stand für mich die Liebe zu ihm. Ich fühlte mich zu ihm unheimlich hingezogen. Wenn ich ihn küsste, dann ging die Sonne auf. Wenn er mich in den Arm nahm, dann war es für mich wie nach Hause kommen.
Ab jetzt muss ich lernen, all diese Augenblicke als Geschenke zu sehen, die ich nun in eine wertvolle Truhe zurücklege und den Deckel darüber schließe, damit sie mir an Erinnerungen nicht verloren gehen. Ich muss begreifen, dass dies alles mir gehört und von niemandem weggenommen werden kann, aber auch, dass nichts mehr dazu kommt!!!
Es war eine große Lebenserfahrung .. eine tolle Zeit und ein schmerzhafte Zeit. Aber jede Medaille hat wohl ihre beiden Seiten.
Alles Liebe für dich, Angel! Pass auf dich auf in dieser Geschichte.
du hast Recht, diese Heimlichkeit hat ihren besonderen Reiz. Man weiss nie so wirklich, wie lange man dieses Geheimnis noch Geheimnis blieben lassen kann. Ich habe sehr oft riskant gefährlich zu Hause die Mails abgefragt.
Aber weit über diesem Reiz stand für mich die Liebe zu ihm. Ich fühlte mich zu ihm unheimlich hingezogen. Wenn ich ihn küsste, dann ging die Sonne auf. Wenn er mich in den Arm nahm, dann war es für mich wie nach Hause kommen.
Ab jetzt muss ich lernen, all diese Augenblicke als Geschenke zu sehen, die ich nun in eine wertvolle Truhe zurücklege und den Deckel darüber schließe, damit sie mir an Erinnerungen nicht verloren gehen. Ich muss begreifen, dass dies alles mir gehört und von niemandem weggenommen werden kann, aber auch, dass nichts mehr dazu kommt!!!
Es war eine große Lebenserfahrung .. eine tolle Zeit und ein schmerzhafte Zeit. Aber jede Medaille hat wohl ihre beiden Seiten.
Alles Liebe für dich, Angel! Pass auf dich auf in dieser Geschichte.
Kennst du das Gefühl, dass die Welt wie in einen Nebel getaucht ist, du wie einen riesigen Stein in der Brust hast und das Bedürfnis, davonlaufen zu können??? .. und wenn ja .. wie entkommst du diesem Gefühl wieder?
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