Affäre, Beziehung oder nur eigene Unsicherheit?
1 Antworten1'085 AufrufeGestartet von Alcina ·
AlcinaThemenstart
Hallo Zusammen!
Ich habe so etwas zuvor noch nie gemacht und es fällt mir auch nicht besonders einfach.
Ich bin ein sehr unsicherer, introvertierter, sensibler und leicht verletzbarer Mensch. Ich lebe sehr oft in meiner eigenen Welt, die für aussenstehende oft sehr schwer zu verstehen ist. Ich lebte seit Jahren mit einem Mann zusammen. der das genaue Gegenteil von mir ist. Geerdet, emotional stabil. Lange Zeit habe ich geglaubt, dass sei die perfekte Mischung, da er mir Sicherheit geben konnte, mich nie verletzt hat...
Aber ich war nie glücklich.. In seiner Welt muss ich mich immer verstellen, damit andere kein Problem mit mir haben.. und so habe ich mich vor Jaren damit abgefunden, dass ich halt anders bin, und mich immer mehr in meine Arbeit, die mich zwar sehr erfüllt (bin Küntlerin), gestürzt und quasi kein Privat leben mehr geführt.
Seit 4 Jahren arbeite ich mit jemandem zusammen, der genau so ist wie ich, nur noch eine ganze Ecke extremer...
Es hat lange gedauert, aber es war immer eine sonderbare Verbindung zwischen uns. Ein Verständnis füreinander. So war er der erste Mensch seit langer Zeit, der mir näher kommen konnte. Wir hatten viel Spass, können wundervoll zusammen arbeiten, haben viel gemeinsam... und so sind wir uns vor einem Jahr dann näher gekommen. Da wir Beide Beziehungen hatten, hat es wohl erst als Affäre begonnen, obwohl es sich so niemals angefühlt hat. Es ist eine viel emotionalere Geschichte...
Ich habe mich sehr verliebt, fühle mich bei ihm so verstanden. Er liebt mich mit all meinen Macken und Spinnereien und doch kann er, obwohl die Beziehungen uns nicht mehr daran hinder würden, sich nicht mehr auf mich einlassen.
Er arbeitet 18 Stunden am Tag, die Wochenenden durch.
Eigentlich ist da gar kein Platz für mich.
Aber die Zeit würde mich gar nicht stören,
ich bin nur so ein unglaublich unsicherer Mensch, der immer Angst hat, dass man Ihn ja nicht lieben kann....
Er sagt, er liebt mich und möchte mich nicht verlieren, braucht aber noch mehr Zeit...er wurde schon sehr oft verletzt..
Ist er beziehungsunfähig?
Bin ich für Ihn nur eine Affäre?
Ist es nur meine Unsicherheit, die alles kaputt macht (je mehr ich ihn dränge, desto mehr zieht er sich zurück)
Kann man sich wegen einer rosaroten Brille so täuschen und man sieht Liebe in einem Blick, spürt Wärme in einer Umarmung?
Er ist kein zuverlässoger, bodenständiger, gewissenhafter Partner. er ist wie ich. Nur bin ich so unsicher und brauche so sehr immer wieder die Bestätigung geliebt zu werden , die er mir nicht geben kann....
Er steht mir so unglaublich nahe, dass er mich so sehr verletzen kann. Und genau das macht ihm wiederum grosse Angst.
Einerseits sagt er, er liebt mich, er sucht meine Nähe und dann ist es aber schon zuviel, eine Mittagspause zusammen zu machen (er gönnt sich wirklich nur 20 Minuten, in denen er die meiste Zeit Termine macht, verlegt...). Er arbeitet wirklich viel und lebt eigentlich nur für seine Kunst...
Gibt es für so etwas Hoffnung?
Oder wird der Schmerz immer mehr...?
Ich habe so etwas zuvor noch nie gemacht und es fällt mir auch nicht besonders einfach.
Ich bin ein sehr unsicherer, introvertierter, sensibler und leicht verletzbarer Mensch. Ich lebe sehr oft in meiner eigenen Welt, die für aussenstehende oft sehr schwer zu verstehen ist. Ich lebte seit Jahren mit einem Mann zusammen. der das genaue Gegenteil von mir ist. Geerdet, emotional stabil. Lange Zeit habe ich geglaubt, dass sei die perfekte Mischung, da er mir Sicherheit geben konnte, mich nie verletzt hat...
Aber ich war nie glücklich.. In seiner Welt muss ich mich immer verstellen, damit andere kein Problem mit mir haben.. und so habe ich mich vor Jaren damit abgefunden, dass ich halt anders bin, und mich immer mehr in meine Arbeit, die mich zwar sehr erfüllt (bin Küntlerin), gestürzt und quasi kein Privat leben mehr geführt.
Seit 4 Jahren arbeite ich mit jemandem zusammen, der genau so ist wie ich, nur noch eine ganze Ecke extremer...
Es hat lange gedauert, aber es war immer eine sonderbare Verbindung zwischen uns. Ein Verständnis füreinander. So war er der erste Mensch seit langer Zeit, der mir näher kommen konnte. Wir hatten viel Spass, können wundervoll zusammen arbeiten, haben viel gemeinsam... und so sind wir uns vor einem Jahr dann näher gekommen. Da wir Beide Beziehungen hatten, hat es wohl erst als Affäre begonnen, obwohl es sich so niemals angefühlt hat. Es ist eine viel emotionalere Geschichte...
Ich habe mich sehr verliebt, fühle mich bei ihm so verstanden. Er liebt mich mit all meinen Macken und Spinnereien und doch kann er, obwohl die Beziehungen uns nicht mehr daran hinder würden, sich nicht mehr auf mich einlassen.
Er arbeitet 18 Stunden am Tag, die Wochenenden durch.
Eigentlich ist da gar kein Platz für mich.
Aber die Zeit würde mich gar nicht stören,
ich bin nur so ein unglaublich unsicherer Mensch, der immer Angst hat, dass man Ihn ja nicht lieben kann....
Er sagt, er liebt mich und möchte mich nicht verlieren, braucht aber noch mehr Zeit...er wurde schon sehr oft verletzt..
Ist er beziehungsunfähig?
Bin ich für Ihn nur eine Affäre?
Ist es nur meine Unsicherheit, die alles kaputt macht (je mehr ich ihn dränge, desto mehr zieht er sich zurück)
Kann man sich wegen einer rosaroten Brille so täuschen und man sieht Liebe in einem Blick, spürt Wärme in einer Umarmung?
Er ist kein zuverlässoger, bodenständiger, gewissenhafter Partner. er ist wie ich. Nur bin ich so unsicher und brauche so sehr immer wieder die Bestätigung geliebt zu werden , die er mir nicht geben kann....
Er steht mir so unglaublich nahe, dass er mich so sehr verletzen kann. Und genau das macht ihm wiederum grosse Angst.
Einerseits sagt er, er liebt mich, er sucht meine Nähe und dann ist es aber schon zuviel, eine Mittagspause zusammen zu machen (er gönnt sich wirklich nur 20 Minuten, in denen er die meiste Zeit Termine macht, verlegt...). Er arbeitet wirklich viel und lebt eigentlich nur für seine Kunst...
Gibt es für so etwas Hoffnung?
Oder wird der Schmerz immer mehr...?
bearbeitet #2
Hi.
Deine emotiolnal Betonte Hintergrundsgeschichte mag zwar eine Facette in dieser Story sein, es ist dennoch eine stinknormale Affäre mit denselben Mustern und denselben Fehlern.
Das interessante Dilemma dabei ist aber, dass du zu duckmäuserisch bist und dich immer nach einer deiner gelungenen Theateraufführungen dich mit einem Besuch in deiner eigenen Welt belohnst. Und es sind nichts weiter als Besuche, gefangen bist du in einer anderen Welt in einem anderen Leben, das mit dir selbst nicht viel zu tun hat.
Was wirst du also tun, das ist die Frage (die Affäre mal außen vor gelassen, die ist nur Symptom dessen, was du brauchst und um das zweite Problem kümmern wir uns gleich).
Du hast nur zwei Wahlmöglichkeiten: Weiterhin deine Lüge leben, was die Bequemere und feigere Wahl ist, oder aber du wirfst endlich zu Gunsten deiner Selbst und deiner Innenwelt um und wirst frei und glücklich, wobei du dir hierbei als feiges Mäuschen selbst im Weg stehst.
Tust du ersteres, wirst du unzufrieden und unerfüllt bleiben. Irgendwann nimmt die Schablone, in der du lebst, deine Innenwelt abtöten, weil du nicht mehr oft genug schaffst, sie zu besuchen.
Tust du letzteres, bedeutet es, zuerst den Mut für den Schritt aufzubringen, den Partner enttäuschen zu müssen, aber unterm Schlussstrich über sich selbst hinauszuwachsen und das Leben zu leben, wie du es willst, ohne Schablone, ohne Theatervorstellungen.
Die Wahl sollte klar sein.
Und nun zu der Affäre und zu deinem PArtner. Ja, der gibt dir, was du brauchst, aber es ist eben nichts anderes als eine Affäre, im Prinzip die Droge, die dich berauscht, damit du weiterhin dein unechtes Schablonenleben führen kannst. Und das ist eben das Gefährliche daran: Du kannst es mit deinem Mann/Freund/wasweißich nur aushalten, weil du gedanklich ganz wo anders bist.
Zumindest in dem Punkt solltest du deinen ach so sensiblen kleinen Arsch zusammenkneifen und diesem Menschen sagen, dass es aus ist, weil du nur noch seine Zeit verschwendest. Sei ihm gegenüber fair und verlasse ihn, damit er nicht noch mehr Zeit darauf verwendet, ein totes Pferd zu reiten. Wenn du schon aus lauter Schüchternheit und dem Leben in deiner Traumwelt nicht für dich einstehen willst, dann zeig zumindest so viel Einfühlungsvermögen und denk an deinen Mann/Freund/Wasweißichwas, vielleicht springt aus der Überlegung der Funke über und erleichtert dir den Schritt zur Trennung.
Dein Partner ist im Moment nur eine Puppe in einem Theaterstück und das hat er nicht verdient. Wie lange soll das noch so weiter gehen? Ein Jahr? Zwei? Zehn?
Deine Affäre ( JA, DAS SCHREIBT MAN SO, LEUTE!) ist auch nur ein bequemer Idiot, der gerade die Vorzüge genießt, zwei Frauen zu haben. Er ist ebenso ein egoistischer heuchlerischer Lügner. Da kann er noch so auf einer Wellenlänge mit dir sein, es gibt keine mildernden Umstände, Lüge ist Lüge, Affäre bleibt Affäre, feige bleibt feige.
Würdest du dein Leben ohne Souffleuse führen, bräuchtest du keine Affäre zum Ausgleich und würdest nicht noch einem Unbeteiligten das Leben versauen.
€:
Antwort ohne Gewähr, da die Threadersteller in im Deutschunterricht beim Thema "Die Zeiten und wozu sie gut sind" ein wenig gepennt hat.
Deine emotiolnal Betonte Hintergrundsgeschichte mag zwar eine Facette in dieser Story sein, es ist dennoch eine stinknormale Affäre mit denselben Mustern und denselben Fehlern.
Ich bin ein sehr unsicherer, introvertierter, sensibler und leicht verletzbarer Mensch.Das mag ja sein, dennoch genießt du deshalb keine Sonderrechte und keinen Sonderstatus, hast keine Extra-Freiheiten und keinen Untreue-Blankoscheck. Deine Affäre ebenso wenig.
Lange Zeit habe ich geglaubt, dass sei die perfekte Mischung, da er mir Sicherheit geben konnte, mich nie verletzt hat...Aber ich war nie glücklich.. In seiner Welt muss ich mich immer verstellen, damit andere kein Problem mit mir haben.Meine Güte, ist das dämlich, da du das Potential dazu hast, die Energien dazu in den genau gegenteiligen Kanälen verpuffen lässt. Einerseits zu duckmäuserisch, klar Schiff zu machen, bringst aber andererseits dennoch all die Energie und Schauspielkunst auf, dich in dieser Schablone, in die man dich gesteckt hat, - wenn auch nur gespielt - aufzublühen. Umgedreht könnte es so aussehen, dass du die Energie, die du in dein Theaterspiel investierst, dazu verwendest, für dich einzustehen und ganz du selbst zu sein.
Das interessante Dilemma dabei ist aber, dass du zu duckmäuserisch bist und dich immer nach einer deiner gelungenen Theateraufführungen dich mit einem Besuch in deiner eigenen Welt belohnst. Und es sind nichts weiter als Besuche, gefangen bist du in einer anderen Welt in einem anderen Leben, das mit dir selbst nicht viel zu tun hat.
Was wirst du also tun, das ist die Frage (die Affäre mal außen vor gelassen, die ist nur Symptom dessen, was du brauchst und um das zweite Problem kümmern wir uns gleich).
Du hast nur zwei Wahlmöglichkeiten: Weiterhin deine Lüge leben, was die Bequemere und feigere Wahl ist, oder aber du wirfst endlich zu Gunsten deiner Selbst und deiner Innenwelt um und wirst frei und glücklich, wobei du dir hierbei als feiges Mäuschen selbst im Weg stehst.
Tust du ersteres, wirst du unzufrieden und unerfüllt bleiben. Irgendwann nimmt die Schablone, in der du lebst, deine Innenwelt abtöten, weil du nicht mehr oft genug schaffst, sie zu besuchen.
Tust du letzteres, bedeutet es, zuerst den Mut für den Schritt aufzubringen, den Partner enttäuschen zu müssen, aber unterm Schlussstrich über sich selbst hinauszuwachsen und das Leben zu leben, wie du es willst, ohne Schablone, ohne Theatervorstellungen.
Die Wahl sollte klar sein.
Und nun zu der Affäre und zu deinem PArtner. Ja, der gibt dir, was du brauchst, aber es ist eben nichts anderes als eine Affäre, im Prinzip die Droge, die dich berauscht, damit du weiterhin dein unechtes Schablonenleben führen kannst. Und das ist eben das Gefährliche daran: Du kannst es mit deinem Mann/Freund/wasweißich nur aushalten, weil du gedanklich ganz wo anders bist.
Er liebt mich mit all meinen Macken und Spinnereien und doch kann er, obwohl die Beziehungen uns nicht mehr daran hinder würden, sich nicht mehr auf mich einlassen.So ein egoistisches Gewäsch. Es wäre für DICH kein Hindernis. Gratuliere. Und dein Partner? Der ist deinem Egoismus ausgeliefert, weil du nämlich WISSENTLICH eine LÜGE lebst und er unwissentlich eine hohle Beziehung führt.
Zumindest in dem Punkt solltest du deinen ach so sensiblen kleinen Arsch zusammenkneifen und diesem Menschen sagen, dass es aus ist, weil du nur noch seine Zeit verschwendest. Sei ihm gegenüber fair und verlasse ihn, damit er nicht noch mehr Zeit darauf verwendet, ein totes Pferd zu reiten. Wenn du schon aus lauter Schüchternheit und dem Leben in deiner Traumwelt nicht für dich einstehen willst, dann zeig zumindest so viel Einfühlungsvermögen und denk an deinen Mann/Freund/Wasweißichwas, vielleicht springt aus der Überlegung der Funke über und erleichtert dir den Schritt zur Trennung.
Dein Partner ist im Moment nur eine Puppe in einem Theaterstück und das hat er nicht verdient. Wie lange soll das noch so weiter gehen? Ein Jahr? Zwei? Zehn?
Deine Affäre ( JA, DAS SCHREIBT MAN SO, LEUTE!) ist auch nur ein bequemer Idiot, der gerade die Vorzüge genießt, zwei Frauen zu haben. Er ist ebenso ein egoistischer heuchlerischer Lügner. Da kann er noch so auf einer Wellenlänge mit dir sein, es gibt keine mildernden Umstände, Lüge ist Lüge, Affäre bleibt Affäre, feige bleibt feige.
Würdest du dein Leben ohne Souffleuse führen, bräuchtest du keine Affäre zum Ausgleich und würdest nicht noch einem Unbeteiligten das Leben versauen.
Gibt es für so etwas Hoffnung?Hoffnung ist für Weicheier, weil es das Unweigerliche hinauszögert.
€:
Antwort ohne Gewähr, da die Threadersteller in im Deutschunterricht beim Thema "Die Zeiten und wozu sie gut sind" ein wenig gepennt hat.
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