Zum Inhalt springen

Alkohol am Steuer - Beichte am Chef?

2 Antworten1'477 AufrufeGestartet von Schwyzerin88 ·

Schwyzerin88Themenstart
#1
Guten Morgen

Ich hatte vor zwei Wochen nach dem Polterabend noch das Gefühl, ich müsse am morgen um 4 Uhr zu meiner Kollegin. Ich wollte mit meinem Roller zur Kollegin fahren. Unterwegs erwischte mich die Polizei (zu Recht) mit 1,1 Promille. Ich weiss das ich einen grossen Fehler gemacht habe und froh sein darf, dass nichts (vor allem auch anderen Personen) passiert ist. Ich bin mir sicher ich werde dies nicht mehr tun.

Da unser Coiffeur ab und zu auch in Altersheime geht um älteren Menschen die Haare zu schneiden, fuhr auch ich ab und zu mit unserem Geschäftsauto. Nun kann ich mir dies aufgrund meines Fehlverhaltens für drei Monate vergessen.

Ich schäme mich allerdings für meine Tat, so dass ich dies ungern meinem Arbeitgeber beichte. Ich weiss, dass es nicht OK ist, aber wäre es möglich, ihm zu erzählen, dass ich zu schnell fuhr und deshalb meinen Ausweis abgeben muss? Mein Vertrauen zum Chef ist leider nicht sehr gross. Meine eigentliche frage ist aber, erfährt meinen Chef von meinem Fehler?

Es tut mir leid, was ich tat und möchte mich hiermit auch öffentlich entschuldigen!

#2
Und was genau ist besser an der Begründung "zu schnell gefahren" als "Alkohol am Steuer"? Ausweisentzug für 3 Monate gibts Innerorts ab 25km/h zu schnell (in der CH) und auch das ist in meinen Augen nicht besser als Alkohol am Steuer... genauso "hirnverbrannt" und tödlich wenns dumm läuft...

Kannst also genausogut ehrlich sein, die Geschichte wird nicht besser dadurch ;-(.

Wenn Du unbedingt lügen willst um "gut dazustehen", mach Dich besser mal schlau was für Medis es gibt, wo man wärend der Einnahmezeit nicht Autofahren / keine Maschinen bedienen darf...

Trotz allem, ich wär für den ehrlichen Weg. Du hast Scheisse gebaut, also steh dazu. Du tönst ja nicht so, als würde Dir das nochmal passieren. Vorallem ist ein Coiffeur-Job ja nicht etwas, wo man grundsätzlich auf ein Auto angewiesen ist. Künden deswegen wird Dir der Chef wohl kaum. Notfalls kannst ja ein Taxi nehmen? Es scheint ja nicht so, als ob Du täglich raus musst?

#3
Hallo Schwyzerin,

Ich bin mir sicher ich werde dies nicht mehr tun.
... und genau da bin ich mir nicht so sicher.

Mir ist beim Lesen deines Beitrages etwas aufgefallen, fernab von irgendwelchen Straßenverkehrsordnungen oder Bußgeldkatalogen.

Wenn du mit 1,1 Promille noch "das Gefühl hast, morgens um 4 Uhr zu einer Kollegin fahren zu müssen", attestiere ich dir hiermit eine gewisse Alkoholgewöhnung. Diese Grenzen, die da durch den Gesetzgeber festgelegt sind, basieren in der Regel auf Durchschnittswerten eines nicht an Alkohol gewöhnten Menschen. Wenn jemand also so und so viel getrunken hat, dann benimmt er sich so und so. Wenn jemand aber mit 1,1 noch Roller fahren kann - oder es zumindest glaubt ;) - dann scheint er Alkohol gewohnt zu sein. Daraus folgt der Gedanke: Wer Alkohol gewohnt ist, fährt möglicherweise künftig auch noch mit einem höheren Wert.

Denn sei doch ehrlich: Wärest du nicht erwischt worden, würdest du dieser Trunkenheitsfahrt weiter keine Beachtung schenken und dich beim nächsten Mal wieder alkoholisiert auf den Roller setzen. Allein dein Vorschlag, das Ganze als "Geschwindigkeitsübertretung" zu tarnen, zeigt doch, dass dir völlig die Einsicht in die Problematik fehlt.

Zu deinem Problem mit dem Chef: Grundsätzlich brauchst du solche Dinge nicht zu erzählen, denn ein Fahrverbot gehört praktisch zu deinem "Privatvergnügen". Ist deine Arbeit jedoch davon betroffen in der Weise, dass er dabei ist, wenn du mit dem Auto zu den alten Leuten ins Altersheim fährst, wirst du um ein offenes Gespräch unter vier Augen nicht herum kommen. Wenn du alleine zu solchen Terminen fährst, musst du eben die Öffentlichen benutzen. Für deinen Chef sollte nur wichtig sein, dass du deinen Job als Friseurin gut machst. Wie du an den jeweiligen Einsatzort kommst, sollte ihn bei der Beurteilung deiner Leistung nicht interessieren.

Kopf hoch Schwyzerin!

Jeder kann mal was falsch machen.

Wichtig ist, wie man damit umgeht und dass man was draus lernt.

Und du lernst jetzt eben einfach, dass für dich 0,0 angesagt ist, wenn du noch selber fährst!

Liebe Grüße

Spread your wings

Seite 1 von 1 · 3 Beiträge in diesem Thema