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alles nur einbildung?

1 Antworten986 AufrufeGestartet von Morgoth ·

MorgothThemenstart
#1
ich weiss nicht wirklich wo ich anfangen soll...

am besten damit, dass ich jahrelang immer mehr in depressionen und perspektivlosigkeit versunken bin, weil nichts klappte.

liebe habe ich schon lange nicht mehr erfahren, die schule geht bergab und zuhause nur noch stress. und niemand schien zu merken, dass mich das alles kaputt macht.

über einen freund hab ich dann jmd kennengelernt.. anfangs war es nur eine bekanntschaft, später dann eine freundschaft. irgendwann hab ich gemerkt, dass ich mehr fühle aber sie wollte anfangs nicht mehr als eine freundschaft.

kurzum... am 30.5 sind wir dann zusammengekommen und für mich war das der glücklichste tag seit jahren, nach all der scheisse.

anfangs lief alles wunderbar und meine gefühle für sie wurden immer stärker, bis sie schließlich so stark waren, dass ich sagen kann: ich habe noch nie so sehr für einen menschen empfunden, wie für sie. das war wunderbar aber gleichzeitig auch ein großes problem.

denn ich hatte schon immer große verlustängste - dass menschen, die mir viel bedeuten einfach plötzlich weg sind. egal wie und warum.

sie hatte einmal im alter von 15 jahren wohl ein sehr einprägendes erlebnis.

im urlaub hatte sie jmd kennengelernt, in den sie sich verliebte aber dann wieder gehen musste, was sehr schmerzhaft war. und das hat bei ihr eine große vorsicht hinterlassen.

sie sagt, dass sie nun bei neuen beziehungen nicht mehr viel reinsteckt am anfang. ich weiss nicht, wie man das kontrollieren kann aber sie kann es anscheinend. sie will immer alles sich erst entwickeln lassen und schauen was draus wird.

nun ja.

wir sind mit dem gestrigen tag gezählt erst seit 2 monaten zusammen.

aber sie meint, wir wären zu unterschiedlich und sie käme nicht ganz mit meiner art und meiner politischen einstellung zurecht. anm: ich bin seitdem ich denken kann ziemlich links orientiert, was aber doch eigntl. keine rolle spielen sollte? sie wusste es ja auch vorher schon und hat sich trotzdem darauf eingelassen.

sie ist sehr offen anderen jungs gegenüber ( jmd zu küssen, den sie "süß" findet ist wäre für sie kein problem, da sie ja nichts empfinden würde.)

ich bin da genau anders. ich denke, wenn man mit jmd. zusammen ist, ist es doch eine art treuebruch, jmd zu küssen oder?

nuja, ich kann jetzt hier nicht alles aufzählen, jedenfalls ist sie zu dem schluss gekommen, dass wir nicht wirklich 100% zueinander passen... was ich auch merke, doch für mich ist das kein grund so etwas aufzugeben.

sie sucht nach der liebe in perfektion.. wo alles stimmt. bis ins FF.

aber sowas gibt es nicht, wie ich denke. der andere hat immer irgendwo seiten, die man nicht ganz verstehen oder leiden kann.

sie hat mir vor 2 oder 3 wochen gesagt, dass sie nicht genau weiss, was sie will... ob sie das weiterführen möchte oder nicht und sich das in ihrem urlaub überdenken will.

nur dummerweise bin ich jmd der recht schnell eifersüchtig ist und immer angst habe sie an einen anderen zu verlieren, weil ich mir oft nicht gleichwertig mit den jungs, mit denen sie sich umgibt, vorkomme.

letzte woche habe ich sie nicht sehen dürfen, was mich ziemlich fertig gemacht hat, weil sie so abweisend und kühl ist, ohne dass es dafür einen grund gegeben hätte.

nun hat sie mir gesagt, dass sie momentan nicht mehr viel für mich fühlt und nicht weiss ob es mit einer freundschaft nicht besser wäre.

nur versteht sie nicht, dass ich das nicht kann.

ich liebe sie und es wäre nur noch eine qual für mich, sie weiterhin zu sehen und wieder was mit ihr zu unternehmen (wie sie vorgeschlagen hat), weil ich weiss: du liebst sie, aber es wird nie wieder etwas zurückkommen an liebe und zuneigung und darfst ihr es auch nicht mehr zeigen was du für sie fühlst.

vll stimmt es wirklich, dass wir nicht ganz zueinander passen, aber ich habe so unendlich viel hoffnung und perspektive in diese beziehung gesteckt, weil ich glaubte mit ihr und durch sie wieder in ein normales leben zurückzufinden.

und dem wurde nun die basis gestohlen... wenn sie weg ist, werde ich wieder dahin zurückverfallen woraus sie mich befreit hat. depression und perspektivlosigkeit.

ich will nicht mehr dahin zurückverfallen, wo jeder tag nur noch qual ist und man nicht mehr auf die beine kommt, weil einen die ausweglosigkeit zu boden drückt und ein selbstmordgedanke den anderen jagt.

und ich weiss nicht, ob ich das ein weiters mal so lange jahre durchstehen kann und will..

jetzt steh ich wieder an dem abgrund und weiss nicht mehr weiter. wenn sie geht werde ich hineinfallen aber ich kann sie auch nicht daran hindern zu gehen. es ist ihr leben und auch wenn ich die liebe und zuneigung die sie mir gibt nicht mehr erreichen kann, muss sie tun, was sie für richtig hält.

vll bilde ich mir meine liebe zu ihr auch nur ein, weil ich ohne sie nicht weiter weiss. ich kanns nicht mehr beurteilen.

aber ich hatte so sehr darauf gehofft mit ihr glücklich zu werden.

es ist alles so leer und bedrückend wenn sie geht.

sie ist der einzige mensch der mir zuversicht gegeben und geholfen hat.

ich weiss nicht, was werden soll wenn sie nicht mehr da ist. ich hab solche angst davor wieder allein gelassen zu werden und daran kaputt zu gehen.

#2
Hallo,

das Problem, was Du zu bewältigen hast, ist wohl nicht nur die Liebe, sondern viel allgemeiner - aber eine umfassende Lebenshilfe würde wohl den Rahmen dieses Forums sprengen - ich hoffe, Du hast Freunde, auf die Du zählen kannst, die Dir in der Not zur Seite stehen und auch mal Zeit für Dich haben, wenn Dir die Decke auf den Kopf fällt. Mehr kann man dazu einfach nicht sagen, weil Du im Moment in einer schlechten Phase bist - verlier nicht den Lebensmut.

Nun zum Thema Liebe: Selbst wenn es bei Euch nicht kriseln würde, wäre es - behaupte ich - keine erfüllte und erfüllende Beziehung für Dich:

1. Da Du ein (meiner Meinung nach) gesundes Maß an Eifersucht und ein (leider) ungesundes Maß an Verlustängsten hast, ist ein Mädel, das einfach mal mit anderen Kerlen rumknutscht, wohl kaum die richtige für Dich. Erst recht, wenn diese lockere Lebensweise auch noch mit Bindungsängsten gepaart ist. Auch wenn es schwer fällt: Sie würde Sich unglücklich machen. Du wärst, auch wenn es etwas längerfristiges wäre, nie wirklich entspannt und rundherum glücklich in dieser Beziehung. Immer hättest Du die Befürchtung: Empfindet sie vielleicht doch mehr für werweißwen, den sie gerade süß findet? Was, wenn sie Dich morgen verlässt? Je länger diese Beziehung gegangen wäre, umso mehr würdest Du Dich auf sie fixieren und Deine diffuse Angst würde steigen. Darum denke ich: Sie ist nicht die Richtige für Dich. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

2. Ich stelle aber auch in Frage, ob Du mit dieser latenten Verlustangst selbst bereit für eine Partnerschaft bist. Eine Beziehung sollte einen seelisch entlasten, nicht belasten. Sie sollte dem Lebensalltag die Schwere nehmen und ihm nicht noch zusätzliche Sorgen hinzufügen. Das bedeutet, dass Du die Schlinge um den Hals loswerden musst. Ansonsten wird sie sich bei einer (wie immer gearteten) Partnerschaft zuziehen. Du musst innere Ruhe finden, bevor Du Dich auf eine Beziehung einlässt.

Ich drücke es mal salopp aus: Lass den ganzen Liebesquark mal hinter Dir. Lenk Dich mit irgendwelchem Zeugs ab und schau das andere Geschlecht entweder gar nicht oder mit dem Blick des unbefangenen Beobachters an. Lote andere Möglichkeiten im Umgang mit Frauen aus: Freundschaften (eine beste Freundin habe ich als enorme Bereicherung meines Lebens empfunden - aber es sollte schon die richtige sein. Und natürlich NICHT Deine Ex!) - Affären - Brieffreundschaften - intime Vertrautheit etc. Und irgendwann siehst Du die Damenwelt dann eher als Chance, eher als Bereicherung des Lebens denn als Bürde. Eher als Zugabe denn als Notwendigkeit.

Tja

Lass den Kopf nicht hängen

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