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Als "Spielball" mißbraucht? Das kann keine Liebe sein...

1 Antworten2'601 AufrufeGestartet von collie ·

collieThemenstart
#1
Hallo zusammen!

Eins vorab: Es tut einfach gut, mit jemanden über meine Probleme zu reden- ich bitte euch um eins: geht nicht zu hart mit mir ins Gericht! Ich weiß, es ist nicht GUT, was ich tue, aber ich liebe und leide tierisch! Und es wird lang ;)

Also: Habe seit ca. 6 Monaten eine „Affäre“ mit einem verheirateten Mann. Die Anführungsstriche werden sich euch gleich erklären...

Vor ca. 2 Monaten sagte er zu mir, dass er mich zwar wahnsinnig liebt, aber dass er nicht mehr zweigleisig fahren kann. Er will mich nicht verlieren, aber er würde mich bitten, dass nur noch Freundschaft zwischen uns herrscht; er ginge daran sonst kaputt und seine Familie auch (2 Kinder). Er will seine Kinder nicht verlieren...

Zur Klarstellung: Habe niemals verlangt, meinetwegen seine Familie zu verlassen, NIEMALS.

Mir hätten ein paar Momente des gestohlenen Glücks (vorläufig – das gebe ich zu!) gereicht – aber er wollte gar nicht mehr. Schweren Herzens habe ich seine Entscheidung akzeptiert und die nächsten Wochen hatten wir freundschaftlichen Kontakt – mir hats fast das Herz gebrochen, aber da ich gespürt habe, dass er mich BRAUCHT, bin ich durch die Hölle gegangen.

Durch einen blöden Zufall hat sich dann noch mal die Gelegenheit ergeben, bei einem Fest „seiner“ Firma zusammen zu feiern, zu tanzen ... ja und es ist auch weitergegangen!

Wir haben die Nacht zusammen verbracht – und ich habe sie als eine Art „Abschiedsvorstellung“ tierisch genossen. Er hat mir ZIGMAL gesagt, dass er mich liebt! Ich weiß nicht, ob man das nachvollziehen kann, aber es war ein auskosten des letzten Mals – nicht jeder hat das „Glück“ das letzte Mal mit einem geliebten Partner bewusst zu erleben! Gleichzeitig war das natürlich auch das „coming out“ vor seinen Kollegen – jeder weiß Bescheid (seine Frau aber nicht!).

Ich war glücklich und bereit, ihn gehen zu lassen.

Das habe ich ihm auch mehr oder weniger so zu verstehen gegeben: „Ich liebe dich – aber freier!“

Das habe ich ihm in meiner letzten mail vor meinem (und zeitgleich auch seinem Urlaub) geschrieben.

Darauf kam zum ersten Mal seit Wochen ein : Und ich liebe dich auch!“ zurück... Komisch...

Dann, einen Tag später kam eine sms von „meinem“ handy (wir hatten abgemacht, während des Urlaubs keinen Kontakt zu haben!): „Ich hab´s doch mitgenommen... Mag nicht eine Woche ohne dich. Gute Fahrt, Süße! L d ...“

So und in meinem Urlaub, wo ich nichts sehen und nichts hören wollte, mich weiter befreien wollte kam ein ganzes Arsenal von sms. Ich habe mich sehr darüber gefreut, sagte er mir doch immer wieder, wie sehr er mich vermisst und liebt... War bereit, mich wieder etwas zu öffnen.

Das ganze gipfelte in diesem Schreiben:

„Stand heute ultimativ vor der Entscheidung: Raus hier oder weiter mit meinen Kindern unter einem Dach leben? Meine Frau wollte die Trennung. Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich zu hause gebraucht werde - vielleicht mehr denn je... Ich war drauf und dran, für dich alles aufzugeben. Aber meine Kinder zu verlassen hätte mich zu einem anderen Mann gemacht - zu einem, den du nicht gewollt hättest. Ich wäre so verdammt gerne mit dir zusammen... Ich habe das Gefühl, mein Herz zerreißt. Verstehst du mich?“

Ich verstand gar nichts – schon gar nicht, WARUM er mir dieses schrieb und ich war FIX und FERTIG... Einen Tag später konnten wir telefonieren (ich wie gesagt immer noch weg von Deutschland in Österreich).

Der Trennungswunsch seiner Frau sei ein Hilferuf gewesen, weil er sich seit Wochen zu Hause nicht mehr eingebracht hätte und ganz woanders gewesen wäre – nämlich mit seinen Gedanken und Gefühlen nur bei mir? HÄH? Ich habe das nicht verlangt und er machte mir auch nicht den Eindruck, wegen unserer Trennung so down zu sein; er hatte das relativ „cool“ weggesteckt.

Er wäre so gerne mit mir zusammen, aber es ginge im Moment nicht. Er liebt mich. Er vermisst mich.... Seine Frau wüsste immer noch nichts, sonst wäre er definitv draußen (die Arme tut mir echt Leid!!!!).

So ging das den Rest meines Urlaubs weiter... Zurück in Deutschland hatten wir Dienstag die Gelegenheit, uns (dienstlich u.a.) zu sehen und miteinander zu reden. Ich fragte ihn: „Was willst Du?“ „Ich weiß es auch nicht – das, was ich will, geht nicht: meine Frau raus und du rein..“

Er sagte mir, dass er mich liebt. . Ich habe ihn vor die Wahl gestellt: Entweder kein Kontakt mehr oder weiter die Affäre... Mit diesen Worten haben wir uns mehr oder weniger getrennt. Am nächsten Tag kamen ein paar „unverbindliche“ sms (wie es mir geht, was er macht etc.). Gestern haben wir telefoniert und er erzählte mir, dass er es zu Hause durchgesetzt hat, 3 Tage allein auf Fahrradtour zu gehen. Ich fragte ihn, ob ich begleiten soll, kann, darf...

„Ja!“ war die Antwort... Ich war glücklich...

Heute wieder telefoniert und ich fragte ihn, wie er sich den Ablauf vorstellen würde. Seine Antwort: „Ich bringe es nicht fertig, wenn man mich zu Hause aus den Verpflichtungen entlässt, meine gewonnene Zeit mit dir zu verbringen. Ich bin für das Zweigleisige nicht geschaffen!“

Daraufhin habe ich rot gesehen.... Den „Unverbindlichkeitsstecker“ könnte er sich sonst wohin stecken etc.pp. Ob ich es nicht verstehen könne, fragte er: Wie kann er die Dinge zu Hause fortsetzen und gleichzeitig mit mir...???“ Ich habe daraufhin nur gesagt, dass er die „Dinge mit mir auch fortgesetzt habe“ und mich jetzt –mal wieder!- am ausgestreckten Arm verhungern ließe. Ich wieder ganz von vorne anfangen dürfte, mich „durch die Nacht“ zu kämpfen (kennt jemand das Lied von „Silbermond“?)... Das trifft es. Außerdem habe ich noch gesagt: „Zuhause läuft es wieder gut, nicht wahr?“ Seine Antwort „Tipptopp“. Ich habe nur gesagt: Man merkt´s! Habe mich dann heute Nachmittag (via mail) mit den Worten verabschiedet, dass er sich seine selben schönen sonst wo hinstecken könne, ich es endgültig kapiert hätte und mich schlicht und ergreifend nur noch verarscht fühle...

Und jetzt, jetzt fühle ich mich genauso beschissen wie vor ein paar Wochen. Unglücklich, voller Liebe, Sehnsucht und Gefühlen, gleichzeitig tierisch sauer auf ihn und mich...

Ist das Liebe, mich ständig zu vor die Wand laufen zu lassen, mich so leiden zu lassen?

Ich war auf dem Absprung und er hat mich am Knöchel gepackt und wieder zu sich hingezogen um mich ein paar Tage später wieder eiskalt auszuschalten...

Ich sitze wieder in diesem verdammten, tiefen Loch und weiß nicht aus noch ein...

Versteht das jemand? Versteht mich jemand? Versteht ihn jemand? Gibt es noch eine Chance für unsere „Liebe“? Was soll ich tun?

#2
Hier zur Verdeutlichung der Taxt von Silbermond:

Kann mich wieder nicht ablenken

Alles dreht sich nur um dich

Ich liege hier und zähl die Tage

Wie viele noch kommen, ich weis es nicht

Was hast du mit mir gemacht

Warum tust du mir das an

Was soll ich noch ändern

Ich komm nur wieder bei dir an

Ich will Weg von hier

Doch es scheint egal wo hin ich lauf

Das mit dir hört nicht auf

Sag mir wann hört das auf

Und ich kämpf mich durch die Nacht

Hab keine Ahnung was du mit mir machst

Ich krieg dich nicht aus meinem Kopf und dabei will ich doch

Und ich kämpf mich durch die Nacht

Bin unter Tränen wieder aufgewacht

Ich krieg dich nicht aus meinem Kopf und dabei muss ich doch

Alle meine Wünsche

Habe ich an dir verbraucht

Ich kann es selbst nicht glauben

Denn nur ich hol mich da raus

Es fällt mir schwer das zu kapieren

Doch irgendwie wird es schon gehen

Alles würde sich verändern, wenn ich dich nicht mehr wiederseh’

Ich will Weg von hier

Doch ich weiß egal wo hin ich lauf

Das mit dir hört nicht auf

Sag mir wann hört das auf

Und ich kämpf mich durch die Nacht

Hab keine Ahnung was du mit mir machst

Ich krieg dich nicht aus meinem Kopf und dabei will ich doch

Und ich kämpf mich durch die Nacht

bin unter Tränen wieder aufgewacht

Ich krieg dich nicht aus meinem Kopf und dabei muss ich doch

Ich, ich, ich und ich kann nicht mehr

Ich kann nicht mehr

Und ich kämpf mich durch die Nacht

Hab keine Ahnung was du mit mir machst

Ich krieg dich nicht aus meinem Kopf und dabei will ich doch

Und ich kämpf mich durch die Nacht

Bin unter Tränen wieder aufgewacht

Ich krieg dich nicht aus meinem Kopf und dabei muss ich doch

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