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ausgezogen,...sie weiß nicht weiter.

21 Antworten1'988 AufrufeGestartet von keber ·

keberThemenstart
#1
Hallo,

alles verzwickt, daher bemühe ich mich so kurz und doch so ausführlich wie möglich meine Situation zu beschreiben.

Bin im Oktober 10 Jahre mit meiner Freundin zusammen.

Wollte dieses / Anfang nächstes Jahr mit dem Studium fertig werden, heiraten.

Als wir uns kennlernten, war sie 15, ich 18.

Bin damals in den Zivialdienst und ein Jahr später bei Ihr eingezogen.

Mit den Eltern alles soweit o.K.

Ihr Vater (ja häufig so) bis heute ein Problemfall.

Ihre Mutter sehr dominante Stellung in der Familie, hat quasi Hosen an.

Oft sehr schnell aus dem Häuschen und agiert oft unüberlegt.

Halt gewöhnungsbedürftig, manchmal auch zum Lächeln.

Meine Freundin ist ihr sehr hörig, daß hat mich immer gestört.

Was mir von Anfang an auch immer etwas nervig war, ist ihre Art, Probleme in sich reinzufressen und dann irgendwann Dampf abzulassen.

Nun gut.

Vor sechs Jahren ist sie zum ersten Mal ausgezogen. Bis dahin alles ohne Probleme.

Hintergrund:

Sie brauchte ein neues Auto. Wenig gespartes Geld, ihre Großmutter versprach ihr, ein Gros zu finanzieren. Meine Freundin vertraute darauf und unterschrieb den Kaufvertrag.

Parallel dazu hatte ihre Mutter wieder einiges an Schulden bei der Bank.

Oma half Tochter aus. Tochter von Tochter wollte Geld für Auto holen,

Oma sagte: "Sorry, mußte Deiner Mutter helfen." -> Kredit aufnehmen.

Ich war stinkesauer. Denn parallel dazu, hatte meine Freundin heimlich ihrer Mutter ein Gros ihres Gesparten gegeben wegen der Schulden.

Die Schulden waren aber selbst verursacht (Kredithai).

Ich bekam Riesenstreit mit allen, "...nutzt Eure Tochter aus...", Fazit:

meine Freundin stand ihren Eltern und zog aus.

Das Geld hat sie bis heute nicht zurück bekommen.

Kurz danach kam sie wieder zurück.

Sie hatte Streit mit ihren Eltern bekommen und mir recht gegeben.

Ich hatte zwei Jahre keinen Kontakt zu meinen "Schwiegers".

Unsere Beziehung war bestens.

Hatte sich meine "Schwiegermutter" früher in alles reingemischt, herrschte jetzt himmlische Ruhe.

Irgenwann, klar, man spricht wieder miteinander.

Meine Freundin fuhr immer häufiger nach Hause, kam erst spät abends heim, im Haushalt blieb alles an mir hängen,...

Ärger, Streit.

Das ganze zog sich drei Jahre.

In der Zwischenzeit hatte sich meine Freundin eigenmächtig ein Pferd gekauft.

Ich war nicht damit einverstanden: kein Stall, keine Weide, etc.

Beim Nachbarn schnell Weide gepachtet, meine Eltern stellten Heu und Stroh (Landwirtschaft), bezahlten oft den Hufschmied.

Ohne Murren.

Meine Freundin hatte mittlerweile Probleme auf der Arbeit.

Mobbing.

Ich sagte immer: durchsetzen! Reden!

Ende vom Lied: sie kündigte.

Ich sagte ihr vorher: such dir was anderes, dann kündige!

Mittlerweile hatte sie eine Magen-/Darmerkrankung. Krankenhaus.

Psychisch.

Drei Monate arbeitslos. Dann schlüpfte sie in ein selbständiges Verhältnis als Versicherungsmakler.

Mißerfolg.

Artbeitslosengeld.

Zig Bewerbungen, ohne Erfolg.

In diesem Jahr arbeitete sie in der Firma meines Vaters mit.

Auch ihre Mutter und ihre Oma. Wollten sich halt was dazuverdienen.

Ich dachte: "Endlich vertragen sich mal alle, ohne Gezeter..."

Meine Freundin hätte später im Büro mitarbeiten sollen.

Dann arbeitete auch ihr Bruder mit, auch er mittlerweile arbeitslos, also sagte mein Vater: "Kann ein halbes Jahr mitgehen...besser als arbeitslos."

Ihr Bruder macht seit einem Jahr Führerschein, schludert, geht in keine Fahrstunde.

Plötzlich bekam ich heraus, daß meine Freundin von ihrem wenigen Geld ihrer Mutter Heizöl bezahlt hatte und eine Rechnung für Füherscheingebühren, insgesamt 1600 Euro.

Angeblich wird alles zurückbezahlt.

Ich stellte sie zur Rede. Streß, Streit.

Besonderer Hintergrund: Ihr Bruder hatte im letzten Jahr bei uns Haus und Hof gestrichen, bekam gut 3000 € als Verdienst.

Hat er alles durchgeboxt. Führerschein? ....

Der Umgang mit Geld ist dort problematisch! Meine Freundin ist nicht so.

Was mich nur geärgert hat, ist daß meine "Schwiegermutter" erst zu ihr kam mit ihren Geldsorgen, als meine Freundin 10.000 € aus einer fälligen Versicherung bekam. Das habe ich hinterhältig empfunden.

Naja, weiter im Programm.

Meine Freundin sprach mit meiner Mutter und machte mit ihr aus, daß sie ein Teil des Monatsgehaltes ihres Bruder an sie abtritt, um die Schulden wettzumachen. Eine Woche später riesiges Tamtam.

Bruder kein Geld, Scheiß Firma. Ich fühlte mich extrem "angemacht".

Ihre Mutter goß auch noch Öl ins Feuer.

Ende vom Lied:

Meine Mutter, meine Freundin, ihre Mutter, alle hatten Streit.

Ich natürlich der Prellbock.

Nach zwei Wochen sprachen meine Mutter und meine Freundin wieder miteinander. Ich dachte: "Prima".

Sie waren immer gut miteinander ausgekommen.

Meine Freundin sagte noch: "Heute nachmittag gehe ich mit meiner Mutter ins Schwimmbad."

Sie kam erst spät nach Hause und war aufgebracht. Sie ginge nicht mehr zu uns arbeiten, da sie noch Geld bekäme.

Ich sagte: "Was soll das, geh ins Büro und klär das, man bleibt nicht einfach weg."

Nächster Morgen: sie ging nicht.

Mein Vater verdutzt, versuchte sie zu erreichen, niemand meldete sich.

Ich versuchte es, ebenfalls null Erfolg.

Abends kam ich nach Hause, niemand war da. Sie war den ganzen Tag bei ihrer Mutter.

ICh rief an und machte meinem Ärger Luft:

"Hab keine Lust mehr auf den Affentanz, bleib die nächsten Tage bei Deiner Mutter."

Am nächsten Tag, als ich nach Hause kam, war sie ausgezogen.

Mehrere Tage Funkstille, meine Eltern total enttäuscht, sie zu keinem Gespräch bereit.

Nach einigen Versuchen zog sie wieder ein.

Sie war seit Monaten schon immer sehr schnell aus dem Häuschen, als würden bei Ihr permanent die Nerven blank liegen.

Sehr cholerisch, sexuell klappte es nur zaghaft, ich hatte schon Angst, sie sei frigide geworden. Irgendwas stimmte nicht, aber was?

Gestern morgen hatte sie wieder ein Problem.

Sie hätte ihre noch existierende Firma abmelden sollen und auch ihre private Krankenversicherung.

Meine Eltern haben sie bis März beschäftigt.

Irgenwas ist nun schief gelaufen, sie schiebt meiner Mutter die Schuld in die Schuhe. Beide reden ja seit Wochen nichts mehr.

Auf jeden Fall war wieder Geld von der AOK abgebucht worden.

Sie bekam Panik, bald kein Geld mehr, was tun...

"Deine Mutter nutzt mich aus,..." Es eskalierte verbal.

Als ich nach Hause kam, war sie wieder ausgezogen.

Ich kann nicht mehr.

Wäre ich fremdgegangen, oder ähnliches, verstünde ich sie.

Ich glaube, sie steht mit dem Rücken zur Wand.

Wie weit ihre Mutter daran beteiligt ist, werde ich heute Abend klären, sie kommt zum Gespräch unter vier Augen.

Irgendwie löst meine Freundin ihre Probleme nicht und spricht mit mir darüber, was sie sofort machen könnte, sondern frißt sie ins sich hinein.

Ich sagte ihr: "Du mußt Deine Probleme lösen, irgendwann klappst Du zusammen!"

Sie könne nicht mehr, sie sei fertig mit mir, zwar sage sie nicht, daß sie mich nicht mehr liebe, aber sie käme nicht mehr zurück.

Ich denke, daß ihre Arbeitslosigkeit und die mangelnde Zukunftsperspektive entscheidend sind. Sie wirft mir Dinge vor ("nicht zuhören, desinteressiert..."), die nicht stimmen.

Vielleicht sucht sie nur einen Grund.

Auf jeden Fall kenne ich sie nicht mehr.

Sie hat sich so verändert.

Ständig ein/ausziehen kann es nicht sein, oder?

Euer Andreas

#2
Hi!

Also ich würde dir sagen du solltest erstmal den kotakt zu ihr abbrechen. Du hast oft genug versucht ihr zu helfen deine eltern auch und sie geht nicht wirklich drauf ein geht einfach nicht zur arbeit das kanns nicht sein. Sie muss anscheinend erstmal lernen dass man auch verpflichtungen hat.

Dass sie ihr geld ihren eltern in den hintern schiebt würde ich auch nicht toll finden.

Ich denke da wirst du im moment nicht viel erreichen. Dann geht es vielleicht wieder ne zeit gut und dann fängt alles wieder von vorne an. Sie kann nicht ständig einziehen und dann wieder ausziehen wenn es ihr nicht mehr passt so läuft es nunmal nicht.

Wie gesagt brich erstmal den kontakt ab auch wenn sie wieder ankommt. Sie muss auch mal merken dass sie sich nicht alles erlauben kann.

#3
hallo keber, bitte lies dir das durch

und auch den punkt mit cooabhaengigkeit, sag mir dann was du denkst

ist ein ziemlich komplexes Thema

wuensc hdir alles gute und viel Kraft

#4
Original von Drellhallo keber, bitte lies dir das durch

und auch den punkt mit cooabhaengigkeit, sag mir dann was du denkst

ist ein ziemlich komplexes Thema

wuensc hdir alles gute und viel Kraft
hättest das bei mir geschrieben, würd ich es verstehen.. hier finde ich es aber nicht sehr angebracht!

#5
hallo Dobermann

wie meinst du nicht angebracht?

ich hab mich mit dem Thema beschaeftigt und finde das es gewisse Anzeichen gibt, ich wollte ihm damit helfen.

#6
Hallo, Drell!

Finde den Artikel nicht abwegig.

Allerdings, könntest Du mir genauer erklären, worin Du Anzeichen siehst?

Vielleicht sollte ich einmal mehr beschreiben:

Ungewöhnlich ist bei ihr immer die Nähe von cholerischen Ausbrüchen und einem danach "Machen-als-wenn-nichts-gewesen-ist".

Die Schuld an der Misere macht sie alleine bei mir aus.

Ich versuche sie den ganzen Mittag zu erreichen, aber sie geht nicht ans Telefon. Sie sieht meine Nummer.

Auch auf SMS reagiert sie nicht.

Nun gut.

Ihre Mutter ist auch sehr cholerisch, macht auf viele den Eindruck eines 13-jährigen Mädchens. Sie läßt halt manchmal Sachen ab, da muß man schmunzeln, total naiv!

Interessant ist vielleicht auch ihr sexuelles Verhalten.

Ich denke, solch Intimes kann man hier ruhig sagen.

Sie kann, wenn sie will. In aller Regel macht sie aber einen eher "verklemmten" Eindruck und ist eher so, daß sie zurückhaltend, passiv wirkt.

Sie kommt selten zum Orgasmus. Auf Berührungen reagiert sie sehr kalt. Es dauert lange, bis sich was regt.

Sie ist aber sicher nicht frigide, denn dafür kenne ich sie auch anders.

Meistens aber nur, wenn sie mal "zuviel" hat. Sie muß also enthemmt sein, oder anders: sie hat Hemmungen.

Das zermürbt eine Beziehung, glaubt es mir!

Ihre Ausziehphasen bekommt sie immer parallel zu ihren "Tagen".

Sind die vorbei, ist sie wie gedreht und einsichtig und kommt wieder.

Ich kann nicht zehn Jahre einfach so in die Tonne werfen.

Nachher kommt ihre Mutter. Mit ihr werde ich ganz offen reden und alles anschneiden. Alles.

#7
Vielleicht noch einen Nachschub:

Ihre Aktionen kommen mir wie "Kurzschlüsse" vor.

Ist schon ein komisches Gefühl, auch wenn es hart ist, dann muß ich sie halt mal auf der langen Bank sitzen lassen.

Man hat halt immer Angst, daß da flucks ein anderer kommt und...

Glaub' ich eher weniger.

Vielleicht noch ein paar Infos:

sie hatte nach der Grundschule Realschulempfehlung, wurde aber von ihren Eltern auf die heimische Hauptschule geschickt, "dann ist sie quasi daheim und nicht in der Stadt".

Hat sie nie verkraftet und ist ein wunder Punkt.

Hat später Wirtschaftsschule gemacht.

Wollte staatl. gepr. Betriebswirt machen neben Job, klappte nicht wegen Zeitmangel.

Noch ein Hieb also.

Schule darf man nicht erwähnen, Leistungen sowieso nicht.

Ich würde ihr immer zu verstehen geben, wie "dumm" sie sei.

Ich mit meinem Abitur....

Das stimmt aber nicht!

Sie macht Kassiererin in unserem Fastnachtsverein.

Ich bin 1.Vorsitzender.

Wenn sie am PC sitzt und mal einen Fehler macht oder etwas zu aufwendig und ich weise sie darauf hin, dann ist sie sofort aus dem Häuschen. "Mach alles selbst! Ob sie dumm wäre..."

Sie ist sofort cholerisch und uneinsichtig.

Ihr Bruder ist ganz ähnlich.

Fehler machen immer andere.

So hat er meinem Vater vorgehalten, er könne ja den Führerschein nie machen, weil er so lange arbeiten müsse, so daß er in keine Fahrstunde komme.

Mein Vater sagte: "Wenn Du mir sagst, ich muß heute Abend in die Fahrschule und wirst abgeholt, ist das doch o.K. Das ist aber doch Deine Sache, mir das mitzuteilen. Ich bin nicht verantwortlich für Deinen Lappen!"

Ein ähnliches Verhalten hat sie oft während ihrer Arbeit an den Tag gelegt. Dann noch ein bißchen Mobbing...Peng!

Reden kann man zur Zeit überhaupt nicht mit ihr.

Zum einen geht sie nicht mehr ans Telefon.

Dann heute morgen noch, ich hatte versucht mit ihr zu reden, jedes Wort und Argument wurde zurückgeschleudert: "Du bist auch nicht besser..."

Sie war nur ruhig, als ich zu ihr sagte: "DU läufst Deinen Problemen davon. Irgendwann gibt es einen Knall!" Offenbar hatte ich einen wunden Punkt getroffen oder besser: den Kern.

Manchmal kommt sie mir schizophren vor.

Je nach Gelegenheit, paßt sie sich an.

Nature One, mußte sie hin. o.K. Ist nicht mein Fall. Mit ihrem Bruder ist sie hin.

Er hat sich zuerst mal für 500 € Klamotten in Frankfurt gekauft.

Sie auch, aber für viel weniger.

An dem Abend dann, aufgetakelt wie bei einer Liturgie.

Sonst zieht sie nie Hüfthosen o.ä. an.

Als wolle sie zum Ausdruck bringen: Hier muß ich heute dazugehören.

Finde ich sehr kindisch. Sie versteht das nicht.

Andere Sache:

Als ich sie kennenlernte, hat sie stark geraucht. Mit viel Mühe konnte ich es ihr abgewöhnen.

Zunächst hat sie mich aber belogen.

Denn in meiner Gegenwart hat sie immer beteuert nicht mehr zu rauchen.

Ich bin kein fanatischer Antiraucher, rauche selbst mal 'nen Zigarillo, aber da muß ich schon leicht heiter sein.

Bei ihr war es aber extrem.

Dann habe ich sie mal an der Wirtschaftsschule abgeholt und verwischt.

War ihr absolut peinlich und ich war stinkesauer!

Ihre Mutter macht dasselbe mit ihrer Mutter. Oma denkt, Tochter raucht nicht mehr, hat ja auch Probleme gehabt, dabei qualmt sie, wenn Oma weg ist, munter weiter. Habe schon mehrmals gesagt:

"Das ist nicht nur unfair, sondern hinterhältig!"

Nachdem ich sie also erwischt hatte, hat sie kurz darauf auch endgültig aufgehört, meine Freundin, nicht deren Mutter.

Neuerdings läßt sie sich in Gesellschaft immer mal wieder eine Kippe geben. Ich sagte zuletzt: Warum?

"Ach, ist nicht so schlimm!" Meine Antwort: "Du fängst irgendwann wieder an! Du weißt, daß ich es nicht mag und Du versprochen hattest, es zu lassen. Auch warst Du froh, endlich los zu sein."

Manchmal habe ich den Eindruck, sie will Machtspielchen machen.

Jedesmal, wenn sie wieder was drückt, vernachlässigt sie auch Haus und Haushalt, fährt täglich zu ihrer Mutter...

Die ganze letzte Woche habe ich gewaschen, gebügelt,...geputzt,...

Wenn sie dann was macht, kommt: "Du stellst Dich immer an, war doch ruckzuck gemacht!"

Vor Wochen, als noch alles in Ordnung war, hat sie den Garten in ein Blütenmeer verwandelt. Jetzt gammelt er schon seit einem Monat darum.

Ich habe keine Zeit. Muß aber mal dran. Geht ja nicht anders.

Irgendwie hat sie immer irgendwelche "Phasen", sie schaltet ab und bekommt einen "Kurzen".

Das finde ich nicht normal.

#8
Ich bin trotzdem der meineung dass du sie in ruhe lassen sollst keine sms schreiben nicht melden und auch nicht unbedingt reagieren wenn sie sich meldet.

Sie muss auch mal verstehen dass das leben kein wunschkonzert ist. Sie kann nunmal nicht ausziehen und einziehen wie es ihr passt.

Es ist bestimmt nicht schön mit ihren eltern und mit der schule auch nicht aber es bringt auch nichts sich da ewig reinzusteigern. Es ist passiert und sie muss sich damit abfinden und versuchen das beste draus zu machen. Sie muss erstmal selber mit ihrem leben klar kommen und dann erst über die beziehung nachdenken. Sie ist noch viel zu abhängig von ihrer familie so wird das nie was mit euch. Und es macht es auch nicht besser wenn du immer wieder ankommst und sie zurück nimmst das bestätigt sie nur in ihrem verhalten.

#9
ja, da gebe ich Dir recht.

Sie ist zu abhängig von ihrer Familie.

Meine Angst ist halt, daß sie sich total entwöhnt und die Kiste wirklich vorbei ist.

Sie hat halt ein Problem. Und das muß man lösen, sonst macht sie sich total kaputt.

Ich kann das nicht.

Ihr Verhalten ist halt nicht normal, sie braucht richtige Hilfe.

Allerdings lasse ich sie jetzt geh'n.

Ich bin auch zu ungeduldig und zu nervös.

Mein großer Fehler!

Ich gebe Dir nämlich recht! Jedesmal, wenn sie zurückkam, hat sie von mir gefordert, mich zu ändern.

Sie hat nie eingesehen, daß sie einen Fehler gemacht hat.

Ging eher nach dem Motto: Was interessieren mich andere, ich kann machen, was ich will, und ich habe immer recht.

Deswegen kann man mit ihr auch nicht diskutieren.

Wenn Sie immer so wäre, würde ich ja auch sagen:

Mattscheibe, vergiß die Tante.

Aber sie hat auch die gegenteiligen Seiten, ja sogar meistens. Warum liebt man denn sonst einen Menschen?

Nur, dann und wann, hat sie den "Rappel".

Komischerweise fast immer parallel mit ihren Tagen.

#10
ich finde von deinen Aussagen her immer mehr das es moeglich ist..

aber es ist ganz ganz wichtig das du verstehst, das nur ein spezieller Arzt das in einer Einzeldiagnose feststellen kann!!

das sind experten die das genau ausloten und eine Therapie planen.

nimm das nicht auf die leichte Schulter! 9% der Borderliner begehen Selbstmord weil sie mit dem Gefuehlschaos nicht zurecht kommen!

zum zweiten, sie reissen ihre naechsten Angehoeren,

also zu denen sie eine enge emotionale verbindung haben, mit in die tiefe.

ich bin relativ neu auf dem Gebiet, frag am besten hier nach naeheren, die kennen sich besser aus.

das Borderline Syndrom ist eine sehr komplexe Angelegenheit mit vielen Formen, von Fall zu Fall sehr verschieden.

und noch ganz wichtig, es ist therapierbar, wisse trotzdem auf was du dich einlaesst, lies vor allem was dich betrifft ueber Co Abhaengige Partner nach, und mehr zum thema hier

ich habe nicht gesagt das sie es hat, nur ziehe diese Moeglichkeit in erwaegung, lies dich ein und errinnere dich an zusamemnhaenge und rede mit ihr darueber

hoffe ich konnte dir etwas helfen!

#11
Ich verstehe schon dass du ihr gerne helfen möchtest das ich auch ganz normal aber ich denke da kannst du nicht viel tun. Du hast ihr so viele chancen gegeben sie immer wieder zurück genommen. Und sie versteht es einfach nicht.

Sie muss ihr leben in den griff bekommen und das alleine denn sie muss es wollen. Sie muss einsehen dass nicht immer die anderen schuld sind denn damit wird sie nicht weit kommen im leben.

Wenn du ihr jetzt mal klarmachst dass du das ganze nicht mehr willst so wie es läuft und sie merkt dass du es ernst meint fängt sie vielleicht auch mal an über sich und ihre fehler nachzudenken.

Aber wenn sie immer so weiter machen kann wird sie nie merken dass es ihr leben ist und sie dafür auch verantwortlich ist.

Und dazu kommt solange sie sich so von ihrer familie beeinflussen lässt wirst du nie eine wirkliche chance bei ihr haben denn sie wird bei jeder kleinigkeit wieder flüchten und dich im stich lassen.

"Meine Angst ist halt, daß sie sich total entwöhnt und die Kiste wirklich vorbei ist."

Wenn das wirklich der fall sein sollte wirst du die früher oder später so oder so verlieren denn dann ist es ihr einfach nicht wichtig genug. Dann schiebst du das ganze einfach nur auf.

#12
Hallo,

also, ich habe bis jetzt mit ihrer Mutter gesprochen. War ein konstruktives, offenes Gespräch.

Kann natürlich nicht alles in ein paar Sätzen zusammenfassen.

Möchte Euch aber noch folgende Info geben:

Wie erwähnt hat sie es ja mit dem Darm.

Spätestens seit der Mobbing-Geschichte.

Schilddrüsen sind auch nicht mehr o.K. seit der Zeit.

Sie nimmt immer mal zu, dann wieder ab.

Besonders bei seelischer Belastung ist das so.

Sie ist nicht fett.

Aber von ursprünglichen 58kg auf nunmehr knapp 70 ist schon ein Sprung.

Bei ihrem Eßstil müßte sie 30kg wiegen.

Ihre Mutter hat sie nun im Griff zum Arzt zu gehen.

Offensichtlich hält sie sich ganz heraus.

Sie machte einen recht kooperativen Eindruck.

Das ständige Hin und Her teilt sie nicht und findet es nicht in Ordnung.

Sie denkt auch, daß ihre Tochter psychische Probleme hat, die dann zu dieser Krankheit führen.

Aber was tun?

Man kann ja schlecht sagen: Ab in die Hoppla.

Hätte nicht gedacht, daß ich in dem Gespräch so tief gehen kann!

Als ANfangspunkt haben wir ihren "Minderwertigkeitskomplex" in bezug auf das Hauptschuldrama ausfindig gemacht. Sie sei damals von anderen auch gehänselt worden, so die Mutter.

Der mißlungene Betriebswirt hat ein weiteres dazugesetzt.

Mittlerweile hat sie einen dicken Panzer, unter dem zuviel angestaut ist.

Was aber tun?

Sie braucht Hilfe, müßte das aber selbst auch erkennen!

Kein Alkoholiker gibt zu, alkoholkrank zu sein.

Ein Mensch mit psychischen Störungen?

Hätte nicht gedacht, daß alles so schwierig ist.

Danke für Eure Hilfe!

Nebenbei, ich kann mir nicht vorstellen, daß ihr alles so leicht fällt!

#13
Naja du musst natürlich am ende entscheiden wie du weiter mit ihr umgehen willst. Wünsch dir zumindest viel glück!

#14
happige geschichte. und bewundernswert, wie du da durch dick und dünn mitgehst, auch wenn es schon fast an ausnutzung grenzt!

ja, denke auch, deine freundin hat einen sehr grossen minderwertigkeitskomplex, den sie dann mit ihrem nach aussen hin trotzigen und unverständlichen verhalten verbergen will und allen misserfolg anderen zuschiebt. dabei weiss sie genau, dass ihr leben bis jetzt nicht sehr positiv verlaufen ist, doch sie ist zu schwach, um daran selbst etwas zu ändern. sie hat sich zudem eine scheinwelt aufgebaut, die zwischendurch immer mal zusammenbricht und dann in den von dir beschriebenen kurzschlussaktionen endet.

dann noch die schwierigen charakteren in ihrer familie, wo ja anscheinend auch niemand was vernünftiges zustande gebracht hat...und gleichzeitig sieht sie bei dir und deiner familie, wie ihr erfolg habt, keine schulden. das zieht sie noch mehr runter und zeigt ihr deutlich ihre abhängigkeit von dir/euch. um dir und sich dann das gegenteil zu beweisen, zieht sie dann wieder aus, um festzustellen nach kurzer zeit, dass es doch nicht läuft ohne dich!

ich wünsche dir/euch sehr, dass sie gute, professionelle hilfe bekommt und zu sich selbst findet. und dir viel geduld und liebe dabei!

lg mörli

#15
Hallo!

Danke für Eure Tipps!

Besonders Mölli hat die Sache gut erkannt.

Ich denke, ihre Krankheit ist definitiv psychosomatisch.

Aber wie erkläert man einem Menschen, daß er ein Problem hat ?

Sie blockt sicher sofort ab.

Ich schreibe keine Mails und melde mich auch nicht.

Heute abend hatte ich ihre Mutter angerufen, weil hier einiges an Post liegt.

Da sie ja jeden Morgen ihren Sohn in unsere Firma bringt, sagte ich, ich würde ihr dann die Post mitgeben.

Sie hat mich an meine Freundin weitergeleitet.

Habe ihr alles kurz gesagt und wieder das Gespräch beendet.

Sie grübelt jetzt.

Ist bestimmt mal ganz gut.

Das hat sie früher auch immer so gemacht.

Mich schmoren lassen, bis ich ankam.

Ich komme jetzt aber nicht an.

Vielleicht fängt sie dann mal an, richtig nachzudenken.

Was ich nie gedacht hätte, ist, daß ihre Mutter mir vollkommen recht gibt.

Sie sagt auch, daß meine Freundin bzw. ihre Tochter tiefe seelische Probleme hat. Aber wie helfen, wenn der Patient meint, er sei kerngesund und alle anderen seien krank!

Irgendwie denke ich, daß das eigentliche Problem soweit erkannt ist.

Gruß

#16
Vielleicht noch was zum Analysieren.

Ihre Mutter sagte mir, daß meine Freundin etwas geknickt war,m weil ich so kurz und bündig mit ihr gesprochen hätte.

"ich habe doch nichts mit ihm, bin auch nicht beleidigt mit ihm."

So ihre Reaktion.

Doch, sie hat was!

Nämlich ein tiefgehendes Problem mit sich selbst!

Mensch, ist das schwierig und kompliziert!

#17
guten morgen

find es sehr hilfreich, dass ihre mutter dich - wenigstens verbal - unterstützt und das problem nicht ebenfalls verdrängt.

auch dein verhalten deiner freundin gegenüber ist angebracht. vielleicht geht sie dann wirklich mal etwas gründlicher und langfristiger daran, dinge zu hinterfragen und anders anzupacken.

der nächste anzustrebende schritt ist nun, dass sie selbst ihr problem erkennt, doch das wird noch etwas mehr einsicht bei ihr abverlangen. zwingen kann man sie ja nicht. doch dein eher sachliches verhalten ihr gegenüber wird bestimmt dazu beitragen, dass sie mal sich selbst analysiert und beobachtet, statt immer andere für ihre probleme verantwortlich zu machen.

lg mörli

#18
So, neue Infos:

Ihre Mutter hat ihr direkt gesagt, daß sie ein Problem hätte.

Antwort: Sie habe keins, ich sei das Problem.

Sie quäle sich aber und sei traurig.

Sie erkennt aber an, daß ihre gesundheitlichen Probleme durch ihre psychische Situation entstanden ist.

Allerdings macht sie die Ursache hierfür (klar) bei mir aus.

Sicherlich habe ich dazubeigetragen.

Im Nachhinein wird mir vieles bewußt.

Beispiel: Sie hat sich ein Pferd zugelegt, aber etwas Angst davor.

Nun hatte sie es geschafft endlich mal halbwegs zu reiten.

Anstatt sie just in diesem Moment mal zu loben, kam von mir ein genervtes: "Mensch, zum Glück, wird auch mal Zeit, dachte schon, für was hast Du ein Pferd? Nur zum Rumstehen auch zu teuer."

Gegenüber ihrer Mutter sagte sie heute: "Habe die ganze Zeit nur sein Leben gelebt."

Ich habe aber mein Leben größtenteils auf sie ausgerichtet und auf vieles verzichtet. Hat sie das nie gemerkt?

Ein Freund meinerseits ist ein bißchen "scharf" auf sie.

Er fährt halt öfters mal hin.

Sie will definitiv nichts von ihm.

Angeblich wolle er am Sonntag kommen, um mit mir zu plaudern.

Durch ihre Mutter ließ sie mir ausrichten: "Er (ich) soll ja nicht alles glauben, was der erzählt, wenn er kommt! Sag' ihm das!"

Derzeit lasse ich sie schmoren.

Sie habe Angst, wenn sie wieder komme, daß in zwei Wochen wieder alles so sei!

Aber einfach nur hier rumsitzen und nichts zu tun und abzuwarten, das kann es auch nicht sein.

Habe zwar die letzten Tage viel über Komplexe und Psychokrams gelesen, nur wie man helfen kann, sagt einem keiner.

Ein ehrlicher Brief?

Ich denke, jemand, der Minderwertigkeitsgefühle hat, braucht wohl zunächst Bestätigung und Zuwendung!

Nur mich läßt sie sicher nicht an sich ran, außerdem will ich auch garnicht den ersten Schritt machen.

Dann wäre ich so weit wie immer.

Auf der anderen Seite denke ich, daß es zu erst einmal so sein muß, daß ich nicht das "Feindbild" bin.

Irgendwie habe ich immer das Gefühl, sie meine, ich wolle sie belehren und verbessern. Sie sei mir halt unterlegen.

Dadurch blockt sie wohl auch ab.

Sie muß also erkennen, daß ich nichts mehr will als ihr zu helfen.

Sie muß also auch wissen und erkennen, daß ich wieder will, daß sie ein vollwertiger Mensch wird, daß ich ihr nur gut will.

Aber wie macht man das, ohne mit der Tür ins Haus zu fallen, oder ohne die Tür zugeschlagen zu bekommen?

Ich dachte schon mal, vielleicht wäre es sinnvoll, wenn wir gemeinsam irgendwo hinfahren würden. Zwei, drei Wochen.

Nicht einfach in Urlaub, sondern sich gemeinsam "therapieren".

Einfach mal zusammen ausgehen bringt nichts, denn das endet wieder in Diskussionen. Sie überträgt alle Schuld auf mich und ich reagiere irgendwann genervt.

Gruß

Andreas

#19
So,...Ihr seid ja noch da, oder?

Also,... heute morgen kam Post für sie. War eine Antwort auf ein Bewerbungsschreiben.

Keine Ablehnung, nur der Hinweis, daß es noch dauert.

Habe ihre Mutter angerufen und mitgeteilt, daß Post gekommen sei.

Sie hat mich dann an meine Freundin weitergegeben. Konnte ja schlecht auflegen!

Habe es ihr gesagt, sachlich, nüchtern.

Sie hat sich bedankt und gefragt, ob es ein großes oder kleines Couvert sei. Groß=Absage=Rücksendung der Unterlagen...

Ich sagte ihr, es sei ein kleines und habe mich verabschiedet.

Ohne viel Tamtam und Emotionen.

Vorhin kam eine SMS, sie fragt mich, ob ich mir ihr morgen auf den Jahrmarkt gehen wolle.

Bislang habe ich nicht geantwortet.

Ich lasse sie mal schmoren.

Auf jeden Fall hat sie erstmals ihr Trotzen gebrochen und einen Anfang gesetzt.

Sonst habe ich ja immer gegonnen, ihr nachzulaufen.

Die Frage ist nun, soll ich ihr absagen und sie damit enttäuschen?

Würde das helfen?

In ihrer Situation sollte sie doch eher das Gefühl bekommen, mir zu vertrauen und in mir eine verläßliche Person zu sehen? Sie braucht ja wohl Bestätigung und keine Ablehnung!

#20
find dein verhalten genau richtig! :super:

jetzt musste sie sich mal bequemen und einen anfang machen.

würd ihr die chance geben und sehn, wie euer jahrmarktausflug so wird. dann kannst du weiter sehn. wenn sie dann wieder rumzickt und dich anmotzt, lässt du sie wieder eine weile weiter schmoren!

lg mörli

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