Zum Inhalt springen

Ausweglos! Er lässt mich los, ...für Gott!?

14 Antworten2'160 AufrufeGestartet von NeedLove ·

NeedLoveThemenstart
#1
Ich habe meinen Freund im Internet kennengelernt...wir haben uns tatsächlich ein halbes jahr nur geschrieben, bis wir uns das erste mal trafen. Wir kannten uns schon inn und auswendig und waren uns so vertraut...von der ersten Minute an. Wir hatten über viele Themen geschrieben, ...eines davon war auch Religion und unsere Gedanken ...welche damals schon gleich waren...er jedoch christlich erzogen wurde und meine Erziehung religionslos erfolgte, wobei ich mir doch schon öfter Gedanken darüber gemacht hatte, ob nicht doch was wahres an der Religion ist, aber dennoch Zweifel dies nicht zuließen ...und er trotz seines Elternhauses kein überzeugter Christ war. Nach zwei Tagen waren wir ein Paar...alles war so besonders...wir waren einfach eins...auch wenn es nur sechs Wochen waren ...ich meinte ihn schon mein ganzes Leben lang zu kennen...ich konnte ihm vollends vertrauen, trotz einer großen Enttäuschung die mich Männern gegenüber misstrauisch gemacht hatte, schaffte er es mein Vertrauen zu erhalten...und wir waren uns sicher...wir SIND was besonderes. Er war dankbar, dass wir zusammengefunden hatten ...er dankte Gott ...auch im folgenden merkte ich dass Gott immer mehr Bedeutung für sein Leben gewann...er vieles auf ihn zurückführte, davon sprach und vor dem schlafen betete. Ich akzeptierte das, ich hörte beim Abendgebet zu...dachte mir nichts dabei. Er betete für eine gemeinsame Zukunft (da unsere Zusagen oder Absagen für verschiedene Universitäten auf sich warten liessen) ...aber auch merkte ich, dass er Gottes Entscheidung annehmen würde, wenn dieser sich entscheidet uns in verschiedene Universitäten zu "schicken". Dadurch dass ich keinen so direkten Zugang zum Glauben empfand, weil es nie relevant für mich war und auch kein Teil meines Lebens werden wird, war ich über dieses Verhalten traurig und enttäuscht. Machte mir Gedanken, wobei er optimistisch blieb. Als er 2 tage verreist war, meldete er sich kaum, ich fühlte mich alleingelassen, denn so kannte ich ihn nicht...wir waren immer auf der gleichen Gefühlsbasis...diese Stille um ihn war mir unheimlich...ich musste ihn zu jedem Telefonat "zwingen" ...ich fragte, was los sei ...er hätte zu tun. Das war mir fremd, das war nicht er ... nach vielen Streitgesprächen und Tränen gab er zu, dass er sich gefühlsmäßig distanziert hat. Er hat erkannt, dass ich nie die Frau für sein Leben sein kann, denn ich glaube nicht an seinen Gott. Das hat mich erschüttert...Gott war anfangs irrelevant ...und auch kam diese Erkenntnis schlag auf schlag....ich wäre bereit gewesen alles für ihn aufzugeben...aber er ging soweit zu sagen, dass er mich nur liebt, wenn ich glauben kann. Gott ist für ihn an erste Stelle getreten. Das verletzt mich, dass er von mir etwas für seine Liebe verlangt, dass ich mich ändern muss, damit er mich lieben kann ...und dann auch noch eine Veränderung auf die ich keinen Einfluss habe ...ich kann nicht glauben, wenn ich den Befehl bekomme...ich habe Zweifel ich bin kein Mensch dazu. Er hat sich so verändert...und selbst wenn er diese Bedingung zurücknimmt...sie wird immer zwischen uns stehen ...und mein vertrauen in seine unendliche Liebe, die er mir immer beteuert hat ist dahin...ich liebe ihn ...aber ich kann mich nicht zwingen so zu sein wie er mich will...aber er akzeptiert es nicht, denn Gott hat ihm gesagt, ich werde dazu im Stande sein.......ICH SAGE NEIN. FÜR MICH GIBT ES KEINEN GOTT. Ich bin so traurig, dass wir uns in so kurzer Zeit so voneinander entfernen konnten.

Ich seh keinen Ausweg für uns.

#2
sali du

ich bin am anfang ein christ zu werden und dies ist ein regelrechter kampf aber trozdem werde ich von ihm und jesus mit liebe überflutet!

Kannst du es nicht probieren nur probieren ob du vieleicht doch etwas mit diesem Gott zu tun haben möchtest! Im prinzip hast du ja nichts zu verlieren

Ich und andere anfangschristen machen monat für monat positive veränderungen durch.. man lernt sehr viel auch wenn es ein kampf ist!!

Sprich doch mal mit deinem ex freund über jesus usw. probiere es mal und frage ihn doch ob er dir hilft diese religion auszuprobieren!

Eben wie gsagt du has ja nichts zu verlieren!

also liebe grüsse sandy

#3
man kann niemanden zum Glauben zwingen! Das kann keine voraussetzung für eine Bezeihung sein! man kann icht versuchen für einen anderen Gläubig zu werden...

#4
ich rede auch nicht das man für ihn gläubig werden musst!!

ich habe nur einen vorschlag gemacht es vieleeicht mal zu probieren, ich habe nicht gezwungen!

gruss

#5
Ich bin zwar Evangelisch "aufgewachsen" und auch konfirmiert worden (obohl meine Eltern nicht so viel mit Kirche am Hut haben), fühle mich aber mittlerweile dem Bhuddismus näher.

Was mir zuerst einfiel ist der Satz "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst". Dieser und ähnliche Sätze sind prägend in der christlichen Kirche- und da steht NICHTS von "Liebe Deinen christlichen Nächsten wie Dich selbst".

Normalerweise sollten christliche Glaubensformen tolerant sein- und die Gläubigen es auch akzeptieren, wenn jemand nicht glaubt.

Daher finde ich es von ihm unverständlich, das er nun auf einmal seine Liebe für Dich an die Bedingung knüpft, das Du glauben MUSST.

Sorry- er schießt da gewaltig über's Ziel raus- und das noch nicht mal im Sinne seines eigenen, neuerworbenen Glaubens. Hört sich für mich nach einer Art Übereifer des Anfängers an........

Sieh es so- wenn er nicht die Toleranz aufbringen kann mit Dir zusammen zu sein ohne das Du gläubig bist (wobei Du ihn für seinen Glauben ja noch nicht mal kritisierst oder ihn an dessen Ausübung hinderst!) ist er nicht der Richtige für Dich.

Selbst wenn Du ihn irgendwie halten könntest wird dieser Konflikt immer zwischen Euch stehen- und wie hier schon gesagt wurde: man kann niemanden zum Glauben zwingen. Und Leute zu "bekehren" gehört heutzutage eher ins Repertoire der Zeugen Jehovas als der Christen.

Wenn Du keinen Bedarf nach Religion in Deinem Leben verspürst ist das völlig okay- und wenn er versucht Dich da reinzuzwingen tut er etwas, das eigentlich seinem Glauben (zumindest nach moderner westlicher Auslegung widerspricht).

Ich würde ihn gehen lassen- in dieser übereifrigen Phase des Glaubens die er zu haben scheint wirst Du nicht zu ihm durchkommen. :(

#6
das schlimme ist aber, dass er sich erst so drastisch verändert hat, seit wir zusammen sind. inzwischen sagt er, er bereue seine bedingung...und will mir gegenüber tolerant sein, weil er mich braucht. aber jedesmal wenn er von gott und seinen gedanken spricht, fühle ich mich unwohl...denn er erwartet, dass ich sie ebenfalls tolleriere. das tu ich ....jedoch muss ich sagen, dass mir der glaube und meine gedanken darüber nahezu im keim erstickt wurden durch den zwang und den druck den seine bedingung ausgelöst hat. ich sehe diese religion als störfaktor in unserer beziehung und kann mich ihr irgendwie nicht recht zuwenden ...und da sie so wichtig für ihn ist und er ständig davon spricht führt es dazu dass ich mich in solchen momenten von ihm abwende, seinen gedanken nicht folgen mag ...was früher nie der fall war. wir waren in gedanken eins ....jetzt driften wir immer weiter voneinander ab und das tut mir weh....und es wird das aus für uns bedeuten ....nicht jetzt...nicht heut...nicht morgen ....aber irgendwann...ich sehe es kommen. :heulen:

#7
Rede mit ihm darüber. Offen und ehrlich.

Sag ihm, das Du absolut tolerant bist, was seinen Glauben angeht. Das dieser Glauben Dich sogar interessieren würde- das Du nur im Moment dadurch, das es das alles bestimmende Thema ist und so viel Druck dahinter steht quasi in einer Zwangssituation bist.

Mach ihm mal klar, daß das, was er mit Dir macht, absolut nicht im Sinne seines Glaubens ist. Der hat nämlich mit Toleranz, Nächstenliebe und mit Zwanglosigkeit zu tun!!!

Sag ihm was Du denkst- und versucht einen Weg zu finden.

Mich erinnert das ein wenig an Partnerschaften, wo der eine plötzlich ein neues, alles bestimmendes Hobby hat und der andere es irgendwann nicht mehr hören kann.......Enthusiasmus ist ja schön- aber man muss auch mal noch andere Dinge wahrnehmen neben dem, was einen so "erfüllt".

Ich denke offen mit ihm zu reden, ihm zu schildern, was sein Verhalten in Dir ausgelöst hat und einen gemeinsamen Weg zu finden, wie ihr mit der Situation umgeht, ist der einzige Weg.

#8
Es tut mir leid, dass sich dein Freund so verändert hat. Ich habe das bei meiner Mutter erlebt, sie ist nun ein völlig anderer Mensch... Für einige im positiven Sinn, für mich persönlich im negativen. Für einen Christen wirst du NIE an erster Stelle stehen. Er wird dich nie so lieben wie Jesus und Gott. Und das wirst du spüren.

Ich weiss nur wie es für mich wäre. Ich könnte nicht damit umgehen. Es gibt zwangsläufig unüberwindbare Differenzen. Das Thema Sex vor der Ehe ist nur ein kleiner Knackpunkt im Gegensatz zu den Konflikten, die auf Grund der unterschiedlichen Ansichten auftreten werden.

Wenn das Thema Glauben bei uns auf den Tisch kommt, fühle ich mich bedrängt und unwohl. Mich stösst die unterwürfige und bedingungslose Art gewisser Gläubiger ab. Diese Selbstaufopferung, das ewige Reden über Gott und Jesus, die Intoleranz (denn so sind sie oft - es gibt keinen gehässigeren Ort als ein christliches Glaubensforum!) oder dass sie für mich betet, obwohl ich das nicht will...

Ich könnte noch stundenlang schildern... melde dich doch per PN wenns dich interessiert. Würde dir gerne helfen... kann deine Gefühle sehr gut nachvollziehen.

#9
Ich habe gerade meinen "alten" Beitrag rausgekramt um ihn einfach nochmal zu lesen. Denn wir haben es zusammen trotz allem probiert...aus den anfänglichen sechs wochen sind 11 Monate geworden ...mit wunderschönen Momenten und einem Gefühl von absoluter Gewissheit, dass wir zusammengehören. Er konnte es wegschieben doch was einmal gebrochen ist, das kann nicht für immer gut gehen. Ich bereue, dass ich es nach 6 Wochen nicht realisiert habe...dass ich fast ein Jahr an der Illusion festhielt, dass wir es schaffen können, dass er mich so lieben kann wie ich bin. Jetzt höre ich die gleichen Argumente wie damals...dass unsere Beziehung nie gottgewollt war und dass eine unchristliche NIE die Frau sein kann, mit der er sein Leben verbringen will. Jetzt -nach elf wunderschönen Monaten- tut alles noch viel mehr weh und das loslassen fällt mir unendlich schwer.

#10
.

#11
Hallo NeedLove,

wie du siehst, haben wohl die Meisten hier recht. Seine Vorstellung ist "mittelalterlich". Er hat dich nicht verdient.

Kopf hoch.

Bussi :schmatz:

schnittchen1980

#12
Nein, die meisten haben eben NICHT recht. Seine Vorstellungen sind nicht mittelalterlich, sondern es sind SEINE Vorstellungen,

Nur er kann wissen, mit wem er glücklich werden kann und mit wem nicht.

Ich finde es sehr sehr mutig von ihm, das so offen auszusprechen und auch sehr reif, denn er kann nun einmal mit einer den Glauben so ablehnenden Frau nicht glücklich werden, wenn Gott für ihn so eine große Rolle spielt.

Ich kann ihn sehr gut verstehen.

Früher war ich auch so gläubig und habe einen nichtgläubigen Mann geheiratet.

Allerdings war dieser wesentlich toleranter als die Posterin. Mein Mann hätte mich niemals mit Aussagen wie "Es gibt für mich keinen Gott" verletzt.

Man kann es mit der Wahrheitsliebe auch übertreiben.

Heute sehe ich das alles etwas lockerer, deshalb stimmt es auch nciht, daß für einen Christen nie mögich sein wird, die Liebe an erster Stelle stehen zu lassen.

Mein Mann STEHT an erster Stelle, aber ich liebe Gott nach wie vor und er spielt in meinem Leben und für meine moralischen Vorstellungen eine Rolle.

Die Posterin ist für diesen Mann mit ihrer ablehnenden Haltung keine adäquate Partnerin, sie könnten niemals zusammen glücklich werden---Hut ab vor dem Mann, der das so jung schon erkennt.

Er trennt sich von Dir nicht wegen Gott, sondern wegen Deiner Haltung, die mindestens so intolerant ist, wie ihr alle IHM vorwerft.

Gut so, daß es noch Menschen gibt, die ihren ganz speziellen Weg gehen, egal was andere - die zumeist viel zu jung sind, um etwas beurteilen zu können und denen es an Weitsicht mangelt - labern....

Der Posterin sei geraten - es gibt so viele gottlose Menschen in der Welt, da findest Du ganz schnell ein passendes Gegenstück!"

Jane
#13
was ist das für ein Glauben, der jemanden davon abhält, auf sein Herz zu hören? Das ist für mich entweder ein falsch praktizierter Glauben oder schlichtweg ein falscher Glauben. Auch wenn ich - vor allem der katholischen - Kirche gegenüber sehr kritisch eingestellt bin, verstehe ich seine Umsetzung seiner religiösen Gesinnung nicht. Es tut mir Leid, aber im ersten Moment klang es für mich ein wenig wie eine Ausrede.

Wenn er wirklich seine Glauben auf diese radikale Weise sieht und praktiziert, müsstest du dich vielleicht auf Probleme einstellen.... ich denke da vor allem an Sex. Der Papst verurteilt Kondome. Viele gläubige Chrsiten "spraren sich für die Ehe auf". Homosexualität wird nicht als Teil der Natur anerkannst, sondern verurteilt. Das ist für mich unzeitgemäß. Es gehen zwar leider viele, viele Werte wie Treue verloren, aber eine derart extreme Position dagegen zu beziehen und seit Jahrhunderten zu verteidigen, ist mit Sicherheit nicht der richtige Weg.

Ich wünsch dir von Herzen, dass sich alles zu deinem besten wendet. Wenn es nicht klappt, hat es nicht sein sollen. Die Männer, die ich am meisten geliebt habe, waren diejenigen, mit denen ich nicht zusammensein konnte. Das ist ein schreckliches Phänomen:-)

:trost:

#14
wenn er nicht mit sich reden lässt... und alles von deinem und seinem glauben abhängig macht... wenn er nicht akzeptiert, dass es unterschiedliche lebens- und glaubensformen gibt, dass dadurch aber kein mensch mehr oder weniger wert ist - dann lass' es.

ich würd noch mal mit ihm drüber reden... und wenn er daran festhält, dass du nicht die frau für sein leben sein kannst, weil du nicht an seinen gott glaubst - dann lass' es sein. mach dich nicht kaputt. wenn jemand sich so sehr einer religiösen überzeugung verschreibt, hat man keine chance - es sei denn, man verbiegt sich... warum aber sollst du dich für ihn verändern, wenn er dir nicht entgegen kommt?

:trost:

ich würde das nicht aushalten... ich wüsste auch nicht, was tun als.. gegen alle liebe das weite zu suchen.

#15
@ HappySoul:

Nur er kann wissen, mit wem er glücklich werden kann und mit wem nicht.
Das fällt ihm nach 11 Monaten aber früh' ein! :evil:

Und Thema Kirche: Hast du dich mal mit dem Thema auseinandergesetzt, dass verwaltigte Frauen ihre Kinder der Kirche nach nicht abtreiben sollen? Ist eine vergewaltigte Frau selbst schuld an allem? Ich denke, dass du dich vielleicht mal etwas näher mit den "kirchlichen Zuständen" auseinandersetzen solltest und anstatt andere dafür zu verurteilen, dass sie zu ihrer eigenen Meinung stehen.

Thema katholische "enthaltsame" Priester: Die Kirche bezahlt den Unterhalt für die Kinder von Priestern, damit das nicht an die Öffentlichkeit gelangt. Klasse!!!

Thema Homosexualität: Ich habe sehr liebe Freunde gewonnen, die homosexuell sind und die ich nicht missen möchte. Ich respektiere sie und ihre Einstellungen.

Wenn du für dich Gott gefunden hast, ist das natürlich schön für dich. Aber hoffe nicht darauf, dass du andere mit deinem Beitrag "bekehren" kannst. Und deine Anspielungen auf das Alter bezogen passen hier wie ein "Fisch zum Fahrrad". Meine Wünsche für dich: Werde toleranter im Leben und für andere Menschen. Akzeptiere andere Menschen und andere Meinungen. Hoffe aber nicht, dass DEINE immer geteilt werden.

@ Jane75:

Ich teile deine Ansichten und finde es toll, wie du schreibst.

@ NeedLove

Freier Glaube ist natürlich was Gutes. Aber nicht auf Kosten von anderen. Lass' Dich nicht unterkriegen. Du hast jemand Besseren verdient.

Bussi :schmatz:

schnittchen1980

Seite 1 von 1 · 15 Beiträge in diesem Thema