Beziehung seit mehr als 2 Mon. vorbei, aber ich liebe ihn noch! Und jetzt???

kimiluna

Erfahrener Benutzer
12. Apr. 2003
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So, ihr lieben, nachdem ich gestern hier reingeschnuppert hab + dabei feststellte, dass hier ziemlich viele ein mit mir vergleichbares Problem haben, habe ich beschlossen euch jetzt auch mal mit meinem zu belästigen in der Hoffnung, dass mir hier auch geholfen wird (Achtung es könnte lang werden, ich konnte mich noch nie wirklich kurz fassen, aber ich geb mir Mühe ;) ):

Also, ich bin 19 und hatte bis vor zwei Monaten meine erste Beziehung, diese hat (nur) drei Monate gehalten.

Am Anfang war alles -wie wohl immer- superklasse :verliebt: ((fast) jeden Tag war er bei mir, mein Handy quoll über von super süßen SMS), schnell habe ich aber damit angefangen mich an (in seinen Augen Kleinigkeiten) zu stören: Er blockte jedes mal ab, wenn ich seine neue Wohnung sehen wollte, mit der Begründung, dass da ja noch alles chaotisch sei, hat mich seltener angerufen (dazu muss ich anmerken, dass ich ihm gesagt hat, die "Telefonatmosphäre" wäre komisch, ich hätte ihn lieber direkt bei mir. Kann das hier jemand verstehen ?( ?).

Dann musste er Anfang Januar zum Bund, am Anfang haben wir auch da jeden Tag telefoniert, dann war er das erste WE zu Hause + es war in meinen Augen nicht das, was ich mir gewünscht hätte. Dass er auch unzufrieden war, konnte ich ihm anmerken (zumindest meinte ich das). Er jedoch reagierte mit Unverständnis, als ich mit ihm darüber sprach, und meinte nur, was ich denn schon wieder hätte.

Am nächten WE als er nach Hause kommen wollte, sollten wir unser dreimonatiges Jubiläum feiern. Ich hatte mich schon wahnsinnig gefreut, Ideen im Kopf, was man dann anstellen könnte (zum ersten Monat gab's von ihm ne Rose :) ) und dann kommt per SIM :schief: die Mitteilung. "Komme dieses WE nicht nach Hause, grüß die anderen, bis dann!". Da war nix mehr von wegen liebevoll, aber ich war jetzt zu wütend mit ihm da direkt drüber zu sprechen, also gab's ne Beschwerde-SIM zurück und so hat sich das immer weiter aufgestaut, bis ich nicht mehr konnte und ihm in einem super langen Brief mal meine Sicht der Gesamtsituation geschildert (u. a. auch, dass ich das Gefühl hatte er liebt mich nicht mehr + dass ich es in dem Fall fairer fände, wenn er die Bez. beendet, statt mir was vorzuspielen. Dann hat er mich nochmal angerufen und gesagt: "Am WE diskutieren wir das ganze aus, packen nen Deckel drauf und fangen von vorne an". Fast haben wir das auch so gemacht, nur den kleinen Zusatz mit dem "von vorne anfangen" hat er wohl vergessen. Dann hat er mir (obwohl in meinen Augen ich die jenige war, die Grund dazu hatte) heftige Vorwürfe gemacht und zwar: Ich hätte ihm meine Liebe nie wirklich gezeigt, mich viel zu viel an Kleinigkeiten (wie dieser einen SIM) gestört, ihm ständig Vorwürfe gemacht... und der Brief habe das Fass letztlich zum Überlaufen gebracht. Aus, obwohl's ihm beschissen geht (+ mir auch) und Gefühl noch da ist, für ne Beziehung reicht's nicht mehr. Er sei einfach Einzelgänger und ihm ging's besser, wenn er so wie bisher sein Leben allein führt. Gerade bei dem Zusatz hatte ich das Gefühl, dass es eigentlich nur ne Rechtfertigung vor sich selbst ist. Nie + nimmer sah's in ihm drin wirklich so aus, aber das Alleinsein hat wohl den großen Vorteil nicht verletzt werden zu können (so war's ihm nämlich bei seiner bisher einzigen Bez. vor mir gegangen) + auch selbst nicht verletzten zu können.

Ich war erstmal super traurig gemischt mit Wutanfällen: Wie kann er nur so reagieren? Scheißsituation: Ich hatte den Brief eigentlich geschrieben, weil für mich alle Zeichen darauf hindeuteten, dass er sich ohnehin trennen wollte + ich das verhindern wollte. Statt dessen behauptet er, nie daran gedacht zu haben, bis zu meinem Brief, der jetzt der Auslöser sei ?( ;( . Er hat seinen Kram noch abgeholt und seitdem (eben 2 Monate) ist Funkstille.

Ja und in der Zeit, die ich jetzt hatte, hab ich viel nachgedacht und die Dinge mal mit seinen Augen gesehen und muss zugeben, dass seine Vorwürfe an mich aus dieser Perspektive auch gar nich so unbegründet sind. Und vor allem ist mir klar geworden, dass ich ihn einfach wahnsinnig vermisse + immer noch liebe.

Jetzt üerlege ich,wieder einen Brief zu schreiben, denn es könnte ja sein, dass es ihm genauso geht (und irgendwie halte ich das für sehr wahrscheinlich, kann natürlich sein, dass da der Wunsch Vater des Gedankens ist). Denn manchmal hab ich auch so meine Zweifel, ob es was bringt da jetzt nach ner ganzen Zeit plötzlich wieder mit nem Brief anzukommen, wo er vielleicht auch schon ne Neue hat oder sich denkt: "Ein deutlicheres Zeichen als die Trennung, hätte es doch gar nicht geben können!" Mache ich mich dann nicht nur lächerlich? Aber eigentlich kann ich das doch erst mit dem Brief rausfinden?!

Nächste Frage ist, was genau ich in den Brief schreiben: Soll ich wirklich mein gesamtes Dilemma vor ihm ausbreiten oder erst mal nur sagen, dass ich den Kontakt freundschaftl. wieder aufnehmen will (aber das kann ich wahrscheinlich eh nicht) oder soll ich ihn um ein Treffen bitten und ihm dann sagen, dass ich ihn noch immer liebe? Oder haltet ihr es für völig aussichtslos irgendwas zu unternehmen?

Fragen über Fragen... Gibt es hier die Antworten?

Traurige + hoffende Grüße

Jessica

 
Also ich bin eigentlich auch so ein kleiner Fan von Briefen, wenn nichts mehr anderes geht. Nur ich schätze mal, dass wenn du ihm dein ganzes Dilemma erzählst, er sich wieder genervt fühlt und so weiter. Wenn dann solltest du dich nicht so viel entschuldigen und seitenweise über deine Gefühle schreiben, sondern einfach in kurzer Form schreiben, dass es dir leid tut, er seine Fehler hat aber auch du deine, ihn immer noch furchtbar liebst und es gerne noch mal versuchen würdest, natürlich unter der Bedingung, dass ihr an euch selber auch arbeitet. Kurz und knapp sollte es sein.

Naja, wir haben die Geschichte ja nur aus deiner Perspektive gesehen, wahrscheinlich hast du manchmal auch aus einer Mücke einen Elefanten gemacht. Hast du ihn eigentlich auch ab und zu mal richtig gezeigt, dass du ihn wirklich liebst? Trotzdem ist sein Verhalten doch etwas seltsam, d.h. wenn man bedenkt, dass er scheinbar schon mal verletzt wurde, bereits einige Beziehungen hatte, die nicht so glanzvoll verliefen, ist es irgendwie verständlich. Er ist etwas vorsichtig und vermutlich fällt es ihm auch etwas schwer über seine Gefühle zu reden. Klar hat er deine reaktion als Anlaß genommen um seine Unsicherheit bzw. Unzufriedenheit auszudrücken, das war auch nicht gerade nett. Wenn dann müsst ihr auch lernen miteinander zu reden und auf einander einzugehen, denn scheinbar hatte er auch einige Probleme, bei den du ihn eventuelle hättest unterstützen könne und umgedreht.

Aber jetzt auch nicht voller Schuldgefühle sich wieder in eine neue Beziehung reinstürzen, er hat viele falsch gemacht und war auch dir gegenüber ziemlich fies. Gehe es lieber etwas langsam an.

Viel Glück :super:

 
Hallo Trauri!

Erstmal danke für deine Antwort!

Du meinst also, der Brief kann eigentlich nur gut sein und ich sollte ihn schreiben?

Also, er hatte bisher EINE etwas über ein Jahr dauernde Beziehung, bei der er ziemlich verarscht wurde. Er fühlte sich etwas unverstanden in der Bez. und dachte über eine Auszeit nach, um sich über seine Gefühle klar zu werden. Da hat sie ihn bekniet und angefleht, sie würde ihn ja so wahnsinnig lieben + er dürfe sie nicht verlassen. Er hat sich darauf eingelassen und ihr die zweite Chance, nur um dann knapp ne Woche später nen neuen Typen als Nachfolger vorgesetzt zu bekommen...

Daran hat er fast drei Monate geknabbert, bevor er mich kennen gelernt hat und als wir zusammen gekommen sind, haben wir uns noch geschworen, immer ehrlich sein zu wollen, wenn uns etwas an dem jeweils anderen stört. Das war mir nämlich auch enorm wichtig, weil ich ne unheimliche Angst davor habe/hatte, enttäuscht zu werden (und er ja auch).

Vielleicht muss ich zum besseren Verständnis noch etwas zu mir als Person sagen:

Ich bin unheimlich sensibel und oft von Selbstzweifeln geplagt, dass heißt ich zweifle daran, dass mich jemand, ohne dass ich was besonderes leiste, trotzdem für etwas besonderes halten kann, einfach weil ich eben ICH bin. Bevor ich ihm begegnet bin, hielt ich es auch gar nicht für möglich, mich zu verlieben, weil mir dazu einfach das Vertrauen fehlte, mich auf eine andere Person in dem Maße, wie es für eine Beziehung notwendig ist, einzulassen. Als ich ihn kennen gelernt habe, war diese Bereitschaft plötzlich da, aber mit ihr auch so viele neue Gefühle und in dem Zusammenhang wieder Probleme. Plötzlich war da die Angst Fehler zu machen, die Angst zuviel von mir Preis zu geben und einem anderen Menschen damit die Macht zu geben, mich irgendwie zu verletzen. Das hieße die Kontrolle über mich selbst abzugeben, durch zu viel investiertes Gefühl. Dann doch lieber auf der sicheren Seite bleiben und vielleicht ganz langsam mehr zulassen, aber dazu kam's ja dann nicht mehr. Vielleicht hat ihm mein Zögern, Anlass gegeben zu glauben, ich liebe ihn nicht wirklich. Auf der anderen Seite hab ich ja erst gezögert, weil ich glaubte er könnte es nicht ernst meinen und MICH nicht richtig lieben. Könnt ihr das verstehen oder ticke ich einfach zu kompliziert für diese Welt? ?(

Jedenfalls habe ich ihm diese Selbstzweifel (natürlich nicht in dieser detailierten Form) von vorne herein nicht verschwiegen und ihm gesagt, dass ich ihn zwar liebe, aber er sich nicht wundern sollte, wenn ich seine Gefühle mir gegenüber häufig in Frage stelle. Antrieb für diese kritische Haltung, war eben einfach, dass es nur sehr wenige Menschen gibt, denen ich wirklich vertraue (eigentlich keinem so wie ihm) und es bei mir extrem Zeit braucht, bis sich das dann soweit gefestigt hat, dass es nicht beim kleinsten Anlass wieder ins Wanken gerät.

Er wollte auch versuchen, damit zurecht zu kommen (das hat er wahrscheinlich auch und irgendwann nicht mehr geschafft).

Wenn ich mir überlege, wie oft ich mit ihm irgendein "Problem" ausdiskutieren wollte (er hat mir sogar vorgeworfen, es mache mir Spass, nach Gründen zu suchen, um ihn zu kritisieren). Damals konnte ich darüber nur lachen. Ich liege nachts wach und mache mir tausend Gedanken, wie ich ein Thema anspreche und er behauptet dann auch noch, das mache mir Spass? :schief:

Warum merkt man (oder zumindest ich) dann immer erst, wenn man diesen Menschen verloren hat, wie wichtig er einem war und wie viel er einem bedeutet hat? :mauer:

Und vor allem, warum habe ich nur meine Sicht gesehen und völlig außer Acht gelassen, dass ihn meine dauernde Kritik wahrscheinlich genauso verletzt hat, wie mich der Gedanke, dass meine Zweifel berechtigt sind? Obwohl er mich wiederholt gefragt hat, ob ich eigentlich wisse, dass ich damit auch viel zerstöre(n kann), habe ich das irgendwie total ignoriert. Ich war ja überzeugt wegen seinem Verhalten auf jeden Fall eine Berechtigung zur Kritik zu haben (z.B. diese unpersönliche SIM, dass es ihm (scheinbar) nichts ausmacht, Sylvester von mir getrennt zu verbringen, dass es ihm egal ist, ob ich ihn zum Bhf. bringe oder nicht, dass ihm seine Freunde wichtiger zu sein scheinen, als ich...)

Er dagegen sagt: Er hat sein Verhalten nur dem meinem angepasst (SMS statt telefonieren), unpersönlicher geworden, sich gelangweilt...

Ich habe ihm -halt auf meine Art- schon deutlich gemacht, dass ich ihn liebe. Ihm zu Weihnachten ein Gedicht geschrieben, dass Ausdruck meiner Liebe ist. Schon der seitenlange Brief, war für mich Ausdruck dessen, dass er mir super viel bedeutet (sonst hätte ich mir das ja auch sparen können), ganz viele schöne SMS geschrieben. Also, viel geschrieben, weniger gesagt und noch weniger getan, dass kann ich wohl nicht bestreiten. Und als ich ihn dann fragte, ob das alles für ihn kein Liebesbeweis war, sagte er ich solle doch mal mit diesen ewigen Briefen aufhören.

Mein Problem ist, dass ich einfach so schwer einschätzen kann, was in seinem Kopf vorgeht, weil er sich so komisch verhalten hat:

Zum einen beschwert er sich, ich zeige ihm meine Liebe zu wenig, andererseits beschwert er sich aber, wenn er am WE vom Bund zu Hause ist und ich dann als erstes so darauf dränge ihn zu sehen. Zum einen charakterisiert er unsere Bez. als langweilig, andererseits hat er sich aber jede Kleinigkeit gemerkt und meinen Umgang mit meinen Eltern kritisiert, weil er angeblich Angst davor hat von mir später auch mal so behandelt zu werden. Ist das absurd (wir haben doch ne ganz andere Art von Bez. geführt, als ich zu meinen Eltern habe) oder verständlich?

Wie passt es zusammen, dass er einerseits sein Einzelgängertum so betont, andererseits aber schon viel weiter gedacht hat ins unserer Bez. als ich? Gerade diese Gegensätzlichkeit lässt mich ja auch so zweifeln, welchen seiner Vorwürfe er wirklich ernst gemeint oder welcher nur aus der Wut heraus gefallen ist oder aus Rache für mein Verhalten. Und ich glaube halt auch nicht, dass es ihm wirklich leicht gefallen ist, sich zu trennen, er hat halt nur schlechte Erfahrungen mit einer zweiten Chance gemacht, die er (als ich ihn bei unserer Trennung darum gebeten habe) mit den Worten abgelehnt hat: "Wie denn? Es läuft doch eh wieder auf's selbe hinaus!"

Kann es nicht sein, dass nur seine letzte Bez. ihn zu dieser Ansicht gebracht hat? Darum will ich ja auch kämpfen, ABER: Es kann ja auch sein, dass er mich einfach nicht mehr liebt und meint ihr nicht, es ist schon zuviel Zeit vergangen, von der ich nicht weiß, was sich da bei ihm alles getan hat?

Schon wieder so lang, aber ihr sollt mich + meine Endlosschleife im Kopf ja auch verstehen :mauer: .

Nochmal liebe Grüße

Jessica

 
Hi,

also für mich als "stillen" beobachter klingt es wirklich so, als ob Du von ihm immer Rücksichtnahme auf Deine Gefühle, Probleme und "Macken" gefordert hast, Dir aber keine großen Gedanken um ihn und seine Gefühle und "Macken" gemacht hast. Denn auch für den anderen ist es schwer, wenn jemand permanent an der Liebe zu ihm zweifelt.

Naja, mit genügend Abstand hast Du dies ja auch selber jetzt erkannt.

Und so wie Du Angst hast, verletzt zu werden (die hat übrigens jeder, denn wenn man liebt, und für jemanden das Herz öffnet, kann man immer verletzt werden).

Und er hat wohl auch seine Maken und ne Menge Ängste.

Tja, eine Beziehung besteht halt daraus, den andern so zu akzeptieren, wie er ist, mit seinen Macken umzugehen, etc. daran muß man halt arbeiten.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Wenn Du nicht mit Ihm in Kontakt trittst, wirst Du nie erfahren, ob er noch was für Dich empfindet (und da stehen die Chancen ja recht gut), oder nicht. Ich würd Ihm auch schreiben. Aber fall nicht gleich mit der Tür ins Haus, daß Du noch super verliebt bist, und Dir alles leid tut, und so.

Frag ihn, wie es Ihm geht, was er so macht, daß Du immer noch an ihn denkst, und ihn gerne treffen würdest. Ich denke, alles weitere wird sich ergeben, wenn ihr Euch seht. Da kannst Du ihm ja sagen, was Dich beschäftigt, und was Du so in der Zeit rausgefunden hast und so.

Jedenfalls: MELDE DICH BEI IHM, SONST WIRST DU ES NIE WISSEN!

In dem Sinne:

Schönen Gruss,

-NAN-

 
Also nochmal (aber jetzt kürzer)!

Gedanken gemacht habe ich mir sicherlich schon + es wäre falsch, wenn es jetzt so rüberkäme, als ob dem nicht so gewesen wäre.

Der letzte Brief hatte ja auch durchaus eine Berechtigung.

Es ist ja nicht so gewesen, dass alles super lief und in dem Brief hab ich ihn dann plötzlich damit konfrontiert, dass es doch besser wäre sich zu trennen, wenn er mich nicht mehr liebt.

Stell dir mal vor: Er ist beim Bund (klar bedeutet das auch ne Umstellung für ihn). Jedenfalls ist die Gesamtsituation nicht leicht, wenn man gerade mal zwei Monate zusammen ist + schon ist er weg und in der Woche gar nicht, am WE unregelmäßig zu Hause. Dann kommt er am WE nach Hause, will -statt mich zu sehen- Freitags abends lieber noch direkt mit seinen Freunden bis 2:00 weggehen (okay ich war dabei), um dann Sa zu mir zu kommen um 20:00 h zu mir zukommen + 2 Std. später einzuschlafen. Tut mir leid, dass war wirklich nicht meine Vorstellung vom Wiedersehen + das hab ich ihm gesagt, aber er "war halt müde". Am So will ich ihn dann zum Bhf. bringen + er lehnt ab oder zuckt nur mit den Schultern, so nach dem Motto: "Wenn du unbedingt willst, dann mach!" Dann kommt man sich doch en bisschen komisch vor. Dann verspricht er zum Abschied sich zu melden, wenn er abends angekommen ist (das zögert sich dann bis Mi Mittag raus), wo er mir per SIm gerade mit Kameraden feiernd im Vereinsheim zu sitzen. Na toll, darauf hab ich gewartet :schief: .

Darüber sprechen wir am Tel., wo er beteuert sich dabei "nix böses gedacht" zu haben, okay. Und er bestätigt mir, sich auf' WE zu freuen (Mo abend). Einen Tag später dann die o.g. SIM; verhindert wegen 24 Std. Dienst. Ich beschwere mich (per SMS zurück), ob er es richtig findet mich für so etwas nicht wenigstens mal kurz anzurufen? Darauf er: "Es kotzt mich langsam an". Fühlt sich verarscht...

Da war ich gekränkt (ist das nicht verständlich, er hat mich schließlich auch verletzt?). Ist sowas denn alles normal und bietet keinen Anlass zu den Zweifeln, ob überhaupt noch Gefühl von seiner Seite da ist? Hinzu kamen auf meine Bitte, dass ganze in einem vernünftigen am WE zu bereden, die Antworten: Kein Problem, dann zieh dich aber warm an, obwohl dauert eh nicht lange... Alles immer noch unter der Vorraussetzung, dass er bis zu dem Zeitpunkt laut eigener Aussage NIE an Trennung gedacht hat. Dafür ich aber und deswegen der besagte Brief.

Dann wird mir vorgeworfen: 1. Ich ziege ihm meine Liebe nicht wirklich!, 2. Unsere Beziehung war sowieso langweilig, 3. Ich habe zuviel genörgelt, aber gleichzeitig hätte ich mitkriegen müssen, dass er sich langweilt. Ja wie denn, wenn er nicht mit mir redet??? ?( Und außerdem hab ich ihn ja darauf angesprochen und dann wieder zu hören gekriegt: "Was soll denn das jetzt wieder?" Also, ich hätte es merken sollen, aber es ist dann doch nix wahres dran. Hä? Ich hab extra mit ihm so viel über "Probleme" geredet, damit er die Chance bekommt, zu wissen, was ihn mir vorgeht und darauf reagieren kann. Dann hätte er (wenn er es denn wirklich als langweilig empfunden hat) doch früher was davon sagen können. Statt dessen die geballte Ladung Vorwürfe, fast so, als seien die ihm alle gerade erst eingefallen. Da ist man doch auch erstmal überrollt, aber ich denke, er hat sich bei dem Brief auch nicht anders gefühlt (und das kann ich im Nachhinein verstehen!).

Naja, ich werde schreiben, aber ihr ratet mir ja zu einem mehr neutralen Stil, also soll ich ihm die ganze Sache mit den Selbstzweifeln (woher die kommen + warum) lieber selbst sagen und nicht schreiben?

LG + Danke Jessica :schmatz:

 
Nein, ich kann dich wirklich gut verstehen. Rede dir nicht ein nicht gut genug zu sein, du siehst dich immer nur mit deinen Augen, glaube mir wenn ich sage, dass du für manch anderen die schönste Frau der Welt bist. Zweifle nicht an dir, tief in deinem Inneren weißt du ganz genau, dass du etwas besonderes bist.

Eins möchte ich dir noch sagen, die meisten Männer reden nicht sogerne und erst recht nicht so viel über Gefühle, irgendwann ist es für ihn zu viel geworden und er hat sich bedrängt gefühlt. Andererseits verstehe ich dich sehr gut, keiner kann von dir verlangen alles einfach so hinter zu schlucken. Ist schon kompliziert. Versuche es einfach noch mal, weniger reden und schreiben, dafür mehr handeln, zeige ihm, dass es dir ernst ist. Vielleicht habt ihr diese Trennung auch gerade gebraucht, um euch über eure Fehler klar zu werden, um eine besserer und festere Beziehung aufzubauen. Gewiss, es ist durch aus möglich, dass er nicht mehr so viel für dich empfindet, aber dass wirst du nie herausfinden, wenn du es nicht versuchst. Was ist denn schon schlimmer als Ungewissheit und Selbstzweifel.

Aber wie gesagt, du hattest zwar in gewisser Hinsicht deinen Anteil, die Hauptschuld trägt er aber. Ihr beide müsst an euch arbeiten, wenn es klappen soll, dass muss dir und vor allem ihn klar werden. Wenn du also wieder auf ihn zu gehst, ihn irgendwie überraschst und ihn deine Liebe zeigst, dann gib nicht gleich auf, wenn er nicht sofort reagiert.

Drücke dir ganz doll die Daumen, er wird schon gut gehen :trost:

 
Danke für deine aufbauenden Worte, Trauri!

Du hast Recht, die Ungewissheit bringt einen um den Verstand: Ständig die Fragen: Hat es Sinn oder hat er ne Neue? Waren seine Vorwürfe denn wirklich ernst gemeint oder wollte er mich nur fertig machen? Denkt er noch an mich oder hat er mich aus seinem Leben gestrichen? Mache ich mir hier umsonst noch Hoffnung oder kann da wirklich was bei rum kommen. Und bei allem das schlimmste ist diese Funkstille. Aber die werde ich jetzt durchbrechen und ihm schreiben und dann auf Reaktion hoffen. Blöd ist nur, dass er ja immer noch beim Bund ist, also wäre die Ausgangssituation auch nicht besonders toll, eine angeknachste Bez. wieder aufzubauen, aber man kann es schaffen, davon bin ich überzeugt.

Nochmals Danke :super: , Jessica

 
Ich werde euch dann weiter berichten, wenn es was neues gibt (hoffentlich positiv), setze mich morgen hin + schreibe, auch wenn ich jetzt nicht schlafen kann. Vielleicht fang ich gleich noch an, mal schauen, hab gerade so ne richtige Depri-Phase und höre mir so Love Songs von Grönemeyer, Elton John + Co., um mich dann so richtig scheiße fühlen zu können.

Aber ich bin so froh, euch hier gefunden zu haben, weil ich mir hier Rat holen kann und ihr habt es geschafft, mich davon zu überzeugen, dass ich auf jeden Fall was unternehmen muss.

Danke (muss mich nochmal wiederholen) :klatsch:

 
So, ich brauche nochmal einen Rat!

Mein Brief ist jetzt fertig und umfasst 1 1/2 Seiten. Haltet ihr das schon für zu lang? Einsicht meinerseits und dass ich ihn einfach super vermisse, kommt auf jeden Fall zum Ausdruck. Ich hab mich jetzt auch extra bemüht, ihm keine Vorwürfe an den Kopf zu knallen, aber es ist echt schwer, die richtigen Worte nach zwei Monaten zu finden. Und immer wieder kommen mir halt bestimmte Worte von ihm in den Kopfwie "Beziehung war eh langweilig!" Nach drei Monaten harter Tobak und dann kommen wieder Zweifel, ob sich das kämpfen wirklich lohnt.

Es kann ja sein (ich halte das für wahrscheinlich), dass er das nur in der Wut des Augenblicks gesagt hat, aber was wenn es sein Ernst war? Ach, wenn ich doch nur sicher sein könnte, was seine Reaktion angeht.

Schön, dass ich euch gefunden habe.

Gruß Jess

 
Also, meiner Meinung nach und nach dem, was du so schilderst und was ich aus eigener, leidvoller Erfahrung sagen kann, solltest du die Sache mit dem Typen abhaken!

Der ist noch zu unreif für dich und weiß scheinbar nicht, was er will.... seine Kumpels sind ihm wichtiger als du, die er nur noch selten gesehen hat durch seine Zeit beim Bund! Das sollte dir zu denken geben! Ebenso wie die TAtsache, dass er am Ende versucht, dir die Schuld für das Scheitern der Beziehung zu geben.... scheinbar ein typisches Männer-Syndrom. Klar, es sind immer zwei beteiligt, aber was er dir als Begründung genannt hat, klingt für mich eher nach Ausrede... Er hat nicht wirklich versucht, etwas zu ändern, oder? Ud für eine langweilig gewordene Beziehung ist er doch mit verantwortlich, wenn er am WE lieber mit Kumpels abhängt oder schläft.......

Wahrscheinlich sind seine Gefühle einfach nicht stark genug gewesen, um anders zu reagieren... wahrscheinlich ist er auch einfach noch zu jung um zu wissen, was es wirklich bedeutet, eine Beziehung zu führen....

Ok, wenn du ihn zurück haben willst, dann versuche es, aber selbst wenn ihr wieder zusammen kommt,glaube ich nicht, dass sich großartig etwas ändern würde auf DAuer....

Denk dran: es gibt noch andere Männer, und du bist noch jung und hast noch Zeit! Mach dich aber von solchen wie ihm nicht kaputt!

Meine Meinung! Denk drüber nach!

 
typisches Männer-Syndrom
Also bitte, es gibt mindestens genauso viel Frauen wenn nicht noch mehr, die die Schuld am Scheitern eine Beziehung dem Partner in die Schuhe schieben, das hier klingt, wenn auch nicht so gemeint, fast wie typisch für die Männerwelt

.

Nach meiner Meinung ist der Brief etwas zu lang, versuche ihn wenigstens auf eine Seite zu reduzieren... Vorwürfe können vorkommen, solltest du ihn aber nicht direkt vor dem Kopf knallen, es soll nicht aussehen als wenn er allein daran schuld wäre genauso wenig sollst du die Schuld auf dich nehmen... Schreibe aber auch deine Fehler auf (also nicht nur umschreiben oder andeuten). Wie gesagt, nur mit dem Brief allein wirst du nicht viel erreichen, wenn dann musst du schon etwas "kämpfen". Leider kann dir keiner die Entscheidung abnehmen, ob es sich lohnt zu kämpfen, lonelyone meint es ist sinnlos, ich denke ein Versuch wäre es schon wert, ich kann total falsch mit meiner Vermutung liegen und sie total richtig, nur wer weiß das schon? Die Frage ist, ob du mit der Ungewissheit leben könntest, ob nicht doch Selbstvorwürfe kommen würden, das man es nicht wenigstens einmal versucht hat...

 
Mein Problem ist, dass ich da einfach so wankelmütig bin im Moment. Einerseits denke ich so wie Lonelyone, dass er mir nicht einfach an den Kopf knallen kann, unsere Beziehung sei langweilig gewesen,weil einem das ja (wenn es denn so ist) wohl mal früher einfallen könnte + vor allem er dazu ja wohl auch beiträgt. Da kommen halt Zweifel, ob er es verdient hat, dass ICH IHM hinterher renne.

Leider (oder wie auch immer) gibt es aber die zweite, die Gefühlsseite und die kann ihn einfach nicht abstempeln, sondern glaubt halt daran, dass gewisse Vorwürfe eben der Wut zuzuschreiben sind. Und dann wäre es ja schade, ihm halt nicht wenigstens die Chance zu geben, uns evtl. zu beweisen, dass es auch anders geht.

Mir ist durchaus klar, dass ein Brief nicht ausreicht, um alles wieder perfekt ins Reine zu bringen. Nur irgendwo muss ich ja ansetzen + um ein Treffen gebeten hab ich ihn ja im Brief dann auch, um alles zu klären, wenn er bereit dazu ist.

Aber, wie gesagt, genau in dem Zwiespalt, den du schilderst, Trauri, befinde ich mich ja gerade. Mal mit mehr Tendenz zum Bereuen, wenn ich's lassen würde, mal eher dahin tendierend das Abschicken des Briefes zu bereuen ?(

Er ist in Goslar (Harz) stationiert, vom Ruhrgebiet aus zwar nicht gerade um die Ecke (etwa 5 Stunden Zugfahrt), aber wenn es die Zeit und die militärische Strenge zulässt (und er selbst natürlich), würde ich ihn natürlich liebend gern auch besuchen. Wenn... Ja wenn...

LG Jess