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Beziehungsende - Kämpfen... nur wie?

10 Antworten1'571 AufrufeGestartet von Tryer ·

TryerThemenstart
bearbeitet #1
Guten Abend zusammen..

Habe mir einige Threads durchgelesen und mich daraufhin auch entschlossen, mich hier anzumelden. Eigentlich dachte ich, ich schaffe es häufig mit Freunden zu reden und sowas, doch mittlerweile merk ich, dass es nicht so einfach ist, da man sowieso irgendwann 'alleine' ist!

Da ich total kaputt gehe, habe ich mich nun dazu entschlossen, auch einmal meine Geschichte freizugeben...

Auf meine aktuellen Gefühle brauche ich vermutlich nicht mal eingehen, da jeder hier weiß, wie leer, wie schrecklich man sich fühlt. Niemals zuvor fühlte ich solchen Schmerz, solche Hoffnungslosigkeit...

Ich kam mit meiner (Ex-)Freundin am 01.01.2008, also Silvester, um nahezu 0:00 Uhr zusammen, nachdem ich sie ca. 3 Monate zuvor kennengelernt hatte und wir mehr und mehr merkten, dass wir uns ineinander verliebt haben.

Seit diesem Zeitpunkt lief unsere Beziehung glücklich, jedoch auch mit einigen Knackpunkten, bis vor einer Woche, dem 06.12.2009. Entgültig aus war es erst am Mittwoch, da sie sich da entschieden hatte, dass es wirklich für immer sein soll...

Unsere Beziehung war voller schöner Momente, jedoch wurde auch desöfteren gestritten, woran man in schwierigen Situationen erst mal überwiegend denkt, anstatt das Schöne zu sehen.

Streit entstand desöfteren aus irgendwelchen Sticheleien heraus. Ich bin generell ein Typ, der schon mal öfter den ein oder anderen Spruch bringt. So kennt man mich und so mögen mich meine Freunde.

Allerdings sind dort teilweise Sprüche dabei, die offensichtlich ziemlich verletzen können. Wir waren glücklich, hatten Streit, haben uns versöhnt...

Meine Sprüche verletzten sie und wir führten Gespräche darüber, dass es so nicht weitergehen kann und wir etwas ändern müssen an den ganzen Streitereien. Allerdings war sie nie eine gute Rednerin, ich habe immer einen großen Teil der Gespräche übernommen und bekam meistens ein: "Ja, du hast schon recht." oder ähnliches vorgesetzt.

Das mir während der ganzen Zeit nie klar wurde, wie verletztend meine Sprüche wirklich sind, hat sich jetzt zu meinem Verhängnis herausgestellt.

Als sie sich aus diesem Grund von mir getrennte hatte, wurde mir schlagartig bewusst, wie krass meine Sprüche zum Teil ankommen und verletzen können, jedoch weiß ich bis jetzt nicht, wieso ( :heulen: ) ich es erst zu diesem Zeitpunkt gemerkt habe, anstatt mir einfach mal zuvor Gedanken darüber zu machen, damit ich es hätte verhindern können.

Ich weiß jetzt, dass ich es nicht nur für sie, sondern für meine gesamte Zukunft ändern muss bzw. musste, denn ein Großteil dieser Änderung hat definitiv bereits stattgefunden, da ich selten so verdammt einsichtig war in Gesprächen wie jetzt (weiß ich aus Reden meiner Freunde/Freundinnen).

Leider kommt diese Einsicht für sie zu spät, sie kann es jetzt nicht mehr und kann es mir auch einfach nicht glauben, dass ich jemals etwas daran ändern kann, da ich ja in der Vergangenheit oft genug diese Bitte von ihr, es zu unterlassen, quasi vollkommen ignoriert habe... weshalb auch immer, ich kann einfach nicht verstehen, wie man so verdammt dumm sein konnte wie ich es war.

Zum jetzigen Zeitpunkt habe ich definitiv verstanden, doch ich kann's ihr nicht übel nehmen, da sie es einfach nicht mehr kann. Ich verstehe sie vollkommen, doch ist es einfach so hart zu akzeptieren.

Daher möchte ich natürlich um sie kämpfen, doch wie tut man das richtig?

Ich habe ihr schon mehrfach gezeigt, wie verdammt fertig ich bin und schon einige Leute haben versucht, sie umzustimmen, was sie eigentlich eher nervt, als alles andere. Zwei gute Freundinnen von ihr bestätigen sie jedoch enorm, indem sie ihr sagen, dass alles richtig ist, ich es nicht verdient hätte und sie so schnell es geht abschließen soll, obwohl sie nicht einmal einen Bezug zu mir haben, aber naja...

Das sie sich momentan vollständig von mir abkapselt ist denke ich normal, leider... jedoch sagt sie, dass es ihr bereits jetzt um einiges besser geht als vor einigen Tagen und gestern sagte sie sogar (in einer Wutsituation, sie hat sich entschuldigt, aber es war trotzdem verdammt hart), dass sie jetzt endlich wieder glücklich sein kann, nachdem sie zwei unglückliche Jahre ihres Lebens hinter sich hat ..... das hatte gesessen.

Sie schließt momentan ihr Herz vollkommen zu und hätte sich, laut ihrer eigenen Aussage, auch nicht mehr bei mir gemeldet, da sie einfach nicht mehr kann und auch nicht mehr will, da sie ohne mich jetzt erstmal glücklicher ist.

Sie hört einfach nur auf ihren Kopf und sieht das negative, weshalb auch ihre Liebe deutlich schneller verfliegt, was mir verdammt Angst macht.

Als wir Donnerstag noch einmal geredet hatten, endete das Ganze in einer Heularie von beiden, wie sie nach 45min Gespräch rausgerannt ist und mir nach einer emotionalen Umarmung sagte, dass sie es einfach nicht mehr kann und will... wow, das bricht mir echt das Herz.

Soll ich sie einfach in Ruhe lassen, ihr zeigen, dass es auch ohne sie geht und auch wieder 'besser drauf sein', was relativ oft empfohlen wird, einem jedoch völlig das Herz bricht, da man einfach Angst hat, dass die Ex sich vollständig 'entliebt' bzw. abschließt? Wenn man es nicht macht, könnte sie jedoch vielleicht gar nicht das Gefühl bekommen, dass sie etwas verloren hat, da ich ja die ganze Zeit noch da bin und ihr hinterherheul.

Kontakt zu ihr tut natürlich verdammt gut, doch hilft man damit seinem Versuch zu Kämpfen?

Oder soll ich mich einfach weiter bei ihr melden, sie nicht nerven, sondern zwischendurch mal schreiben, wobei ich dann vielleicht nicht immer versuchen sollte, sie doch umzustimmen, da sowas meistens nach hinten losgeht. Sehen will sie mich momentan nicht und sie sieht auch einfach keinen Sinn darin.

Allerdings habe ich gerade einen alten Brief von ihr im Schrank wiedergefunden, wo ich einmal Schluss gemacht hatte und sie mir diesen vorbeibrachte.

Entgegen dem Prinzip vom 'Fernbleiben' und keine Emotionen zeigen, schrieb sie darin wie schlecht es ihr ohne mich geht und ging detailliert auf Erinnerungen ein, einzelne Erlebnisse, die mich zu diesem moment, wie natürlich auch jetzt, unaufhaltsam heulen ließen und mich an die tolle gemeinsame Zeit erinnerten...

Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll? Soll ich ihr fern bleiben, oder ihr so etwas emotionales schreiben? ... oder was sonst?

Bin momentan einfach am Tiefpunkt meines Lebens, habe seit einigen Tagen zwar immer was mit Freunden gemacht, jedoch in 3 Tagen fast nichts gegessen, da mir sonst total schlecht wird und zusätzlich kaum geschlafen, da gerade im Bett alle Gedanken hochkommen. Man fragt sich einfach immer: Wieso ist es bei ihr nicht so? Ist es so schnell vorbei mit ihren Gefühlen? All sowas, aber wer fragt sich das nicht... :(

Seit sie schluss gemacht hat, hab ich in 'einsamen' Phasen einfach nur noch Gedanken, mein Leben zu beenden (total krank) oder sonst etwas zutun, aber einen Sinn sehe ich einfach nicht mehr, da sie mir eigentlich gesagt hat, wie hoffnungslos das ganze ist...

Falls das nicht ersichtlich wurde: Sie heult, wenn sie mich sieht, da es sie einfach auch verletzt und sie mich noch liebt, allerdings wird dies von Tag zu Tag weniger, da sie einfach alles Negative sieht, sonst nichts...

Ich möchte einfach keinen Fehler machen und falsch handeln, bitte helft mir!! :(

Danke im voraus an all diejenigen, die sich überhaupt meine 'Geschichte' durchlesen und versuchen mir zu helfen...

Liebe Grüße

bearbeitet #2
hallo

Uhh, als ich deine Geschichte laß, lief es mir doch tatsächlich eiskalt den Rücken runter!

Zum einem kann ich dich ganz gut verstehen, deine Ex jedoch genauso gut - denn ihr Verhalten dir gegenüber darsft du einfach als art "mitgefühl" verstehen....

Ihre Entscheidung hat sie allerdings getroffen. So tust du weder ihr noch dir selbst einen Gefallen, ihre Entscheidung in Frage zu stellen - und das auch noch direkt ausgesprochen!

So zweifelst du an IHREN Gefühlen - IHRE Gefühle sind ebensoviel wert wie deine! Die kannst du am wenigsten beeinflussen und schon gar nicht erzwingen.

Und wenn sie der Überzeugung ist, dass eine Beziehung keinen Sinn macht, dann sei ein Mann und akzeptiere es. Eine Bezeihung auf Einseitigkeit beruhend macht nämlich tatsächlich keinen Sinn...

Sie ist doch genauso Mensch wie du, mit Herz, Verstand, Gefühle ... etc.

Zumal ihre Entscheidung nicht einfach aus einer Tageslaune resultierte!

Allein ihre worte "ich bin nun glücklicher" sprechen für sich - möchtest du ihr Glück abschlagen? Mit Sicherheit nicht.

Ich denke nicht, dass ein zwanghaftes "um sie kämpfen" eine für dich positive Wendung herbei führt!

Und wenn du euch beiden für den Moment etwas Ruhe gönnst, dann würde ich sie keinesfalls täglich mit Nachrichten und sms bombardieren...

Liebesbekundungen dürften ebenfalls auf taube Ohren stoßen und wenn sie doch etwas bezwecken, dann wohl Mitleid... möchtest du aus Mitleid "geliebt" werden?

Schalt für´s erste einfach mal ab; geh raus, mach Sport - das powert so schön aus und gibt dir vielleicht etwas... Schieb deine Selbstmordgedanken weg - du bist doch ein echter Kerl und nicht etwa feige.

Oh mann - Deine Beschreibungen kommen mir sooo bekannt vor und ich kann dir sagen: irgendwann machst du mit deinem Verhalten die letzte schöne Erinnerung in ihr zu nichte!

Lass es nicht in einem Drama enden!

Du tust dir am allerwenigsten einen Gefallen damit!

Kopf hoch und

liebe grüße!

bearbeitet #3
Hey la mare,

erstmal vielen Dank für deine Antwort!

Das sie ihre Entscheidung getroffen hat, bezweifel ich gar nicht, das war mir bereits klar, nachdem wir Donnerstag noch einmal gesprochen hatten.

Sie hat mir gestern, ohne Einwirkungen meinerseits, geschrieben, dass sie in der Beziehung sehr glücklich war, aber halt auch einiges schief läuft und das sie jetzt wieder glücklicher ist, nicht als in der gesamten Beziehung, sondern als unmittelbar nach der Trennung...

Außerdem sagte sie, dass ich ihr natürlich noch wichtig bin und sie auch mit mir reden möchte, was für mich nicht bedeutet, dass es eine Chance gibt, sondern einfach noch um nicht in Tränen auseinander zu gehen. Dies kann sie allerdings momentan nicht und ich denke, es würde auch einfach zu viel falsch verstanden werden momentan.

Ich schreibe gerade zwar irgendwie ziemlich rational, was jedoch nicht meine Trauer in Frage stellen soll.. weiterhin bin ich so leer, wie es nie zuvor in meinem Leben der Fall gewesen ist, so unendlich unglücklich... doch ich habe auch einfach ihre Meinung verstanden!

Allerdings gibt es auch genug Beziehungen, die nach einem Bruch, auch wenn es erst einige Zeit später war, wieder vereint wurde und meistens sogar noch glücklicher verlief, daher kann man momentan nicht verhindern, dass irgendwo einfach Funken Hoffnung besteht...

Ich bombadiere sich nicht oder ähnliches... jedoch habe ich ihr jetzt einen Brief geschrieben. Keinen, in dem ich bettel oder ähnliches... zwar habe ich meine Gefühle irgendwie dargestellt, jedoch auch großes Verständnis gezeigt und vermittelt, dass ich ihre Meinung akzeptiere...

Die Zukunft ließ ich offen, ohne um irgendeine Chance oder ähnliches zu bitten. Ich werde ihr einfach Zeit geben... und wenn sie irgendwann denkt, es gäbe noch einen Grund sich zu melden, dann wird sie dies tun, andernfalls trennen sich unsere Wege zu diesem Zeitpunkt entgültig!

Wann ich ihr den Brief überbringe bzw. in den Briefkasten schmeiße, weiß ich noch nicht genau, allerdings wird bis dahin wohl nicht mehr viel geschehen...

Liebe Grüße und nochmals danke,

bearbeitet #4
hey

Du versuchst es mit größe zu nehmen. Fein!

Das nebst der Trauer ein Fünkchen Hoffnung mitschwingt ist mir durchaus bewusst und menschlich; pass aber auf - lieber blue - dass du nicht dein ganzes Handeln und deiner Herangehensweise darauf ausrichtest.... sonst stehst du irgendwann wieder an gleicher Stelle mit gleichen Stimmungen.

Prinzipiell ist alles möglich! Auch dass ihr in naher oder ferner Zukunft erneut durchstarten könnt... über so manchen Knaxx kommt man allerdings nicht selbstverständlich drüber hinweg. Meistens sind es solche Knackpunkt bei der Bezeihungsarbeit gefragt ist. Eben jener Punkt, bei dem sie "ausgestiegen" ist.... oder für sich erkannt hat, dass es keinen Sinn macht....

Zugegeben - klingt furchtbar brutal, was ich hier von mir gebe...

Du möchtest ihr Zeit geben! .... Aber für Was?

Zeit um ihre Entscheidung letztlich wieder zu revidieren oder Zeit für euch beide, sodass ihr wieder normal miteinander umgehen könnt oder Zeit, um die Trennung zu verarbeiten?

Versteh mich nicht falsch, aber man läuft schnell Gefahr sich selbst etwas vor zu machen ... ist das der Fall, dann steht man nach jedem Gespräch, ob morgen - übermorgen oder in 3 Monaten wieder an der selben Stelle wie gerade eben...

Deine Einstellung, dass sie sich bei dir melden wird - insofern sie es SELBST möchte, finde ich hingegen sehr nobel... Viel mehr wird dir momentan nicht übrig bleiben.

Zwischenzeitlich kümmerst du dich natürlich um dein eigenes Wohlbefinden und machst all das, was dir gut tut ;-))

Was dann aber nicht in Verbindung mit deiner ex stehen darf - denn ohne (emotionalen) Abstand wirst du wohl kaum darüber hinweg kommen...

Mach dein Wohlergehen nicht ausschließlich von ihr abhängig - jeder hat Qualitäten und Talente (nicht nur im engeren Sinne ;-))... vielleicht gibt´s ja etwas, dass schon lange liegen geblieben ist oder etwas, dass du schon immer in Angriff nehmen wolltest!

So machst du aus dieser bescheidenen Zeit noch etwas gescheites draus!

Liebe Grüße!

#5
Mh, klar ist das menschlich, aber es ist schwierig so einen eindeutigen Schlussstrich zu ziehen, ohne auch immer wieder darüber nachzudenken, dass man wieder zusammen kommen könnte.

Allerdings passiert das mittlerweile nur noch im Unterbewusstsein, da ich ja weiß, das grundlegend eigentlich keine Hoffnung mehr besteht...

Nur die Gedanken an eine Zukunft ohne sie zerstören mich momentan einfach noch vollständig!

Zeit geben, vielleicht auch irgendwann wieder das Gute zu sehen. Sie soll dann nicht wieder direkt in die Beziehung starten und alles ist gut, das habe ich ihr auch nie gesagt. Vielmehr denke ich, dass sie vielleicht irgendwann wieder einen normalen Kontakt mit mir knüpfen kann, was ihr sicher selber am Herzen liegt... und das beziehe ich nicht auf eine Liebesbeziehung. Doch die Hoffnung die man sich macht ist, dass sie zu diesem Zeitpunkt, außerhalb einer Beziehung, auch sehen kann, inwiefern ich mich verändert habe und evtl. auch die Punkte wiedererkennt, durch die sie sich einst in mich verliebte. Natürlich ist das nur ein kleiner Bruchteil von Hoffnung, aber man weiß nie...

Ich habe ihr jetzt den angesprochenen Brief zuende geschrieben und werde ihr ihn in den nächsten Tagen zukommen lassen.

Dort sind meine Gefühle beschrieben, jedoch nicht so, dass die denken könnte, ich wolle sie damit überzeugen, denn das ist nicht meine Absicht.

Sie sollte ein letztes Mal wissen, wie ich fühle und somit unsere Beziehung im Guten in ihrem Herzen behalten...

Das einzige was ich am Ende geschrieben hab, ist:

"Vielleicht kannst du mir irgendwann verzeihen!"

Jedoch wird im Verlaufe des Briefes auf jedenfall klar, dass ich ihre Meinung respektiere und akzeptiere... ob sie sich irgendwann noch einmal melden will und wird, steht in den Sternen... vielleicht bald, vielleicht eines Tages, vielleicht aber auch nie!

Ich werde, nachdem ich ihr den Brief gegeben habe, versuchen erstmal vollkommen abzuschließen und mein vorher recht starkes Selbstbewusstsein wieder aufzubauen, nicht für sie, sondern für mich selbst...

Auch wenn sie sicherlich auch kein zusammengekauertes Männlein ernstnehmen wird, sondern eher bemitleidenswert!

Die einzige Hoffnung ist, dass sie vielleicht irgendwann bereit ist, einen neuen Anfang zu finden... aber sie ist nicht besonders stark, denn ich versuche zu verstehen, dass es, jedenfalls vorerst, entgültig ist...

Doch wie schon beschrieben, im Moment geh ich einfach nur vollständig kaputt, dieser Schmerz ...

Liebe Grüße & danke für das Gespräch!!

#6
sach ma - bist du wirklich 19 ???

ne, keine boshaftigkeit, sondern neugierde ;-))

Du machst einen sehr vernünftigen und erwachsenen - erfahrenen Eindruck!

...wobei: was ist schon "erwachsen"? *haha - grins*

Zurück zum Thema!

Keiner verlangt, dass du per Konpfdruck wieder gut gelaunt durch´s Leben hüpfst oder so eine Trennung in die Schublade zu den Akten legst!

Mach dir also um deine momentane Gefühlslage und deine Wirkung keine Gedanken...

Lass dich nur nicht hängen! Du kannst durchaus alles eine Spur langsamer angehen lassen!

Wie gesagt: Abstand kann so einiges bewirken - nur versteif dich nicht vollends darauf!

Wenn ihr über eure Probleme gesprochen habt - welche Argumente waren denn deiner Meinung nach ausschlaggebend?

Warum ich das frage?

Weil du dich für deine "Fehler" entschuldigst... Irren ist menschlich und "Fehler" gehören dazu! Ändern kannst du dich aber nur aus freien Stücken und nicht etwa, weil sie der Meinung ist dass....

Sich selbst zu verbiegen um den anderen zu verbiegen, wurde mir vor kurzem so schön beschrieben, macht wenig Sinn!

Und wie kommst du darauf, dass sie "schwach" ist ???

Was ist denn deiner Meinung nach Schwäche ???

...ich habe eine Schwäche für Schokolade... und? inwiefern trägt es zum Scheitern einer Liebesbeziehung bei?

Wer diese Schwäche nicht ab kann, darf sofort wieder gehen *huhu herzhaft lach*

Mal ernsthaft, lieber Blue, wenn ich liebe, dann auch die "schwächen" meines Partners!

So einfach ist das! ;-))

Also solcher Betrachtungen bereiten mir üüüüüüble Bauchschmerzen!

Und wenn du glaubst, sie hätte sich aus einem schwachen Moment heraus für eine Trennung entschieden, dann zweifelst du schon wieder an ihre Glaubwürdigkeit!

Mach das nicht!

Dann lass lieber hier im Forum raus, was raus muss - schließlich kann man sich auf diese Art und Weiße wieder schön ordnen :-))

lieben gruß!

#7
Ich muss kurz verstehen, wo ich sie als "schwach" bezeichnet hab und womit ich sagte, dass sie aus einem schwachen Moment heraus die Trennung entschieden hat?

Soll nicht böse gemeint sein, nur möchte ich grad wissen, wodurch du das so aufgenommen hast, damit ich weiter antworten kann!

#8
....Die einzige Hoffnung ist, dass sie vielleicht irgendwann bereit ist, einen neuen Anfang zu finden... aber sie ist nicht besonders stark, denn ich ....

Da haben wir es. Das Gegenteil von Stärke ist gemeinhin Schwäche ;-))

Hemm - gut möglich das ich dich falsch interpretiert habe, es macht aber den Eindruck als schiebst du es einer gewissen Schwäche zu!

Oder meinst du, sie müsse stark genug sein, um es noch mal mit dir aufnehmen zu können??? ;-))

#9
Also, dann fang ich mal von vorne an!

Übrigens immer wieder eine Aufheiterung, auch wenn ich momentan mit Freunden rede, wenn das Email-Symbol aufleutet und ich sehe, dass wieder jemand (du ;) ) geantwortet hat!

Und ja, ich bin erst 19, aber ich sehe das mal als Kompliment! ;)

Kann, wenn ich das in meinem Freundeskreis richtig mitbekomme, auch in ernsten Situationen sehr gut reden & diskutieren, leider fehlte es mir offensichtlich aber in alltäglichen Momenten...

Ich geh heut Abend noch ein wenig mit Freunden weg, wurde gerade gefragt.. hab zwar keine Lust, aber was bringt das schon, versuche mich auch langsam wieder mehr an's Essen zu machen und morgen wieder mein Training aufnehmen!

Nach dem Verfassen des Briefes habe ich irgendwie das Gefühl, dass es mir ein wenig besser geht... ob es jetzt ist, da ich einfach meine aktuellen Gefühle aufgeschrieben habe, oder auch, weil ich mir dadurch vielleicht eine neue Hoffnung erhoffe, kann ich nicht genau sagen. Letzteres wäre sicher nur im Unterbewusstsein, aber es wird vermutlich eine Mischung aus beidem sein, die ich momentan noch nicht ganz verändern kann, aber das hatten wir ja schon...

Es geht ja einfach darum: Ich bin ein Mensch, der selbstbewusst und offen durch's Leben geht, wobei ich in einer Beziehung echt treu bin, so sollte das nicht gemeint sein. Lockere Sprüche gehören bei mir dazu, können aber, wie schon mal gesagt, zum Teil echt krass sein, wenn man sie zusätzlich noch falsch interpretiert...

Das ich sie verletzte durch sowas, hat sie mir zwischendurch immer wieder gesagt... knapp, nicht ausführlich, aber sie hat es gesagt! Ich habe es einfach nicht wahrgenommen, bis jetzt.. und das war einfach zu spät! :(

Solche Sprüche zu unterlassen fällt mir ehrlich gesagt nicht besonders schwer, nachdem ich es begriffen habe.

Klar kann es sein, dass manches sich einfach verinnerlicht hat, allerdings denke ich jetzt auch einfach mehr nach, bevor ich was sage.

Hauptsächlich ist eigentlich, dass ich es nicht nur für sie ändern will, sondern generell einfach für mich selbst, da mir solch ein Verhalten in der Zukunft nicht viel bringen wird... auf alles bezogen!

Daher wäre ein Treffen so schön gewesen, unabhängig, außerhalb der Beziehung, in dem sie einfach selbst sehen kann, ob ich mich verändert hab... und das vielleicht über Wochen gesehen, denn schnell geht sowas sicher nicht. Aber diese Chance wird mir verwehrt, zu recht, trotzdem ist es einfach nur verdammt hart und man möchte die Hoffnung nicht aufgeben...

Das mit dem "schwach" hast du einfach falsch interpretiert!! Das war auf die Hoffnung bezogen, nicht auf sie!

Sprich, die Hoffnung, dass sie irgendwann bereit ist, einen neuen Anfang für uns zu finden, ist ziemlich schwach...

Liebe Grüße und nochmal ein großes Danke!!

​

bearbeitet #10
hallo,

ich habe deine geschichte gelesen und sie hat mich sehr an meine erinnert.

auch ich habe es geschafft, durch meine "sprüche" und einigem anderen meine freundin zu vertreiben. (nach 3,5 jahren beziehung)

ich habe oft irgendwelche sprüche abgelassen, über ihre klamotten, aussehen, figur usw.

ich habe mir keine gedanken dabei gemacht, wie sehr sie das verletzt, weil wenn jemand sprüche über mich macht, dass mich gar nicht juckt.

ich habe von mir auf sie geschlossen, und verstand nicht, warum sie sich deswegen aufregte. mir fehlte das einfühlungsvermögen, und die einsicht, dass sie NICHT ich ist.

nun.... ich kann dir mit auf den weg geben, dass du dich glücklich schätzen darfst, dass dir die einsicht "schon" mit 19 kommt.

ich bin über 30, und habe diese extrem wichtige lektion "erst" jetzt gelernt.

ich kann dir wirklich sehr gut nachfühlen, wie du dich fühlst.

es ist hart zu erkennen, dass man den partner durch seine eigenen fehler verloren hat.

noch härter ist, dass man den geliebten partner aber auch nicht durch einsicht zurückbekommt.

ich bin seit fast vier monaten ohne sie, und habe mich und mein verhalten extrem reflektiert.

ich habe sehr viel einsicht bekommen, und war dadurch auch in der lage mich in den negativen punkten zum positiven zu ändern.

nun... aber.... auch wenn meine ex jetzt weiss, wie leid es mit tut, dass ich so war, und ich mich geändert habe....es ist zu spät.

ich habe es übertrieben, und das fass ist bei ihr übergelaufen, sie hat bereits einen neuen partner.....

und ich wandele durch meine persönlich hölle, und hab extreme probleme die realität anzunehmen.

menschen machen fehler, aus den fehlern lernt man... früher, der andere vlt. auch sehr viel später.

sei bei deiner nächsten partnerin sehr bedacht, wie du dich ihr gegenüber verhälst.

aber, du bist noch sehr jung, und es sollte für dich ein leichtes sein, bald einen neuen partner zu finden, und dort deine veränderungen positiv einbringen zu können ;)

#11
Hey jazz,

erstmal vielen Dank für deinen Beitrag.

Ich denke auch, dass es bei uns in diesem Fall deutliche Parallelen gab, so wie du deine Beziehung beschrieben hast.

Auch mir ist es eigentlich völlig egal, wenn jemand Sprüche über mich macht oder sonstiges... man steht nunmal einfach drüber, ist selbstbewusst.

Dass man solche Eigenschaften nicht automatisch auf andere Menschen schließen kann, ist uns scheinbar beiden relativ schmerzhaft bewusst geworden.

Wie du schon sagst, man kann im Endeffekt froh sein, wenn man diese Einsicht bekommt. Auch wenn diese Art & Weise hart war, denke ich schon, dass es so notwendig war... offensichtlich! Ob ich es anders jemals verstanden hätte, weiß ich nicht... jedenfalls nicht wann!

Wie hart es einfach ist, wenn man weiß, man würde es besser machen, man würde sich anders verhalten, aber die (ex-)Partnerin kann einem einfach nicht mehr glauben... verständlicher Weise!

Aber es ist noch um so viel härter als wenn man wüsste, man könnte sie unter keinen Umständen glücklich machen.

In einer solchen Phase, wie man sie nach einer (ungewollten) Trennung erlebt, ist es sowieso schwierig, aufmunternde Worte zu finden.

Andere akzeptieren sowas schneller, andere langsamer.

Ich persönlich bin schon wieder auf dem Wege der Besserung. Durch ziemlich viel Unterstützung von guten Freunden (die ich so gar nicht erwartet hätte), schaffe ich es mittlerweile auch, besser über das Alles hinwegzukommen.

Natürlich ist es im Unterbewusstsein noch verdammt hart, aber ich regle es wie folgt:

Wenn Gedanken an die Beziehung hochkommen, lasse ich sie zu, von mir aus heule ich auch, was auch immer... denn wenn ich die Trauer verdrängen würde, mich einfach immer ablenken würde, könnte ich niemals vernünftig darüber hinwegkommen, da es irgendwann dann noch einmal einen tieferen Sturz geben wird.

Wenn ich mich also gerade nicht an die Zeit erinner, tue ich einfach immer irgendwelche anderen Dinge, was mit Freunden natürlich einfacher ist.

Ich zwinge mich nicht, mich zu erinnern, indem ich mir Bilder angucke oder passende Musik höre... das kann ich irgendwann einmal machen, wenn ich mit einem Lächeln an die Zeit zurückdenken werde.

Allerdings, wie schon gesagt, wenn einmal die Trauer hochkommt, muss man trauern, denn nur so kann man diesen Schmerz irgendwann verarbeiten.

Das wichtigste und gleichsam schwierigste ist es ersteinmal, wieder unabhängig und frei zu werden, auf emotionaler Ebene... was dann in der Zukunft alles passiert, weiß niemand.

Viel Erfolg und Glück in deiner Zukunft!!

Wir müssen einfach das Beste draus machen und uns selbst "beweisen", dass wir gelernt und verstanden haben. :)

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