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Chance verpasst

7 Antworten1'669 AufrufeGestartet von reisen ·

reisenThemenstart
#1
Hallo Zusammen,

Ich quäle/nerve mich gerade über eine Entscheidung im Berufsleben welche ich gemacht habe und wo ich ich nachhinein das Gefühl habe zu vorsichtig entschieden zu haben und dadurch eine Chance verpasst zu haben.

Vor 2 Monate kam die Frage ans Team wer vorübergehend eine neue Aufgabe übenehmen möchte. Ich sagte sofort zu und freute mich über das Neue. Es machte mir soviel Spass dass ich dachte ich könnte dann etwas vom bisherigen Pensum abgeben und das neue ganz übernehmen. Nach 2/3 Wochen stelle sich heraus das die Aufgabe (neuer und schwieriger Klient) viel aufwendiger und komplexer war als ich und die Leitung dachte. Da ich im September ein berufsbegleidendes Studium anfange wurde ich unsicher. Neue Herausforderung beim Studium sowie Herausforderung und viel Druck beim Job gleich zuviel auf einmal? oder durch die spannendere Aufgabe mehr Lernmöglichkeit zum die Theorie gleich anzuwenden? Zudem war ich zu diesem zeitpunkt recht unter Druck weil die Leitung in den Ferien war als die vielen unvorgesehenen Sachen kamen und ich viel Zeit und Energie dafür brauchte und auch recht gefordert dadurch war. Ich machte mir viele Gedanken wie ich entscheiden soll, die Aufgabe reizte mich sehr und der Klient und die Augabe wurde mir in den letzten Wochen immer vertrauter. Im Studium bin ich pro Monat 1 Woche abwesend und im September sogar 2. Ich machte mir viele Gedanken ob ich der Aufgabe gerecht werden kann und ob es fürs Team gut ist sprach auch mit anderen darüber. Die Leitung hatte ähnliche Gedanken wie ich. Ich würde viel lernen, aber sie sei unsicher ob ich dem Klient gerecht werde mit den vielen Abwesenheiten, und ich viel abgeben müsste/Unterstützung bräuchte und wir sollen es ins Team geben ob noch jemand anders interesse hätte der mehr kapazität hat. Mein Bauchgefühl sagte mir zu diesem Zeitpunkt irgendwie ich soll mir nicht zuviel aufladen. Wenn ich sofort ja gesagt hätte hätte ich ihn bestimmt bekommen, da die Leitung sehr zufrieden war wie ich in ihrer Abwesenheit reagierte hatte und alles aufgleiste hatte. Dann an der sitzung meldete sich ein Kollege. So wurde entschieden dass er die Aufgabe übernimmt. nun nach einer Woche sagte er dass er dies erst mitte Juli übernehmen kann und dass er dann noch Unterstützung von der Leitung braucht!! das wurde so akzeptiert.. sprich akzeptiert wenn er dann mal der Arbeit nicht gerecht wird und vielleicht mühsame arbeit abgibt um das spannende zu machen!! Ich nerve mich grausam dass ich nicht forscher war, schaute das es für die anderen stimmt, selber auf der Strecke bleibe und dass ich nicht mutiger war auch in der Unsicherheit für das spannendere, vielleicht schwieriger zu entscheiden. Habe das gefühl ich habe etwas verpasst. Es wird mir sehr schwer fallen den Klient wieder abzugeben. Ich merke dass mich das jetzige Pensum gar nicht mehr so viel spass macht. Weil das neue anspruchsvoll war, war auch der austausch mit anderen Stellen und Personen mehr da war mir nun so fehlt. Naja nun mussNaja nun muss ich aushalten und werde dann mit dem Studium sehen ob die freude wieder kommt weil so viel neues und spannendes auf mich zu kommt. Muss sagen dass ich schon ehrgeizig bin und dass ich daher wohl über die verpasste chance nachgrüble. oder denke dass ich etwas verpasst habe. wie geht ihr mit sowas um? habt ihr schon ähnliches erlebt? und ich muss sage dass ich schon vor einer Woche bei der ersten sitzung so ein hin und her hatte. zuerst dachte ich es sei zuviel, dann war ich aber wieder enttäuscht dass ich nein gesagt hatte und wollte doch. als zuerst plötzlich doch noch eine Änderung angetönt wurde wurde ich wieder unsicher obs geht und nun wos definitiv ist, bereue ich es...

#2
Hey reisen,

schade, dass du das Gefühl hast, eine Chance verpasst zu haben! Sowas gibts leider manchmal. Ich hoffe, du kannst etwas daraus lernen und trauerst ihr nicht mehr allzu lange nach - es war bestimmt nicht die letzte (ich nehme jetzt mal an, dass du nicht kurz vor der Pensionierung bist ;-) )! Konzentrier dich doch erst mal aufs Studium und behalte gleichzeitig die Augen und Ohren offen, dann ergibt sich sicher wieder mal was beruflich (oder schätze ich das völlig falsch ein?)... Zudem empfehle ich dir das Buch von Sheryl Sandberg "Lean in". Ich fand's super.

Alles Gute,

soleil.

#3
Hi Soleil,

danke für deine aufmunternden Worte. ja ich versuche mich momentan aufs bald kommende Studium zu konzentrieren und dann kommen bestimmt wieder neue herausforderungen die ich annehmen kann. nein pensionierung steht noch lange nicht an!!! Es ist wohl einfach momentan wo es mich sehr ärgert ich das gefühl habe ich war nicht mutig genug, nicht forsch genug und nicht mehr einfach ins kalte Wasser gesprungen wie ich es vor noch ein paar jahren öfters mal gemacht habe.

naja anfangs als ich den klient zuerst übernahme sprang ich ja ins kalte wasser wurde aber dann unsicher weils doch viel mehr war als gedacht und ich nicht wusste wie das geht mit studium. war wohl zuviel unsicherheit auf einmal und ich habe es nicht geschafft diese auszuhalten. da bin ich etwas enttäuscht über mich. auf der anderen seite vielleicht wars auch richtig darauf zu hören da ich mich sonst komplett überfordert hätte. naja es wird sich zeigen.

#4
Hallo zusammen,

Ich schreiben euch nochmals auf meinen ersten Beitrag. Wie abgemacht werde ich nun nächste Woche den neuen Klienten an meinen Arbeitskollegen abgeben. Es fällt mir nicht einfach.. Es hat mir sehr viel Spass gemacht und ich würde ihn gerne behalten und einer meiner bisherigen abgeben auch wenn der neue aufwendiger ist. Nur geht es leider nicht mehr...habe die Chance vor ein paar Wochen eben verpasst. Naja in der Zwischenzeit merke ich, dass es sehr wohl möglich gewesen wäre und darum fällt es mir noch schwerer. Die Arbeit mit dem neuen Klienten ist einfach interessanter als mit den bisherigen. Er ist viel schwieriger aber eben auch viel spannender. Im Gespräch mit der Leitung gestern ergab es sich dass wir darüber sprachen und ich erwähnte, dass es mir nun schwer fällt und dass ich lieber einen bisherige Kliente abgeben möchte und dafür den neuen Klienten behalten möchte. Sie meinte dass sie es gerne machen würde nur könne sie es nun nicht mehr ändern da sie es dem Kollegen ja schon versprochen habe und es im Team Unstimmigkeiten geben könnte. Sie fände allerdings dass ich mehr die Kompetenz hätte und mein Kollege noch viel grundsätzliches lernen müsse obwohl er von der Ausbildung schon mehr mitbringt. Das hat meinem Ego zwar gut getan nur hilft es mir nicht weiter. Durch den neuen Klienten hatte ich auch viel mehr spannende, externe kontakte und es fühlt sich so langweilig und eintönig an wieder nur das altbewährte zu machen. Ich freue mich zwar aufs Studium und denke ich werde dort viel neues lernen. So hoffe ich das sich das dann wieder ausgleicht und nicht mehr so viel dieser Situation nachtrauere. Fühle mich momentan gefrustet.. Wie geht ihr mit Frustsituationen um?

Guest
#5
Vielleicht fordert dich das Studium so sehr, dass du froh bist, das Altbewährte zu machen. Ich bin manchmal total enthusiastisch und übernehme mich mitunter.

Ich bin dann manchmal frustriert, wenn ich irgendeine Arbeit nicht bekomme, aber schon bald stellt sich heraus, dass ich gar keine Zeit für diese hätte.

#6
ja ich habe auch eher die Tendenz mir zuviel aufzuladen. nur stellte sich nun heraus, dass ich mit dem neuen gar nicht so viel mehr arbeit hätte. schon etwas aber es wäre vorallem spannender, ich würde mehr lernen was mir fürs Studium helfen würde und ich wäre mehr im Team involviert da der neue Klient mehr Ausstausch im Team braucht.

Guest
#7
Ärger dich trotzdem nicht. Jede Erfahrung kann Einem irgendwie nutzen. Wenn du jedoch ständig der anderen nachtrauerst, dann verpasst du erst recht was.

Der andere Klient ist gerade in deiner Fantasie so lukrativ, in echt bestimmt viel weniger. Wenn du nun so viel Zeit, dann investiere sie für dich: Lerne was Neues oder gönne dir die ein oder andere Massage. "Du bist nicht dein Job."

#8
ja ich werde meine Lehren daraus ziehen und es als Lernfeld betrachten. Sich darüber ärgern bringt wenig. Werde mich aufs Studium, welches im September beginnt und auf schöne Sachen in der Freizeit konzentrieren und dann hoffentlich die nächste Chance im Berufsalltag wieder wahrnehmen. Was mir halt so schwer fällt ist die Tatsache dass ich während den 2 1/2 Monaten wo ich den schwierigeren Klienten betreut hatte, merkte wie spannend die Arbeit auch sein kann und wie viel mehr spass die tägliche Arbeit machen kann! Dachte davor schon seit einiger zeit, dass mir etwas fehlte wusste nur nicht recht was. Nun weiss ich es und es fühlt sich an wie ein Rückschritt. Der Klient ist schon spannender und eben nicht nur in meiner Fantasie. Aber eben "dumm gelaufen" und hoffentlich das nächste mal besser machen. Herzlichen Dank für die Antwort!

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