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Darf man dem Kind einen Grosselternteil vorenthalten?

7 Antworten3'696 AufrufeGestartet von Alegria ·

AlegriaThemenstart
#1
Vorneweg, in der Sufu habe ich nichts zum Thema gefunden.

Mein Freund und ich haben (noch) keine Kinder (auch nicht in "Produktion" jedoch beschäftigt mich die Frage momentan sehr.

Es geht um die Mutter meines Freundes welche in der Kindererziehung Gewalt absolut nicht abgelehnt hat (zB tägliches Verprügeln war an der Tagesordnung) und auch immer wieder versucht hat die Kinder (er hat noch zwei Geschwister) von sich abhängig zu machen indem sie ihnen oft eingeredet hat dieses und jenes könnten sie nicht, dazu bräuchten sie ihre Hilfe (auch bei Banalitäten). Vor meinem Freund hat sie das immer bestritten und sagt das meine er alles nur und es sei nie so gewesen, zeigt also keine Spur von Einsicht oder gar Reue.

Unter diesen Umständen wäre es uns wirklich mehr als lieb wenn unsere "potenziellen" Kinder keinen Kontakt zu ihr hätten; zum einen wegen der Befürchtung sie lege das selbe oder ähnliches Verhalten an den Tag wie bei ihren eigenen Kindern; zum andern aus Angst vor Manipulation den Kindern gegenüber: sie stellt sich gerne als tolle mitfühlende Frau dar die es nur gut mit andern meint und ich traue ihr durchaus zu dass sie unseren Kindern unwahre negative Dinge über uns erzählen würde.

Mein Freund hat übrigens schon seit Jahren zur Mutter keinen Kontakt mehr (zum Vater schon, er ist nicht das Problem).

Nun eben meine Frage; könnte es schlecht für Kinder sein wenn sie zwar wissen dass sie eine Grossmutter haben aber diese nie sehen (Es geht nur um diese Frau, meine Eltern und der Vater meines Freundes sind ok)? Wobei ich mir denke wenn ein Kind sie sehen wollte könnte man es ja nicht verhindern; aber solange kein Verlangen besteht schon...

Was denkt ihr?

Ist jemand hier in einer ähnlichen Situation?

LG

#2
Das ist wirklich eine schwierige Entscheidung... Es kommt sicherlich auch darauf an, wie ihr eure Kinder erzieht bzw. was sie später mal für eine Meinung davon haben. Generell bin ich der Meinung, man sollte Kindern nicht allzu viele Entscheidungen abnehmen. In meinen Augen bevormundet man sie damit viel zu schnell. Auch nicht, wenn man meint, sie schützen zu müssen. Ihr könntet ja einen Kontakt unter Aufsicht zulassen. Jedenfalls wenn die Mutter deines Freundes überhaupt Interesse hat. Wenn ihr euch dagegen entscheidet, kann man das nicht wieder rückgängig machen, die Zeit vergeht von selbst. Und ihr seid nachher die,die für diese Entscheidung verantwortlich zeichnet, niemand sonst.

Ich geb dir mal Beispiele:

Ich habe extrem übergriffige Eltern, die meinen, sie können in meinem Leben alles besser entscheiden als ich. Eine Sache, die sie total verbockt haben: Mein Stiefopa ist gestorben und ich war zu dem Zeitpunkt im Ausland. Meine Eltern wollten nicht, dass ich mit der Nachricht "allein" klarkommen muss, also haben sie mir davon erst 3 Wochen später erzählt. Ich war nicht bei der Beerdigung, nichts. Das werd ich nie vergessen können.

Auf der anderen Seite haben sie aber immer dafür gesorgt, dass ích Kontakt zu meinem leiblichen Großvater hatte, obwohl er meine Oma verlassen hat, als mein Vater noch ein Kleinkind war und seine späteren Kinder sehr streng, auch mit körperlicher Züchtigung, erzogen hat. Er war zu mir immer fantastisch. Ich habe ihn über alles geliebt und ich bin meinen Eltern sehr dankbar, dass sie mir die Chance gegeben haben, meinen Opa kennenzulernen.

Ich denke, gerade dein Freund muss in sich hineinorchen und überlegen, ob er bereit ist, die Vergangenheit ruhen zu lassen, um euren Kindern die Chance auf zwei Großmütter zu geben.

#3
Hallo Alegria,

ich hab die Entscheidung getroffen, meinen Kindern die Großmutter, die Familie vorzuenthalten, ich denk es war richtig so.

tief in mir hatte ich den Wunsch, meine Jungs zu beschützen und ich denk so verkehrt war die Entscheidung nicht, ich kenne aus meiner Kindheit und Erlebtem, Spielball zu sein, kannte das schäbige Verhalten den kindern meiner Schwester gegenüber und wollte dies nicht.

Auch bei mir war 11 Jahre totale Funkstille zu meiner Mutter, bis sie halt den Frieden fand.

Daß sich meine Exfrau mit ihrer Mutter überwarf, machte mich sehr nachdenklich, ich versuchte oft mit ihr über diese "omaseitige" Geschichte zu sprechen, irgendwie konnt ich nun aber nicht Etwas verlangen oder gutheissen, was ich selber für mich anders entschied.

Nun, es kommt bestimmt sehr auf die Familie und das Umfeld an und wie Roja schon schrieb, nicht jede "gutgemeinte" Entscheidung ist wirklich gut.

Ich würd wieder so entscheiden, aber es nicht generell gutheissen

Ihr macht euch intensiv Gedanken, das ist klasse

René

#4
Hallo nach Basel.

Schön, dass Ihr Euch vorab mit dieser Thematik beschäftigt und so bewusst damit umgeht.

Ich habe folgende Erfahrung gemacht: Ich habe zu meiner Mutter kein allzu gutes Verhältnis wegen diverser Vorfälle in der Kinderheit. Mein Exmann, der Vater meiner Tochter, hatte ein Problem mit seinem Vater, der extrem dominant und bestimmend war.

Bevor wir unsere Tochter bekamen, haben wir uns ausgemalt, dass unser Kind so wenig Kontakt wie möglich zu meiner Mutter haben soll und zum Opa, weil wir fürchteten, dass sich irgendwas wiederholen könnte.

Aber irgendwie kam alles ganz anders - meine Mutter ist wie umgewandelt und die Kleine und Oma haben ein ganz herzliches, inniges Verhältnis. Ich bin froh, dass ich diese Chance genutzt habe, weil ich inzwischen allein erziehend und oft auf die Betreuung durch meine Mutter angewiesen bin. Wenn ich an diesem Vorhaben, mein Kind der Oma vorzuenthalten, festgehalten hätte, hätte ich mich selbst gestraft.

Genauso läuft es auch beim Opa väterlicherseits: Unsere Tochter ist der Liebling vom Opa und er hockt mit ihr stundenlang auf dem Boden und spielt geduldig mit ihr. Das ist absolut perfekt für alle.

Meine Mutter hat mir erklärt, dass dies ein anderer Abschnitt sei in ihrem Leben. Als ich klein war, hatte sie wegen der Arbeit nie Zeit und war gestresst wegen ihrer unglücklichen Ehe. Mein Vater ist inzwischen gestorben, irgendwie hat sich vieles verändert, auch die Einstellung zum Leben (das für einen älteren Menschen ja nun zeitlich begrenzter ist als für uns junge Leute).

Ich dagegen hatte wenig Chance, meine eigene Oma richtig kennen zu lernen. Mein Vater erzählte immer schlimme Dinge über sie und ich durfte sie nicht besuchen, weil sie angeblich so hartherzig sei. Das konnte ich nie selbst rausfinden- leider - und finde mich einer wichtigen Erfahrung beraubt. Denn wer weiß - vielleicht hätten wir uns super verstanden, wenn die Weichen anders gestellt worden wären?

Ich fände es schön, wenn ihr der Mutter Deines Mannes wenigstens die Chance geben würdet, sich als Großmutter zu zeigen. Wenn es stressig wird, kann man immer wieder einen Rückzieher machen. Aber auch Eure Kinder sollten die faire Möglichkeit kriegen, die Oma kennen zu lernen. Wer weiß - manchmal gibt es ganz besonders gute Drähte zwischen Enkeln und Großeltern, auf die wir "Kinder" nur neidisch schauen können.

Alles Liebe.

#5
Hi Alegria,

allgemein lässt sich sagen, dass man durchaus einen Großelternteil vorenthalten darf und dies keinerlei großen Einfluss auf die Entwicklung des Kindes oder überhaupt auf das Leben des Kindes haben wird. Es gibt schließlich nicht wenig Kinder, die aufgrund von Tod oder räumlicher Distanz bestimmte Großelternteile nie kennen lernen und dieses "Vorenthalten" zu erklären sollte, sofern es jeweils altersgemäß und sinnvoll geschieht, ebenfalls keine Probleme mit sich bringen.

Von dieser Seite - sprich der Existenz (oder eben "Nicht-Existenz") und dies dem Kind bewusst machen - gibt es keine Probleme.

Ob es in diesem speziellen Fall nötig und angebracht ist kann niemand wirklich beurteilen. So wie du es schreibst scheint es mir so, als hätte dein Freund ein erhebliches Problem mit seiner Mutter. Dieses Verhältnis scheint ja (warum auch immer) enorm gestört zu sein und vielleicht sollte man erstmal hier ansetzen bevor man entgültig entscheidet, Dritte (in diesem Fall ein Kind) von diesem Menschen fernzuhalten. Wie ist denn das Verhältnis der beiden Geschwister deines Freundes zu ihrer Muter? Genau so angespannt?

Man sollte auch nicht außer Acht lassen, dass ein Mutter-Kind-Verhältnis ein Anderes ist als ein Oma-Enkel-Verhältnis. Ich weiß jetzt nicht wie alt dein Freund ist aber meine Mutter beispielsweise (50) ist zu einer Zeit aufgewachsen, wo in der Schule der Lehrerzeigestock mehr den Po der Kinder als die Tafel oder sonst was berührte und auch zu Hause gabs bei jedem Mist ordentlich Haue. Genau diese Mutter, von der meine Mutter in ihrer Kindheit immer wieder mal den "Arsch versohlt" bekam, war für mich eine wundervolle Großmutter und einer der liebsten Menschen, die ich je kennengelernt habe. Es war ganz einfach eine andere Zeit (in Bezug auf die Erziehung) und eine andere Beziehung (in der keine der teilnehmenden Personen die Rolle des Erziehenden einnahm).

Liebe Grüße

Timothy

#6
Danke für eure Meinungen, ihr bringt mich zum Nachdenken ;)

Generell bin ich der Meinung, man sollte Kindern nicht allzu viele Entscheidungen abnehmen. In meinen Augen bevormundet man sie damit viel zu schnell. Auch nicht, wenn man meint, sie schützen zu müssen.
Das stimmt; Kinder sind ja nicht das Eigentum der Eltern.

Ihr könntet ja einen Kontakt unter Aufsicht zulassen. Jedenfalls wenn die Mutter deines Freundes überhaupt Interesse hat.
Das ist eine gute Idee.

Ich denke, gerade dein Freund muss in sich hineinorchen und überlegen, ob er bereit ist, die Vergangenheit ruhen zu lassen, um euren Kindern die Chance auf zwei Großmütter zu geben.
Ja, denn eine andauernde angespannte Stimmung zwischen Eltern und Grosseltern wirkt sich sicherlich nicht positiv auf Kinder aus. Sollten wir uns für einen Kontakt entscheiden dann sollte die Vergangenheit wirklich ruhen. Kinder spüren ja schnell wenn etwas nicht stimmt.

Ich dagegen hatte wenig Chance, meine eigene Oma richtig kennen zu lernen. Mein Vater erzählte immer schlimme Dinge über sie und ich durfte sie nicht besuchen, weil sie angeblich so hartherzig sei. Das konnte ich nie selbst rausfinden- leider - und finde mich einer wichtigen Erfahrung beraubt. Denn wer weiß - vielleicht hätten wir uns super verstanden, wenn die Weichen anders gestellt worden wären?
Ich fände es schön, wenn ihr der Mutter Deines Mannes wenigstens die Chance geben würdet, sich als Großmutter zu zeigen. Wenn es stressig wird, kann man immer wieder einen Rückzieher machen. Aber auch Eure Kinder sollten die faire Möglichkeit kriegen, die Oma kennen zu lernen. Wer weiß - manchmal gibt es ganz besonders gute Drähte zwischen Enkeln und Großeltern, auf die wir "Kinder" nur neidisch schauen können.
Auch wieder wahr.

allgemein lässt sich sagen, dass man durchaus einen Großelternteil vorenthalten darf und dies keinerlei großen Einfluss auf die Entwicklung des Kindes oder überhaupt auf das Leben des Kindes haben wird. Es gibt schließlich nicht wenig Kinder, die aufgrund von Tod oder räumlicher Distanz bestimmte Großelternteile nie kennen lernen und dieses "Vorenthalten" zu erklären sollte, sofern es jeweils altersgemäß und sinnvoll geschieht, ebenfalls keine Probleme mit sich bringen.

Von dieser Seite - sprich der Existenz (oder eben "Nicht-Existenz") und dies dem Kind bewusst machen - gibt es keine Probleme.
Meine eine Grossmutter ist gestorben als ich ein Jahr alt war und damit komme ich zurecht. Aber eben, es ist schon ein Unterschied ob man jemanden nicht kennenlernt weil es einfach nicht geht oder ob einem jemand bewusst vorenthalten wird.

Wie ist denn das Verhältnis der beiden Geschwister deines Freundes zu ihrer Muter? Genau so angespannt?
Ja, sie haben auch kein gutes Verhältnis zur Mutter (auch noch keine Kinder).

Man sollte auch nicht außer Acht lassen, dass ein Mutter-Kind-Verhältnis ein Anderes ist als ein Oma-Enkel-Verhältnis. Ich weiß jetzt nicht wie alt dein Freund ist aber meine Mutter beispielsweise (50) ist zu einer Zeit aufgewachsen, wo in der Schule der Lehrerzeigestock mehr den Po der Kinder als die Tafel oder sonst was berührte und auch zu Hause gabs bei jedem Mist ordentlich Haue.
Dass man früher andere Saiten aufgezogen wurden ist mir bewusst; was meinen Freund und mich nachdenklich stimmt ist die Tatsache dass die Frau ihre Prügelattacken usw noch nie zugegeben hat; folglich scheint sie auch keine Reue zu zeigen. Das ist der springende Punkt: meiner Meinung heisst bereuen den Fehler einzusehen und in Zukunft zu vermeiden (auch den Enkelkindern gegenüber).

@ Xantumaster: Wie hat denn deine Mutter auf die Kontaktsperre reagiert? Gab es da erst noch ein Riesentheater?

Mit grosser Wahrscheinlichkeit würden mein Freund und ich einige hundert Kilometer von den Grosseltern entfert leben; so wäre der Kontakt vermutlich relativ eingeschränkt.

Nun ja, das Problem ist ja nicht akut sodass wir uns noch in Ruhe damit befassen können.

Danke, ihr habt mir geholfen :)

#7
Hallo Alegria,

als Oma einer dreieinhalbjährigen Enkelin möchte ich mich einmal zu deinem Thema äußern.

Ab dem Zeitpunkt als ich erfuhr das es sie demnächst in meinem Leben geben wird habe ich mich ständig mit mir auseinandersetzen müssen, ob ich wollte oder nicht. Sie war ständig in meinen Gedanken. Werde ich eine gute Oma sein können, ihr gerecht werden können? Oder werde ich versagen?

Obwohl ich nämlich in der Erziehung meiner Söhne wohl einiges richtig gemacht haben muss, denn sie sind zwei tolle Menschen ( heute 28 u. 30 ), kommen heute noch mit jedem Problem oder Gedanken zu mir, haben Berufe erlenrt die sie ernähren könnten, wenn auch Beide heute in ganz anderen Berufen tätig sind, war ich doch nie ein Mensch der sich darum gerissen hätte sich mit Kindern wie Neffen, Nichten usw. abzugeben.

Dazu kommt noch das ich ein Mensch bin der sehr, sehr gerne Zeit mit sich alleine verbringt.

Auch wohl, weil mein Beruf der Altenpflegerin mich ja praktisch dazu zwingt mich fast täglich mit vielen Menschen abzugeben, da freue ich mich auf mein Zuhause u. Zeit nur für mich, darauf, nicht mehr kommunizieren zu müssen.

Viele Gedanken also bis zu ihrer Geburt.

Allerdings wurde ich die Schwangerschaft über von meinem Sohn sowie meiner Schwiegertochter voll mit einbezogen. Ich bekam die Ängste meines Sohnes mit bezüglich des Vaterseins, der Verantwortung davor. Ich schaukelte den Bauch meiner Schwiegertochter wenn Pünktchen gar zu wild war. Der Tag der Geburt kam, ich wurde geholt von meinem Sohn, der solche Angst hatte das seiner Partnerin etwas passiert während der Geburt, dass sein Baby vielleicht nicht gesund sein könnte. Seine Frage: Mama, kennst du das Gefühl man möchte weit weglaufen u. weiß doch man darf es nicht?.....habe ich heute noch in den Ohren.

Dann die vielen Stunden. Die Beiden im Kreissaal, ich davor.

Dann die Erlösung. Er kommt weinend auf mich zu u. wirft sich in meinen Arm. Seine Schwiegermama sagt: Da ist was passiert. Ich sage: Ne, er ist einfach nur glücklich.

Zitternd raucht er eine u. nimmt uns mit und......packt mir ein Bündel mit vielen schwarzen Haaren u. tintenblauen Augen in den Arm. Und Alegria, es war um mich geschehen. Ich sah dieses kleine Wesen u. ihr gehörte auf der Stelle mein Herz. Ich merkte richtig wie ihre Wärme in meinen Körper überging. Es ist nicht zu beschreiben wenn man es nicht selber erlebt.

Damit möchte ich dir sagen: Wann immer es bei euch soweit ist, bezieht Oma u. Opa von Anfang an mit ein, lasst sie miterleben, lasst sie euch beistehen, damit sie sich mitentwickeln können.

Es ist etwas ganz anderes Mutter zu sein, wie oben schon jemand schrieb. Da muss man soviel unter einen Deckel bekommen u. so vielen Menschen alles versuchen recht zu machen.

Eine Oma, die läßt es zu, dass die Enkeltochter bei Übernachtungen ihre Wohnung auf den Kopf stellt, sie weiß ja, spätestens wenn Enkelin wieder weg ist hat sie Zeit u. Ruhe aufzuräumen.

Eine Oma hat viel mehr Zeit, Geduld, Ruhe, allerdings auch Ängste, wie als Mama.

Natürlich wäre ich 1000% auf der Hut wenn ich wüßte das da eine Oma ist die evtl. gewalttätig wird. Würde ich das bemerken, würde ich sofort den Umgang verbieten, gleiches wenn Alkohol im Spiel ist.

Aber.....gib den Grosseltern zum gegeben Zeitpunkt eine Chance sich zu beweisen. Meine Enkelin erfährt soviel Liebe, egal ob von mir, ihren anderen Grosseltern, meinen Eltern. Die Möglichkeit das zu erfahren solltest du deinem Kind nicht von Anfang an nehmen.

Lieber Gruss v. sageslaut2002!

#8
Vom Stand der Sozialpädagogik aus gesehen können Großeltern einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Kindes ausüben. Sollte das Kind allerdings ohne Großeltern aufwachsen nimmt es dadurch keinen Schaden. Wenn du allerdings zulässt dass dein Kind unbeaufsichtigten Kontakt zu einem gewaltätigen Großeltern Teil hat könnte dies sehr wohl schädlich sein. Rein rechtlich besitzt du die Befugniss das Umgangsrecht auch gegen Dritte durchzusetzen bis dein Kind 16 Jahre alt ist. Soviel zum theorethisch-offiziellen Teil.

Ich möchte dir allerdings noch sagen dass du deinem Gefühl vertrauen solltest. Sollte die Großmutter tatsächlich einmal nach Kontakt fragen könntest du mitgehen und die Großmutter im Umgang mit deinem Kind beobachten. Du wirst ein besseres Gefühl haben wenn du deine Schwiegermutter nach besagten Übergriffen fragst und dir erklären lässt warum sie so gehandelt hat.

Ich wünsche dir alles Glück und viel Freude bei deiner Familenplanung

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