Das Kind meiner Freundin
4 Antworten1'227 AufrufeGestartet von kleiner Hobbit ·
kleiner HobbitThemenstart
Hallole.
Ich bin neu hier. Obwohl ich eigentlich Forumerfahren bin, ist mir nicht ganz klar, ob mein Thema in dieses Unterforum passt. Also sorry, falls es nicht ganz passt und zur Not bitte verschieben.
Seit ein paar Monaten hab ich wieder eine Freundin. Wir verstehen uns blendend. Auch mit ihrer 7-jährigen Tochter gibt es kein Problem. Wir haben uns sozusagen gegenseitig ins Herz geschlossen. Oder besser gesagt. Sie hat mich adoptiert. :)
Die Kleine ist einerseits ein kleiner Sonnenschein andererseits ein kleiner Wirbelwind. Und wie ich finde äußerst Schlagfertig. :D
Wo liegt nun das Problem? Nun, ich hab selbst keine eigenen Kinder und auch nicht viel Erfahrung. Ich hab allerdings Erfahrung mit Hunden. Und wie auch Hunde versucht die Kleine ständig ihre Grenzen auszuloten. Wie gesagt es ist kein Problem und es macht mir auch nichts aus. Im Gegenteil, ich finde das sehr spannend. Ich frage mich halt wo ich dann rechtzeitig die Grenzen ziehe, damit man niemanden verletzt. Bei einem Hund ist das natürlich viel einfacher.
Außerdem sind meine Freundin und ich uns einig, dass ich nicht die Vaterrolle übernehmen werde. Schließlich hat sie ja einen Vater.
Die Frage wäre also: Wie gehe ich mit einem Kind um? Und zwar so, dass es mir nicht auf der Nase herumtanzt es aber auch nicht den Eindruck hat, dass sie von mir abgelehnt wird. Ich hab sie wirklich lieb gewonnen :verliebt: und möchte keine Probleme kreieren wo keine sein sollten. Ich bin mir halt etwas unsicher. :rolleyes:
Danke für etwaige Tipps.
Ich bin neu hier. Obwohl ich eigentlich Forumerfahren bin, ist mir nicht ganz klar, ob mein Thema in dieses Unterforum passt. Also sorry, falls es nicht ganz passt und zur Not bitte verschieben.
Seit ein paar Monaten hab ich wieder eine Freundin. Wir verstehen uns blendend. Auch mit ihrer 7-jährigen Tochter gibt es kein Problem. Wir haben uns sozusagen gegenseitig ins Herz geschlossen. Oder besser gesagt. Sie hat mich adoptiert. :)
Die Kleine ist einerseits ein kleiner Sonnenschein andererseits ein kleiner Wirbelwind. Und wie ich finde äußerst Schlagfertig. :D
Wo liegt nun das Problem? Nun, ich hab selbst keine eigenen Kinder und auch nicht viel Erfahrung. Ich hab allerdings Erfahrung mit Hunden. Und wie auch Hunde versucht die Kleine ständig ihre Grenzen auszuloten. Wie gesagt es ist kein Problem und es macht mir auch nichts aus. Im Gegenteil, ich finde das sehr spannend. Ich frage mich halt wo ich dann rechtzeitig die Grenzen ziehe, damit man niemanden verletzt. Bei einem Hund ist das natürlich viel einfacher.
Außerdem sind meine Freundin und ich uns einig, dass ich nicht die Vaterrolle übernehmen werde. Schließlich hat sie ja einen Vater.
Die Frage wäre also: Wie gehe ich mit einem Kind um? Und zwar so, dass es mir nicht auf der Nase herumtanzt es aber auch nicht den Eindruck hat, dass sie von mir abgelehnt wird. Ich hab sie wirklich lieb gewonnen :verliebt: und möchte keine Probleme kreieren wo keine sein sollten. Ich bin mir halt etwas unsicher. :rolleyes:
Danke für etwaige Tipps.
Jane
hallöle,
als lehrerin für Pädagogik kann ich dir ein paar wertvolle Tipps geben:-)
Zuerst musst du dich dringend mit deiner Freundin absprechen, so dass klar ist, was die kleine darf und was nicht. du musst dann auf die einhaltung von diesen regeln beharren und darfst nicht nachgeben, kein einziges mal. diese regeln können auch ruhig der kleinen mitgeteilt werden. sie wird noch eine ganze weile deine grenzen austesten. du musst dich behaupten:-) Du willst nicht die vaterrolle übernehmen, aber du bist automatisch mit-erziehender.
generell gilt in der kindererziehung: extreme sind nicht gut. also sehr autoritär oder total laissez-faire sind erwiesenermaßen nicht förderlich. dann ist es sehr wichtig, konsequent und ehrlich zu sein. sie muss wissen, dass sie sich auf dich verlassen kann. sie muss aber auch respekt vor dir haben. du und deine freundin müssen am gleichen strang ziehen. du bist eine respektperson und stehst - was erlaubnisse und sanktionen angeht, einfach über ihr. das ist schon zu vergleichen mit einem tier. aber sie ist ein mensch, der sich noch entwickelt, in seinen emotionen, in seinem denken. wichtig ist es auch, ein gutes vorbild zu sein. lebt eure beziehung offen und herzlich, zeigt ihr, wie man sich gegenseitig zeigt, dass man sich mag. wenn ihr streitet, dann produktiv und konstruktiv, sie soll mitbekommen, dass man sich in aller ruhe streitet und nicht mit türen knallt oder ähnliches.
Du machst dir viele Gedanken und willst ein guter Mit-Erzieher sein, das finde ich klasse. Ich denke, du bekommst das hin. Wenn du ein gutes Buch zu diesem Thema lesen willst, kann ich dir ein Buch ans Herz legen, das wir in der Erzieherausbildung einsetzen: Hobmaier: Pädagogik.
als lehrerin für Pädagogik kann ich dir ein paar wertvolle Tipps geben:-)
Zuerst musst du dich dringend mit deiner Freundin absprechen, so dass klar ist, was die kleine darf und was nicht. du musst dann auf die einhaltung von diesen regeln beharren und darfst nicht nachgeben, kein einziges mal. diese regeln können auch ruhig der kleinen mitgeteilt werden. sie wird noch eine ganze weile deine grenzen austesten. du musst dich behaupten:-) Du willst nicht die vaterrolle übernehmen, aber du bist automatisch mit-erziehender.
generell gilt in der kindererziehung: extreme sind nicht gut. also sehr autoritär oder total laissez-faire sind erwiesenermaßen nicht förderlich. dann ist es sehr wichtig, konsequent und ehrlich zu sein. sie muss wissen, dass sie sich auf dich verlassen kann. sie muss aber auch respekt vor dir haben. du und deine freundin müssen am gleichen strang ziehen. du bist eine respektperson und stehst - was erlaubnisse und sanktionen angeht, einfach über ihr. das ist schon zu vergleichen mit einem tier. aber sie ist ein mensch, der sich noch entwickelt, in seinen emotionen, in seinem denken. wichtig ist es auch, ein gutes vorbild zu sein. lebt eure beziehung offen und herzlich, zeigt ihr, wie man sich gegenseitig zeigt, dass man sich mag. wenn ihr streitet, dann produktiv und konstruktiv, sie soll mitbekommen, dass man sich in aller ruhe streitet und nicht mit türen knallt oder ähnliches.
Du machst dir viele Gedanken und willst ein guter Mit-Erzieher sein, das finde ich klasse. Ich denke, du bekommst das hin. Wenn du ein gutes Buch zu diesem Thema lesen willst, kann ich dir ein Buch ans Herz legen, das wir in der Erzieherausbildung einsetzen: Hobmaier: Pädagogik.
hallo Hobit
ich denke das wichtigste ist, dass du ganz natürlich mit der Tochter deiner Freundin umgehst. Folge einfach deinem Herzen, was das Gefühl dir sagt. Leider gibts keine Gebrauchsanweisung für Kinder und jedes ist verschieden.
Ich hab selber auch drei Jungs und jeden der Drei muss ich anders anpacken, jeder ist vom Charakter her total anders.
Lass dir und ihr Zeit um euch kennen zu lernen und besprich mit deiner Freundin klar wo ihr die Grenzen ziehen wollt.
Wichtig keine Diskussionen über Erziehungsfragen in Gegenwart der Kinder, besprecht es immer unter euch und seit euch einig. Unterstützt eure Entscheidungen gegenseitig, auch wenn Du vielleicht mal anderer Meinung bist. Rede dann später darüber, dass Du das jetzt vielleicht anders gemacht hättest, diskutiert darüber aber alleine.
Wenn ihr beide am selben Strick zieht sehe ich keine Probleme auch wenn du keine Erfahrung mit kids hast.
Folge deinem Instinkt und Menschenverstand, zeig ihr dass sie sich auf dich verlassen kann und setz ihr natürlich auch Grenzen. Dann fühlt sie sich sicher und aufgehoben und ihr werdet sicher eine schöne Zeit als neue Familie zusammen haben.
PS: Denk nicht zuviel nach, sei einfach Du selbst
Ich hoffe das hilft dir ein wenig. ;)
glg nubia
ich denke das wichtigste ist, dass du ganz natürlich mit der Tochter deiner Freundin umgehst. Folge einfach deinem Herzen, was das Gefühl dir sagt. Leider gibts keine Gebrauchsanweisung für Kinder und jedes ist verschieden.
Ich hab selber auch drei Jungs und jeden der Drei muss ich anders anpacken, jeder ist vom Charakter her total anders.
Lass dir und ihr Zeit um euch kennen zu lernen und besprich mit deiner Freundin klar wo ihr die Grenzen ziehen wollt.
Wichtig keine Diskussionen über Erziehungsfragen in Gegenwart der Kinder, besprecht es immer unter euch und seit euch einig. Unterstützt eure Entscheidungen gegenseitig, auch wenn Du vielleicht mal anderer Meinung bist. Rede dann später darüber, dass Du das jetzt vielleicht anders gemacht hättest, diskutiert darüber aber alleine.
Wenn ihr beide am selben Strick zieht sehe ich keine Probleme auch wenn du keine Erfahrung mit kids hast.
Folge deinem Instinkt und Menschenverstand, zeig ihr dass sie sich auf dich verlassen kann und setz ihr natürlich auch Grenzen. Dann fühlt sie sich sicher und aufgehoben und ihr werdet sicher eine schöne Zeit als neue Familie zusammen haben.
PS: Denk nicht zuviel nach, sei einfach Du selbst
Ich hoffe das hilft dir ein wenig. ;)
glg nubia
Hallo Hobbit,
ich sehe es als sehr vorbildlich an, dass du dir Gedanken machst, obwohl es keine Probleme gibt.
Mit fremden Kindern umzugehen ist immer heikel und dennoch wünsche ich dir nichts mehr als einen ganz entspannten Umgang.
Dieses
Wie Jane schon sagt, Bezugsperson ist immer derjenige, mit dem das Kind mehr Zeit verbringt, und wenn der "richtige“ Papa zum Wochenend-Geschenke-Gute-Laune-Papi avanciert und du die Pubertät durchstehen aber keine Einwände haben darfst, ob das eine gute Idee ist ….?
Kindern aus Diskussionen auszuschließen, wenn es um ihre Belange geht, ist auch eine Methode. Ob es die richtige ist, entscheidest du, entscheidet dein Sinn für Gerechtigkeit und dein Herz. Ich hoffe, es entscheidet richtig.
Alles Gute mit deiner neuen Familie und viele glückliche Stunden wünscht
ich sehe es als sehr vorbildlich an, dass du dir Gedanken machst, obwohl es keine Probleme gibt.
Mit fremden Kindern umzugehen ist immer heikel und dennoch wünsche ich dir nichts mehr als einen ganz entspannten Umgang.
Dieses
Original von kleiner HobbitAußerdem sind meine Freundin und ich uns einig, dass ich nicht die Vaterrolle übernehmen werde. Schließlich hat sie ja einen Vater.halte ich allerdings für schwierig.
Wie Jane schon sagt, Bezugsperson ist immer derjenige, mit dem das Kind mehr Zeit verbringt, und wenn der "richtige“ Papa zum Wochenend-Geschenke-Gute-Laune-Papi avanciert und du die Pubertät durchstehen aber keine Einwände haben darfst, ob das eine gute Idee ist ….?
Kindern aus Diskussionen auszuschließen, wenn es um ihre Belange geht, ist auch eine Methode. Ob es die richtige ist, entscheidest du, entscheidet dein Sinn für Gerechtigkeit und dein Herz. Ich hoffe, es entscheidet richtig.
Alles Gute mit deiner neuen Familie und viele glückliche Stunden wünscht
Wow, danke für die schnellen Reaktionen. Danke. :schmatz:
Der Tonus scheint in die gleiche Richtung zu gehen.
- Regeln mit der Partnerin absprechen und vor der Kleinen nicht darüber diskutieren, wenn sie bereits getroffen waren.
- Als neue Bezugsperson erziehe ich automatisch mit.
Nun das mit den Regeln halten wir auch so. Wenn etwas vorfällt und der eine eigentlich nicht mit der Reaktion des anderen einverstanden ist, dann wird das hinterher besprochen.
Dass ich miterziehe ist mir auch so langsam klar geworden.
Wie gesagt, sie hat mich adoptiert. Vor Kurzem hat sich mal zwei Figuren in der Schule gebastelt. Die eine hat sie ihrer Mutter mitgebracht. Bei der anderen hat sie wohl überlegt, ob sie die Figur ihrem Vater mitbingt oder mir schnenkt. Sie hat sich für mich entschieden. Ist natürlich etwas, dass das Herz berührt.
Extrem finde ich ja auch wie dirket Emotionen umgesetzt werden. Egal ob Freude oder Unmut werden quasi ungefildert geäußert. Auch etwas das ich seither bei Menschen nicht so wahrgenommen habe. Kinder sind wohl so.
Raffiniert ist sie ja schon. Wenn sie was will, kann sie schon auch mal behaupten der andere hätte zugestimmt. Zum Glück frage ich dann schon mal direkt bei meiner Freundin nach, ob das auch so war. MAnchmal war es auch nicht so, aber die Kleine formuliert dann so um, dass es fast passt. Ich hab da in mir schon oft lachen müssen. :D
Man muss halt aufpassen, dass wir nicht ausgespielt werden.
Wobei ich muss schon sagen, dass mich da meine Freundin sehr gut lenkt.
Ein Gedanke, den ich mal hatte war, dass die Kleine hoffentlich nicht mal sagt: "Du hast nichts zu sagen, Du bist ja nicht mein Vater". Andererseits ist das wohl eher ein Spruch, der erst zur Pupertät kommen mag.
Naja, vielleicht mach ich mir wirklich einfach zu viele Gedanken. Eigentlich läuft es ja sehr gut.
Der Tonus scheint in die gleiche Richtung zu gehen.
- Regeln mit der Partnerin absprechen und vor der Kleinen nicht darüber diskutieren, wenn sie bereits getroffen waren.
- Als neue Bezugsperson erziehe ich automatisch mit.
Nun das mit den Regeln halten wir auch so. Wenn etwas vorfällt und der eine eigentlich nicht mit der Reaktion des anderen einverstanden ist, dann wird das hinterher besprochen.
Dass ich miterziehe ist mir auch so langsam klar geworden.
Wie gesagt, sie hat mich adoptiert. Vor Kurzem hat sich mal zwei Figuren in der Schule gebastelt. Die eine hat sie ihrer Mutter mitgebracht. Bei der anderen hat sie wohl überlegt, ob sie die Figur ihrem Vater mitbingt oder mir schnenkt. Sie hat sich für mich entschieden. Ist natürlich etwas, dass das Herz berührt.
Extrem finde ich ja auch wie dirket Emotionen umgesetzt werden. Egal ob Freude oder Unmut werden quasi ungefildert geäußert. Auch etwas das ich seither bei Menschen nicht so wahrgenommen habe. Kinder sind wohl so.
Raffiniert ist sie ja schon. Wenn sie was will, kann sie schon auch mal behaupten der andere hätte zugestimmt. Zum Glück frage ich dann schon mal direkt bei meiner Freundin nach, ob das auch so war. MAnchmal war es auch nicht so, aber die Kleine formuliert dann so um, dass es fast passt. Ich hab da in mir schon oft lachen müssen. :D
Man muss halt aufpassen, dass wir nicht ausgespielt werden.
Wobei ich muss schon sagen, dass mich da meine Freundin sehr gut lenkt.
Ein Gedanke, den ich mal hatte war, dass die Kleine hoffentlich nicht mal sagt: "Du hast nichts zu sagen, Du bist ja nicht mein Vater". Andererseits ist das wohl eher ein Spruch, der erst zur Pupertät kommen mag.
Naja, vielleicht mach ich mir wirklich einfach zu viele Gedanken. Eigentlich läuft es ja sehr gut.
Seite 1 von 1 · 5 Beiträge in diesem Thema