Das kleine Wintertief
7 Antworten1'533 AufrufeGestartet von *Belleza* ·
*Belleza*Themenstart
Hallo meine Lieben,
geht es nur mir so, oder ist es normal, dass ich jedes Jahr zur kalten Jahreszeit in ein kleines Tief falle? Die Tage werden kürzer und die Nächte werden länger. Ich gehe im Dunkeln zur Arbeit und komme im Dunkeln nach Hause.
Mittlerweile bin ich in den letzten 6 Jahren 5 Jahre an Weihnachten allein gewesen. Im Normalfall ist es ok für mich alleine zu sein aber jedes Jahr, wenn dann die kalte Jahreszeit näher rückt,
habe ich so ein beklemmtes Gefühlt und da ich schon so viele negative Erfahrungen sammeln durfte,
habe ich einfach die Angst, dass es immer so weitergeht. Die ewige Suche nach Mr. Right (sry, aber mir kann kein Single erzählen, dass er sich nicht umschaut) das sich kennenlernen, die Erkenntnis, dass die Dates nicht zu einem passen. Dann passt es für einen und es ist nur einseitig, oder man verliebt sich und nach kurzer Phase des zusammenseins ist es dann auch schon wieder vorbei und man muss zusehen den Kummer wieder los zu werden. Wieder zu sich finden und alleine Glücklich sein.
Ich freu mich schon wieder auf die Mitleidserregenden Blicke meiner Familie. Für die bin ich die, die immer allein ist. Der Dauersingle. Die mit der irgendwas nicht stimmt. Weil ja jeder in meinem alter Vergeben sein sollte und am besten schon Kinder haben müsste.
Dann wird ständig diskutiert, warum es bei mir nicht klappt und was denn verkehrt sei und Thesen aufgestellt. Ich hasse die Weihnachtszeit einfach.
Mittlerweile habe ich ihnen gesagt, dass ich davon nix mehr wissen will und ich auch nix dafür kann, dass das Liebesleben bei mir einfach nicht sein soll.
Wisst ihr, ich habe alles was man braucht. Habe viel Geld, einen super Job, bin erfolgreich, habe einen riesen Freundeskreis, viele Hobbys und viele Interessen, bin spontan und für jeden Mist zu haben, lerne super schnell neue Leute kennen, bin gesellig etc....
Aber momentan fehlt mir einfach ein richtiger Partner an meiner Seite. In den letzten Jahren kann ich nicht einmal von einer vernünftigen Beziehung sprechen. Ich war nur gut für nette Abende aber so wirklich hatte sich keiner richtig auf mich eingelassen.
Ständig werde ich von Männern und Frauen angesprochen, wie jemand wie ich allein sein kann, weil ich ja so attraktiv und toll sei und sie sich nicht vorstellen können, dass eine Frau wie ich niemanden findet.
Dann kommt die andere Seite. Ich lerne natürlich auch viele Männer kennen und habe einige die sich für mich interessieren, aber ich kann einfach niemanden mehr trauen, weil ich schon viel zu viel erlebt habe und ich einfach zu oft erleben musste, dass sie es nicht ernst gemeint haben. Leere Worte, mich mit Füßen treten, ich war in der prio ganz hinten, ständige Absagen für treffen, immer dieses Bauchgefühl, dass etwas nicht stimmt, sich daneben benehmen etc.... Das ist doch alles nicht normal.
Ich lasse niemanden wirklich an mich ran. Ich habe Angst nochmal Gefühle zu entwickeln und dann wieder sowas zu erleben. Ich glaube so richtig kann man dieses Gefühl nur nachvollziehen, wenn man schon sehr oft enttäuscht wurde.
Das sind einfach zu viele Narben...
SRY ich musste mich einfach mal ausheulen. Heute ist einfach ein scheißtag.... :/
geht es nur mir so, oder ist es normal, dass ich jedes Jahr zur kalten Jahreszeit in ein kleines Tief falle? Die Tage werden kürzer und die Nächte werden länger. Ich gehe im Dunkeln zur Arbeit und komme im Dunkeln nach Hause.
Mittlerweile bin ich in den letzten 6 Jahren 5 Jahre an Weihnachten allein gewesen. Im Normalfall ist es ok für mich alleine zu sein aber jedes Jahr, wenn dann die kalte Jahreszeit näher rückt,
habe ich so ein beklemmtes Gefühlt und da ich schon so viele negative Erfahrungen sammeln durfte,
habe ich einfach die Angst, dass es immer so weitergeht. Die ewige Suche nach Mr. Right (sry, aber mir kann kein Single erzählen, dass er sich nicht umschaut) das sich kennenlernen, die Erkenntnis, dass die Dates nicht zu einem passen. Dann passt es für einen und es ist nur einseitig, oder man verliebt sich und nach kurzer Phase des zusammenseins ist es dann auch schon wieder vorbei und man muss zusehen den Kummer wieder los zu werden. Wieder zu sich finden und alleine Glücklich sein.
Ich freu mich schon wieder auf die Mitleidserregenden Blicke meiner Familie. Für die bin ich die, die immer allein ist. Der Dauersingle. Die mit der irgendwas nicht stimmt. Weil ja jeder in meinem alter Vergeben sein sollte und am besten schon Kinder haben müsste.
Dann wird ständig diskutiert, warum es bei mir nicht klappt und was denn verkehrt sei und Thesen aufgestellt. Ich hasse die Weihnachtszeit einfach.
Mittlerweile habe ich ihnen gesagt, dass ich davon nix mehr wissen will und ich auch nix dafür kann, dass das Liebesleben bei mir einfach nicht sein soll.
Wisst ihr, ich habe alles was man braucht. Habe viel Geld, einen super Job, bin erfolgreich, habe einen riesen Freundeskreis, viele Hobbys und viele Interessen, bin spontan und für jeden Mist zu haben, lerne super schnell neue Leute kennen, bin gesellig etc....
Aber momentan fehlt mir einfach ein richtiger Partner an meiner Seite. In den letzten Jahren kann ich nicht einmal von einer vernünftigen Beziehung sprechen. Ich war nur gut für nette Abende aber so wirklich hatte sich keiner richtig auf mich eingelassen.
Ständig werde ich von Männern und Frauen angesprochen, wie jemand wie ich allein sein kann, weil ich ja so attraktiv und toll sei und sie sich nicht vorstellen können, dass eine Frau wie ich niemanden findet.
Dann kommt die andere Seite. Ich lerne natürlich auch viele Männer kennen und habe einige die sich für mich interessieren, aber ich kann einfach niemanden mehr trauen, weil ich schon viel zu viel erlebt habe und ich einfach zu oft erleben musste, dass sie es nicht ernst gemeint haben. Leere Worte, mich mit Füßen treten, ich war in der prio ganz hinten, ständige Absagen für treffen, immer dieses Bauchgefühl, dass etwas nicht stimmt, sich daneben benehmen etc.... Das ist doch alles nicht normal.
Ich lasse niemanden wirklich an mich ran. Ich habe Angst nochmal Gefühle zu entwickeln und dann wieder sowas zu erleben. Ich glaube so richtig kann man dieses Gefühl nur nachvollziehen, wenn man schon sehr oft enttäuscht wurde.
Das sind einfach zu viele Narben...
SRY ich musste mich einfach mal ausheulen. Heute ist einfach ein scheißtag.... :/
Liebe Belleza
Heul Dich ruhig aus. Das tut ja auch mal gut.
Erwiesenermassen haben viele Leute Mühe mit der Winterzeit und sind depressiv. Gerade weil es eben länger dunkler ist. Das geht also nicht nur Dir so. Allerdings finde ich, kann man sich auch den Winter schön gestalten. Backen, Kerzenlicht, Glühwein, Skifahren/Schlitteln/Snowboarden/Schlittschuhlaufen wenn mans mag oder einfach auch die Ruhe geniessen. Ich freue mich zum Beispiel daran, wie die Leute automatisch ruhiger werden und nicht mehr so gehetzt sind, wenn es schneit. Raclette & Fondue bzw. was in Deiner Örtlichkeit zum Winterschmaus gehört ;)
Was Weihnachten angeht: ja, viele sind da mit ihren Familien verplant und man kommt so nicht mit anderen zusammen. Aber es gibt auch sehr viele Menschen, denen es wie Dir geht: sie sind alleine. Meine Mutter ging es ähnlich (Familie weit weg - kein Geld um sie zu besuchen und zwei Kinder um sich zu kümmern) und hat bei uns eine Tradition der "offenen Tür" eingeführt. Sie hatte jeweils an Weihnachten Raclettekäse zu Hause und jeder, der nicht wusste wohin, konnte zu uns vorbei essen kommen. Wir hatten jedes Jahr die Essstube voll! Es gibt sogar jetzt noch welche, die spontan vorbei kommen, weil es jedes Jahr offen war. Du glaubst nicht, wie viele sich darüber gefreut haben: einen Ort wo man hingehen konnte, wenn man eben Weihnachten alleine ist.
Auch Weihnachten ist das, was man daraus macht. Wenn Du es nicht wie die letzen Jahre verbringen willst: dann ändere etwas daran. Du kannst das beeinflussen! ;)
Alles Liebe
Minusch
Heul Dich ruhig aus. Das tut ja auch mal gut.
Erwiesenermassen haben viele Leute Mühe mit der Winterzeit und sind depressiv. Gerade weil es eben länger dunkler ist. Das geht also nicht nur Dir so. Allerdings finde ich, kann man sich auch den Winter schön gestalten. Backen, Kerzenlicht, Glühwein, Skifahren/Schlitteln/Snowboarden/Schlittschuhlaufen wenn mans mag oder einfach auch die Ruhe geniessen. Ich freue mich zum Beispiel daran, wie die Leute automatisch ruhiger werden und nicht mehr so gehetzt sind, wenn es schneit. Raclette & Fondue bzw. was in Deiner Örtlichkeit zum Winterschmaus gehört ;)
Was Weihnachten angeht: ja, viele sind da mit ihren Familien verplant und man kommt so nicht mit anderen zusammen. Aber es gibt auch sehr viele Menschen, denen es wie Dir geht: sie sind alleine. Meine Mutter ging es ähnlich (Familie weit weg - kein Geld um sie zu besuchen und zwei Kinder um sich zu kümmern) und hat bei uns eine Tradition der "offenen Tür" eingeführt. Sie hatte jeweils an Weihnachten Raclettekäse zu Hause und jeder, der nicht wusste wohin, konnte zu uns vorbei essen kommen. Wir hatten jedes Jahr die Essstube voll! Es gibt sogar jetzt noch welche, die spontan vorbei kommen, weil es jedes Jahr offen war. Du glaubst nicht, wie viele sich darüber gefreut haben: einen Ort wo man hingehen konnte, wenn man eben Weihnachten alleine ist.
Auch Weihnachten ist das, was man daraus macht. Wenn Du es nicht wie die letzen Jahre verbringen willst: dann ändere etwas daran. Du kannst das beeinflussen! ;)
Alles Liebe
Minusch
1× hilfreich
Ich schließe mich Minusch komplett an.
Auch bei mir ist Weihnachten negativ besetzt und hat bis jetzt fast jedes Jahr in Tränen geendet - darauf habe ich keine Lust mehr gehabt, also habe ich beschlossen: Dieses Jahr wird es anders. Ich mache es so, wie es mir gefällt. Das habe ich bereits einmal gemacht, vor drei Jahren, da haben sich auch die ganzen "Waisenkinder" (Freunde von mir, die auch Probleme in der Familie haben/hatten, u.ä.) zusammen gefunden, wir haben allen Bescheid gesagt, die wir kannten, die auch nirgends hin konnten - oder auch schnell von wo weg wollten ;) - und es war sehr schön. Klar, es gab auch den ein oder anderen traurigen Moment, weil man etwas vermisst, aber der wurde gut aufgefangen.
Dieses Jahr mache ich das wieder. Keine Lust auf Stress und Druck.
Auch bei mir ist Weihnachten negativ besetzt und hat bis jetzt fast jedes Jahr in Tränen geendet - darauf habe ich keine Lust mehr gehabt, also habe ich beschlossen: Dieses Jahr wird es anders. Ich mache es so, wie es mir gefällt. Das habe ich bereits einmal gemacht, vor drei Jahren, da haben sich auch die ganzen "Waisenkinder" (Freunde von mir, die auch Probleme in der Familie haben/hatten, u.ä.) zusammen gefunden, wir haben allen Bescheid gesagt, die wir kannten, die auch nirgends hin konnten - oder auch schnell von wo weg wollten ;) - und es war sehr schön. Klar, es gab auch den ein oder anderen traurigen Moment, weil man etwas vermisst, aber der wurde gut aufgefangen.
Dieses Jahr mache ich das wieder. Keine Lust auf Stress und Druck.
1× hilfreich
Liebe alle
Ich denke diese Jahreszeit führt unweigerlich bei vielen zum Blues.
Wenig Sonn, kalt, kurze Tage, einsam am Abend in der Wohnung und und und.
Wir denken daran wie schön es andere zu Hause haben, Zweisamkeit geniessen. Schon lustig, wir stellen uns immer vor das bei allen anderen die Sonne scheint nur bei uns nicht. Die Realität schaut aber anders aus, auch viele Paare haben den Blues und das ist wahrscheinlich genau gleich besch... wie wir uns im Moment fühlen.
Auch bei mir ist der Blues bereits voll am spielen und ich versuche so gut wie möglich dagegen zu wirken.
Manchmal besser und manchmal schlechter. Wichtige Regel - nicht in was reinstürzen und schon gar nichts erzwingen wollen.
Sich auf dem Blues treiben lassen und auf den Januar schauen - dann ist alles vorbei.
Anderen auf dieser Welt geht es noch viel schlechter als uns, die haben Familie verloren, keine Freunde, kein Essen, keine Wohnung - schwacher Trost ich weiss, aber überlegt Euch das mal und dann schaut unser Blues schon fast wie Kindegeburtstag aus.
Im Netz steht viel wie man diese Zeit und die Gefühle überbrückt, ein Teil davon nützt bei mir sogar!
Liebe Grüsse, Männlein
Ich denke diese Jahreszeit führt unweigerlich bei vielen zum Blues.
Wenig Sonn, kalt, kurze Tage, einsam am Abend in der Wohnung und und und.
Wir denken daran wie schön es andere zu Hause haben, Zweisamkeit geniessen. Schon lustig, wir stellen uns immer vor das bei allen anderen die Sonne scheint nur bei uns nicht. Die Realität schaut aber anders aus, auch viele Paare haben den Blues und das ist wahrscheinlich genau gleich besch... wie wir uns im Moment fühlen.
Auch bei mir ist der Blues bereits voll am spielen und ich versuche so gut wie möglich dagegen zu wirken.
Manchmal besser und manchmal schlechter. Wichtige Regel - nicht in was reinstürzen und schon gar nichts erzwingen wollen.
Sich auf dem Blues treiben lassen und auf den Januar schauen - dann ist alles vorbei.
Anderen auf dieser Welt geht es noch viel schlechter als uns, die haben Familie verloren, keine Freunde, kein Essen, keine Wohnung - schwacher Trost ich weiss, aber überlegt Euch das mal und dann schaut unser Blues schon fast wie Kindegeburtstag aus.
Im Netz steht viel wie man diese Zeit und die Gefühle überbrückt, ein Teil davon nützt bei mir sogar!
Liebe Grüsse, Männlein
Hallo Belleza,
ich verstehe dich sehr gut.
Kennt wohl jeder Langzeit-Single….
Die meiste Zeit geht es einem gut damit, dann kommen aber auch selber oft genug düstere Gedanken hoch.
Macht man etwas falsch? Liegt es an einem selber? Was haben die anderen was ich nicht habe?
Das ist das eine.
Das andere, und ich merke dass ich da auch selber immer empfindlicher werde, ist das was einem andere so mitgeben.
Ich glaube dass das oft gar nicht bewusst geschieht oder böse gemeint ist – aber man bekommt suggeriert dass man alleine „nicht genug“ ist. Und das ist verletzend – und reißt gleichzeitig die eigenen Wunden auf, weil man ja selber auch immer wieder mal diese Zweifel in sich trägt.
Ich glaube das Thema ist so schwierig, weil man selber dabei so zerrissen ist.
Ich z.B. bin bestimmt zu 80% ein glücklicher Single. Vielleicht sogar mehr – ich weiss es nicht……
Natürlich wünscht man sich einen Partner – und ich finde das darf man auch aussprechen, ohne dann diese Standard-Antworten zu bekommen von wegen „lieb dich erstmal selber“ etc.
Dieser nicht vorhandene Partner fehlt, wenn es einem mal nicht gut geht. Wenn man mal eine Schulter zum Anlehnen braucht. Wenn man mal in den Arm genommen werden möchte.
Er fehlt wenn man körperliche Nähe möchte, wenn man nicht immer alles alleine planen möchte, wenn, wenn, wenn…. es gibt 1000 Momente in denen er fehlt.
Ich hasse es auch zu Familienfeiern, Hochzeiten oder sonstigen Ereignissen zu gehen, wenn ich weiss dass es eigentlich wieder mal so ein Paar-Schaulaufen wird. Wenn man die à la Bridget Jones die Sitzordnung durcheinander bringt, weil man nicht als Paar erscheint.
Und das sind die Momente, in denen auch die Grenze verschwimmt zwischen dem, was mich selber trifft (warum habe ich keinen Partner der mich liebt und den ich liebe), und dem was einem von anderen mitgegeben wird.
Die mitleidigen Blicke, die blöden Fragen, die noch blöderen pseudo-aufmunternden Worte.
Man ärgert sich, dass man sich darauf reduzieren lässt, und zieht sich gleichzeitig den Schuh direkt an.
Es hilft dann nicht zu wissen, dass so und so viele dieser Beziehungen um einen herum nur funktionieren, weil maximale Kompromisse gemacht werden.
Ich habe ja auch einen Thread, in dem ich mich mit einem ähnlichen Blues herum quäle.
Ich finde die beste Antwort in meinem Thread war, als mir jemand schrieb was er (bzw. sie) wohl „richtig“ gemacht hätte. Und darauf gibt es keine Antwort. Man hat einfach nur Glück wenn man den richtigen Partner findet.
Je älter wir werden, desto schwieriger ist es einfach. Jeder trägt immer mehr Verletzungen und Enttäuschungen mit sich herum, weiss immer genauer was er will bzw. was er nicht will. Hat Verpflichtungen, ist eingespannt, tut sich immer schwerer sich auf was Neues einzulassen.
Man entwickelt sich einfach nicht gemeinsam weiter, sondern es prallen überspitzt gesagt gefestigte Welten aufeinander.
Mein Fazit für heute ist einfach, dass wir Single-Frauen (und –Männer) selbstbewusst genug sind, um alleine durchs Leben zu gehen. Und das hat nichts mit dem Klassiker „zu anspruchsvoll“ zu tun. Und ansonsten einfach wirklich Pech haben.
Wenn ich mir Beziehungen aus meinem direkten Umfeld anschaue – es gibt wenige auf die ich dann tatsächlich „neidisch“ bin.
Es gibt genug Beziehungen, in denen kein liebevoller Umgang miteinander besteht. Oder die Paare, die nur noch als Paar existieren… auch schlimm. Ich kenne auch Beziehungen die eigentlich auf Freundschaft basieren. Wo kein Liebesleben stattfindet, wenn auch respektvoller und schöner Umgang miteinander. Aber auch das wäre keine Lösung für mich.
Das alles hilft dir nicht weiter – aber ich sei dir sicher: so wie du fühlen auch noch viele andere.
ich verstehe dich sehr gut.
Kennt wohl jeder Langzeit-Single….
Die meiste Zeit geht es einem gut damit, dann kommen aber auch selber oft genug düstere Gedanken hoch.
Macht man etwas falsch? Liegt es an einem selber? Was haben die anderen was ich nicht habe?
Das ist das eine.
Das andere, und ich merke dass ich da auch selber immer empfindlicher werde, ist das was einem andere so mitgeben.
Ich glaube dass das oft gar nicht bewusst geschieht oder böse gemeint ist – aber man bekommt suggeriert dass man alleine „nicht genug“ ist. Und das ist verletzend – und reißt gleichzeitig die eigenen Wunden auf, weil man ja selber auch immer wieder mal diese Zweifel in sich trägt.
Ich glaube das Thema ist so schwierig, weil man selber dabei so zerrissen ist.
Ich z.B. bin bestimmt zu 80% ein glücklicher Single. Vielleicht sogar mehr – ich weiss es nicht……
Natürlich wünscht man sich einen Partner – und ich finde das darf man auch aussprechen, ohne dann diese Standard-Antworten zu bekommen von wegen „lieb dich erstmal selber“ etc.
Dieser nicht vorhandene Partner fehlt, wenn es einem mal nicht gut geht. Wenn man mal eine Schulter zum Anlehnen braucht. Wenn man mal in den Arm genommen werden möchte.
Er fehlt wenn man körperliche Nähe möchte, wenn man nicht immer alles alleine planen möchte, wenn, wenn, wenn…. es gibt 1000 Momente in denen er fehlt.
Ich hasse es auch zu Familienfeiern, Hochzeiten oder sonstigen Ereignissen zu gehen, wenn ich weiss dass es eigentlich wieder mal so ein Paar-Schaulaufen wird. Wenn man die à la Bridget Jones die Sitzordnung durcheinander bringt, weil man nicht als Paar erscheint.
Und das sind die Momente, in denen auch die Grenze verschwimmt zwischen dem, was mich selber trifft (warum habe ich keinen Partner der mich liebt und den ich liebe), und dem was einem von anderen mitgegeben wird.
Die mitleidigen Blicke, die blöden Fragen, die noch blöderen pseudo-aufmunternden Worte.
Man ärgert sich, dass man sich darauf reduzieren lässt, und zieht sich gleichzeitig den Schuh direkt an.
Es hilft dann nicht zu wissen, dass so und so viele dieser Beziehungen um einen herum nur funktionieren, weil maximale Kompromisse gemacht werden.
Ich habe ja auch einen Thread, in dem ich mich mit einem ähnlichen Blues herum quäle.
Ich finde die beste Antwort in meinem Thread war, als mir jemand schrieb was er (bzw. sie) wohl „richtig“ gemacht hätte. Und darauf gibt es keine Antwort. Man hat einfach nur Glück wenn man den richtigen Partner findet.
Je älter wir werden, desto schwieriger ist es einfach. Jeder trägt immer mehr Verletzungen und Enttäuschungen mit sich herum, weiss immer genauer was er will bzw. was er nicht will. Hat Verpflichtungen, ist eingespannt, tut sich immer schwerer sich auf was Neues einzulassen.
Man entwickelt sich einfach nicht gemeinsam weiter, sondern es prallen überspitzt gesagt gefestigte Welten aufeinander.
Mein Fazit für heute ist einfach, dass wir Single-Frauen (und –Männer) selbstbewusst genug sind, um alleine durchs Leben zu gehen. Und das hat nichts mit dem Klassiker „zu anspruchsvoll“ zu tun. Und ansonsten einfach wirklich Pech haben.
Wenn ich mir Beziehungen aus meinem direkten Umfeld anschaue – es gibt wenige auf die ich dann tatsächlich „neidisch“ bin.
Es gibt genug Beziehungen, in denen kein liebevoller Umgang miteinander besteht. Oder die Paare, die nur noch als Paar existieren… auch schlimm. Ich kenne auch Beziehungen die eigentlich auf Freundschaft basieren. Wo kein Liebesleben stattfindet, wenn auch respektvoller und schöner Umgang miteinander. Aber auch das wäre keine Lösung für mich.
Das alles hilft dir nicht weiter – aber ich sei dir sicher: so wie du fühlen auch noch viele andere.
2× hilfreich
@ Traurig99 Wow, sehr schön ehrlich und mit viel Gefühl geschrieben. Du sprichst mir aus der Seele!
Da braucht Mann und Frau nicht viel mehr zu schreiben, denn ein Rezept gibt es wohl kaum - oder?
Da braucht Mann und Frau nicht viel mehr zu schreiben, denn ein Rezept gibt es wohl kaum - oder?
Hallo Bellezza,
du bist nicht alleine. Meine Tochter klagt genauso wie du über einen mangelnden, sprich fehlenden Partner und sie feiert auch innerlich alleine Weihnachten. Familie ersetzt aber keine warme Geborgenheit, das Zueinander gehören und eben ein anderes Leben außer der Familie.
Mir selbst geht es nicht anders, ob und wie ich Weihnachten feiern werde steht noch in den Sternen. Aber ich mach das Beste daraus und verwöhne mich , so gut es mir selbst tut, selbst. D.h. ich werde vor Weihnachten eine 3-tägigen Wellness-Urlaub buchen und mich dann ins Weihnachtsgeschehen stürzen. Mit meinen Kindern, soweit sie das selbst zulassen und wenn ich alleine bin, dann eben mit dem was mir geboten wird. Oder auch nicht.
In eine Depri will und kann ich nicht verfallen, dazu ist mir mein Leben zu kostbar. Wozu sollte ich mich illusionieren ? ! :)
du bist nicht alleine. Meine Tochter klagt genauso wie du über einen mangelnden, sprich fehlenden Partner und sie feiert auch innerlich alleine Weihnachten. Familie ersetzt aber keine warme Geborgenheit, das Zueinander gehören und eben ein anderes Leben außer der Familie.
Mir selbst geht es nicht anders, ob und wie ich Weihnachten feiern werde steht noch in den Sternen. Aber ich mach das Beste daraus und verwöhne mich , so gut es mir selbst tut, selbst. D.h. ich werde vor Weihnachten eine 3-tägigen Wellness-Urlaub buchen und mich dann ins Weihnachtsgeschehen stürzen. Mit meinen Kindern, soweit sie das selbst zulassen und wenn ich alleine bin, dann eben mit dem was mir geboten wird. Oder auch nicht.
In eine Depri will und kann ich nicht verfallen, dazu ist mir mein Leben zu kostbar. Wozu sollte ich mich illusionieren ? ! :)
Hallo Leute ich bin seit Heute registriert und hoffe man sieht meine E-Mailadresse nicht, sonst sagt es mir bitte hehe
Ich bin seit fast 37 Jahren ein Langzeitsingle ohne je eine Beziehung geführt zu haben.
Das zu verdanken hab ich wegen mir
- wegen meiner Unerfahrenheit
- wegen meiner Einsamkeit
- wegen meiner Introvertiertheit
- Angst vor Zurückweisung
- wegen meiner Permanenten Unterdrückung meiner Gefühle
- wegen meinem Inneren Kampf Fühle ich mich oft mies und wollte auch schon Sterben (im geistigen Sinn)
- wegen meinem Aussehen
Ich habe viel Zeit Früher in online Games verbracht
- Ich verbrachte fast jedes Neujahr am PC alleine
- in diesen Games hatte ich viele Frauen Kontakte gehabt die mich "nett" fanden aber nicht mehr
- Die Frauen machten sich lustig über mich, wurde bloss gestellt etc.
(wodurch man wütend, rachsüchtig, gekränkt etc. ein Sturm an Gefühle)
- bei einigen landete ich sogar auf die Ignored Liste, da ich so nervig wurde und auch Stalker kein Fremdwort war
- Auch ich habe Mühe an öffentlichen Veranstaltungen da ich immer alleine hingehen muss
- Auch fehlt mir dem Umgang mit der Sprache der Paare und den Umgang mit Kindern
Irgendwann wird die richtige kommen und mir sagen dass Sie schon mind. 15 Jahre verheiratet ist und 2 Kinder hat und den Mann verlassen möchte (Sarkasmus)
Was ich noch sagen möchte, liebe Mitmenschen (Frauen und Männlein)
Schaut nicht auf andere Menschen herab es sind alles liebevolle Menschen, auch die Menschen die nicht gesehen werden
Ich wünsche euch allen noch schönen Abend
Ich bin seit fast 37 Jahren ein Langzeitsingle ohne je eine Beziehung geführt zu haben.
Das zu verdanken hab ich wegen mir
- wegen meiner Unerfahrenheit
- wegen meiner Einsamkeit
- wegen meiner Introvertiertheit
- Angst vor Zurückweisung
- wegen meiner Permanenten Unterdrückung meiner Gefühle
- wegen meinem Inneren Kampf Fühle ich mich oft mies und wollte auch schon Sterben (im geistigen Sinn)
- wegen meinem Aussehen
Ich habe viel Zeit Früher in online Games verbracht
- Ich verbrachte fast jedes Neujahr am PC alleine
- in diesen Games hatte ich viele Frauen Kontakte gehabt die mich "nett" fanden aber nicht mehr
- Die Frauen machten sich lustig über mich, wurde bloss gestellt etc.
(wodurch man wütend, rachsüchtig, gekränkt etc. ein Sturm an Gefühle)
- bei einigen landete ich sogar auf die Ignored Liste, da ich so nervig wurde und auch Stalker kein Fremdwort war
- Auch ich habe Mühe an öffentlichen Veranstaltungen da ich immer alleine hingehen muss
- Auch fehlt mir dem Umgang mit der Sprache der Paare und den Umgang mit Kindern
Irgendwann wird die richtige kommen und mir sagen dass Sie schon mind. 15 Jahre verheiratet ist und 2 Kinder hat und den Mann verlassen möchte (Sarkasmus)
Was ich noch sagen möchte, liebe Mitmenschen (Frauen und Männlein)
Schaut nicht auf andere Menschen herab es sind alles liebevolle Menschen, auch die Menschen die nicht gesehen werden
Ich wünsche euch allen noch schönen Abend
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