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Das leidige Thema:verlassen worden!

44 Antworten4'011 AufrufeGestartet von Sorrow and Hope ·

Sorrow and HopeThemenstart
#1
Hallo zusammen,

ich könnte bereits zu Anfang, meine Hoffnungslosigkeit erläutern, die aufgrund der vielen Berichte nicht kleiner, sondern größer wird.

Auf der einen Seite bin ich, auch wenn das fies klingen mag, froh, dass nicht nur ICH von diesem Schmerz befallen bin, doch auf der anderen Seite schwindet mit jedem Bericht auch gleichzeitig meine Hoffnung.

So viele Menschen werden unerwartet verlassen, betrogen, angelogen etc. wie soll man da noch die Hoffnung haben, einem Menschen zu begegnen, welcher an die wahre, dauerhafte Liebe glaubt und diese auch noch sucht???

Jetzt zu meiner Geschichte, welche so vielen Geschichten in diesem Forum ähnelt:

Vor ca. 13 Wochen ist meine Mutter verstorben. Dieses Lebensereignis hat mich sehr mitgenommen.

Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich in einer Beziehung mit einem Mann von dem ich überzeugt war (immer noch bin), dass es meine "zweite Hälfte"; "mein Deckel" ist (davor nicht an so was wie Seelenverwandschaft geglaubt). Mein Partner war großartig in dieser schweren Zeit und ich war so dankbar ihn an meiner Seite zu haben. Zu dem Zeitpunkt habe ich gedacht, dass, wenn wir diesen Lebenseinschnitt gemeinsam überwinden, wir auch alles anderen überstehen werden.

Doch wie ihr euch denken könnt, solllte ich mich täuschen.

Vor ca. 6 Wochen, offenbarte mir mein Ex bei einer harmlosen Auseinandersetzung, dass er nicht mehr weiss, ob er mich immer noch liebt. Er könne meine Trauer nicht mehr ertragen, würde nur noch Mitleid für meine Person empfinden und wisse nicht, ob da noch das Gefühl der Liebe vorhanden sei. Ich habe im ersten Augenblick ernsthaft geglaubt, er macht Scherze und auch später verletzten mich zwar seine Worte maßlos, gleichzeitig aber prallten diese ab, da ich das nicht wahr haben wollte.

Die einzelnen Details wären jetzt zu viele.

Ich bin nur einfach so durcheinander, mein ganzes Leben ist durcheinander. Ich bin mitten im Umzug (gemeinsame Wohnung/leider auch seine Eigentumswohnung, daher muss ich ausziehen), wohne vorübergehend bei meinem Vater (mit 28 Jahren, supi), kann mich nicht auf mein Studium konzentrieren etc.

Ich habe zeitweise den Boden unter meinen Füssen verloren, fühle mich im Stich gelassen, betrogen, angelogen, einsam, schwach, hilflos....

Ich weiß man kann Emotionen nicht rational erklären, doch es macht mir echt zu schaffen, dass er mich nicht mehr liebt, ich will das nicht wahr haben. Ich arbeite daran diesen Zustand zu verändern, jedoch tauchen diese hoffnungsfördernden Gedanken immer wieder an der Oberfläche auf und machen mich richtig fertig. Ich weiß, ich muss das akzeptieren. Ich lasse ihn auch wirklich in Ruhe, schreibe ihm immer nur, um Termine zum Packen zu vereinbaren.

Diese Hoffnung er würde irgendwann merken, was für ein riesengroßen Fehler er begangen hat, will nicht verschwinden, ich weiß, ich weiß, wie blöd, naiv und dumm das ist, aber eben das ist mein Problem.

Ich bin immer noch felsenfest davon überzeugt, dass er meine zweite Hälfte ist und egal wie sehr er mir in den letzten Wochen wehgetan hat, das kann nicht meine große Liebe zu ihm überschatten, ich arbeite daran, wirklich.

Alle Personen, denen ich meine Geschichte erzählt habe (es sind mittlerweile einige, ich finds furchtbar, aber ich könnte nur die ganze Zeit davon erzählen) ,sind der Meinung, dass da einer anderen Frau im Spiel sein muss.

Zu Anfang habe ich das nicht gedacht, da ich ihn so nicht einschätze (bin ich überhaupt in der Lage ein Urteil über ihn abzugeben, immerhin habe ich das auch nicht kommen sehen), jetzt jedoch glaube ich auch, dass da eine andere Frau im Spiel ist.

Je länger und intensiver ich darüber nachdenke, desto mehr Details fallen mir wieder ein, die evtl. ein Hinweis darauf geben, dass er Interesse an einer anderen Frau hat.

Ich bin verzweifelt, ich will diesen Schmerz nicht mehr spüren, habe mir vorgenommen ein Mittel gegen Liebesschmerz zu entwickeln. Ich weiß, man reift an diesen Erfahrungen bla, bla, bla, doch möchte ich diesen Schmerz im Moment trotzdem nicht spüren. Hilfe!!!

#2
Hey,.... ;(

das ist bestimmt ne schlimme Zeit für dich un jetzt noch die Sache mit deinem "freund". mh... ich würde wirklich nochmal mit ihm sprechen und ihn wirklich direkt fragen ob er ne Andere hat bzw. ob er euch nicht doch noch eine Chance gibt.

Das ist der einzige Rat den ich dir geben kann! Sorry!!!

Wünsche dir alles alles Gute für die Zukunft!!! :]

#3
Vielen Dank für deine Nachricht.

Rational weiß ich, dass es da keine Chance mehr gibt. Auf der emotionalen Ebene ist immer noch Hoffnung vorhanden (Verdrängung; nicht- wahr- haben- wollen).

Als Antwort auf meine indirekte Andeutung auf eine andere Frau, bekam ich zu hören, dass ich denken soll was ich möchte und, wenn ich mir das so zurecht legen möchte und mir das hilft dann könnte ich dies auch tun.

Damit hat er mir indirekt zu verstehen gegeben, dass es ihm egal ist, ob ich die Wahrheit verdränge.

Also noch einmal zu verstehen gegeben: "Du bist mir egal, denke und tue was Du möchtest, lasse mich nur in Ruhe damit!"

Vielleicht wähle ich nur deshalb die Erklärung mit der anderen Frau, weil die Wahrheit : Ich werde nicht mehr von ihm geliebt = Ich als Person (alles was mich als Person ausmacht) zu sehr schmerzt, so definitiv, so unveränderbar, so endgültig ist, dass ich halt nach anderen "weniger" schmerzhaften Antworten suche.

Das Gefühl der Hilflosigkeit, sowie die fehlende Möglichkeit der Einflußnahme macht mich echt fertig.

Wie sieht das bei Dir aus, wurdest Du verlassen oder hast Du verlassen oder doch was ganz anderes?

#4
Hey...

dann schieß ihn wirklich in den Wind!!!!!! :] Der Typ ist es nicht wert... ich bin im Moment in einer beziehung, sind 3 1/2 Jahre zusammen.. aber läuft auch nicht mehr soooo gut...

Aber lass den Kopf bitte nicht hängen!!!! :trost:

#5
Was nicht ist, kann ja noch werden, bezogen auf "läuft nicht so gut". So lange Du noch Einfluß darauf nehmen kannst, bist Du auch in der Lage etwas zu verändern (ins Postive). Immer vor Augen halten, wie das wäre, wenn der Partner, den man liebt nicht mehr da sein würde. Beispiele hierfür, gibt es hier ja zu genüge. Bist Du wegen deiner Unzufriedenheit in diesem Forum?

#6
Jep :] aber auch so um was zu quatschen und nette Leute kennenlernen...

#7
Hallo Sorrow

Wenn du das wundermittel gefunden hast, so teile es uns mit....

Nein im ernst: Du machst im moment eine sehr schwere Zeit durch und bist daher sehr sensibel. Dein freund wusste wohl nicht mehr, wie er dich noch trösten kann und reagierte aus Hilflosigkeit völlig falsch. Lege nicht jedes wort, dass er sagt auf die Goldwaage, ich weiss, das ist leicht gesagt, wenn man in einer solchen traurigen Phase ist.

Denk daran, wenn du lange genug nach Zweifeln sucht, wo auch immer, dann wirst du sie auch finden. Ich kenne diese bösen Gedanken gut, wenn sie sich mal im Kopf oder im Herzen eingenistet haben, drehen sie sich nur noch im Kreis und vermehren sich wie von selbst.

Bitte gebe die Hoffnung nicht auf, dass das "nur" eine Krise ist.

Liebe Grüsse

Jane
#8
hallo,

du hast da ein paar schrecklich ereignisse durchleben müssen und knabberst an ihren folgen. :trost: :trost: :trost:

ich finde es klasse, dass du so offen schreibst und dass du anscheinend deinen lebensmut noch nicht verloren hast. :klatsch:

aber die trauer bestimmt auch einen teil deines alltags und das ist auch ok. was deinen ex angeht, kann ich dir keinen rat geben. es wäre schlim, wenn es jetzt wirklich unwiederbringlich kaputt ist. und ich habe den rat für dich, wenn es dir zu mies geht, fang eine therapie an. aber nur, wenn du merkst, dass du nicht mehr glücklich wirst und der prozess zu lange dauert. ich musste damals auch mit 27 wieder bei meinen eltern einzihen, mein ex, von dem ich glaubte, er sei mein deckel, ist mittlerweile verheiratet. er war nah dran und ich lernte noch jemanden kennen, der auch nah dran war, aber der liebte mich nicht. und so sitze ich hier, spizipiell sehr glücklich mit meinem leben, aber erfüllt von torschlusspanik und mache mir genau die gleichen gedanken wie du in deinem ersten beitrag (die eröffnung deines threads). das hat mich auch schon dazu bewogen, hier einen thread zu eröffnent mit dem titel "Ist True out?".

Viele Gedanken schwirren dir durch den Kopf und das ist auch völlig logisch in deiner Situation. Schreib weiter hier rein, stelle deinen Ex zur Rede, verarbeite. Hier hören dir die Leute zu:-)

#9
Hallo Kuschelbär,

ich danke Dir für deine aufmunternden Worte.

Ich habe in meinem Bericht nicht erwähnt (das sind die Details), dass in dieser schweren Zeit, auch sein Opa verstorben ist. Eine sehr wichtige Person in seinem Leben (Trauer also auch auf seiner Seite). Der Grund warum ich dies jetzt schreibe ist der, dass eben auf diesen ganzen furchtbaren Ereignissen, meine Hoffnung aufbaut.

Wenn ich versuche das ganze Bild zu sehen und dabei auch mein Wissen über seine Person etc. hinzunehme, dann denke ich, dass er überfordert war mit der ganzen Situation.

Zudem weiß ich, dass er ganz anders mit Trauer umgeht, als ich dies tue, ich ihn aber immer wieder mit meiner Art der Trauerverarbeitung konfrontiert habe, sodass er verständlicherweise alleine sein wollte.

Was mir aber zu Bedenken gibt ist seine Aussage, dass er nicht mehr weißt, ob er mich noch liebt.

Überfordert, genervt zu sein und dies auch zu äußern ist etwas anderes, als die Liebe in Frage zu stellen.

Hinzu kommt, dass er nicht leichtfertig mit solchen Aussagen umgeht.

Demnach habe ich furchtbare Angst vor dieser Hoffnung, weil es auch einfach Wunschvorstellungen sein können und wenn diese zerplatzen dann wird es erneut, wenn nicht sogar noch mehr, wehtun.

Du hast recht, was diese Gedanken anbetrifft, ich habe jede Menge davon und diese vermehren sich von ganz alleine.

Jede Nacht Albträume, in denen er mit seiner neuen Freundin ein glückliches Leben führt (Eifersucht, Angst).

Würde mich freuen, wenn Du mir etwas von deiner Geschichte erzählen würdest, wieso Du diesen Zustand kennst etc..

Vielen Dank für deinen Trost.

loewe1876
#10
Mein Ex weiß auch nicht mehr ob er mich liebt. Unsere Krise entstand aber daraus das wir unterschiedliche Zukunftsvorstellungen entwickelt haben, also keine Trauerarbeit. Ich habe die Hoffnung auch noch nicht aufgegeben weil das kann man erst wenn der andere sagt ich weiß jetzt das ich Dich nicht mehr liebe oder er hat sich solange nicht gemeldet das einfach totale Funkstille ist. Mein Ex ist vor drei Monaten ausgezogen und vor drei Wochen hatten wir den letzten Kontakt. Meine Hoffnung ist auch immer noch da, wir haben jetzt erstmal eine Trennung auf Zeit. Als er mir damals seine Zweifel mitteilte hat auch jeder direkt gesagt das er eine andere hat und bis jetzt hat es sich meines Wissens nicht bestätigt. Klar kann es sein aber wenn können wir eh nichts daran ändern und man sollte sich dann erst damit auseinander setzen wenn man es weiß. Mach Dir jetzt nicht noch mehr Gedanken als Du eh schon hast. Ich weiß das ist leicht gesagt mir passiert es auch immer wieder. Ich denke auch immer noch er kann das doch nicht ernst meinen es war doch eigentlich alles okay und die meisten Sachen haben gepasst, aber er ist jetzt erstmal weg. Ich habe mir vorgenommen noch etwas Zeit ins Land ziehen zu lassen und dann eine Entscheidung von Ihm zu fordern, wenn die bis dahin nicht von Ihm gekommen ist. Und glaub mir mit jedem Tag kommt ein bischen mehr Erkenntnis und Akzeptanz. Du schaffst das, ich finde du hast sehr erwachsen und vernünftig geschrieben, und leider können wir an der Situation nichts ändern, ich würde es auch gerne weil ich mich so schlecht und minderwertig fühle. Und mir ständig Vorwürfe machen was ich alles hätte besser gelassen oder anders gemacht hätte. Ich hoffe das er wieder kommt aber wenn nicht hat er mich nicht genug geliebt und mit so jemandem möchten wir doch auch nicht zusammen sein, oder? Man kann zwar nie verstehen warum diese Liebe nicht auf beiden Seiten gleich stark ist, weil ich würde mich nicht so schnell in die Flucht schlagen lassen wenn ich Probleme habe aber Männer machen da schonmal schnell dicht und versauen sich ( und uns) alles, aber nur wenn Sie aus eigenen Stücken zu uns zurück finden hat es meiner Meinung nach noch Zweck. Glaub mir unsere Krise dauert seit November und ich kann erst im Juli so abgeklärt darüber sprechen. Und trotzdem denke ich jede Sekunde an Ihn, aber es tut nicht mehr so weh und ich könnte ihn jetzt gehen lassen wenn er das unbedingt möchte. Also Du brauchst auch noch etwas Zeit, ich weiß blöder Spruch aber das ist das einzigste was hilft.

#11
Hallo Jane,

also ich bin nicht jemand der gerne und offen über Probleme und vor allem über privates erzählt.

In dieser Lebenssituation habe ich aber das dringende Bedürfnis mich zu öffnen, meine Trauer, meine Ängste etc. zu präsentieren (weshalb auch immer), was ich aber eigentlich damit sagen möchte ist, dass es mir GUT tut und ich dir nur raten kann es auch zu versuchen (hast nix zu verlieren, kannst aber etwas gewinnen + deine Worte: hier hören dir die Menschen zu).

Ich kann deine "Torschlusspanik" nachvollziehen.

Persönlich habe ich die Befürchtung, dass es nicht sehr viele PASSENDE "Kandidaten" auf dem freien Markt gibt.

In unserem Alter ist der größte Teil bereits vergeben oder emotional "geschädigt" oder geschieden oder oder oder.

Und wenn es da draußen wirklich NOCH EINEN passenden Deckel für uns gibt, ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich gering, diesen Deckel zu finden, noch unwahrscheinlicher ist es, dass dieser Deckel auch noch seinen passenden Topf sucht, oder nicht???

Ich kann mich aber auch täuschen (hoffentlich), da ich immer noch meinen Ex liebe und ihn für meine ergänzende Hälfte halte und überwiegend negative Gedanken meine Aussagen beherrschen.

Bin dir wohl keine gute Hilfe, sorry!

Aber wie Du lesen kannst, die Hoffnung stirbt als Letzte, ich hoffe, obwohl mir mein Ex zu verstehen gegeben hat, dass ich nicht hoffen soll.

Schriebe mir doch bitte deine Geschichte, natürlich nur wenn Du Lust hast!

Hoffentlich bis bald!

#12
Hallo loewe1876,

ich bin ganz deiner Meinung, dass wir nicht drängen sollten.

Ich lasse ihm, wie du auch, seine Zeit, "akzeptiere" seine Entscheidungen.

Befürchte aber, dass durch sein Verdrängen, sowie meine Nichtpräsenz, seine Zweifeln bestärkt werden.

Weiß aber natürlich auch, dass ich nix dagegen unternehmen kann.

Ich kann nur mich ändern, nicht aber die anderen.

Gleichzeitig stelle ich auch seine Person, seine Charakterstärke, Loyalität etc. in Frage.

Zudem hinterfrage ich meine Gefühle, hinsichtlich "passender Deckel", ein passender Deckel würde nicht mal eben so die Liebe (angeblich die Liebe seines Lebens) aufgeben.

Aber ist das wiederum nicht zu hart, sind wir nicht alle nur Menschen und sollten wir nicht die Menschen, die wir lieben, so lieben wie sie sind, mit all ihren Schwächen?!

Natürlich hat man nicht nur immer gute, glückliche Zeiten miteinander verlebt.

Aber, wenn das Gerüst (die Liebe) und so vieles mehr stimmt und vorhanden ist, dann gibt man das, doch nicht ohne weiteres auf ???

Für mich unverständlich.

Ich habe so viele Gedanken im Kopf, dass ich eigentlich gar nicht klar denken kann.

Bin total ambivalent. Meine Hoffnung wechselt sich mit meiner Trauer in regelmäßigen Abständen ab.

Mal ziehe ich alles idell in den Dreck, zweifle unsere Beziehung, unsere Liebe an und in der nächsten bin ich von dieser felsenfest überzeugt. Irre!!!

Und das schlimme ist, ich kann zweifeln oder hoffen so viel ich will, ich habe keinen Einfluß drauf, bin machtlos.

Er hat sich bereits entschieden, er will nicht mehr, also was soll der ganze s*****!! akzeptieren!!

Hoffe für dich, dass ihr noch zueinander finden werdet.

Schreibe bitte, wenn es so weit sein sollte, dann bekommen einige hier wieder einen Hoffnungsschub.

#13
Hi!

Zuerst: Ich habe leider auch keinen Rat für dich, wie du seine Einstellung für dich besser akzeptieren kannst, außer dass dir deiner Schilderung nach nichts anderes wird übrig bleiben. Er hat dir gesagt, dass es keine Hoffnung mehr gibt? Das ist eindeutig. Verlorene Liebe, das schmerzt bis in die tiefsten Tiefen, ich weiß das nur zu gut.

Ich habe eine Frage: Warum fühlst du dich von ihm belogen und betrogen?

Weil du die Entwicklung nicht hast kommen sehen? Er deiner Meinung nach keine Anzeichen dafür geliefert hat? Du für dich keine Chance/Gelegenheit gesehen hast, das ganze an einer Stelle zu kippen? Warum wirfst du ihm Unehrlichkeit vor? Das interessiert mich.

Persönlich habe ich die Befürchtung, dass es nicht sehr viele PASSENDE "Kandidaten" auf dem freien Markt gibt. In unserem Alter ist der größte Teil bereits vergeben oder emotional "geschädigt" oder geschieden oder oder oder.

Und wenn es da draußen wirklich NOCH EINEN passenden Deckel für uns gibt, ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich gering, diesen Deckel zu finden, noch unwahrscheinlicher ist es, dass dieser Deckel auch noch seinen passenden Topf sucht, oder nicht???
Deine Befürchtung teile ich. Auch nicht gerade toll, dir das jetzt zu schreiben, ich weiß, aber das hat mich persönlich gerade so angesprochen.

Gruß,

Marie

Jane
#14
hallo marie, hallo sorrow,

ich verstehe eure bedenken von wegen liebe des lebens und töpfchen und deckelchen. als jemand, der keinen liebeskummer mehr hat, möchte ich euch aber sagen, dass ihr euch nicht niedermachen lassen sollt von den dingen, die hier im forum berichtet werden. hier schreiben leute ihre probleme rein, bei denen es wirklich aus ist. denn wenn man wieder zusammenkommt,schreibt man hier nicht rein, oder? (hat es übrigens schon gegeben, im kein kotakt zum ex und durchhaltethread. manchmal geht es gut, manchmal nicht. genauso wie beziehungen, die noch nie auseinander gegangen sind.)

dieses forum ist der anlaufpunkt für menschen, denen es sehr mies geht. wenn es einem selber mies geht, hilft es einem zu sehen, dass es anderen genauso geht. man fühlt sich verstanden, tauscht gedanken aus.

aber irgendwann verliert man seinen liebeskummer und dann distanziert man sich vom forum oder schreibt aus neutralerer sicht hier rein. berichte von schrecklichem liebeskummer, betrug, trennung gibt es hier immer, weil immer wieder neue leute dieses forum finden. deshalb sollte man die geschichten von "der liebe meines lebens, die mich verließ" nicht als maßstab für die heutige gesellschaft nehmen. was man hier liste, ist sozusagen nicht repräsentativ.

oft sieht man die dinge anders, wenn der gröbste liebeskumemr weg ist. wenn man akut leidet, ist es immer der manndes lebens gewesen.

ich hatte nun zwei männer meines lebens. beide haben mich verlassen. beide passten in mein leben, blieben aber nicht mein ganzes leben bei mir. ich weiß zwar nicht, ob ich so jemanden noch mal finde, aber ich bin mir sicher, dass ich dann lieber solo bin als mit jemandem zusammen, von dem ich denke, dass er der mann meines lebens ist, und dabei alles tue, um den eindruck aufrechtzuerhalten. erst als ich mich in den zweiten mann verliebte, war mir klar, dass der erste nicht der mann des lebens war. als der zweite auch ging, frustrierte mich das natürlich total. mittlerweile finde ich den begriff einfach nicht gut, "mann des lebens". der mensch meines lebens bin ich. und wenn jemand kommt, der mich ergänzt, dann ist das prima. alles in allem bleibt es aber ein kompromiss, trotz aller seelenverwandschaft.

#15
Hi Jane!

Ich sehe es wie du, du hast gute und wahre Gedanken geschrieben, trotzdem denke ich, dass es schon sehr schwer ist, einen Menschen zu finden, mit dem man auf einer Wellenlänge liegt und ein Kompromiss überhaupt möglich ist. Mir geht es jedenfalls im Moment so. Deshalb zitierte ich den einen Absatz aus dem Thread. An Seelenverwandtschaft glaube ich nicht, Beziehung haben bedeutet immer auch Kompromisse eingehen. In den Grundansichten sollte man sich aber einigermaßen einig sein, finde ich, sonst geht's schief. Es gibt sicher nicht nur den EINEN Partner, ich finde es zur Zeit nur wahnsinnig schwer, überhaupt einen zu finden, der für mich Gefühle entwickeln kann und umgekehrt. Das FINDEN empfinde ich als Problem, nicht das was danach kommt.

Ja, du hast vollkommen Recht, man darf die Geschichten hier nicht als Maßstab für alles nehmen, geballtes Leid kann auch erdrücken und die eigene Sicht in eine Schieflage bringen.

Eigentlich geht es mir so gut und doch empfinde ich die Einsamkeit zeitweise als sehr stark. Ist schwierig zu erklären. Die Torschlusspanik ist einfach da bei mir und ich habe sie nicht immer im Griff, leider *lach* Ich sehne mich echt nach einem Freund, vermisse das. Tja, da ist guter Rat teuer, ich weiß auch nicht, wo die Single-Männer sich vor mir verstecken. Aber das führt jetzt zu weit.

Gruß,

Marie

Jane
#16
hallo marie, lies mal meinen post von eben in meinem thread "Mitdem Liebeskummer kam die Torschlusspanik zurück", da habe ich das, was du hier schreibst, gebündelt und latent verzweifelt klingend aufgeschrieben:-) Ich suche jetzt nicht mehr. Wenn es sein soll, dass ich mal ein Kind bekomme, dann freu ich mich. wenn der mann dazu mir treu ist und ich ihn lange lieben kann und er mich auch, dann ist das noch toller. aber so beschissen wie im moment gehts kaum noch. :schief: alles um mich herum heiratet und ist glücklich, viele viele Leute, die jünger als ich sind. und ich? lerne nur idioten kennen: und habe nen riesen hass auf meinen ex, der mich abgeschossen udn damit meine zukunftspläne durchkreuzt hat.

jetzt muss ich schon wieder selber über mich lachen :P

#17
Hallo marie,

ich weiß gar nicht, wie ich deine Fragen, ohne viel auszuschweifen, beantworten soll.

Zu Anfang unserer Beziehung hat mein Ex oft meine Loyalität und meine Beständigkeit in Frage gestellt, war jedoch von der eigenen überzeugt. Seine Worte: "auch wenn nur ein Funke der Liebe vorhanden ist, sollte man für diese kämpfen."

Du denkst dir jetzt bestimmt, okay was gibt es da nicht zu verstehen, der Typ hat die Beziehung beendet, das bedeutet also, es ist nicht eimal ein Funke der alten Liebe vorhanden, logisch!

Das habe ich selbstverständlich zur Sprache gebracht.

Seine Antwort, "Nach meiner Definition von Liebe (ich wusste nicht, dass unsere Def. von Liebe so auseinander klaffen) würde er mich immer noch lieben, doch hat er wohl MEHR als nur Liebe für mich empfunden und dieses "mehr", diese "Begeisterung" für meine Person, sei nicht mehr vorhanden." bla, bla, bla.

Was für eine Begeisterung?

Wir sind beide Psychologiestudenten, auch schon seit Jahren in diesem Bereich tätig und ausreichend über die Mechanismen informiert/aufgeklärt etc.+ ein gewisses Maß an Lebenserfahrung.

Darauf basiert meine Entäuschung, er weiß, dass die Liebe nicht immer gleichbleibend ist.

Sie verläuft in Wellen und Kurven.

Es gibt immer wieder Zeiten in denen man nicht so viel für den anderen empfindet und dann kommen wieder Zeiten in denen die Liebe sehr stark ist.

Wichtig ist dabei, welchen Stellenwert man der Liebe zugesteht.

Nur weil sich das Verliebtheitsniveau verändert, heisst dies nicht, dass dadurch die Beziehung weniger lebenswert ist (Begeisterung).

Ich weiß das und ich bin davon ausgegangen, dass ihm dieses auch klar sei (seine Aussage bzgl. der Liebe). So kann man sich täuschen.

An wessen Beständigkeit sollte man in diesem Fall zweifeln?!

Ich stelle seine Loyalität, Charakterstärke, sowie seine Authentizität und die damit verbunde Zusammengehörigkeit (Seelenverwandschaft) in Frage.

In unserer Beziehung ist wirklich nix ausschlagebendes vorgefallen, ich habe mich nicht verändert, er hat keine Seiten an mir entdeckt, welche er nie zuvor gesehen hat.

Wie rechtfertigt er seine Entscheidung? Die wahre Liebe aufgrund von äußeren Umständen aufzugeben, nicht mehr für diese zu kämpfen.

An diesem Punkt kommen mir dann die (mir fremden) Gedanken mit der anderen Frau.

Verdacht: seine Arbeitskollegin.

Er arbeitet 9 Stunden, 14 Tage im Monat mit dieser Person, die ihm ohnehin sympathisch ist. In schweren Zeiten hat sie ein offenes Ohr für ihn und kann ihm im Gegensatz zu mir Trost spenden etc., Gefühle entstehen....

Wenn ich diese Alternative in Betracht ziehe, dann weiß ich, dass ich mir hinsichtlich "zweite Hälfte" etwas vorgemacht habe.

So gesehen ist meine wahre zweite Hälfte irgendwo da draußen und sucht genauso verzweifelt nach mir :klatsch:

Ich könnte seitenlang jedes seiner ausgesprochenen Worte versuchen zu interpretieren und damit meine Entäuschung rechtfertigen, werde dich aber damit verschonen.

Um noch einmal auf die Seelenverwandschaft zurück zu kommen. Es ist klar, dass wir alle in der Zeit der Trauer, der Entäuschung und der Niedergeschlagenheit (Instabilität) wenig Hoffnung aufbringen können und die Selbstzweifel an uns nagen.

Doch auch wenn ich rational (bin nicht immer nur desolat) an die Auswahl denke, sehe ich schwarz.

Sicherlich haben sich meine Auswahlkriterien im Laufe der Zeit verändert, bloß ist das Anspruchsniveau nicht gesunken, sondern angestiegen.

Ich behaupte jetzt, dass ich kein "einfacher", anspruchsloser und kompromissbereiter Mensch bin.

Ich weiß ganz genau was ich von einem Partner erwarte, bin natürlich zu bestimmten Kompromissen bereit aber nicht zu sehr vielen.

Fangen wir einfach beim Grundgerüst an:

Ich habe aufgrund meiner vielen Jobs, mit sehr vielen Menschen Kontakt(aus den verschiedensten Bereichen/alle Altersklassen) und bin erst vor vier Jahren einem Menschen begegnet, dessen Grundgerüst dem meinem sehr ählich ist/war? (mein Ex).

Auch während unserer Beziehung bin ich keiner Person begegnet ,unabhängig vom Geschlecht, bei der das auch nur geringfügig ähnlich wäre (LEIDER).

Wie hoch ist da die Wahrscheinlichkeit??

Zweiter Punkt: Verfügbarkeit!

Natürlch gehört man mit seinen 30 Jahren noch nicht zum alten Eisen. Aber in dem Alter sind die meisten Menschen bereits in festen Händen, verheiratet und haben Kinder.

Jetzt sind wir bereits bei meiner Kompromißlosigkeit angelangt:

Ich möchte keinen Mann, der bereits eigene Kinder hat, geschieden würde ich akzeptieren ABER keine Kinder, nee, läuft nicht.

Also wie stehen meine Chancen??

Die anderen zur Verfügung stehenden Kandidaten

Muttersöhnchen, beziehungsunfähige Personen etc., tolle Aussichten.

Auch diese Liste könnte ich seitenweise weiter führen

ihr wisst was ich meine, täglich sehen wir dieses Dilemma.

Geben dennoch die Hoffnung nicht auf, richtig so!! Wird schon, Mädels!

#18
hallo ihr alle,

habe diesen thread aufmerksam durchgelesen und kann euch wirklich verstehen und mit euch mitempfinden, weil ich selber schon zweimal in dieser situation war oder gerade auch sogar bin.

zu dem topf mit dem deckel möchte ich dir sagen, liebe sorrow an hope, meinst du nicht auch, dass auf jeden topf nur ein deckel passt? so richtig und wie angegossen? vielleicht war es nicht der richtige deckel, sondern der kommt noch und zwar ganz sicher!!!

#19
Hey wie Du so schreibst verliert man ja wirklich den Glauben daran sich mal wieder neu zu verlieben und einen Partner finden zu können.

Jetzt geht es mir wieder richtig mieß :(

#20
hallo steffets,

falls du mich damit meinst, dann hast du mich wohl falsch verstanden, ich meinte damit, dass er wohl nicht der richtige war, sonst würde eine beziehung ja wohl kaum auseinandergehen oder? und ich meinte damit, dass der richtige (oder der nächste) partner mit 100%iger sicherheit kommen wird, auch, wenn man sich das im moment überhaupt nicht vorstellen kann,

lg

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