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Depression und Nähe?!?

9 Antworten1'881 AufrufeGestartet von JohnDoe ·

JohnDoeThemenstart
#1
Moin Moin allesamt!

So, nach vielem Mitlesen usw. suche ich hier auch Ratschläge. Ich hoffe, jemand kennt das/kann dazu seine Meinung schreiben, da mit diese Situation total unbekannt ist und ich ein wenig das Gefühl habe ohne Lageplan auf einem Mienenfeld meinen Nachmittagsspaziergang zu absolvieren...

Ich versuche die Vorgeschichte so kurz wie möglich zu halten.

Wir waren ca. 2 1/2 Jahre zusammen, trennten uns vor 2 Jahren, nicht aus tiefliegenden Problemen innerhalb unserer Beziehung, sondern weil sie mit Dingen aus ihrer Vergangenheit noch nicht abgeschlossen hatte. Der Kontakt nach der Trennung war sporadisch und nie persönlich (ich war dazu einfach nicht bereit), sondern nur per Mail, Telefon etc. jedoch von gegenseitigem Respekt und Zuneigung geprägt. Die Dinge ihrer Vergangenheit schlossen auch mit ein, das sie für einige Zeit ins Ausland ging, herauszufinden wie sie zu diesen Dingen steht.

Vor einem Monat kam sie zurück und nach einigen Gesprächen trafen wir uns. Für mich ging es hauptsächlich darum, einen Versuch zu starten, ob es nach dieser Zeit für mich möglich wäre eine Freundschaft aufzubauen oder nicht, da ihr Freundeskreis im Laufe der Zeit auch für mich wichtig geworden war und ich logischerweise nach ihrer Rückkehr so oder so auf sie treffen würde.

Es war ein sehr schöner Nachmittag, wir haben geredet, sind Essen gegangen und haben uns einfach sehr gut verstanden. Soweit war also alles o.k., ich war nach dem Treffen natürlich verwirrt - nach zwei Jahren des nicht Sehens ist das schon recht heftig, aber ich war nicht fertig und Minenfelder waren auch nicht wirklich in Sicht ;-)

Seit diesem Treffen hatten wir mehr Kontakt, trafen uns häufiger und, leider kann ich nichtmal genau sagen wie und wann, änderte sich die Stimmung zwischen uns. Es gab mehr "verbale" Nähe in unseren Gesprächen, ich war eben immer noch sehr "offen" für sie ;-) Wichtig für mich ist, das ich keinerlei schlechte Gefühle ihr gegenüber wegen der Trennung habe. Ich glaube, das es für uns beide eine w/richtige Zeit war, für sie vielleicht noch etwas wichtiger als für mich aber dennoch - eben wichtig. Da sie in einer anderen Stadt wohnt, kam es natürlich auch dazu, das sie bei mir / ich bei ihr über Nacht blieb was auch ok war. Wir waren brav, außer ein wenig "In den Arm nehmen" ;-)

Letztlich war das die Zeit, in der ich langsam aber sicher in das Minenfeld umzog denn ich merkte, dass ich micht wieder in sie verlieben würde bzw. schon hatte. nach einigen Gesprächen war deutlich, das sie sich zwar ihrer Vergangenheit gestellt hatte - was ich sehr bewundere - diese Auseinandersetzung ihr aber auch sehr viel Kraft abverlangt hat und sie mit einer ordentlichen Depression zurücklies.

Soweit die Situation zwischen uns beiden. Ich habe ihr nach einigem Überlegen dann eröffnet, wie es in mir aussieht, hauptsächlich um ihr eine Möglichkeit zu geben, mich besser zu verstehen, wenn ich mich mal wieder etwas sonderbar verhalte. Der Punkt ist, das auch sie durchaus mehr für mich empfindet, sie ebenfalls meine Nähe sucht und sich wohl fühlt wenn wir zusammen sind. Sie ist sich diesen Gefühlen aber nicht sicher, hat Angst mich zu verletzen und will zuersteinmal mit sich selbst zurechtkommen. Das ist völlig in Ordnung und richtig, mein Problem besteht nun eigentlich darin, wie ich mich ihr gegenüber am besten Verhalten soll. Letztlich ist es für mich wichtiger, das sie sich wieder wohl fühlt, zu dem Menschen werden kann, der sie sein möchte und einfach wieder mit sich und der Welt zufrieden ist, als das wir zusammen kommen. Und hier ist es nun: das Minenfeld. Ich möchte für sie da sein, da ich merke. das meine Nähe und unsere Gespräche ihr guttuen können was sie mir auch sehr deutlich gesagt hat. Ich habe ihr allerdings auch gesagt, das ich mich durch das Spannungsfeld zwischen "Ich liebe Dich" und "Ich weiß das im Moment andere Dinge wichtiger sind" manchmal etwas sonderbar verhalten werde. So z.B. letztes WE. Ich half bei ihrem Umzug, war drei Tage bei ihr, die entspannter und schöner für mich nicht hätten sein können und ihr ging es ähnlich. Am So. merkte ich allerdings, das ich die Grenzen, die sie z.Zt. für sich braucht, nicht mehr richtig einhalten konnte - ich suchte immer häufiger ihre Nähe. Eigentlich wollte ich die Nacht noch bei ihr bleiben, aber ich bekam Angst vor mir, eben diese Grenzen zu überschreiten und eins wollte ich wirklich nicht: ihr noch mehr Probleme bereiten als sie ohnehin schon hatte. Dies hab ich ihr gesagt und das es wohl besser sei, das ich fahre. Ich dachte ich mache das Richtige, dem war aber aus irgendeinem Grund nicht so. Es flossen Tränen ihrerseits und ich versuchte ihr nochmals klarzumachen, aus welchem Grund ich fahren wollte. Sie hatte deutlich gemacht, das sie nicht sofort wieder in eine Beziehung will und das sie nicht will, das alles so schnell geht. Das eben war mein Grund die Nacht nicht bei ihr zu bleiben. Wir redeten noch kurz und ich fuhr, wieder flossen Tränen. Und BINGO, ich hatte es geschafft mit einem Abend dieses Wochenende zu ruinieren. Danach hatten wir kurz nochmal Kontakt, der ihrerseits allerdings wesentlich distanzierter war. Nun also meine Frage: Was ist das beste für sie, wie soll ich mich verhalten. War jemend schonmal in einer solchen Situation? Soll ich sie in Ruhe lassen oder nicht? Wie gesagt, es geht mir nicht primär darum das am Ende eine Beziehung steht, sondern das ich für sie da sein kann, ihr helfen kann wenn sie es möchte.

Mooh, das war jetzt doch recht lang. Hoffe dennoch jemand liest dieses Pamphlet und hat noch ein paar Ratschläge übrig...

Alles Liebe

John

#2
Hallo Unbekannter,

ich antworte hier nicht mehr auf viele Fälle, aber deinr hat mich schon berührt. Es gibt nur wenige Menschen, die so aufeinander eingehen und sich um das Wohl des Anderen sorgen.

Die Frage hinter all dem Samaritertum ist (ich habe sie mir auch zu stellen): Wo bleibe ich selbst?

Deine tiefen Empfindungen für diese Frau sind in jedem Satz zu lesen und du biegst deine Gedankenwelt dahin zurecht, was für sie das Beste ist. Doch wo bleibst du in dieser Rechnung? Sicherlich bedeutest du ihr viel, sonst hätte sie nicht angefangen zu weinen, aber es ist an ihr, sich Dir zu öffnen. Du versuchst Tag für Tag ihre Gefühle, ihr Denken zu erraten. Aber leider sind wir nicht mit soviel Empathie gesegnet, dass wir Gedanken lesen können. Oftmals ist es so, dass wir überlegen was wir uns in dieser Situation wünschen würden und glauben, dass der andere ebenso empfindet. Leider kann diese Gleichung nicht aufgehen.

Was weißt du genau über ihre Depression? Vielleicht kann ich dazu noch etwas sagen.

Lieben Gruß

La_Penna

#3
Hallo La_Penna!

Zuerst einmal vielen Dank für Deine schnelle Antwort ;-)

Zu Deinem ersten Einwand, wo ich bei dieser Sache bleibe. Diese Frage ist sicherlich berechtigt und ich habe sie mir logischerweise auch gestellt. Die Antwort darauf ist eigentilch recht einfach: Ich habe diese Gefühle für sie und das ist zuersteinmal nichts schlechtes. Ich erwarte nichts von ihr, ich versuche nichts zu erhoffen. Sie hat am letzten WE einen Satz von einem Schrifsteller zitiert der sehr gut passte: "Ich erhoffe nichts, ich fürchte nichts, ich bin frei."

Dennoch macht das letzte WE deutlich, das wir alle unsere Grenzen haben, das die Ansprüche, die man an sich selbst hat in der Realität eben nicht so einfach zu leben sind. Dies kann aber nicht bedeuten, das man deswegen aufgibt. Ich fühle mich nicht schlecht, traurig wohl eher, aber hauptsächlich weil es ihr so schlecht geht. Als ich schrieb, das diese zwei Jahre für beide wichtig waren, meinte ich auch damit, das mir einige Dinge klar geworden sind. Ich liebe sie - dies war in verschiedenen Stärken wohl auch die letzten zwei Jahr so. Vermutlich wird auch immer ein tiefes Gefühl ihr gegenüber zurückbleiben. Das habe ich inzwischen einfach akzeptiert und es vermiest mir nicht mein Leben oder den Spaß den ich darin haben kann. Es ist eben so und ich kann es ohnehin nicht ändern. Es ist auch nur bedingt so, das ich versuche ihre Gefühle oder ihr Handeln zu interpretieren. Mir geht es auch hier mehr darum, was das was sie sagt und tut im Hinblick auf ihre Deperssionen zu bedeuten hat.

Was ich anscheinend ändern kann ist, das meine Nähe ihr in gewissen Grenzen hift einen ruhigeren Punkt zu finden, von dem aus sie wieder etwas Kraft sammeln kann, sich ihren Gedanken zu stellen.

Sie sagte mir am WE, das ich eigentlich der einzige Mensch sei, mit dem sie z.Zt. so offen reden könne. Und das bedeutet für mich auch eine gewisse Verantwortung (abgesehen davon, das es das schönste Kompliment wäre, was ich jemals bekommen habe, wenn es nicht so schade wäre. das dort nicht noch jemand anders ist, dem sie soweit vertraut)

Was ihre Depressionen angeht, so versuche ich so gut es geht einfach nur zuzuhören, sie nicht zu drängen mir zu erzählen, was mit ihr los ist. Das scheint soweit auch ok zu sein, die Gespräche darum werden länger und sie erzählt immer ein bischen mehr. Es äußert sich darin, das sie sich zumeist nicht wirklich auf Gespräche einlassen kann, dabei unkonzentriert ist und gedanklich immer wieder abschweift. Sie sagte, das ihr vieles im Moment einfach unglaublich unwichtig erscheint und nur wenige Dinge sie erreichen würden. Ein Satz, der mich besonders getroffen hat, war das sie das Gefühl hätte, ihr Augen seien tot und das schlimme daran ist, das dies manchmal wirklich stimmt. Zu sehen, das sich dies während der Zeit, die wir miteinander verbringen, ändert ist ein gutes Gefühl.

Sie hat auch manchmal Probleme mit größeren Menschenmengen z.B. volle Kneipen o.Ä. Sie sagte, das ihr einfach ihre Träume abhanden gekommen wären, was eigentlich genauso schlimm ist wie ihre "toten Augen".

Ich hatte selbst schon ausgiebige Depressionen und erkenne mich in vielem wieder, dennoch fällt es mir schwer einzuschätzen, was im Moment das Richtige ist. Sie in Ruhe zu lassen oder den Kontakt aufrecht zu halten, ihr zu zeigen, das es Menschen gibt, die ihren Wert zu schätzen wissen, auch wenn ihr genau dies im Augenblick schwer fällt....

Alles Liebe

John

#4
Hallo John,

ich habe mir grade deine Antwort durchgelesen und hoffe Dir im Laufe des Tages noch ausführlicher antworten zu können. Was deine Analyse bzw. auch die Selbstanalyse deiner Freundin betriff, wäre ich vorsichtig. Erfahrung mit Depression zu haben, ist ein Vorteil in dieser Situation, dennoch, so denke ich, bedarf es einen Außenstehenden, der (wie wir hier) ohne persönliche/mentale Bindung zu der Person die Depression behandelt.

Ich bin keine Psychologin, doch in mir schrillen Alarmglocken, wenn sie einerseits behauptet frei sein zu wollen und andererseits von "toten Augen" spricht.

"Ich erhoffe nichts, ich fürchte nichts, ich bin frei." sind für mich Worte des Abschieds und nicht Worte der Zukunft.

Ich will nichts dramatisieren. Ich weiß, dass ich dazu neige und ich kenne euch nicht.

Lieben Gruß

La_Penna

#5
Hallo JohnDoe!

Da ich mich schon eine etwas längere Zeit hier herumtreibe im Forum, kam mir Dein Name doch glatt bekannt vor ;)

Deine Exfreundin ist ins Ausland gegangen... Ich glaube, das hattest Du damals nicht erzählt, oder? Ich erinnere mich daran, dass ihr Exfreund aufgetaucht war und sie nochmal mit ihm zusammen war. Ist sie das noch? Oder ist sie alleine zurückgekommen?

Ich denke, dies sind sehr wichtige Punkte... Wie Du ihren derzeitigen Zustand schilderst, hat sie etwas wirklich Schlimmes erlebt. Sie klingt aus Deinem Bericht sehr scheu und darauf bedacht, Distanzen zu wahren. Ich möchte Dir keine Angst machen, aber so, wie es durchklingt, hört es sich an, als bräuchte sie vor allem Erholung und Friede.

Alles Gute wünsch ich Dir,

lg

Nimriel

#6
Es ist wirklich schön, wie schnell sich hier liebe Menschen finden, die sich Zeit nehmen, sich die Probleme von anderen anzuhören und auch helfen wollen. Dafür schonmal vielen Dank!!!

Was deine Analyse bzw. auch die Selbstanalyse deiner Freundin betriff, wäre ich vorsichtig. Erfahrung mit Depression zu haben, ist ein Vorteil in dieser Situation, dennoch, so denke ich, bedarf es einen Außenstehenden, der (wie wir hier) ohne persönliche/mentale Bindung zu der Person die Depression behandelt.
Damit versuche ich auch vorsichtig zu sein und ist für mich auch der Hauptgrund hier nach Ratschlägen / Meinungen zu fragen. Das meine Erfahrungen nicht mit den ihren zu vergleichen sind ist mir sehr klar. Daher ja auch meine Unsicherheit, wie ich mich verhalten soll. Was die Behandlung angeht, so ist sie glücklicherweise entschlossen eine Therapie zu versuchen. Die Bereitschaft dazu ist für mich schon ein sehr gutes Zeichen!

"Ich erhoffe nichts, ich fürchte nichts, ich bin frei." sind für mich Worte des Abschieds und nicht Worte der Zukunft.
Nun, für mich sind es eher Worte die einerseits zeigen wie sehr sie sich nach innerer Ausgeglichenheit sehnt und andererseits auch ein tiefes Verletzsein äußern.

Wie Du ihren derzeitigen Zustand schilderst, hat sie etwas wirklich Schlimmes erlebt. Sie klingt aus Deinem Bericht sehr scheu und darauf bedacht, Distanzen zu wahren. Ich möchte Dir keine Angst machen, aber so, wie es durchklingt, hört es sich an, als bräuchte sie vor allem Erholung und Friede.
Und das ist es, was mir dieses Minenfeld bereitet. Es ist beileibe nicht so, das ich ständig den Kontakt zu ihr suche. Ich lasse ihr ihre Ruhe und in mir reift die Entscheidung sie auch jetzt erstmal nicht mehr zu kontaktieren. Aber hier liegt die Cruz: Ich möchte nicht das Gefühl vermitteln ich sei enttäuscht, hätte mehr von ihr erwartet, mehr Nähe oder eine weitergehende Initative ihrerseits was uns beide angeht - denn dem ist nicht so. Ich habe keine großen Illusionen was uns beide angeht, was nicht bedeutet, das ich nicht sehr intensive Gefühle ihr gegenüber habe. Das diese noch nicht oder nie wieder erwidert werden ist sicher alles andere als schön, aber wie schon geschrieben, das habe ich, soweit das geht, akzeptiert und mich mit diesem Gefühl in mir arrangiert. Es ist eben etwas, was mich noch sehr lange begleiten wird und es ist auch etwas, was nur mich etwas angeht.

Ich will ihr einfach nicht das Gefühl geben, das sie schon wieder von einen Menschen , der ihr wichtig ist, einfach im Stich gelassen wird. Die Erfahrungen, die sie in Ausland erleben musste waren nur begrenzt Teil unserer Gespräche, da ich sie nicht drängen werde etwas zu erzählen und sie eben nur auszugsweise davon berichtet hat. Sie hat sich in dieser Zeit wohl sehr in sich zurückgezogen, ein "Einsiedler Leben" geführt (O-Ton). Zurückgekommen ist sie alleine, im Gepäck allerdings eben diese Gefühle.

Also, so sieht es eigentlich aus: Ich bin durchaus bereit, sie wieder komplett in Ruhe zu lassen wenn diese Entscheidung für sie gut und richtig wäre. Es geht mir nicht darum, meine Bedürfnisse zu behandeln, denn da kann sie mir eigentlich nicht helfen. Dies sind Dinge die ich mit mir klären muss. Kann ich eine Hilfe bei ihren Problemen sein oder bin ich ein Teil ihres Problems. Das einzuschätzen fällt mir schwer. Sollte das zweite der Fall sein, werde ich der erste sein, der wenigstens diese Probelm löst...

Alles Liebe euch beiden und vielen Dank für eure Gedanken!!!

John

mimifix
#7
Hallo JohnDoe!

im Prinzip möchte ich einfach nur einen Dank ausstossen, dass Deine Schilderung mir in meinem eigenen "Zustand" sehr geholfen hat!

Muss kurz ausholen um meine pesrsönliche Fachlickeit vorzuweisen 8o : Ich bin frisch getrennt von dem Mann den ich bis über alle Grenzen seit 2 Jahren liebe - viel Pathos - iss aber so. Er ist vor 5 Jahren depressiv geworden und in unterschiedlicher therapeutischer Behandlung gewesen.

Als ganz knappes Fazit verbleibt: Er konnte mir nie wirklich Raum in seinem Leben geben auch wenn er mich nach seiner Aussage so liebt, dass er es nicht für möglich gehalten hat. Ich habe versucht mich und mein Verhalten hin- und herzujustieren, so dass ein Uns schön oder für beide zumindest "erträglich" war. Zum Ende hin eine Beziehung zwischen von größter mentaler Intimität und exsessiver Abstossung. Wir sind beide jetzt energetisch vollkommen erschöpft und es geht einfach nicht mehr.

Ich werde mich jetzt hinsetzen und nur mich hinterfragen. Eine der Punkte wird sein, dass ich auf einen anderen nur insoweit eingehen werde können, wie ich selbst bei MIR bin. Ich habe festgestellt, dass er in dem Verhalten, dass mich irritiert oder sogar unwillentlich verletzt im Prinzip ein Spiegel dessen ist was ich bin ... <- also dass ist ein Thema für ca 1098 Seiten. Wollte Dir eine möglichen Hingucker geben.

Alles Liebe und Danke ;)

#8
Hallo Mimifix!

Tut mir leid zu lesen, wie lange es Euch zwischen Hoffen und Bangen hin und hergerissen hat. Menschen sind schon so nicht leicht zu verstehen, eine Depression macht die ganze Sache einfach nicht leichter. Ich kann aus meiner Situation nachvollziehen, wie viel Kraft auch beide diese Zeit gekostet haben muss - und leider ist jeder Mensch eben nur bis zu einem gewissen Punkt belastbar. Entweder man kann diese Belastung, wie auch immer, in den Griff bekommen - oder etwas zebricht.

Ich hoffe, das eure Entscheidung die Richtige war, wobei es sich bei Deiner kurzen Schilderung eher so anhört, als sei kein anderer Ausweg mehr geblieben.

Was mit sehr große Schwierigkeiten in meiner jetzige Situation bereitet, ist die Tatsache, das ich mich oft sehr egoistisch fühle und wohl auch bin, wenn mir trotz aller Vorsätze wiedermal der Gedanke an ein WIR durch den Kopf schwirrt. Dies kann und darf zur Zeit einfach nicht der primäre Gedanke sein.

Mir bleibt die Frage: kann ich zur Zeit überhaupt der Mensch sein, der ihr zur Seite steht oder verschlimmere ich die Situation einfach nur...

Sinnierend

John

#9
hallo john,

du bist nicht egoistisch! ganz im gegenteil! ich finde es bewundernswert ... und es spricht für deinen (wahrscheinlich) guten charakter, dass du dir so viele gedanken um IHR wohl machst ... und du dich selbst dabei eigentlich nach ganz hinten stellst.

mit depressionen habe ich zwar keine direkte erfahrung, aber hatte mal einen kumpel ... keiner wusste, wie es in ihm aussah ... er war nur immer stiller geworden ... bis er sich irgend wann auf die gleise gelegt hat. erst viel später stellte sich heraus, dass er schlimm depressiv war ... es ist damals wahrscheinlich niemand für ihn da gewesen ...

aber du bist da und kümmerst dich um sie. ich denke, nachdem ich deine geschichte hier so verfolge, dass du der einzig wichtige halt in ihrem leben bist. wenn du dich jetzt zurückziehst und sie sich selbst überlässt ... vielleicht rutscht sie dann erst recht in noch schlimmere depressionen ab?

es wäre echt gut, wenn sie es mal mit einer therapie versucht. schaden kann's doch bestimmt nicht.

gruß,

elles.

#10
Hey JohnDoe,

vielen Dank für Deine liebe Unterstützung!!! Du hast alles das geschrieben was ich nicht in Worte fassen konnte, Du hast mir sozusagen aus dem Herzen gesprochen! Vielen, vielen Dank!

Das finale Ende kam heute, Du kannst es selbst in meinem Forum lesen......

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