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"der Ablenk-Thread"

10 Antworten1'962 AufrufeGestartet von muci ·

muciThemenstart
#1
Hallo,

nachdem hier so viele Leute trauern, Zeit zählen und dringend auf andere Gedanken kommen müssen, dachte ich, wir tragen mal alle zusammen was uns so weiterhilft beim "über den Partner hinwegkommen".

Natürlich gehört Trauer dazu, aber irgendwann muss ja auch gut sein. Wenn ich in ein Depri-Loch falle, hilft schon ne kleine Ablenkung um mich da wieder rauszuziehen.

Also: gestern wollte ich ihm schon fast mailen, dann bin ich zur Tankstelle gefahren und habe mein ganzes Auto von oben bis unten geputzt, gesaugt, gewaschen. Nach 1,5 Std wollte ich ihm nicht mehr mailen und habe mich über mein schönes Auto gefreut.

Heute Abend habe ich ein Date mit einer alten Flamme, da freu ich mich auch schon riesig drauf. Und wenn ich mal traurig werde denke ich an heut Abend.

Ausserdem habe ich mir ein neues Handy bestellt und kann es kaum erwarten bis es kommt. Ich halte mich einfach so mit kleinen Freuden über Wasser, so kann ich nicht zu traurig oder deprimiert werden.

Was macht ihr zur Ablenkung?

Kopf hoch an alle!

#2
für mich gibt es viele ablenkungsmöglichkeiten!

hier einige: sport treiben, motorradfahren, arbeiten, feunde treffen, aufräumen (ich hasse das! :tongue: ) raus in die natur.

im moment arbeite ich wie ein blöder und sonst treibe ich sport, wenn es das wetter zulässt.

gruesse

dean

#3
raus, unter leute, mit freunden was unternehmen, sich selber was gutes tun, sich selber mal beschenken, kleine wertschätzungen sich selber entgegenbringen, etwas neues beginnen (neues hobby oder sowas), in urlaub fahren, städtetrips unternehmen, neues entdecken, vielleicht (je nach gemütszustand und stabilität der seele) nicht unbedingt mit frisch verliebten päärchen rumziehen, viel mit freunden reden, schreibts euch von der seele, wenn euch das hilft und liegt

********

einfach alles tun um auf andere gedanken zu kommen und nicht zu hause sitzen und trauern und versuchen, sich nicht selber zu bemitleiden. das nützt einem selbst nichts und bringt ihn oder sie auch nicht zurück!

aber ich weiss auch, dass es oftmals einfach gesagt als gemacht ist, da brauchts manchmal nen schubs von jemanden oder einer der einem einen tritt in den a*** gibt, damit man aufwacht und wieder ZU LEBEN anfängt!

allen viel glück, energie & power um all die kleineren und grösserern hürden zu bewältigen, die einem das leben und die liebe manchmal bescherrt!

:schmatz:

fagerli

#4
Vielleicht habt ihr ja auch noch konkrete Beispiele, bzw Beispiele aus eurem Leben.

Am WE habe ich einen guten Freund zu mir eingeladen und habe uns mit einem riesen Menue verwöhnt und ganz groß aufgekocht. Hatten einen super Abend!

#5
ich bin letzen samstag mit meinem göttikind (zwei monate) unterwegs gewesen. ich habe es ne stunde in der gegend rumgeschoben in ihrem wagen und habe mit ihrer mutter diskutiert.

für mich war das sehr schön.

#6
Ich denke fragerli und dean haben es schon gut beschrieben.

Ich möchte nur hinzufügen, dass Ablenken alleine es nicht bringt. Das Thema wird dann nur verdrängt. Eine Auseinandersetzung ist schon wichtig und jeder braucht da so seine Zeit für.

Was ich immernoch am Besten finde ist Sport und etwas, wobei ich produktiv bin.

Jetzt nichts besonders geistig anstrengendes, aber schon so, dass ich mit den Gedanken bei der Sache sein muß und am Ende auf meine Arbeit sehen kann.

Putzen ist mir da leider etwas zu stupide.

Aber das Aufarbeiten von Möbeln z.B. oder das Malern einer Wohnung, IKEA-Möbel aufbauen :super: ... das bringt es meiner Meinung nach.

Shoppen, Clubbesuche usw. finde ich hingegen frustrierend, weil ich mir in so einer Lebensphase entweder selbst nicht gefalle (sprich mit keine Klamotten an mir gefallen) und ich mich auch nicht einer "Wertungsschau" in einem Club/einer Disco unterziehen will, dass Selbstvertrauen ist in so einer Phase angeknacks genug.

Lieben Gruß

La_Penna

#7
ich nutze das Gefühl das ich zur zeit durch die trennung habe und in dem ich mich recht wach erlebe auch um ein paar dinge auf der gefühlsschiene zu lösen wo es die letzten Wochen mit bekannten und freunden gehackt hat.

die phase wo ich mich übereifrig auf hobby und job gestürzt habe flaut ab und hinterlässt eine dankbarkeit für die ablenkung die ich da erlebt habe.

Zur Zeit ist aber bei scheinbar eine echte trauer wichtig um mal an meine gefühle ran zu kommen.

#8
du hast es schon richtig beschrieben, la_penna, das jeder sich auch die zeit nehmen sollte, sich mit der trennung und dem neuen lebensabschnitt auseinanderzusetzen.

es tut auch gut, wenn man sich nach einem schlussstrich zwei drei tage frei nimmt und eifach zuhause hockt, sich die augen aus dem kopf heult und sich dem schmerz völlig hingibt. ich könnte auch nicht am nächsten tag unter leute, denn ich wäre auch keine gute gesellschaft!

zeit zum trauern ist also gut, aber nach spätestens einer woche (meiner meinung nach!) sollte man versuchen sich selbst wieder auf die lebensschiene zurückzulenken. denn von da an verläuft die trauer in zunehmendem selbstmitleid und hat nicht mehr viel mit dem eigentlichen schmerz der trennung zu tun. ab diesem zeitpunkt tauchen dann fragen auf wie "wieso immer ich" / "wieso hat er/sie mir das angetan"/"was habe ich falsch gemacht" etc. und je länger man darüber nachdenkt, desto eindeutiger findet man, dass man alleine schuld ist an der trennung.

deswegen hier einen cut setzen und die zahlreichen ableknungsmanöver aufschalten und wieder versuchen zu leben!

Joule
#9
Mein Problem ist meistens, dass ich wütend auf mich selbst bin, dass ich mich nicht selbst dazu kriegen kann ihn zu vergessen und mich wichtigeren und sinnvolleren Themen zu widmen. Das einzige, dass dagegen hilft ist rennen bis ich nicht mehr kann. Wirklich. Ich bin icht sehr sportlich oder masochistisch veranlagt und es geht auch nicht darum abzunehmen oder so etwas. Es geht mir nur darum das Gefühl der Selbstkontrolle zurück zubekommen. Ich weiß nicht ob man das Ablenkung nennen kann aber es ist, das Beste was mir hilft.

#10
Ich finde auch einmal tief durchatmen ganz gut. Und beim ausatmen alles schlechte raus. Das mach ich immer beim aufwachen. Wenn man gerade noch ganz schläfrig und zufrieden ist und plötzlich kommt die Panik und der Gedanke "Oh Gott, wir haben uns wirklich getrennt." Tief durchatmen, dann gehts mir immer besser.

#11
als ich frisch getrennt war, hat sich kurze zeit später die freundin von einem meiner besten kollegen getrennt... wir waren beide sehr traurig darüber, haben aber dann ausgemacht, dass er mich besuchen kommt. waren dann essen, haben bei mir zu hause angefangen zu trinken und sind in ne disco um weiter zu trinken... wir haben natürlich auch lange darüber geredet, wies uns geht und was so speziell an unseren exen war... aber wir hatten dann auch riiiisenparty! :party:

denke es ist wirklich wichtig, freunde zu haben, mit denen man reden aber auch spass haben kann.

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