Der Raum
11 Antworten2'869 AufrufeGestartet von Shinon ·
ShinonThemenstart
Ja, ich denke immer noch an dich. Täglich. Seit zwei Monaten ist jedes Wort erloschen, wie eine Kerze, die zu Ende gebrannt hat. Die Rauchschwaden hängen noch in diesem Raum und dein Parfum hat seine Kraft noch nicht ganz verloren. Die Türe ist zu, verschlossen und verhangen mit Ketten.
Aber ich habe ein Fenster geöffnet damit der Rauch und diese Parfum diesen Raum verlässt. Ein schwüler Wind durchströmt den Raum und lässt mich wissen: Es ist eine Sommernacht in der ich versuche, dich zu vertreiben, wie einen bösen Geist. Doch irgendwie schaffe ich es nicht, all diese Düfte los zu werden, sie zu entfernen, denn sie haben sich im Vorhang fest gefangen, obwohl dieser zu Boden gefallen ist, sie haben sich in den Teppich, in das Bettlaken festgekrallt; sie wollen dich zurück, dich wieder sehen.
Dafür ist aber keine Zeit mehr, denn sie ist für uns abgelaufen, dennoch wollen sie es nicht wahr haben. Ich ergreife die Flucht, nehme noch einen einzigen Atemzug der mich nochmal deinen süßlichen Duft inhalieren lässt. Ich steige auf den Fenstersims, blicke nicht mehr zurück und springe. Es ist ein langer, bodenloser Flug, den ich auf mich nehme. Ich schreie nicht, sehe das Fenster, das sich immer weiter entfernt und plötzlich...
Plötzlich lande ich. Nicht wie vermutet ein harter Aufschlag, nein. Es ist dunkel um mich, bis wenige Augenblicke danach ich mich sammeln kann, jemand nach einem Streichholz greift und eine neue Kerze entzündet. Das Licht, das entfacht wird ist heller, als das andere zuvor und es leuchtet kräftiger als alles zuvor.
Ich spüre die intensive Wärme, das Lächeln, das sich in diesem Licht widerspiegelt und ich weiß: Ich bin nicht tot, ich bin wieder geboren. Sie nimmt meine Hand und es beginnt ein neues Leben.
Quelle: von mir selbst
Aber ich habe ein Fenster geöffnet damit der Rauch und diese Parfum diesen Raum verlässt. Ein schwüler Wind durchströmt den Raum und lässt mich wissen: Es ist eine Sommernacht in der ich versuche, dich zu vertreiben, wie einen bösen Geist. Doch irgendwie schaffe ich es nicht, all diese Düfte los zu werden, sie zu entfernen, denn sie haben sich im Vorhang fest gefangen, obwohl dieser zu Boden gefallen ist, sie haben sich in den Teppich, in das Bettlaken festgekrallt; sie wollen dich zurück, dich wieder sehen.
Dafür ist aber keine Zeit mehr, denn sie ist für uns abgelaufen, dennoch wollen sie es nicht wahr haben. Ich ergreife die Flucht, nehme noch einen einzigen Atemzug der mich nochmal deinen süßlichen Duft inhalieren lässt. Ich steige auf den Fenstersims, blicke nicht mehr zurück und springe. Es ist ein langer, bodenloser Flug, den ich auf mich nehme. Ich schreie nicht, sehe das Fenster, das sich immer weiter entfernt und plötzlich...
Plötzlich lande ich. Nicht wie vermutet ein harter Aufschlag, nein. Es ist dunkel um mich, bis wenige Augenblicke danach ich mich sammeln kann, jemand nach einem Streichholz greift und eine neue Kerze entzündet. Das Licht, das entfacht wird ist heller, als das andere zuvor und es leuchtet kräftiger als alles zuvor.
Ich spüre die intensive Wärme, das Lächeln, das sich in diesem Licht widerspiegelt und ich weiß: Ich bin nicht tot, ich bin wieder geboren. Sie nimmt meine Hand und es beginnt ein neues Leben.
Quelle: von mir selbst
Kiss the rain
Du unterschlägst meine Gefühle. Du verbirgst, was dein wahres Gesicht ist. Du baust Mauern um dich herum, als wäre die Eroberung dieser eine Lebensaufgabe für andere.
Du schweigst, weil du glaubst, damit vernichtest du dich nicht selbst. Auf der Suche nach Hie und Da, auf der Suche nach Geborgenheit und angreifbarerer Verletzlichkeit bewegst du dich unweigerlich zwischen diesen Welten; nicht zu viel, nicht zu wenig.
Aber es stehen Menschen in diesem "Dazwischen" die Antwort fordern, weil sie ihre Existenz mit leeren Worten bedroht sehen. Jedoch die Zeit hat gezeigt, dass in erster Linie dein Wohlbefinden das Wichtigste ist. Und so hat die Erfahrung gezeigt, dass du ein Mensch zu sein scheinst, der zwar nach Hilfe lechzt, aber dennoch die Kraft aufbringt diese Fassade aus Ignoration aufzubauen.
Und deswegen küsse ich jetzt den Regen, der zwar bitter schmeckt, aber ich die Gewissheit habe: Diese Wolken ziehen an mir vorbei und werden noch in so mancher Stunde mein Dasein verwaschen. Aber irgendwann, irgendwann werden die Wolken das Weite suchen und verstehen, dass ich sie nicht mehr brauche. Es wird dann keinen Grund mehr geben, schwach zu werden sondern mit jeglichem Mut dagegen zu stehen.
Kiss the rain.
Du unterschlägst meine Gefühle. Du verbirgst, was dein wahres Gesicht ist. Du baust Mauern um dich herum, als wäre die Eroberung dieser eine Lebensaufgabe für andere.
Du schweigst, weil du glaubst, damit vernichtest du dich nicht selbst. Auf der Suche nach Hie und Da, auf der Suche nach Geborgenheit und angreifbarerer Verletzlichkeit bewegst du dich unweigerlich zwischen diesen Welten; nicht zu viel, nicht zu wenig.
Aber es stehen Menschen in diesem "Dazwischen" die Antwort fordern, weil sie ihre Existenz mit leeren Worten bedroht sehen. Jedoch die Zeit hat gezeigt, dass in erster Linie dein Wohlbefinden das Wichtigste ist. Und so hat die Erfahrung gezeigt, dass du ein Mensch zu sein scheinst, der zwar nach Hilfe lechzt, aber dennoch die Kraft aufbringt diese Fassade aus Ignoration aufzubauen.
Und deswegen küsse ich jetzt den Regen, der zwar bitter schmeckt, aber ich die Gewissheit habe: Diese Wolken ziehen an mir vorbei und werden noch in so mancher Stunde mein Dasein verwaschen. Aber irgendwann, irgendwann werden die Wolken das Weite suchen und verstehen, dass ich sie nicht mehr brauche. Es wird dann keinen Grund mehr geben, schwach zu werden sondern mit jeglichem Mut dagegen zu stehen.
Kiss the rain.
Sehr schön geschrieben und umschrieben.....bravo
@ pitsch: Quelle bin ich selbst.
Lg Shinon
Lg Shinon
Kiss the rainWow!Ich bin kein freund von soetwas...aber es hat mir gerade den Atem geraupt.Einfach nur wunderschön
Du unterschlägst meine Gefühle. Du verbirgst, was dein wahres Gesicht ist. Du baust Mauern um dich herum, als wäre die Eroberung dieser eine Lebensaufgabe für andere.
Du schweigst, weil du glaubst, damit vernichtest du dich nicht selbst. Auf der Suche nach Hie und Da, auf der Suche nach Geborgenheit und angreifbarerer Verletzlichkeit bewegst du dich unweigerlich zwischen diesen Welten; nicht zu viel, nicht zu wenig.
Aber es stehen Menschen in diesem "Dazwischen" die Antwort fordern, weil sie ihre Existenz mit leeren Worten bedroht sehen. Jedoch die Zeit hat gezeigt, dass in erster Linie dein Wohlbefinden das Wichtigste ist. Und so hat die Erfahrung gezeigt, dass du ein Mensch zu sein scheinst, der zwar nach Hilfe lechzt, aber dennoch die Kraft aufbringt diese Fassade aus Ignoration aufzubauen.
Und deswegen küsse ich jetzt den Regen, der zwar bitter schmeckt, aber ich die Gewissheit habe: Diese Wolken ziehen an mir vorbei und werden noch in so mancher Stunde mein Dasein verwaschen. Aber irgendwann, irgendwann werden die Wolken das Weite suchen und verstehen, dass ich sie nicht mehr brauche. Es wird dann keinen Grund mehr geben, schwach zu werden sondern mit jeglichem Mut dagegen zu stehen.
Kiss the rain.
@ dmdwt
Ich danke dir. Diese Worte bedeuten mir sehr viel.
Ich danke dir. Diese Worte bedeuten mir sehr viel.
Hier, an diesem elektrisierendem Ort liest du nach, wo Gesichter zu Schatten und Schatten zu Gesichtern werden. Mag sein, über Pseudonyme versteckt, so erscheint mir dein Name mehr als Mysterium, als etwas in meinem Leben, das ich gelebt und geliebt, gelebt und gehasst habe und als Schatten meiner selbst hoch halte, ja sogar, als wärst du das Unerreichbare, das es zu erreichen gilt. Womöglich könntest du mir den Unterschied zwischen diesen beiden Dingen erklären, ich meine wenn man es von den Lippen lässt: "Ich liebe dich" und wenn man bebend schwört: "Ich hasse dich", aber wo dieser abgesägte Baumstumpf in meinen Gedanken steht, steht auch mein Wunsch nach Gleichgültigkeit.
Und ist es diese Gleichgültigkeit, die ich beschwöre und herbei wünsche? Der Spiegel, den man mir vor das Gesicht hält, lässt wissen, das dem nicht so ist. Ich kann nicht so tun, so jeden Schritt nach dem anderen setzen, ohne dass du mich irgendwie daran hinderst. Nein Liebes, ich falle wegen dir nicht mehr hin: von Taumeln und Träumen spreche ich; Träumen daher, weil Zukünftiges anders ausgesehen hätte können und Taumeln, weil ich in dir jenes Gleichgewicht sah, dass uns beide am Boden festgehalten hätte.
Aber nichts scheint, wie es zu scheinen gab; Licht als Fremdwort und Schatten als Synonym unserer gemeinsamen Beziehung.
Quelle: von mir selbst
Und ist es diese Gleichgültigkeit, die ich beschwöre und herbei wünsche? Der Spiegel, den man mir vor das Gesicht hält, lässt wissen, das dem nicht so ist. Ich kann nicht so tun, so jeden Schritt nach dem anderen setzen, ohne dass du mich irgendwie daran hinderst. Nein Liebes, ich falle wegen dir nicht mehr hin: von Taumeln und Träumen spreche ich; Träumen daher, weil Zukünftiges anders ausgesehen hätte können und Taumeln, weil ich in dir jenes Gleichgewicht sah, dass uns beide am Boden festgehalten hätte.
Aber nichts scheint, wie es zu scheinen gab; Licht als Fremdwort und Schatten als Synonym unserer gemeinsamen Beziehung.
Quelle: von mir selbst
Schatten neigen sich dem Ende zu. Klärende Bilder durch nebelige Schwaden, die den Raum verzerren - ich bin im Traum und bekämpfe ihn.
Du und dieser andere - bitte hör zu, hör auf mich: Lass dich nicht ein und geh nicht aus, mit ihm, dieser zwielichtigen Gestalt. Du und ich, wir konnten es besser, waren die Helden der Nacht, wenn drohend und ermahnend andere Geister um uns und in unserem Leben standen. Und nun bin ich einer dieser Geister, der wahr nimmt, dass etwas nicht in Ordnung ist, bin Teil dieses Traums, der Gegenwärtiges und Zukünftiges glaubt zu sehen. Ein Schreiben, das du lesen musst.
Ich weiß: Es ist nicht das Zurück, das du willst, ich weiß, das ist nicht die Frage, die sich stellt. Ich kann mir dennoch keine Antwort darauf geben, weshalb ich dir noch nahe stehe.
Pass auf dich auf, ich wache auf - ich hab dich gespürt.
Du und dieser andere - bitte hör zu, hör auf mich: Lass dich nicht ein und geh nicht aus, mit ihm, dieser zwielichtigen Gestalt. Du und ich, wir konnten es besser, waren die Helden der Nacht, wenn drohend und ermahnend andere Geister um uns und in unserem Leben standen. Und nun bin ich einer dieser Geister, der wahr nimmt, dass etwas nicht in Ordnung ist, bin Teil dieses Traums, der Gegenwärtiges und Zukünftiges glaubt zu sehen. Ein Schreiben, das du lesen musst.
Ich weiß: Es ist nicht das Zurück, das du willst, ich weiß, das ist nicht die Frage, die sich stellt. Ich kann mir dennoch keine Antwort darauf geben, weshalb ich dir noch nahe stehe.
Pass auf dich auf, ich wache auf - ich hab dich gespürt.
Niemand kann es aufhalten,
nichts kann sich in mir dagegen wehren,
denn solange du mich fängst,
fängst mit diesem Blick
solange du mich mit diesen Augen gefangen hältst,
kann ich versuchen und dabei verzweifeln,
kann ich ausweichen und dabei nur mich selbst belügen,
kann ich nur verrückt und gleichzeitig bei Sinnen sein
Niemand kann sich in den Weg stellen,
nichts vermag es, mich abzubringen,
denn solange du mich fliegen lässt,
fliegen mit diesem Gefühl,
solange du mich trägst,
kann ich versuchen und dabei verzweifeln,
kann ich ausweichen und dabei nur mich selbst bleügen,
kann ich nur verrückt und gleichzeitig bei Sinnen sein
Niemand kann mir helfen,
nichts kann Wahrer sein, als diese Zuneigung,
denn solange du mich dich lieben lässt,
lieben, als jener Mensch der du wirklich bist,
solange kann ich ans Ende der Welt gehen.
Für uns.
Quelle: Ich selbst. Das war für dich. Danke für die letzten Wochen...
nichts kann sich in mir dagegen wehren,
denn solange du mich fängst,
fängst mit diesem Blick
solange du mich mit diesen Augen gefangen hältst,
kann ich versuchen und dabei verzweifeln,
kann ich ausweichen und dabei nur mich selbst belügen,
kann ich nur verrückt und gleichzeitig bei Sinnen sein
Niemand kann sich in den Weg stellen,
nichts vermag es, mich abzubringen,
denn solange du mich fliegen lässt,
fliegen mit diesem Gefühl,
solange du mich trägst,
kann ich versuchen und dabei verzweifeln,
kann ich ausweichen und dabei nur mich selbst bleügen,
kann ich nur verrückt und gleichzeitig bei Sinnen sein
Niemand kann mir helfen,
nichts kann Wahrer sein, als diese Zuneigung,
denn solange du mich dich lieben lässt,
lieben, als jener Mensch der du wirklich bist,
solange kann ich ans Ende der Welt gehen.
Für uns.
Quelle: Ich selbst. Das war für dich. Danke für die letzten Wochen...
Wunderschön :)
Wirklich, dieses Gedicht hat mich sehr berührt.
Alles Gute wünsche ich Dir !!
Wirklich, dieses Gedicht hat mich sehr berührt.
Alles Gute wünsche ich Dir !!
@ tobelovedreturn
Danke für dein Kompliment. Ich höre es gerne wenn ich andere Menschen damit berühren kann - denn dann habe ich etwas geschrieben, dass nicht nur mir etwas bedeutet!
Lg Shinon
Danke für dein Kompliment. Ich höre es gerne wenn ich andere Menschen damit berühren kann - denn dann habe ich etwas geschrieben, dass nicht nur mir etwas bedeutet!
Lg Shinon
Seite 1 von 1 · 12 Beiträge in diesem Thema