Die Liebe meines Lebens verloren

Panda

Neuer Benutzer
28. Nov. 2002
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Hallo meinen Lieben,

die letzten Jahre meines Lebens sind in der Liebe sehr tragisch verlaufen. Nach vielen Jahren und vielen Enttäuschungen habe ich endlich ein Mädchen kennengelernt das mir emotional wie keine Andere nahe stand. Wir waren von Herzen her auf einer Wellenlänge, wie es nie für möglich gehalten hatte.

Ich glaubte die Frau meines Lebens gefunden zu haben. Sie liebte mich über alles und wollte mich heiraten. Nie hatte ich in meinem Leben das Gefühl so sehr geliebt zu werden.

Dann geschah etwas was ich bis heute nicht begreifen kann: ich erfuhr Detail aus ihrer Vergangenheit, die mir alle Kraft raubten weiterzuleben. Zuletzt war ich nervlich völlig am Ende, wurde krank und sah keine Chance die Beziehung so weiter leben zu können, obwohl ich sie mehr liebte als je einen Frau in meinem Leben.

Auch sie liebte mich als den Mann ihres Lebens. Es war schrecklich für uns beide diese völlige Ohnmacht zu erleben, obwohl wir uns so liebten.

Wir trennten uns einige Monate und sah ich nur noch eines : ich hatte einfach nicht die nervliche Stärke diesen seelischen Schmerz weiter zu verkraften.

Ich sah dass ich sonst irgendwann in der Beziehung zerbreche und dann das Leid noch viel schlimmer würde.

Nun sind drei Jahre vergangen und das Gefühl hält an dass ich die Liebe meines Lebens abgeschlagen habe.

Eine neue Beziehung hat begonnen, auch diesmal mit viel Leid, aber nicht mit der Liebe die ich damals erlebte.

Vielleicht kennt jemand von Euch das Gefühl trotz der einzigartigen gegenseitigen Liebe tragisch an der Liebe seines Lebens gescheitert zu sein?

Wie wird man später noch glücklich?

Man misst doch alles an dieser einen Liebe, die scheinbar die wahre war.

 
Vieleicht hättet ihr damals nicht schluß machen sollen!!

Ich weiß nicht was du über ihre vergangenheit gehört hast!

Wäre es denn ok für dich, wenigstens ein bisschen mehr darüber zu erzählen?

In dem Forum hier, kannman sich wirklich aussprechen! Das hilft wirklich!! Und man könnte wirklich alles sagen, es sei denn, man belastet sich selbst damit.

:trost: :trost:

 
Hallo A1babe,

die Beziehung ist endgültig vorbei. Da ist nichts mehr zu machen. Sie wollte nicht mehr länger als die 3 Monate warten, ob ich die Sache nicht doch noch nervlich verkrafte oder nicht. Sie heiratete zwei Jahre später einen anderen und zog ins Ausland.

Ich konnte ihr vorher noch alles Gute und Glück wünschen und um Verzeihung bitten für alle Fehler die geschehen sein mögen.

Das war mir sehr wichtig, weil letztlich keiner von uns die Kraft hatte dieses Schicksal aufhalten zu konnte, obwohl wir beide es nach Kräften versuchten. Es gibt im Leben ein grausames Zusammenspiel vieler tragischer Umstände, die wirklich endgültige Weichen stellen und Wege verbauen können. Auch Liebe ist da nicht allmächtig ;( . Wer es selbst erlebt hat kann mich vielleicht verstehen...

Versteh mich bitte nicht falsch: Worum es mir geht ist nicht die Beziehung zu retten, oder zu hören, dass es vielleicht doch noch geklappt hätte. Das ist endgültig vorbei und ich möchte dass sie glücklich wird (glücklicher als mit mir) auch wenn es uns beiden wohl ein Leben lang weh tut.

Worum es mir geht ist es dieses Schicksal in der Liebe besser zu verstehen. Ich glaube dass ich kein Einzelfall bin. Warum gibt es Liebe die anfangs so vollkommen scheint und dann doch ohnmächtig zerbricht, obwohl keiner es will?

Wie geht es weiter, wenn man ein Leben lang sich frägt "warum?" und dem verlorenen Glück still nachtrauert.

Meistens zerbricht einen Beziehung weil einer nicht mehr will, von beiden, oder beide gemeinsam. Was aber ist wenn einen Beziehung scheitert wegen anderer tragischer Umstände, seelischer oder materieller Art?

Dann sind die Wunden vielleicht nicht so tief wie wenn man alleine brutal verletzt wird, aber das WARUM bleibt umso ungelöster gerade weil doch beide wollten.

Wahrscheinlich können da eher die älteren Semester auf ihr Leben zurückblicken. Wie verändert sich die vermeindliche verlorene "wahre Liebe" im Laufe des Lebens?

Bleibt das immer die tiefe offene Wunde, das Fragen nach dem Warum? Blockiert das nicht den ganzen weiteren Lebensweg und die Chance für eine spätere Ehe/Beziehung fürs Leben?

Danke v.a. auch für persönliche Erfahrungen!

Panda

 
1. Du sprichst absolut in Rätseln. Sehr politisch räkelst Du Dich wie ein Wurm, um über Die Vergangenheit Deiner großen Liebe nichts sagen "zu müssen".

Meine Meinung vorweg: Jeder hat seine Vergangenheit. Was gestern war interessiert mich, oder besser, belastet mich kein Stück.

Beispiel: Du erfährst, sie war Prostituierte.

Na und? Das war vor Deiner Zeit. Wenn es ab heute ein Ende hat ist es doch völlig ok!

Ein riesen Problem bei vielen Männern: Sie möchten eine erfahre Partnerin im Bett, die möglichst noch keinen Mann hatte. pffff.

2. Es geht mit absoluter Sicherheit nicht nur Dir alleine so.

Gruß

Fly

 
Flyby

Dein Vergleich mit dem "Wurm" ist hart an der Grenze einer Beleidigung. Find ich sehr schade, weil hier an Bord Gefühle preisgegeben werden, die nicht dieses Niveau verdienen. Wer welche Gründe hat was zu sagen oder nicht, solltest Du lieber den betroffenen Personen überlassen. Ich hoffe Du hast mich deutlich verstanden.

Wenn ich mir dein grobes Pauschalurteil über Männer so anschaue dann drängt es sich mir geradezu auf besser Abstand davon nehmen hier weiter zu posten...

 
Hallo Panda,

auch, wenn der Stil von FlyBy Dich verletzt haben mag,

in einem möchte ich ihm dennoch Recht geben:

Es sollte keine Rolle spielen, was der Partner vorher getan hat, solange er einen liebt und in der Beziehung ehrlich und offen ist. Gestehst Du ihr nicht zu, daß sie aus ihren Fehlern gelernt hat?

Daß es trotzdem weh tut, etwas Unerwartetes über den Menschen, den man liebt, zu erfahren, ist verständlich. Vielleicht auch noch von Außenstehenden...

Ist es nicht mehr dein verletzter Stolz oder das Gefühl, hintergangen worden zu sein, weil sie Dir nicht alles über sich erzählt hat? Sieh' es doch mal so: Sie wollte mit Dir zusammensein und hatte vielleicht furchtbare Angst, was Du von ihr denken würdest und daß Du damit nicht leben können würdest,wenn sie es Dir offenbar hätte. Und sie hatte wohl auch Recht mit ihrer Angst, denn Du kannst ja immer noch nicht damit umgehen.

Laß' los. Akzeptiere, daß es vorbei ist. Schau nicht im Groll zurück und mache Dir dadurch nicht alles kaputt, was schön war.

Sei froh, daß Du so eine tiefe Liebe erleben durftest. Auch, wenn es vorbei ist, kann Dir niemand die Erinnerungen an sie nehmen.

Und lerne, Menschen nicht nach ihren alten Fehlern zu beurteilen. Es steht Dir nicht zu, über eine Situation, in der Du damals nicht gesteckt hast, ex post zu richten. Du hattest vielleicht bisher immer das Glück, nie in einer solchen Position wie deine Ex gewesen zu sein...

Tina

 
Hi panda

Habe mal erst alles so durch gelesen. Hmm, es ist schade das es nicht geklappt hat mit deiner grossen Liebe. Sie muss ein wudnerbarer mensch gewesen sein. Ich habe schon einige Lenze hinter mir und ich denke das jeder mensch seine Vergangenheit hat. Da du auch keine kurze andeutung über die vergangenheit gemacht hast ist es schwer sich eine meinung zu bilden. Was auch immer gewesen ist denke ich das deine *grosse liebe* doch bestimmt schon dafür gebüst hat, vielleicht auch sehr gelitten. Naja nun ist es wohl eh zu spät, wollte dir das nur noch sagen.

Wenn ich mit meinem Partner schluss machen würde wegen seiner vergangenheit, müsste es allerdings etwas sein das ich auch im allgemeinen verachten würde nicht nur bei dem menschen den ich über alles liebe. Denn da würde ich dann keine unterschiede machen.

 
Hallo Panda,

auch ich bin noch sehr neu an Bord und kann Dich glaube ich recht gut verstehen. Das war kein schöner Empfang den man Dir hier bereitet hat. Zuerst schreibt man Dir Du kannst Dich hier öffnen und dann zieht man Dir eine drüber! Echt mies!

Ich glaube Du hast recht, jeder Mann ist irgendwo sehr verletzbar und hat seine ganz persönliche Grenze, seinen ganz persönlichen Schatten über den er nicht springen kann - auch hyfly, wie Du sehr treffend erkannt hast. Ein schönes Beispiel wie unterschiedlich Theorie und Praxis doch ausfallen können. Vielleicht hat er diesen Schatten nur noch nicht so tragisch erleben müssen wie Du. Ich finde es echt übel wenn man(n) über andere so hart urteilt und sich selbst mit coolen Sprüchen zum Maß der Dinge macht. Dann ist er letztlich selbst genau so, wie er es Dir vorwirft. Verkehrte Welt! Ich hoffe er sieht in Zukunft ein was er damit bei sensibleren Naturen anrichten kann.

Ich habe Deine Zeilen aufmerksam durchgelesen. Ich glaube dass Du nicht der Typ Mann bist, der sich das Leben einfach macht oder Frauen achtlos wegwirft. Ganz im Gegenteil! Und ich glaube auch dass Du Deine Freundin nie wirklich verurteilt hast. Dein Problem war mE ein ganz anderes, dass Du zu sensibel dafür warst und nervlich einfach nicht die nötige Kraft oder Hilfe von außen hattest um das, (was da auch immer gewesen sein mag) zu verarbeiten. Du brauchst darüber nicht zu sprechen, wenn es Dir weh tut. Nach dem „herzlichen Empfang“ würde ich mich auch davor hüten. Darum soll es hier jetzt auch nicht gehen.

Ich glaube dass es für Dich wichtig ist, dich jetzt selbst anzunehmen. Auch Deine Schwachheit und Ohnmacht damals, deinen „Schatten“ über den Du nicht springen konntest, so sehr Du es auch versucht hast. Du hast das tragische Ende ja wirklich nicht gewollt und leidest bis heute darunter. Das spricht aus allen Deinen Zeilen. Wenn ich Dich richtig verstehe, warst Du damals nervlich und körperlich völlig am Ende und wolltest Deine Freundin da nicht noch tiefer mit hineinreißen. So komisch es klingt: Ich glaube Du hast sie wirklich geliebt, WEIL du sie verlassen hast, wenn sie das vielleicht auch nie erkennen wird (und das tut besonders weh!).Du hast sie ja nicht weggeworfen.

Ich ahne etwas von der großen Tragik eines solchen Schicksals, sowohl für Dich wie für Deinen Exfreundin. Zwei lieben sich und kommen nicht zusammen. Fast wie in einem tragischen Liebesfilm. Wahrscheinlich machst Du Dir bis heute Vorwürfe, weil Du „versagt“ hast, weil Du nicht der warst der Du nicht sein konntest, so sehr Du es auch versucht hast usw.

Nun ist es vorbei. Warum das alles so tragisch lief kann kein Mensch dieser Welt Dir sagen. Es gibt wohl Dinge im Leben und in der Liebe, die kein Mensch je beantworten kann und es auch NICHT DARF. Jeder Mensch hat eben seine Grenzen, die er nun mal annehmen muss. Wer kann da über den anderen den Stab brechen? Er verurteil sich damit nur selbst. Man kann bestenfalls Ratschläge geben, aber durchleiden muss es jeder wohl letztlich doch allein. Lebenslange Selbstvorwürfe helfen auch nicht weiter. Dadurch wird alles nur noch schlimmer.

Ich glaube dass nichts im Leben ein Zufall ist und nichts ein Unglück, wenn wir es nur irgendwann als Teil unseres Lebensweges annehmen können.

Obwohl ich ein ganzes Jahr „älter“ bin wie Du, kann ich Dir aus meiner längeren Lebenserfahrung nicht sagen, wie man die „verlorene wahre Liebe“ mit den Jahren sieht. Ich denke, dass Du vieles erst später verstehen wirst. Freu Dich auf den Augenblick, wo Du einmal zurückblicken kannst ohne Schmerz und mit innerem Frieden. Das wünsche ich Dir von Herzen!

Alles Gute auf Deinem Lebensweg

Cuore

P.S.: Schade dass der Thread geschlossen wird. Aber ich hab Verständnis dafür. Vielleicht hast Du wenigstens noch Gelegenheit meine Antwort zu lesen. Du brauchst auch nicht mehr zu antworten. Hauptsache meine Worte können Dir ein wenig weiter helfen.

 
Hallo zusammen,

Flyby hat sich doch nun schon entschuldigt. Reicht das immer noch nicht? Zudem ist an der Redewendung "sich zu räkeln wie ein Wurm" doch gar nichts auszusetzen. Mag aber regional verschieden sein. Mir ist diese Redewendung bekannt. Es bedeutet einfach nur, nicht konkret werden zu wollen, sich immer wieder zu entziehen und nie zum Punkt zu kommen. Das Beispiel, das Flyby brachte, war ein Beispiel!!! Und das war auch sofort mein Gedanke, als ich die Message las...

Ich habe es auch nicht als beleidigend aufgefaßt.

Wenn Du nicht konkret werden willst, Panda, ist das dein gutes Recht. Aber um zu verdeutlichen, was man meint, wird man doch noch ein Beispiel bringen dürfen.

Man kann an dem persönlichen Stil eines Menschen unendlich viel aussetzen - mir gefallen manche ellenlange, superbetroffenen, hobbypsychologiegetränkten, scheinbar im Dutzend abgesetzte Posts auch nicht, weil man stundenlanges Gefasel lesen muß, bis der/diejenige mal zum Punkt kommt...

Das ist echt anstrengend! Aber das ist nunmal der persönliche Stil und ich kann ja drüberweglesen...

Da Du ja offenbar nicht damit umgehen kannst, daß verschiedene Menschen verschiedene Meinungen haben und verschiedene Wege, sich auszudrücken, brauchen wir ja auch nicht weiter drüber reden. Aber eines wollte ich noch loswerden: Deine Reaktion sagt sehr viel über deine Kompromißfähigkeit oder vielmehr -unfähigkeit aus. Und daß deine Freundin genau diese Reaktion von Dir befürchtet hat, kann ich mir wirklich gut vorstellen. Letzten Endes hatte sie damit ja auch total Recht...

Hier werden allenfalls Denkanstöße gegeben; nicht Absolutionen erteilt. Eine Geschichte wie deine hat immer zwei Seiten. Wenn etwas nicht zutrifft, was ein anderer dir schreibt, reicht es aus, das zu sagen bzw. zu schreiben. Daß Denkanstöße mitunter unangenehm sind, liegt in der Natur der Sache. Denn getroffene Hunde bellen mitunter...

Tina

 
Hallo

Wenn man sich von jemanden, den man wirklich liebt, aus anderen Gründen, als wegen Problemen in der Beziehung trennen muss, dann ist es extrem schwierig, bis fast unmöglich, diese Liebe zu vergessen.

Denn wenn einer der beiden aufhört zu lieben oder es klappt aus irgendwelchen Gründen nicht mehr, dann weiss man im tiefsten Herzen immer, dass dieser Mensch nicht der 'richtige' ist/war, auch wenn man noch lange das Gefühl hat, man hat sein grosse Liebe verloren...

Aber wenn man zum Beispiel seine Liebe durch den Tod verliert, dann ist es ja häufig so, dass man sein Leben lang denkt, dass man keinen anderen so lieben kann. (Und es auch nie mehr macht/zulässt.) Aber vielleicht wäre auch diese Liebe irgendwann auseinander gegangen, weil sich beide in eine andere Richtung entwickelt haben... Wenn man die Beziehung in der 'besten' Zeit beendet, dann hat man nie erfahren, wie es mit dieser Person ist, wenn es dann vielleicht irgendwann eben nicht mehr so perfekt ist..

Ich denke das ist das Schwierige daran. Man hat nur eine 'perfekte' Beziehung mit diesem Menschen erlebt und dann ist es auch viel schwieriger losszulassen und sich einem neuen Partner zu öffnen....

Liebe Grüsse

Justsad