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Ein Abschied für immer.

1 Antworten583 AufrufeGestartet von Holly20 ·

Holly20Themenstart
#1
Hallo ihr Lieben,

eigentlich brauch ich nicht wirklich einen Rat, ich denke aber, dass es mir helfen könnte, einfach mal alles von der Seele zu schreiben, was mir passiert ist.

Meine Geschichte beginnt vor etwa zwei Jahren. In dieser Zeit war ich Single und die meisten Wochenenden habe ich mit meinem besten Freund verbracht. Er hatte eine Freundin, mit der ich mich auch recht gut verstand und wir waren viel zu dritt. Ich hatte schon lange das Gefühl, das zwischen ihm und mir etwas ist. Wir waren Seelenverwandte und beste Freunde, aber ich meine etwas anderes...ich war mir nie sicher, ob ich verliebt bin...weiß nicht wie ich meine Gedanken von damals beschreiben soll, aber ich dachte immer, das wir uns irgendwann einmal küssen werden und ich mir dann klar werde, was ich will. Ich hatte nicht vor es darauf ankommen zu lassen, weil ich seine Beziehung auf keinen Fall zerstören wollte, aber ich wusste irgendwie, das es irgendwann soweit kommen würde. Einige Wochen später lernte ich dann jemanden kennen, der mich von meinen eventuellen Gefühlen und dergleichen vollkommen ablenkte. Wir kamen zusammen und die Welt war in Ordnung.

Leider hielt mein persönliches Lebensglück nicht sehr lange an...mein bester Freund verstarb ganz plötzlich. Er war erst zwanzig Jahre alt und hatte eine unerkannte Krankheit. Eines Tages rief seine Freundin mich an und meinte, dass er im Krankenhaus liegt. Ich konnte nicht hin, die Entfernung war zu groß und ich wusste nicht, wie schlimm es wirklich um ihn steht. Die Ärzte haben ihn in ein künstliches Koma versetzt..als er auf dem Weg der Besserung war, hatte er einen Hirnschlag, der die meisten Teile seines Hirns so schwer schädigte, das seine Eltern die Maschinen ausschalten ließen.

Mir ging es sehr schlecht und auch heute noch ist es für mich kaum auszuhalten daran zu denken und darüber zu sprechen. Mein Freund, den ich ja einige Monate vorher kennenlernte, war mir in der Zeit eine große Stütze. Er war immer für mich da und ich hätte die Zeit ohne ihn vermutlich nicht überstanden. Wir sind immer noch zusammen, jetzt seit über zwei Jahren. Ich liebe ihn wirklich sehr und doch frage ich mich manchmal, was passiert wäre, wenn ich zu meinem Kuss gekommen wäre. Noch heute bin ich mir über meine Gefühle in Bezug auf meinen besten Freund unsicher. Er war alles für mich und sein Tod war die schlimmste Erfahrung, die ich bis jetzt machen musste.

Vielleicht wäre alles ganz anders gekommen, wenn das nicht passiert wäre.

Ich vermisse ihn sehr.

#2
Hallo Holly,

zuerst enmal möchte ich dir mein Beileid aussprechen, wenn es auch leider nícht viel helfen wird! :trost:

Ich glaube, dass du noch eine ganze Weile an diesem "was wäre gewesen wenn...-Gefühl" zu knabbern haben wirst. Das ist gleube ich für uns Menschen normal. Du musst dich deshalb meiner Menung auch nicht schlecht fühlen, immerhin ist die eigene Gedankenwelt was sehr persönliches und sozusagen das eigene "Hollywood", da kann man sich zusammenträumen, denken, fürchten, hoffen... was immer man will und keiner braucht es zu wissen, und das ist auch gut so.

Ich denke mir mal, dass wenn du deine Trauer zu verarbeiten beginnst auch diese Gedankenspiele an Intensität nachlassen werden. Wenn auch immer ein weinendes Auge überbleiben wird, so wird mit der Zeit der Schmerz in den Hintergrund treten und die schönen Zeiten das erste sein, was dir einfällt, denkst du an deinen verstorbenen Freund.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft auf deinem Weg!

Liebe Grüße

Wirbelwindchen

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