ein manchmal nicht auszuhaltender Schmerz
6 Antworten1'181 AufrufeGestartet von esISTvorbei ·
esISTvorbeiThemenstart
Es ist vorbei. Nun wohl endgültig. Ich habe Anfang September schon einmal (und das war das erste Mal) hier geschrieben, dass ich ab diesem Zeitpunkt versuchn werde, das Aus durchzuziehen. Aber ich hab es einfach nicht geschafft.
Diese Sehnsucht ist über mich hinausgewachsen, ich hatte das Gefühl in einem Nebel zu sitzen, die Sonne nicht mehr zu sehen und nicht mehr den Glauben daran, dass es wieder einmal wärmer wird.
Ich habe ihn um ein Gespräch gebeten, habe ihm gesagt, dass ich ganz schwer ohne ihn kann, dass ich ihn einfach liebe. Er meinte dass wir uns zusammensetzen müssten, irgendwie einen "Plan" aushecken, wie und wann wir unsere gemeinsame Zeit einrichten, er hätte im Moment einiges um die Ohren.
Und als ich gestern (nachdem ich umsonst auf einen Anruf von ihm gewartet habe) das unbedingte Gefühl hatte, eher einen förmlichen Drang dazu, bei ihm im Büro vorbeizuschauen, saß da - wie ich all die Monate zuvor zur Abendstunde dort gesessen bin (wenn er Zeit hatte) - eine hübsche weibliche Sie. Und ich wusste und spürte, dass sie in meine Schuhe getreten war. In diesem Moment wurde mir klar, dass ich zu einer Nummer geworden bin!!! Und auch sein Gesicht hat es mir gezeigt.
Ich habe noch nie so eine Verletzung in mir gespürt. Ich habe mich lächerlich gemacht vor mir selbst, weil ich die Wahrheit nicht sehen wollte und vor ihm, weil ich an unserer Liebe arbeitete und an sie glaubte und er sie - überzogen gesagt - mit Füßen getreten hat.
Nun ist mein Kartenhaus in sich eingestürzt und ich weiss manchmal nicht, woher ich diese Kraft nehmen soll .. wieder auf die Beine zu kommen.
Ich frage mich:
wofür ist das alles? Was ist der Sinn dieser Geschichte?
Diese Sehnsucht ist über mich hinausgewachsen, ich hatte das Gefühl in einem Nebel zu sitzen, die Sonne nicht mehr zu sehen und nicht mehr den Glauben daran, dass es wieder einmal wärmer wird.
Ich habe ihn um ein Gespräch gebeten, habe ihm gesagt, dass ich ganz schwer ohne ihn kann, dass ich ihn einfach liebe. Er meinte dass wir uns zusammensetzen müssten, irgendwie einen "Plan" aushecken, wie und wann wir unsere gemeinsame Zeit einrichten, er hätte im Moment einiges um die Ohren.
Und als ich gestern (nachdem ich umsonst auf einen Anruf von ihm gewartet habe) das unbedingte Gefühl hatte, eher einen förmlichen Drang dazu, bei ihm im Büro vorbeizuschauen, saß da - wie ich all die Monate zuvor zur Abendstunde dort gesessen bin (wenn er Zeit hatte) - eine hübsche weibliche Sie. Und ich wusste und spürte, dass sie in meine Schuhe getreten war. In diesem Moment wurde mir klar, dass ich zu einer Nummer geworden bin!!! Und auch sein Gesicht hat es mir gezeigt.
Ich habe noch nie so eine Verletzung in mir gespürt. Ich habe mich lächerlich gemacht vor mir selbst, weil ich die Wahrheit nicht sehen wollte und vor ihm, weil ich an unserer Liebe arbeitete und an sie glaubte und er sie - überzogen gesagt - mit Füßen getreten hat.
Nun ist mein Kartenhaus in sich eingestürzt und ich weiss manchmal nicht, woher ich diese Kraft nehmen soll .. wieder auf die Beine zu kommen.
Ich frage mich:
wofür ist das alles? Was ist der Sinn dieser Geschichte?
Ich musste mich, bevor ich anfing auf deinen Beitrag zu antworten erst einmal fassen und die Antwort auf die Frage finden "Halte ich das aus, auf dieses Thema zu antworten?". Dieses Problem kannst du sicher nachvollziehen, wenn du einfach deine Hilflosigkeit auch für mich annimmst.
Nun, wie du siehst, erhälst du nun meine Antwort, was nicht heißt, dass sie eine besondere sein wird. Es fällt mir sehr schwer, meine Gedanken irgendwie in Worte zu fassen. Es ist ein so komplexes und irgendwie, ja unfassbares Thema, dass ich oft in's Stolpern gerate.
Nun zunächst will ich feststellen, dass du kein konkretes Problem formuliert hast, die Aussage deiner beiden Fragen heißt ja nicht zwingen, dass du für dich selbst nicht schon längst die Antworten gefunden hast. Wenn man sich nun aber überlegt, wo man sich befindet, in einem Liebeskummer-Forum, dann könnte man schon annehmen, dass du ein Problem damit hast.
Da geht es dir also ganz ähnlich wie mir. Ich denke eine pauschale Antwort auf diese Fragen gibt es nicht. Man durchlebt Höhen und Tiefen, mal ist man emotional, mal gefühlskalt. Manchmal ergeift die Nachdenklichkeit die Oberhand, aber es gibt auch Zeiten, in denen man sich mit Dingen überhäuft, um sich vom grundsätzlichen Problem schlichtweg abhzualten. - Du kennst das sicher, sich "mit Arbeit überhäufen" oder ganz einfach "ablenken". Wie das dann aussieht, ist sehr individuell. Viele schwören auf Partys/Feten, womit ich persönlich gar nichts anfangen kann. All' die (schein)fröhlichen Gesichter, das Unterwerfen des Geistes unter die Sexualität, die Hirnlosigkeit, mit der die Menschen einfach nur kommunizieren und agieren. - Nichts für mich. Ich bin eher ein Arbeitstier, das ist so toll. Man schlägt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Erfolgserlebnisse, wenn die Arbeit Spaß macht und demnach persönliches Anliegen ist, sowie Ablenkung.
Tja, aber hilft das wirklich? Nein, denn eigentlich bekämpft es nur die Symptome, das eigentliche Problem besteht weiterhin. Die Antworten müssen, früher oder später, also gefunden werden. Der Sinn. Das Leben. Die Existenz. Die Liebe. Irgendwie steht ja schon alles in direktem Zusammenhang, und dennoch ist es so schwer, die Antworten auf Fragen wie deine zu finden.
Spätestens wenn man sich dem Tode direkt gegenüber stehen sieht, beschäftigt man sich wirklich ernsthaft mit diesem Thema. Spätestens dann muss die Frage beantwortet werden "will ich überhaupt leben?". "Gehe ich zum Arzt und nehme die Chance wahr, oder verlasse ich die Welt einfach ohne zu murren und knurren?".
Die Antwort, die ich für mich auf diese Frage gefunden habe: Wenn du daran glaubst, dass es echte Liebe wirklich gibt, du die Liebe als den Sinn deines Lebens anerkennst und dann auch noch den Willen haben solltest, sie zu finden, dann hast du einen Grund zu leben.
Leider habe ich sie bisher nicht gefunden, aber ich glaube an die wirkliche, echte Liebe und irgendwie habe ich mich mit dieser Antwort begnügt. Ich lebe nun, und sehe wieder einen Sinn, den ich nicht mehr aus den Augen verlieren werde.
Weniger Romantischveranlagte, werden mit diesen Fragen wohl mehr Probleme haben. Die Antworten auf einer biologischen oder wissenschaftlichen Basis zu finden, war für mich leider unmöglich. Dafür reicht anscheinend mein Intellekt nicht, wem es gelungen ist, möge sich hier mitteilen!
So, nun noch mein Resume. Warum ich dir das alles mitgeteilt habe, obwohl es ja eigentlich alles eher auf mein Problem, als auf deines bezogen scheint, kann ich dir ganz einfach sagen:
Wir Menschen haben alle das selbe Problem, so distanziert und individualisiert die Welt mit ihren einzelnen Menschen auch ist, in diesem Punkt haben wir alle ein großes, gemeinsames Paket zu schnüren. Das was ich bisher in meinem Leben am meisten vermisst habe war das Wissen von gleichfühlenden Individuen auf diesem Planeten. Ich wollte von meinen Eltern, meinen Großeltern, meinen Geschwistern, Onkeln, Tanten einfach nur ganz konkret hören: Wir haben das Sinnproblem auch mein Junge. Und vor allem sehe ich an der Tatsache, dass meine Großeltern immernoch leben und so alt geworden sind, dass sie wohl eine Antwort auf die Frage gefunden haben, sonst hätten sie das Leben so lange gewiss nicht ausgehalten.
Leider, so muss ich dir sagen, hat sich mir in diesem Punkt nie irgendjemand mitgeteilt, und ich habe mir für meine Kinder vorgenommen, dass das eines der Dinge sein wird, dass ich ihnen erzählen werde. Mein Kind, ich bin bei dir und ich hatte/habe das selbe Problem. Aber sieh doch, es geht auch so, du hast eine Zukunftsperspektive. Nun bist du zwar mit 36 Jahren schon etwas zu alt, um mein Kind zu sein, aber mit diesem Problem stehst du nicht alleine da!
Viel Glück,
W.w.e
Nun, wie du siehst, erhälst du nun meine Antwort, was nicht heißt, dass sie eine besondere sein wird. Es fällt mir sehr schwer, meine Gedanken irgendwie in Worte zu fassen. Es ist ein so komplexes und irgendwie, ja unfassbares Thema, dass ich oft in's Stolpern gerate.
Nun zunächst will ich feststellen, dass du kein konkretes Problem formuliert hast, die Aussage deiner beiden Fragen heißt ja nicht zwingen, dass du für dich selbst nicht schon längst die Antworten gefunden hast. Wenn man sich nun aber überlegt, wo man sich befindet, in einem Liebeskummer-Forum, dann könnte man schon annehmen, dass du ein Problem damit hast.
Da geht es dir also ganz ähnlich wie mir. Ich denke eine pauschale Antwort auf diese Fragen gibt es nicht. Man durchlebt Höhen und Tiefen, mal ist man emotional, mal gefühlskalt. Manchmal ergeift die Nachdenklichkeit die Oberhand, aber es gibt auch Zeiten, in denen man sich mit Dingen überhäuft, um sich vom grundsätzlichen Problem schlichtweg abhzualten. - Du kennst das sicher, sich "mit Arbeit überhäufen" oder ganz einfach "ablenken". Wie das dann aussieht, ist sehr individuell. Viele schwören auf Partys/Feten, womit ich persönlich gar nichts anfangen kann. All' die (schein)fröhlichen Gesichter, das Unterwerfen des Geistes unter die Sexualität, die Hirnlosigkeit, mit der die Menschen einfach nur kommunizieren und agieren. - Nichts für mich. Ich bin eher ein Arbeitstier, das ist so toll. Man schlägt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Erfolgserlebnisse, wenn die Arbeit Spaß macht und demnach persönliches Anliegen ist, sowie Ablenkung.
Tja, aber hilft das wirklich? Nein, denn eigentlich bekämpft es nur die Symptome, das eigentliche Problem besteht weiterhin. Die Antworten müssen, früher oder später, also gefunden werden. Der Sinn. Das Leben. Die Existenz. Die Liebe. Irgendwie steht ja schon alles in direktem Zusammenhang, und dennoch ist es so schwer, die Antworten auf Fragen wie deine zu finden.
Spätestens wenn man sich dem Tode direkt gegenüber stehen sieht, beschäftigt man sich wirklich ernsthaft mit diesem Thema. Spätestens dann muss die Frage beantwortet werden "will ich überhaupt leben?". "Gehe ich zum Arzt und nehme die Chance wahr, oder verlasse ich die Welt einfach ohne zu murren und knurren?".
Die Antwort, die ich für mich auf diese Frage gefunden habe: Wenn du daran glaubst, dass es echte Liebe wirklich gibt, du die Liebe als den Sinn deines Lebens anerkennst und dann auch noch den Willen haben solltest, sie zu finden, dann hast du einen Grund zu leben.
Leider habe ich sie bisher nicht gefunden, aber ich glaube an die wirkliche, echte Liebe und irgendwie habe ich mich mit dieser Antwort begnügt. Ich lebe nun, und sehe wieder einen Sinn, den ich nicht mehr aus den Augen verlieren werde.
Weniger Romantischveranlagte, werden mit diesen Fragen wohl mehr Probleme haben. Die Antworten auf einer biologischen oder wissenschaftlichen Basis zu finden, war für mich leider unmöglich. Dafür reicht anscheinend mein Intellekt nicht, wem es gelungen ist, möge sich hier mitteilen!
So, nun noch mein Resume. Warum ich dir das alles mitgeteilt habe, obwohl es ja eigentlich alles eher auf mein Problem, als auf deines bezogen scheint, kann ich dir ganz einfach sagen:
Wir Menschen haben alle das selbe Problem, so distanziert und individualisiert die Welt mit ihren einzelnen Menschen auch ist, in diesem Punkt haben wir alle ein großes, gemeinsames Paket zu schnüren. Das was ich bisher in meinem Leben am meisten vermisst habe war das Wissen von gleichfühlenden Individuen auf diesem Planeten. Ich wollte von meinen Eltern, meinen Großeltern, meinen Geschwistern, Onkeln, Tanten einfach nur ganz konkret hören: Wir haben das Sinnproblem auch mein Junge. Und vor allem sehe ich an der Tatsache, dass meine Großeltern immernoch leben und so alt geworden sind, dass sie wohl eine Antwort auf die Frage gefunden haben, sonst hätten sie das Leben so lange gewiss nicht ausgehalten.
Leider, so muss ich dir sagen, hat sich mir in diesem Punkt nie irgendjemand mitgeteilt, und ich habe mir für meine Kinder vorgenommen, dass das eines der Dinge sein wird, dass ich ihnen erzählen werde. Mein Kind, ich bin bei dir und ich hatte/habe das selbe Problem. Aber sieh doch, es geht auch so, du hast eine Zukunftsperspektive. Nun bist du zwar mit 36 Jahren schon etwas zu alt, um mein Kind zu sein, aber mit diesem Problem stehst du nicht alleine da!
Viel Glück,
W.w.e
Lieber W.w.e.
Danke für dein - wie ich finde sehr ehrliches - Statement zu meinem Beitrag. Du hast es sehr gut getroffen mit deinen Worten. Es geht wohl um den Sinn des Lebens überhaupt. Warum wir Höhen und auch Tiefen durchwandern, was sie uns mitteilen, klar machen, wie wir uns dadurch entwickeln und dadurch bekommen wir wohl die Antwort für das "Wofür".
Ein lieber Freund von mir hat mir vor kurzem gesagt, ich solle nicht die Frage stellen "Warum" dies alles passiert, weil es rückblickend ist und ich wahrscheinlich keine Antwort darauf bekomme, warum es/er so war wie es/er war. Aber die Frage "Wofür" ist berechtigt. Es gibt dem Durchlebten den Sinn.
Ich habe vor wenigen Jahren eine ähnliche Gefühlslage durchgemacht(mit einem etwas anderen Hintergrund) und heute weiss ich, dass es mich menschlich weitergebracht hat, meine Persönlichkeit hat dadurch Reife bekommen.
In so einer Situation wie ich jetzt stecke ist es ganz schwer, zu glauben, dass da wieder ein Sinn dahinter steht und ich frage mich, wie oft ich es aushalte, solche Zeiten zu überwinden. Wann wird man abgestumpft oder verbittert. Wann verliert man den Glauben an der Ehrlichkeit des Menschen.
Ich glaube - wie auch du - an die große Liebe. Und ich möchte diesen Glauben nie verlieren, was immer mir passiert. Ganz sicher werde ich mit meinen Erfahrungen vorsichtiger, diese Liebe bei meinen zwischenmenschlichen Beziehungen gefunden zu glauben. Aber dieser Glaube oder dieses Wissen macht das Leben lebenswert und sinnvoll - wie du es mir so positiv geschrieben hast!!
Und für diese Erkenntnis, dass man(n) auch an dieses schöne Ziel glauben darf, danke ich dir :)
Danke für dein - wie ich finde sehr ehrliches - Statement zu meinem Beitrag. Du hast es sehr gut getroffen mit deinen Worten. Es geht wohl um den Sinn des Lebens überhaupt. Warum wir Höhen und auch Tiefen durchwandern, was sie uns mitteilen, klar machen, wie wir uns dadurch entwickeln und dadurch bekommen wir wohl die Antwort für das "Wofür".
Ein lieber Freund von mir hat mir vor kurzem gesagt, ich solle nicht die Frage stellen "Warum" dies alles passiert, weil es rückblickend ist und ich wahrscheinlich keine Antwort darauf bekomme, warum es/er so war wie es/er war. Aber die Frage "Wofür" ist berechtigt. Es gibt dem Durchlebten den Sinn.
Ich habe vor wenigen Jahren eine ähnliche Gefühlslage durchgemacht(mit einem etwas anderen Hintergrund) und heute weiss ich, dass es mich menschlich weitergebracht hat, meine Persönlichkeit hat dadurch Reife bekommen.
In so einer Situation wie ich jetzt stecke ist es ganz schwer, zu glauben, dass da wieder ein Sinn dahinter steht und ich frage mich, wie oft ich es aushalte, solche Zeiten zu überwinden. Wann wird man abgestumpft oder verbittert. Wann verliert man den Glauben an der Ehrlichkeit des Menschen.
Ich glaube - wie auch du - an die große Liebe. Und ich möchte diesen Glauben nie verlieren, was immer mir passiert. Ganz sicher werde ich mit meinen Erfahrungen vorsichtiger, diese Liebe bei meinen zwischenmenschlichen Beziehungen gefunden zu glauben. Aber dieser Glaube oder dieses Wissen macht das Leben lebenswert und sinnvoll - wie du es mir so positiv geschrieben hast!!
Und für diese Erkenntnis, dass man(n) auch an dieses schöne Ziel glauben darf, danke ich dir :)
Hey esISTvorbei,
leider muss ich dir Recht geben, wenn du sagst, dass es manchmal/oft sehr schwer ist an den Sinn zu glauben. Aber inzwischen bin ich es leid, mich immerwieder hinzusetzen, nach dem Sinn zu fragen, aber nie konkrete Antworten zu erhalten. Deswegen gehe ich inzwischen andersherum an die Frage heran:
Ich weiß nicht, was nach dem Leben kommt, wie die Existenz nach dem Tod aussieht, wie die Zeit dann vergeht. Vielleicht werde ich als neues Lebewesen irgendwo im Weltall zu irgendeiner Zeit wiedergeboren, und muss dann, wie jetzt und die potentiellen tausend Male zuvor, die Prüfung des Lebens bestehen. Vielleicht ist es aber auch ganz anders. Vielleicht ist es grausam, dunkel und kalt.
Wer weiß das schon?! Wie du merkst, erscheint mir die christliche Variante mehr als unrealistisch, außerdem gibt doch gerade sie Ansporn zum Suizid, es ist ganz toll nach dem Leben, also warum nicht direkt dorthin?! Dies scheidet für mich also aus.
Und solange ich überhaupt nicht weiß, ob das Leben nicht viel besser ist, als das was danach kommt, solange ich nicht weiß, dass ich mit dem Leben nicht doch gut bedient bin, hat es überhaupt keinen Sinn die Frage nach dem Sinn zu stellen, sondern die Gegenfrage wird eigentlich viel sinnvoller:
"Was gibt es denn für Gründe, mich vom Leben zu verabschieden? Was weißt du davon, was nach dem Leben kommt, was dich dazu bewegen könnte zu gehen?" Und wenn du diese Antwort findest, wirst du recht schnell merken, dass Suizid nicht begründbar ist und außerdem das Leben doch eigentlich sehr schön sein kann, jedenfalls aus meiner Sicht der Dinge.
Viel Glück,
W.w.e
leider muss ich dir Recht geben, wenn du sagst, dass es manchmal/oft sehr schwer ist an den Sinn zu glauben. Aber inzwischen bin ich es leid, mich immerwieder hinzusetzen, nach dem Sinn zu fragen, aber nie konkrete Antworten zu erhalten. Deswegen gehe ich inzwischen andersherum an die Frage heran:
Ich weiß nicht, was nach dem Leben kommt, wie die Existenz nach dem Tod aussieht, wie die Zeit dann vergeht. Vielleicht werde ich als neues Lebewesen irgendwo im Weltall zu irgendeiner Zeit wiedergeboren, und muss dann, wie jetzt und die potentiellen tausend Male zuvor, die Prüfung des Lebens bestehen. Vielleicht ist es aber auch ganz anders. Vielleicht ist es grausam, dunkel und kalt.
Wer weiß das schon?! Wie du merkst, erscheint mir die christliche Variante mehr als unrealistisch, außerdem gibt doch gerade sie Ansporn zum Suizid, es ist ganz toll nach dem Leben, also warum nicht direkt dorthin?! Dies scheidet für mich also aus.
Und solange ich überhaupt nicht weiß, ob das Leben nicht viel besser ist, als das was danach kommt, solange ich nicht weiß, dass ich mit dem Leben nicht doch gut bedient bin, hat es überhaupt keinen Sinn die Frage nach dem Sinn zu stellen, sondern die Gegenfrage wird eigentlich viel sinnvoller:
"Was gibt es denn für Gründe, mich vom Leben zu verabschieden? Was weißt du davon, was nach dem Leben kommt, was dich dazu bewegen könnte zu gehen?" Und wenn du diese Antwort findest, wirst du recht schnell merken, dass Suizid nicht begründbar ist und außerdem das Leben doch eigentlich sehr schön sein kann, jedenfalls aus meiner Sicht der Dinge.
Viel Glück,
W.w.e
ja, da möchte ich mich auch mal einklinken, denn das ist doch eine frage, die einem zunehmend beschäftigt, wenn man älter wird. was ist der sinn des lebens? dass es einfach nur gelebt wird? und dann vorbei ist? einfach so?
ich bin ja zu 99% davon überzeugt, dass hinterher garnichts ist. wenn man den stecker rausgezogen hat, kann kein strom mehr fliessen. das wars dann. wir kommen ungefragt aus dem nichts und wir gehen auch wieder ins nichts. tröstlich wäre natürlich die vorstellung, dass da noch irgendwas käme, und das ist letztendlich ja auch das fundament so ziehmlich aller religionen der welt. das danach. das paradies, die hölle, die wiedergeburt, es geht immer darum, einen sinn ins leben zu bringen, und wenn er erst im danach zu erkennen wäre.
mir geht es im moment auch so, dass ich irgendwie das gefühl habe, mein leben ist so wahnsinig schnell an mir vorbeigerauscht, und es geht immer schneller. ich hätte soviel ganz anders machen wollen, aber man weiss ja immer erst hinterher, wie man es hätte besser machen sollen.
hatte auch so viele träume von einer guten beziehung, ich kann mir mich selbst eigentlich nicht dauerhaft als ein völlig allein mit sich zufriedenes wesen vorstellen. ich möchte gern mein leben mit jemandem teilen. nun hab ich eine ganze latte verkorkster beziehungen hinter mir, und es wird dadurch natürlich nicht besser.
ich habs hier in anderen zusammenhängen schon öfter geschrieben: im prinzip gehts mir gut. ich habe eine gute gesundheit, ein schönes zuhause, einen guten job, ich kann mir eigentlich alles leisten, was ich für nötig halte (das ist auch nicht viel) aber irgendwas fehlt einfach. ich bin noch nicht mal sehr zufrieden, geschweige denn glücklich.
und ich glaube, dass auch eine beziehung nicht unbedingt das brächte, so eine dauerhafte zufriedenheit mit sich und seinem leben.
was ist es aber dann?
ich kenne nur wenige situationen in meinem leben, wo ich völlig eins bin mit mir selber und dem ausserum.
bei mir ist das eine ganz innige naturverbundenheit, wo ich selbst dann einfach auch nur ein teil der natur bin. ich bin in asien, im urlaub. ich wohne in einer ganz primitiven hütte, weit ab von allem lärm und so weiter. ich stehe morgens auf, wenn die sonne aufgeht, schau mir den sonnenaufgang mit ner tasse kaffe an. ich geh schwimmen, ich treffe beim schnorcheln eine schildkröte. ich bin glücklich. ich such mir irgendwo ein schönes plätzchen zum frühstücken. ich geh danach stundenlang am strand spazieren, muscheln suchen. das ist für mich wie meditation. da bin ich einfach eins mit allem anderen. ich sehe die unterschiedlichkeit der schneckenhäuser, so viele millionen davon gibt es, und doch sind keine 2 davon gleich.
abends setzt man sich mit ein paar leuten zusammen, und redet. und da redet man meistens auch irgendwie über die dinge des lebens. nicht über das fernsehprogramm, das gehalt, das auto, oder was immer hier so überaus wichtig ist.
das ist so schwer auszudrücken, aber das ist meine vorstellung vom paradies. man sieht und hört, und riecht und schmeckt, man ist ganz da in diesem moment.
und dann wieder zuhause, nach 5 monaten (z.b, so wars bei mir mal), sitzt man wieder im büro, vor dem computer und kann sich garnicht mehr vorstellen, dass man grade noch in einer anderen welt war.
möchte so gerne wieder da hin. aber das geht natürlich nur mit dem nötigen kleingeld, dass man sich hier eben sauer verdienen muss.
so, genug, ich weiss nicht, ob das jemand überhaupt nachvollziehen kann, aber ich musste das jetzt einfach mal rauslassen.
und @ esISTvorbei, dir wünsch ich von herzen, dass du bald wieder ein licht am horizont siehst!
ich bin ja zu 99% davon überzeugt, dass hinterher garnichts ist. wenn man den stecker rausgezogen hat, kann kein strom mehr fliessen. das wars dann. wir kommen ungefragt aus dem nichts und wir gehen auch wieder ins nichts. tröstlich wäre natürlich die vorstellung, dass da noch irgendwas käme, und das ist letztendlich ja auch das fundament so ziehmlich aller religionen der welt. das danach. das paradies, die hölle, die wiedergeburt, es geht immer darum, einen sinn ins leben zu bringen, und wenn er erst im danach zu erkennen wäre.
mir geht es im moment auch so, dass ich irgendwie das gefühl habe, mein leben ist so wahnsinig schnell an mir vorbeigerauscht, und es geht immer schneller. ich hätte soviel ganz anders machen wollen, aber man weiss ja immer erst hinterher, wie man es hätte besser machen sollen.
hatte auch so viele träume von einer guten beziehung, ich kann mir mich selbst eigentlich nicht dauerhaft als ein völlig allein mit sich zufriedenes wesen vorstellen. ich möchte gern mein leben mit jemandem teilen. nun hab ich eine ganze latte verkorkster beziehungen hinter mir, und es wird dadurch natürlich nicht besser.
ich habs hier in anderen zusammenhängen schon öfter geschrieben: im prinzip gehts mir gut. ich habe eine gute gesundheit, ein schönes zuhause, einen guten job, ich kann mir eigentlich alles leisten, was ich für nötig halte (das ist auch nicht viel) aber irgendwas fehlt einfach. ich bin noch nicht mal sehr zufrieden, geschweige denn glücklich.
und ich glaube, dass auch eine beziehung nicht unbedingt das brächte, so eine dauerhafte zufriedenheit mit sich und seinem leben.
was ist es aber dann?
ich kenne nur wenige situationen in meinem leben, wo ich völlig eins bin mit mir selber und dem ausserum.
bei mir ist das eine ganz innige naturverbundenheit, wo ich selbst dann einfach auch nur ein teil der natur bin. ich bin in asien, im urlaub. ich wohne in einer ganz primitiven hütte, weit ab von allem lärm und so weiter. ich stehe morgens auf, wenn die sonne aufgeht, schau mir den sonnenaufgang mit ner tasse kaffe an. ich geh schwimmen, ich treffe beim schnorcheln eine schildkröte. ich bin glücklich. ich such mir irgendwo ein schönes plätzchen zum frühstücken. ich geh danach stundenlang am strand spazieren, muscheln suchen. das ist für mich wie meditation. da bin ich einfach eins mit allem anderen. ich sehe die unterschiedlichkeit der schneckenhäuser, so viele millionen davon gibt es, und doch sind keine 2 davon gleich.
abends setzt man sich mit ein paar leuten zusammen, und redet. und da redet man meistens auch irgendwie über die dinge des lebens. nicht über das fernsehprogramm, das gehalt, das auto, oder was immer hier so überaus wichtig ist.
das ist so schwer auszudrücken, aber das ist meine vorstellung vom paradies. man sieht und hört, und riecht und schmeckt, man ist ganz da in diesem moment.
und dann wieder zuhause, nach 5 monaten (z.b, so wars bei mir mal), sitzt man wieder im büro, vor dem computer und kann sich garnicht mehr vorstellen, dass man grade noch in einer anderen welt war.
möchte so gerne wieder da hin. aber das geht natürlich nur mit dem nötigen kleingeld, dass man sich hier eben sauer verdienen muss.
so, genug, ich weiss nicht, ob das jemand überhaupt nachvollziehen kann, aber ich musste das jetzt einfach mal rauslassen.
und @ esISTvorbei, dir wünsch ich von herzen, dass du bald wieder ein licht am horizont siehst!
@ Tioman
Habe ausschließlich deinen Beitrag auf dieser Seite gelesen. Fand ich sehr schön und auch nachvollziehbar. Nur die Sache mit dem "Stecker rausziehen", hmm, woher willst du das wissen? - Schade auch, daß du dich offenbar nicht mehr wirklich erinnnern kannst (willst?), daß sich das ganze Leben eben doch um 180 Grad dreht, wenn man liebt und geliebt wird. Ich habe zur Zeit zwar auch niemanden (nur alle paar Monate meinen Exfreund...), weiß aber, daß die Liebe zumindest mehr ist als nur ein Ventil bzw. eine Art Ablenkung von der bösen Wirklichkeit. Ich habe das Gefühl, daß du doch ein ganz klein wenig frustriert bist (ohne es böse zu meinen). Ich habe schon einige Beiträge von dir gelesen und du hast es nicht leicht (ich übrigens auch nicht). Über manches mußte ich beinah lachen, vor Erleichterung: es scheint Menschen zu geben, die die Dinge ähnlich erleben wie ich. Herzlich, Minke
Habe ausschließlich deinen Beitrag auf dieser Seite gelesen. Fand ich sehr schön und auch nachvollziehbar. Nur die Sache mit dem "Stecker rausziehen", hmm, woher willst du das wissen? - Schade auch, daß du dich offenbar nicht mehr wirklich erinnnern kannst (willst?), daß sich das ganze Leben eben doch um 180 Grad dreht, wenn man liebt und geliebt wird. Ich habe zur Zeit zwar auch niemanden (nur alle paar Monate meinen Exfreund...), weiß aber, daß die Liebe zumindest mehr ist als nur ein Ventil bzw. eine Art Ablenkung von der bösen Wirklichkeit. Ich habe das Gefühl, daß du doch ein ganz klein wenig frustriert bist (ohne es böse zu meinen). Ich habe schon einige Beiträge von dir gelesen und du hast es nicht leicht (ich übrigens auch nicht). Über manches mußte ich beinah lachen, vor Erleichterung: es scheint Menschen zu geben, die die Dinge ähnlich erleben wie ich. Herzlich, Minke
hallo liebe minke,
danke, dass du meinen seelenstreptease gelesen hast.
und mit dem stecker rausziehen, wissen kann ich das natürlich nicht. ich hab naturwissenschaften studiert, also vorrangig biologie, mit sehr viel physik, mathematik und chemie, daher diese feststellung. unser gehirn funktioniert nun mal chemisch-physikalisch, unser körper ist so aufgebaut, und wenn das weg ist, also die substanz, was sollte da noch übrig bleiben?
wissen kann ich das natürlich nicht. ich hab mal ein buch mit begeisterung gelesen, dass von einem buddhistischen mönch geschrieben war, der sich sehr genau daran erinnern konnte, wiedergeboren zu sein. also von der allgemeinen formulierung "es ist noch keiner zurückgekommen" kann man sich auch nicht leiten lassen.
und natürlich kann ich mich daran erinnern, dass ich (eigentlich schon immer?) gesagt, oder gedacht hab, dass sich alles um das geliebt oder nicht geliebt werden dreht.
vielleicht bin ich im moment nur so sehr in der sackgasse, dass ich einen ausweg suche, aus dem ganzen dilemma?
und ich bin auf jeden fall nicht nur ein klein wenig frustriert, sondern über alle massen. das hast du absolut richtig erkannt.
ich hatte zum bsp. heute nacht einen so beschissen schmerzhaften traum, dass meine katze qualvoll gestorben wäre, und ich hab sie überall gesucht und dann kam sie irgendwann wieder, völlig unversehrt.
das zeugt natürlich davon, dass ich im moment so garnicht im reinen mit mir selber bin.
und, es ist gut, wenn wir ab und zu auch noch lachen können, zumal über uns selbst!
manchmal steh ich sozusagen neben mir, und denke mir, mann (frau), was hast du eigentlich für probleme?
auch dir ganz herzliche wünsche.
P.S.
hast du auch einen thread?
danke, dass du meinen seelenstreptease gelesen hast.
und mit dem stecker rausziehen, wissen kann ich das natürlich nicht. ich hab naturwissenschaften studiert, also vorrangig biologie, mit sehr viel physik, mathematik und chemie, daher diese feststellung. unser gehirn funktioniert nun mal chemisch-physikalisch, unser körper ist so aufgebaut, und wenn das weg ist, also die substanz, was sollte da noch übrig bleiben?
wissen kann ich das natürlich nicht. ich hab mal ein buch mit begeisterung gelesen, dass von einem buddhistischen mönch geschrieben war, der sich sehr genau daran erinnern konnte, wiedergeboren zu sein. also von der allgemeinen formulierung "es ist noch keiner zurückgekommen" kann man sich auch nicht leiten lassen.
und natürlich kann ich mich daran erinnern, dass ich (eigentlich schon immer?) gesagt, oder gedacht hab, dass sich alles um das geliebt oder nicht geliebt werden dreht.
vielleicht bin ich im moment nur so sehr in der sackgasse, dass ich einen ausweg suche, aus dem ganzen dilemma?
und ich bin auf jeden fall nicht nur ein klein wenig frustriert, sondern über alle massen. das hast du absolut richtig erkannt.
ich hatte zum bsp. heute nacht einen so beschissen schmerzhaften traum, dass meine katze qualvoll gestorben wäre, und ich hab sie überall gesucht und dann kam sie irgendwann wieder, völlig unversehrt.
das zeugt natürlich davon, dass ich im moment so garnicht im reinen mit mir selber bin.
und, es ist gut, wenn wir ab und zu auch noch lachen können, zumal über uns selbst!
manchmal steh ich sozusagen neben mir, und denke mir, mann (frau), was hast du eigentlich für probleme?
auch dir ganz herzliche wünsche.
P.S.
hast du auch einen thread?
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