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Eine Geschichte...(bissel lang)

1 Antworten1'024 AufrufeGestartet von *Phoenix* ·

*Phoenix*Themenstart
#1
Es war einmal, eine junge Frau. Sie war wunderschön, sie hatte langes, schwarzes haar, eine helle, porzellan Haut und dunkle große Augen. Ihr Name war Yira. Sie war nicht sehr groß, aber auch nicht klein und schlank. Sie lebte weit entfernt in einem Land, voller Natur, mit Bergen, Landschaften, Flüssen und Seen. Ihre Liebe war Archis, ein großer junger Mann, dessen Haare blond waren und seine Augen eine geheimnisvolle Mischung aus grün und braun hatten. Die beiden liebten sich schon seid ihrer Jugend und waren unzertrennlich. Sie waren am meisten an ihren Lieblingsort zusammen, den sie beide einfach nur "Lucky Mountain" nannten... ein hoher Felsen, wo alles schön grün war und ein Wasserfall in einen großen, fließenden Bach fuhr. Es ähnelte einer Lagune. Es war auch der Ort, an denen sie sich kennen lernten.

Als die beiden wieder mal bei "Lucky Mountain" waren, fragte Yira Archis, was Glück für ihn bedeutete. Er antwortete ihr, dass sie sein größtes Glück sei. Daraufhin lächelte sie ihn an und schmiegte sich an ihn...

Eines Tages stürmten Feinde das Land und kämpften gegen die Bewohner. Archis musste fort, um die Gegner zu bekämpfen. Yira wollte es nicht zulassen, dass Archis weg musste und bat ihn, bei ihr zu bleiben...doch die Gegner waren zu stark und Archis war gezwungen, sich dem Feind zu stellen...Yira war enttäuscht und traurig, doch Archis versprach ihr, er werde so schnell wie möglich wieder zurückkehren und sie küssten sich ein letztes Mal...Yira hielt es ohne Archis nicht aus, er war ihr bester Freund und Liebhaber zugleich...Tage vergingen und wurden zu Wochen, die Wochen zu Monate und Yira gab die Hoffnung auf, dass Archis noch lebte,...einige tage später bekam sie die Nachricht, Archis sei bei einer Schlacht gefallen und von dem Augenblick war Yira vollkommen am Boden zerstört und traumatisiert, sie konnte es nicht wahr haben, das Archis, ihre große Liebe, tot war.

Sie zog sich zurück und wurde von der Außenwelt isoliert, Tag für Tag wollte sie allein sein und mit niemanden reden. Eines Tages aber wollte einfach weg vom Dorf und deren Bewohner und beschloss, ein bisschen in dem Wald spazieren zugehen. Sie lief durch den Wald und war in ihren Gedanken woanders, als plötzlich ein Mann aus den Büschen hervorsprang und ihr mit einer Waffe drohte. Er war einer der Gegner, gegen die auch Archis gekämpft hatte. Er drohte Yira, sie zu töten, wenn sie auch nur einen Mucks machen sollte. Yira fürchtete sich und machte dabei stolpernde schritte zurück. Der Mann mit der Waffe kam näher und hielt die Waffe gegen sie, er wollte sie umbringen, doch dazu kam es nicht, da wie aus dem Nichts ein junger Mann den Fremden auf der Stelle erschoss. Yira schrie kurz auf und sah zu dem toten Mann, dann zu dem Anderen, der sie rettete. Er war groß und hatte dunkles Haar, seine Augen waren schwarz. Yira sah ihn an und sprach leise ihr Dank aus. Der junge Mann verneigte sich und nahm seinen Helm ab, er war einer der Soldaten ihrer Herkunft. Sie sahen sich lange in die Augen und er kam ihr näher. Sie traute ihm allerdings nicht recht und ging einen Schritt zurück, dann beschloss sie, wegzurennen und tat dies gleich, doch der Mann bat sie zu warten. Sie rannte so schnell sie konnte, doch er konnte sie einholen. Yira schreckte zurück und sah ihn misstrauisch an, doch der Fremde versprach ihr, er werde ihr nichts tun und gab ihr seine Hand. Sie sah in immer noch misstrauisch an, nahm aber dann die Hand und lächelte leicht. Er stellte sich vor, sein Name war Legon, aber auch sie gab ihn ihren Namen preis. Sie gingen zusammen durch den Wald und lernten sich kennen.

Es wurde spät und Yira wollte nach Hause, doch Legon bat sie zu bleiben. Als sie jedoch ging, fragte er sie, ob sie sich wieder sehen würden und Yira versprach ihm, am nächsten Tag an der alten Weide zu sein.

Am folgenden Tag war Legon an der alten Weide und wartete auf Yira, welche auch kam. Sie redeten unbeschwert miteinander und nach Archis Tod war es die erste zeit, wo Yira wieder lächeln konnte. Allerdings fiel es Legon auf, dass Yira sich seltsam benahm, wenn er über den Kampf redete. Er fragte sie, was mit ihr los sei und sie erzählte ihm ihre Geschichte über Archis. Legon tröstete sie und sagte ihr, das alles gut sein wird und der Kampf bald ein Ende haben würde. Sie beschlossen, sich abends zu treffen, worauf sie sich jeden Abend trafen.

Der Krieg war nach Monaten endlich zu Ende und Yira und Legon konnten sich unbeschwert jedes Mal sehen. Er nahm sie in den Arm und sagte leise, das nun alles gut ist. Yira legte ihren kopf an seiner Brust und schwieg. Dann sah Legon ihr in die Augen und gestand ihr seine Liebe. Als er sie fragte, ob sie das gleiche fühlte, zögerte sie…dann verneinte sie leise. Er fragte sie, ob es an Archis läge und sie nickte kurz, ohne ihm in die Augen zu sehen. Legon nahm ihre Hände in seine und sah ihr wieder in die Augen. Sie sagte leise, dass es ihr Leid täte, sie konnte Archis niemals vergessen...doch Legon lächelte Yira leicht an und sagte, dass es für ihn in Ordnung sei und sie Archis auch nicht vergessen sollte. Sie lächelte zurück, doch ihr Lächeln sah künstlich aus, dann atmete sie tief durch und fragte ihn, was Glück für ihn sein würde. Yira saß sich aufrichtig hin und sah ihn ruhig an...es war dieselbe Frage, die sie Archis kurz vor seinem Tod fragte...sie sah erst zu Boden, dann wieder zu Legon. Er antwortete ihr, dass sie sein Glück sei. Yira sah ihn argwöhnisch an und nickte kurz. Genauso war es auch mit Archis. Als Legon sie das gleiche fragte, sagte sie, dass er ihr die Frage an einem anderen Zeitpunkt nochmal fragen sollte. Sie wollte ihm nicht sagen, das er ihr Glück war, obwohl sie immer noch Archis denken musste...in ihrem inneren liebte Yira Legon auch, doch konnte sie es nicht zugeben,...vielleicht würde sie es mal sagen,...

(Fortsetzung folgt...)

#2
Es war viel geschehen und Yira und Legon lebten nun zusammen und von Tag zu Tag blühte Yiras Liebe zu Legon auf. Legon war der Einzige, der ihr volles Vertrauen hatte. Er war tagsüber ins Dorf gegangen um zu arbeiten und Yira war allein zu Haus. Sie beschloss, mal ein wenig Luft zu schnappen und hinterließ Legon einen Zettel, sie sei spazieren gegegangen.

Sie ging an einem stillen Bach endlang und war wieder in Gedanken versunken, als sie plötzlich eine Stimme hörte. Es hörte sich an wie ein Mann, der starke schmerzen hatte...Yira sah sich um und versuchte herauszubekommen, wo die Stimme herkam. Dann ging sie zu den Sträuchern und glaubte nicht, was sie dort sah....

Es war Archis...sie rieb sich die Augen um sicher zugehen, dass sie nicht träumte oder halluzinierte. Sie beugte sich zu Archis und sah ihn erschrocken an, er sah gewiss noch so aus, wie sie ihn in Erinnerung hatte, nur war er Blut- und dreckverschmiert. Er sah Yira an und lächelte schwach. Er fragte sie, ob sie es wirklich sei, oder ob er nun tot ist und sich im Himmel befindet. Yira kamen die Tränen und sie fragte ihn, wo er so lang gewesen sei und er antwortete, das sein Tod ein falscher Alarm gewesen sei, er wurde von den Feinden als Geisel gefangen genommen und konnte so über die Monate weder eine Nachricht schreiben, noch fliehen. Da er aber einen Plan hatte, konnte er entkommen und war so schnell er konnte zurück zum Dorf gereist. Yira umarmte und küsste ihn, Archis lächelte sie an und fragte sie leicht schmunzelnd, was Glück für sie bedeutete. Sie sah ihn aus einer Mischung von Trauer und Freude an, dann sagte sie leise, der er ihr Glück sei und seufzte leicht...

Zur gleichen Zeit war Legon nun zu Hause angelangt und las die Nachricht, die sie hinterließ. Er machte sich auf um sie zu suchen, da er Angst hatte, dass das gleiche passieren würde, als die beiden sich kennen lernten. Er nahm vorsichtshalber eine Waffe mit und ging los.

Yira nahm den leicht verletzten Archis auf einen flachen Felsen und kramte ein Tuch aus ihrer Tasche. Sie ging kurz zum Bach und befeuchtete das Tuch. Nebenbei erzählten sich Yira und Archis was in letzter Zeit passiert war....sie erzählte ihm auch von Legon,...Archis hörte ihr zu während sie sprach und ihn die wunden säuberte. Archis lag ruhig da und sah sie an, er fragte sie, ob sie ihn liebe. Sie sah zu Boden und säuberte die Wunden weiter, nickte dann jedoch kaum mit dem Kopf. Weder traurig, noch enttäuscht oder beleidigt sah Archis zu ihr. Sie sah ihn wartend und ängstlich an, doch er fragte nur wen sie mehr liebte. Sie seufzte abermals und sah zum Tuch, welches sie in ihren Händen hielt, dann sagte sie, dass sie es ihm nicht sagen könnte.

Plötzlich kam Legon mit der Waffe in der Hand zu der Lichtung, wo Yira und Archis waren. Yira stand auf und sah ausdruckslos zu ihm, während Archis im kurz zunickte und sagte, dass er kein Feind war. Legon ließ die Waffe nieder und sah zu Yira. Sie stellte die beiden Männer gegenseitig vor, doch die beiden hatten sich nichts zu sagen, außer einem kurzen nicken. Legon sah Yira fragend an, doch sie warf ein und sagte, dass sie zu Hause alles klären würden, doch erst müsse Archis versorgt werden. Die beiden halfen Archis auf dem Weg ins Dorf nach Hause.

Zu Hause angelangt, legten sie Archis auf das Bett und Yira kam mit Wasser und etwas zu Essen an. Archis und Legon sprachen nicht viel miteinander. Yira sah die beiden vorwürfungsvoll an und atmete tief ein, dann setzte sie sich hin, und erzählte Legon wie sie Archis im Wald fand. Legon nickte Archis wieder zu und sagte ruhig, dass er bleiben kann, bis er gesund ist, während Archis ihm ein kühles Danke entgegnete.

Am Abend konnte Yira nicht schlafen und ging raus zur Veranda. Sie machte sich über Archis und Legon Gedanken. Sie wusste nicht, wen sie mehr liebte und es war unmöglich mit beiden zusammenzuleben...später kam Legon zu ihr raus und nahm sie in die Arme. Er fragte sie, was nun passieren sollte, doch sie zuckte nur leicht die Schultern. Dann legte Legon seine Hand auf Yiras Gesicht und sagte, dass er sie immer noch so sehr liebte, wie am Anfang, doch Yira nickte nur leicht. Es war nicht die Reaktion, die Legon sich erhofft hatte, doch küsste er sie dann zärtlich. In demselben Augenblick kam Archis raus um frische Luft zu holen und sah die beiden, wie sie sich küssten. Yira sah erschrocken zu Archis rüber und eine trauernde Miene machte sich auf ihr Gesicht deutlich. Archis winkte nur kurz, als Zeichen, dass er sie nicht weiter stören wolle und ging wieder rein. Yira sah zu Boden und wandte sich von Legon ab. Er sah sie traurig an und sagte leise, dass sie sich entscheiden müsste. Yira nickte leicht den Kopf und flüsterte, dass sie das wüsste...

Am nächsten morgen machte sich Archis fertig. Er wollte wieder gehen und die beiden nicht stören. Als Yira das sah, hielt sie ihn auf und bat ihn zu bleiben, doch er schüttelte den Kopf und meinte, das dies besser sei, da Legon der richtige für sie sei. Ihr kamen die Tränen und sie fragte, ob er nicht wenigstens für ein paar Tage noch bleiben möchte, doch er verneinte abermals. Als Archis Richtung Tür hinausging, drehte er sich noch ein letztes Mal zu Yira um und sagte leise, das Legon ein richtiger Glückspilz sei, dann ging er fort. Sie ließ sich zu Boden gleiten und weinte bitterlich. Legon, der das ganze mitbekam, ging zu ihr und lag ihr die Hände auf die Schultern und kniete sich zu ihr,...er sagte wieder, dass sie ihre Entscheidung treffen müsste,...Yira sah ihn traurig an und schluckte, dann sagte er, dass sie ihm einmal gesagt hatte, dass er sich die frage, was glück für sie bedeutete, aufheben sollte. sie nickte und er stellte ihr die frage. Yira sah zur Tür, Legon wartete auf ihre antwort, dann, ganz langsam, sah Yira ihm mit Tränen in den Augen an und sagte leise, fast flüsternd, dass sie Archis immer geliebt hat und es immer noch tut. Legon biss sich in die Lippen und nickte, dann sagte er mit einem schmerzvollen, zwanghaften Lächeln, dass sie zu ihm gehen sollte, bevor es zu spät ist. Yira gab ihm einen Kuss auf die Wange und entschuldigte sich leicht trauernd, doch Legon wank ab und meinte, dass er das schon von Anfang an wusste, dass er Archis nie hätte ersetzen können. Yira sah ihn dankend an und stand auf, dann sagte sie leicht lächelnd, dass sie ihn suchen werde. Legon nickte und begleitete sie.

Yira musste jedoch nicht großartig nach Archis suchen, da sie wusste, wo er sei...und zwar bei "Lucky Mountain". Als sie dort oben ankam, sah sie Archis am Abgrund des Felsens sitzen. Legon blieb ein Stück weiter weg, da er die beiden ungestört lassen wollte. Als Yira zu Archis ging und ihn leicht anstupste, fuhr Archis hoch und sah sie erschrocken an. Er fragte sie, was sie hier mache und sie sagte, dass sie sich entschieden habe. Archis sah sie nicht recht verstehend an, dann setzte sich Yira zu ihm und gab Archis einen zärtlichen, innigen Kuss, dann lächelte sie ihn an. Archis, der nun auch verstand, lächelte zurück und umarmte sie. Legon, der in der nähe war und die beiden ansah, lächelte ebenfalls. Es fiel ihm schwer, dass Yira sich für Archis entschied, doch er war zufrieden, dass Yira glücklich war, denn das war ihm sehr wichtig...

Als Yira und Archis am Felsabgrund saßen, redeteten sie etwas über die Zeit von damals und Archis versprach ihr, sie nie wieder zu verlassen. Er fragte sie, ob sie zurück nach Hause wollen und Yira nickte ihm glücklich zu. Die beiden standen auf und wollten losgehen, doch plötzlich rutschte Yira aus und schrie. Sie konnte sich noch eben an der kante des Felsens festhalten, doch sie konnte sich nicht mehr halten, fiel in den Grund und schrie nach Archis. Er rief verzweifelt nach ihr, Legon kam angerannt und er hielt Archis zurück, damit er nicht ebenfalls in die Tiefe sprang. Die beiden Männer rannten die Tränen runter und sie sahen in die dunkle Tiefe, von dem der Wasserfall in den See floss. Legon sagte wie betäubt, das sie tot sei und Archis schrie ihn an, er solle dass nicht sagen. Legon schüttelte ihn und sagte ihm weinend, das es nicht anders sei und er es am liebsten auch nicht so hätte. Archis fiel zu Boden und weinte, er konnte es nicht wahr haben, dass Yira eben noch bei ihm war und jetzt plötzlich tot sei. Legon atmete schwer und stammelte leise, das es ihm Leid tut. Archis sah zum See und fragte Legon, was Glück für ihn sei. Legon antwortete, das er Yira so sehr liebte, wie kein anderer Mensch zuvor. Archis nickte kurz, doch Legon fuhr fort. Er sagte ihm, das Yira schon von Anfang an nur Archis liebte und sonst keinen, sie habe sich schon von Anfang an entschieden. Archis nickte leicht, dann fragte er kurz, woher er das wüsste. Legon sagte ihm, das Yira nie zu ihm gesagt habe, das sie ihn liebte, es war Archis den sie liebte, sonst keinen. Archis sah wieder zum See und schüttelte den gesenkten Kopf, während kleine Tränen runterfielen. dann fragte Legon Archis, was für ihn Glück bedeutete, doch er antwortete nicht. Archis stand auf und ging bis zur kante des Felsens, dann hielt er kurz inne und sprang dann plötzlich runter in die Tiefe. Legon sah ihm erschrocken hinterher, doch dann blieb er stehen und nickte kurz mit den kopf, er wusste, was Archis damit gemeint hatte. Legon sah in den Himmel und sah zwei Adler nebeneinander fliegen. Er lächelte und dachte für sich, das Yira und Archis nun endlich für immer vereint seien...und das ist das wahre Glück...

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