Eine Stunde im Zug
16 Antworten2'059 AufrufeGestartet von micha1980 ·
micha1980Themenstart
V O R W O R T
Danke ersteinmal an jeden, der sich die Zeit nimmt, meine Zeilen hier zu lesen. Selbst wenn ich jetzt keine Flasche Bier getrunken hätte, würde ich nicht zu einem meiner Kumpels fahren um mir mal die Gefühle von der Seele zu quatschen. Nicht, weil ich keine Kumpels hätte oder die keine Zeit fänden, nein, ich kann einfach nicht über Gefühle, über Liebe reden, ich möchte immer alles in mich hineinfressen. Eine schlechte Angewohnheit, ich weiß, die ich aber leider nicht ablegen kann. Die Gene, denke ich. Soweit ich sie noch kenne, neigten die Männer in meiner Familie schon immer zum Schweigen in dieser Angelegenheit. Aber zumindest bin ich der erste im Stammbaum, der sich darüber im Internet ausschütten kann ;)
" M E L A N I E "
Nun, der Grund für mich, dieses Schweigen zu brechen, heißt Melanie. Heißt sie nicht wirklich, aber aus irgendeinem Grund bin ich der Meinung, dass ich ihr einen anderen Namen geben sollte. Nicht, dass ihr richtiger Name nicht schön wäre. Nein, ich denke es liegt daran, dass ich ihren Namen nicht verwenden sollte, weil ich dann nur noch mehr an sie denken muss.
D E R Z U G
In einem Zug lernte ich sie kennen, morgen ist es eine Woche her. Ich saß auf meinem Platz, las ein Buch und plötzlich war sie da. Ob sich sich setzen dürfe, fragte sie. So etwas wie "gerne", sagte ich etwas verduzt, waren doch noch eine Menge andere Leute auf Bänken, zu denen Melanie sich hätte setzen können. Aber sie hatte den Platz neben mir gewählt. Ich bot ihr an, sich ans Fenster zu platzieren, sie lehnte recht kurz angebunden ab und bevorzugte es in ihrem Buch zu lesen. Trotz meiner überaus amüsanten Lektüre ("Vollidiot" von Tommy Jaud - lustigerweise geht es um einen Single, der ständig Pech mit seinen Dates hat) war ich doch ziemlich von Melanie abgelenkt und schaffte es nach ein paar Versuchen auch, mit ihr ins Gespräch zu kommen. Über eine Stunde, bis sie aussteigen musste, unterhielten wir uns prächtig. Ich brachte sie zum Lachen, sie brachte mich zum Lachen, wir hatten den gleichen Humor, sie verstand selbst ziemlich unterschwellige Ironie, sie war sehr hübsch - perfekt. Ich glaube, jener war einer der wenigen Momente im Leben, in welchem man glaubt, wirklich jemanden ganz besonderen getroffen zu haben. Nie hätte ich mir verzeihen können, Melanie einfach so gehen zu lassen. Kurz vor ihrem Ausstieg fragte ich Melanie also nach ihrer Handynummer, die sie mir auch gerne gab. Ich war schon traurig, dass sie schon wieder weg musste, aber auch schon froh, sie kennengelernt zu haben. Eine halbe Sunde später schrieb ich ihr noch etwas Lustiges, sie antwortete und es gingen noch ein paar lockere SMS hin und her, die von ihrer Seite mit "bis hoffentlich bald" endeten. Ich musste lächeln. Meinte sie das ernst oder waren diese Worte in dem sicheren Wissen gechrieben, dass wir uns wahrscheinlich eh nicht mehr sehen würden?
D A S D R A M A B E G I N N T
Um es etwas abzukürzen: Vor drei Tagen schrieb ich ihr wieder und jeden Tag wanderten einige Nachrichten zwischen uns hin und her. In mir wuchs mhr und mehr das Verlangen, sie wiederzusehen. Nichts jedoch mit Frau für eine Nacht; vielleicht halte ich mich selbst für bekloppt, aber trotz der Stunde, die wir uns erst gesehen haben, habe ich im Moment so intensive Gefühle für sie, wie ich sie für noch keine meiner Freundinnen/Bekanntschaften empfand. Ich schrieb ihr auch, dass ich sie wiedersehen müsste und sie schien auch keineswegs abgeneigt. Nun und heute Nachmittag gab sie mir auch die Zusage, dass wir uns treffen könnten und fragte mich gleichzeitig, ob man sich zu Weihnachten immer die Wahrheit sagen müsse. Zitat: "Aber als Freunde, nicht mehr und aber keinesfalls weniger, denn du bist einer der sympathischsten Menschen, die ich kennenlernen durfte." Ich fühlte und fühle mich, als habe mich eine Herde Büffel überrannt. Ausgewachsene Bullen natürlich, keine Jungtiere. Auf meine Nachfrage meinte sie, dass sie "zu diesem Zeitpunkt vergeben" sei und aber auf jeden Fall Kontakt zu mir halten möchte, alles in sehr liebem und selbstkritischen Ton.
D E R S T R O H H A L M
Merkt ihr es schon? "zu diesem Zeitpunkt vergeben" zitiere ich. Warum? Genau, weil es für eine Formulierung halte (oder halten will oder halten muss), die eine Perspektive bietet. Ein weiterer Strohhalm, den ich mir gebastelt habe: Gibt eine junge Frau einem eigentlich Fremden (den sie übrigens erst für einen schnöseligen Jung-Manager gehalten hat ;) ) nach einem Gespräch ihre Handynummer, wenn sie - in einer Beziehung liiert - vollständig ausschließt, dass aus ihrer Zugbekanntschaft "mehr" werden könnte? Schreibt sie, wie oben schon gesagt, "einfach so" etwas wie "bis hoffentlich bald"? Ich weiß es nicht. Ich kann mich nicht in die Denkmuster von Frauen hineinversetzen. Das ist jetzt keine Klischee-Mist, mit dem ich anfangen möchte, ich weiß es echt nicht, was ich denken, hoffen soll und was nicht.
Als sie mir schrieb, dass sie vergeben sei, habe ich lange überlegt, ob ich sie noch treffen sollte. Kurz und schmerzlos vergessen oder irgendwie lang und qualvoll weitermachen. Ich entschied mich, wie wohl viele Volidioten sich in diesem Falle entscheiden würden und schrieb: "Ich muss dich trotzdem sehen." Und sinngemäß dazu, dass ich nichts anderes tun könnte, weil ich denke, dass sie jemand ist, den man nur ganz selten im Leben trifft, vielleicht nur einmal. Das saß wohl, sollte es aber nicht mal willentlich, denn es war einfach das, was ich wirklich dachte und auch jetzt noch denke. Ist es Verklärung der unglücklichen Liebe? Oder ist sie tatsächlich die Eine, die für mich bestimmt ist oder zumindest bestimmt sein sollte? Ich weiß es nicht, jetzt in diesem Moment, wo ich diese Zeilen schreibe.
Übermorgen Nachmittag (halt, mittlerweile schon morgen!) werde ich 200km mit dem Auto fahren um sie zu treffen und mit ihr zu reden. Über was? Ich weiß es nicht mehr so recht seit heute Mittag. Wahrscheinlich werde ich irgendwelche belanglosen Sachen erzählen und so tun, als wäre nichts, als wären wir Freunde. Aber das will ich nicht, das kann ich nicht. Ich will sie sehen, ich will sie zum Lachen bringen. Ich möchte, dass wir uns dann mittendrin im Gespräch einfach tief in die Augen schauen und wir uns küssen. Ganz spontan, ungeplant. Einfach, weil wir uns ineinander verliebt haben. Aber das geht nicht, weil sie einen Freund hat und auch deswegen nicht, weil ich es mir gerade schon ausgemalt habe. Wenn ich mir etwas ausmale, dann wir das dann eigentlich fast nie so, wie ich es mir vorgestellt habe.
U N S C H L Ü S S I G
Check: Wie fühle ich mich? Ich bin mir sicher, dass ich sie zumindest noch dieses eine Mal sehen muss. Warum? Sicherlich, weil ich mir noch Hoffnung mache, wohl ohne Grund. Lieber würde ich sie sogar schon so schnell wie möglich sehen. Ist das überhaupt sinnvoll? Ich weiß es nicht. Andererseits würde ich diese Chance auf die groß Liebe, diesen Strohhalm einfach vorbeitreiben lassen, wenn ich sie nicht träfe. Und das wäre wohl schlimmer als ein Scheitern.
R E P R I S E
Ich wäre erstaunt, wenn jemand bis zum Schluss liest oder gar etwas dazu schreibt oder - nicht auszumalen - sogar etwas Hilfreiches schreibt ;) Jedenfalls, wie schon gesagt, danke an jeden, der sich etwas Zeit genommen hat, meine Geschichte zu lesen.
Ich hoffe auf Donnerstag Nachmittag, warum auch immer.
Danke ersteinmal an jeden, der sich die Zeit nimmt, meine Zeilen hier zu lesen. Selbst wenn ich jetzt keine Flasche Bier getrunken hätte, würde ich nicht zu einem meiner Kumpels fahren um mir mal die Gefühle von der Seele zu quatschen. Nicht, weil ich keine Kumpels hätte oder die keine Zeit fänden, nein, ich kann einfach nicht über Gefühle, über Liebe reden, ich möchte immer alles in mich hineinfressen. Eine schlechte Angewohnheit, ich weiß, die ich aber leider nicht ablegen kann. Die Gene, denke ich. Soweit ich sie noch kenne, neigten die Männer in meiner Familie schon immer zum Schweigen in dieser Angelegenheit. Aber zumindest bin ich der erste im Stammbaum, der sich darüber im Internet ausschütten kann ;)
" M E L A N I E "
Nun, der Grund für mich, dieses Schweigen zu brechen, heißt Melanie. Heißt sie nicht wirklich, aber aus irgendeinem Grund bin ich der Meinung, dass ich ihr einen anderen Namen geben sollte. Nicht, dass ihr richtiger Name nicht schön wäre. Nein, ich denke es liegt daran, dass ich ihren Namen nicht verwenden sollte, weil ich dann nur noch mehr an sie denken muss.
D E R Z U G
In einem Zug lernte ich sie kennen, morgen ist es eine Woche her. Ich saß auf meinem Platz, las ein Buch und plötzlich war sie da. Ob sich sich setzen dürfe, fragte sie. So etwas wie "gerne", sagte ich etwas verduzt, waren doch noch eine Menge andere Leute auf Bänken, zu denen Melanie sich hätte setzen können. Aber sie hatte den Platz neben mir gewählt. Ich bot ihr an, sich ans Fenster zu platzieren, sie lehnte recht kurz angebunden ab und bevorzugte es in ihrem Buch zu lesen. Trotz meiner überaus amüsanten Lektüre ("Vollidiot" von Tommy Jaud - lustigerweise geht es um einen Single, der ständig Pech mit seinen Dates hat) war ich doch ziemlich von Melanie abgelenkt und schaffte es nach ein paar Versuchen auch, mit ihr ins Gespräch zu kommen. Über eine Stunde, bis sie aussteigen musste, unterhielten wir uns prächtig. Ich brachte sie zum Lachen, sie brachte mich zum Lachen, wir hatten den gleichen Humor, sie verstand selbst ziemlich unterschwellige Ironie, sie war sehr hübsch - perfekt. Ich glaube, jener war einer der wenigen Momente im Leben, in welchem man glaubt, wirklich jemanden ganz besonderen getroffen zu haben. Nie hätte ich mir verzeihen können, Melanie einfach so gehen zu lassen. Kurz vor ihrem Ausstieg fragte ich Melanie also nach ihrer Handynummer, die sie mir auch gerne gab. Ich war schon traurig, dass sie schon wieder weg musste, aber auch schon froh, sie kennengelernt zu haben. Eine halbe Sunde später schrieb ich ihr noch etwas Lustiges, sie antwortete und es gingen noch ein paar lockere SMS hin und her, die von ihrer Seite mit "bis hoffentlich bald" endeten. Ich musste lächeln. Meinte sie das ernst oder waren diese Worte in dem sicheren Wissen gechrieben, dass wir uns wahrscheinlich eh nicht mehr sehen würden?
D A S D R A M A B E G I N N T
Um es etwas abzukürzen: Vor drei Tagen schrieb ich ihr wieder und jeden Tag wanderten einige Nachrichten zwischen uns hin und her. In mir wuchs mhr und mehr das Verlangen, sie wiederzusehen. Nichts jedoch mit Frau für eine Nacht; vielleicht halte ich mich selbst für bekloppt, aber trotz der Stunde, die wir uns erst gesehen haben, habe ich im Moment so intensive Gefühle für sie, wie ich sie für noch keine meiner Freundinnen/Bekanntschaften empfand. Ich schrieb ihr auch, dass ich sie wiedersehen müsste und sie schien auch keineswegs abgeneigt. Nun und heute Nachmittag gab sie mir auch die Zusage, dass wir uns treffen könnten und fragte mich gleichzeitig, ob man sich zu Weihnachten immer die Wahrheit sagen müsse. Zitat: "Aber als Freunde, nicht mehr und aber keinesfalls weniger, denn du bist einer der sympathischsten Menschen, die ich kennenlernen durfte." Ich fühlte und fühle mich, als habe mich eine Herde Büffel überrannt. Ausgewachsene Bullen natürlich, keine Jungtiere. Auf meine Nachfrage meinte sie, dass sie "zu diesem Zeitpunkt vergeben" sei und aber auf jeden Fall Kontakt zu mir halten möchte, alles in sehr liebem und selbstkritischen Ton.
D E R S T R O H H A L M
Merkt ihr es schon? "zu diesem Zeitpunkt vergeben" zitiere ich. Warum? Genau, weil es für eine Formulierung halte (oder halten will oder halten muss), die eine Perspektive bietet. Ein weiterer Strohhalm, den ich mir gebastelt habe: Gibt eine junge Frau einem eigentlich Fremden (den sie übrigens erst für einen schnöseligen Jung-Manager gehalten hat ;) ) nach einem Gespräch ihre Handynummer, wenn sie - in einer Beziehung liiert - vollständig ausschließt, dass aus ihrer Zugbekanntschaft "mehr" werden könnte? Schreibt sie, wie oben schon gesagt, "einfach so" etwas wie "bis hoffentlich bald"? Ich weiß es nicht. Ich kann mich nicht in die Denkmuster von Frauen hineinversetzen. Das ist jetzt keine Klischee-Mist, mit dem ich anfangen möchte, ich weiß es echt nicht, was ich denken, hoffen soll und was nicht.
Als sie mir schrieb, dass sie vergeben sei, habe ich lange überlegt, ob ich sie noch treffen sollte. Kurz und schmerzlos vergessen oder irgendwie lang und qualvoll weitermachen. Ich entschied mich, wie wohl viele Volidioten sich in diesem Falle entscheiden würden und schrieb: "Ich muss dich trotzdem sehen." Und sinngemäß dazu, dass ich nichts anderes tun könnte, weil ich denke, dass sie jemand ist, den man nur ganz selten im Leben trifft, vielleicht nur einmal. Das saß wohl, sollte es aber nicht mal willentlich, denn es war einfach das, was ich wirklich dachte und auch jetzt noch denke. Ist es Verklärung der unglücklichen Liebe? Oder ist sie tatsächlich die Eine, die für mich bestimmt ist oder zumindest bestimmt sein sollte? Ich weiß es nicht, jetzt in diesem Moment, wo ich diese Zeilen schreibe.
Übermorgen Nachmittag (halt, mittlerweile schon morgen!) werde ich 200km mit dem Auto fahren um sie zu treffen und mit ihr zu reden. Über was? Ich weiß es nicht mehr so recht seit heute Mittag. Wahrscheinlich werde ich irgendwelche belanglosen Sachen erzählen und so tun, als wäre nichts, als wären wir Freunde. Aber das will ich nicht, das kann ich nicht. Ich will sie sehen, ich will sie zum Lachen bringen. Ich möchte, dass wir uns dann mittendrin im Gespräch einfach tief in die Augen schauen und wir uns küssen. Ganz spontan, ungeplant. Einfach, weil wir uns ineinander verliebt haben. Aber das geht nicht, weil sie einen Freund hat und auch deswegen nicht, weil ich es mir gerade schon ausgemalt habe. Wenn ich mir etwas ausmale, dann wir das dann eigentlich fast nie so, wie ich es mir vorgestellt habe.
U N S C H L Ü S S I G
Check: Wie fühle ich mich? Ich bin mir sicher, dass ich sie zumindest noch dieses eine Mal sehen muss. Warum? Sicherlich, weil ich mir noch Hoffnung mache, wohl ohne Grund. Lieber würde ich sie sogar schon so schnell wie möglich sehen. Ist das überhaupt sinnvoll? Ich weiß es nicht. Andererseits würde ich diese Chance auf die groß Liebe, diesen Strohhalm einfach vorbeitreiben lassen, wenn ich sie nicht träfe. Und das wäre wohl schlimmer als ein Scheitern.
R E P R I S E
Ich wäre erstaunt, wenn jemand bis zum Schluss liest oder gar etwas dazu schreibt oder - nicht auszumalen - sogar etwas Hilfreiches schreibt ;) Jedenfalls, wie schon gesagt, danke an jeden, der sich etwas Zeit genommen hat, meine Geschichte zu lesen.
Ich hoffe auf Donnerstag Nachmittag, warum auch immer.
ich kann dich verstehen, dass du sie treffen willst.
aber ihr geht wohl mit unterschiedlichen erwartungen zu diesem treffen. einfacher wäre es auf jeden fall, wenn du den kontakt abbrechen würdest resp. nicht hingehst. das wäre sozusagen die vernunftsentscheidung.
kannst du dir vorstellen, diese frau nur als gute freundin zu haben?
aber ihr geht wohl mit unterschiedlichen erwartungen zu diesem treffen. einfacher wäre es auf jeden fall, wenn du den kontakt abbrechen würdest resp. nicht hingehst. das wäre sozusagen die vernunftsentscheidung.
kannst du dir vorstellen, diese frau nur als gute freundin zu haben?
Darauf kann ich wohl zu diesem Zeitpunkt nicht vernünftig antworten, denke ich ;) Tendenz vom Gefühl her natürlich ja im Moment. Subtiler Hintergedanke: Vielleicht entwickelt sich ja irgendwie mehr. Problem: Sie studiert die Woche über in Stuttgart, ich in Leipzig. Am WE fährt sich sicherlich oft heim zu ihrem Freund. Chance auf Treffen gleich Null.
Tendenz vom Verstand her ergo negativ.
Strohhalm (bis Donnerstag gültig): sie verliebt sich spontan und alles wird gut ;)
Tendenz vom Verstand her ergo negativ.
Strohhalm (bis Donnerstag gültig): sie verliebt sich spontan und alles wird gut ;)
hi..
habe mir deine story durchgelesen...
tja was die liebe einen menschen antut ne...
was soll ich dazu sagen, ich denke mal...wenn sie in einer glücklichen beziehung stecken würde, würde sie nie ihre handynummer weiter geben.
Aber stell dir vor, sie will nur freundschaft und du verliebst dich so sehr in sie dann tut es um so mehr weh. Also ich würde zum treffen fahren und gucken was sich ergibt. Vielleicht spricht sie über ihre beziehung...
habe mir deine story durchgelesen...
tja was die liebe einen menschen antut ne...
was soll ich dazu sagen, ich denke mal...wenn sie in einer glücklichen beziehung stecken würde, würde sie nie ihre handynummer weiter geben.
Aber stell dir vor, sie will nur freundschaft und du verliebst dich so sehr in sie dann tut es um so mehr weh. Also ich würde zum treffen fahren und gucken was sich ergibt. Vielleicht spricht sie über ihre beziehung...
hallo,
deine geschichte klingt wie aus einem film ;)
mmh..ihre ansage per mail, dass du ein freund bist und nicht mehr oder weniger war doch eine ziemlich klare ansage. sie hat einen partner und möchte dies nicht gefährden. irgendwie möchte sie dich aber näher kennen lernen..und dich vielleicht eben als kumpel behalten.
an deiner stelle würde ich einfach mal ans tereffen gehen und sehen wie sich das ganze entwickelt. wenn du nicht gehst, wirst du dir dies vielleicht lange vorwerfen. bleib locker und sieh mal was sich ergibt. sie wird sich wohl sehr klar erklären, was sie für dich fühlt und dann wirst du gewissheit haben.
ich wünsch dir viel glück!!
deine geschichte klingt wie aus einem film ;)
mmh..ihre ansage per mail, dass du ein freund bist und nicht mehr oder weniger war doch eine ziemlich klare ansage. sie hat einen partner und möchte dies nicht gefährden. irgendwie möchte sie dich aber näher kennen lernen..und dich vielleicht eben als kumpel behalten.
an deiner stelle würde ich einfach mal ans tereffen gehen und sehen wie sich das ganze entwickelt. wenn du nicht gehst, wirst du dir dies vielleicht lange vorwerfen. bleib locker und sieh mal was sich ergibt. sie wird sich wohl sehr klar erklären, was sie für dich fühlt und dann wirst du gewissheit haben.
ich wünsch dir viel glück!!
Sehr verschiedene Sichtweisen, welche ihr mir da auftut :)
Natürlich wäre ich stark für die Ansicht, dass sie mir die Nr. nicht gegeben häte, wenn sie in einer intakten Beziehung steckt. Interessant zudem, dass diese von dir, Greeneye, als Frau kam. Hatte ich auch schon drüber nachgedacht, das aber als eine verklärte maskuline Denke abgetan ;)
Das andere ist aber auch diese "klare Ansage", ja. Schwierig.
Am besten, ich verfilme das echt (danke für die Blumen), komme damit groß raus und sie verliebt sich in mich, als mir die Academy gerade meine 5 Oscars überreicht ;)
PS: Mit dummen Sprüchen versuche ich, gelassen und der Situation gewachsen zu wirken. Ist aber überhaupt nicht so.
Natürlich wäre ich stark für die Ansicht, dass sie mir die Nr. nicht gegeben häte, wenn sie in einer intakten Beziehung steckt. Interessant zudem, dass diese von dir, Greeneye, als Frau kam. Hatte ich auch schon drüber nachgedacht, das aber als eine verklärte maskuline Denke abgetan ;)
Das andere ist aber auch diese "klare Ansage", ja. Schwierig.
Am besten, ich verfilme das echt (danke für die Blumen), komme damit groß raus und sie verliebt sich in mich, als mir die Academy gerade meine 5 Oscars überreicht ;)
PS: Mit dummen Sprüchen versuche ich, gelassen und der Situation gewachsen zu wirken. Ist aber überhaupt nicht so.
je länger ich darüber nachdenke: ich würde mich auf jeden fall mit ihr treffen, verstand hin oder her. aber sei dir bewusst, dass dies eine komplizierte oder auch schmerzhafte kiste geben könnte...
Ich bin mir eigentlich sicher, dass es hinterher schmerzhaft wird, ich hab da immer ziemliches "Glück" ;) Aber sicherlich allemal besser, als die Chance gar nicht erst wahrzunehmen...
und da passt mal wieder der spruch: wer nicht wagt, gewinnt nicht...
ich wünsche dir auf jeden fall viel glück dabei, einfach ist es mit bestimmtheit nicht, aber lieber nach dem einen treffen eine klare abfuhr, als die verdammte ungewissheit...aber wer weiss, evtl. wirds ja was, hoffe für dich :super:
ich wünsche dir auf jeden fall viel glück dabei, einfach ist es mit bestimmtheit nicht, aber lieber nach dem einen treffen eine klare abfuhr, als die verdammte ungewissheit...aber wer weiss, evtl. wirds ja was, hoffe für dich :super:
Allerdings, Ungewissheit ist das Schlimmste...
Noch etwas anderes:
Klar, man muss sehen wie sich das Treffen entwickelt; aber worüber ich mir noch sehr unsicher bin ist die Frage, sie auch direkt auf ihre Beziehung bzw. unser Verhältnis zueinander anzusprechen. Sollte man das machen? Und vor allem WIE? Man, ich fühle mich wie ein dummer Schuljunge...
Noch etwas anderes:
Klar, man muss sehen wie sich das Treffen entwickelt; aber worüber ich mir noch sehr unsicher bin ist die Frage, sie auch direkt auf ihre Beziehung bzw. unser Verhältnis zueinander anzusprechen. Sollte man das machen? Und vor allem WIE? Man, ich fühle mich wie ein dummer Schuljunge...
mmh..schwere entscheidung.
ich würde nicht unbedingt mit der tür ins haus fallen und sofort fragen wollen, wie es zwischen euch zwei aussehen soll in der zukunft. einfach mal locker hingehen und gegen schluss des treffens behutsam nachfragen, wie sie die sache sieht.
im verlaufe des treffens wirst du vielleicht selber merken, in welche richtung sich das ganze bewegt. ob sie sich distanizert gibt oder nicht. und wenn du dir nicht klar bist, musst du es halt zur sprache bringen!
wünsch' dir viel erfolg!
ich würde nicht unbedingt mit der tür ins haus fallen und sofort fragen wollen, wie es zwischen euch zwei aussehen soll in der zukunft. einfach mal locker hingehen und gegen schluss des treffens behutsam nachfragen, wie sie die sache sieht.
im verlaufe des treffens wirst du vielleicht selber merken, in welche richtung sich das ganze bewegt. ob sie sich distanizert gibt oder nicht. und wenn du dir nicht klar bist, musst du es halt zur sprache bringen!
wünsch' dir viel erfolg!
ich fände es auf jeden fall zu hoch gegriffen, wenn du gleich auf die beziehung zwischen euch ansprichst. ihr habt euch eine stunde gesehen, da wäre es ehrlich gesagt vermessen wenn du das ansprichst.
abwarten wie sich das gespräch entwickelt. ich würde hingehen, schauen, dass es ein tolles date wird und dann mal abwarten ob sie sich meldet ....nach einigen tagen nochmals schreiben und wenn dann nicht wirklich was zurück kommt, dann, naja, du weisst schon...lieber die finger davon lassen.
abwarten wie sich das gespräch entwickelt. ich würde hingehen, schauen, dass es ein tolles date wird und dann mal abwarten ob sie sich meldet ....nach einigen tagen nochmals schreiben und wenn dann nicht wirklich was zurück kommt, dann, naja, du weisst schon...lieber die finger davon lassen.
hallo micha
eine intensive begegnung, von der du in deinen thread erzählst... ich kann mir vorstellen, dass du an nichts anderes mehr denken kannst.
ich glaube, es gibt zwei wege für euer treffen. entweder du bist ganz ehrlich mit ihr und sagst direkt, dass du dir mehr erhoffst. nicht indem du sie mit deinen gefühlen überrollst, aber doch offen und klar ihr mitteilst, dass sie in dir etwas ausgelöst hat wie schon lange keine frau mehr und es dich traurig macht, dass sie bereits in einer beziehung steckt. (als frau wird sie dies vermutlich sowieso wahrnehmen, wer fährt schon mal 200 km für ein treffen, um eine "neue freundin" zu gewinnen?).
deinen worten nach zu beurteilen möchtest du nicht nur eine neue "gute freundin" - es ist ganz klar mehr für dich - also steh dazu. vielleicht fühlt sie sich überfordert und sagt dir nochmals klipp und klar, dass sie wirklich nicht mehr wolle, dich einfach als interessant empfunden hat. dann micha, um dir viel schmerz und leiden zu ersparen, nimm distanz und vergiss den kontakt. du selbst bist dir schlussendlich am nächsten und wirst sowieso schnell erkennen, was bei ihr abgeht, wenn du ehrlich zu dir selber bist.
2. möglichkeit - du machst auf locker und tust so, als würdest du auch offen sein, sie als neue bekannte in deinem leben zu haben. im hinterkopf bleibt eine kleine (riesen-) hoffnung, dass sich irgendwann etwas ändern könnte und sie doch noch anders empfindet. diese lösung bist aber nicht DU - sondern nur die hoffnung. leider vergessen wir liebenden oft, dass hoffnung ein permanenter zukunftszustand ist und leben nicht mehr im hier und jetzt.
wünsche dir viel glück und klarheit!
:trost:
anjuli
eine intensive begegnung, von der du in deinen thread erzählst... ich kann mir vorstellen, dass du an nichts anderes mehr denken kannst.
ich glaube, es gibt zwei wege für euer treffen. entweder du bist ganz ehrlich mit ihr und sagst direkt, dass du dir mehr erhoffst. nicht indem du sie mit deinen gefühlen überrollst, aber doch offen und klar ihr mitteilst, dass sie in dir etwas ausgelöst hat wie schon lange keine frau mehr und es dich traurig macht, dass sie bereits in einer beziehung steckt. (als frau wird sie dies vermutlich sowieso wahrnehmen, wer fährt schon mal 200 km für ein treffen, um eine "neue freundin" zu gewinnen?).
deinen worten nach zu beurteilen möchtest du nicht nur eine neue "gute freundin" - es ist ganz klar mehr für dich - also steh dazu. vielleicht fühlt sie sich überfordert und sagt dir nochmals klipp und klar, dass sie wirklich nicht mehr wolle, dich einfach als interessant empfunden hat. dann micha, um dir viel schmerz und leiden zu ersparen, nimm distanz und vergiss den kontakt. du selbst bist dir schlussendlich am nächsten und wirst sowieso schnell erkennen, was bei ihr abgeht, wenn du ehrlich zu dir selber bist.
2. möglichkeit - du machst auf locker und tust so, als würdest du auch offen sein, sie als neue bekannte in deinem leben zu haben. im hinterkopf bleibt eine kleine (riesen-) hoffnung, dass sich irgendwann etwas ändern könnte und sie doch noch anders empfindet. diese lösung bist aber nicht DU - sondern nur die hoffnung. leider vergessen wir liebenden oft, dass hoffnung ein permanenter zukunftszustand ist und leben nicht mehr im hier und jetzt.
wünsche dir viel glück und klarheit!
:trost:
anjuli
V O R W O R T D E S A U T O R S
Nun, diesmal sitze ich hier, ohne dass ich Bier getrunken hätte. Nicht, dass das normalerweise für mich etwas besonderes wäre, sodass es einer gesonderten Erwähnung bedarf. Ich schätze, es ist einfach ein guter Bogen zur ersten Geschichte ;-) Wie dem auch sei, möchte ich noch einmal für alle Tipps, Ratschläge, Anmerkungen danken, die von euch gekommen sind. Ich halte es nicht für selbstverständlich, dass man sich in die Probleme eines fremden, anonymen Menschen versetzt und versucht, ihm zu helfen. Dank eurer Teilnahme und eines Gespräches mit meiner besten Freundin - die eigentlich recht weit weg wohnt und wie durch Vorsehung vorgestern abend zufällig in der Stadt war und mich anrief um zu fragen, ob wir uns nicht mal treffen wollen - fuhr ich am gestrigen Tag recht, sagen wir locker, zu dem Treffen mit Melanie. Aber natürlich kam wieder einmal alles anders als erwartet.
D I E A N R E I S E
Zug oder Auto? Die Frage stellte sich sich mir eigentlich gar nicht. Im Zug würde mir wahrscheinlich wieder etwas passieren, was mein Leben mal eben auf den Kopf stellen würde. Und darauf hatte ich im Moment gar keine Lust. Konsequent entschied ich mich fürs Auto. Der Routenplaner hatte mir noch am Vorabend die optimale Strecke ausgekaspert. 1 Stunde und 43 Minuten Fahrzeit. Mir graute es davor. Wie sollte ich mich bitteschön in diesen knapp 2 Stunden ablenken und mich davon abhalten, mich kaputtzugrübeln? Als Fahrer sind da die Möglichkeiten ja eher begrenzt. Ich entschied mich für das Zusammenstellen einer lauten Mitgröl-CD, was sich als recht guter Schritt erwies. Vor lauter - machen wir uns nichts vor, singen war es echt nicht - mitgrölen kam ich überhaupt nicht dazu, mir Gedanken zu machen. Die leicht heisere Stimme würde ich dann hervorragend auf den Wintereinbruch schieben können. Angekommen an unserem Treffpunkt wartete ich auf Melanie. Und dann kam sie auch schon daher.
D A S W I E D E R S E H E N
Melanie wirkte wirklich erfreut, mich wiederzusehen. Ich war es auch, klar. Ein paar dumme Sprüche meinerseits über ihr verstauchtes Bein (hatte sie mir vorher geschrieben) ließen gar nicht erst so etwas wie Anspannung aufkommen. Als Ortskundige wollte sie mich in ein nahe liegendes Café schleppen, was nicht zuletzt dem einsetzenden Schneeregen geschuldet war. Bevorzugt wäre ich mit ihr in einem Park spazieren gegangen. In derartigen Situationen bewege ich mich lieber, um meine Nervosität zu verbergen, aber sei`s drum, ich bin ja anpassungsfähig. Wir hatten gerade etwas zu Trinken bestellt,als Melanie noch einen kurzen Blick auf ihr Handy warf und sieben Anrufe in Abwesenheit feststelle. Von ihrer Schwester, die am Morgen sehr zeitig aus dem Haus gegangen war. Wohin, wusste Melanie nicht. Sollte aber nicht mehr lange dauern, dieses Wissensdefizit zu beheben. Melanie rief sie zurück um zu erfahren, dass ihre Schwester gerade ganz in der Nähe sei und dann gerne mit Melanie zurück nach Hause fahren würde. Denn Melanie wohnt mit ihrer Schwester und dem Rest der Familie in einem kleinen Dorf, rund 40 km von der Stadt entfernt. Hielt ich prinzipiell ersteinmal für eine ganz gute Idee, die eigene Schwester im Auto mitzunehmen, ist ja Ehrensache. Etwas irritiert war ich allerdings, dass Melanies Schwester gedachte, sogleich zu dem Café zu kommen.
F A M I L I E N T R E F F E N
Nachdem ich sage und schreibe 17 Minuten mit Melanie alleine hatte, kam nun ihre Schwester ins Café spaziert. Hübsch wie ihre Chauffeurin in spe, sympathisch und mit der Beute aus ihrer jüngsten Shopping-Tour kam sie zielsicher an unseren Tisch. Melanie stellte uns einander vor und die nächsten zweieinhalb Stunden waren doch recht unterhaltsam. Wir drei redeten, scherzten und hatten durchaus Spaß. Ab und an trafen sich Melanies und mein Blick schon ein ganzes Stück länger als normal, doch der körperliche Flirtkontakt blieb - nicht zuletzt duch die etwas für ein Date seltsame Konstellation - auf ein sechs bis sieben unabsichtliche Tritte Melanies gegen meine Kniescheibe beschränkt. Fast war ich versucht, nach einem Kamerateam von MTV Ausschau zu halten, welches auch noch Melanies Mutter anschleppen würde, damit ich sie von meinen Qualitäten als Schwiegersohn überzeugen sollte. Irgendwie musste das Kamerateam aber im Schnee steckengeblieben sein, denn es tauchte niemand mehr auf. Wie gesagt, ein lustiger Nachmittag, aber nicht gerade das, was ich mir unter einem Date vorstellte. Zum Abschied drückte mich Melanie und sagte mir, dass wir das unbedingt wiederholen müssten und dass sie dann auch mal zu mir kommen würde. Dass ich ihren Besuch dann aber terminlich erst mit MEINER Schwester absprechen müsste, brachte ich dann doch nicht. Erstens, weil mir sowas - wie immer erst eine Minute zu spät einfällt. Zweitens, weil ich eigentlich gar nicht sauer war, weil es insgesamt doch ein schöner Nachmittag war und ich überhaupt nichts gegen Melanies Schwester habe. Seltsam ausgeglichen machte ich mich auf den Rückweg.
E P I L O G
Am Abend war dann zuhause noch der große, alljährliche Bowlingabend mit Freunden angesagt. Meine beste Freundin stellte die Behauptung in den Raum, dass die AKtion mit der Schwester geplant gewesen sei. Auf den Gedanken war ich überhaupt noch nicht gekommen, konnte in auch nicht so richtig glauben. Aber selbst wenn? Wäre es aufgrund der Gegebenheiten nicht irgendwie das Beste gewesen? Jedenfalls hatte mir Melanie noch gestern geschrieben, dass "es ein sehr schöner Nachmittag mit mir war" und sie sich "sehr gefreut" hat, mich wiederzusehen. Und gerade vorhin meinte sie noch mit einem Smiley, dass sie nicht die einzige sei, die an mir "Gefallen gefunden" habe. Klasse, ist die Schwester schon einmal überzeugt vom potenziellen Schwager. Fehlt also noch die Mutter. Und das MTV-Kamerateam natürlich.
Nun, diesmal sitze ich hier, ohne dass ich Bier getrunken hätte. Nicht, dass das normalerweise für mich etwas besonderes wäre, sodass es einer gesonderten Erwähnung bedarf. Ich schätze, es ist einfach ein guter Bogen zur ersten Geschichte ;-) Wie dem auch sei, möchte ich noch einmal für alle Tipps, Ratschläge, Anmerkungen danken, die von euch gekommen sind. Ich halte es nicht für selbstverständlich, dass man sich in die Probleme eines fremden, anonymen Menschen versetzt und versucht, ihm zu helfen. Dank eurer Teilnahme und eines Gespräches mit meiner besten Freundin - die eigentlich recht weit weg wohnt und wie durch Vorsehung vorgestern abend zufällig in der Stadt war und mich anrief um zu fragen, ob wir uns nicht mal treffen wollen - fuhr ich am gestrigen Tag recht, sagen wir locker, zu dem Treffen mit Melanie. Aber natürlich kam wieder einmal alles anders als erwartet.
D I E A N R E I S E
Zug oder Auto? Die Frage stellte sich sich mir eigentlich gar nicht. Im Zug würde mir wahrscheinlich wieder etwas passieren, was mein Leben mal eben auf den Kopf stellen würde. Und darauf hatte ich im Moment gar keine Lust. Konsequent entschied ich mich fürs Auto. Der Routenplaner hatte mir noch am Vorabend die optimale Strecke ausgekaspert. 1 Stunde und 43 Minuten Fahrzeit. Mir graute es davor. Wie sollte ich mich bitteschön in diesen knapp 2 Stunden ablenken und mich davon abhalten, mich kaputtzugrübeln? Als Fahrer sind da die Möglichkeiten ja eher begrenzt. Ich entschied mich für das Zusammenstellen einer lauten Mitgröl-CD, was sich als recht guter Schritt erwies. Vor lauter - machen wir uns nichts vor, singen war es echt nicht - mitgrölen kam ich überhaupt nicht dazu, mir Gedanken zu machen. Die leicht heisere Stimme würde ich dann hervorragend auf den Wintereinbruch schieben können. Angekommen an unserem Treffpunkt wartete ich auf Melanie. Und dann kam sie auch schon daher.
D A S W I E D E R S E H E N
Melanie wirkte wirklich erfreut, mich wiederzusehen. Ich war es auch, klar. Ein paar dumme Sprüche meinerseits über ihr verstauchtes Bein (hatte sie mir vorher geschrieben) ließen gar nicht erst so etwas wie Anspannung aufkommen. Als Ortskundige wollte sie mich in ein nahe liegendes Café schleppen, was nicht zuletzt dem einsetzenden Schneeregen geschuldet war. Bevorzugt wäre ich mit ihr in einem Park spazieren gegangen. In derartigen Situationen bewege ich mich lieber, um meine Nervosität zu verbergen, aber sei`s drum, ich bin ja anpassungsfähig. Wir hatten gerade etwas zu Trinken bestellt,als Melanie noch einen kurzen Blick auf ihr Handy warf und sieben Anrufe in Abwesenheit feststelle. Von ihrer Schwester, die am Morgen sehr zeitig aus dem Haus gegangen war. Wohin, wusste Melanie nicht. Sollte aber nicht mehr lange dauern, dieses Wissensdefizit zu beheben. Melanie rief sie zurück um zu erfahren, dass ihre Schwester gerade ganz in der Nähe sei und dann gerne mit Melanie zurück nach Hause fahren würde. Denn Melanie wohnt mit ihrer Schwester und dem Rest der Familie in einem kleinen Dorf, rund 40 km von der Stadt entfernt. Hielt ich prinzipiell ersteinmal für eine ganz gute Idee, die eigene Schwester im Auto mitzunehmen, ist ja Ehrensache. Etwas irritiert war ich allerdings, dass Melanies Schwester gedachte, sogleich zu dem Café zu kommen.
F A M I L I E N T R E F F E N
Nachdem ich sage und schreibe 17 Minuten mit Melanie alleine hatte, kam nun ihre Schwester ins Café spaziert. Hübsch wie ihre Chauffeurin in spe, sympathisch und mit der Beute aus ihrer jüngsten Shopping-Tour kam sie zielsicher an unseren Tisch. Melanie stellte uns einander vor und die nächsten zweieinhalb Stunden waren doch recht unterhaltsam. Wir drei redeten, scherzten und hatten durchaus Spaß. Ab und an trafen sich Melanies und mein Blick schon ein ganzes Stück länger als normal, doch der körperliche Flirtkontakt blieb - nicht zuletzt duch die etwas für ein Date seltsame Konstellation - auf ein sechs bis sieben unabsichtliche Tritte Melanies gegen meine Kniescheibe beschränkt. Fast war ich versucht, nach einem Kamerateam von MTV Ausschau zu halten, welches auch noch Melanies Mutter anschleppen würde, damit ich sie von meinen Qualitäten als Schwiegersohn überzeugen sollte. Irgendwie musste das Kamerateam aber im Schnee steckengeblieben sein, denn es tauchte niemand mehr auf. Wie gesagt, ein lustiger Nachmittag, aber nicht gerade das, was ich mir unter einem Date vorstellte. Zum Abschied drückte mich Melanie und sagte mir, dass wir das unbedingt wiederholen müssten und dass sie dann auch mal zu mir kommen würde. Dass ich ihren Besuch dann aber terminlich erst mit MEINER Schwester absprechen müsste, brachte ich dann doch nicht. Erstens, weil mir sowas - wie immer erst eine Minute zu spät einfällt. Zweitens, weil ich eigentlich gar nicht sauer war, weil es insgesamt doch ein schöner Nachmittag war und ich überhaupt nichts gegen Melanies Schwester habe. Seltsam ausgeglichen machte ich mich auf den Rückweg.
E P I L O G
Am Abend war dann zuhause noch der große, alljährliche Bowlingabend mit Freunden angesagt. Meine beste Freundin stellte die Behauptung in den Raum, dass die AKtion mit der Schwester geplant gewesen sei. Auf den Gedanken war ich überhaupt noch nicht gekommen, konnte in auch nicht so richtig glauben. Aber selbst wenn? Wäre es aufgrund der Gegebenheiten nicht irgendwie das Beste gewesen? Jedenfalls hatte mir Melanie noch gestern geschrieben, dass "es ein sehr schöner Nachmittag mit mir war" und sie sich "sehr gefreut" hat, mich wiederzusehen. Und gerade vorhin meinte sie noch mit einem Smiley, dass sie nicht die einzige sei, die an mir "Gefallen gefunden" habe. Klasse, ist die Schwester schon einmal überzeugt vom potenziellen Schwager. Fehlt also noch die Mutter. Und das MTV-Kamerateam natürlich.
gute story :)
ich würde mal darauf tippen, dass es zufall war mit ihrer schwester. immerhin hat sie dir ja noch eine sms geschrieben, dass sie den nachmittag toll fand und sie will dich besuchen kommen. tönt doch positiv!?
was mich interessieren würde, wie denkst du nach diesem treffen über sie?
ich würde mal darauf tippen, dass es zufall war mit ihrer schwester. immerhin hat sie dir ja noch eine sms geschrieben, dass sie den nachmittag toll fand und sie will dich besuchen kommen. tönt doch positiv!?
was mich interessieren würde, wie denkst du nach diesem treffen über sie?
Danke ;-)
Nun, wie ich über sie denke nach dem Treffen? Das habe ich mich freilich auch schon gefragt. Ich meine, ich sollte erstmal ein paar Tage drüber nachdenken, denn so richtig schlüssig bin ich mir im Moment überhaupt nicht. Ab morgen geht's ersteinaml mit ein paar Freunden in einen Kurzurlaub. Ich hoffe, ich bin schlauer, wenn ich zurückkehre :-)
Nun, wie ich über sie denke nach dem Treffen? Das habe ich mich freilich auch schon gefragt. Ich meine, ich sollte erstmal ein paar Tage drüber nachdenken, denn so richtig schlüssig bin ich mir im Moment überhaupt nicht. Ab morgen geht's ersteinaml mit ein paar Freunden in einen Kurzurlaub. Ich hoffe, ich bin schlauer, wenn ich zurückkehre :-)
coole geschichte.
das klingt doch alles schon mal nicht schlecht. glaube nicht, dass das mit der schwester geplant war. umso besser, dass die schwester dich auch schon mal mag. frauen geben doch grossen wert auf die meinung ihrer besten freundinnen/schwester über männer oder?
drück' dir die daumen weiterhin!
das klingt doch alles schon mal nicht schlecht. glaube nicht, dass das mit der schwester geplant war. umso besser, dass die schwester dich auch schon mal mag. frauen geben doch grossen wert auf die meinung ihrer besten freundinnen/schwester über männer oder?
drück' dir die daumen weiterhin!
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