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enttäuscht von bester Freundin

24 Antworten4'144 AufrufeGestartet von Maxilene ·

MaxileneThemenstart
#1
Hallo!

Ich bräuchte mal einen Rat zu meiner besten Freundin.

Ich mag sie unheimlich gerne und sie ist immer für dich da, auch wenn ich ganz tief unten bin. Ich kann sie Tag und Nacht anrufen, aber es gibt eine Sache, in der ich sie absolut nicht verstehe.

Sie wohnt ein paar Kilometer von mir entfernt und da ich keinen Führerschein habe und die Gegend, in der sie wohnt, mit dem Zug nicht erreichen kann, sehen wir uns nur selten. Ihr Freund wohnt allerdings in meiner Nähe und jedesmal, wenn sie ihn besucht und sich auch mit mir treffen will, sollen meine Eltern mich fahren, weil sie kein Geld habe.

Sie fährt nur "zur allergrößten Not", wie sie es formuliert und möchte dann noch Spritgeld von mir haben. Morgen will sie sich wieder mit mir treffen und sagt, ich soll meine Eltern bearbeiten, damit sie mich fahren. Wenn es nicht ginge, würde sie zu mir kommen, aber ich sollte ihr dann ca. 4€ Spritgeld geben. Finde das nicht richtig, in einer Freundschaft Geld zu verlangen. Habe noch eine andere beste Freundin, die sagt, es wäre selbstverständlich, in einer Freundschaft kein Geld vom Anderen zu verlangen. Sie wolle keins von mir haben, sonst würde sie böse. ;)

Findet ihr es in Ordnung, einer Freundin jedesmal Spritgeld zu geben, auch wenn man selbst viel weniger hat? Sie bekommt jeden Monat 600€ von ihrem Vater, ich dagegen bin zur Zeit aus gesundheitlichen Gründen arbeitsunfähig und auf die Unterstützung meiner Familie angewiesen. Dieser Zustand belastet mich sehr. Sie tut aber so, als wäre das kein Problem und meint, ich könnte doch nochmal meine Oma anpumpen. Das finde ich unmöglich und unverschämt von ihr. Ich pumpe fast nie jemanden an, meine Oma steckt mir von sich aus öfter mal Geld zu. Und ich haeb ein schlechtes Gewissen deswegen.

Als ich im August in einer Klinik war, hat meine Freundin mich nicht einmal besucht, obwohl sie es vorhatte. Stattdessen ist sie auf ein Festival gefahren, wo eine Karte 60€ gekostet hat. Dafür hatte sie komischerweise Geld.

Als ich vor einiger Zeit ein paar Tage bei ihr gewohnt habe, musste ich ihr ständig was dazugeben, so dass von den 50€ meiner Oma nichts mehr übrig war. Das hat mich sehr geärgert. Ich lasse viel zu viel mit mir machen.

Würde gern mal eure Meinung hören? Reagiere ich übertrieben oder findet ihr das Verhalten meiner Freundin nicht ok?

#2
hallo maxilene

für mich klingt das gar nicht nach einer besten freundin. das mädel kommandiert dich rum und nimmt dich finanziell aus. bist du in einer notlage ist sie ebenfalls nicht für dich da.

was verbindet euch denn wenn sie deine beste freundin sein soll? was tut sie für dich?

#3
Liebe Maxilene,

jede Freundschaft existiert genauso wie eine Partnerschaft nur dann, wenn beide "investieren". Was investiert man? Zeit, Zuneigung, Verständnis, Aufmerksamkeit, ... und auch Geld. Glücklich ist eine Partnerschaft ebenso wie eine Freundschaft nur dann, wenn es sich die Waage hält. Allerdings ist die Waage bei jedem Menschen anders gewichtet. Für den einen ist Zeit viel wertvoller als ein Dinner for two. Für den anderen ist eine Umarmung viel wertvoller als ein geschenkter Pullover zum Geburtstag.

Dennoch ist auch an dem Spruch etwas dran "bei Geld hört die Freundschaft auf".

Geld ist in meiner Familie so lange ich denken kann ein Streitthema (gewesen), weil eigentlich nie genug da ist (war), um nur ein kleines bisschen mehr als das allernotwendigste zu haben.

Hast du den Eindruck, dass du viel mehr investierst und weniger zurück bekommst, wenn du dir mit deiner "besten" Freundin die Kosten teilst, wenn sie dich bei sich aufnimmt oder sie die Wegstrecke zu dir für euer Treffen zurücklegt? Oder bist du eifersüchtig, dass sie das für ihren Freund öfter macht als für dich?

Du bist 24 Jahre alt und deine Freundin?

Was muss deine Freundin denn von den 600 Euro alles finanzieren?

Wie weit wohnt ihr auseinander?

Wie lange ist sie mit ihrem Freund schon zusammen?

Wer bezahlt deine Miete und dein Essen?

Warum bist du arbeitsunfähig und wirst von deiner Familie finanziert?

Ist es wirklich das Geld, um das es dir geht?

Oder erwartest du vielleicht wegen deiner Arbeitsunfähigkeit emotionale, moralische, seelische Unterstützung, die von deiner "besten" Freundin nicht kommt?

Meiner Erfahrung nach wird Geld dann zu einem Streitthema, wenn sich die Werte und Wertschätzungen verändern bzw. voneinander abweichen.

Wie fühlt es sich für dich an, wenn ihr euch einfach in der Mitte verabredet? Dann hat jeder denselben Weg investiert ;)

Deine Freundin ist für deine Situation nicht verantwortlich. Das bist du ganz alleine. Mach das Beste daraus!

Liebe Grüße,

pitsch

Maxilene
#4
Danke für eure Antworten!

Also, eifersüchtig bin ich nicht, zumal die Beziehung zu ihrem Freund sehr unglücklich ist und sie derzeit zwischen 2 Männern steht.

Ja, ich habe den Eindruck, dass ich mehr investiere als sie. Wenn ich ein Auto hätte und sie zu Hause abholen müsste, würde ich sie nicht um Spritgeld bitten. Es nervt mich, dass sie sich ständig beklagt, wie pleite sie ist. Ich meine, was bin ich dann??

Wenn du meinen Thread "total am Ende-Beziehung macht mich kaputt" liest, weißt du, was die Gründe für meine derzeitige Erwerbsunfähigkeit sind. Ich sags hier mal in Kurzform: Habe schwere Depressionen aufgrund einer traumatischen, psychisch zermürbenden Beziehung. Nach einer Reha nächsten Monat möchte ich wieder ins Berufsleben zurückkehren.

Ich lebe notgedrungen noch bei meinen Eltern, die mich finanzieren, obwohl ihnen dafür eigentlich das Geld fehlt. Wir sind 5 Personen zu Hause und meine Mutter muss uns alle von ihrem Gehalt ernähren. Das ist eine Zumutung! Und ich habe keinen Anspruch auf Hartz4.

Während der Beziehung habe ich meine beste Freundin leider sehr vernachlässigt, wofür ich mich mehrmals entschuldigt habe. Sie sagte auch, sie hätte mir längst verziehen und wüsste, dass ich damals in einer sehr schwierigen Situation war. Die Aufforderung, Spritgeld zu geben, war aber vorher auch schon vorhanden.

Meine Freundin ist 29 und wohnt in der Wohnung ihres Vaters. Ihr gehört die eine Hälfte davon. Sie hat noch nie gearbeitet, lebt also vom Geld ihres Vaters, der sehr gut verdient. Sie wohnt ca. 50km von mir entfernt.

Ja, das wäre ein Kompromiss. Nur sind meine Eltern nicht bereit, mich ständig durch die Gegend zu fahren, was ich auch verstehen kann.

#5
Liebe Maxilene,

nach diesen Informationen schließe ich mich sadpk an.

Die Zeit für eure Freundschaft ist abgelaufen.

Warum bezeichnest du sie noch als "beste" Freundin?

Eine beste Freundin ist da, wenn man sie braucht. Eine beste Freundin steht einem in schlimmen Zeiten bei. Und umgekehrt ist man ebenso für sie da.

Sie hat dir verziehen, dass du dich in deiner schweren Zeit nicht um sie gekümmert hast? Sehr großzügig. Und was ist mit dir? Kannst du ihr verzeihen, dass sie in der Zeit nicht für dich da war? Hat sie um Entschuldigung dafür gebeten? Oder war sie da und du hast sie nicht gelassen?

Es tut mir leid für dich - im Laufe jedes Lebens verändert sich der Freundeskreis und das soziale Umfeld, geneauso wie wir uns verändern.

Wie heißt es so schön?

Es gibt eine Zeit der Freude und eine Zeit des Leides,

es gibt eine Zeit der Liebe und eine Zeit des Hasses,

es gibt eine Zeit der Gesundheit und eine Zeit der Krankheit. ... und umgekehrt ...

und ihr hattet jetzt eine Zeit des gemeinsamen Weges und nun kommt die Zeit der getrennten Wege. Oder siehst du das anders? Wäre es schlimm? Oder wäre es eher eine Erleichterung?

Ich wünsche dir Mut für einen Start in ein neues Leben,

pitsch

Maxilene
#6
@ sadpk: Uns verbindet, dass wir beide Probleme mit Depressionen haben, beide schlimme Beziehungen hinter uns haben und somit gut miteinander reden können.

Ok, ich gebe zu, dass sich das komisch anhört.

Wir haben uns während des Abis angefreundet, was einige Zeit gebraucht hat, weil wir zunächst gar nichts miteinander zu tun hatten.

Dadurch, dass ihr Geld so wichtig ist, habe ich in letzter Zeit kaum noch Lust, überhaupt etwas mit ihr zu unternehmen. Sie gibt zu, dass sie mehr Geld hat als ich, scheint mich aber trotzdem nicht zu verstehen.

Wenn ich sie mal wieder heulend angerufen habe, weil mein jetziger Exfreund mich schlecht behandelt hat, war sie immer für mich da, hat sich meine immer gleichen Sorgen angehört und mich sogar schon davon abgehalten, mir etwas anzutun. Habe zwar nie etwas in der Richtung versucht, aber oftmals keinen Sinn mehr im Leben gesehen.

Aber aus irgendeinem Grund ist unser Verhältnis seit meines Klinikaufenthaltes anders geworden, distanzierter. Habe aber nicht das Gefühl, dass ihr das auch aufgefallen ist.

Maxilene
#7
Liebe pitsch,

Das ist eine gute Frage. Wenn ich darüber nachdenke, dass sie sich schonmal 2 Wochen nicht gemeldet hat wegen ihrer psychischen Probleme, weiß ich selbst nicht genau, wieso ich sie noch als beste Freundin ansehe. Zumindest eine SMS hätte sie mir ja schicken können.

Letzen Monat habe ich 2 Wochen bei meiner Tante verbracht, die 1km von meiner Freundin entfernt wohnt. Wir hatten vor, uns zu treffen, wollten wandern gehen... Daraus ist nichts geworden, weil sie sich in der ganzen Zeit nicht gemeldet hat.

Ich war diejenige, die ihr mehrmals geschrieben hat. Dann meinte sie, die Nachrichten wären nicht angekommen. Na gut, vielleicht stimmt das sogar. Kann ja passieren. Aber ich hätte mich gerne mit ihr getroffen, meine Tante hätte mich auch zu ihr gefahren.

Was das Telefonieren angeht, bin auch ich diejenige, die investiert. In der Klinik rief sie mich außer einem Mal nicht auf Handy an (Ich hatte dort kein Festnetz), weil das zu teuer sei, wohingegen ich sie jedesmal, wenn sie bei mir anklingeln lässt, von Festnetz auf Handy zurückrufen soll. Zwar wähle ich dann eine Billigvorwahl, auf Dauer ist das aber auch zu teuer.

Sie ist sich keiner Schuld bewusst, glaube ich, macht sich auch weniger Gedanken als ich.

Ich glaube, du hast Recht. Die Zeit für unsere Freundschaft scheint wirklich abgelaufen zu sein. Es ist sehr schade und traurig, aber so, wie es momentan läuft, kann es nicht weitergehen. Ich glaube schon, dass es zunächst schlimm für mich ist, aber vielleicht sind wir einfach zu unterschiedlich. Wenn beide Probleme haben, ist auch die Gefahr groß, sich gegenseitig noch mehr runterzuziehen.

#8
liebe maxilene

durch die zusätzlichen infos wird das ganze ein bisschen klarer :)

ich selber kenne depressionen und meine beste freundin auch, daher kann ich deine loyalität ihr gegenüber gut verstehen. NUR: sie scheint dir ihren damaligen beistand im nachhinein 'zu verrechnen', sprich sie gibt dir das gefühl, dass du ihr ne menge dafür schuldest, dass sie damals für dich da war.

das hat nichts mit freundschaft zu tun, denn in freundschaften gibt man "à fond perdu"....

ich denke wie pitsch, dass diese freundschaft vorüber ist. denn wie beziehungen im leben gehen und kommen, tun dies auch gewisse freundschaften....vielleicht war die freundschaft mit ihr gar ein teil dieser destruktiven zeit, die du hinter dir hast.

ich wünsche dir für deinen neustart ins leben alles gute und tolle freunde und freundinnen, die dich dabei unterschützen :super:

#9
Liebe Maxilene!

Ich schließe mich den anderen an: Die Zeit für eure Freundschaft scheint abgelaufen zu sein. Und sorry, Spritgeld für einen Besuch verlangen, das ist schon arg deftig und hat nix mehr mit Freundschaft zu tun. Ich seh ja ein, dass die Fahrt zu dir Geld kostet, aber dafür bekommt sie ja auch was zurück: Nämlich einen schönen Nachmittag mit ihrer besten Freundin, an dem sie wieder mal richtig lachen, lästern, kichern und Spaß haben kann. Sicherlich kann sie sich nix dafür kaufen, aber letztendlich fühlt sie sich dadurch aber besser. Vielleicht wird ihr das mal bewusst, wenn sie dich nicht mehr als Freundin hat.

Ach Maxilene, ich hab so den Eindruck, dass im Moment dein Leben total aus den Fugen gerät. Ich hoffe nur, du gibst nicht auf sondern kämpfst weiter. Ich drück dir ganz doll die Daumen, dass du es schaffst. An dir sollte sich so manche hier im Forum ein Beispiel nehmen: Trotz aller Widrigkeiten lässt du dich nicht unterkriegen!! :klatsch:

#10
ja das finde ich auch..

Rede mit ihr.. mach ihr klar das es so nicht weitergehen kann, und das es dir selber nicht gut geht, sage es ihr so, das sie versteht was sie getan hat..

und gib ihr ja nicht das gefühl das sie die einzige beste freundin ist, ihr hinterher laufen ja nicht, das macht sie sicherer und macht mit dir was sie will, lasss sie mal zappeln, ... das hilft.. dann merkt sie und macht sie sich gedanken warum...

liebe grüsse

Maxilene
bearbeitet #11
Danke für das Lob und die lieben Worte, Tylli! :schmatz:

Es ist schwer, aber ich darf nicht aufgeben.

Treffe mich heute mit meiner Freundin, nachdem ich ihr gestern nochmal erklärt habe, dass ich kein Geld habe und es in einer Freundschaft nicht richtig finde, Geld zu verlangen. Darauf meinte sie, sie käme mit den 600€ im Monat hinten und vorne nicht aus und es täte ihr auch leid, dass sie deshalb ihre Freunde um Spritgeld bitten muss. Normalerweise würde es ihr ja auch gar nichts ausmachen, durch die Gegend zu fahren.

Haben uns jetzt darauf geeinigt, dass ich nur den Sekt als nachträgliches Geburtstagsgeschenk bezahle und kein Spritgeld gebe.

Aber trotz allem habe ich nicht den Eindruck, dass ihr wirklich klargeworden ist, dass meine finanzielle Situation deutlich schlechter ist als ihre. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich mich gleich lieber mit meiner anderen Freundin treffen.

Sie hat mir auch vorgeschlagen, mich Ende des Monats für 2 Tage mit zu sich zu nehmen, aber da kam mir sofort wieder der Gedanke: "Und wieviel soll ich dir diesmal dafür geben?" Also wenn das mit dem Geld so weiter geht, hat es wohl keinen Sinn, so zu tun, als wäre unsere Freundschaft so gut wie früher.

#12
Liebe Maxilene,

es ist nichts schlimmes dabei, wenn man für sich feststellt, dass eine gute Freundin für eine bestimmte Zeit da war und in der Zeit ja auch wichtig war.

Sie war für dich am Telefon da als du jemanden brauchtest, der zuhört. Da hast du angerufen und sie war erreichbar. Das war das was du zu der Zeit brauchtest. Dafür kannst du ihr dankbar sein.

Das ist aber nicht mehr das was du jetzt brauchst. Und deswegen brauchst du kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn es mit Treffen nicht klappt - und wenn es am finanziellen scheitert, na und!

Wir verändern uns im Laufe des Lebens ständig, wir entwickeln uns, wir lernen täglich dazu, wir sammeln Lebenserfahrungen. Das geht jedem Menschen so. Und wenn sich die Wege in eine andere Richtung entwickeln, dann ist das auch ein Teil Lebenserfahrung das zu erkennen und zu akzeptieren. Man muss deswegen nicht im Bösen eine Freundschaft auf eine Bekanntschaft ändern.

Die Freundschaft wie sie früher war brauchst du nicht mehr. Du brauchst heute eine andere Art von Freundschaft. Vielleicht kann sie dir diese auch bieten, vielleicht nicht. Vielleicht kannst du ihr jetzt auch zeigen, dass man mit noch weniger Geld auch auskommen kann?

Ich wünsche dir ein angenehmes Treffen,

pitsch

Maxilene
#13
Neuester Stand:

Das Treffen letztes Wochenende war ganz ok, aber meine Freundin hat wieder viel über Geld geredet, dass ihr Freund, obwohl er 1000 netto verdient, nie Spritgeld geben oder das Essen bezahlen würde. Das scheint bei ihr so ein wichtiges Thema zu sein.

Jetzt hat sie Post vom Arbeitsamt bekommen. Kann sein, dass sie Hartz4 beantragen muss, aber das sieht sie nicht ein, meint auch, sie wäre nicht voll erwerbsfähig wegen ihren Depressionen. Die Unterlagen der Rehaklinik, in der sie dieses Jahr war, will sie dem Amt nicht zeigen, weil darin steht, dass sie arbeiten kann. Ich glaube auch, sie hat Angst, dass ihr Vater ihr dann nichts mehr geben würde.

Nachdem ich ihr nochmal erklärt habe, wie die Situation bei mir ist, dachte ich eigentlich, sie hätte es verstanden. Aber heute am Telefon fing sie schon wieder an, wir könnten uns ja übernächstes Wochenende nochmal treffen. Es müsste doch zu machen sein, dass meine Eltern mich mal zu ihrem Freund fahren. Immer sind es meine Eltern, die alles machen sollen. Sie sind schon geladen, wenn ich nur davon anfange, weil sie es nicht nachvollziehen können. Und gerade am Wochenende haben sie natürlich auch Besseres zu tun als mich durch die Gegend zu kutschieren. Wenn sie das nicht einsieht und selbst nicht kommen will, dann war es das wohl mit unserer Freundschaft. Ich reg mich nur noch über sie auf.

#14
Wieso kann sie nicht arbeiten? Sie kann doch Auto fahren - immerhin lässt sie sich das ja von dir bezahlen. Wie jeder Taxifahrer...

Kannst ihr ja mal erklären, was sie alles für Geld einbüßen kann, wenn sie nicht arbeiten will. Denn das Arbeitsamt kann sich auch die Unterlagen der Reha-Klinik beschaffen. Wenn ein Leistungsbetrug vorliegt (wäre ja in ihrem Falle, wenn sie vortäuscht, dass sie nicht arbeiten kann), müssen med. Einrichtungen auch ohne Einwilligung des Patienten die Akten rausrücken.

Lass dich nicht mehr ausnehmen - egal, ob es dir möglich ist oder nicht. Sie will sich nicht selbst um Geld kümmern und dafür sollst du dann der Goldesel sein. Nein, so funktioniert das nicht!!!

Maxilene
#15
Das stimmt allerdings.

Verstehe das auch nicht. Sie sucht nach einem 400€-Job, sagt aber, sie sei nicht arbeitsfähig. Habe auch das Gefühl, sie sieht überall einen Haken. Neulich hat sie einen Tag in einem Supermarkt zur Probe gearbeitet und sich hinterher darüber aufgeregt, Stunden geschuftet zu haben, ohne dafür bezahlt zu werden. Sie hätte die ganze Zeit schwere Kisten schleppen würden. Da hab ich mich schon gefragt, ob sie da nicht etwas übertrieben hat. Und dass man beim Probe arbeiten Geld bekommt, habe ich noch nie gehört.

Ich werde ihr auch kein Geld mehr geben, nicht einen Cent! Bin das alles so leid! Dann noch ihre Probleme mit den beiden Typen...

Habe schon gar keine Lust mehr, sie anzurufen oder ihr zu schreiben. Das war früher ganz anders.

#16
Und dass man beim Probe arbeiten Geld bekommt, habe ich noch nie gehört
Theoretisch schon, hat was mit dem Versicherungsschutz zu tun. Praktisch wird das kaum passieren, denn für einen Tag ist der Papierkram einfach zu aufwendig. Und ich glaub auch nicht, dass sie "den ganzen Tag" schwere Kisten schleppen musste. Schau dir doch die Märkte an: Meist haben die für die Lieferungen einen fahrbaren Untersatz. Und meist kommt das Zeug auch auf Euro-Paletten. Da muss sie also gar nix weiter tragen. Außer vielleicht das Zeug ins Regal stellen.

Ich würde sagen, sie ist chronisch faul. Mehr nicht. Denn den Mund aufkriegen und nach Geld fragen kann sie ja, wenn sie ihre beste Freundin ständig um Geld anbettelt.

Wenn du das nächste Mal mit ihr zusammen sein solltest, kannst du ihr nicht klipp und klar erklären, dass du über DAS Thema nicht mehr reden willst? Es wird ja auch noch andere Sachen geben, über die man schwatzen kann.

Maxilene
#17
Ja, diese fahrbaren Untersätze sieht man öfter in Supermärkten.

Ich weiß auch nicht, ob ich ihr das alles so glauben kann.

Wenn wir uns vor der Reha nochmal treffen, werde ich ihr sagen, dass das Thema für mich langsam lästig ist. Sie versteht meine Situation nicht, aber ich soll ihre verstehen. Sie meinte gestern wieder, sie sei total pleite.

Ich beschwere mich bei ihr nicht andauernd über mein nicht vorhandenes Einkommen. Jedenfalls kann ich ihren Vater verstehen, der sagt, die 600€, die er ihr gibt, müssten doch ausreichen. Das sehe ich eigentlich auch so. Wieviele Hartz4-Empfänger bekommen weit unter 600 und müssen davon eine Familie ernähren?!

Das Traurige ist, dass ich auch andere Themen nicht mehr wirklich interessant finde, wenn ich mich mit ihr unterhalte. Meistens geht es dabei nur um unsere gestörten Beziehungen und die Depressionen. Ich glaube, ich habe in meinem Freundeskreis nur eine einzige, die keine psychischen Probleme hat. Manchmal denke ich, dass es besser ist, wenn man jemanden hat, der dem Leben eher positiv gegenübersteht.

#18
Ich denke auch, dass man von 600 EUR im Monat leben kann. Große Sprünge kann man damit allerdings nicht machen. Aber sie sollte auch mal sehen, dass sie das Geld geschenkt bekommt.

Naja egal, soll nicht dein Problem sein.

Ich glaube, ich habe in meinem Freundeskreis nur eine einzige, die keine psychischen Probleme hat
Dann wirst du wohl das falsche Umfeld haben... ;) Nee, mal im Ernst. Trotz aller psychischer Probleme kann man sich ja auch ganz vernünftig über die Depressionen unterhalten. Klar ist es blöd, wenn man sich nur über das eine Thema unterhält. Aber wenn es euch so sehr beschäftigt und belastet? Ist doch eigentlich verständlich.

Manchmal denke ich, dass es besser ist, wenn man jemanden hat, der dem Leben eher positiv gegenübersteht.
Auf jeden Fall!!! Aber so einen Menschen finden, ist sehr schwer.

Zu deiner Freundin fiel mir heute so ganz spontan ein, dass sie doch keinen Job braucht. Sie hat doch schon einen: Sie ist im Nebenjob "Freundin", der ihr ganz gut bezahlt wird.

Du siehst, es beschäftigt mich. Aber ich kann da echt immer wieder den Kopf drüber schütteln, wie manche so sind. :eek:

Maxilene
#19
Hallo!

Ich weiß bald nicht mehr, was ich von meiner Freundin halten soll.

Nachdem ich ihr gesagt habe, wir könnten nur noch auf Festnetz telefonieren, weil es auf Handy zu teuer sei (unsere Telefonrechnung war unheimlich hoch), meinte sie, dann könnten wir ja in Zukunft übers Internet (wkw) Zeiten fürs Anrufen ausmachen. Zuletzt habe ich sie am Samstag gefragt, ob sie Sonntag Zeit hat, doch darauf kam bis jetzt nichts zurück.

In letzter Zeit gibt es immer öfter Phasen, in denen längere Zeit von ihr nichts kommt. In de Regel bin ich diejenige, die nachhakt und sich wieder meldet, aber langsam sehe ich das nicht mehr ein.

Überhaupt, wenn ich so drüber nachdenke, ist es irgendwie auch Quatsch, fürs Telefonieren Zeiten zu vereinbaren. Meine andere beste Freundin, die ich mittlerweile lieber mag als die, um die es hier geht, rufe ich an, wenn mir grad danach ist. Entweder sie ist dann da oder nicht.

#20
Ich kann nur sagen: Schieß sie in den Wind. Vielleicht merkt sie mal es mal selber, was an ihrem Verhalten seltsam ist, wenn du dich nicht mehr meldest. Meist merkt man erst, was man für Freunde hat, wenn man sich mal nicht mehr meldet... :cool:

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