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er zieht zu uns und macht Schluss ... wie weiter???

12 Antworten859 AufrufeGestartet von grosse träne ·

grosse träneThemenstart
#1
Hallo en alle !!

Meine Geschichte : Ende Juni 08 habe ich (39) meinen jetztigen Ex (32) an einem Festival kennengelernt. Wir haben uns gegenseitig Sachen erzählt, die man eigentlich nur vertrauten Personen erzählt. Er hat mir Dinge anvertraut, die er sonst niemandem gesagt hat. Einen Monat lang haben wir Sms geschrieben und 2 mal die ganze Nacht durch telefoniert. Damals war ich noch mit dem leiblichen Vater meiner Tochter zusammen. In dieser Beziehung waren meinerseits keine Gefühle mehr. Er war seit 5 Jahre alleine. Am 1. August sind meine Kollegin und ich zu ihm gefahren, da meine Kollegin Bekannte in seiner Nähe hatte. Wir haben dann einen wunderschönen Abend zusammen verbracht. Am nächsten Tag bevor ich nach Hause ging, haben wir noch darüber geredet wie es weiter gehen soll. Da hat er gemeint : es wird nicht einfach, aber wir schaffen das!! Dieser Meinung war ich definitiv auch!! Am Abend daheim habe ich gesagt was ist und dass ich mit der Kleinen (damals 1 jährig) ausziehen werde. Hatte relativ schnell eine Wohnung und wir konnten uns endlich am Wochenende sehen. Wir wohnten damals 180 Km auseinander. zunehmend hatte ich immermehr Probleme mit der Entfernung, sodass er im April 09 zu mir und der Kleinen gezogen ist. Er hat seinen gutbezahlten Job, seine Freunde und die Feuerwehr für mich und die Kleine aufgegeben. Danach fingen die Probleme an. Ich habe ihn mit der Situatin völlig überfordert: neuer Job und Familie... Habe es aber damals nicht eingesehen und immerwieder meine Kälte und Sturheit an ihm ausgelassen. :mauer:

Im November 08 hat er Schluss gemacht. Ich habe gekämpft wie ein Löwe. Wir haben dann geredet und er hat mir meine Fehler zurecht an den Kopf geworfen. Das hat mir die Augen geöffnet. Ich wusste, ich muss mich ändern. Nicht nur für die Beziehung, sondern auch für mich. Ich wurde ruhiger, sachlicher, nicht mehr nachtragend.

Im Januar haben wir beide den Mietvertrag für ein Haus unterschrieben. Umzug war Ende März. Seit wir hier sind geht es nur noch abwärts. Das ganze Blatt hat sich gedreht. Ich suche Kompromisse zu finden, die werden zum grössten Teil ignoriert. Wenn ich etwas sage, ist er eingeschnappt und lässt mich links liegen.

Nun hat er vor einer Woche, ich habe ihn nur etwas gefragt, endgültig Schluss gemacht. Er ertrage diese Steitereien nicht mehr. Ich wollte aber nie mit ihm streiten, sondern normal darüber reden....

Nun leben wir wie in einer Wohngemeinschaft. Er ist ins Gästezimmer gezogen, kümmert sich liebevoll um die Kleine (sie nennt ihn Papi) aber zu mir ist er eiskalt, redet so gut wie nichts.

Wenn nicht Schluss wäre, wären wir 3 dieses Wochenende in seine alte Heimat gegangen. Nun ist er heute mittag wärend der Arbeit (LKW-Fahrer) schnell nach Hause gekommen, hat einige Kleider eingepackt, noch 2, 3 Minuten mit der Kleinen beschäftigt, hat sich liebevoll von der kleinen verabschiedet und weg war er. Am Mittwochabend hat er mir noch gesagt, dass wir 2 Mädels ihm nicht egal sind. Die Kleine versteht die Welt nicht mehr. ?( Ich auch nicht!! Habe mit 2 Bekannten über unsere Beziehung gesprochen, keiner kann nachvollziehen warum er Schluss gemacht hat. Hier unsere ganzen unterschiedlichen Meinungen aufzuschreiben, würde den Rahmen sprengen... Leider hat er nie in seinem Leben gelernt über Gefühle zu reden oder zu zeigen...

Ich weiss nicht mehr weiter!! Er lässt niemand an sich ran, da er mehr Probleme mit sich hat, als er gegen aussen zugibt. Einige seiner Probleme kenne ich.

Was soll ich nur tun?? Er ist meine GROSSE Liebe!! ich habe aus Verzweiflung 3 Wahrsagern telefoniert... Jede hat etwas anderes gesagt. Was meint Ihr: habe ich noch eine Chance oder soll ich das Ganze aufgeben??

#2
Lass das mit den Wahrsagern, Du weisst selber, dass das ausser Kosten nichts bringt...

Setz ihn nicht unter Druck. Er hat für Euch sehr viel aufgegeben, vielleicht ist er mit der ganzen Situation überfordert.

Vorher hatte er einen gut bezahlten Job, jetzt ist er LKW-Fahrer, gefällt ihm seine Arbeit?

habe ich noch eine Chance oder soll ich das Ganze aufgeben??
Aufgeben würde ich noch nicht. Aber lass ihm Zeit zur Ruhe zu kommen und versuch dann nochmals mit ihm über alles zu sprechen.

Alles Gute

bearbeitet #3
Danke für die Antwort! Ich habe im ersten Jahr so viele Fehler gemacht. Ich habe ihn mit Worten und Taten (Kälte) verletzt. Bis es im November gekracht hat. Er hat finanzielle Probleme, die für mich aber nie ein Thema waren um Schluss zu machen. Wenn ich mal zahlen will, lässt er mich trotzdem nicht... Er hatte bis er mich kennengelernt hatte, ein riesiges Alkoholproblem. Seine Worte: hätte er mich nicht kennengelernt, wäre er in ein paar Jahren total abgestürzt. Ich habe ihm aber nie vetraut wenn er mit seinen Kollegen unterwegs war. Zu gross war meine Angst ihn zu verlieren, da ich schon einen Partner an Drogen verloren habe. Vor ca einem Monat sagte er mir, er brauche zwischendurch mal einen Absturz... Okay, aber bitte komm nicht nach Hause, wegen der Kleinen und mir. Habe zuviele negativen Erinnerungen wegen dem Alk.

Wegen seiner Arbeit : jetzt sagt er, dass ihm die Arbeit gefalle. Als ich ihn kennengelernt habe, hat er gemeint, er wolle eigentlich nicht mehr auf die Strasse. Er war früher Fernfahrer, dabei hat ihn seine Ex betrogen. Als er zu uns gezogen ist, hatte es keine freien Arbeitsstellen in einem Kieswerk, darum ist er wieder Chauffeur. Seine Augen leuchten und funkeln jedes Mal, wen er vom Kieswek spricht (hat auch meine Mutter bemerkt).

Er ist gestern gegangen und ich habe so gehofft, dass wenigstens eine Gute-Nacht-Sms für die Kleine kommt, aber Fehlanzeige. Sie hat gewint, weil er nicht zu Hause war. Es tut so weh. Ich möchte ihn verstehen.

Am 29. Juli hat er mir noch eine Sms geschrieben. Er liebe mich mega fest!! Letzten Mittwoch hatten wir ein kleineres Gespräch über Gefühle und so. Da habe ich ihm gesagt, dass ich mir manchmal etwas mehr Offenheit von seiner Seite gewünscht hätte. Er hat dazu geschwiegen. Da habe ich blöde Kuh ihn gefragt: auf einer Liebesskala von 1 bis 10, wo bin ich?? Auf der 2!! Das war ein Schock!! Habe so 4 oder 5 gedacht... Seine Antwort: sieh es positiv, immerhin noch auf der 2....

#4
Ich seh es wie Sealife: Abstand nehmen.

Er hat finanzielle Probleme, die für mich aber nie ein Thema waren um Schluss zu machen.
Kann es sein, dass eure Schwierigkeiten auf finanziellen Problemen beruhigen? Durch mich ging ein Aufschrei, als ich las, dass es im Nov 08 den Riesen-Krach gab, du gleichzeitig seine finanziellen Probleme erwähnst und ihr im März (09?) in ein Haus zieht. Für mich passt das nicht zusammen. Kann es sein, dass das alles für ihn einfach eine zu große Belastung ist? Das er Existenzangst hat? Das er Angst vor der Zukunft hat? Dann kann man(n) auch so drauf sein wie er. Zumal du auch schreibst, dass er seltsam reagiert, wenn du mal was bezahlen willst.

#5
Die Miete für das Haus ist weniger wie für die Wohnung... In seinem Kopf ist es halt so, dass Mann bezahlt.

#6
In seinem Kopf ist es halt so, dass Mann bezahlt.
Naja, das sind halt so seine Vorstellungen. Die aus seinem Kopf kriegen ist schwer. Das wirst du auch nicht mit "ganz viel Liebe" und Sprüche wie "Geld ist mir egal" schaffen.

Wie sah denn eigentlich seine Lebensplanung aus, ehe er mit dir zusammen gekommen ist?

#7
Hallo Tylli !!

Vielen Dank für Deine Antwort! Vor mir hatte er keine Lebensplanung!! Arbeit von 6.30 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr. Danach ab in die Kantine : Bier bis ????. Wochenende : aufstehen, als erstes meistens eine Flasche Bier, danach Bier bis Sonntagabend.... Hobby hatte er die Feuerwehr. Er hat mir selber gesagt, dass er froh und dankbar ist, dass ich in sein Leben gekommen bin. Er wäre sonst in einigen Jahren definitiv ganz abgestürzt. Ich habe ihm sehr lange nicht vertraut, was den Alkohol betrifft, obwohl ich gesehen habe, dass er sich verändert hat. Und dann, als ich endlich soweit war ihm zu vertrauen, sagt er zu mir : ich brauche zwischendurch meine Abstürze...

#8
Hallo,

so wie ich die Sache einschätze, hat dein (Ex?)-Partner immer noch ein gewaltiges Alkoholproblem.

Er hat sich von einem (Dauer-)Säufer zu einem Quartals-Säufer entwickelt, ist aber immer noch ein Säufer.

Du schreibst, dass du ihm wegen seines Alkoholkonsums nicht vertrauen konntest. Er wußte das ja wohl auch.

Könnte es sein, dass ihm sehr irgendwo sehr wohl bewußt ist, dass er ein Problem mit dem Alk hat und sich in Verbindung mit dem Wissen um dein Mißtrauen (welches ich vollkommen nachvollziehen kann) in eine Trennung flüchtet, statt zu seinem Problem zu stehen und sich um entsprechende -professionelle- Hilfe bemüht. Doch dass muss nunmal von ihm ausgehen und er muss es auch wollen.

#9
Es gab immer wiede Diskussionen wegen dem Alk. Einmal habe ich gesagt: für ein schnelles Bier hast Du auch immer Zeit... Da hat er gesagt, ich vertraue ihm nicht und wolle ihn zum blauen Kreuz bringen... Stimmt aber nicht!! Mit Mass, bitte!! Schliesslich hast Du Dich auch für eine Familie entschieden!

Nun, er ist letzte Nacht nicht nach Hause gekommen. Keine Sms, einfach nichts. Ich habe mich soweit gefangen, aber die Kleine ist am Boden zerstört. Sie lässt mich keine Sekunde aus den Augen unddiese Nacht wollte sie das erste Mal bei mir schlafen... Er tut so, als wären wir nie in seinem Leben gewesen. Das kann es doch nicht sein?! Die Kleine tut mir so leid. Sie kann ja nichts däfür.

#10
Mit Mass, bitte!!
Was soll das denn heißen? :eek: Ein Alkoholiker, der in Maßen trinkt? :schief:

Da hat er gesagt, ich vertraue ihm nicht und wolle ihn zum blauen Kreuz bringen...
Merkst du nicht, dass er sein Problem erkennt und nun versucht, vor ihm wegzulaufen? Kann es sein, dass du ihm wegen seinem Alk-Verbrauch ständig angesprochen hast? Dann würden seine Reaktionen nämlich passen. Er versucht, seine Sucht vor dir zu schützen. Lieber verzichtet er auf Familie etc., nur um in Ruhe trinken zu können.

DAS musst du verstehen. Nicht ER ist das Problem sondern seine Sucht. Das ist ein Unterschied. Aber solange er nicht erkennt, dass er sich da professionell helfen lassen muss, wirst du nicht dagegen ankommen. Du kannst gegen eine Sucht nichts machen. Früher oder später wirst du verlieren und auf der Strecke bleiben.

#11
Wenn er Alkoholiker ist, kannst Du leider gar nichts dagegen unternehmen. Du wirst immer und immer wieder gegen eine Wand laufen. Auch Gespräche und Drohungen nützen nur für kurze Zeit etwas. Danach ist es wieder wie vorher.

Wenn Du den Alkohol nicht akzeptierst, bleibt Dir nichts anderes übrig, als Dich definitiv zu trennen.

Deinem Kind geht es nicht gut, weil es auch Dir nicht gut geht. Das hat aber nichts damit zu tun, weil er nicht nach Hause gekommen ist.

Sie spürt Deine Ängste, kann sie aber nicht einordnen. Das verunsichert sie enorm.

#12
Ich melde mich endlich wieder mal....

Wir haben in der Zwischenzeit 3 mal versucht miteinander zu reden. Jedes Mal ist es zum Thema Vertrauen gekommen. Er meint, dass ich kein Vertrauen zu ihm habe und desshalb sehe er keine Zukunft. (es geht um eine intimere Sache) Ich habe ihm geantwortet, dass ich immer Vertrauen zu ihm hatte, aber wenn für mich etwas unlogisch erscheint oder ich anderst gehandelt hätte, möchte ich mit ihm darüber reden. Wenn das nicht geht, dann kommt doch durch die Skepzis Misstrauen auf?? Er versteht nicht (oder will nicht) was ich meine, leider!! Am Sonntag habe ich bemerkt, dass er im Immomarkt war. Habe ihn darauf angesprochen. Er meinte dazu: er könne auch im Automarkt schauen ohne ein neues Auto zu kaufen... Was soll ich davon halten??

Bezüglich der Kleinen : klar, spürt sie meine Aengste. Aber sie merkt ja auch, dass er morgens nicht mehr anruft. Früher, wenn er wegen der Arbeit auswärts übernachten musste, hat er immer am Abend um ihr Gute-Nacht zu sagen angerufen. Jetzt kommt nichts mehr von ihm :-( Sie ist ja nicht blöd!! Letztes Wochenende war die Kleine nicht da. Als sie nach hause kam wollte sie nichts von ihm wissen. Er konnte ihr nicht mal Gute-Nacht sagen. Ich habe ihn danach gefragt, ob ihm das auch etwas schmerzt und ob er diese Situation wirklich wolle?? Es tue ihm weh und nein, eigentlich wolle er das nicht... Habe ihm nochmals gesagt, dass dies alles nicht mein Wunsch ist.

Nun ist es so, wir leben im selben Haus, haben getrennte Schlafzimmer. was mich jetzt grad total fertig macht, er behandelt mich wie Luft. Kein Hallo, kein Tschüss, nichts. Wir haben zwei Jahre zusammen verbracht, es waren etliche schöne zeiten dabei und dann so?? Ich verstehe das nicht!!

#13
Er meint, dass ich kein Vertrauen zu ihm habe und desshalb sehe er keine Zukunft.
:nono: Vorsicht! :nono: Er gibt dir die Schuld, dass die Beziehung zu Ende gegangen ist. Weil du ja die Böse bist, die immer hinter allem etwas Schlechtes sieht. Das treibt dich in eine Rechtfertigungsposition ("Ich habe ihm geantwortet, dass ich immer Vertrauen zu ihm hatte,...") und damit ist der Streit perfekt, weil immer wieder die gleichen Argumente hoch geholt werden.

Er versteht nicht (oder will nicht) was ich meine, leider!!
Dann hör auf, davon zu reden. Spätestens nach dem 5. gleichen Thema kommen keine anderen Antworten. Er hat seine Meinung dazu und gut ist.

Wie wäre es denn, wenn du/ihr mal nicht immer wieder die gleichen Themen anbringt, sondern wirklich mal unter eine Sache einen Schlussstrich zieht und da "ad acta" legt? Es ist die ruhigere Variante und ihr kommt auch mal vorwärts.

Am Sonntag habe ich bemerkt, dass er im Immomarkt war. Habe ihn darauf angesprochen.
Mit dieser - eigentlich ganz harmlosen - Frage wirst du nichts erreichen. Er faßt jetzt alles, was du sagst, als kontrollieren, als nörgeln, als Bevormundung auf - und reagierst grantig.

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