Erste richtige Beziehung - Ständige Sorgen und Ängste
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DatenshiThemenstart
bearbeitet #1
Hallo zusammen,
ich heiße Florian, bin 18 Jahre alt und vor etwa einem Monat mit meiner ersten richtigen Freundin (19) zusammengekommen, die ich über das Internet kennengelernt habe.
Wir kannten uns davor schon gut ein halbes Jahr, allerdings haben wir nur ab und zu geschrieben und miteinander geredet, bis es dann irgendwann funkte und ich anfing, mich für sie zu interessieren.
Obwohl ich mittlerweile eigentlich keine sonderlichen Probleme mehr damit habe, auf Menschen zuzugehen und offen zu sein, fällt es mir jedoch immer wieder schwer, Interesse an anderen Menschen zu finden, und es gibt nur eine kleine Handvoll Leute, mit denen ich gerne längere Zeit verbringe, ohne mich zu langweilen. Mit ihr habe ich das Glück, ein Mädchen gefunden zu haben, das fast alle meine größten Interessen teilt, und mir auch sonst sehr ähnlich ist, was mir in einer Beziehung wichtig ist. Da wir nicht nur viele Gemeinsamkeiten haben, sondern sie auch andere Eigenschaften besitzt, die ich in einer Partnerschaft schätze (ehrlich, treu, unkompliziert, nicht oberflächlich, vertrauenswürdig, lieb, süß, verlässlich, kritikfähig, offen, spontan), hat es nicht lange gedauert, bis ich mich in sie verliebt hatte und unser erstes Date ausmachte, nachdem wir wochenlang (jeden Tag viele Stunden) gechattet und geskyped hatten.
Nach ein paar Wochen Kennenlernen, in denen wir schon ziemlich viel übereinander erfahren haben, kam dann endlich der Tag, an dem wir uns das erste mal in Person treffen sollten.
Die Nacht davor war schlief ich extrem unruhig und die ganze Zugfahrt über war ich total nervös und zerbrach mir über alles Mögliche den Kopf. Da ich noch überhaupt keine Erfahrungen sammeln konnte, hatte ich schreckliche Angst, ich würde alles vermasseln und würde aus Angst vor Ablehnung nicht schaffen, was ich mir vorgenommen hatte. Dazu kam noch die Sorge, dass sie vielleicht nicht verstanden hatte, dass ich etwas für sie empfinde, und mich nur als Freund sieht.
Als ich dann angekommen war und aus dem Zug ausstieg, folgte erst mal Ernüchterung: Ich konnte das hübsche Mädchen, das ich auf den Fotos gesehen hatte, kaum wiedererkennen.
Die vielen Bilder, die sie auf ihrem Facebook-Profil hochgeladen hatte, waren stolze drei Jahre alt und mittlerweile hatte sie 40 Kilo zugenommen, ihre Kleidung sah recht abgetragen aus, ihr Haar war etwas brüchig und sie hatte leicht rötliche Flecken im Gesicht. Ich würde mich selbst nicht als oberflächlichen Menschen beschreiben und ich denke, ich könnte fast jeden Makel verzeihen und auch ihre Makel fände ich nicht weiter tragisch, wäre da nicht das deutlich sichtbare und eindeutig ungesunde Übergewicht. Dieser Punkt hat mich schon sehr gestört und verhindert auch immer noch, dass ich sie wirklich attraktiv finden kann. Obwohl ich mir zuerst einmal dachte, ich bin wohl doch zu oberflächlich, um mit ihr glücklich zu werden, konnte ich meine Enttäuschung recht gut überspielen. Nach dieser Enttäuschung hatte ich in Gedanken bereits mit mir vereinbart, dass wir nach diesem Treffen nichts weiter als Freunde sein würden, aber während des Dates änderte sich meine Einstellung. Wir verstanden uns im echten Leben genauso super wie übers Internet und obwohl ich sie körperlich nicht attraktiv fand, hat es doch gefunkt. Am Ende des Dates war ich immer noch hin- und hergerissen, weil ich mir einfach nicht sicher war, aber als wir uns dann küssten und ich merkte, wie glücklich mich das machte, entschied ich mich dazu, dass ich über ihr Aussehen hinwegsehen kann, weil sie einfach ein wunderbares Mädchen ist.
Nach dieser etwas langen Vorgeschichte nun zu meinem eigentlich Problem:
Ich bin leider ein Mensch, der sehr viel nachdenkt und sich haufenweise - oft unnötige - Sorgen macht, was mich natürlich extrem belastet, da ich es nicht einfach abschalten kann, und das sorgt im Moment dafür, dass ich jeden Tag total komische Stimmungsschwankungen, Sorgen und Ängste habe, während ich mich ständig frage, ob ich überhaupt glücklich bin und ob ich das Richtige getan habe. Ich habe am Anfang "richtige Freundin" geschrieben, weil ich davor auch schon einmal eine Beziehung hatte, die allerdings von Anfang bis Ende nur übers Internet ablief, ohne dass wir uns auch nur einmal getroffen haben. Diese Beziehung hielt damals neun Monate und mit der Trennung, die von ihrer Seite ausging, ging für mich die Welt unter. Ich glaube, dass dort der Ursprung für meine jetzigen Ängste und Sorgen liegt, da ich meine erste Beziehung viel lockerer angehen konnte als meine jetzige, ohne mir wegen jeder Kleinigkeit Gedanken zu machen. Eigentlich sollte ich doch glücklich sein, aber obwohl ich in sie verliebt bin und sie meine Gefühle erwidert, hab ich nun manchmal das Gefühl, vor der Beziehung ging es mir besser. Das liegt aber nicht an ihr, sondern daran, dass ich meine Sorgen und Ängste einfach nicht in den Griff kriege und meinen Kopf nicht ausschalten kann.
Es vergeht zurzeit eigentlich kein Tag, an dem ich mir keine Sorgen und Gedanken mache und auch diese total verrückten Stimmungsschwankungen machen mir echt zu schaffen.
Manchmal wache ich glücklich auf und freue mich auf sie, versinke dann aber später am Tag wieder in Gedanken und fange an, zu zweifeln, und manchmal wache ich schon mit einem schlechten Gefühl auf und beginne den Tag in Sorge.
Das äußert sich dann so, dass ich einfach schlecht drauf bin und mir über alles den Kopf zerbreche: ob ich glücklich bin, ob sie glücklich ist, ob ich Angst haben muss, verlassen zu werden, und alles Mögliche.
Wenige Minuten oder Stunden später kann es dann auch schon sein, dass die Sorgen einfach weg sind, ich wieder glücklich bin und ich mich frage, wieso ich mir darüber überhaupt den Kopf zerbrochen habe.
Genau das ist auch ein Problem: Ich weiß gar nicht genau, warum ich mir überhaupt solche Sorgen mache.Nach reichlicher Überlegung sind mir im Laufe der Zeit dann zwei verschiedene Gründe als mögliche Ursache eingefallen:
Mögliche Ursache Nummer 1: Wie vorhin schon erwähnt, bin ich mit ihrem Aussehen nicht zufrieden und kann sie so nicht attraktiv finden. Ich finde zwar, dass ihre Persönlichkeit und ihre inneren Werte überwiegen, aber ich mache mir trotzdem Sorgen, ob ich auf Dauer eine Beziehung mit einem Mädchen führen kann, das ich nicht attraktiv finde, zudem ihr Übergewicht ja auch richtig ungesund ist und ihre gesundheitliche Verfassung auch ohne schon relativ schlecht ist. Neben der Sache mit dem Aussehen befürchte ich eben, dass sie bei sportlichen Aktivitäten auf Dauer nicht mit mir Schritt halten kann, und wir sind beides eigentlich relativ aktive Menschen, die etwas Action brauchen. Da ich weiß, dass auch sie sehr unzufrieden mit ihrem Körper und ihrem Gewicht ist, würde ich gerne zusammen mit ihr Sport treiben und ihr beim Abnehmen helfen. Da wir eine Fernbeziehung führen, geht das natürlich nicht so gut wie bei einer normalen Beziehung, aber man kann sich trotzdem gegenseitig motivieren und unterstützen. Es ist auch nicht so, als möchte ich sie zum Abnehmen zwingen, wenn sie doch eigentlich zufrieden mit ihrem Körper wäre, aber das ist sie ja nicht, und ich denke, dass man in einer Beziehung seinem Partner doch auch gefallen möchte - ich möchte ja auch ihr gefallen und würde dafür etwas tun, solange ich denn damit nicht selbst unzufrieden wäre. Ich kann auch versichern, dass das bei mir keine leeren Worte sind, denn genau das habe ich eigentlich in meiner letzten Beziehung getan. Ich hatte früher auch Übergewicht und wollte etwas ändern, aber erst meine damalige Freundin hat mir die Motivation dazu gegeben, weil ich zusätzlich nun auch ihr gefallen wollte, weil ich der Meinung war, sie habe das verdient. Im Nachhinein bin ich natürlich dankbar, da ich jetzt auch selbst viel zufriedener mit mir bin. Ich verlange von ih auch gar keine wundersam schnellen Ergebnisse oder Modelmaße und würde sie 10 Kilo oder so zu viel wiegen, wäre das für mich auch überhaupt kein Drama, aber 40-50 Kilo stören mich auf Dauer dann leider doch. Ich hab auch schon mal behutsam mit ihr über das Thema gesprochen (Sie hat es teils selbst angeschnitten, also bin ich nicht einfach mit der Tür ins Haus gefallen.) und sie meinte auch, sie würde gemeinsam Sport machen und abnehmen wollen, aber ich habe Angst, dass sie die ganze Sache nicht so ernst nehmen könnte. Wenn ich merken würde, dass sie es ernst meint und es zumindest versucht, würde mir das eigentlich schon alle Sorgen in diesem Punkt nehmen und die Sache mit ihrem Aussehen wäre für mich erst mal gar kein Thema. Neben ihrem Aussehen gibt es allerdings eigentlich gar nichts, was mich stört, ansonsten scheint alles perfekt. Gerade weil alles andere so perfekt zu passen scheint, was bei mir extrem selten der Fall ist, möchte ich auf gar keinen Fall wegen solchen Oberflächlichkeiten Schluss machen, aber ich möchte sie natürlich auch anziehend finden und ich hoffe, dass meine Idee, ihr meine Hilfe beim Abnehmen anzubieten und sie zu unterstützen und zu motivieren, nicht zu egoistisch von mir ist. :(
Mögliche Ursache Nummer 2: Ich habe das Gefühl, durch meine erste Beziehung geschädigt worden zu sein, da ich die Trennung damals überhaupt nicht gut aufgenommen und mit wochenlangen Depressionen reagiert habe. Nun habe ich ständig Angst, verlassen zu werden, und mache mir wegen kleinen Problemchen, die ich früher ganz locker gesehen hätte, große Sorgen. Da wir beide einen Job haben, kommen wir tagsüber meist nur zum Chatten - abends nach der Arbeit telefonieren wir dann allerdings meistens noch mehrere Stunden. Wenn das Gespräch dann mal nicht so gut/flüssig läuft oder die Atmosphäre anfangs etwas komisch ist, fange ich direkt an, mir Sorgen zu machen und viel zu viel hineinzuinterpretieren. Wenn sie beim Chatten zum Beispiel längere Zeit Mal nicht antwortet, sitze ich auf glühenden Kohlen, weil ich gleich denke, ich könnte irgendwas Falsches gesagt haben oder ich könnte sie langweilen. Das Gleiche, wenn uns am Telefon mal kurz die Gesprächsthemen ausgehen und man nicht weiß, was man sagen soll. Dann denke ich immer gleich: "Wenn uns jetzt schon die Gesprächsthemen ausgehen, wie soll das dann in einem Moment aussehen?" und obwohl ich weiß, dass es später oder morgen dann trotzdem wieder gut vorangeht, mache ich mir diese Sorgen jedes Mal aufs Neue. Eigentlich ist es so, dass ich tagsüber ohne sie manchmal bedrückt bin und Angst habe, dass ihre Gefühle für mich schon bald wieder nachlassen. Abends, wenn wir dann reden und ein wenig flirten, fühle ich mich wieder besser, weil es meistens gut läuft, und habe so dann für den Tag meine Bestätigung, dass sie noch verliebt ist und kann glücklich schlafen gehen. Am nächsten Tag beginnt dann wieder die gleiche Leier und ich weiß einfach nicht, wie ich meine total übertriebenen und unnötigen Sorgen abwerfen kann.
So, jetzt bin ich mit meinem Roman auch endlich mal fertig und irgendwie hat es mir auch schon geholfen, mir das alles mal so ausführlich von der Seele zu schreiben.
Irgendwie ist mir selbst beim Schreiben auch so einiges klarer geworden. Obwohl sich durch das Schreiben meine gedrückte Laune von heute Morgen schon etwas gelegt hat, will ich den Text trotzdem posten, da ich dieses Gefühl die letzten Tage schon oft genug durchgemacht habe und befürchte, dass die Sorgen und Zweifel spätestens morgen wieder zurück sind. Ein paar helfende Worte und Ratschläge, wie ich zum Beispiel etwas gegen meine Sorgen machen könnte, würden mir sicher guttun. :)
ich heiße Florian, bin 18 Jahre alt und vor etwa einem Monat mit meiner ersten richtigen Freundin (19) zusammengekommen, die ich über das Internet kennengelernt habe.
Wir kannten uns davor schon gut ein halbes Jahr, allerdings haben wir nur ab und zu geschrieben und miteinander geredet, bis es dann irgendwann funkte und ich anfing, mich für sie zu interessieren.
Obwohl ich mittlerweile eigentlich keine sonderlichen Probleme mehr damit habe, auf Menschen zuzugehen und offen zu sein, fällt es mir jedoch immer wieder schwer, Interesse an anderen Menschen zu finden, und es gibt nur eine kleine Handvoll Leute, mit denen ich gerne längere Zeit verbringe, ohne mich zu langweilen. Mit ihr habe ich das Glück, ein Mädchen gefunden zu haben, das fast alle meine größten Interessen teilt, und mir auch sonst sehr ähnlich ist, was mir in einer Beziehung wichtig ist. Da wir nicht nur viele Gemeinsamkeiten haben, sondern sie auch andere Eigenschaften besitzt, die ich in einer Partnerschaft schätze (ehrlich, treu, unkompliziert, nicht oberflächlich, vertrauenswürdig, lieb, süß, verlässlich, kritikfähig, offen, spontan), hat es nicht lange gedauert, bis ich mich in sie verliebt hatte und unser erstes Date ausmachte, nachdem wir wochenlang (jeden Tag viele Stunden) gechattet und geskyped hatten.
Nach ein paar Wochen Kennenlernen, in denen wir schon ziemlich viel übereinander erfahren haben, kam dann endlich der Tag, an dem wir uns das erste mal in Person treffen sollten.
Die Nacht davor war schlief ich extrem unruhig und die ganze Zugfahrt über war ich total nervös und zerbrach mir über alles Mögliche den Kopf. Da ich noch überhaupt keine Erfahrungen sammeln konnte, hatte ich schreckliche Angst, ich würde alles vermasseln und würde aus Angst vor Ablehnung nicht schaffen, was ich mir vorgenommen hatte. Dazu kam noch die Sorge, dass sie vielleicht nicht verstanden hatte, dass ich etwas für sie empfinde, und mich nur als Freund sieht.
Als ich dann angekommen war und aus dem Zug ausstieg, folgte erst mal Ernüchterung: Ich konnte das hübsche Mädchen, das ich auf den Fotos gesehen hatte, kaum wiedererkennen.
Die vielen Bilder, die sie auf ihrem Facebook-Profil hochgeladen hatte, waren stolze drei Jahre alt und mittlerweile hatte sie 40 Kilo zugenommen, ihre Kleidung sah recht abgetragen aus, ihr Haar war etwas brüchig und sie hatte leicht rötliche Flecken im Gesicht. Ich würde mich selbst nicht als oberflächlichen Menschen beschreiben und ich denke, ich könnte fast jeden Makel verzeihen und auch ihre Makel fände ich nicht weiter tragisch, wäre da nicht das deutlich sichtbare und eindeutig ungesunde Übergewicht. Dieser Punkt hat mich schon sehr gestört und verhindert auch immer noch, dass ich sie wirklich attraktiv finden kann. Obwohl ich mir zuerst einmal dachte, ich bin wohl doch zu oberflächlich, um mit ihr glücklich zu werden, konnte ich meine Enttäuschung recht gut überspielen. Nach dieser Enttäuschung hatte ich in Gedanken bereits mit mir vereinbart, dass wir nach diesem Treffen nichts weiter als Freunde sein würden, aber während des Dates änderte sich meine Einstellung. Wir verstanden uns im echten Leben genauso super wie übers Internet und obwohl ich sie körperlich nicht attraktiv fand, hat es doch gefunkt. Am Ende des Dates war ich immer noch hin- und hergerissen, weil ich mir einfach nicht sicher war, aber als wir uns dann küssten und ich merkte, wie glücklich mich das machte, entschied ich mich dazu, dass ich über ihr Aussehen hinwegsehen kann, weil sie einfach ein wunderbares Mädchen ist.
Nach dieser etwas langen Vorgeschichte nun zu meinem eigentlich Problem:
Ich bin leider ein Mensch, der sehr viel nachdenkt und sich haufenweise - oft unnötige - Sorgen macht, was mich natürlich extrem belastet, da ich es nicht einfach abschalten kann, und das sorgt im Moment dafür, dass ich jeden Tag total komische Stimmungsschwankungen, Sorgen und Ängste habe, während ich mich ständig frage, ob ich überhaupt glücklich bin und ob ich das Richtige getan habe. Ich habe am Anfang "richtige Freundin" geschrieben, weil ich davor auch schon einmal eine Beziehung hatte, die allerdings von Anfang bis Ende nur übers Internet ablief, ohne dass wir uns auch nur einmal getroffen haben. Diese Beziehung hielt damals neun Monate und mit der Trennung, die von ihrer Seite ausging, ging für mich die Welt unter. Ich glaube, dass dort der Ursprung für meine jetzigen Ängste und Sorgen liegt, da ich meine erste Beziehung viel lockerer angehen konnte als meine jetzige, ohne mir wegen jeder Kleinigkeit Gedanken zu machen. Eigentlich sollte ich doch glücklich sein, aber obwohl ich in sie verliebt bin und sie meine Gefühle erwidert, hab ich nun manchmal das Gefühl, vor der Beziehung ging es mir besser. Das liegt aber nicht an ihr, sondern daran, dass ich meine Sorgen und Ängste einfach nicht in den Griff kriege und meinen Kopf nicht ausschalten kann.
Es vergeht zurzeit eigentlich kein Tag, an dem ich mir keine Sorgen und Gedanken mache und auch diese total verrückten Stimmungsschwankungen machen mir echt zu schaffen.
Manchmal wache ich glücklich auf und freue mich auf sie, versinke dann aber später am Tag wieder in Gedanken und fange an, zu zweifeln, und manchmal wache ich schon mit einem schlechten Gefühl auf und beginne den Tag in Sorge.
Das äußert sich dann so, dass ich einfach schlecht drauf bin und mir über alles den Kopf zerbreche: ob ich glücklich bin, ob sie glücklich ist, ob ich Angst haben muss, verlassen zu werden, und alles Mögliche.
Wenige Minuten oder Stunden später kann es dann auch schon sein, dass die Sorgen einfach weg sind, ich wieder glücklich bin und ich mich frage, wieso ich mir darüber überhaupt den Kopf zerbrochen habe.
Genau das ist auch ein Problem: Ich weiß gar nicht genau, warum ich mir überhaupt solche Sorgen mache.Nach reichlicher Überlegung sind mir im Laufe der Zeit dann zwei verschiedene Gründe als mögliche Ursache eingefallen:
Mögliche Ursache Nummer 1: Wie vorhin schon erwähnt, bin ich mit ihrem Aussehen nicht zufrieden und kann sie so nicht attraktiv finden. Ich finde zwar, dass ihre Persönlichkeit und ihre inneren Werte überwiegen, aber ich mache mir trotzdem Sorgen, ob ich auf Dauer eine Beziehung mit einem Mädchen führen kann, das ich nicht attraktiv finde, zudem ihr Übergewicht ja auch richtig ungesund ist und ihre gesundheitliche Verfassung auch ohne schon relativ schlecht ist. Neben der Sache mit dem Aussehen befürchte ich eben, dass sie bei sportlichen Aktivitäten auf Dauer nicht mit mir Schritt halten kann, und wir sind beides eigentlich relativ aktive Menschen, die etwas Action brauchen. Da ich weiß, dass auch sie sehr unzufrieden mit ihrem Körper und ihrem Gewicht ist, würde ich gerne zusammen mit ihr Sport treiben und ihr beim Abnehmen helfen. Da wir eine Fernbeziehung führen, geht das natürlich nicht so gut wie bei einer normalen Beziehung, aber man kann sich trotzdem gegenseitig motivieren und unterstützen. Es ist auch nicht so, als möchte ich sie zum Abnehmen zwingen, wenn sie doch eigentlich zufrieden mit ihrem Körper wäre, aber das ist sie ja nicht, und ich denke, dass man in einer Beziehung seinem Partner doch auch gefallen möchte - ich möchte ja auch ihr gefallen und würde dafür etwas tun, solange ich denn damit nicht selbst unzufrieden wäre. Ich kann auch versichern, dass das bei mir keine leeren Worte sind, denn genau das habe ich eigentlich in meiner letzten Beziehung getan. Ich hatte früher auch Übergewicht und wollte etwas ändern, aber erst meine damalige Freundin hat mir die Motivation dazu gegeben, weil ich zusätzlich nun auch ihr gefallen wollte, weil ich der Meinung war, sie habe das verdient. Im Nachhinein bin ich natürlich dankbar, da ich jetzt auch selbst viel zufriedener mit mir bin. Ich verlange von ih auch gar keine wundersam schnellen Ergebnisse oder Modelmaße und würde sie 10 Kilo oder so zu viel wiegen, wäre das für mich auch überhaupt kein Drama, aber 40-50 Kilo stören mich auf Dauer dann leider doch. Ich hab auch schon mal behutsam mit ihr über das Thema gesprochen (Sie hat es teils selbst angeschnitten, also bin ich nicht einfach mit der Tür ins Haus gefallen.) und sie meinte auch, sie würde gemeinsam Sport machen und abnehmen wollen, aber ich habe Angst, dass sie die ganze Sache nicht so ernst nehmen könnte. Wenn ich merken würde, dass sie es ernst meint und es zumindest versucht, würde mir das eigentlich schon alle Sorgen in diesem Punkt nehmen und die Sache mit ihrem Aussehen wäre für mich erst mal gar kein Thema. Neben ihrem Aussehen gibt es allerdings eigentlich gar nichts, was mich stört, ansonsten scheint alles perfekt. Gerade weil alles andere so perfekt zu passen scheint, was bei mir extrem selten der Fall ist, möchte ich auf gar keinen Fall wegen solchen Oberflächlichkeiten Schluss machen, aber ich möchte sie natürlich auch anziehend finden und ich hoffe, dass meine Idee, ihr meine Hilfe beim Abnehmen anzubieten und sie zu unterstützen und zu motivieren, nicht zu egoistisch von mir ist. :(
Mögliche Ursache Nummer 2: Ich habe das Gefühl, durch meine erste Beziehung geschädigt worden zu sein, da ich die Trennung damals überhaupt nicht gut aufgenommen und mit wochenlangen Depressionen reagiert habe. Nun habe ich ständig Angst, verlassen zu werden, und mache mir wegen kleinen Problemchen, die ich früher ganz locker gesehen hätte, große Sorgen. Da wir beide einen Job haben, kommen wir tagsüber meist nur zum Chatten - abends nach der Arbeit telefonieren wir dann allerdings meistens noch mehrere Stunden. Wenn das Gespräch dann mal nicht so gut/flüssig läuft oder die Atmosphäre anfangs etwas komisch ist, fange ich direkt an, mir Sorgen zu machen und viel zu viel hineinzuinterpretieren. Wenn sie beim Chatten zum Beispiel längere Zeit Mal nicht antwortet, sitze ich auf glühenden Kohlen, weil ich gleich denke, ich könnte irgendwas Falsches gesagt haben oder ich könnte sie langweilen. Das Gleiche, wenn uns am Telefon mal kurz die Gesprächsthemen ausgehen und man nicht weiß, was man sagen soll. Dann denke ich immer gleich: "Wenn uns jetzt schon die Gesprächsthemen ausgehen, wie soll das dann in einem Moment aussehen?" und obwohl ich weiß, dass es später oder morgen dann trotzdem wieder gut vorangeht, mache ich mir diese Sorgen jedes Mal aufs Neue. Eigentlich ist es so, dass ich tagsüber ohne sie manchmal bedrückt bin und Angst habe, dass ihre Gefühle für mich schon bald wieder nachlassen. Abends, wenn wir dann reden und ein wenig flirten, fühle ich mich wieder besser, weil es meistens gut läuft, und habe so dann für den Tag meine Bestätigung, dass sie noch verliebt ist und kann glücklich schlafen gehen. Am nächsten Tag beginnt dann wieder die gleiche Leier und ich weiß einfach nicht, wie ich meine total übertriebenen und unnötigen Sorgen abwerfen kann.
So, jetzt bin ich mit meinem Roman auch endlich mal fertig und irgendwie hat es mir auch schon geholfen, mir das alles mal so ausführlich von der Seele zu schreiben.
Irgendwie ist mir selbst beim Schreiben auch so einiges klarer geworden. Obwohl sich durch das Schreiben meine gedrückte Laune von heute Morgen schon etwas gelegt hat, will ich den Text trotzdem posten, da ich dieses Gefühl die letzten Tage schon oft genug durchgemacht habe und befürchte, dass die Sorgen und Zweifel spätestens morgen wieder zurück sind. Ein paar helfende Worte und Ratschläge, wie ich zum Beispiel etwas gegen meine Sorgen machen könnte, würden mir sicher guttun. :)
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