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Für alle unglücklich Verliebten

13 Antworten6'542 AufrufeGestartet von Akiko ·

AkikoThemenstart
#1
Hallo zusammen.

Viele Beiträge in diesem Forum haben mir gezeigt, wie blind und teilweise auch verstockt das Gefühl macht, das die Menschen "Liebe" nennen. Einige sind frisch getrennt, haben ihren Partner verlassen oder und wurden von ihm/ihr verlassen. Andere führen einen ständigen Kampf mit sich selbst, weil sie ihre Gefühle nicht gestehen können oder wollen. Wiederum andere lassen sich auf eine Affäre ein, in die sich trotz der besten Vorsätze verlieben, bis sie irgendwann einmal feststellen, dass die Affäre in der Regel eine Affäre bleibt, gleichgültig, wie oft man sich einredet, es würde irgendwann einmal eine feste Beziehung werden. Das war nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Repertoire derjenigen, die unter Liebeskummer leiden. Aber er zeigt dennoch, was Liebe NICHT ist: Sinnloses Leiden. Die einfachste Formel oder Beschreibung für den Begriff "Liebe" habe ich in einer Zeitschrift gelesen, trotz seiner Einfachheit drückt er das aus, was sich Verliebte und Liebende oft nicht klar machen (wollen):

"Liebe ist, wenn jemand lieb zu einem ist."

Heutzutage verstecken immer Menschen ihre wahren Empfindungen hinter einer Fassade aus Gleichgültigkeit, Desinteresse, sogar Arroganz, Schüchternheit oder dem Beharren auf der traditionellen Rollenverteilung. Und dennoch lässt sich nicht leugnen, dass der Großteil von ihnen im tiefsten Inneren bis heute darauf hofft, eines Tages den oder die Richtige/n zu treffen und mit ihm/ihr den Rest seines Lebens zu verbringen. Doch der Mythos "der/die Richtige" ist ein Mythos, denn jeder Mensch hat seine eigene Vergangenheit, die ihn unwiderruflich prägt, die seinen Charakter und seine Eigenschaften, seine Ziele und Träume, seine Einstellung und seine Art zu leben, zu denken, zu fühlen und zu handeln bestimmt. Niemand kann sich diesem Einfluss entziehen und kein menschliches Wesen kann demnach ein Idealwesen verkörpern. Bevor man sich entschließt, eine dauerhafte Bindung einzugehen, damit meine ich nicht die Ehe, sondern eine Beziehung allgemein, sollte man sich fragen, ob der Partner wirklich die Eigenschaften besitzt, die man selbst unabdinglich braucht, um glücklich zu werden.

Ein Beispiel:

Es treffen eine Frau und ein Mann aufeinander, sie verlieben sich, kommen zusammen, ziehen später auch in eine gemeinsame Wohnung. Allerdings hat er ihr nie gesagt, dass er auf keinen Fall Kinder haben will, und sie wiederum hat ihm nie gesagt, dass sie sich auf jeden Fall Kinder wünscht. Wenn nun keiner der beiden nachgeben will, so ergeben sich verschiedene Möglichkeiten: a) Die beiden trennen sich und suchen Partner, die ihre Wünsche akzeptieren. B) Die Frau rückt von ihrem Kinderwunsch ab. c) Der Mann lässt sich überreden, Kinder in die Welt zu setzen.

Im ersten Fall haben beide noch die Chance (abhängig davon, wie wichtig ihnen ihr Wunsch gewesen ist) glücklich zu werden; im zweiten und dritten Fall jedoch muss einer von beiden auf etwas verzichten, was ihm vielleicht wahres Glück bedeutet und seine Erfüllung darstellt. Über kurz oder lang - natürlich sollte man nicht einfach verallgemeinern, aber in diesem Fall spreche ich von der Tendenz - wächst die Unzufriedenheit des Partners, dessen Wunsch nicht erfüllt wurde, an und sie/er wird sich auf Dauer gesehen von seiner Partnerin/seinem Partner entfernen, sei es nun emotional, physisch oder sogar räumlich. Es wird oftmals auf eine Trennung hinauslaufen.

Was will ich mit diesem Beispiel aussagen? Viele Menschen suchen sich unbewusst die falschen Partner aus, Partner, die sie verletzen, sie betrügen und hintergehen, ihre Bedürfnisse ignorieren, herunterspielen und sich beinahe ausschließlich für sich selbst interessieren (wiederum nur ein kleiner Ausschnitt). Der Mensch sucht immer nach seinem Gegenstück, seiner fehlenden Hälfte, er sucht nach Ergänzung, beispielsweise Eigenschaften oder Fähigkeiten, die man selbst nicht besitzt, um dann später völlig am Boden zerstört festzustellen, dass die Beziehung an genau diesen Differenzen gescheitert ist, weil es ihrer zu viele waren oder die wenigen zu schwer wogen (wie der Kinderwunsch in obigem Beispiel). Jetzt könnte man natürlich argumentieren, dass man seine Gefühle schließlich nicht steuern könnte, aber wie oft hat man im Nachhinein gemerkt, dass es letztlich nicht viel mehr als die Abhängigkeit oder Gewohnheit war, die einen in die Arme des Partners getrieben hat? Der Mensch strebt nach dem, was ihm unerreichbar scheint, er idealisiert das Objekt seines Begehrens und setzt sich selbst so weit herab, dass sogar seine Umgebung glaubt, er sei es nicht wert, jemanden wie die gewollte Person für sich zu gewinnen.

"Verliebt" euch nicht in den falschen Menschen, das ist leicht gesagt. Aber wahrlich nicht so schwer getan, wie viele glauben. Offenheit ist das Zauberwort, es bedeutet, sich auch auf andere Menschen einzulassen, die nicht dem Idealwesen entsprechen. Es gibt keine Vollkommenheit im menschlichen Wesen, aber es gibt durchaus ihr Gegenteil. Lauft niemandem nach, der euch immer wieder betrügt, euch ins Gesicht lügt, während ihr mit Tränen in den Augen beteuert, ihr könntet ohne ihn/sie nicht leben. Ihr könnt! Und wie ihr das könnt! So lange ihr es wollt, könnt ihr wieder aufstehen, euer verletztes Herz wieder aufheben und es gesund pflegen, um es beim nächsten Mal demjenigen/derjenigen zu geben, der/die darauf achtgibt und es nicht mit Füßen tritt. Hierbei geht es nicht nur um den Stolz eines Menschen, sondern um euer eigenes Lebensglück, das nun einmal auch daraus besteht, einen Menschen an eurer Seite zu haben, dem ihr vertraut und der umgekehrt euch vertraut. Oft sagt euch euer Gefühl bereits, ob er/sie eucht gut tut oder nicht, doch wie oft wird diese innere Stimme zum Schweigen gebracht!

"Liebe ist, wenn jemand lieb zu euch ist."

Ganz so einfach ist es nicht. Aber viel schwerer auch nicht. Denkt daran, es geht um den einzigen Menschen, für dessen Glück ihr wahrhaftig zuständig seid: um euch.

Liebe Grüße

Akiko

#2
Guten Morgen Akiko,

Dein Beitrag hat mich heute morgen sozusagen, kalt erwischt.

Ja....alles was Du schreibst, stimmt....

Du kannst unmöglich 19 Jahre alt sein...

Kann Deinem Beitrag nur ein :super: geben, und er wird mir sicherlich heute den ganzen Tag im Kopf rumspuken.

Aussagen wie:

Viele Menschen suchen sich unbewusst die falschen Partner aus, Partner, die sie verletzen, sie betrügen und hintergehen, ihre Bedürfnisse ignorieren, herunterspielen und sich beinahe ausschließlich für sich selbst interessieren (wiederum nur ein kleiner Ausschnitt).
machen mir Angst, aber sie entsprechen der Wahrheit.

Bleibt ein Problem:

Offenheit ist das Zauberwort, es bedeutet, sich auch auf andere Menschen einzulassen, die nicht dem Idealwesen entsprechen.
Wenn dieser verdammte Funke nicht überspringt, hilft mir auch nicht, das er lieb ist. :tink:

Werde mich sicherlich heute nochmal zu Deinem Thema melden, wenn ich das Gelesene an die richtigen Stellen in meinem Kopf weitergeleitet habe.

Lieben Gruß

B.

#3
Original von AkikoGanz so einfach ist es nicht. Aber viel schwerer auch nicht. Denkt daran, es geht um den einzigen Menschen, für dessen Glück ihr wahrhaftig zuständig seid: um euch.
Wahre Worte - eigentlich im gesamten Text .

Vieles von dem was Du schreibst , habe ich früher meinen Freunden gepredigt - ich selbst brauchte solch einen Leitfaden nicht , da ich glaubte zu wissen wie einfach es ist .

Aber : ... ich stecke nicht einmal in einem emotionalen Tief , nichts akutes und dennoch :

So einfach ist es leider nicht !

Trotzdem : ein guter Ansatz - der Feinschliff bleibt jedem selbst überlassen .

#4
Hallo Akiko

Danke für deinen super Beitrag... Wie recht du doch hast! Werde wohl auch noch eine Weile darüber nachdenken, habe mir viele dieser Gedanken auch schon gemacht, aber hätte sie nie so treffend in Worte fassen können... Bist du wirklich erst 19?

Ich bin genau auch so eine Kandidatin, die sich immer die falschen aussucht, und ich bin mir dessen sogar bewusst. Da bleibt nur noch das bereits angesprochenen Problem, vom Funken, der nicht überspringt...

#5
Hallo Akiko

Finde deinen Beitrag insgesamt nicht schlecht, es hat tatsächlich ein paar gute Argumente darin, trotzdem bin ich nicht mit allem einverstanden. Du sagst, dass sich die Menschen immer nach immer Gegenstück umsehen, nach der Ergänzung. Dies möchte ich hier schon zu allererst einmal in Frage stellen. Ich kenne viele Leute, die könnten nicht ähnlicher sein. Sie haben gemeinsame Interesse, sie denken gleich, sie leben nach den gleichen Vorstellungen und sind glücklich. Ebenfalls kenne ich aber auch Paare, die völlig verschieden voneinander zwei Leben führen, aber trotzdem eine Einheit bilden. Ich denke nicht, dass sich der Mensch unbewusst den falschen Partner aussucht, sondern ich bin überzeugt, dass man nach der Person ausschauh hält, die einem am interssantesten erscheint. Für die einen sind das leute die einem ähnlich sind, andere interessieren sich mehr für gegenstücke.

Ich denke, aber worauf du hinaus wolltest, ist, dass viele Personen, wenn sie merken dass der Partner vielleicht nicht der ist, für den sie ihn am anfang gehalten haben, der ihre wünsche und vorstellungen nicht erfüllen kann, sich dennoch darauf versteifen und sich vorzustellen versuchen, dass er es ist. Das ist doch das eigentliche Problem, man beginnt sich in etwas hineinzusteigern was falsch ist und kommt nicht mehr davon los. Man beginnt sich einzureden, dass der Partner sich ändern würde oder sogar dass dies das ist was man will, obwohl das nicht zutrifft. Hier liegt meiner Meinung nach das problem in einer beziehung. und das ist der punkt, der von vielen nicht gemeistert wird. man geht dann nicht offen auf das gegenüber zu und wie du sagst, ist offen, sonder hofft vielleicht im stillen dass es sich ändern wird oder kommuniziert nicht klar genug.

ich bin total mit dir einverstanden, dass man sich ehrlich und auch offen unterhalten soll, vertrauen ist alles, vertrauen im sinn von über alles reden und diskutieren.. wenn es probleme gibt, muss darüber geredet werden, ansonsten ist die beziehung nicht wirklich- für mich zumindest nicht. es ist normal dass es in jeder beziehung probleme gibt, aber nur die beziehungen sine erfolgreich, in denen die probleme besprochen und sofern beide parteien einverstanden sind- gelöst werden.

ich weiss nicht ob du genau dies gmeint hast mit deinen aussagen, ich habe es jedoch anders verstanden.. wenn ja, dann sorry für denn langen text =)

#6
guter threat

aber ich geb einfach mal zu bedenken, daß der realismus den man beim lesen und nachdenken hat leider meist flöten geht, wenn man sich in einer entsprechenden situation befindet

ich sehs ja an mir selber, fern ab jeder realität mach ich mir knapp 24 stunden nach unserer trennung gedanken wie ich sie wiederbekomme, auch wenn nicht ich, sondern sie den fehler begangen hat

Liebe ist wenn man zu jemanden lieb ist?

Liebe kann so irrational machen!

#7
Hi Akiko,

Deine Argumente sind ganz gut gestrickt, aber halten glaube ich nicht der Realität stand.

Nur mal soviel: Liebe ist ein sehr weiter Begriff. Wenn Deine Definition zutrifft, dann liebt jeder auch seine Freunde und sein Haustier, und wird von ihnen geliebt. Das stimmt auch im Prinzip, aber es ist nunmal nicht "die Liebe". Wenn ich in jemanden verliebt bin, dann nützt es mir reichlich wenig, wenn derjenige lieb zu mir ist, aber mich nicht liebt, sondern nur mein Kumpes ein will.

Und Du gehst auch davon aus, dass der Mensch im Laufe seines Lebens gleich bleibt. Tut er nicht. Er verändert sich, weil er dazu lernt, weil sich sein Hormoncocktail verändert, weil er in ein anderes Umfeld gerät.... Du kannst nie abschätzen, wie ein Mensch sich entwickelt, es sei denn Du hast die unglaubliche Gabe in die Zukunft zu sehen.

Liebe ist immer ein Spiel auf Risiko. Es ist eine Investition, bei der man nicht weiß, was herauskommt. Und es hat zum Lohn, dass zwei Menschen sich mit all ihren Fehlern und Schwächen angenommen fühlen, wenn es gut geht. Eine Trennung bzw. Beziehungskrisen ist deshalb so schwer, weil man plötzlich wieder auf seine Fehler hingewiesen wird, und einem gesagt wird (mehr oder weniger wörtlich): mit diesen Fehlern kannst Du nicht geliebt werden.

(Da spielt das mit den falschen Partner übrigens eine Rolle: Menschen, die ein gutes Selbstwertgefühl haben, und sich selbst annehmen können, werden sich eher von einem üblen Beziehungspartner trennen als Menschen, die sich nicht annehmen, einfach, weil sie wissen, dass sie liebenswert sind und dass es nicht ihre Schuld ist....)

Naja, soviel mal als Kurzversion.

Lg

Selene

#8
Hallo Akiko,

gestern abend bin ich zufällig auf deinen Beitrag gestoßen und habe mich gefreut. Eigentlich gibt es nichts hinzuzufügen - ich kann nur sagen, ja so sehe ich das auch.

Ich wollte das Wort Respekt zu deinen Argumenten in den Kontext stellen

Ist es nicht so, dass wir uns meistens verlieben, wenn wir das Gefühl verspüren, dass jemand unseren Blickpunkt respektiert?

Ob derjenige der diesen Standpunkt respektiert auch akzeptiert, d.h. teilt, sei da erstmal zweitrangig !!! Die Trennung von Repekt und Akzeptanz scheint auf den ersten Blick ziemlich übertrieben, denn meisten vermischen wir beides miteinander. ... Ja, oft ist es doch so, dass bei unterschiedlichen Auffassung, wir solange verbohrt versuchen unsere Argumente dem anderen schmackhaft zu machen, bis einer der beiden Gesprächspartner entnervt aufgibt, da er sich nicht verstanden fühlt, und die Aussichtslosigkeit des Gespräches bemerkt. Wir respektieren die Auffassung des anderen nicht, erwarten es aber unbewusst vom Anderen.

In der Quintessenz verspüren wir doch dann das Gefühl der Liebe, wenn

jemand uns so respektiert, wie wir sind!

In diesem Sinne, alles Liebe, Grinsebacke

bearbeitet #9
Hallo zusammen!

Jetzt ist es schon bald vier Jahre her, dass ich diesen - wie ich damals dachte hilfreichen - Beitrag geschrieben habe. Wenn ich an das Jahr 2007 zurückdenke, dann fällt mir in erster Linie meine 'verlorene' bzw. unerwiderte Liebe ein, die damals der Auslöser für die Erstellung desselbigen war.

Nachdem ich damals für mich erkannt habe, dass es keine gemeinsame Zukunft geben wird, ich mich in sinnloser Warterei und Leiden gequält habe, hatte ich mich dafür entschlossen, ihn endgültig aufzugeben.

Ich habe geschrieben:

'Liebe ist, wenn jemand lieb zu einem ist' und war mir nicht darüber im Klaren - verzeiht mein Eigenlob - dass ich damit wirklich recht hatte.

Vor etwas mehr als zwei Jahren bin ich eine neue Beziehung eingegangen, in der genau das der Fall war, was ich in dem obigen Beitrag geschrieben hatte:

'Liebe ist, wenn jemand lieb zu einem ist.'

Natürlich reicht es nicht aus, um den Begriff der 'Liebe' in all seinem Facettenreichtum zu beschreiben, aber darum soll es auch überhaupt nicht gehen. Ich möchte mich ganz stark davon distanzieren, dass sich jemand einen Partner sucht, der zwar lieb zu ihm ist, aber ihn nicht liebt.

Lieb zu jemandem zu sein ist für mich vielmehr das Verhalten, das Betragen im Umgang miteinander - in der Beziehung zueinander. Es ist ein Symptom einer gutfunktionierenden Beziehung und nicht, wie vorher kritisiert wurde, das zu erreichende Ziel.

Damit möchte ich den Begriff 'Liebe' etwas grob in zwei Kategorien einteilen - man möge mir nachsehen, dass ich auf Verfeinerungen verzichte - 'gute' und 'schlechte' Liebe.

Unter 'schlechte' (oder wahlweise 'ungesunde') Liebe fällt für mich Abhängigkeit, Selbstbetrug, maßlose Idealisierung des Partners/Schwarms, etc.

Unter 'gute' (oder 'gesunde') Liebe fällt für mich dagegen, den anderen mit seinen Fehlern und Schwächen wahrzunehmen, diese zu aktzeptieren und anzunehmen und sie/ihn trotz oder gerade wegen seiner Fehlbarkeit zu lieben (Gewalt u.ä., welcher Art auch immer, zähle ich dabei natürlich nicht dazu).

In meiner jetzigen Beziehung erfahre ich genau das, was ich mir gewünscht habe:

So angenommen zu werden, wie ich bin, trotz meiner Schwächen, trotz meiner Fehler.

Es war und ist noch immer eine neue Erfahrung für mich, um meiner Selbst willen geliebt zu werden. Nicht in der Spirale von Machtspielen zu versinken, sich mit Ungewissheit und Unsicherheit zu plagen, sondern die Gewissheit zu spüren, dass es keine offenen Fragen gibt. Dass man Gefühle teilt, austauscht, statt sie zu verbergen, weil man offensichtlich verletzt werden könnte. Aber eben auch nicht mit jedem beliebigen Menschen.

'Respekt', wie in dem letzten Beitrag, spielt in diesem Zusammenhang eine große Rolle.

Es ist nicht die 'große' Liebe, wenn man viel, lange oder intensiv dafür leidet.

Es gibt keine 'Prüfungen', die darüber entscheiden, ob ihr es wert seid, geliebt zu werden.

Entweder ihr werdet geliebt und entsprechend 'lieb' behandelt oder ihr werdet es nicht. Jemanden zu begehren bedeutet noch lange nicht, diesen zu lieben. Dazu gehört viel, viel mehr.

Darum noch einmal das Plädoyer für den einfachen Satz, der als Symptom oder als Indikator einer 'guten' Liebe verstanden werden soll:

'Liebe ist, wenn jemand lieb zu einem ist.'

In diesem Sinne wünsche ich euch allen das Beste.

Es grüßt

Akiko

Oo_
#10
Zwei super Beiträge von dir :) !

Geben einem zu denken und zeigen mir, dass ich sicher nicht alleine mit meinen Gedanken bin.

#11
Hallo :D

Nun ja, interessante Schreibweise, und schön zum Lesen,... Danke :D

Lieb sein, gegenseitiger Respekt, Akzeptanz ect ... das ist die Grundvoraussetzung!

Dann kommen noch die richtigen Gefühle, ... und dann passt es :D

Nur, nach 20 Jahren Ehe kann ich mir schwer vorstellen, dass LIEB SEIN immer funktioniert,...

Eine Mutter liebt ihr Kind über alles, aber wenn das Kind eine Schleife hirnloser Aktionen produziert,... muss sie auch auf dumme Aktionen lieb reagieren? Nein, dem Kind zu liebe wird es mal auch eine Konsequenz geben, die nicht soooo lieb ist, natürlich ist diese nur dann fruchtbar wenn auch das Kind den Grund der Konsequenz übermittelt bekommt,... also ich füge dem ganzen auch die gesunde Kommunikation hinzu,... und dann dürfte nichts schief gehen, ...

und manchmal sind wir alle Kinder :D

... und das ist dann schön, ...

Liebe Grüße

Donna

#12
schon geschrieben? :( stimmt was du schreibs :super:

#13
danke ür das "Augen öffnen" Alles stimmt

#14
danke :) Ist zwar schon eine Weile her, aber es motiviert :)

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