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Genügen 11 Monate nicht?

4 Antworten1'222 AufrufeGestartet von Diogenes ·

DiogenesThemenstart
#1
Hallo erstmal,

meine Freundin hat sich vor 11 Monaten nach vier Jahren, wovon wir anderthalb zusammen gewohnt haben getrennt.

Die Beziehung ging im Streit auseinander. Während es am Anfang noch so aussah als würde etwas ähnliches wie eine Freundschaft bleiben, hat sich diese Hoffnung dann bald zerschlagen, da am Anfang sie ziemlich borstig war, bis ich am Ende dann (leider) mich ebenso verhalten habe. Kurz und gut ich habe sie seit knapp 6 Monaten weder gesehen noch mit ihr irgendwelchen Kontakt gehabt.

Die ganze Zeit über befand ich mich in einem auf und ab, zu ihr hingezogen und dann doch darüber froh, dass es auseinander gegangen ist, da wir in vielen Punkten doch Grund verschieden sind. Rein rational würde ich sagen die Trennung ist das einzig richtige und logische gewesen. Aber wenn es so einfach wäre, würde ich hier ja nicht schreiben. Obwohl ich sie lange nicht gesehen habe, vergeht kaum ein Tag an dem ich nicht an sie denke. Hin und wieder war ich dann einem Punkt, an dem ich gedacht habe, es wäre nun vorbei und ich hätte sie endgültig „vergessen“. Allerdings muss man dazu sagen, dass ich ihr auch bewußt aus dem Weg gehe, da ich die Kneipen meide in denen wir gerne waren und in die sie gerne geht. Ihre Lieblingsdisko habe ich überhaupt nicht aufgesucht und all diese Dinge. Immer wenn ich in der Innenstadt bin, befällt mich eine gewisse Unruhe, dass ich sie treffen könnte und auch Abends beim weggehen. Das verleidet einem die Sache auch bis zu einem gewissen Grad.

Während ich dachte, dass ich langsam über das alles hin weg komme, habe ich gestern von einem guten Freund erfahren, dass sie wieder einen Freund hat. Er hat sie mit gemeinsamen Freunden zusammen in einem Restaurant gesehen. Dennoch obwohl das sicher schon zwei Monate her ist, hat mir das keiner gesagt. Ich bin froh es jetzt erfahren zu haben und nicht irgendwann, die zwei unvorbereitet zu treffen. Dennoch hat mich das ziemlich aufgewühlt. An und für sich ist das nix überraschendes und auch nichts verwerfliches dran, wenn sie nach einem halben Jahr wieder einen Freund hat. Das ist wahrscheinlich sogar eher normal. Dennoch hat es mich getroffen wie ein Faustschlag. Der Diskobesuch gestern war dementsprechend „spaßig“. Was mich beunruhigt und irritiert, ist das ich nicht sagen würde, dass ich sie noch liebe. Aber dennoch vermisse ich die Gemeinsamkeit. Aber die ganze Sache ist nun 11 Monate her, da müßte doch Normalität einkehren. Wenn man mich fragen würde, ob ich wieder mit ihr zusammen sein wollte, würde ich wahrscheinlich nein antworten. Dennoch fehlt mir etwas. Ich weiß, dass Gewohnheiten die man hatte, sich nicht so schnell geben, aber ist das nicht langsam krankhaft? Außerdem bekomme ich nicht mehr aus dem Kopf, dass sie jetzt „einen anderen“ liebt. Ist das immer noch Eifersucht?

Ich weiß, dass es genügend andere Frauen auf dieser Welt gibt und ich habe auch schon zwei kennengelernt, die mich begeistert haben (wenn sie auch einen Freund haben und von daher „tabu“ sind). Aber alleine, dass es solche Frauen gibt, zeigt doch, dass ich eigentlich nicht so sehr an meiner Ex-Freundin hängen kann. Dennoch komme ich nicht darüber hinweg. Ich wage auch zu bezweifeln, dass mir eine neue Freundin da großartig helfen würde, schließlich würde ich die ganze Belastung mit in die neue Beziehung schleppen. Wenn ich mir ein Mädel suchen würde um über sie hinwegzukommen wäre dies dem neuen Mädel gegenüber wohl alles andere als fair. Auch hätte ich Zweifel das soetwas funktioniert. Meine Fragen an Euch sind nun folgendermaßen, wird das irgendwann besser? Ich mein bei 11 Monaten kann man kaum sagen, die Zeit heilt schon alles? Ist das schon krankhaft? Ich weiß wirklich nicht, wie ich das gerade wieder alles in den Griff bekommen soll. Denn so wie es aktuell ist, kann es nicht mehr weiter gehen und will ich auch nicht, dass es weitergeht. Villeicht ist ja jemand hier, dem es ähnlich geht (oder erging) und der mir Mut machen kann. Wann ist man eigentlich wieder „bereit“ für eine neue Beziehung? Gibt es sowas? Merkt man das schon, oder muss man da „nur“ „die Richtige“ treffen?

Danke schon mal im voraus und tut mir leid, dass das alles etwas unstrukturiert ist

#2
Hallo!

Ich finde, dass das klar ist das einem der Andere (trotz Trennung) nicht

ganz gleichgültig ist. Das ist doch völlig normal.Wenn Du meinst dass Du darüber hinweg bist, dann bist Du es auch. Sie muß Dir ja trotzdem nicht gleichgültig sein. Vielleicht ist ja auch ein bißchen gekränkte Eitelkeit im Spiel. ;)

Mach Dir darüber keine Gedanken.

#3
Hi Dio

In genau dieser Situation war ich noch nie...Ich hatte bis jetzt auch immer wenn dann etwas längere Beziehungen. 3-5 Jahre und dazwischen so kurze Intermezzos. Bis jetzt war ich dazwischen immer so ca. um die 6 Monate alleine ...11 noch nie daher kann ich nur für diese Zeitspanne sprechen. Bei mir war es immer so, dass ich in den 4-6 Monaten vor allem zu beginn total traurig war und dann immer meine ups and downs hatte. Als ich dann jeweils wieder eine Frau kennen gelernte und mit ihr in eine Beziehung angefangen hatte waren all diese Gefühle ups and downs wie weggeblasen ich war wieder voll verliebt und Glücklich und wie gesagt hielten diese Beziehungen auch immer wieder für eine längere Zeit. Von daher mach dir keine Sorgen lass es auf dich zukommen verleibe dich wieder es ist so eine wunderbares Gefühl......

#4
Hi Diogenes

Ich kann mich sehr gut in deine Lage hineinversetzen - auch ich wurde lange lange von genau diesen Gefühlen geplagt. Mehr als 11 Monate - du bist also kein Spitzenreiter und es ist schon gar nicht krankhaft! ;-)

Genau wie bei zoolose, waren bei mir die Gefühle, die ups und downs weg, als ich mich wieder glücklich auf einen neuen Partner einlassen konnte.

Ich denke, dass diese Gfühle, wie du sie beschreibst, unser Unterbewusstsein sind. Wir trauern etwas nach, was wir eigentlich gar nicht mehr zurückwollen, erinnern uns an die schönen Zeiten und wollen nicht ganz loslassen. Denn schlussendlich geben uns die Erinnerungen an diese schönen Zeiten viel zurück.

Meiner Meinung nach lassen einem die Gedanken an den Ex-Partnern erst los, wenn man wieder in einer Bezieuhng ist. Denn an irgendetwas möchte man sich doch erinnern, in der Zeit, wo man solo ist.

Ich dachte auch Monate später noch an meinen Exfreund, sah mich mit Argusaugen um, wenn ich in der Stadt war, wollte auf keinen Fall mit ihm zusammentreffen und erschrak, als ich von seiner neuen Freundin gehört habe. Zurückgenommen hätte ich ihn aber auch nicht, geliebt habe ich ihn ebenfalls schon länger nicht mehr. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere und tun uns schwer, etwas endgültig loszulassen. Das geht oft nur mit einem Neuanfang und der war bei mir meist in der Form eines neuen Partners, der mir die Gedanken an den Ex vertieben, denn Liebe war da ja wirklich nicht mehr vorhanden.

Dreh nicht durch, du bist völlig normal und gibst einfach deinen Emotionen und Empfindungen nach!

Liebe Grüsse

Fägerli

#5
Danke erst mal für Eure Hilfe,

@Landija

Natürlich Du hast vollkommen recht, da ist nicht nur ein wenig, wahrscheinlich sogar viel gekränkte Eitelkeit dabei. Niemand hat es gerne wenn er ersetzt wird. Aber mir macht eben Sorgen, warum mir das noch was ausmacht. Ich meine ich habe sie nicht mehr gesehen, denke., dass ich sie nicht mehr liebe, aber dennoch hat mich die Nachricht fast so getroffen, als hätte sie sich gestern ein zweites Mal von mir getrennt.

@Zoolose, Fagerli

Euer Zuspruch macht mir inoweit Mut, als das es vielleicht doch Hoffnung gibt und das ich viellecith die Scheu verlieren sollte mich auf etwas Neues einzulassen.

Wie lange hat es denn bei Dir Fagerli gedauert, bis zur neuen Beziehung, meine ich?

Ich habe schlicht und ergreifend gedacht, dass ich die Gewohnheiten vergessen kann die ich hatte. Das ich mich an der neuen unfreiwilligen Freiheit wieder erfreuen kann, aber das klappt nun mal nicht so wie man es sich vorstellt. Aber das ich mich quasi immer noch mehr auf Monatg freue, wenn ich an die Uni kann, als auf das Wochenende an dem ich Zeit habe, mit der Welt unzufrieden zu sein. Mein Problem ist, dass ich aus dem Kreis des Selbstmitleids nicht rauskomme, ich schaffe es im Endeffekt nur zu verdrängen und stürze mich deswegen ins lernen oder ins Feiern, aber alles ohne recht Freude daran. Es is bis zu einem gewissen Gerade, das ich keine Zukunft sehe auf die man sich freuen könnte. Ich kann sozusagen den Blick auf die Vergangenheit nicht wenden, obwohl ich weiß, dass das Mädel das ich einst geliebt habe, sio gar nicht mehr existiert. Es ist zum Verzweifeln.

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