Zum Inhalt springen

gibts noch Hoffnung - kann ich mich noch ändern?

1 Antworten778 AufrufeGestartet von knuffal ·

knuffalThemenstart
bearbeitet #1
Hallo.

Ich wurde von meinem Freund verlassen, mit der Begründung, die Beziehung mit mir ist für ihn eine Tortur. Und ich brauch auch nicht mehr mit ihm über etwas reden, weil er es leid ist, und es ihm egal ist wenn ich ihm die Schuld geben würde. Es tut so verdammt weh, weil ich so viel für die Beziehung versucht habe zu tun und ihn so gern habe.

Und da bin ich an den Punkt gekommen, wo ich nicht mehr kann.

Weil das war nicht das erste mal dass man mir sowas sagt.

Der letzte Freund hat mich fast mit dem Auto in den Himmel geschickt.. Und mir ständig gesagt wie schlecht ich bin, und immer gesagt ich soll mal "denken"..

Der vorletzte, hat gesagt ich bin egoistisch, verwöhnt und hab so ziemlich alle negativen Eigenschaften die man haben kann.

Der erste richtige Freund, hat nichts dergleichen gesagt. Mit dem hab ich täglich gestritten, und wir haben uns wirklich oft beschimpft.

Den ersten Freund hab ich gern gehabt, und deswegen hab ich dann beschlossen, dass ich mir das zicken und streiten doch großteils abgewöhnen sollte.

Das gleiche hab ich mir noch nach dem 2. Herren vorgenommen.

Und beim 3. (letzten) sogar noch mehr.

Trotzdem sagt mir jeder ich bin nicht zum aushalten, und ich weiß nicht mehr was ich ändern kann.

Der jetzige Ex hat mir ein paar Sachen gesagt die ihm gestört haben:

1. ich würde immer "fordern" (das ist auf die situationen bezogen, wo ich wollte dass er zb. den klodeckel runter macht, das licht ausschaltet, hergeräumte sachen wegräumt, oder in Gesellschaft: mich nicht alleine stehen lassen, manchmal auch mit mir ein Gespräch anfangen, oder wenn ich wollte dass er mir am Abend einen Kuss gibt, bzw mich überhaupt von selbst mal in den Arm nimmt....) --> zur Erklärung: Nach meiner Ansicht nach, hat er mich in der Öffentlichkeit fast vollkommen ignoriert.Seine Begründung für das normale Verhalten: Er sieht seine Freunde nicht so oft und will daher nicht ständig bei mir picken, weil die Paare bei seinen Freunden machen das auch nicht.

2. (nicht komplett wörtlich von ihm): Ich sei faul und zeige keine Einsatzbereitschaft. Und er weiß nicht ob er mit mir zusammen sein kann, weil ich nicht kochen, putzen und Wäsche waschen kann (bzw. weil ich es noch nicht für mich selber mache)

--> zur Erklärung: Er hat eine Landwirtschaft, wo ich mitarbeiten hätte sollen, und da wird einem körperlich natürlich einiges abverlangt.

--> Mein Gedanke: Ich wollte meinen studierten Beruf max. halbtags ausüben um ihn zu unterstützen.

3. Ich sei nicht gesellschaftsfähig: Ich kann mit die Leute nicht, und komme mit keinem klar -seiner Ansicht nach.

4. Ich denke so viel nach, und rege mich über so viel auf, was für ihn irrelevant ist, und er nicht mal beachtet. (z.b. wenn wir mit seinen Freunden weg gegangen sind und er mich dann einfach allein stehen lassen hat, da sollte ich mich dann nicht aufregen, weil er mag mich ja eh, aber er will mit seinen Freunden Spaß haben, etc., oder ich mich aufrege über nicht ausgeschaltete Fernseher, dreckige Schuhe, oder dass er in der früh nur Zeitung gelesen hat und nicht mit mir geredet hat etc..)

5. etc.

Was mich am meisten fertig macht, ist das Gesellschaftliche.

Ich habe ihm am Anfang gesagt, dass ich Schüchtern bin und seine Freunde alle nicht kenne und mir einfach schwer tue ein Gespräch aufzubauen wenn das ein großer eng zusammengeschweißter Freundeskreis ist.

Ich hab dann wirklich versucht ohne seine Hilfe mit den Leuten in Kontakt zu treten, und oft hab ich es auch geschafft. Aber nicht immer. Und dann bin ich daneben gestanden, oder alleine gestanden und hab mit keinen reden können.

Und langsam bin ich wirklich am Verzweifeln, ich habe mich die Jahre über wirklich bemüht mit den Leuten in meinem Umfeld klar zu kommen, ein Gespräch aufzubauen etc. aber ich schaffs nicht. Immer wieder treff ich auf tolle Freundeskreise wo ich keinen Platz hab, wo ich nie dazugehöre.

Ich habe dann immer "gefordert" dass er mich unterstützt bei seinen Freunden, und mich zb auch mal versucht in ein Gespräch einzubinden, oder wenn er mal den Gesprächsort verlagert, mich mitnimmt. Aber das hat er nie getan, und wenn ich was gesagt habe, hat er gesagt ich fordere so viel und er will nicht den ganzen Abend sich darum scheren ob ich allein bin oder nicht.

Und er hat auch gemeint, er will sich nicht ändern, er hätte eh schon so viel getan, aber ich habe mich nicht geändert oder etwas getan, und deswegen ist nix mehr...

Ja ich weiß nicht, ich weiß nicht was ich tun kann, damit ich nicht mehr so schrecklich und inakzeptabel bin. Es tut wirklich weh sowas immer zu hören obwohl man sich bemüht.

Wie finde ich raus was so schrecklich ist? Ich hab ihn so gern und habe mich am Tag wos aus war, noch bemüht, dass wir was schönes machen. Und ich woll sowas nicht mehr erleben, und meine Freunde immer vergraulen.

Eine Frage hätt ich dazu noch:

Er hat mir beim Schlussmachen am Telefon gesagt ich solls endlich lassen und die Situation akzeptieren (ich hab gheult und hab gesagt wie gern ich ihn habe und ihn nicht verlieren möcht) und wir haben da sicher 1,5 stunden telefoniert. ich hab immer geheult und er hat immer gesagt dass er die Entscheidung so belässt. Und ich kann jederzeit meine Sachen holen.

Irgendwie weiß ich das er es ernst meint.

Am Telefon hab ich irgendwie schon "gebettelt" um die Beziehung, und bin mir im Nachhinein saublöd vorgekommen und auch dumm. Ich weiß nicht ob ich nochmal mit ihm versuchen sollt zu reden, oder ob es eh keinen Sinn hat. Und ich hab Angst dass er seine Meinung nur noch deutlicher macht.

Ich hab jetzt versucht einen Brief zu schreiben, weiß aber nicht ob das Sinnvoll ist, und ob ich überhaupt noch auf was hoffen kann.

bitte helft mir!

#2
Hallo knuffal,

es tut mir wirklich leid für dich, dass du in dieser Situation steckst. Ich kann mir vorstellen, dass du fix und fertig bist:(.

Trotzdem - oder gerade deswegen - möchte ich dir aber den Tip geben, ihm KEINEN Brief zu schreiben. Wozu auch?

Ich denke, noch klarer und entscheidungsfreudiger als er kann man nicht sein...jeglicher Versuch deinerseits würde ihn wahrscheinlich nur nerven, sonst aber gar nix weiter auslösen.

Lass ihn in Frieden und konzentriere dich auf DICH!

Liebe knuffal, wenn du dich ändern möchtest, ist das bestimmt möglich. "Für ihn" ändern kannst du dich allerdings nicht, damit wärest du auf Dauer nicht glücklich. Es ist immer ein Paradox, zu glauben, dass man sich dem anderen "hinbiegen" kann- die Maske hält keiner für immer aufrecht.

Es muss schon deinem Impuls entspringen und nicht der Tatsache, dass dich dein 2. oder 3. Freund mit den Worten "du bist so und so und das gefällt mir nicht" verlässt.

Ob seine Kritikpunkte stimmen oder nicht...woher sollen wir das wissen? Entscheidend ist, dass es für ihn so war und er seine Konsequenz gezogen hat mit der du jetzt leben musst. Es gibt immer mindestens zwei Wahrheiten, also prüfe für dich, welcher seiner Kritikpunkte eventuell überdenkenswert sind und welche du unter "Vollidiot" abheften willst.

Nutze die Krise, um über dich selbst nachzudenken (also wenn der erste Schmerz vorüber ist und du einigermaßen klar denken kannst).

Was würdest du denn gerne an dir ändern?

Knuffal, ich wünsche dir viel Kraft für die nächsten Wochen,

cure

Seite 1 von 1 · 2 Beiträge in diesem Thema