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Handelte ich aus Verzweiflung? Was hat sich geändert?

1 Antworten735 AufrufeGestartet von Flusskrebs ·

FlusskrebsThemenstart
#1
Ich verstehe nicht, was in mir vorgeht. Echt nicht.

Vorgeschichte: Ich, 17, noch nie eine Freundin gehabt. Schüchtern, geringes Selbstbewusstsein etc. Lerne sie kennen, in einer Arbeitswoche von der Schule. Sie ist in meiner Parallelklasse und genauso schüchtern wie ich. Sie ist nett, witzig und, genau wie ich, ein Internetmensch. (Mag u.a. Videospiele, eine grosse Leidenschaft von mir). Kurzum, sie ist "perfekt".

Als ich sie kennenlernte war ich gerade in einer "Krise", in einem "Depressionsloch". Ich wünschte mir einfach Jemanden der mich mag, so wie ich bin. Peng, da war sie. Wir haben Nummern getauscht und viel geschrieben. Sehr

viel. (Keine Treffen weil wir gerade Ferien hatten danach und ich weg war).

Die nächsten Wochen über Wochen haben wir geschrieben wie blöd und uns fast jede Woche getroffen. Dabei waren wir (oder besser ich) extrem langsam. Erst nach vielen Wochen haben wir zum ersten Mal Händchen gehalten/uns aneinander gelehnt beim Film schauen. Weiter ging ich bis heute nie.

Anfangs war das einfach wegen meiner extremen Unsicherheit und Schüchternheit. Doch nach einer Zeit, ist Etwas passiert. Ich weiss nicht was, aber mein Interesse verblasst immer mehr, während sie mich immer noch sehr gerne hat. Ich weiss nicht wieso, aber ich verspüre kein Bedürfnis mehr, sie so oft wie möglich zu sehen, keine unglaubliche Freude wenn sie mir "Guten Morgen" schreibt.

Was ist passiert? Ist meine anfängliche Verzweiflung einfach abgeschwellt? Wieso? Wurde sie zu einer Selbstverständlichkeit? Schäme ich mich für sie weil sie 5 Kilos zu viel auf den Hüften hat? (Ich war nie ein Mensch, den das gestört hätte. Solange eine Person sympatisch ist, ist mir das Aussehen ziemlich egal. Ich will kein Arsch sein.)

Ich würde so gerne das Bedürnis verspüren, einen Schritt weiter zu gehen. Ich hasse mich dafür, was in meinem Kopf vorgeht. Sie ist so nett, ein "Keeper", wie man mit dem Internetjargon sagen würde. Ich weiss nicht was mit mir falsch läuft und warum...

Geht das weg, wenn ich mich wirklich zu einer Beziehung bekennen würde? Beim ersten Kuss? Bei einer "offiziellen" Beziehung? Wenn nicht, dann weiss ich nicht was ich tun soll... Kontakt einfach abbrechen ist unmöglich, das würde ihr das Herz brechen. Und Schluss machen...wir sind gar nicht zusammen. Wie komisch kommt das, wenn man nach 3 Monaten sagt "Ach, hab grad gemerkt, ich mag dich ja gar nicht wirklich" (würde man da nicht denken, ich wollte sie nur ausnutzen? ich wollte nur "das Eine"?)

Habe ich zu lange gezögert und meine Chance verspielt? Nicht von ihr aus, dass sie mich mag ist offensichtlich. Aber von mir aus...?

Hilfe. Argh, Kopf, warum tust du mir das an. Ich verstehe rein gar Nichts mehr.

#2
Hallo Flusskrebs, nö, wieso soll etwas mit dir nicht stimmen? Alles in Ordnung. Es ist nunmal nicht immer so, dass man anfängliche Sympathiegefühle mit der Zeit immer deutlicher spürt, manchmal verliert man einfach das Interesse. Mach dir keinen Vorwurf! Wenn sie auf eine Partnerschaft mit dir abzielt, wäre es schon an dir, ihr zu sagen dass du das nicht willst. Wünsche verändern sich und Zustände auch.

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