HILFE-kann nicht mehr
7 Antworten1'264 AufrufeGestartet von me801 ·
me801Themenstart
Hallo, ich weiss einfach nicht mehr weiter. Mir ist das total unangenehm, dass hier zu schreiben, aber ich weiss, dass es so nicht weiter gehen darf und kann mit niemanden darueber sprechen. Also, ich bin in der 25.Woche schwanger und habe mich vor ca. 6 Wochen von meinem Partner getrennt. Es lief schon laenger schlecht und die Schwangerschaft war voellig ungeplant. Wir haben bereits 2 Kinder zusammen, aber als ich diesmal erfuhr, dass ich schwanger wurde, wollte ich es eigentlich nicht behalten konnte mich aber irgendwie nicht zu einer Abtreibung durchringen. Die Beziehung lief wie gesagt eh nicht besonders gut und ausserdem hatte ich in meinem Leben ganz andere Plaene und wollte jetzt endlich beruflich auch mal was erreichen. Mein Freund wollte, dass ich das Kind behalte, aber er meinte egal wie ich mich entscheide, er wird mich unterstuetzen. Nun ja habe die Zeit, so lange ich noch abtreiben konnte verstreichen lassen in der Hoffnung, das Kind wird einfach von allein verschwinden. Ist es ja natuerlich nicht. Inzwischen ist so viel passiert, dass ich keine andere Moeglichkeit sah, als ihn rauszuschmeisen, zu schlecht wurde ich behandelt und gedemuetigt. Nun ja, und jetzt weiss ich nicht, was schlimmer ist, der Stress den ich hatte als er noch da war oder der Stress seit er weg ist. Mir gehts wirklich sehr sehr schlecht, obwohl mir das die meisten Menschen nicht ansehen. Die Leute, die mich kennen, sehen in mir immer eine sehr starke Frau, die irgendwie alles auf die Reihe bekommt und alles besser wegsteckt als andere. Aber eigentlich ist das gar nicht war. Ich habe schon schwierige Situationen irgendwie durchgestanden, aber langsam kann ich nicht mehr. Ich kann mich gar nicht auf dieses Kind freuen, das war bei meinen anderen beiden Kindern nicht so, obwohl ich damals auch die meiste oder die ganze Schwangerschaft allein war. Ich rauche und trinke jetzt sogar Alkohol und hasse mich dafuer. Das habe ich bei den anderen Schwangerschaften nicht gemacht, aber ich kann einfach meinen Stress nicht anders bewaeltigen. Trinke halt nichts Starkes und verduenne es auch mit Wasser, aber natuerlich darf das nicht sein. Es weiss auch keiner. Ich schaeme mich so. Nachdem mein Freund erstmal wochenlang den Kontakt zu mir und den Kindern komplett abgebrochen hat, ausser ab und zu ein paar SMs, wo er mir gesagt hat, wie doll er mich hasst und wuenschte ich sei tot und das Kind sei nicht seins... versucht er sich wieder bei mir einzuschleimen, er liebt mich ja so...aber ich glaube ihm kein Wort mehr, zu viel ist passiert und beim letzten Mal wars dann einfach zu viel. Ich will mich von ihm nicht mehr einlullen lassen, das habe ich schon zu oft zugelassen, aber ich komme ja alleine auch nicht mehr klar. Unter der Woche gehe ich arbeiten und wenn ich nach Hause komme liege ich nur im Bett und am Wochenende auch. Habe kaum die Kraft mich grossartig mit meinen Kindern zu beschaeftigen. Habe meine Hausarzt auch geschildert, dass es mir nicht sonderlich gut geht, dass ich rauche...habe aber nichts vom Alkohol erzaehlt. Er meinte aber jedoch, dass er mir keine Antideprissiva verschreiben kann, da ich ja schwanger bin. Habe im Laufe der Jahre nicht mehr so viel bzw. gar keinen Kontakt zu Freunden, so dass die natuerlich auch nicht wissen wie es mir wirklich geht. Auch meine Familie wohnt weit weg, so dass ich grundsaetzlich kaum Unterstuettzung hier habe. Ausserdem schaeme ich mich viel zu sehr als dass ich zugeben wuerde, wie es mir wirklich geht. Es kann so nicht weitergehen, aber in mir selber steckt nicht mehr die Kraft, mich selbst da rauszuholen.
Ich kann einfach nicht mehr und hasse mich dafuer, was ich dem Baby gerade antue oder dass ich nich nicht angemessen, um meine Kinder kuemmer!
Ich kann einfach nicht mehr und hasse mich dafuer, was ich dem Baby gerade antue oder dass ich nich nicht angemessen, um meine Kinder kuemmer!
hallo me801,
schäme dich nicht dafür, dir hilfe zu holen!!!
wofür du dich schämen solltest, wäre, dir keine zu holen!!
hör auf mit dem alkohol und trinken und lass dir helfen!!
sei gut zu dir selbst und dem zukünftigen kind!!
hör auf dich zu hassen, sondern fang an dich zu lieben!!
das schreibe ich nicht nur so einfach dahin, sondern das sind die kernpunkte, das was am wichtigsten ist. DU und dass du dich wieder liebst!
ansonsten wirst du keine liebe an dein kind weitergeben können.
und schreib hier weiter, es hilft viel!!
alles liebe
schäme dich nicht dafür, dir hilfe zu holen!!!
wofür du dich schämen solltest, wäre, dir keine zu holen!!
hör auf mit dem alkohol und trinken und lass dir helfen!!
sei gut zu dir selbst und dem zukünftigen kind!!
hör auf dich zu hassen, sondern fang an dich zu lieben!!
das schreibe ich nicht nur so einfach dahin, sondern das sind die kernpunkte, das was am wichtigsten ist. DU und dass du dich wieder liebst!
ansonsten wirst du keine liebe an dein kind weitergeben können.
und schreib hier weiter, es hilft viel!!
alles liebe
Danke fuer deine Antwort. Ich habe bereits versucht mir Hilfe zu holen, indem ich wie gesagt meinen Hausarzt darauf angesprochen habe und ich habe auch versucht bei einer Familien- und Eheberatung wieder einen Termin zu bekommen. Als ich mit meinem Ex noch zusammen war, waren wir ein paar Mal bei dieser Beratung aufgrund der Beziehungsprobleme, aber wir mussten mehrmals Termine kurzfristig absagen aufgrund von unseren Arbeitszeiten und das kam wohl gar nicht gut an. Habe schon mehrmals dort auf dem AB gesprochen, werde aber nie zurueckgerufen. Noch dazu habe ich nicht viel Zeit aufgrund von Arbeit und meinen Kindern. Mein Hausarzt hatte mir sogar vorgeschlagen ein Arbeitsverbot zu geben, aber wenn ich noch nicht mal mehr arbeiten gehen wuerde haette ich noch mehr Zeit ungluecklich zu sein. Ich brauche diese Ablenkung. Ich weiss nicht an wen ich mich noch wenden soll. Kenne mich nicht so gut aus und habe sogar, wenn ich voellig verzweifelt war, die Telefonseelsorge angerufen, aber die konnten mir auch nicht wirklich viel helfen. Habe auch etwas Angst, dass mir irgendjemand versuchen wuerde mir die Kinder wegzunehemn. Ich war bisher immer eine gute Mutter und habe alles fuer das Wohlbefinden meiner Kinder getan. Die stehen bei mir an erster Stelle, auch wenn es jetzt, so wie ich mich in deiser Schwangerschaft verhalte, nicht danach aussieht. Deswegen schaeme ich mich auch so fuer mein Verhalten. Ich weiss nicht, an wen ich mich noch wenden soll. Ich brauche Unterstuetzung, vor allem, wenn ich am Wochenende arbeiten soll und weiss nicht woher!
Mein Hausarzt hatte mir sogar vorgeschlagen ein Arbeitsverbot zu geben, aber wenn ich noch nicht mal mehr arbeiten gehen wuerde haette ich noch mehr Zeit ungluecklich zu sein.ich sehe das so dass du mehr zeit hättest an dir zu arbeiten!! es ist eine investition!!
aber du musst dich auch wirklich dafür entscheiden.
kannst du die kinder denn nicht mal für einen nachmittag an jemanden abgeben, dass du dir zeit nehmen kannst für deine aufarbeitung (auf professioneller basis)?
ich sehe das wie dein hausarzt. es klingt zwar radikal, aber du musst dir zeit NEHMEN!! sie ist da!!! es wird immer gesagt, ich habe keine zeit, aber in wirklichkeit ist das eine ausrede, denn sie ist immer da, man muss sie sich nur nehmen.
anstatt deine energie in schuldgefühle reinzustecken würde ich sie an deiner stelle lieber dafür investieren, dir zeit zu nehmen (arbeit nur noch teilzeit oder eine andere lösung, hauptsache du kriegst einen termin).
du kannst es schaffen, wenn du dich auch dafür entscheidest anstatt dich selbst fertig zu machen, das heißt, wenn du es auch wirklich WILLST!! mit ganzem herzen!! einen neustart machen!! für dich und das kind!!
nicht daran denken was du alles falsch gemacht hast, denn das hast du sicher nicht; nicht über deine schuld nachdenken denn das hilft dir nicht!!
mach dich frei!! denk daran was du für möglichkeiten hast, lass dir keine hindernisse, ausreden usw. gefallen sondern gib dein bestes!! wo ein wille ist, ist auch ein weg!!
du schaffst das, ich glaub ganz fest dran!!
alles liebe
Jetzt muss ich nochmal anfangen, mein Text war auf einmal weg. Also ich moechte schon gerne Hilfe, weiss aber nicht woher. Dass mit dem Arbeitsversbot meine Hausarztes bezog sich darauf, dass ich seit der Trennung niemanden habe der meine Kinder abholt und betreut, wenn ich spaet arbeiten muss. Das hat vorher der Vater der Kinder gemacht, aber jetzt nicht mehr, obwohl er sogar inzwischen arbeitslos ist. Mein Arzt hat mir letztendlich ein Attest geschrieben, dass ich keine Spaetschichten arbeiten darf, damit ich ein Problem weniger habe, wollte halt nicht ganz aufhoeren, sondern nur keine Spaetschichten mehr. Ich arbeite halbtags ( 6 Stunden) und dann muss ich schon die Kinder holen. Und mit Kindern Termine wahrnehmen (regelmaessig), die dann villeicht auch etwas laenger dauern ist nicht einfach. Habe neimanden, der die mal nimmt.
Ich weiss nicht an wen ich mich wenden soll und mir fehlt auch etwas die Kraft um ehrlich zu sein.
Ich weiss nicht an wen ich mich wenden soll und mir fehlt auch etwas die Kraft um ehrlich zu sein.
Wende dich doch mal an gemeinnützige Vereine in deiner Stadt. AWO, Caritas, Diakonie, ggf. ProFamilia. Evtl. kann auch das Jugendamt helfen.
Auf jeden Fall solltest du auch die Suchtberatung aufsuchen. Alokohol zur Stressbewältigung ist nichts, worüber man einfach hinwegsehen kann, erst recht nicht während einer Schwangerschaft.
Wieso gibst du das Kind nicht zur Adoption frei, wenn du es ohnehin nicht haben willst?
Oder will der Vater das volle Sorgerecht?
Die Kinder werden übrigens eher den Leuten weggenommen, die sich uneinsichtig zeigen, die die eigenen Probleme leugnen oder nicht sehen wollen und jegliche Hilfe verweigern.
Wir leben in einem Sozialstaat, nutz doch die Möglichkeiten.
Auf jeden Fall solltest du auch die Suchtberatung aufsuchen. Alokohol zur Stressbewältigung ist nichts, worüber man einfach hinwegsehen kann, erst recht nicht während einer Schwangerschaft.
Wieso gibst du das Kind nicht zur Adoption frei, wenn du es ohnehin nicht haben willst?
Oder will der Vater das volle Sorgerecht?
Die Kinder werden übrigens eher den Leuten weggenommen, die sich uneinsichtig zeigen, die die eigenen Probleme leugnen oder nicht sehen wollen und jegliche Hilfe verweigern.
Wir leben in einem Sozialstaat, nutz doch die Möglichkeiten.
Ich habe zwar ueber Adoption schon nachgedacht, aber so einen Schritt koennte ich nicht machen. Mein Sohn freut sich auch total, dass er einen Bruder bekommt und ich glaube nicht, dass ich so was verkraften koennte. Der Vater will bestimmt nicht das Sorgerecht. Er interessiert sich ja gar nicht fuer seine Kinder. Leider! Habe auch schon Mal bei Profamilia angerufen, aber die Termine mussten ein Mal von meiner Seite und ein Mal von denen abgesagt werden. Man muss halt immer sehr am Ball bleiben, dass da Mal ein Termin zustande kommt und meist sind die erst in der Zukunft, wo ich dann noch nicht weiss wie ich arbeiten werde und dann fehlt mir immer wieder die Kraft da am Ball zu bleiben. Aber ich werde das Mal wieder in Angriff nehmen.
Ich musste mich schon so oft durchs Leben kaempfen und irgendwann ist die Kraft einfach weg.
Ich musste mich schon so oft durchs Leben kaempfen und irgendwann ist die Kraft einfach weg.
Ich hätte noch die Idee, das du dir eine Familienhelferin übers Jugendamt holst. Das steht dir zu und vielleicht noch eine Therapie? Du steckst in einer Situation in der du sichtlich überfordert bist und solltest dich nicht scheuen, jede Hilfe anzunehmen, die du bekommen kannst.
Wie sieht es in deinem Freundeskreis aus? Familie? Gibt es da jemanden, der dir ein wenig unter die Arme greifen könnte? Das mit dem Rauchen und Trinken ist na klar nicht gut und vielleicht hilft es dir wenn du dir immer wieder sagst, das du damit dein ungeborenes Kind schädigst und das kann wirklich gar nichts dafür wie es bei dir gerade aussieht. Vielleicht kannst du diese Spannungen irgendwie anders bekämpfen, mit einem entspannenden Bad, ein zügiger Spaziergang, Tagebuch schreiben oder schon mal Autogenes Training versucht?
Wie sieht es in deinem Freundeskreis aus? Familie? Gibt es da jemanden, der dir ein wenig unter die Arme greifen könnte? Das mit dem Rauchen und Trinken ist na klar nicht gut und vielleicht hilft es dir wenn du dir immer wieder sagst, das du damit dein ungeborenes Kind schädigst und das kann wirklich gar nichts dafür wie es bei dir gerade aussieht. Vielleicht kannst du diese Spannungen irgendwie anders bekämpfen, mit einem entspannenden Bad, ein zügiger Spaziergang, Tagebuch schreiben oder schon mal Autogenes Training versucht?
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