Hilfe zum Verstehen und Loslassen
49 Antworten3'209 AufrufeGestartet von Will_Loslassen ·
bearbeitet #21
Zu Deinen Zeilen Mischel
Außerdem will ich keine Hoffnung haben, weil ich dann noch länger brauche um von ihr los zu kommen.
Ich habe mir zwei Liebeskummer Ratgeber gekauft. Den ersten von Doris Wolf "Wenn der Partner geht", das Buch fand ich etwas nüchtern, da finde ich die Fibel hier nützlicher. Das andere "Liebeskummer, wenn das Herz zu brechen droht" von Silvia Fauck. Letzteres fand ich sehr viel lebendiger und diese Dame bietet Liebeskummer-Coaching an. Sie hinterfragt in ihrem Buch auch die Hintergründe der Trennung. Wobei mir so eine Art Taktik, "wie gewinne ich sie zurück?" nicht nahe liegt. Aber so richtig blöde Gedanken habe ich natürlich auch zwischendrin: Mir ein richtig fettes Auto zu kaufen oder auf dem nächsten Dorffest mit einer besonderen Schönheit zu erscheinen.
In Kürze das was schwierig war: Zur Trennung führten immer wieder ähnliche Situationen und ich meine das hier ein Muster am Laufen war: Ich habe vieles einfach so akzeptiert wie es war. Wo meine Toleranz aufhört, ist, wenn ich mich gegängelt fühle oder zurückgesetzt. Wenn ich also meinte meinen Raum verteidigen zu müssen (was ich anziehe, wie ich mit meinen Kindern umgehe, wie schnell ich Auto fahre) habe ich schon auch mal sauer reagiert. Selten heftig, das mag einmal im Jahr passiert sein. Was dann aber passierte war, dass eine ganz andere Frau vor mir saß, voller Kampf, schreiend, nicht mehr erreichbar, innerhalb weniger Minuten rausrennend und sich dann tagelang nicht meldend. Ich muss also eine sehr große Verletzlichkeit getroffen haben. Das finde ich auch noch nichts Ungewöhnliches. Aber es war absolut unversöhnlich, sie war nie in der Lage zu sehen, was ihre Anteile an der Situation waren und hat auch gar nicht danach gesucht.(Letzter "großer" Streit im Dezember "Du hast es verrissen!"
Und ich habe schon auch immer mehr das Gefühl gehabt, dass sie die Bedingungen setzt. Wir haben zum Beispiel nebeneinander Reihenhäuser gemietet und ich fand es sehr ideal. Ich habe dann mal in einem Nebensatz gesagt, dass ich vielleicht
das Haus finanziell nicht halten kann. Ich kriege dann irgendwann mit, dass sie sich ein Haus kaufen will. Als es dann soweit ist bin ich betrübt und sie schreit mich an, dass ich doch mal stolz auf sie sein könnte, weil sie es geschaft hätte, sich ganz alleine ein Haus zu kaufen. - So Sachen halt.
Das schwierigste an allem war aber, dass sie alles mit sich alleine abgemacht hat und nicht Dinge einfach ansprach um sie auszuräumen. Wenn sie mir etwas sagte waren das mehr Entscheidungen oder Mitteilungen aber keine gemeinsame Suche nach der Wahrheit einer Situation im Austausch.
Man könnte das teilweise wohl egozentrisch oder narzistisch nennen, aber ich liebte sie ja. Und das heißt für mich: Ich nehme sie wie sie ist.
Das einzige was ich ihr wirklich vorwerfe ist, dass sie nicht mit mir geredet hat.
Es könnte jetzt hier auch ein falscher Eindruck entstehen: aus meiner Sicht waren solche Situationen und auf einer Streit-Eskalations-Skala im mittleren Bereich. Bis dann eben ihre "Trennungsenergie" durchbrach. Da wurde es für mich natürlich exitentiell.
Ich war dann überrascht, dass sie sich auf Paargespräche einlassen wollte. Sie hatte natürlich auch eine ganz andere Seite: ein zarter, sensibler und sehr fürsorglicher Mensch. Und dieser Teil ist auch viele Schritte auf mich zu gegangen.
Ich werde keinen einzigen Schritt auf sie zu machen. Wenn sie Sehnsüchte entwickelt, dann treten diese nachts auf und ich habe meinen guten Freund S. gebeten mich daran zu erinnern, dass wenn sie doch mal wieder auftauchen sollte, er mich bitte daran erinnert, meine Bedingungen zu stellen bevor ih mich einlasse. Einen solchen Umgang mit dem besten was ich zu geben habe, meiner bedigungslosen Liebe, will ich nicht mehr. Und ich kann auch nicht mehr, denn das macht mich körperlich krank. Bezeichnenderweise, habe ich aber meine Bedingungen, wie so vieles andere noch nicht aufgeschrieben. das muss ich unbedingt tun.
Danke für Deine Gedanken Mischel und Euch anderen, das hilft mir wirklich sehr
Will_Loslassen
Die Frage ist, ob sie es genauso wahrnimmt, wie du.Nein das tut sie wohl nicht. Sie findet es scheinbar normal was wir miteinander hatten. Das ist ja das was ich nicht fassen kann, das jemand mit Mitte 45 und solch einer Ehe hinter sich, der Meinung sein kann, das sei ganz normal.
Wie groß siehst du die Möglichkeit, dass sie sich wieder bei dir meldet?Ich sehe die Möglichkeit als sehr gering an. Sie hat sich jetzt schon diverse Male getrennt, immer im Affekt und sie hat einen sehr starken Willen.
Außerdem will ich keine Hoffnung haben, weil ich dann noch länger brauche um von ihr los zu kommen.
Vielleicht hat gerade dieses perfekte ihr Angst gemacht?Also von perfekt rede ich ja gar nicht, nur davon dass es passiger für mich gar nicht sein kann. Wir sind SEHR unterschiedlich aber ich habe nie etwas an ihr auszusetzen gehabt, was für mich größere Bedeutung gehabt hätte. Aber die große Nähe und mein bedingungsloses Ja zu ihr, das hat ihr sicher Angst gemacht.
Was du an dir meinst verändern zu müssenIch muss vor allem besser mit mir umgehen. Mich um meinen Körper und meine Gesundheit kümmern.
Eine Möglichkeit ist vielleicht diese Paartherapie auch erstmal alleine anzufangen.Eine Therapie die ich für mich alleine mache, ist für mich keine Paartherapie. Ich war auch einmal alleine noch bei dem Therapeuten, bei dem wir Sitzungen machen wollten. Sie war ja zur Vorbereitung auch schon einmal dagewesen.
Ich habe mir zwei Liebeskummer Ratgeber gekauft. Den ersten von Doris Wolf "Wenn der Partner geht", das Buch fand ich etwas nüchtern, da finde ich die Fibel hier nützlicher. Das andere "Liebeskummer, wenn das Herz zu brechen droht" von Silvia Fauck. Letzteres fand ich sehr viel lebendiger und diese Dame bietet Liebeskummer-Coaching an. Sie hinterfragt in ihrem Buch auch die Hintergründe der Trennung. Wobei mir so eine Art Taktik, "wie gewinne ich sie zurück?" nicht nahe liegt. Aber so richtig blöde Gedanken habe ich natürlich auch zwischendrin: Mir ein richtig fettes Auto zu kaufen oder auf dem nächsten Dorffest mit einer besonderen Schönheit zu erscheinen.
da fällt mir ein: warum wolltet ihr eine Paartherapie machen wenn alles perfekt warNochmal, ich habe die Beziehung nicht als perfekt angesehen. Mir war wohl bewußt, dass manches in der Unterschiedlichkeit auch schwierig war. Aber ich habe an die Möglichkeit von gemeinsamer Entwicklung geglaubt und meine, für mich sehr viel Toleranz entwickelt zu haben.
In Kürze das was schwierig war: Zur Trennung führten immer wieder ähnliche Situationen und ich meine das hier ein Muster am Laufen war: Ich habe vieles einfach so akzeptiert wie es war. Wo meine Toleranz aufhört, ist, wenn ich mich gegängelt fühle oder zurückgesetzt. Wenn ich also meinte meinen Raum verteidigen zu müssen (was ich anziehe, wie ich mit meinen Kindern umgehe, wie schnell ich Auto fahre) habe ich schon auch mal sauer reagiert. Selten heftig, das mag einmal im Jahr passiert sein. Was dann aber passierte war, dass eine ganz andere Frau vor mir saß, voller Kampf, schreiend, nicht mehr erreichbar, innerhalb weniger Minuten rausrennend und sich dann tagelang nicht meldend. Ich muss also eine sehr große Verletzlichkeit getroffen haben. Das finde ich auch noch nichts Ungewöhnliches. Aber es war absolut unversöhnlich, sie war nie in der Lage zu sehen, was ihre Anteile an der Situation waren und hat auch gar nicht danach gesucht.(Letzter "großer" Streit im Dezember "Du hast es verrissen!"
Und ich habe schon auch immer mehr das Gefühl gehabt, dass sie die Bedingungen setzt. Wir haben zum Beispiel nebeneinander Reihenhäuser gemietet und ich fand es sehr ideal. Ich habe dann mal in einem Nebensatz gesagt, dass ich vielleicht
das Haus finanziell nicht halten kann. Ich kriege dann irgendwann mit, dass sie sich ein Haus kaufen will. Als es dann soweit ist bin ich betrübt und sie schreit mich an, dass ich doch mal stolz auf sie sein könnte, weil sie es geschaft hätte, sich ganz alleine ein Haus zu kaufen. - So Sachen halt.
Das schwierigste an allem war aber, dass sie alles mit sich alleine abgemacht hat und nicht Dinge einfach ansprach um sie auszuräumen. Wenn sie mir etwas sagte waren das mehr Entscheidungen oder Mitteilungen aber keine gemeinsame Suche nach der Wahrheit einer Situation im Austausch.
Man könnte das teilweise wohl egozentrisch oder narzistisch nennen, aber ich liebte sie ja. Und das heißt für mich: Ich nehme sie wie sie ist.
Das einzige was ich ihr wirklich vorwerfe ist, dass sie nicht mit mir geredet hat.
Es könnte jetzt hier auch ein falscher Eindruck entstehen: aus meiner Sicht waren solche Situationen und auf einer Streit-Eskalations-Skala im mittleren Bereich. Bis dann eben ihre "Trennungsenergie" durchbrach. Da wurde es für mich natürlich exitentiell.
Ich war dann überrascht, dass sie sich auf Paargespräche einlassen wollte. Sie hatte natürlich auch eine ganz andere Seite: ein zarter, sensibler und sehr fürsorglicher Mensch. Und dieser Teil ist auch viele Schritte auf mich zu gegangen.
Zeige ihr, dass diese Therapie für sie persönlich (unabhängig von eurer Beziehung) eine Chance ist Dinge aufzuarbeiten und in Zukunft anders zu machenDas entspricht eben nicht ihrem Wertesystem. Sie arbeitet als Selbstständige sehr viel, ist sehr fleißig. Dann gibt es noch Sohn, Familie, Haus und Garten. Und da haben Selbstreflexion und anstrengende Erkenntnisprozesse keinen Platz im Leben. Und somit hat sie mich natürlich auch nicht wegen meiner Fähigkeit zu intimer und tiefgehender Kommunikation geliebt sondern trotz dieser Seite an mir.
Ich werde keinen einzigen Schritt auf sie zu machen. Wenn sie Sehnsüchte entwickelt, dann treten diese nachts auf und ich habe meinen guten Freund S. gebeten mich daran zu erinnern, dass wenn sie doch mal wieder auftauchen sollte, er mich bitte daran erinnert, meine Bedingungen zu stellen bevor ih mich einlasse. Einen solchen Umgang mit dem besten was ich zu geben habe, meiner bedigungslosen Liebe, will ich nicht mehr. Und ich kann auch nicht mehr, denn das macht mich körperlich krank. Bezeichnenderweise, habe ich aber meine Bedingungen, wie so vieles andere noch nicht aufgeschrieben. das muss ich unbedingt tun.
Danke für Deine Gedanken Mischel und Euch anderen, das hilft mir wirklich sehr
Will_Loslassen
Hallo Will_Loslassen!
Ich habe mir auch ein paar Gedanken gemacht, zu deinem Thema.
Die Frage die du dir auch stellen solltest ist, idealisierst du sie auch deshalb weil du da "raus gerissen" wurdest...über dich entschieden wurde?
Gab es nicht doch immer wieder Dinge die dich gestört haben? Aber aufgrund anderer Dinge die für dich als ideal galten, damit in den Hintergrund gerückt sind? So ne Art "Kompromisslösung" mit dir selber.
Gilt eine Partnerin für dich als ideal, die sich nie ganz auf dich einlassen kann?
Grüsse
die ilmy
Zitieren: [ QUOTE ] Text einfügen...zwischen den Klammern...dann sollts funktionieren ;) [ QUOTE]
Ich habe mir auch ein paar Gedanken gemacht, zu deinem Thema.
Die Frage die du dir auch stellen solltest ist, idealisierst du sie auch deshalb weil du da "raus gerissen" wurdest...über dich entschieden wurde?
Gab es nicht doch immer wieder Dinge die dich gestört haben? Aber aufgrund anderer Dinge die für dich als ideal galten, damit in den Hintergrund gerückt sind? So ne Art "Kompromisslösung" mit dir selber.
Gilt eine Partnerin für dich als ideal, die sich nie ganz auf dich einlassen kann?
Grüsse
die ilmy
Zitieren: [ QUOTE ] Text einfügen...zwischen den Klammern...dann sollts funktionieren ;) [ QUOTE]
Hallo "Will-Loslassen",
Auf mich strahlen Deine Beiträge die Präsenz eine unheimlich starken Persönlichkeit aus. Vor meinem inneren Auge formt sich das Bild eines sehr charismatischen Mannes, der eine gesunde Einstellung zu sich und seiner Umwelt hat, gefestigt und zielstrebig durchs Leben geht und dabei noch sehr herzlich, liebenswert und liebensfähig zu sein scheint. Eigentlich bin ich hundemüde- aber ich muss Dir unbedingt noch von dem Geistesblitz berichten, der mich beim lesen Deines Threads überkam :)
Ich lebe in einer durchaus glücklichen Beziehung und empfinde viel Liebe für den Mann an meiner Seite, der sehr warmherzig, humorvoll, fürsorglich und bemüht ist. Ich möchte ihn nicht verlassen, sondern mich der Herausforderung stellen, die es mit sich bringt, dass er ebenso auch unsicher,chaotisch, disziplinlos, wenig gefestigt in seiner Einstellung zum leben ist.
Vor Jahren schon lernte ich den besten Freund meines Partners kennen- und war fasziniert. Von seiner Art die Welt zu sehen, von seiner Stärke, von seiner Ausdrucksweise, von seiner Präsenz, die mal eben einen Raum voll Menschen in ihren Bann zieht.Von seiner Intelligenz, seinem Interesse an allen Dingen, seinem Humor, seiner Leichtigkeit. Aber vor allem von seiner gesunden Einstellung zu sich selbst. Die Art, wie er seine Ansichten vertritt, Grenzen absteckt, Verletzungen annimmt und verwindet. Noch heute bin ich zutiefst fasziniert, beeindruckt, voller Bewunderung. Und auch, wenn er mich sexuell in keinster Weise anzieht (Gefühle dieser Art würde ich auch nicht zulassen) habe ich mich manches Mal gefragt, wohin mich dieser Mensch führen würde, wenn ich mit ihm eine Partnerschaft einginge. Würde ich an ihm wachsen, oder mich klein und unbedeutend fühlen? Um es auf den Punkt zu bringen- selbst wenn es meinen Freund nicht gäbe- ich hätte nicht den Mut, mich an der Seite dieses Menschens zu bewähren. Meine Engstirnigkeit, mein Stolz, meine Emotionalität, meine Egozentrik, all dass würde mir an seiner Seite noch mehr bewusst werden. Ich könnte neben einem derart starken Menschen nicht bestehen. Und als ich Deinen Text las kam es mir vor, als schriebst Du von einer fiktionalen Beziehung zwischen ihm und mir!
Vielleicht geht es Deiner Exfreundin, wie es mir gehen würde. Vielleicht macht Deine Stärke sie unsicher, ängstlich. Gerade dass, was Du berichtest, die Grenzen die Du ganz selbstverständlich ziehst und für sie eine Katastrophe bedeuten. Für Dich ist es normal, hat nichts mit Gefühlen zu ihr zu tun, Du schaffst Deine Freiräume und begründest es ganz rational. Für sie bedeutet es ABLEHNUNG! Aber neben Deiner Rationalität schafft sie es nicht, ihre Gefühle auszusprechen, geschweige denn zu beschreiben. Weil sie sich damit nur noch schwächer darstellen würde, keine so vernunftdurchwachsene Argumente für ihr Handeln hat wie Du. Ausserdem enttarnst Du ihre Gefühle sicherlich recht schnell, was ihr jeden Handlungsspielraum nimmt, selbst mit ihren negativen Gefühlen zu recht zu kommen.
Ich glaube, dass Du nicht das Problem bist. Sie ist es. Ihre Angst vor Ablehnung, ihre Angst Dich zu verlieren und nicht gut genug zu sein. Anstatt aber mit Dir über ihre negativen Gefühle zu sprechen, läuft sie lieber davon. Weil sie in einer Diskuson befürchtet, nur den kürzeren ziehen zu können. Etwa wie Rationalität, Vernunft und gesunde Selbtliebe vs. Gefühl, Unvernunft und Unsicherheit.
Glaube, dass man diesen Graben nur überbrücken kann wenn sie:
1. Bereit ist sich solche Gefühle zu zu gestehen, die eben nicht immer vernünftig sind
2. Dir soweit vertrauen kann, dass sie sicher ist, dass sie ernst genommen, verstanden und ihr solche Offenbarungen nicht als Schwäche ausgelegt werden
3. Ihr eine Art und Weise findet, in der ihr von euren gegensätzlichkeiten profitieren könnt. ( Grenzen werden von ihr nicht mehr als Verletzung empfunden, Sie bekommt wieder das Gefühl sich fallen lassen zu können und Schwach sein zu dürfen...)
So,huh! Ich bezweifle irgendwie, dass ich die Genialität meiner Gedanken richtig ausdrücken konnte :) bin aber zu müde jetzt. Falls Du das Gefühl hast dies könnte die richtige Richtung sein, können wir ja näher drauf eingehen
Auf mich strahlen Deine Beiträge die Präsenz eine unheimlich starken Persönlichkeit aus. Vor meinem inneren Auge formt sich das Bild eines sehr charismatischen Mannes, der eine gesunde Einstellung zu sich und seiner Umwelt hat, gefestigt und zielstrebig durchs Leben geht und dabei noch sehr herzlich, liebenswert und liebensfähig zu sein scheint. Eigentlich bin ich hundemüde- aber ich muss Dir unbedingt noch von dem Geistesblitz berichten, der mich beim lesen Deines Threads überkam :)
Ich lebe in einer durchaus glücklichen Beziehung und empfinde viel Liebe für den Mann an meiner Seite, der sehr warmherzig, humorvoll, fürsorglich und bemüht ist. Ich möchte ihn nicht verlassen, sondern mich der Herausforderung stellen, die es mit sich bringt, dass er ebenso auch unsicher,chaotisch, disziplinlos, wenig gefestigt in seiner Einstellung zum leben ist.
Vor Jahren schon lernte ich den besten Freund meines Partners kennen- und war fasziniert. Von seiner Art die Welt zu sehen, von seiner Stärke, von seiner Ausdrucksweise, von seiner Präsenz, die mal eben einen Raum voll Menschen in ihren Bann zieht.Von seiner Intelligenz, seinem Interesse an allen Dingen, seinem Humor, seiner Leichtigkeit. Aber vor allem von seiner gesunden Einstellung zu sich selbst. Die Art, wie er seine Ansichten vertritt, Grenzen absteckt, Verletzungen annimmt und verwindet. Noch heute bin ich zutiefst fasziniert, beeindruckt, voller Bewunderung. Und auch, wenn er mich sexuell in keinster Weise anzieht (Gefühle dieser Art würde ich auch nicht zulassen) habe ich mich manches Mal gefragt, wohin mich dieser Mensch führen würde, wenn ich mit ihm eine Partnerschaft einginge. Würde ich an ihm wachsen, oder mich klein und unbedeutend fühlen? Um es auf den Punkt zu bringen- selbst wenn es meinen Freund nicht gäbe- ich hätte nicht den Mut, mich an der Seite dieses Menschens zu bewähren. Meine Engstirnigkeit, mein Stolz, meine Emotionalität, meine Egozentrik, all dass würde mir an seiner Seite noch mehr bewusst werden. Ich könnte neben einem derart starken Menschen nicht bestehen. Und als ich Deinen Text las kam es mir vor, als schriebst Du von einer fiktionalen Beziehung zwischen ihm und mir!
Vielleicht geht es Deiner Exfreundin, wie es mir gehen würde. Vielleicht macht Deine Stärke sie unsicher, ängstlich. Gerade dass, was Du berichtest, die Grenzen die Du ganz selbstverständlich ziehst und für sie eine Katastrophe bedeuten. Für Dich ist es normal, hat nichts mit Gefühlen zu ihr zu tun, Du schaffst Deine Freiräume und begründest es ganz rational. Für sie bedeutet es ABLEHNUNG! Aber neben Deiner Rationalität schafft sie es nicht, ihre Gefühle auszusprechen, geschweige denn zu beschreiben. Weil sie sich damit nur noch schwächer darstellen würde, keine so vernunftdurchwachsene Argumente für ihr Handeln hat wie Du. Ausserdem enttarnst Du ihre Gefühle sicherlich recht schnell, was ihr jeden Handlungsspielraum nimmt, selbst mit ihren negativen Gefühlen zu recht zu kommen.
Ich glaube, dass Du nicht das Problem bist. Sie ist es. Ihre Angst vor Ablehnung, ihre Angst Dich zu verlieren und nicht gut genug zu sein. Anstatt aber mit Dir über ihre negativen Gefühle zu sprechen, läuft sie lieber davon. Weil sie in einer Diskuson befürchtet, nur den kürzeren ziehen zu können. Etwa wie Rationalität, Vernunft und gesunde Selbtliebe vs. Gefühl, Unvernunft und Unsicherheit.
Glaube, dass man diesen Graben nur überbrücken kann wenn sie:
1. Bereit ist sich solche Gefühle zu zu gestehen, die eben nicht immer vernünftig sind
2. Dir soweit vertrauen kann, dass sie sicher ist, dass sie ernst genommen, verstanden und ihr solche Offenbarungen nicht als Schwäche ausgelegt werden
3. Ihr eine Art und Weise findet, in der ihr von euren gegensätzlichkeiten profitieren könnt. ( Grenzen werden von ihr nicht mehr als Verletzung empfunden, Sie bekommt wieder das Gefühl sich fallen lassen zu können und Schwach sein zu dürfen...)
So,huh! Ich bezweifle irgendwie, dass ich die Genialität meiner Gedanken richtig ausdrücken konnte :) bin aber zu müde jetzt. Falls Du das Gefühl hast dies könnte die richtige Richtung sein, können wir ja näher drauf eingehen
....hups, da hab ich wohl wesentliches verpasst. möglich, dass ich einen falschen Eindruck gewonnen hab :( scheinbar fühlt sie sich ja relativ sicher? nun ja, ich muss schlafen
bearbeitet #25
Hallo Ilmy,
Danke für Deine Zeilen
jede Beziehung stellt einen Kompromiss dar. Ich kann mir eine Partnerin malen, alle Kriterien festlegen wie sie sein sollten - und dann werde ich mit Sicherheit alleine bleiben, wie so viele Millionen Singles. Will ich nicht. Aber ich bin auch nicht billig zu haben.
Wenn ich liebe, liebe ich. Dann liebe ich sie so wie sie ist. Mit allen Unzulänglichkeiten. Und für bestimmte Bereiche die ich in der Partnerschaft nicht abgedeckt finde, habe ich auch andere Menschen.
Natürlich hat eine Kompromissbereitschaft ihre Grenzen und ich bin nicht jemand, der alles mit sich machen läßt. Das hat sie dann ja wohl auch offensichtlich nicht ertragen, dass jemand ihr mit einer Haltung und Meinung begegnet.
SIE, dieses Gesamtpaket habe ich geliebt. Mit all dem tollen und all dem weniger tollen. Man mag das naiv, verklärt, romantisch finden. Ich bin froh, dass ich das mit bald 50 mir erhalten habe und nicht nur abgeklärt und abwägend an alles heran gehe.
Klar, hat sie sich auf einer bestimmten Ebene nicht einlassen können. Aber meine Ex-Frau, die ich am Anfang auch sehr geliebt hatte, konnte das noch viel weniger. Mit ihr, meiner Ex-Frau kann ich bis heute gut reden, aber mit ihr ist kaum je etwas konkretes und schönes entstanden (außer natürlich unseren wundervollen Kindern)
Ich leide jetzt wie ein Hund. Wie noch nie in meinem Leben. Und ich bin sauer auf sie. Aber ich hatte mit ihr die schönste Beziehungszeit meines Lebens und das werde ich nicht bereuen. Macht es nur für eine mögliche neue Beziehung nicht leichter.
Will_Loslassen
Hallo Miaflorentine,
Danke dass Du Dir trotz Deiner Müdigkeit die Zeit genommen hast zu schreiben. Und schön, dass hier auch jemand in einer zufriedenen Beziehung lebt.
Du triffst glaube ich einen sehr wichtigen Punkt. Einen Punkt an dem ich auch unabhängig von meiner Ex-Beziehung zu leiden habe. Und einen Punkt, der auch zwischen uns eine große Schwierigkeit darstellte.
Viele Menschen nehmen mich so wahr. Früher hätte ich das gut gefunden, aber es schafft leider oft auch Barrieren.
Im Dezember hatte meine Freundin wieder mal wegen eines Streits und folgender Abgrenzung meinerseits ("Ich möchte nicht, dass Du so mit mir vor meinen Kindern redest") Schluß gemacht. Der Zeitpunkt lag zwischen Tod und Beerdigung meines Vaters. Das ist ein ganzes tragisches Kapitel für sich. Mein Vater hat uns Kinder enterbt. Auch ein Mensch in meinem Leben der unfähig war zu sagen, was ihn stört. Jedenfalls in den Gesprächen um seinen Tod hörte ich auch die Aussage einer Freundin der Familie, mein Vater hätte mir meinen Erfolg geneidet. Wie krank ist das denn, wenn ein Vater neidisch auf seinen Sohn ist?
Ich will gar nicht der tolle sein und nur als stark und nur souverän wahrgenommen werden. Und ich bin es auch nicht. Auch ich trage ein verletztes inneres Kind in mir. Und besonders in einer Liebesbeziehung sehne ich mich danach, dass es auch mal seinen Platz hat und gesehen wird.
Aber so stark meine Freundin im außen war und auch mir gegenüber bisweilen auftrat. Es stimmt, sie fühlte sich mir unterlegen. Es gab auch mal enen Moment, wo wir gut darüber reden konnten.
Ich gebe zum Beispiel Kurse für eine bestimmte Fortbildung und sie hat daran teilgenommen. Es war ihr dann aber absolut wichtig mich zur Prüfung hin nichts zu fragen. "Ich will hinterher sagen können, dass ich das alleine geschafft habe". Nun ja, das kann man sportlich finden. Zeigt aber eben auch das zwanghafte Bemühen keine "Schulden" zu machen.
Am Anfang unsrer Beziehung fand sie es toll, dass ich so viel wußte und mich auszudrücken weiß. Hat stolz ein Buch von mir herum gezeigt. Ich habe mich viel mehr darüber gefreut, dass sie meine Musik mochte und meine Aufnahmen für sie gehört hat. Welche Frau kriegt auch "Wonderfull Tonight" nur für sie aufgenommen?
Es ist wie Du sagst. Man kann das nur überwinden, wenn man sich an den Punkten gegenseitig öffnet. Und ich weiß, ich kann ihr tausendmal sagen, dass ich mich ihr nicht überlegen fühle, emotional kommt es nicht nur nicht an, sondern sie muss es auch vor sich selbst verbergen. Und natürlich muss ich auch immer kritisch überprüfen, ob ich nicht tatsächlich manchmal Worte als Verteidigungs- und damit als Machtmittel benutze.
Ich finde es tragisch. alles was ich habe, ist auch für sie.
Jetzt bin ich auch erledigt.
Will_Loslassen
Danke für Deine Zeilen
jede Beziehung stellt einen Kompromiss dar. Ich kann mir eine Partnerin malen, alle Kriterien festlegen wie sie sein sollten - und dann werde ich mit Sicherheit alleine bleiben, wie so viele Millionen Singles. Will ich nicht. Aber ich bin auch nicht billig zu haben.
Wenn ich liebe, liebe ich. Dann liebe ich sie so wie sie ist. Mit allen Unzulänglichkeiten. Und für bestimmte Bereiche die ich in der Partnerschaft nicht abgedeckt finde, habe ich auch andere Menschen.
Natürlich hat eine Kompromissbereitschaft ihre Grenzen und ich bin nicht jemand, der alles mit sich machen läßt. Das hat sie dann ja wohl auch offensichtlich nicht ertragen, dass jemand ihr mit einer Haltung und Meinung begegnet.
SIE, dieses Gesamtpaket habe ich geliebt. Mit all dem tollen und all dem weniger tollen. Man mag das naiv, verklärt, romantisch finden. Ich bin froh, dass ich das mit bald 50 mir erhalten habe und nicht nur abgeklärt und abwägend an alles heran gehe.
Klar, hat sie sich auf einer bestimmten Ebene nicht einlassen können. Aber meine Ex-Frau, die ich am Anfang auch sehr geliebt hatte, konnte das noch viel weniger. Mit ihr, meiner Ex-Frau kann ich bis heute gut reden, aber mit ihr ist kaum je etwas konkretes und schönes entstanden (außer natürlich unseren wundervollen Kindern)
Ich leide jetzt wie ein Hund. Wie noch nie in meinem Leben. Und ich bin sauer auf sie. Aber ich hatte mit ihr die schönste Beziehungszeit meines Lebens und das werde ich nicht bereuen. Macht es nur für eine mögliche neue Beziehung nicht leichter.
Will_Loslassen
Hallo Miaflorentine,
Danke dass Du Dir trotz Deiner Müdigkeit die Zeit genommen hast zu schreiben. Und schön, dass hier auch jemand in einer zufriedenen Beziehung lebt.
Du triffst glaube ich einen sehr wichtigen Punkt. Einen Punkt an dem ich auch unabhängig von meiner Ex-Beziehung zu leiden habe. Und einen Punkt, der auch zwischen uns eine große Schwierigkeit darstellte.
Viele Menschen nehmen mich so wahr. Früher hätte ich das gut gefunden, aber es schafft leider oft auch Barrieren.
Im Dezember hatte meine Freundin wieder mal wegen eines Streits und folgender Abgrenzung meinerseits ("Ich möchte nicht, dass Du so mit mir vor meinen Kindern redest") Schluß gemacht. Der Zeitpunkt lag zwischen Tod und Beerdigung meines Vaters. Das ist ein ganzes tragisches Kapitel für sich. Mein Vater hat uns Kinder enterbt. Auch ein Mensch in meinem Leben der unfähig war zu sagen, was ihn stört. Jedenfalls in den Gesprächen um seinen Tod hörte ich auch die Aussage einer Freundin der Familie, mein Vater hätte mir meinen Erfolg geneidet. Wie krank ist das denn, wenn ein Vater neidisch auf seinen Sohn ist?
Ich will gar nicht der tolle sein und nur als stark und nur souverän wahrgenommen werden. Und ich bin es auch nicht. Auch ich trage ein verletztes inneres Kind in mir. Und besonders in einer Liebesbeziehung sehne ich mich danach, dass es auch mal seinen Platz hat und gesehen wird.
Aber so stark meine Freundin im außen war und auch mir gegenüber bisweilen auftrat. Es stimmt, sie fühlte sich mir unterlegen. Es gab auch mal enen Moment, wo wir gut darüber reden konnten.
Ich gebe zum Beispiel Kurse für eine bestimmte Fortbildung und sie hat daran teilgenommen. Es war ihr dann aber absolut wichtig mich zur Prüfung hin nichts zu fragen. "Ich will hinterher sagen können, dass ich das alleine geschafft habe". Nun ja, das kann man sportlich finden. Zeigt aber eben auch das zwanghafte Bemühen keine "Schulden" zu machen.
Am Anfang unsrer Beziehung fand sie es toll, dass ich so viel wußte und mich auszudrücken weiß. Hat stolz ein Buch von mir herum gezeigt. Ich habe mich viel mehr darüber gefreut, dass sie meine Musik mochte und meine Aufnahmen für sie gehört hat. Welche Frau kriegt auch "Wonderfull Tonight" nur für sie aufgenommen?
Es ist wie Du sagst. Man kann das nur überwinden, wenn man sich an den Punkten gegenseitig öffnet. Und ich weiß, ich kann ihr tausendmal sagen, dass ich mich ihr nicht überlegen fühle, emotional kommt es nicht nur nicht an, sondern sie muss es auch vor sich selbst verbergen. Und natürlich muss ich auch immer kritisch überprüfen, ob ich nicht tatsächlich manchmal Worte als Verteidigungs- und damit als Machtmittel benutze.
Ich finde es tragisch. alles was ich habe, ist auch für sie.
Jetzt bin ich auch erledigt.
Will_Loslassen
Hallo Will_Loslassen
Durch Dein Problem über all die erfolgten Ratschläge habe ich mich "durchgelesen". Es scheint mir doch, dass Du mehrheitlich sehr gute Antworten, respektive Anregungen erhalten hast.
Etwas ist mir aufgefallen. Du hast irgendwo weiter oben erzählt, dass Deine Freundin (oder Noch-Freundin) 15 Jahre in einer, soll ich mal sagen, destruktiven Ehe, festsass. Für mich hörte sich das in etwa so an, als hätte jemand lange Zeit in der Wüste gewohnt und kommt dann mehr oder weniger Knall auf Fall ins "Paradies"?????? Einen Umgang, wie DU ihn darstellst und geboten hast, war sie, denke ich, ganz und gar nicht gewohnt. Aus diesem Grunde denke ich, kamen auch all die Anstrengungen, sich ein Haus SELBER zu kaufen!
Zum Andern ist da die "dünne" Haut, wenn von Deiner Seite eine Anweisung bezüglich eines "Danebenbenehmens" erfolgte. SO ETWAS als Anlass zu nehmen, kehrt zu machen und davonzulaufen - ja, sorry, aber DAS finde ich nicht gerade sehr erwachsen.
Weisst Du, ich glaube, dass jeder Mensch so ist, wie er sich eben darstellt und sich seinen Mitmenschen präsentiert. Und entweder kann man einen Menschen akzeptieren, wie er ist oder man kann es nicht. Wenn Du sagst, dass Du Deiner Bildung, Ausdrucksweise etc. von andern Menschen als "Übermensch" (ich hoffe, Du weisst, wie das gemeint ist??) eingestuft und angeschaut worden bist, dann ist das doch primär nicht Dein Problem, oder? Ich finde es traurig, dass sich Menschen von andern Menschen abwenden, nur weil diese ihnen zu intelligent sind. Ich bin der Ansicht, auch wenn ich Dich nicht persönlich kenne, dass Du auf alle Fälle so bleiben solltest, wie Du bist - ich finde das nämlich gut so!!
Zudem bin ich fest davon überzeugt, dass Du, Will_Loslassen, eines Tages eine Freundin finden wirst, die auch intellektuell bestens zu Dir passt. Und dann kannst Du wirklich und echt beginnen DU zu sein. Ohne dass Du Dich erst tausendmal fragen und hinterfragen musst, ob dies und das wohl jetzt genehm ist oder nicht. Denkst Du denn, dass das mit der Zeit für DICH noch super ist?
Nicht Beteiligte haben meist gut reden - das ist mir auch bewusst. Bloss denke ich, dass Du Dich einfach an Deine eigenen Worte erinnern sollst: ich will nicht um jeden Preis zurück.
Ich wünsche Dir gerade trotzdem alles Liebe und Gute!
Virgo
Durch Dein Problem über all die erfolgten Ratschläge habe ich mich "durchgelesen". Es scheint mir doch, dass Du mehrheitlich sehr gute Antworten, respektive Anregungen erhalten hast.
Etwas ist mir aufgefallen. Du hast irgendwo weiter oben erzählt, dass Deine Freundin (oder Noch-Freundin) 15 Jahre in einer, soll ich mal sagen, destruktiven Ehe, festsass. Für mich hörte sich das in etwa so an, als hätte jemand lange Zeit in der Wüste gewohnt und kommt dann mehr oder weniger Knall auf Fall ins "Paradies"?????? Einen Umgang, wie DU ihn darstellst und geboten hast, war sie, denke ich, ganz und gar nicht gewohnt. Aus diesem Grunde denke ich, kamen auch all die Anstrengungen, sich ein Haus SELBER zu kaufen!
Zum Andern ist da die "dünne" Haut, wenn von Deiner Seite eine Anweisung bezüglich eines "Danebenbenehmens" erfolgte. SO ETWAS als Anlass zu nehmen, kehrt zu machen und davonzulaufen - ja, sorry, aber DAS finde ich nicht gerade sehr erwachsen.
Weisst Du, ich glaube, dass jeder Mensch so ist, wie er sich eben darstellt und sich seinen Mitmenschen präsentiert. Und entweder kann man einen Menschen akzeptieren, wie er ist oder man kann es nicht. Wenn Du sagst, dass Du Deiner Bildung, Ausdrucksweise etc. von andern Menschen als "Übermensch" (ich hoffe, Du weisst, wie das gemeint ist??) eingestuft und angeschaut worden bist, dann ist das doch primär nicht Dein Problem, oder? Ich finde es traurig, dass sich Menschen von andern Menschen abwenden, nur weil diese ihnen zu intelligent sind. Ich bin der Ansicht, auch wenn ich Dich nicht persönlich kenne, dass Du auf alle Fälle so bleiben solltest, wie Du bist - ich finde das nämlich gut so!!
Zudem bin ich fest davon überzeugt, dass Du, Will_Loslassen, eines Tages eine Freundin finden wirst, die auch intellektuell bestens zu Dir passt. Und dann kannst Du wirklich und echt beginnen DU zu sein. Ohne dass Du Dich erst tausendmal fragen und hinterfragen musst, ob dies und das wohl jetzt genehm ist oder nicht. Denkst Du denn, dass das mit der Zeit für DICH noch super ist?
Nicht Beteiligte haben meist gut reden - das ist mir auch bewusst. Bloss denke ich, dass Du Dich einfach an Deine eigenen Worte erinnern sollst: ich will nicht um jeden Preis zurück.
Ich wünsche Dir gerade trotzdem alles Liebe und Gute!
Virgo
Hallo Virgo,
Danke für Deine Zeilen
Ich bin ein armer Sünder vor dem Herrn, wie jeder andere auch. Auch ich bin mal bedürftig, überempfindlich, eingeschnappt.
Intelligenz ist nicht das Thema. Wenn überhaupt emotionale Intelligenz.
Habt einen schönen Tag. Die Sonne hilft.
Will_Loslassen
Danke für Deine Zeilen
Wenn Du sagst, dass Du Deiner Bildung, Ausdrucksweise etc. von andern Menschen als "Übermensch" (ich hoffe, Du weisst, wie das gemeint ist??) eingestuft und angeschaut worden bist, dann ist das doch primär nicht Dein Problem, oder?Doch, leider. Es ist ein großes Problem, weil ich es mit Projektionen zu tun habe und nicht so gesehen werde wie ich bin.
Ich bin ein armer Sünder vor dem Herrn, wie jeder andere auch. Auch ich bin mal bedürftig, überempfindlich, eingeschnappt.
Intelligenz ist nicht das Thema. Wenn überhaupt emotionale Intelligenz.
Habt einen schönen Tag. Die Sonne hilft.
Will_Loslassen
Hallo Will_Loslassen!
Ich habe mich jetzt durch deine Beiträge gelesen und mir kam da doch ein kleiner Verdacht auf...
So, wie du das alles beschreibst... Denke ich, sie hat die etlichen Jahre öde Ehe nicht ganz hinter sich gelassen. Sie hat sich daran gewöhnt, "ihr Ding" durchzuziehen, was aber auch bedeutet, dass sie sich mit dem Verzicht abgefunden und ihre Schwerpunkte gänzlich außerhalb von "Beziehungstechnischen relevanten Dingen" gesetzt hat.
Sie hat gelernt, die Kontrolle zu übernehmen. Kontrolle über sich, Kontrolle teilweise über andere, Kontrolle auch über dich. Sie hat alles im Griff.
Ich zitiere für mich wichtige Sätze:
Eine Paartherapie wäre wirklich sehr empfehlenswert, wo eine dritte Person zwischen euch vermitteln könnte...
Du allein wirst da nur wenig tun können.
LG,
Evolet
Ich habe mich jetzt durch deine Beiträge gelesen und mir kam da doch ein kleiner Verdacht auf...
So, wie du das alles beschreibst... Denke ich, sie hat die etlichen Jahre öde Ehe nicht ganz hinter sich gelassen. Sie hat sich daran gewöhnt, "ihr Ding" durchzuziehen, was aber auch bedeutet, dass sie sich mit dem Verzicht abgefunden und ihre Schwerpunkte gänzlich außerhalb von "Beziehungstechnischen relevanten Dingen" gesetzt hat.
Sie hat gelernt, die Kontrolle zu übernehmen. Kontrolle über sich, Kontrolle teilweise über andere, Kontrolle auch über dich. Sie hat alles im Griff.
Ich zitiere für mich wichtige Sätze:
Ich habe sie kritisiert, weil ich meinen Raum verletzt sah und mich zur Wehr setzte. Allerdings kaum jemals laut und schon gar nicht gemein. Innerhalb von Sekunden merkte ich, dass sie ein anderer Mensch wurde und aus der gemeinsamen Situation stürmte. Sie war dann kalt und wahnsinnig aggressiv
Als wir aber am nächsten Tag gemütlich im Bett lagen, sagte ich ihr, dass ich gerne selber entscheiden würde, ob ich Zeit hätte oder nicht. RUMMS ging die Falltür wieder zu. Sie ging und machte darauf hin endgültig Schluss.
Es gab immer nur dann Probleme, wenn ich das Gefühl hatte, sie würde mich beurteilen und mir Vorschriften machen. Dann habe ich mich gewehrt. Für sie war das aber immer wieder eine Katastrophe.
Ich habe vieles einfach so akzeptiert wie es war. Wo meine Toleranz aufhört, ist, wenn ich mich gegängelt fühle oder zurückgesetzt. Wenn ich also meinte meinen Raum verteidigen zu müssen (was ich anziehe, wie ich mit meinen Kindern umgehe, wie schnell ich Auto fahre) habe ich schon auch mal sauer reagiert.Damit hast du ganz richtig gehandelt, aber... du hast ihr das Zepter aus der Hand genommen. Du hast die Kontrolle übernommen! Das ist etwas, mit dem sie nur schwer umgehen kann. Sie braucht diese Kontrolle.
Dafür ist sie zu stolz und hat einen zu starken Willen. Sie ist sehr nach außen orientiert und würde sich diese Blöße nicht geben wollen. Was sollen denn ihre Leute denken?
Es gab auch mal einen Moment, wo sie das so gesagt hat, dass sie sich mir unterlegen fühlt.
Das Problem ist, dass sie sehr selbstbewußt wirkt.
Natürlich ist sie dahinter auch unsicher und verletzlich. Aber das kann sie sich und mir nicht eingestehen.Eben, ein Geständnis dieser Form würde bedeuten, einen Teil der Kontrolle über sich zu verlieren, die Maske fallen zu lassen. Sie bemerkt, dass sie eben nicht alles im Griff hat. Ihre Reaktion darauf ist Flucht -> "ich beende das alles lieber."
Ich gebe zum Beispiel Kurse für eine bestimmte Fortbildung und sie hat daran teilgenommen. Es war ihr dann aber absolut wichtig mich zur Prüfung hin nichts zu fragen. "Ich will hinterher sagen können, dass ich das alleine geschafft habe".
Als es dann soweit ist bin ich betrübt und sie schreit mich an, dass ich doch mal stolz auf sie sein könnte, weil sie es geschaft hätte, sich ganz alleine ein Haus zu kaufen.
Wenn sie mir etwas sagte waren das mehr Entscheidungen oder Mitteilungen
Und ich habe schon auch immer mehr das Gefühl gehabt, dass sie die Bedingungen setzt.Wie soll ich sagen... Sie kämpft momentan gegen dich an. Und du bist dabei eine sehr hohe Herausforderung für sie... Fast möchte ich sagen, du bist der "Feind", den es für sie zu besiegen gilt. Sie muss das richtige miteinander erst wieder lernen!Dir da einen wirklichen Rat zu geben fällt schwer... Der größte Teil der Arbeit liegt an ihr, sie muss erst mal einsehen (das tut sie gewisserweise, lässt es aber noch nicht ganz an sich heran) dass sie ein Problem hat und dann auch den Mut haben, ihn anzupacken.
Eine Paartherapie wäre wirklich sehr empfehlenswert, wo eine dritte Person zwischen euch vermitteln könnte...
Du allein wirst da nur wenig tun können.
LG,
Evolet
Wow Evolet!, das war sehr treffend und Du hast Dir wirklich Mühe gegeben. Vielen Vielen Dank. Ich bin sehr berührt.
Es stimmt: Sie ist die Königin in ihrem Reich. Und da wird Widerspruch nicht geduldet, Der Betreffende wird geköpft. (gibt von Suzan Vega einen tollen Song zu dem Thema "The Queen And The Soldier)
Die Astrologen sagen: klar, Ascendent Löwe. Will herrschen und bewundert werden und ist sich dessen aber nicht bewußt.
Die Psychologen sagen: klar, Narzissmus. Kann den anderen nicht wirklich wahrnehmen. Und sowohl Streit, wie auch Nähe sind existentiell gefährlich.
Für Narzissmus bin ich ein ziemlicher Fachmann, weil selber einer. Mit dem, wie ich hoffe, kleinen Vorteil, es zu wissen und schon etwas Heilung erfahren zu haben. Beim Narzissmus bleibt man in der Beschreibung meist an der Oberfläche und sagt, die sind egoistisch, eingebildet, rücksichtslos etc. Es wird dabei vergessen, dass auch diese Haltung aus Leid entstanden ist. Und ich denke dann, sie tut mir das an, was sie selber erlebt hat (bewertet und verurteilt werden. Nicht gesehen werden). Ich finde all das nicht schlimm, weil irgendwelche Macken haben wir alle. Mit Liebe und Bewußtheit können wir solche Dinge heilen, aber Du hast natürlich Recht Evolet: Ich kann da gar nichts machen, wenn sie sich nicht selber in Frage stellt. Aber ich liebe das kleine verletzte Mädchen in ihr ganz besonders doll, von dem ich in 2-3 "schwachen" Momenten ein wenig erfahren durfte.
Der Andere Teil, der den Schutz vor erneuter Verletzung übernommen hat, kann nicht anders als mich zu exikutieren.
Auch eine Perspektive: von wegen Karma. Ich kriege es jetzt heftig zurück, was ich früheren Partnerinnen angetan habe, als ich mir vieler Dinge noch nicht bewußt war.
Es ist gerade alles so gehaltvoll was an Rückmeldungen kommt. Ich bin erstaunt, berührt und es hilft mir sehr mich zu klären.
Will_Loslassen
Es stimmt: Sie ist die Königin in ihrem Reich. Und da wird Widerspruch nicht geduldet, Der Betreffende wird geköpft. (gibt von Suzan Vega einen tollen Song zu dem Thema "The Queen And The Soldier)
Die Astrologen sagen: klar, Ascendent Löwe. Will herrschen und bewundert werden und ist sich dessen aber nicht bewußt.
Die Psychologen sagen: klar, Narzissmus. Kann den anderen nicht wirklich wahrnehmen. Und sowohl Streit, wie auch Nähe sind existentiell gefährlich.
Für Narzissmus bin ich ein ziemlicher Fachmann, weil selber einer. Mit dem, wie ich hoffe, kleinen Vorteil, es zu wissen und schon etwas Heilung erfahren zu haben. Beim Narzissmus bleibt man in der Beschreibung meist an der Oberfläche und sagt, die sind egoistisch, eingebildet, rücksichtslos etc. Es wird dabei vergessen, dass auch diese Haltung aus Leid entstanden ist. Und ich denke dann, sie tut mir das an, was sie selber erlebt hat (bewertet und verurteilt werden. Nicht gesehen werden). Ich finde all das nicht schlimm, weil irgendwelche Macken haben wir alle. Mit Liebe und Bewußtheit können wir solche Dinge heilen, aber Du hast natürlich Recht Evolet: Ich kann da gar nichts machen, wenn sie sich nicht selber in Frage stellt. Aber ich liebe das kleine verletzte Mädchen in ihr ganz besonders doll, von dem ich in 2-3 "schwachen" Momenten ein wenig erfahren durfte.
Der Andere Teil, der den Schutz vor erneuter Verletzung übernommen hat, kann nicht anders als mich zu exikutieren.
Auch eine Perspektive: von wegen Karma. Ich kriege es jetzt heftig zurück, was ich früheren Partnerinnen angetan habe, als ich mir vieler Dinge noch nicht bewußt war.
Es ist gerade alles so gehaltvoll was an Rückmeldungen kommt. Ich bin erstaunt, berührt und es hilft mir sehr mich zu klären.
Will_Loslassen
Hallo will loslassen
Was ich schreibe ist reine Spekulation, gegründet auf einiges, was ich glaube aus deinen verschiedenen Beiträgen herausgelesen zu haben.
Du beschreibst diese Frau als jemand, der es nicht verträgt Kontrolle zu verlieren. Eine Frau, die sich von jetzt auf eben, wenn das falsche Wort fällt in eine andere Person zu verwandeln scheint. Es ist fast ein Bild eines kranken Menschen, den du beschreibst. Zumindest eines sehr verletzten Menschen. Eine die nicht eindeutig zu fassen war. Hier mal einige Zitate die du über deine Frau machtest:
(dass sie sehr selbstbewusst wirkt …. Aber so stark meine Freundin im außen war und auch mir gegenüber bisweilen auftrat. Es stimmt, sie fühlte sich mir unterlegen… sie schreit mich an, dass ich doch mal stolz auf sie sein könnte … dass sie ein anderer Mensch wurde….sie war unversöhnlich.)
Was du über dich schreibst, ist auch nicht so eindeutig. Ein Starker, der schwach ist? Ein Schwacher, der sich stark gibt? Was du über dich schreibst ist folgendes:
(ein Sensibelchen und von meinen Gefühlen gesteuert…Ich habe mich wohl zu viel nach ihren Spielregeln bewegt… War sie meiner zu sicher… Ich will gar nicht der tolle sein und nur als stark und nur souverän wahrgenommen werden … Worte als Verteidigungs- und damit als Machtmittel benutze.)
Man könnte nun viel über deine Frau spekulieren, das möchte ich aber nicht. Mich interessiert mehr das, was dich betrifft.
Ich sehe hier zwei Probleme. Erstens eine Kommunikationsschwierigkeit zwischen euch, was dir aber schon klar ist. Noch mehr das Problem der Grenzen, bzw. Grenzüberschreitung.
Du reagierst sehr empfindlich, wenn jemand (oder sie) dir etwas vorschreibt (und jetzt kommt meine wilde Spekulation) und in die Rolle deiner Eltern/Vaters tritt.
(Wo meine Toleranz aufhört, ist, wenn ich mich gegängelt fühle oder zurückgesetzt. .. wenn ich also meinte meinen Raum verteidigen zu müssen … dass ich gerne selber entscheiden würde, ob ich Zeit hätte...).
Für mich wäre es eine nette Geste, wenn sich meine Freundin Gedanken machen würde und ein Gespräch verschieben würde, wenn meine Tochter krank wäre.
Du sprichst von der Beerdigung deines Vaters, der euch enterbt hat, was keine Kleinigkeit ist. Da müssen wohl Verletzungen und möglicherweise Unverarbeitetes liegen. War dein Vater sehr dominant? Hat deine Mutter dich loslassen können? Hast du dich abnabeln können?
(Entschuldige die Fragen…ich, der in etwa in deinem Alter ist, stellt sich gerade selbst die gleichen)
Du beschäftigst dich mit deinen Gefühlen, benutzt dafür aber stark deine ratio. Du willst allen Dingen
auf den Grund gehen. Warum? Eine Frage der Kontrolle? Sind die Kontrollwünsche deiner Frau auch deine?
Du hakst einerseits die Beziehung ab
. Die Sache ist durch.)
beschreibst aber etwas, was du nach eigenen Angaben nie wieder bekommst
(die schönste Beziehungszeit meines Lebens… Ob ich eine eigentlich ganz normale Beziehung idealisiere… Für mich war unsere Beziehung der 7.Himmel…hatten die göttlichste Körperlichkeit…)
Willst du tatsächlich nicht mehr, oder willst du einer eventuell weiteren Verletzung aus dem Weg gehen?
Ich habe das Gefühl, dass ihr mehrere Spiele miteinander gespielt habt (ihr Wegrennen ist eines davon), wobei mal das Erwachsen-ich, mal das Eltern-ich und mal das Kind-ich dominiert. Auf dieser Ebene liegen wahrscheinlich die Kommunikationsprobleme.
(hierzu empfehle ich dir das Buch: Spiele der Erwachsenen von Eric Berne)
Nochmal sorry, wenn ich dir mit Spekulationen oder Fragen zu nahe treten sollte. Manches mag auch eine Übertragung meines momentanen Lebensthemas sein
Lg Mischel
(PS: sorry die kleine Schrift. Hatte es erst in word geschrieben, um die ganzen Zitate kompfortabel verwenden zu können, und dann kam das so raus)
Was ich schreibe ist reine Spekulation, gegründet auf einiges, was ich glaube aus deinen verschiedenen Beiträgen herausgelesen zu haben.
Du beschreibst diese Frau als jemand, der es nicht verträgt Kontrolle zu verlieren. Eine Frau, die sich von jetzt auf eben, wenn das falsche Wort fällt in eine andere Person zu verwandeln scheint. Es ist fast ein Bild eines kranken Menschen, den du beschreibst. Zumindest eines sehr verletzten Menschen. Eine die nicht eindeutig zu fassen war. Hier mal einige Zitate die du über deine Frau machtest:
(dass sie sehr selbstbewusst wirkt …. Aber so stark meine Freundin im außen war und auch mir gegenüber bisweilen auftrat. Es stimmt, sie fühlte sich mir unterlegen… sie schreit mich an, dass ich doch mal stolz auf sie sein könnte … dass sie ein anderer Mensch wurde….sie war unversöhnlich.)
Was du über dich schreibst, ist auch nicht so eindeutig. Ein Starker, der schwach ist? Ein Schwacher, der sich stark gibt? Was du über dich schreibst ist folgendes:
(ein Sensibelchen und von meinen Gefühlen gesteuert…Ich habe mich wohl zu viel nach ihren Spielregeln bewegt… War sie meiner zu sicher… Ich will gar nicht der tolle sein und nur als stark und nur souverän wahrgenommen werden … Worte als Verteidigungs- und damit als Machtmittel benutze.)
Man könnte nun viel über deine Frau spekulieren, das möchte ich aber nicht. Mich interessiert mehr das, was dich betrifft.
Ich sehe hier zwei Probleme. Erstens eine Kommunikationsschwierigkeit zwischen euch, was dir aber schon klar ist. Noch mehr das Problem der Grenzen, bzw. Grenzüberschreitung.
Du reagierst sehr empfindlich, wenn jemand (oder sie) dir etwas vorschreibt (und jetzt kommt meine wilde Spekulation) und in die Rolle deiner Eltern/Vaters tritt.
(Wo meine Toleranz aufhört, ist, wenn ich mich gegängelt fühle oder zurückgesetzt. .. wenn ich also meinte meinen Raum verteidigen zu müssen … dass ich gerne selber entscheiden würde, ob ich Zeit hätte...).
Für mich wäre es eine nette Geste, wenn sich meine Freundin Gedanken machen würde und ein Gespräch verschieben würde, wenn meine Tochter krank wäre.
Du sprichst von der Beerdigung deines Vaters, der euch enterbt hat, was keine Kleinigkeit ist. Da müssen wohl Verletzungen und möglicherweise Unverarbeitetes liegen. War dein Vater sehr dominant? Hat deine Mutter dich loslassen können? Hast du dich abnabeln können?
(Entschuldige die Fragen…ich, der in etwa in deinem Alter ist, stellt sich gerade selbst die gleichen)
Du beschäftigst dich mit deinen Gefühlen, benutzt dafür aber stark deine ratio. Du willst allen Dingen
auf den Grund gehen. Warum? Eine Frage der Kontrolle? Sind die Kontrollwünsche deiner Frau auch deine?
Du hakst einerseits die Beziehung ab
. Die Sache ist durch.)
beschreibst aber etwas, was du nach eigenen Angaben nie wieder bekommst
(die schönste Beziehungszeit meines Lebens… Ob ich eine eigentlich ganz normale Beziehung idealisiere… Für mich war unsere Beziehung der 7.Himmel…hatten die göttlichste Körperlichkeit…)
Willst du tatsächlich nicht mehr, oder willst du einer eventuell weiteren Verletzung aus dem Weg gehen?
Ich habe das Gefühl, dass ihr mehrere Spiele miteinander gespielt habt (ihr Wegrennen ist eines davon), wobei mal das Erwachsen-ich, mal das Eltern-ich und mal das Kind-ich dominiert. Auf dieser Ebene liegen wahrscheinlich die Kommunikationsprobleme.
(hierzu empfehle ich dir das Buch: Spiele der Erwachsenen von Eric Berne)
Nochmal sorry, wenn ich dir mit Spekulationen oder Fragen zu nahe treten sollte. Manches mag auch eine Übertragung meines momentanen Lebensthemas sein
Lg Mischel
(PS: sorry die kleine Schrift. Hatte es erst in word geschrieben, um die ganzen Zitate kompfortabel verwenden zu können, und dann kam das so raus)
Hallo Mischel,
vielen Dank für Deine Fragen und Denkanstösse. Nein, Du trittst mir nicht zu nahe. In Beziehungen geht es ins Eingemachte. Da würde ich nicht weiter kommen, nur auf die Oberfläche zu schauen.
Ich werde ein wenig an Deinen Fragen knabbern und versuchen mich später dazu zu äußern.
Viele Grüße und vielen Dank
Will_loslassen
vielen Dank für Deine Fragen und Denkanstösse. Nein, Du trittst mir nicht zu nahe. In Beziehungen geht es ins Eingemachte. Da würde ich nicht weiter kommen, nur auf die Oberfläche zu schauen.
Ich werde ein wenig an Deinen Fragen knabbern und versuchen mich später dazu zu äußern.
Viele Grüße und vielen Dank
Will_loslassen
will_loslassen: dein vorletzter eintrag tat mir sehr gut. es sind genau diesselben themen über die ich mich auch beschäftige. überhaupt tut mir dein ganzer thread gut. obwohl wir nicht gerade in derselben situation stehen und die beziehungen schon anders waren aber dennoch gibt es sehr viele punkte welche ich aus deiner verbindung, jetzt auch bei mir als thema und gedanken habe.
auch beim thema karma mit denselben aussagen wie bei dir, bin ich auch teilweise gelandet. ich selber bin eben aufgestanden und merke, dass ich mich erst seit gestern anfange los zu lösen und soeben, nicht mehr mit der frage warum/wieso erwacht bin. das ist ein weiterer schritt. scheinbar beginne ich mich jetzt zu lösen. auch zieht es mich seit ostern nicht mehr innigst zu ihm. natürlich der eine oder andere anruf, jedoch aus der akuten verzweiflung raus aber auch da nicht mehr und die gedanken (hei kann doch nicht wahr sein und das sollten wir doch noch schaffen) sind verschwunden.
ich habe es jedoch geschafft indem ich täglich bis ostern kontakt aufgenommen habe und jedesmal wurde man verletzt und sank noch tiefer. aber dafür bin ich jetzt in meinem ablösungsprozess scheinbar weiter gekommen. ich habe so das gefühl, dass ich es bis zur geburt des kindes (in einem monat) geschafft habe. wird wohl so sein.
es ist ein unglaubliches gefühl, wenn man die phase wieso und wesshalb verlässt. ich denke danach geht es immer schneller mit dem ablösen, wenn man endlich in die eine richtung schaut. wobei mir ziemlich hilft, nicht weit nach vorne zu schauen und sich auch da keine fragen zu stellen, wie wird es weiter gehen, sondern nur in den tag hineinleben und die momentanen momente geniesses.
was ich mich jedoch zu meinem ablösungsprozess frage, wenn ich vorher ausgestiegen wäre, wären wir denn jetzt noch zusammen. ich meine wenn ich vorher mich zurückgezogen hätte, einfach ganz stark geblieben. hätte er dann den kampf um mich angesagt? im nachhinein muss ich sagen, hatte er keine chance überhaupt zu luft zu kommen. habe es zertrümmert. eigentlich hat er sich zurückgezogen, aber habe nicht im untervewussten ich dies alles ausgelöst. bin nicht ich die, welche das unterbewusst ausgelöst hat? es gehören ja immer zwei und dieses mal konnte ich nicht von ihm lassen, obwohl er sogar auch aggressiv wurde, weil er in so eine beklemmende situation durch mich gekommen ist. und ich konnte einfach nicht anders. hab nicht ich das ganze unbewusst gefördert. hat nicht mein unbewiusstes den richtigen weg für mich gewählt, damit ich eben doch den weg alleine mit dem kind gehe?
aufjedenfall tut es gut, dass ich jetzt konkret von einem ablöseprozess spreche, bis gestern hätte ich das nicht tun können und hätte noch 10% hoffnung gehabt. ich ahne in eine weitere phase einzug genommen zu haben. und im moment tut es weniger weh.
das wünsche ich dir auch.
das leben ist schön, wir haben zu essen, zu trinken und der frühling kommt. naja, fragt mich wiedermal wenn so eine akute situation kommt :-(
auch beim thema karma mit denselben aussagen wie bei dir, bin ich auch teilweise gelandet. ich selber bin eben aufgestanden und merke, dass ich mich erst seit gestern anfange los zu lösen und soeben, nicht mehr mit der frage warum/wieso erwacht bin. das ist ein weiterer schritt. scheinbar beginne ich mich jetzt zu lösen. auch zieht es mich seit ostern nicht mehr innigst zu ihm. natürlich der eine oder andere anruf, jedoch aus der akuten verzweiflung raus aber auch da nicht mehr und die gedanken (hei kann doch nicht wahr sein und das sollten wir doch noch schaffen) sind verschwunden.
ich habe es jedoch geschafft indem ich täglich bis ostern kontakt aufgenommen habe und jedesmal wurde man verletzt und sank noch tiefer. aber dafür bin ich jetzt in meinem ablösungsprozess scheinbar weiter gekommen. ich habe so das gefühl, dass ich es bis zur geburt des kindes (in einem monat) geschafft habe. wird wohl so sein.
es ist ein unglaubliches gefühl, wenn man die phase wieso und wesshalb verlässt. ich denke danach geht es immer schneller mit dem ablösen, wenn man endlich in die eine richtung schaut. wobei mir ziemlich hilft, nicht weit nach vorne zu schauen und sich auch da keine fragen zu stellen, wie wird es weiter gehen, sondern nur in den tag hineinleben und die momentanen momente geniesses.
was ich mich jedoch zu meinem ablösungsprozess frage, wenn ich vorher ausgestiegen wäre, wären wir denn jetzt noch zusammen. ich meine wenn ich vorher mich zurückgezogen hätte, einfach ganz stark geblieben. hätte er dann den kampf um mich angesagt? im nachhinein muss ich sagen, hatte er keine chance überhaupt zu luft zu kommen. habe es zertrümmert. eigentlich hat er sich zurückgezogen, aber habe nicht im untervewussten ich dies alles ausgelöst. bin nicht ich die, welche das unterbewusst ausgelöst hat? es gehören ja immer zwei und dieses mal konnte ich nicht von ihm lassen, obwohl er sogar auch aggressiv wurde, weil er in so eine beklemmende situation durch mich gekommen ist. und ich konnte einfach nicht anders. hab nicht ich das ganze unbewusst gefördert. hat nicht mein unbewiusstes den richtigen weg für mich gewählt, damit ich eben doch den weg alleine mit dem kind gehe?
aufjedenfall tut es gut, dass ich jetzt konkret von einem ablöseprozess spreche, bis gestern hätte ich das nicht tun können und hätte noch 10% hoffnung gehabt. ich ahne in eine weitere phase einzug genommen zu haben. und im moment tut es weniger weh.
das wünsche ich dir auch.
das leben ist schön, wir haben zu essen, zu trinken und der frühling kommt. naja, fragt mich wiedermal wenn so eine akute situation kommt :-(
Habe heute das erste Mal bis zum Klingeln des Weckers. Das Angstgefühl war zwar sofort beim Aufwachen wieder da, aber es hat gut getan, mal wieder vernünftig zu schlafen.
Ansonsten vermisse ich sie ohne Ende und denke ständig an sie.
Ansonsten vermisse ich sie ohne Ende und denke ständig an sie.
gratulation zum durchschlafen. und ich habe mich heute los gelöst. ich will ihn gar nicht mehr. das ist so ein schönes erlösendes gefühl. das wünsch ich dir auch, es ist unbeschreiblich.
achte auf dich und auf deine umgebung. sieht raus und atmet tief luft durch. es ist doch schön.
achte auf dich und auf deine umgebung. sieht raus und atmet tief luft durch. es ist doch schön.
Hallo Mischel,
werde mal versuchen, etwas zu Deinen Fragen und Anregungen zu sagen.
Bin aber auch stark. Vertrete und stehe zu meiner Meinung, kann meine Gefühle ausdrücken und zeigen, bin klar, strukturiert, meine Ziele verfolgend, äußerlich meist erfolgreich.
Vielleicht übersehe ich ja etwas dabei, aber eigentlich bin ich froh, sehen zu können, dass beide Seiten zu mir gehören. Ist das zu verwirrend für eine Partnerin?
Ich glaube das ist ein zentralerr Unterschied zwischen mir und ihr: Für mich ist es normal, dass auch mal Dissonanzen entstehen und man sich auch ohne es zu wollen weh tut. Man muss halt darüber reden, ohne dass es darum geht, wer Recht hat. Ich habe ihr auch gesagt, dass ich nicht will, dass sie sich jetzt nur noch zurück nimmt. Für sie ist jede Dissonanz eine emotionale Katastophe und führt zu Rückzug. Unter anderem muss sie wohl dem Vorwurf begegnen, sie hätte etwas falsch gemacht. Darum geht es mir doch gar nicht!
Ich hätte mich gern darüber mit ihr auseinander gesetzt, wie jeder von uns versucht, auf der sicheren Seite der Macht zu stehen.
Und jetzt versuche ich mit Erklärungen dieses abgrundtiefe Gefühl des Verlustes etwas erträglicher zu machen, von mir aus zu kontrollieren. UNFASSBAR was da passiert ist, sagt ein Teil von mir. Wie kann ein und derselbe Mensch in so kurzer Zeit von der großen Liebe zum Feind werden (also ich in ihrer Wahrnehmung). Mein liebendes Herz kann das nicht verstehen. Wenn ich liebe, dann liebe ich. DAS habe ich noch nie mit einem Menschen gemacht. Ich bin auch nach destruktiven Momenten immer in der Lage gewesen, wieder runter zu kommen. UNFASSBAR.
Im Moment sehe ich es so: Wenn sie sich jetzt nach der Trennung besser fühlt, dann ist es auch richtig. Ich bin mir sehr sicher, dass ich von mir aus keinen Kontakt aufnehmen werde.
Aber es Du hast Recht Mischel, es ist schwer auszuhalten nicht zu wissen, was bei ihr abläuft. Vielleicht trauert sie und vermisst mich. Vielleicht hat sie schon neue Begegnungen mit Männern. Es gibt auch Momente wo ich denke, sie hatte schon vorher jemanden in petto und mein "schlimmes" Verhalten hat ihr jetzt die letzte Rechtfertigung gegeben sich ab- und zuwenden zu können.
Will_Losslassen
werde mal versuchen, etwas zu Deinen Fragen und Anregungen zu sagen.
Es ist fast ein Bild eines kranken Menschen, den du beschreibst. Zumindest eines sehr verletzten MenschenKrank ist sie ganz sicher nicht. In allen anderen Lebensbereichen läuft es super. Verletzt ist sie mit Sicherheit. Und diese Verletzlichkeit zeigt sich eben auch nur ausschließlich im Beziehungsbereich. Und es ist ihr noch nie ein Mann so nahe gekommen.
Was du über dich schreibst, ist auch nicht so eindeutig. Ein Starker, der schwach ist? Ein Schwacher, der sich stark gibt?Für mich ist das kein Widerspruch. Ich bin beides. Mal bin ich schwach, habe Selbstzweifel, bin pessimistisch, habe Angst vor ihr (vor dieser destruktiven Energie), habe Angst, dass sie mich verläßt (als wir noch zusammen waren), habe auch mal Misserfolge.
Bin aber auch stark. Vertrete und stehe zu meiner Meinung, kann meine Gefühle ausdrücken und zeigen, bin klar, strukturiert, meine Ziele verfolgend, äußerlich meist erfolgreich.
Vielleicht übersehe ich ja etwas dabei, aber eigentlich bin ich froh, sehen zu können, dass beide Seiten zu mir gehören. Ist das zu verwirrend für eine Partnerin?
Du reagierst sehr empfindlich, wenn jemand (oder sie) dir etwas vorschreibt (und jetzt kommt meine wilde Spekulation) und in die Rolle deiner Eltern/Vaters tritt.DAS ist mir sehr klar und bewußt, dass ich da bisweilen überempfindlich bin. Das also nicht alleine ihre Handlung für meine Gefühle verantwortlich ist, sondern meine bisweilen Überempfindlichkeit dazu beiträgt. Das kann ich auch ohne Probleme zugeben und einsehen. (das wäre ja so schön, wenn sie das auch ansatzweise könnte)
Ich glaube das ist ein zentralerr Unterschied zwischen mir und ihr: Für mich ist es normal, dass auch mal Dissonanzen entstehen und man sich auch ohne es zu wollen weh tut. Man muss halt darüber reden, ohne dass es darum geht, wer Recht hat. Ich habe ihr auch gesagt, dass ich nicht will, dass sie sich jetzt nur noch zurück nimmt. Für sie ist jede Dissonanz eine emotionale Katastophe und führt zu Rückzug. Unter anderem muss sie wohl dem Vorwurf begegnen, sie hätte etwas falsch gemacht. Darum geht es mir doch gar nicht!
Für mich wäre es eine nette Geste, wenn sich meine Freundin Gedanken machen würde und ein Gespräch verschieben würde, wenn meine Tochter krank wäre.Kann man so sehen. Ich denke es ist ihr Bemühen immer die Gute zu sein und sich nichts vorwerfen zu müssen, keine Schuldgefühle haben zu müssen. Sehe ich das so falsch? Ich wäre sowieso 2 Minuten nach dem Telefonat wieder in mein Büro gegangen. Ich war ja auch gar nicht sauer oder habe da ein Riesending draus gemacht. Ich wollte lediglich in einer für mich harmonischen Situation zum Ausdruck bringen: "Ich würde gerne selber entscheiden, ob ich Zeit habe für eine Begegnung oder nicht". Da war in der Situation bei mir überhaupt keine Ladung oder Streitenergie dahinter.
Du sprichst von der Beerdigung deines Vaters, der euch enterbt hat, was keine Kleinigkeit ist. Da müssen wohl Verletzungen und möglicherweise Unverarbeitetes liegen. War dein Vater sehr dominant? Hat deine Mutter dich loslassen können? Hast du dich abnabeln können?Natürlich spielt auch meine Biografie da mit rein. Ich habe schätzungsweise 10 Jahre Therapie hinter mir und ein bißchen weiß ich darüber. Die Sache mit meinem Vater war immer recht offensichtlich (unberechenbar, launisch, Angst vor ihm obwohl selten geschlagen, von mir Dinge erwartend, die er selber nicht geschafft hat). Mit meiner Mutter war es alles subtiler. Unter dem Strich bleibt in Bezug auf sie wohl ein Gefühl nicht richtig gesehen worden zu sein und vor allem eine Vorsicht benutzt zu werden (da ist aber nichts Körperliches gewesen, mehr emotional)
Du beschäftigst dich mit deinen Gefühlen, benutzt dafür aber stark deine ratio. Du willst allen Dingen auf den Grund gehen. Warum? Eine Frage der Kontrolle? Sind die Kontrollwünsche deiner Frau auch deine?Ich glaube jeder der sagt, er bräuchte keine Kontrolle, macht sich etwas vor.
Ich hätte mich gern darüber mit ihr auseinander gesetzt, wie jeder von uns versucht, auf der sicheren Seite der Macht zu stehen.
Und jetzt versuche ich mit Erklärungen dieses abgrundtiefe Gefühl des Verlustes etwas erträglicher zu machen, von mir aus zu kontrollieren. UNFASSBAR was da passiert ist, sagt ein Teil von mir. Wie kann ein und derselbe Mensch in so kurzer Zeit von der großen Liebe zum Feind werden (also ich in ihrer Wahrnehmung). Mein liebendes Herz kann das nicht verstehen. Wenn ich liebe, dann liebe ich. DAS habe ich noch nie mit einem Menschen gemacht. Ich bin auch nach destruktiven Momenten immer in der Lage gewesen, wieder runter zu kommen. UNFASSBAR.
Willst du tatsächlich nicht mehr, oder willst du einer eventuell weiteren Verletzung aus dem Weg gehen?Natürlich gibt es keinen sehnlicheren Wunsch, als das wir durch ein Wunder wieder zusammen kommen. Ich würde sie nach wie vor sofort heiraten. Aber mittlerweile würde und muß ich Bedingungen setzen. Das ganze setzt existenziell meiner Gesundheit zu und so etwas will ich nicht noch einmal mitmachen. Wenn sie z.B. mir nicht versprechen könnte, dass sie mit Streit zukünftig anders umgeht (also anders als dann einfach Schluß zu machen) oder mehr mit mir zu besprechen, wollte ich auch nicht mehr.
Im Moment sehe ich es so: Wenn sie sich jetzt nach der Trennung besser fühlt, dann ist es auch richtig. Ich bin mir sehr sicher, dass ich von mir aus keinen Kontakt aufnehmen werde.
Aber es Du hast Recht Mischel, es ist schwer auszuhalten nicht zu wissen, was bei ihr abläuft. Vielleicht trauert sie und vermisst mich. Vielleicht hat sie schon neue Begegnungen mit Männern. Es gibt auch Momente wo ich denke, sie hatte schon vorher jemanden in petto und mein "schlimmes" Verhalten hat ihr jetzt die letzte Rechtfertigung gegeben sich ab- und zuwenden zu können.
Will_Losslassen
Ich finde es gerade ganz einfach (was nicht heißt dass ich weniger leide, aber das tue ich sowieso):
Wenn sie ihre Liebe zu mir spürt und zulässt, wird sie sich melden.
Wenn sie ihre Liebe zwar spürt aber in der Lage ist sie mit dem Buschmesser zurückzuschneiden und sich nicht zu melden, dann hätte es eh keine Chance bekommen.
Und wenn es ihr ohne mich besser geht? Dann ist das zwar bitter aber ich will schließlich dass es ihr gut geht.
Irgendwelche Aktionen von mir, um sie zu beeinflussen? Bringen nichts. Ich habe ALLES versucht. Flehen, Knien, Weinen, Bitten, Beschwören, Lieben, alles hat sie an solchen Punkten nicht mehr erreicht. LOSLASSEN
Will_Loslassen
Wenn sie ihre Liebe zu mir spürt und zulässt, wird sie sich melden.
Wenn sie ihre Liebe zwar spürt aber in der Lage ist sie mit dem Buschmesser zurückzuschneiden und sich nicht zu melden, dann hätte es eh keine Chance bekommen.
Und wenn es ihr ohne mich besser geht? Dann ist das zwar bitter aber ich will schließlich dass es ihr gut geht.
Irgendwelche Aktionen von mir, um sie zu beeinflussen? Bringen nichts. Ich habe ALLES versucht. Flehen, Knien, Weinen, Bitten, Beschwören, Lieben, alles hat sie an solchen Punkten nicht mehr erreicht. LOSLASSEN
Will_Loslassen
... Manchmal ist es das Beste loszulassen... Auch wenn es einem das Herz zerreißt. Irgendwann... Scheint auch wieder die Sonne... :]
Hallo will loslassen. Es sind interessante Anworten und du machst es dir wirklich nicht einfach. Letztlich kann man schwerlich eine Beziehung in Monologform reflektieren, wo eigentlich ein Dialog hin gehört. (aber das war offensichtlich ja auch das Problem in eurer Beziehung). Ich kam gestern zu einem thread, in dem einige Dinge beschrieben waren, die mir sehr bekannt vorkamen. (meine Beziehung betreffend, aber auch meine Person und die meiner Ex. Ich könnte mir vorstellen, dass du da auch Anstöße findest) : Total kaputt nach einer Beziehung...!?
Ich wünsche dir einen schönen Tag, lg Mischel
Ich wünsche dir einen schönen Tag, lg Mischel
Vielen Dank für den Hinweis auf den anderen Thread, Mischel.
Ich habe tatsächlich vieles wiedergefunden, bisweilen erschreckend übereinstimmend. Der Thread bezieht sich auf Partner mit einer Borderline Störung.
Ich bin sicher, dass meine ehemalige Partnerin nicht Borderline ist. Dafür funktioniert sie sonst im Leben viel zu gut. Aber ein Teil von ihr, der Teil, der sich nur in der intimen Partnerschaft zeigt, hat starke Bezüge zu diesem Muster.
Außerdem halte ich nichts davon, einem Menschen vorschnell Krankheits-Labels aufzukleben. Jeder Mensch ist einzigartig. Aber es gibt natürlich auch verbreitete Muster von denen im Einzelfall viel zutrifft.
Ich beziehe mich im Folgenden auf diesen anderen Thread und das Ausgangs-Posting:
Sorry, dass es so lang geworden ist, aber es hat gut getan
Will_Loslassen
Ich habe tatsächlich vieles wiedergefunden, bisweilen erschreckend übereinstimmend. Der Thread bezieht sich auf Partner mit einer Borderline Störung.
Ich bin sicher, dass meine ehemalige Partnerin nicht Borderline ist. Dafür funktioniert sie sonst im Leben viel zu gut. Aber ein Teil von ihr, der Teil, der sich nur in der intimen Partnerschaft zeigt, hat starke Bezüge zu diesem Muster.
Außerdem halte ich nichts davon, einem Menschen vorschnell Krankheits-Labels aufzukleben. Jeder Mensch ist einzigartig. Aber es gibt natürlich auch verbreitete Muster von denen im Einzelfall viel zutrifft.
Ich beziehe mich im Folgenden auf diesen anderen Thread und das Ausgangs-Posting:
Mir haben zuviele Menschen gesagt, dass sie jemandem Nachtrauern den sie unendlich geliebt haben. Der das Eine für sie war. Der ihnen das gab, was sonst niemand konnte. Und die nicht daran glauben, dass jemals wieder ein anderer Mensch Ihnen das geben kann.Das Gefühl habe ich sehr stark. Ich habe mir eingeredet in der für mich perfekten Beziehung zu sein.
Mir haben zu viele Menschen gesagt, dass sie unendliche Angst haben nochmals so verletzt zu werden. Sich deshalb Zurückziehen. Nicht mehr so reagieren wie sie wollen. Dass sie sich selber nicht mehr kennen. Keine Erklärung haben.Ich bin wirklich noch nie so verletzt worden. Aber ich ziehe mich nicht zurück. Ich werde sicher beim nächsten Mal vorsichtiger sein, aber ich bin immer noch der gleiche.
Mir haben zu viele Menschen gesagt, dass sie nach der Trennung den Menschen den sie lieben nicht mehr erkannt haben. Dass sie weggeworfen wurden wie ein Stück Dreck. Alles gaben.. Nichts – und doch so viel bekamen. Aber keine Ahnung haben WAS sie bekamen.Das ist in der Tat das für mich das UNFASSBARE. Wie innerhalb von Tagen so ein anderer Mensch vor mir sitzen kann (wenn sie überhaupt noch da ist) oder in der Situation innerhalb von Sekunden. Dieser Wandel vom höchsten Liebesglück wegen einer Lapalie zu höchstem Hass.
Mir haben zu viele Menschen gesagt, dass sie sich selber in einer Beziehung langsam aufgaben. Stückweise und langsam sich selber und ihre Bedürfnisse immer weiter zurückstellten. Immer mehr aktzeptierten. Sich komplett unterordneten.Ich habe mich nicht aufgegeben oder komplett untergeordnet. Aber ich habe mich viel zu viel angepasst. Habe meine Massstäbe an Beziehung angepasst. Es gab Abende da habe ich wenn ich, vielleicht wegen Problemen bei der Arbeit etwas niedergeschlagen war, extra ein Bier getrunken um etwas lockerer zu sein, weil ich wußte dass sie auf Schwermut keinen Bock hat.
Mir haben zu viele Menschen gesagt, dass sie selber eiskalt wurden. Den Satz „In mir ist keine Liebe mehr!!!!!“ schreien könnten. Dass ihr Leben von Misstrauen und Argwohn geprägt ist und sie so reagieren wie der frühere Partner.NEIN! Ich bin weiter ein Liebender. Das macht mich aus. Auch wenn ich sicherlich vorsichtiger sein werde.
Immer waren das hilfsbereite, liebevolle und sehr sensible Menschen. Die anderen gut Zuhören und Mitfühlen können. Die Ratschläge geben, die gerne angenommen werden. Lieber etwas geben als nehmen. Die andere Menschen oft blind verstehen können. Ueber ein hohes Einfühlungsvermögen verfügen.Stimmt. Und ich gebe auch gerne. Das ist das Wesen der Liebe. Habe aber auch gelernt zu nehmen. Und von ihr auch ganz viel bekommen.
Immer waren Ihre Partner xxxxxxx(ich will hier diese Begriffe nicht verwenden) Persönlichkeiten. Die Probleme hatten über sich selber zu sprechen oder mit Ihren Gefühlen umzugehen. Keine echte Nähe zulassen konnten. Inkonsistent waren. Sich zurückzogen oder vorpreschten. Unberechenbar waren. Konstante Beachtung und Bestätigung brauchten.Unberechenbar war sie. Und sie brauchte permanent Beachtung und Bestätigung. Hat das oft geradezu eingefordert. Wie ein kleines Mädchen. Wer gibt ihr das nicht wenn er sie liebt? Aber wir hatten im Körperlichen eine so unglaubliche Nähe. Das habe ich noch nie erlebt und unendlich genossen. Und sie auch das weiß ich.
Immer haben diese XXXXXXXXXX Persönlichkeiten schlimme Dinge erlebt. Schlechteste Beziehungen gehabt. Immer wird das sehr schnell vermittelt. Immer wird es von den Partnern als Entschuldigung für alles aktzeptiert. Denn die Partner sind ja sehr mitfühlende Persönlichkeiten. Und immer bekamen die Partner das Bild vermittelt, dass es mit ihnen anders sei. Endlich.Sie hat mir sehr selten etwas von ihren "Leichen im Keller" erzählt, von den schlimmen Verletzungen ihrer Kindheit. Ich habe sie dafür natürlich noch mehr geliebt. Dieses tapfere Mädchen was so viel Scheiße erlebt hat. Und ja, im ersten Jahr war alles anders mit mir. "Als hättest Du mein Buch gelesen wie ich mir immer gewünscht habe geliebt zu werden".
Immer endete es mehrfach. Immer wurden Partner bestraft. Durch Liebesentzug, Betrug, Kälte, Abweisung, Rückzug, Beleidigung. Ein Wechselbad aus Bestrafung und absoluter und einzigartiger Liebe. Eine zarte Vergewaltigung der Seele.Ja, so muss ich es im Nachhinein wohl sehen.
Und immer endet es brutal und eiskalt. Die XXXXXXXX Persönlichkeit übernahm keine Schuld, keine Verantwortung. Die gemeinsame Zeit bedeutete ihr NICHTS. Keine Gnade, kein Mitgefühl für den Partner. Keine Erklärung. Ausser die XXXXXX Persönlichkeit will wieder zurück. Was oft der Fall ist. Ausser sie hat einen Neuen / Neue.Ja, brutal und eiskalt. Ohne Bereitschaft für ein letztes Gespräch. Das Positive ist wie weggeblasen.Ein letzter Ausdruck von Verständnis: "Danke für die Bereitschaft mich loszulassen. Ich weiß dass es Dir unendlich schwer fallen wird". Oder ist dies Ausdruck des letzten Triumphes?
Die XXXXXXX Persönlichkeit hat in sich eine unglaubliche Angst. Sie macht ihren Partner gefügig, manipuliert ihn, setzt ihn unter Druck um dadurch konstante Beachtung und Sicherheit zu bekommen. Bekommt sie das nicht, wird der Partner bestraft. Das macht sie nicht absichtlich. Aber sie macht es. Sie muss es tun. Sie hat Angst.So wenig sie ihre Verletzlichkeit zeigen konnte. Ich denke es trifft den Kern. Diese Liebe war zu bedrohlich und sie mußte sich beweisen, dass sie die Stärkere ist.
Die XXXXXXX Persönlichkeit braucht konstante Bestätigung, Zuwendung und Beachtung. Weil sie kein emotionales Gedächtnis hat. Sie lebt Gefühlsmässig nur im JETZT. Gemeinsame Erlebnisse wie z. Bsp. Urlaube, schwere Zeiten, Feiern usw… hinterlassen bei ihr keine emotionalen Spuren. Sie erinnert sich daran – aber nicht an die Gefühle. Es schweisst sie nicht mit ihrem Partner zusammen.Ich habe das eigentlich immer an ihr geliebt, dass sie sehr im Jetzt lebt. Aber das Vergessen all der superschönen und tiefen Momente, die wir ohne Ende hatten, wie gesagt bis noch in die letzte Woche, das ist das was bei mir nur hinterläßt: UNFASSBAR! Es ist nie Vertrauen gewachsen wie es eigentlich hätte sein müssen. Und sie konnte lieben im Jetzt, Wow!
Sie kann eine Liebe nicht aufbauen sondern lebt nur intensiv im hier und jetzt. Wochen, Monate oder Jahre bedeuten ihr nichts. Sie lebt und liebt nur im Jetzt. Und im Jetzt braucht sie Beachtung und Zuwendung, Sicherheit. Sie liebt. Und zwar stark. Aber nur JETZT. Vertrauen KANN sie nicht.
Als Partner empfindet man anders. Man ist gebunden. Liebt. Liebt immer mehr. Endlos. Die Liebe wächst im Laufe der Zeit. Man vertraut. Oft blind. Ist komplett Abhängig.Jo, so ist es gewesen. Liebe geht nicht ohne ein gewisses Maß an Abhängigkeit.
Dann scheitert die Beziehung und die XXXXXXX Persönlichkeit entzieht ihre Liebe blitzschnell und eiskalt. Sucht sich oft bereits einen neuen Partner oder neue Partnerin vorab. Denn wie gesagt – sie liebt stark. Aber nur im HIER und JETZT. Und sie hat ANGST. Der Partner war böse (wie gesagt, Jahre bedeuten nichts).Ja, ich war böse. In ihren Augen. Habe es gewagt auch eine Meinung und Position zu haben. Oder mich mal enttäuscht zu fühlen. Das mit dem Neuen weiß ich nicht, aber das kommt.
Dadurch wird der Partner in einer Art und Weise zurückgelassen, die ihn fast zerstört. Er kann nicht mehr vertrauen, ist verwirrt, ihm werden extreme Schmerzen zugefügt. Wo ist die Liebe? Die gemeinsame Zeit? Ich tue doch alles für Dich? Habe ich das nicht bewiesen? Zählt das nicht? Wie ist es möglich, dass ein Mensch so ist? WER bist DU? WIE kannst DU mir das antun - nach all der Zeit?????Ja, so empfinde ich haargenau.
Unerfreulicherweise kann der XXXXX Partner nicht über seine Gefühle sprechen – und Antworten wird der Partner niemals bekommen.Ich traue ihr nachwievor zu, dass sie über ihre Gefühle reden könnte. Aber genau damit habe ich sie wahrscheinlich überfordert.
Eine grössere Bestrafung als der komplette Rückzug hat der Partner noch nie gespürt. An sich selber denkt er zuletzt. Dazu gehört z. Bsp. auch, dass er geradezu unmenschliche Anstrengungen vollbringt um zu VERSTEHEN. Nicht sich selber - sondern primär was der Partner (jetzt EX Partner) gerne möchte...Das stimmt. Das habe ich wirklich versucht, sie zu verstehen. Ich habe irgendwann verstanden, dass ich ihr mit meinem Verhalten GANZ DOLL weh tue. Und ich habe immer wieder gesagt, dass ich ihr nicht wehtun WILL. Aber wie soll ich verstehen, wenn sie mir nicht sagt und zeigt, WAS ihr weh tut und vor allem warum es so SCHLIMM ist. Daran bin ich verzweifelt. Und sie hat immer wieder gesagt: "Du verstehst mich nicht! Du verstehst mich immer noch nicht! Und wieder hast Du mich nicht verstanden!"
Es ist ein grauenhaftes Erlebnis. Keine normale Trennung.Grauenhaft. Grausam. Keine Chance für ein geklärtes Auseinandergehen.
Ich musste lernen, dass meine frühere Partnerin anders ist. Dass nicht alle Menschen so sind. Dass sie mir das nicht Absichtlich angetan hat. Und dass ich das wirklich verstehen und aktzeptieren muss. Und ihr vergeben muss. Und dass sie ärmer ist als ich – denn ich kann konstant Lieben. Sie nicht.Ich fühle nicht, dass sie ärmer ist als ich. Aber in diesem Bereich Beziehung bin ich um einiges weiter als sie. Und ich weiß, dass sie nicht anders kann.
Es ist intensiv. Einzigartig. Seelenverwandschaft. Gemeinsames Fliegen. Wunderschön. Feuerwerk. Man braucht zum Glücklichsein nicht mehr als die Gegenwart und die Präsenz des Partners. Alles andere ist komplett egal. Wo dieser Mensch ist, da bin ich Zuhause.Ja, das habe ich genauso erlebt. SO toll war es noch nie mit einer Frau. Mußte auch ein wenig schmunzeln bei der Beschreibung. Scheint also zum Muster dazu zu gehören.
Wenn man das erlebt, dann kann man jeden Hollywoodfilm belächeln. Und die Zuschauer die im Kino sitzen und von der grossen Liebe träumen auch. Die haben ja keine Vorstellung….
Es ist eine Liebe die man nie zuvor erlebt hat. Und dafür blendet man alles aus und ist bereit alles zu Aktzeptieren. Für Liebe. Aber diese Liebe ist extrem stark.
Sorry, dass es so lang geworden ist, aber es hat gut getan
Will_Loslassen
Die letzten Tage hier waren sehr hilfreich. Ich habe vieles besser verstanden. Das schafft auch eine größere Distanz zu ihr. Aber wenn ich wie gestern normal ins Bett gehe, statt komatös auf dem Sofa einzuschlafen, vermisse ich sie brutal (The Bed`s Too Big Without You - Sting)
Denke darüber nach, ob und was ich schreiben soll wenn sie Geburtstag hat im nächten Monat !
Was ich mit den High Heels bei mir im Schrank mache (wegschmeißen, Frau mit der gleichen Schuhgröße suchen ;-), ihr bringen, damit der nächste sich daran erfreuen kann)
Ja solche intelligenten Gedanken mache ich mir dann nachts im Bett.
Zum Glück darf ich das ganze Wochenende arbeiten ...
Will_Loslassen
Denke darüber nach, ob und was ich schreiben soll wenn sie Geburtstag hat im nächten Monat !
Was ich mit den High Heels bei mir im Schrank mache (wegschmeißen, Frau mit der gleichen Schuhgröße suchen ;-), ihr bringen, damit der nächste sich daran erfreuen kann)
Ja solche intelligenten Gedanken mache ich mir dann nachts im Bett.
Zum Glück darf ich das ganze Wochenende arbeiten ...
Will_Loslassen
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